Editorial „Auf ein Wort lieber Leser“

Liebe Leserinnen und Leser der Internetzeitung Hohenlohe-ungefiltert,
erstmals können Sie für die Region Hohenlohe eine kritische Zeitung für Politik, Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Sport ausschließlich im Internet lesen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht hat, kritisch über Dinge zu berichten, die sich in dem Raum zwischen Unterdeufstetten, Crailsheim, Creglingen, Bad Mergentheim, Künzelsau, Dörzbach, Öhringen, Mainhardt, Schwäbisch Hall und Gaildorf ereignen.
Weil wir mit der unkritischen Berichterstattung der lokalen Medien unzufrieden waren und sind, haben wir mit Hohenlohe-ungefiltert einen Verein gegründet, der diesen Missstand künftig lindern will. Unser Motto lautet: Harte Fakten, statt weich gespülter Worte. Wir wollen Dinge in den Mittelpunkt unserer Berichte, Reportagen und Kommentare rücken, die die Menschen in der Region wissen sollten, um sich ein Bild vom politischen Geschehen in der Region machen zu können. Dabei handelt es sich nicht selten um Dinge, die andere möglichst verheimlichen wollen. Unser Ziel ist es, aufzuklären. Wir wollen Dinge beim Namen nennen und bewusst heiße Eisen anpacken.
Unsere Demokratie lebt von der Transparenz. Diese wollen wir in Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und auch im Sportgeschehen in der Region herstellen. Dabei können auch Sie mithelfen. Wenn Sie von Dingen erfahren, die nicht so laufen, wie sie laufen sollten, sagen Sie es uns per Telefon, E-Mail oder per Post. Wir übernehmen dann die Recherche. Eine andere Möglichkeit, wie Sie sich einbringen können: Sie schreiben selbst einen Artikel. Die Fakten überprüfen wir vor der Veröffentlichung.

Bei unseren Autoren wollen wir größtmögliche Transparenz haben. Bei jedem Autor eines Artikels oder eines Beitrags wollen wir dem Leser mitteilen, wenn der Berichterstatter bei diesem Thema selbst beruflich oder privat selbst betroffen ist. Wir wollen vermeiden, dass bei uns ein ähnlicher Missstand wie bei manchen Lokalzeitungen der Region eintritt, wo es Journalisten gibt, die in der Zeitung über den eigenen Verein berichten, in dem sie selbst eine Führungsfunktion innehaben, oder über eine Firma schreiben, in der sie selbst in einem Entscheidungsgremium sitzen.

Eine regelmäßige Rubrik bei Hohenlohe-ungefiltert ist deshalb der Lokalmedienblog. Darin nehmen wir Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen unter die Lupe, die sich in ihrer Berichterstattung mit unserer Region befassen. Wir wollen auch hinter die Kulissen blicken und Zusammenhänge zwischen Berichterstattung und den  Autoren beleuchten. Es ist in einer Lokalzeitung der Region schon vorgekommen, dass beispielsweise der Kämmerer einer Gemeinde mit neutraler Autorenzeile über den eigenen Haushalt der Kommune schreiben durfte. Den Lesern aber wurde dieser Zusammenhang vorenthalten. Das halten wir für untragbar und wollen es besser machen.

Wenn Sie Hohenlohe-ungefiltert unterstützen möchten, wenden Sie sich an die drei Mitglieder des Vorstands: Axel Wiczorke (Kirchberg an der Jagst), Hermann-Julius Bischoff (Schwäbisch Hall) oder Ralf Garmatter (Kirchberg an der Jagst).

Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß beim Lesen, Hören und Schauen auf unserer Internetseite Hohenlohe-ungefiltert. Es lohnt sich, jeden Tag hier vorbei zu schauen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Garmatter, Redaktionsleiter

Journalistische Grundsätze von Hohenlohe-ungefiltert

Nicht alle, die bei Hohenlohe-ungefiltert mitarbeiten, sind gelernte Journalisten. Trotzdem versuchen wir uns einen möglichst hohen Anspruch aufzuerlegen. Auch wenn es in der Praxis nicht immer in allen Details klappen wird, wollen wir uns an folgende journalistische Grundsätze, die in großen Teilen dem Verhaltenskodex des journalistischen Netzwerk Recherche entsprechen:

1. Journalisten berichten unabhängig, sorgfältig, umfassend und wahrhaftig.
Sie achten die Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte.
2. Journalisten recherchieren, gewichten und veröffentlichen nach dem
Grundsatz „Sicherheit vor Schnelligkeit“.
3. Journalisten garantieren uneingeschränkten Informantenschutz als
Voraussetzung für eine seriöse Berichterstattung.
4. Journalisten garantieren handwerklich saubere und ausführliche Recherche
aller zur Verfügung stehenden Quellen.
5. Journalisten verzichten auf jegliche Vorteilsnahme und Vergünstigung.
6. Journalisten unterscheiden erkennbar zwischen Fakten und Meinungen.
7. Journalisten verpflichten sich zur sorgfältigen Kontrolle ihrer Arbeit und,
wenn nötig, umgehend zur Korrektur.
8. Journalisten ermöglichen und nutzen Fortbildung zur Qualitätsverbesserung
ihrer Arbeit.
9. Journalisten erwarten bei der Umsetzung dieses Leitbildes die Unterstützung
der in den Medienunternehmen Verantwortlichen. Wichtige Funktionen haben
dabei Redaktions- und Beschwerdeausschüsse sowie Ombudsstellen und eine
kritische Medienberichterstattung.
10. Wir berichten vor allem über konkrete Ereignisse, Themen und Personen aus der Region Hohenlohe. Insbesondere ist es uns ein Anliegen, über Themen zu berichten, die in den herkömmlichen Medien gar nicht vorkommen oder unkritisch und beschönigend dargestellt werden.
11. Ein kritischer Blickwinkel ist uns besonders wichtig. Wir wollen nichts verschweigen, sondern dazu beitragen, dass Dinge umfassend beleuchtet werden.
12. Wir machen keine Hofberichtserstattung.
13. Wir sind inhaltlich keiner politischen Richtung verpflichtet.
14. Wir sind keinem Sponsor, Spender oder Anzeigenkunden gegenüber verpflichtet.
15. Unsere wichtigste Aufgabe ist ein fairer und kritischer Umgang mit den handelnden Menschen im politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und sportlichen Bereich.

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2 Gedanken zu „Editorial „Auf ein Wort lieber Leser“

  1. Erstmal ein Lob: Ich habe diese Seite gerade erst per Zufall gefunden und finde dieses Projekt auf jeden Fall interessant.

    Anstoß für dieses Finden war, dass ich erfahren habe, dass Andreas Zwickl (der mutmaßliche „Heroindealer“ in der Neckarsulmer CDU) Wahlkampfleiter bei Christian von Stetten war und ich daher auf die Idee kam, nach „von Stetten“ und „Garmatter“ zu suchen, ob es in der „Causa“ etwas Neues gibt.

    Im Kontext „Andreas Zwickl“ kann man aktuell übrigens auch beobachten, wie die oben beschriebene unkritische Berichterstattung funktioniert:

    Bis vor einer halben Stunde stand in der Onlineversion der Heilbronner Stimme noch, dass Zwickl Wahlkampfleiter war, aktuell nicht mehr.

    Die aktuelle Version findet sich hier:
    http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Heilbronn-Neckarsulm-CDU-Andreas-Zwickl-Gemeinderat-Drogen;art16305,1471771

    Auf die „Urversion“ kann im Moment noch über den Google-Cache zugegriffen werden (ich habe sie auch auf meiner Festplatte gespeichert und kann sie auf Anfrage per Mail zur Verfügung stellen):
    http://209.85.129.132/search?hl=de&q=cache%3Awww.stimme.de%2Fheilbronn%2Fnachrichten%2Fregion%2FHeilbronn-Neckarsulm-CDU-Andreas-Zwickl-Gemeinderat-Drogen%3Bart16305%2C1471771&btnG=Suche&meta=&aq=f&oq=

    Nur als kleiner Zusatzhinweis… (das ist natürlich eher eine Kleinigkeit, aber IMO ein ganz nettes Beispiel).

  2. Hmm. Die Bilder sagen aus das man Politiker gerne in natfcrlichen, aber ungfcnstigen Momenten fotografiert. Und das Fast-Food essen manahmcl schwierig sein kann. Soviel zu meiner tiefgehenden psychologisch-soziologischen Analyse..

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