„Baumpflanzprojekt „Planta Monte“ in Peru neu gestartet“ – Aktion wird von Solidarität International Schwäbisch Hall unterstützt

Das „Baumpflanzprojekt „Planta Monte“ in Peru ist neu gestartet. Die Aktion wird von Solidarität International (SI) Schwäbisch Hall unterstützt.

Von Willi Maier, Solidarität International Schwäbisch Hall

Kahle Berge aufforsten

Planta Monte ist ein Projekt der Umweltorganisation Canto Vivo, bei dem mit Kindern, Jugendlichen und Bauern auf den kahlen Bergen Bäume gepflanzt werden. Der Neustart (nach Corona) ist gelungen, schreibt die Ortsgruppe von Solidarität International (SI) e.V. Am Samstag, 26. November 2022 veranstaltete SI einen Infostand zum Projekt Planta Monte in der Schwäbisch Haller Innenstadt. Man konnte einen Gutschein für zehn Euro kaufen. Damit finanziert der Käufer/ die Käuferin ein Bäumchen und die Verpflegung der Helfer. Der Gutschein ist auch zum Verschenken geeignet. Der Beschenkte bekommt aus Peru ein Foto mit dem gepflanzten Bäumchen und seinem Namen.

Viele Infos über SI, Canto Vivo und Planta Monte

Neben vielen Infos über SI, Canto Vivo und Planta Monte hatte die Gruppe leckere Lebkuchen und Chicha – ein peruanisches Getränk aus lila Mais – im Gepäck. Schnell kamen die SI-Aktiven mit vielen Passanten ins Gespräch und die Idee des alternativen Weihnachtsgeschenks kam sehr gut an. Der Kassensturz ergab 421,50 Euro für Planta Monte und 53 Euro durch den Verkauf von Kunsthandwerk für die Ortskasse.

Gutschein kaufen

Wer einen Gutschein haben möchte und/oder für Planta Monte spenden möchte, wendet sich an Diana Rosenitsch, E-Mail chris-bucher@t-online.de

Spendenkonto

Man kann die Spende auch überweisen an IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84, BIC:FFVBDEFF, Stichwort Planta Monte. Dann wegen dem Foto aus Peru ebenfalls an Diana Rosenitsch wenden.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://solidaritaet-international.de/mitmachen/si-vor-ort/schwaebisch-hall/

   Sende Artikel als PDF   

„Viele Austauschschüler berichten“ – 75 Jahre Städtepartnerschaft Worthington (USA) und Crailsheim in einem Buch

Die Städtepartnerschaft zwischen Crailsheim und Worthington feierte 2022 ihr 75-jähriges Bestehen. Hierzu veröffentlichte die Stadt im US-Bundesstaat Minnesota ein bilderreiches Buch, das auch im Bürgerbüro Crailsheim zu kaufen ist.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Zahlreiche Fotos

Das Buch enthält Fotografien von den Anfängen der Städtepartnerschaft genauso wie Erklärungen und einiges zur Geschichte der Partnerstädte. Auch viele der bisherigen Austauschschüler kommen zu Wort. Das Buch ist im Bürgerbüro für 35 Euro erhältlich.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://www.crailsheim.de/rathaus/partnerstaedte

http://www.ci.worthington.mn.us/about-worthington

https://www.dglobe.com/

   Sende Artikel als PDF   

„Über Rassismus, Rechtsterrorismus, Antisemitismus, NS-Relativierungen, Hass und Hetze in der Region aufklären“ – Podcast-Reihe „Hier, um zu stHören“ im Schwäbisch Haller Radio StHörfunk

„Hier, um zu stHören“ – das ist eine Podcast-Reihe der Recherche Nordwürttemberg zur extremen Rechten im Nordosten Baden-Württemberg. Zu Neonazis und Rassisten im Hohenlohekreis, im Main-Tauber-Kreis, im Neckar-Odenwald-Kreis und im Landkreis Schwäbisch Hall. Die Podcast-Reihe ist in Kooperation mit dem Freien Radio StHörfunk und mit finanzieller Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg entstanden.

Von Radio StHörfunk, Schwäbisch Hall

Asylunterkunft in Neuenstein angezündet

Am 19. Januar 2017, vor fünf Jahren, zündeten Neonazis aus rassistischen Motiven eine Asylunterkunft in Neuenstein an. Bereits wenige Wochen zuvor wurde eine Unterkunft in Pfedelbach in Brand gesetzt. Die erste Folge nimmt die Brandanschläge im Hohenlohekreis zum Anlass, um über Rassismus und Rechtsterror in der Region zu sprechen. In der Folge kommen die Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke und Klaus Mayer, der zum Zeitpunkt der Brandanschläge im Arbeitskreis Asyl der Gemeinde Pfedelbach aktiv war, zu Wort.

19.01.2022 – Folge 1: Rassismus & Rechtsterror

Anhören: http://sthoerfunk.de/blog/post.php?s=2022-01-19-podcast-reihe-hier-um-zu-sthoren

Antisemitismus und NS-Relativierungen in der Region

Am 9. Mai 1921, vor 101 Jahren, wurde Sophie Scholl in Forchtenberg geboren. Das „Querdenken“-Milieu instrumentalisiert die NS-Widerstandskämpferin, um den Widerstand gegen die Corona-Schutzmaßnahmen mit dem Widerstand gegen die NS-Diktatur gleichzusetzen. Das war nicht zuletzt in Forchtenberg zu beobachten. Die zweite Folge nimmt den Geburtstag Sophie Scholls zum Anlass, um über Antisemitismus und NS-Relativierungen in der Region zu sprechen. In der Folge kommen Laura Cazés („Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland“) und Holger Bruhn, der im August 2020 den Protest gegen eine „Querdenken“-Kundgebung in Forchtenberg besuchte, zu Wort.

09.05.2022 – Folge 2: Antisemitismus & NS-Relativierung

Anhören: http://sthoerfunk.de/blog/post.php?s=2022-05-09-podcast-reihe-hier-um-zu-sthoren

Die AfD in den Parlamenten und in der Region

Am 26. September 2021, vor einem Jahr, fanden die Bundestagswahlen statt. Mit Dr. Christina Baum vom AfD-Kreisverband Main-Tauber zog eine langjährige Vertraute des Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke in den Bundestag ein. Die dritte Folge nimmt den Jahrestag der Wahlen zum Anlass, um über die AfD in den Parlamenten und in der Region zu sprechen. In der Folge kommen Martina Renner, die Sprecherin für antifaschistische Politik der Linksfraktion im Bundestag, und Stefan Heidrich, der seit Jahren im „Netzwerk gegen Rechts Main-Tauber“ aktiv ist, zu Wort.

26.09.2022 – Folge 3: Hass & Hetze der AfD

Anhören: http://sthoerfunk.de/blog/post.php?s=2022-09-26-podcast-reihe-hier-um-zu-sthoren

Antisemitische und rassistische Ideologie Mathilde Ludendorffs

Üblicherweise veranstaltet der völkische „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“ am ersten Dezemberwochenende eine Wintersonnwendfeier in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen. Der Verein pflegt die antisemitische und rassistische Ideologie Mathilde Ludendorffs (1877-1966). Die vierte und letzte Folge nimmt das Wochenende zum Anlass, um über die Rolle der Völkischen in der Region zu sprechen. In der Folge kommen die Historikerin Annika Spilker, die zur Biografie und Ideologie Mathilde Ludendorffs promoviert hat, und Max Botsch, der Mitglied im Gemeinderat der Stadt Kirchberg/Jagst ist, zu Wort.

04.12.2022 – Folge 4: Fanatisch & Völkisch

Anhören: http://www.sthoerfunk.de/blog/post.php?s=2022-12-04-podcast-reihe-hier-um-zu-sthoren

   Sende Artikel als PDF   

„Harfenkonzert von Nina Piorr, Colbinger mit Folk und Country“ – Zwei Konzerte im Gleis 1 in Waldenburg

Zwei Konzerte gibt es am Wochenende Freitag, 9. Dezember 2022, um 19.30 Uhr und Samstag, 10. Dezember 2022, um 20.30 Uhr im Gleis 1 in Waldenburg. Nina Piorrs Harfenkonzert am Freitag, Colbinger mit Folk und Country am Samstag. Die Konzerte beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Vom Gleis 1 in Waldenburg

„Glücksflockengestöber und Harfenglitzerklänge“

„Glücksflockengestöber und Harfenglitzerklänge“ lautet der Titel des Harfenkonzerts von Nina Piorr (Ohrinegn) das im Waldenburger Gleis1 am Freitag, 9. Dezember 2022, um 19.30 Uhr, beginnt. Nach ihrer Lesungspremiere aus „Zwei Seiltänzer“ kehrt Nina Piorr nun zum dritten Mal ins Gleis 1 zurück. Im Gepäck hat die Öhringer Kultur-, Literaturwissenschaftlerin und Autorin ganz viel Poesie und noch mehr Harfe: Zu besinnlichen vorweihnachtlichen Texten aus fremder und eigener Feder erklingen nicht minder stimmungsvolle Harfenstücke aus Barock, Klassik und französischem Impressionismus bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen und altbekannten Weihnachtsliedern.

Colbinger: Sänger, Songwriter, Lyriker und Gitarrist

Folk und Country bringt mit Colbinger am Samstag, 10. Dezember 2022, ab 20.30 Uhr – Sänger, Songwriter, Lyriker und Gitarrist. Sein Musikstil ist Rock, in dem Elemente aus Folk und Country beheimatet sind. Er ist ein Songpoet, der die Höhen und Tiefen, das Licht und die Schatten in wundervolle Worte zu kleiden vermag. Seine Songs nennt er Erinnerer und Gefährten, um das Leben zu erschließen und sich ästhetische Weltzugänge zu schaffen. Er schreibt Songs und Gedichte, die seine Hörer und Leser sehr tief berühren, und auf der Bühne beseelt gebettet durch die funky Akustikgitarre trägt seine einzigartige Stimme die Worte mal sehnsüchtig, mal liebevoll, oder auch expressiv nachdenklich direkt in das Herz seiner Zuhörer.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://www.gleis1.net/

   Sende Artikel als PDF   

„Für die Nazis waren sie Asoziale und Berufsverbrecher“ – Frank Nonnenmacher und Unterstützer:innen wollen einen Opferverband gründen

Für die Nazis war Ines Eichmüllers Großvater ein „Asozialer“. Auf Grund seines unangepassten Lebensstils kam er ohne jedes rechtsförmige Verfahren ins Konzentrationslager Dachau. Mein Onkel Ernst, der als oft arbeitsloser Wanderarbeiter straffällig geworden war, wurde nach vollständiger Verbüßung seiner letzten Haftstrafe von der Kripo gefasst und ins KZ Flossenbürg verschleppt. Er überlebte knapp ein Strafkommando im Steinbruch des KZ.

Von Frank Nonnenmacher

Gedemütigt, gequält und ermordet

Für die Nazis war er ein typischer Fall von „Berufsverbrecher“. Sie hatten die irre Idee, wiederholt straffällig gewordene Menschen hätten „kriminelle Gene“, weshalb sie – nach vollständiger Verbüßung ihrer letzten Strafhaft – zur Herstellung einer kriminalitätsfreien Gesellschaft unbegrenzt in den KZ weggesperrt, gedemütigt, gequält und ermordet wurden. Ernst überlebte das Strafkommando im Steinbruch des KZs nur knapp (Vgl .F. Nonnenmacher, DU hattest es besser als ICH).

Verleugnete NS-Opfer

Unseres Erachtens muss man die bis heute üblichen Bezeichnungen „Berufsverbrecher“ und „Asoziale“ ablehnen. Sie sprechen den Betroffenen die Würde ab – auch wenn sie in Anführungszeichen gesetzt werden. Wir setzen uns dafür ein, in Zukunft von „den verleugneten NS-Opfern“ zu sprechen. Fast alle Opfergruppen haben nach 1945 Verbände gegründet und für ihre Anerkennung gekämpft – manche waren damit erst beschämend spät erfolgreich, so z. B. fand die Aufhebung des Paragraph 175 erst 1994 statt.

2018 öffentlichen Appell an den Bundestag gerichtet

2018 habe ich mit jüngeren Wissenschaftler:innen zusammen (Julia Hörath, Sylvia Köchl, Andreas Kranebitter und Dagmar Lieske) einen öffentlichen Appell an den Bundestag gerichtet, die sozialrassistisch Verfolgten des Nazisystems endlich als solche offiziell anzuerkennen. Der Appell fand breite Unterstützung, und am 13. Februar 2020 beschloss der Bundestag einstimmig, die von den Nationalsozialisten als „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ Verfolgten anzuerkennen“.

Wanderausstellung ist in Arbeit

Das ist gut so und ein wichtiger erinnerungskultureller Fortschritt. Gut ist auch, dass der Beschluss die zu ziehenden Konsequenzen nennt, indem er z. B. die Erstellung einer anspruchsvollen Wanderausstellung zu den Schicksalen der so lange ignorierten Opfer fordert. Diese ist inzwischen in Arbeit und auch das ist gut so.
Schlecht ist aber, dass die Anerkennung so spät kommt, dass niemand mehr in den Genuss der möglichen Entschädigung kommt. Zynisch könnte man sagen, dass die Bundesrepublik sich durch das lange Zuwarten viel Geld gespart hat.

Rolle der Verfolgungsinstanzen erforschen

Schlecht ist auch, dass bis jetzt die im Bundestagsbeschluss geforderten Finanzmittel zu der seit Jahrzehnten ausgebliebenen Erforschung von Biografien dieser Verfolgtengruppe nicht zur Verfügung gestellt wurden. Auch für die geforderte spezifische Erforschung der Rolle der Verfolgungsinstanzen gibt es bis heute kein Budget. Und es sind schon wieder Jahre vergangen.

Opferverband soll im Januar 2023 gegründet werden

Ines Eichmüller und ich, sowie weitere Nachkommen der ignorierten NS-Opfer sind bei dieser Bilanz der Auffassung, dass es nicht länger am Engagement einzelner hängen kann, ob diese Opfergruppe integraler Teil unserer Erinnerungskultur wird. Ein Verband der Nachkommen, den wir im Januar 2023 gründen wollen, kann hier nicht nur bei der jeweils eigenen familiengeschichtlichen Aufarbeitung eine wichtige Rolle spielen, er kann auch nach außen wirken, z. B. als Kritiker halbherzig ausgeführter Bundestagsbeschlüsse, als Stimme, die im nationalen Gedenken zwar keine Hauptrolle spielen aber dennoch präsent sein sollte, als ansprechbare Institution in der historisch-politischen Bildung und als Kooperationspartner für andere Verfolgtenverbände.

Angehörige und Nachkommen sollen sich melden

Leider gibt es nirgends eine Namensliste der Angehörigen und Nachkommen. Deshalb sind wir darauf angewiesen, dass Menschen, die an der Gründung eines solchen Verbandes interessiert sind, sich melden, und zwar per E-Mail bei fnoma@gmx.de . Wir werden die Interessenten über die Details informieren und die Öffentlichkeit dann über die Gründung informieren.

Zur Person Frank Nonnenmacher:

Er ist emeritierter Professor für Politische Bildung an der Goethe-Universität Frankfurt, Autor der Biografie eines Mannes (seines Onkels), den die Nazis als „Berufsverbrecher“ im KZ „durch Arbeit vernichten“ wollten (Titel: „Du hattest es besser als Ich“), Initiator des erfolgreichen Appells an den Deutschen Bundestag zur Anerkennung der ignorierten NS-Opfer (siehe: change.org/vergessene-opfer). Er war mehrfach als Experte im kulturpolitischen Ausschuss des Deutschen Bundestages eingeladen, wird zusammen mit Ines Eichmüller (Nürnberg/Fürth) am 21./22 Januar 2023 einen „Verband der Angehörigen der Ignorierten Opfer des Nationalsozialismus“ gründen.

Weitere Informationen im Internet:

change.org/vergessene-opfer

   Sende Artikel als PDF   

„Hetzkampagne gegen Klimaaktivist:innen“ – Kommentar von Paul Michel aus Schwäbisch Hall

Das Anliegen bisweilen verzweifelt anmutenden Aktivitäten der Klimaaktivist:innengruppe „Letzte Generation“ ist, durch spektakuläre Aktionen zu erreichen, dass die Regierung endlich effektive Klimaschutzmaßnahmen macht. Insbesondere die Aktionen der „Letzten Generation“ in den Museen wirken eher hilflos und verstörend und sind wenig zielführend. Aber sie richten wohl keinen großen Schaden an. Denn die Bilder in den Museen, auf die die Aktivistinnen Farbbeutel oder Kartoffelbrei warfen, sind durch Glasscheiben geschützt. Aus den Medien erfahren wir das nicht.

Kommentar von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Schwarz-braun eingefärbter Empörialismus

Teile der politischen Eliten und Teile der Medien beantworteten die Aktionen der Klimaschützer:innen mit einer unglaublichen Schmutz- und Hetzkampagne. Es geht darum, einen schwarz-braun eingefärbten Empörialismus hoch zu kochen. Teile der Medien schrecken dabei auch vor bewussten Fehlmeldungen nicht zurück. Wahrheitswidrig wurde verbreitet, ein Unfallopfer musste in Berlin sterben, weil wegen Straßenblockade Rettungsfahrzeuge nicht durchkamen.

Betrüger aus der Autoindustrie und Maut-Desaster

Tief blicken lassen die Äußerungen des aktuellen Verkehrsministers und seines Vorgängers. Verkehrsminister Volker Wissing spricht anlässlich der Aktionen am BER davon, dass die Aktionen der Klimaschützer „immer skrupelloser“ würden und dass man dagegen „entschieden vorgehen“ müsse. Sein Vorgänger, Andreas Scheuer von der CSU, der im Dieselskandal stets seine schützende Hand über die Betrüger aus der Autoindustrie hielt und dazu noch Hunderte von Millionen im Maut-Desaster versenkte, nennt die Aktivist:innen „Klima-Kriminelle“, die „weggesperrt“ werden sollten.

Kein Tempolimit, keine Kerosinsteuer, aber Dienstwagenprivileg

Apropos Klimakriminelle. Da empfiehlt sich ein Blick auf die Aktivitäten dieser beiden Herren. Scheuers Amtszeit zeichnet sich dadurch aus, dass riesige Summen in den Autobahnbau (insbesondere in Bayern) geflossen sind – ein nicht unwesentlicher Beitrag zur Aufheizung des Klimas. Volker Wissings bisherige verkehrspolitische Bilanz zum Fürchten: Kein Tempolimit, keine Kerosinsteuer, Beibehaltung des Dienstwagenprivilegs. Momentan tut er sich dadurch hervor, dass er systematisch alle Bemühungen um eine sinnvolle attraktive Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket sabotiert. Das tut er bei vollem Bewusstsein dessen, dass mit dem Hitzesommer 2022 und der katastropalen Überschwemmungskatastrophe im Ahrtal 2021 jetzt auch wir in der BRD einen Vorgeschmack davon bekommen haben, was uns droht, wenn die politisch Verantwortlichen “business as usual“ praktizieren. Soll man dieses Gebaren „verantwortungslos“ nennen oder ist angesichts der Folgen, die diese Politik für uns alle hat, nicht das Adjektiv“ „kriminell“ angemessen? Freilich nach herrschender Rechtsprechung haben die Herren nichts zu befürchten. Wie sagte schon in den 1970er Jahren die Band „Ton Steine Scherben“?

„Wer das Geld hat, hat die Macht. Wer die Macht hat, hat das Recht“

   Sende Artikel als PDF   

„Gewaltsame Attacken, Anfeindungen und Drohungen gegen Journalisten“ – Lage der Pressefreiheit 2022 in Deutschland hat sich verschlechtert

Die Lage der Pressefreiheit in Deutschland hat sich im Jahr 2021 in der Gesamtbewertung von Reporter ohne Grenzen (RSF) leicht verschlechtert. In der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit 2022 belegt Deutschland Rang 16. Damit liegt das Land zwar weiterhin im oberen Mittelfeld der EU-Länder, setzt jedoch den im Vorjahr begonnenen Abwärtstrend weiter fort.

Von Reporter ohne Grenzen (RSF)

Gewaltsame Attacken

Ein zentraler Grund: Die Ablehnung unabhängiger Medien durch Teile der Gesellschaft entlud sich 2021 noch häufiger in gewaltsamen Attacken – und das mehrheitlich im Kontext von Protest gegen die Corona-Maßnahmen. Während mit 65 Fällen die Aggressivität bereits im Jahr 2020 sehr hoch war, verzeichnete RSF 2021 insgesamt 80 Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten.

Bei Demonstrationen im „Querdenken”-Milieu

Die Mehrheit dieser Angriffe (52 Fälle) ereignete sich bei Demonstrationen im „Querdenken”-Milieu. Dabei klagten Betroffene über mangelnde Unterstützung durch die Polizei. Beamte, die in unmittelbarer Nähe standen, hätten oft weder eingegriffen noch seien sie ihnen zu Hilfe gekommen. Bei vielen entstand ein Gefühl, von der Polizei nicht geschützt, sondern „allein gelassen“ oder gar zusätzlich bedroht zu werden.

Mit Schlagstöcken oder mit dem Strahl eines Wasserwerfers

Es wurden zwölf Fälle registriert, in denen Polizistinnen oder Polizisten selbst die Presse angriffen, zum Beispiel mit Schlagstöcken oder mit dem Strahl eines Wasserwerfers, der gezielt auf als „Presse” gekennzeichnete Personen gerichtet wurde. Nicht in die Zählung eingeflossen sind Behinderungen wie Platzverweise und Durchsuchungen durch die Polizei. Auf sich warten lässt indes die überfällige Neufassung der „Verhaltensgrundsätze zwischen Presse und Polizei“, die beidseitig Rechte und Pflichten regelt.

Anfeindungen und Drohungen

Hinzu kommt eine Vielzahl nicht einzeln erfasster Fälle, in denen Journalistinnen und Journalisten bedrängt oder bedroht und an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert wurden. Medienschaffende, die kritisch zu „Querdenken“ veröffentlichten, erlebten teils bis ins private Umfeld hinein Anfeindungen und Drohungen. Häufig wurden Kameraausrüstungen beschädigt oder gänzlich zerstört. Bei den Gesetzesvorhaben des Jahres 2021 begrüßt RSF, dass die Schutzwürdigkeit von Journalistinnen und Journalisten stärker als bisher berücksichtigt wurde, hält die Regelungen aber weiterhin für unzureichend.

Überwachung durch Spyware Pegasus

Besorgniserregend ist auch die Cybersicherheitsstrategie der Bundesregierung, die eine Ausweitung der Befugnisse für Sicherheitsbehörden vorsieht. 2021 wurde zudem bekannt, dass Deutschland, anders als zunächst behauptet, die Spyware Pegasus nutzt. Nach Recherchen des internationalen „Pegasus-Projekts“ wurden bisher rund 200 Journalistinnen und Journalisten aus 20 Ländern Ziel einer Überwachung durch Pegasus.

Auskunftsrechte nicht gestärkt

2021 erfolgte Änderungen im Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) und beim neuen Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität stärken zwar den Schutz der persönlichen Daten von Medienschaffenden, stellen dafür aber weiter zu hohe Hürden auf. Eine Stärkung des Auskunftsrechts gegenüber Bundesbehörden hatte die Große Koalition auf dem Programm, sie wurde jedoch auf Betreiben der Unionsparteien nicht umgesetzt.

Abnehmende Pressevielfalt bei Tageszeitungen

Sorge bereitet weiterhin die abnehmende Pressevielfalt bei den Tageszeitungen. Hier machten sich die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bemerkbar. Bei Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten wurde Anfang 2022 der Abbau von 20 Prozent der redaktionellen Stellen angekündigt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk erfuhr mit dem Verfassungsgerichtsurteil vom Juli 2021 eine Stärkung: Die vom Land Sachsen-Anhalt blockierte Beitragserhöhung wurde verfügt. Die geplante Reform des Auftrags von ARD, ZDF und Deutschlandradio und ihrer Struktur steht allerdings weiter aus.

Link zum ganzen RSF-Artikel „Nahaufnahme Deutschland: Pressefreiheit im Überblick“:

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Downloads/Ranglisten/Rangliste_2022/RSF_Nahaufnahme_Deutschland_2022.pdf

   Sende Artikel als PDF   

„Besucher können mit Überraschungsknöpfen viele Funktionen auslösen“ – Modelleisenbahnausstellung in Wallhausen kann besichtigt werden

Die Modelleisenbahnausstellung in der Modellbahnhalle Wallhausen ist am Sonntag, 11. Dezember 2022 wieder von 10 Uhr bis 18 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Die ländlich geprägte Modelleisenbahnanlage bietet mit ihrem rund 600 Meter langen Gleisnetz im Maßstab von 1:87 ein vielfältiges Programm an Eisenbahnverkehr. Mit vielen „Überraschungsknöpfen“ können selbst die Besucher verschiedenste Funktionen auslösen.

Von Marc Müller und Christoph Hassel

Vertaktetes Liniennetz mit 13 Bahnhöfen

Der Verkehr auf den Haupt- und Nebenstrecken der Anlage orientiert sich an einem vertakteten Liniennetz, das aus 13 Bahnhöfen und weiteren Haltepunkten besteht. Die Anlage bietet auch Echtwasserspiele mit Mühlbach und Hammerschmiede. Besonders interessant ist der Blick von oben auf die Landschaft – dies ermöglicht ein langer Steg, über den man in verschiedene Bereiche der Anlage gelangen kann.

Große Fotosammlung zur Tauberbahn

Fester Bestandteil ist die große Fotosammlung zur Tauberbahn (Crailsheim-Wertheim), welche die Anlage umrundet. Dieser historische Beitrag soll die Wichtigkeit dieser Eisenbahnstrecke dokumentieren und auch das Potenzial der Strecke für die Zukunft unterstreichen.
Geöffnet ist die Ausstellung am Sonntag, 11. Dezember 2022, von 10 Uhr bis 18 Uhr. Für einen Imbiss und Bewirtung sowie Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Leider ist die Ausstellung derzeit nicht über die Tauberbahn erreichbar – es können aber der Schienenersatzverkehr oder der Rufbus genutzt werden.

Weitere Informationen gibt es auf folgender Internetseite:

https://www.modellbahnhalle-wallhausen.de/

   Sende Artikel als PDF   

„Neue Öffnungszeiten im Parteibüro in Schwäbisch Hall“ – Information von DIE LINKE Kreisverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe

Das Parteibüro von DIE LINKE Kreisverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe in Schwäbisch Hall hat ab sofort neue Öffnungszeiten.

Von DIE LINKE Kreisverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe

Die neuen Öffnungszeiten des Parteibüro von DIE LINKE Kreisverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe:

  • Jeden Mittwoch von 10 Uhr bis 16 Uhr
  • Jeden Donnerstag von 17 Uhr bis 19 Uhr
  • Die Bürgersprechstunde von Ellena Schumacher Koelsch findet immer am letzten Samstag in jedem Monat statt.
  • Am 28./29. Dezember 2022 und 4./5. Januar 2023 bleibt das Büro geschlossen.

Das Büro hat folgende Adresse:

Parteibüro DIE LINKE Schwäbisch Hall-Hohenlohe
Lange Straße 36
74523 Schwäbisch Hall

Weitere Informationen und Kontakt:

https://die-linke-sha.de/

   Sende Artikel als PDF