„Faschismus? Totalitarismus? Extremismus? – Die Sprache der Wissenschaft und der Politik“ – Tagesseminar der VVN–BdA

„Faschismus? Totalitarismus? Extremismus? oder die Sprache der Wissenschaft und die Sprache der Politik“ lautet der Titel eines Tagesseminars der „VVN – Bund der Antifaschisten“. Dieses findet am Samstag 10. März 2012, von 10 Uhr bis 16 Uhr, im Clara Zetkin-Haus, Stuttgart Sillenbuch, Gorch-Fock-Straße 26 statt. Referent ist Professor Dr. Kurt Pätzold.

Von Jochen Dürr, Schwäbisch Hall, Landessprecher „VVN – Bund der Antifaschisten“

Warum werden bestimmte Begriffe verwendet?

Das Seminar richtet sich an alle, die gegen Faschismus und Neofaschismus aktiv sind, sei es in der Erinnerungsarbeit oder/und in den aktuellen Auseinandersetzungen. Wir wollen die Bedeutung von wichtigen Begriffen hinterfragen, wer sie warum verwendet, welche praktischen, aktuellen Folgen das hat und wie wir uns gegen die Gleichsetzung von Tätern und Opfern, rechts und links zur Wehr setzen können. Das Seminar ist kostenlos.

Um Anmeldung wird gebeten:

VVN –Bund der AntifaschistInnen Baden-Württemberg e.V., Böblinger Straße 195, 70199 Stuttgart.

Telefon: 0711 – 603237

Fax: 0711 – 600718

E-Mail: baden-wuerttemberg@vvn-bda.de

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„OB Pelgrim gerät ins Schwärmen“ – Riesiger Ansturm auf Arbeitsplätze in Schwäbisch Hall

Damit hatte niemand gerechnet: Als die Stadt Schwäbisch Hall vom 25. bis 27. Januar 2012 sieben Journalistinnen und Journalisten aus Griechenland, Italien, Spanien und Portugal einlud, die Stadt zu besuchen und sich über den Fachkräftemangel zu informieren, ahnte noch niemand, welche Resonanz das Projekt haben würde. Nach knapp einem Monat sind die ersten Zeitungsartikel in Griechenland, Portugal und Spanien erschienen. Und schon jetzt sind weit mehr als 10.000 Bewerbungen oder Anfragen eingegangen.

Von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Nur knapp 5 Prozent der Bewerber haben Deutschkenntnisse

Vor allem ein Artikel in der portugiesischen Zeitung „Diario Economico“, der am 6. Februar 2012 erschien, und ein daraus resultierender TV-Beitrag des Senders TVI vom 14. Februar 2012 haben einen wahren Bewerberansturm bei Arbeitsagentur, Unternehmen und auch der Stadtverwaltung ausgelöst. Teilweise gingen minütlich E-Mails mit vollständigen Bewerbungen aus Portugal ein. Die Interessentinnen und Interessenten kommen vor allem aus den Bereichen Bau/Architektur (zirka 20 Prozent), IT (zirka 12 Prozent), Metall/Elektro (zirka 10 Prozent) und dem kaufmännischen Bereich (zirka 10 Prozent). Leider verfügen nur knapp 5 Prozent über Deutschkenntnisse, womit eine Vermittlung auf den heimischen Arbeitsmarkt deutlich schwieriger ist. Außerdem meldeten sich auch einige Firmenmanager, die Interesse an einer Partnerschaft mit Firmen aus der Region haben. Diese wurden an die lokale Wirtschaftsförderung verwiesen.

Bewerbungen bearbeiten dauert mehrere Wochen

Die Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall ist derzeit damit beschäftigt, die eingegangenen Bewerbungen zu sichten und zu sortieren. Auf jede E-Mail wurde auch eine Antwort in englischer oder portugiesischer Sprache verfasst, in der auch darauf hingewiesen wird, dass die Bearbeitung mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird. Die Arbeitsagentur wird sich insbesondere auf die Bewerberinnen und Bewerber konzentrieren, die in Portugal arbeitslos sind (rund 25 Prozent der eingegangenen Bewerbungen). Vermittlungsaktivitäten der Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) sind für rund ein Drittel dieser Bewerberinnen und Bewerber möglich.

OB Pelgrim: Mobilitätsbereitschaft der Menschen in Europa

Für Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim steht schon jetzt fest: „Aufgrund dieser Resonanz kann die Journalistenreise und die Pläne, die wir damit verfolgt haben, als großer Erfolg verbucht werden. Ich freue mich über die große Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern, unterstreicht dies doch auch die Mobilitätsbereitschaft der Menschen in Europa.“ Laut Pelgrim sind jetzt die Unternehmen gefordert, eine Rückmeldung zu geben und die passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszusuchen und zu qualifizieren. Doch auch die Kommunen müssten sich auf den Wohnungsbau einstellen, sollte nur ein Bruchteil der Bewerbungen zu einer Anstellung führen. „Dennoch ist ein erster Schritt getan, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten“, meint Pelgrim.

Weitere Informationen und Kontakt:

Stadtverwaltung Schwäbisch Hall, Am Markt 6, 74523 Schwäbisch Hall

Internet:

www.schwaebischhall.de

www.facebook.com/schwaebischhall

www.twitter.com/ob_schwaebhall

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“Stuttgart 21: Grün-Rote Landesregierung lässt Bürgerbewegung durch Geheimdienste überwachen“

In einem offenen Brief hat der langjährige Vorsitzende einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart, Richter und Staatsanwalt a. D. Dieter Reicherter, einen brisanten Rahmenbefehl des Landesinnenministeriums von Baden-Württemberg unter Reinhold Gall (SPD) auffliegen lassen. In dem im Dezember ergangenen Auftrag an das LKA wird angeordnet, die Überwachung der Bürgerbewegung gegen das regionale Umbauprogramm „Stuttgart 21“ (S21) unter Zuhilfenahme von Spionen aus den Landes- und Bundesämtern „wie bisher“ weiterzuführen.

Von Daniel Neun

„Wie bisher“ weiterführen

In einem offenen Brief hat der langjährige Vorsitzende einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart, Richter und Staatsanwalt a. D., Dieter Reicherter, einen brisanten Rahmenbefehl des Landesinnenministeriums von Baden-Württemberg unter Reinhold Gall (SPD) auffliegen lassen. In dem im Dezember ergangenen Auftrag an das LKA wird angeordnet, die Überwachung der Bürgerbewegung gegen das regionale Umbauprogramm “Stuttgart 21″ (S21) unter Zuhilfenahme von Spionen aus den Landes- und Bundesämtern “wie bisher” weiterzuführen.

Offener Brief in der Online-Zeitung der aktiven Parkschützer “Bei Abriss Aufstand” veröffentlicht

In seinem offenen Brief, der unter anderem in der Online-Zeitung der aktiven Parkschützer “Bei Abriss Aufstand” veröffentlicht wurde, schreibt Richter a. D. Reicherter von einem am 20. Dezember 2011 unter dem Aktenzeichen 3-1134.9/1113-VS-NfD vom Landespolizeipräsidium an das Landeskriminalamt ergangenen Rahmenbefehl. In diesem heisst es:

“Das Landeskriminalamt erstellt unter Einbeziehung der Erkenntnisse des Landesamtes für Verfassungsschutz, des Polizeipräsidiums Stuttgart, der Landespolizeidirektionen sowie der Sicherheitsbehörden des Bundes ein Gesamtgefährdungslagebild zum Bauprojekt “Stuttgart 21″, insbesondere hinsichtlich entsprechender Versammlungen und Protestformen, relevanter Veranstaltungen, potentieller Störer sowie gefährdeter Personen und Objekte. Das Gefährdungslagebild soll – wie bisher – im dreiwöchigen Rhythmus weitergeführt werden und ist dem Innenministerium – Landespolizeipräsidium – sowie dem Polizeipräsidium Stuttgart, unter nachrichtlicher Beteiligung der Landespolizeidirektionen sowie des Bereitschaftspolizeipräsidiums, zu übermitteln.”

Richter und Staatsanwalt a. D. Dieter Reicherter, der unter anderem elf Jahre lang Vorsitzender einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart war, weiter in seinem offenen Brief:

“Die Umsetzung dieses Rahmenbefehls liest sich dann beispielsweise so (zugrunde gelegt wurde von mir das Gefährdungslagebild Nr. 23 vom 08.09.2011 – 28.09.2011):

Tag: Mittwoch, alle 2-3 Wochen

Ort: Stuttgart, Mittlerer Schlossgarten Blutbuche

Thema: Parkgebet – keine Zerstörung unserer Stadt durch das Projekt Stuttgart 21

Anmelder/Verantw.: Frau Guntrun Müller-Enßlin

erw. TN (=erwachsene Teilnehmer): 50-250

zust. OE (=zuständige Organisationseinheit): PP S

Sachverhalt: kein Gottesdienst, sondern Versammlung im rechtlichen Sinne, nächste Termine 15.09. und 29.09.

Bewertung: bürgerlicher Protest

Gef.-Bew. (=Gefährdungsbewertung): 5.

“Gefährdungsstufe” 7

Damit erhält das Parkgebet dieselbe Gefährdungsbewertung wie die Kundgebung auf dem Schlossplatz am 30.9.11 mit 10000 Teilnehmern!” Wie Richter a.D. Reicherter des Weiteren öffentlich machte, wurden nicht nur Veranstaltungen im Stuttgarter Schlossgarten bzw Baugebiet des Staatskonzerns “Deutsche Bahn AG”, sondern ebenso der landesweite Schwabenstreich, die Treffen der Unternehmer gegen S21, der Ärzte und Psychologen gegen S21, der Gewerkschafterinnen gegen S21, der Senioren gegen S21, Vorträge der Jugendoffensive zum Thema “Stuttgart 21″ und Treffen des Arbeitskreises Jura “erfasst” und allesamt mit der “Gefährdungsstufe” 7 bewertet.

Erteilte Gefährdungsstufe der Staatsschützer: 5

Aber nicht nur das: sogar Veranstaltungen der “Stuttgart 21″-Befürworter wurden überwacht, wie die Veranstaltung “Sport u. Aktiv für Stuttgart 21 – Läufer, Inliner, Radfahrer u. Fußgänger für S21″ mit zirka 40 Teilnehmern. Erteilte Gefährdungsstufe der Staatsschützer: 5.

Auch Ministerauftritte galten als gefährdend

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg – seit jeher voll im Bilde ihrer Mitarbeiter, der des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz und der lieben Kollegen von außerhalb, gerade bei Besuchen – kam mit tatkräftigem Engagement der “Sicherheitsbehörden” des Bundes zu der bitteren Erkenntnis, dass selbst die Auftritte von Ministern der eigenen Landesregierung bei Veranstaltungen der Bürgerbewegung eine Gefährdung darstellten. So erteilte man der auf dem Stuttgarter Marktplatz stattfindenden Veranstaltungsreihe “Wir reden mit” die Gefährdungstufe Stufe 5, obwohl bei diesen der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger und der Finanz- und Wirtschaftsministers Nils Schmid auftraten.

Dazu der ehemalige Richter Reicherter:

“Für Bürgerinnen und Bürger, die von ihren Rechten auf Meinungs-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit, insbesondere jedoch auch vom Recht auf ungestörte Religionsausübung, Gebrauch machen wollen, ist diese Überwachung durch staatliche Organe, die der Öffentlichkeit nicht bekannt ist, erschütternd und geeignet, jegliches Vertrauen in unseren Staat zu verlieren.”

Forderung: Ergebnisoffene strafrechtliche Ermittlungen in alle Richtungen

Der ehemalige Vorsitzende am Landgericht Stuttgart forderte angesichts einer “vorhandenen Verflechtung von wirtschaftlichen und politischen Interessen unter Mitwirkung des Verfassungsschutzes und von Sicherheitsbehörden des Bundes”, sowie eines “möglichen kriminellen Hintergrunds” hinsichtlich der “möglichen Brandanschläge der letzten Tage, für die der Sprecher des Kommunikationsbüros der Bahn bereits Projektgegner verantwortlich gemacht hat”, ergebnisoffene strafrechtliche Ermittlungen in alle Richtungen.

Der Verdacht des Richters a.D. bezüglich der Täter:

“Möglicherweise stammen sie.. aus anderen Diensten oder gar kriminellen Gesellschaften, die ein Interesse an der Projektverwirklichung und Verunglimpfung der Projektgegner haben könnten.”

Weitere Informationen:

http://www.radio-utopie.de/2012/02/24/stuttgart-21-grun-rote-landesregierung-last-burgerbewegung-durch-geheimdienste-uberwachen/

http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/02/24/bespitzelt-der-verfassungsschutz-parkgebete/

Der Offene Brief zum Nachlesen:

In einem offenen Brief hat der langjährige Vorsitzende einer Strafkammer des Landgerichts Stuttgart, Richter und Staatsanwalt a. D. Dieter Reicherter, einen brisanten Rahmenbefehl des Landesinnenministeriums von Baden-Württemberg unter Reinhold Gall (SPD) auffliegen lassen. In dem im Dezember ergangenen Auftrag an das LKA wird angeordnet, die Überwachung der Bürgerbewegung gegen das regionale Umbauprogramm „Stuttgart 21“ (S21) unter Zuhilfenahme von Spionen aus den Landes- und Bundesämtern „wie bisher“ weiterzuführen.

Von Dieter Reicherter, ehemaliger Vorsitzender Richter am Landgericht Stuttgart, Strafrichter und zuvor Staatsanwalt

Sehr geehrte Empfängerin, sehr geehrter Empfänger,

die Ereignisse der letzten Tage und Wochen rund um Stuttgart 21 veranlassen mich, mein Schweigen zu brechen und mein Wissen an Sie weiterzugeben.

Als ehemals braver Bürger, der dem Land Baden-Württemberg nahezu vier Jahrzehnte als Staatsanwalt und Richter gedient hat, habe ich nach dem Regierungswechsel im Ländle an folgende Aussage des grün-roten Koalitionsvertrags geglaubt:

„Die Zeit des Durchregierens von oben ist zu Ende. Gute Politik wächst von unten, echte Führungsstärke entspringt der Bereitschaft zuzuhören. Für uns ist die Einmischung der Bürgerinnen und Bürger eine Bereicherung. Wir wollen mit ihnen im Dialog regieren und eine neue Politik des Gehörtwerdens praktizieren.“ (aus der Präambel des Koalitionsvertrages).

Im Geiste dieser Aussage hat das Innenministerium Baden-Württemberg – Landespolizeipräsidium – (zuständiger Minister Reinhold Gall, SPD) am 20.12.2011 unter dem Aktenzeichen 3-1134.9/1113-VS-NfD einen Rahmenbefehl Nr. 2 zu Einsatzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Bauprojekt „Stuttgart 21″ herausgegeben und im Abschnitt 3. – Auftrag – unter 3.3 Landeskriminalamt Baden-Württemberg angeordnet:

“ Das Landeskriminalamt erstellt unter Einbeziehung der Erkenntnisse des Landesamtes für Verfassungsschutz, des Polizeipräsidiums Stuttgart, der Landespolizeidirektionen sowie der Sicherheitsbehörden des Bundes ein Gesamtgefährdungslagebild zum Bauprojekt „Stuttgart 21″, insbesondere hinsichtlich entsprechender Versammlungen und Protestformen, relevanter Veranstaltungen, potentieller Störer sowie gefährdeter Personen und Objekte.

Das Gefährdungslagebild soll – wie bisher – im dreiwöchigen Rhythmus weitergeführt werden und ist dem Innenministerium – Landespolizeipräsidium – sowie dem Polizeipräsidium Stuttgart, unter nachrichtlicher Beteiligung der Landespolizeidirektionen sowie des Bereitschaftspolizeipräsidiums, zu übermitteln.“

Die Umsetzung dieses Rahmenbefehls liest sich dann beispielsweise so (zugrunde gelegt wurde von mir das Gefährdungslagebild Nr. 23 vom 08.09.2011 – 28.09.2011):

Tag: Mittwoch, alle 2-3 Wochen

Ort: Stuttgart, Mittlerer Schlossgarten Blutbuche

Thema: Parkgebet – keine Zerstörung unserer Stadt durch das Projekt Stuttgart 21

Anmelder/Verantw.: Frau Guntrun Müller-Enßlin

erw. TN (=erwachsene Teilnehmer): 50-250

zust. OE (=zuständige Organisationseinheit): PP S

Sachverhalt: kein Gottesdienst, sondern Versammlung im rechtlichen Sinne, nächste Termine 15.09. und 29.09.

Bewertung: bürgerlicher Protest

Gef.-Bew. (=Gefährdungsbewertung): 5

Damit erhält das Parkgebet dieselbe Gefährdungsbewertung wie die Kundgebung auf dem Schlossplatz am 30.9.11 mit 10000 Teilnehmern! Die mir schon mehrfach mitgeteilte Beobachtung von Teilnehmern dieser Gebete, welche sich durch anwesende Polizeibeamte, die offensichtlich nicht als Gottesdienstteilnehmer anwesend waren, in ihrer Andacht gestört fühlten, bestätigt sich sonach.

Doch auch Auftritte von Regierungsmitgliedern in der Reihe „Wir reden mit“ (unter anderem Justizminister Stickelberger und Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid) werden als Gefährdung aufgeführt und mit 5 bewertet.

Und auch der Kundgebung mit Aufzug der Projektbefürworter „Sport u. Aktiv für Stuttgart 21 – Läufer, Inliner, Radfahrer u. Fußgänger für S21“ mit ca. 40 Teilnehmern ergeht es nicht besser. Auch sie wird erfasst und mit 5 eingestuft.

Gefährlich sind offenbar auch der landesweite Schwabenstreich (7), die Treffen der Unternehmer gegen S21, der Ärzte und Psychologen gegen S21, der Gewerkschafterinnen gegen S21, der Senioren gegen S21, Vorträge der Jugendoffensive zum Thema „Stuttgart 21“ und Treffen des Arbeitskreises Jura (allesamt erfasst und ebenfalls mit 7 bewertet).

Welche Erkenntnisse hierzu vom Landesamt für Verfassungsschutz und von Sicherheitsbehörden des Bundes stammen, lässt sich im einzelnen nicht erkennen, doch erscheint die Erfassung der Protestbewegung allumfassend.

Für Bürgerinnen und Bürger, die von ihren Rechten auf Meinungs-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit, insbesondere jedoch auch vom Recht auf ungestörte Religionsausübung, Gebrauch machen wollen, ist diese Überwachung durch staatliche Organe, die der Öffentlichkeit nicht bekannt ist, erschütternd und geeignet, jegliches Vertrauen in unseren Staat zu verlieren.

Gedanken mache ich mir auch zu einem möglichen kriminellen Hintergrund des Projektes Stuttgart 21:

In der „Leute-Sendung“ auf SWR 1 vom 30.1.2012,  erklärte die Journalistin und Mafia-Expertin Petra Reski (zu finden ab Minute 17:20) wörtlich:

„Baden-Württemberg ist eine Hochburg der Mafia in Deutschland….Es geht natürlich vor allem um Geldwäsche im großen Stil und dafür eignen sich besonders öffentliche Aufträge. In dem Zusammenhang ist auch interessant so ein Projekt wie Stuttgart 21, sehr appetitlich für die Mafia. Besonders die Bauwirtschaft ist komplett unterwandert durch italienische Baufirmen der Mafia.“

Mich würde interessieren, welche Erkenntnisse dazu den Sicherheitsbehörden vorliegen, die das Projekt schützen.

Die vorhandene Verflechtung von wirtschaftlichen und politischen Interessen unter Mitwirkung des Verfassungsschutzes und von Sicherheitsbehörden des Bundes sowie ein möglicher krimineller Hintergrund verlangen eine kritische Bewertung der Ereignisse vom 30.9.2010 (Schwarzer Donnerstag) und 20.6.2011 (Erstürmung des Grundwassermanagements). Nach etlichen Aussagen soll es bei beiden Ereignissen Agents provocateurs gegeben haben. Diese wurden bislang bei der Polizei vermutet. Möglicherweise stammen sie aber aus anderen Diensten oder gar kriminellen Gesellschaften, die ein Interesse an der Projektverwirklichung und Verunglimpfung der Projektgegner haben könnten. Auch sollte bzgl. der möglichen Brandanschläge der letzten Tage, für die der Sprecher des Kommunikationsbüros der Bahn bereits Projektgegner verantwortlich gemacht hat, ergebnisoffen auch in andere Richtungen ermittelt werden.

Althütte, den 24.2.2012

Dieter Reicherter

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„Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Leonberg“ – KZ-Initiative Hessental bietet Infofahrt an

Die Initiative KZ-Gedenkstätte Hessental bietet am Sonntag, 13. Mai 2012, eine Führung in der KZ Gedenkstätte Leonberg an.

Von der Initiative KZ-Gedenkstätte Hessental

Abfahrt in Schwäbisch Hall (ZOB) um 9 Uhr

Abfahrt am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Schwäbisch Hall (Kocherquartier) ist am Sonntag 13. Mai 2012, um 9 Uhr. Die Mitfahrgelegenheiten in PKWs ist kostenlos. Nach der Führung (knapp zwei Stunden) ist ein gemeinsames Mittagessen in einer Gaststätte geplant. Die Rückkehr nach Schwäbisch Hall ist gegen 15.30 Uhr geplant. Für die Teilnahme an der Exkursion nehmen wir gerne Spenden entgegen.

Anmeldungen bis 8. Mai 2012 an Siegfried Hubele, Telefon 0791-51377 (ab 17 Uhr) oder E-Mail s.Hubele@t-online.de

Weitere Informationen:

Leonberg, Hessental … Vernichtung durch Arbeit

Die Konzentrationslager Leonberg und Hessental wurden errichtet, um der Rüstungsindustrie und der Wehrmacht schnell billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Die katastrophalen Lebensbedingungen der Häftlinge wurde billigend in Kauf genommen, die „Vernichtung durch Arbeit“ war nationalsozialistisches Programm. In Leonberg ist der Tod von 389 KZ-Häftlingen nachgewiesen. Weit mehr starben.

KZ Leonberg in Autobahntunnel verlagert

Wegen der alliierten Luftangriffe hatten die Rüstungsbetriebe ihre Produktionsstätten in sogenannten „Waldwerke“ (in Hessental) oder wie in Leonberg, in unterirdische Räume verlagert. In Leonberg wurde deshalb der Engelbergtunnel, der erste „Reichsautobahntunnel“, für den Verkehr gesperrt und zu einer Fabrik umgebaut. Die Firma Messerschmitt ließ in den beiden Tunnelröhren Tragflächen für den Düsenjäger ME 262 fertigen. Die Tragflächen wurden anschließend mit der Bahn nach Hessental, in das dortige „Waldwerk“ zur Montage, transportiert.

Verfolgte aufgrund des NS-Rassenwahns

Die KZ Häftlinge in Leonberg kamen anfänglich aus dem KZ Natzweiler, später hauptsächlich aus dem KZ Dachau, andere aus den Konzentrationslagern Auschwitz,Flossenbürg und Sachsenhausen. Zumeist waren sie Verfolgte aufgrund des herrschenden Rassenwahns oder wurden wegen ihrer widerständigen politischen Haltung ins KZ gesperrt. Unter ihnen waren auch Sinti und Roma, Kriegsgefangene und Zwangsverschleppte aus Polen, Frankreich, Ungarn der UDSSR, dem Balkan und Deutschland. Mehr als ein Viertel der über 3000 Häftlinge im KZ Leonberg waren Juden.

 

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„Witzige Realkurzfilme, Animationen, abgefahrene Zeichentricks, satirische GaGa-Dokumentationen“ – Kurzfilmfestival in Crailsheim

Ein Kurzfilmprogramm der besonderen Art gibt es am Donnerstag, 8. März 2012, ab 20.30 Uhr, in der 7180-Bar in Crailsheim.

Von Sina Stuber, Verein Adieu Tristesse in Crailsheim

20 Kurzfilme mit insgesamt 100 Minuten Länge

Bei dem Filmprogramm kommt jeder Besucher auf seine Kosten. Filme werden präsentiert, wie sie sie noch nie gesehen haben und so vielleicht nie wieder zu sehen bekommen. Ein „Best of “ aus acht Jahren internationalem low &no budget-Kurzfilmfestival. Sollte die Premiere erfolgreich sein, kann einmal im Monat ein Festivalblock der vergangenen Jahre vom Verein ADIEU TRISTESSE e.V. präsentiert werden. Von witzigen Realkurzfilmen, über Animationen, abgefahrenen Zeichentrick, satirischen GaGa-Dokumentationen, anspruchsvolle short-movies und absurden Bad-Taste-Trash, ist alles dabei, was die Lachmuskeln ertragen und die Spannung aushält. 100 Minuten auf zirka 20 Kurzfilme verteilt, aufgeteilt in zwei Blöcke.

Ingo Klopfers persönliche „Best of…“-Auswahl

Das Festival fand 2004 & 2005 in Wien, 2006 in Weimar und seit 2007 in Stuttgart & Mainz statt. Seit 2008 geht das Kurzfilmprogramm auf Tour und kommt so jetzt endlich in die 7180-Bar in Crailsheim. Ein Vorgeschmack darauf zeigt der Organisator des Festivals, Ingo Klopfer, an diesem Abend mit einer persönlichen „Best of…“-Auswahl. Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen. Mehr zum Festival auf www.film-sharing.net

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„Schüler gegen Rechts“ – Harald Ebner (Grüne) unterstützt Schülerwettbewerb

Der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner hat an alle Schulleiter der Haupt-, Werkreal- und Realschulen und Gymnasien sowie Berufsschulen im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe geschrieben, um für den Schülerwettbewerb gegen Rechtsextremismus des Justizministeriums zu werben.

Vom Grünen-Wahlkreisbüro in Schwäbisch Hall

Konzepte und Aktionen gegen Rechtsextremismus

„Wir haben die Chance, aus unserer Vergangenheit zu lernen. Diese Chance müssen wir immer wieder nutzen, gerade auch zusammen mit jungen Menschen“, appelliert Ebner. Als Antwort auf die Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ sei es wichtig, das braune Gedankengut deutlich und nachhaltig in seine Schranken zu weisen. Der Schülerwettbewerb fördert Ideen, Konzepte und Aktionen gegen Rechtsextremismus, wobei die Umsetzung gleichermaßen gewertet wird.

Gruppen- oder Klassenreisen nach Brüssel, München oder Berlin

Mitmachen können alle Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren einzeln, als Gruppe oder als Schulklasse. Der selbstständig angefertigte Wettbewerbsbeitrag kann etwa ein Video oder eine Webseite sein. Aber auch eine Fotoreportage oder eine andere künstlerisch-kreative Arbeit wie ein Poster, eine Karikatur oder ein interessanter Text sind möglich. Dabei können die Schülerinnen und Schüler attraktive Preise gewinnen, beispielsweise Gruppen- oder Klassenreisen nach Brüssel, München oder Berlin. Für Einzeleinsendungen sind ein MacBook Air und iPads ausgelobt.

Alle Beiträge sind einzureichen an folgende Adresse:

Bundesministerium der Justiz, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stichwort: Schülerwettbewerb, Mohrenstraße 37, 10117 Berlin. Einsendeschluss ist der 30. April 2012

Weitere Informationen:

www.gerechte-sache.de/wettbewerb

www.facebook.com/gerechtesache

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„Einheitliche Mobiltelefon-Gebühren in Europa“ – Kommentar von Evelyne Gebhardt (SPD)

In der Abstimmung zur Roaming-Verordnung hat der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments auf Druck der sozialdemokratischen Fraktion die Weichen für ein zukünftiges Europa ohne Grenzen auf dem Mobilfunkmarkt gestellt. Damit wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt, dass nationale Grenzen endlich auch auf dem Mobilfunkmarkt fallen.

Vom Europabüro in Künzelsau

Ziel: Europäischer Binnenmarkt für mobile Telekommunikation

„Einen europäischen Binnenmarkt für mobile Telekommunikation wird es nur dann geben, wenn endlich nicht mehr zwischen nationalen und europäischen Preisen unterschieden wird. Schon 2007 haben wir von den Mobilfunkbetreibern verlangt, Roaminggebühren zu senken. Doch es ist nichts passiert. Hindernisse für die Mobilität in Europa müssen abgeschafft werden. Die Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Als nächstes muss aber kommen, dass wir nicht mehr zwischen Kehl und Hamburg und Kehl und Straßburg unterscheiden“, erklärte Evelyne Gebhardt, sozialdemokratische Sprecherin im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz.

Einheitlichen Tarif einführen

Der SPD-Europaabgeordnete Norbert Glante, Mitglied des Industrieausschusses: „Es ist paradox, dass ein Telefonat von Frankfurt (Oder) nach Slubice in Polen um ein Vielfaches teurer ist, als ein Anruf von Frankfurt (Oder) nach Saarbrücken. Wenn der europäische Mobilfunkmarkt in naher Zukunft vollendet ist, werden sich Telefonanbieter nicht mehr an der künstlichen Aufrechterhaltung nationaler Grenzen bereichern können.“ Telefonanbieter müssen künftig bei Anrufen, SMS und Datentransfers mit Mobiltelefonen auf eine Unterscheidung zwischen nationalen und Roaming-Gebühren verzichten und einen einheitlichen Tarif einführen. Zudem müssen Kunden künftig besser über anfallende Gebühren informiert werden.

„Konservative und Liberale stellen die Interessen der Mobilfunkindustrie über die der Verbraucher“

Wegen der konservativ-liberalen Mehrheit wird das allerdings leider erst nach 2016 Realität werden. Konservative und Liberale hatten sich bei den Verhandlungen vehement gegen die Einführung eines bindenden Tarifs vor dem Jahr 2016 gesträubt: „Konservative und Liberale stellen die Interessen der Mobilfunkindustrie über die der Verbraucher“, so Evelyne Gebhardt. Jedoch sollen einige wenige Preissenkungen wie fürs Daten-Roaming schon ab 1. Juli 2012 in Kraft treten. In den nächsten Tagen werden Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und dem Ministerrat stattfinden. Die Abstimmung im Plenum ist für Mai 2012 geplant.

Für weitere Informationen: Abgeordnetenbüro Evelyne Gebhardt, Telefon +32 2 28 45466, Norbert Glante +32 2 28 45356

Moritz Kemppel, Leiter Europabüro Künzelsau, Assistent von Evelyne Gebhardt MdEP, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Telefon: 0 79 40 – 5 91 22

Fax: 0 79 40 – 5 91 44

 

Internet: www.evelyne-gebhardt.eu

 

 

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