„Vom Kleiderbasar im Club Alpha 60 ausgeschlossen“ – Presseerklärung von Solidarität International Schwäbisch Hall

Solidarität International (SI) Schwäbisch Hall darf beim Kleiderbasar am 30. Oktober 2021 in den Räumen des Club Alpha 60 nicht teilnehmen. Dies berichtet Willi Maier, SI-Ortsvorstand Schwäbisch Hall. Vom Club Alpha 60 gab es trotz schriftlicher Nachfrage von Hohenlohe-ungefiltert am 15. Oktober 2021 bis heute keine Antwort über die Gründe des Ausschlusses von SI. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht die Stellungnahme von SI International Schwäbisch Hall in voller Länge.

Presseerklärung von Wilhelm Maier, Ortsvorstand von Solidarität International Schwäbisch Hall

Begründung: Unterstützung der BDS-Kampagne

Die Ortsgruppe von Solidarität International e.V. (SI) wollte sich im Rahmen des 42-tägigen Klimathons in Schwäbisch Hall ebenfalls beteiligen. Geplant und im Programmflyer ausgedruckt war ein Gebrauchtkleider-Basar am 30. Oktober 2021 in den Räumen des Clubs Alpha 60. Die Kleider werden gegen Spende abgegeben, die Spenden gehen zu 100 Prozent an Textilarbeiterinnen in Bangladesch, die eine Gewerkschaft aufbauen.
Durch einen Telefonanruf erfuhren wir am 12. Oktober 2021, dass der Arbeitskreis Politik des Clubs SI von der Teilnahme ausgeschlossen hat. Begründung: Unterstützung der BDS-Kampagne Wir fordern den Arbeitskreis Politik auf, diesen Beschluss sofort zurück zu nehmen und SI die Teilnahme zu ermöglichen.

Zweierlei ist dazu zu sagen:

– Die BDS-Kampagne ist nicht Thema des Klimathons.

– Die Problematik Israel/Palästina hat mit dem Kleiderbasar nichts zu tun.

Um was geht es bei der BDS-Kampagne?

Im Bundestag wurde 2018 beschlossen: »Der weltweiten Bewegung ›Boycott, Divestment, Sanctions‹ entschlossen entgegenzutreten.« Verbreitet wird gebetsmühlenartig, die BDS-Kampagne richte sich gegen »Israel« und die jüdischen Menschen dort. Die internationale Kampagne zu BDS (Boykott, Investitionsentzug, Sanktionen) richtet sich aber gegen die Regierung in Israel und verfolgt die Zielrichtung, dass »Israel … die unveräußerlichen Rechte der PalästinenserInnen einschließlich des Rechts auf Selbstbestimmung anerkennt.« Sie fordert:

– »Beendigung der Besatzung und Kolonialisierung des 1967 besetzten arabischen Landes und Niederreißen der Mauer.

– Anerkennung der Grundrechte der arabisch-palästinensischen BürgerInnen Israels auf vollständige Gleichberechtigung

– Achtung, Wahrung und Unterstützung des Rechts der palästinensischen Flüchtlinge, wie in UN-Resolution 194 festgelegt, auf Rückkehr zu ihren Wohnstätten und Schadensersatz bei Verlust oder Beschädigung ihres Eigentums oder auf Entschädigung für den Fall, dass sie nicht zurückkehren wollen.« (Deutschlandweiter BDS-Aufruf, 20.06.2015, BDS-Website)

Gewaltfreie Kampagne

Es geht also vor allem darum, die bisherige internationale Rechtsprechung, unter anderem bisherige UNO-Resolutionen, die von der israelischen Regierung mit Unterstützung der US-Regierung boykottiert werden, endlich durchzusetzen. Durchgesetzt werden soll dies über eine gewaltfreie Kampagne. Sie soll gesellschaftlichen Druck gegen die israelische Regierung aufbauen. Dies setzt an einer ähnlichen früheren internationalen Kampagne des Kampfs gegen die Apartheid in Südafrika an. Auch das war keine Kampagne gegen »die Südafrikaner«, sondern sie trug zum Fall des Apartheid-Regimes bei.

„Unterdrückerische Politik der israelischen Regierung“

Die BDS-Kampagne ist international, sie leistet eine Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit über die unterdrückerische Politik der israelischen Regierung und gewinnt weltweit zunehmend an Popularität. Es ist eine üble Verzerrung, dies demagogisch mit faschistischen Aufrufen in den 1930er-Jahren – »Kauft nicht bei Juden« und entsprechende Pogrome – gleichzusetzen. Diese richteten sich rassistisch und faschistisch gegen die jüdische Bevölkerung als Ganzes, gegen Einzelhändler und nicht zuletzt gegen jüdische Kommunisten.

Von 30 jüdischen Gruppen und Initiativen unterstützt

Übrigens wird die BDS-Kampagne inzwischen weltweit von 30 jüdischen Gruppen und Initiativen unterstützt. Es ist völlig abwegig, die BDS-Kampagne als antisemitisch, als gegen Juden gerichtet, zu bezeichnen. Angesichts der schlimmen Zustände in Bangladesch ist es nicht zu verstehen, dass die Solidarität mit den Textilarbeiterinnen untergraben werden soll, indem SI ausgeschlossen wird.

Für ein Gespräch mit dem Club-Vorstand und/oder mit dem Arbeitskreis Politik sind wir gerne bereit.

Waltraut Bleher
Holger Steck
Wilhelm Maier

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„Wochen der Mitfahrgelegenheit“ – Aktion mit Gewinnspiel des „Bündnis Mobilitätswende Schwäbisch Hall“

„Tage der Mitfahrgelegenheit“ finden von 18. Oktober bis 17. November 2021 statt. Bei dem Gewinnspiel und der Mitmachaktion beteiligen sich auch Gruppen aus Schwäbisch Hall. Mehr Informationen gibt es im Internet auf der Seite https://www.attac-netzwerk.de/schwaebisch-hall/tag-der-mitfahrgelegenheit-18-10-21#c127811

Von Christian Kümmerer, Schwäbisch Hall

Fahrgemeinschaften bilden

Der Internationale Tag der Mitfahrgelegenheit fand am 18 Oktober statt. Ein kurioser Feiertag, um mit einem Augenzwinkern auf die Verkehrswende hinzuweisen. Das Bündnis Mobilitätswende Schwäbisch Hall möchte Menschen anregen, über die Idee des Mitfahrens bzw. das Bilden von Fahrgemeinschaften nachzudenken und bestenfalls gleich umzusetzen. Aber ein Tag ist uns zu wenig deshalb rufen wir zu den „Wochen der Mitfahrgelegenheit“ auf.

Gut fürs Klima und den Geldbeutel

Die Vorteile liegen auf der Hand. Es spart zunächst einmal die Kosten von jedem Einzelnen. Denn, zwei Autos mit je einer Person benötigen für die gleiche Strecke fast doppelt so viel Treibstoff wie ein Auto mit zwei Personen. Also günstig und umweltfreundlich. Das Verkehrsaufkommen verringert sich. Und ist somit insgesamt gut fürs Klima. Zudem kann es unterhaltsam sein.

Am Gewinnspiel per E-Mail mitmachen

Das Bündnis veranstaltet hierzu ein kleines Gewinnspiel. Die Teilnahme erfolgt durch das Absenden einer E-Mail bis zum 17. November 2021, um 17 Uhr an tag_der_mitfahrgelegenheit_sha@e.mail.de mit einem Foto oder einem kurzen Bericht über eine gemeinsame Fahrt im Landkreis. Zu gewinnen gibt es, das Buch “Ohne Auto leben“ von Bernhard Knierim, ein Pfund „Kaffee der Freundschaft“ und eine Fahrrad- und Wanderkarte der Genießerregion Hohenlohe. Das Losverfahren entscheidet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Übrigens, es muss nicht zwingend das Auto sein. Gemeinsam Fahren geht auch auf dem Fahrrad, Skateboard, Rasenmähertraktor oder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln. Sowohl der Kreisverkehr als auch die Deutsche Bahn bieten Tagestickets für Gruppen an.

Weitere Informationen und Hintergründe gibt es auf folgender Internetseite:

https://www.attac-netzwerk.de/schwaebisch-hall/tag-der-mitfahrgelegenheit-18-10-21#c127811

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„42,195 Tage – sechs Disziplinen und über 40 mögliche Klima-Challenges“ – Klimathon in Schwäbisch Hall mit zahlreichen Veranstaltungen bis 30. Oktober 2021

Schwäbisch Hall – „42,195 Tage – sechs Disziplinen und über 40 mögliche Klima-Challenges“ heißt es beim Klimathon in Schwäbisch Hall. Bis 30. Oktober 2021 gibt es zahlreiche Veranstaltungen in der Kreisstadt am Kocher. Das Stromloskonzert am 16. Oktober 2021 findet um 20 Uhr im Haus der Vereine, Am Schuppach 7, und nicht im Club Alpha statt.

Informationen der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Wie kann am besten Kohlendioxid (CO2) eingespart werden?

Vom 18. September bis zum 30. Oktober 2021 findet in Schwäbisch Hall ein Marathon fürs Klima statt: Der „Klimathon“ ist ein app-basierter Wettbewerb, bei dem alle ihren persönlichen Klimaschutz direkt im Alltag umsetzen und ihren C0₂-Fußabdruck reduzieren können. In sechs verschiedenen Disziplinen werden über 40 „Klima-Challenges“ angeboten und jede einzelne spart CO₂ ein. Alle Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die für sie passenden Challenges auszusuchen und umzusetzen. Wie viel CO₂ eingespart wird, verraten die Punkte, die man für die Umsetzung der Challenge erhält. Diese Punkte werden dann in der App „klimakompass“ automatisch angezeigt.

Außerdem gibt es zu jeder Aktionswoche auch abwechslungsreiche Veranstaltungen unserer AktionspatInnen.

Von 9. Oktober 2021 bis Samstag, 16. Oktober 2021: Disziplin „Wohnen“

In dieser Woche dreht sich beim Klimathon alles rund um das Thema Wohnen. Alle Veranstaltungen mit Aktionspartnern zum Thema in Schwäbisch Hall finden sich im jeweiligen Wochenprogramm.

Das Wochenprogramm und weitere Informationen im Internet:

https://www.schwaebischhall.de/de/unsere-stadt/klimaschutz-energie/mach-mit/klimathon

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„Geheimes Treffen prominenter Neonazis in Herboldshausen“ – Das Haus im Teilort von Kirchberg/Jagst gehört dem Bund für Gotterkenntnis Ludendorff

Eine Veranstaltung mit dem martialischen Titel „Thing der Titanen fand am Wochenende, vom 8. bis 10. Oktober 2021, in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen (Baden-Württemberg) statt. Der Titel des Treffens: „Rechte Lebensführung: Zwischen Hedonismus und Askese“.

Informationen von Timo Büchner auf der Internetseite Belltower News

Who-is-Who der deutschen Neonazi-Szene

Angekündigt wurde das Who-is-Who der deutschen Neonazi-Szene – vom „Hammerskin“-Funktionär Malte Redeker über die NSU-Rechtsanwältin Nicole Schneiders bis zum „Stahlgewitter“-Gitarristen Frank Kraemer. Der Veranstaltungsort sollte geheim bleiben. Eine exklusive Recherche zeigt: Das Vernetzungstreffen unterschiedlicher Strömungen der extremen Rechten fand in einem alten Bauernhaus in Herboldshausen (Landkreis Schwäbisch Hall) statt. Mehrere Dutzend Neonazis aus Deutschland und Frankreich nahmen teil.

Veranstaltungsort sollte geheim bleiben

Sonntagabend, 19. September 2021: „Das Gute ist, wir haben eine geeignete Räumlichkeit gefunden“, verkündete der Heilbronner Steuerberater Michael Dangel im Gespräch mit dem extrem rechten Portal „FSN.tv“. Dangel, der seit Jahrzehnten in der extremen Rechten aktiv ist, sprach im Livestream über den „Thing der Titanen“. Wo die „geeignete Räumlichkeit“ sein würde, verriet er nicht. Erst nach Überweisung der Teilnahmegebühr in Höhe von 20 Euro wurden nähere Informationen zum Veranstaltungsort preisgegeben. Die Zurückhaltung hatte ihren Grund. Schließlich soll der Ort wohl auch in Zukunft der extremen Rechten ohne kritische Beobachtung und öffentlichen Protest zur Verfügung stehen.

Deutschland „seinen Stolz und seine Ehre zurückgeben“

Die geheime Veranstaltung wurde in extrem rechten Social-Media-Kanälen als „Wochenendseminar“ beworben. Dangel verbreitete zwei Werbeclips über seinen privaten YouTube-Account, in denen er mit breiter Brust verkündet,, dass „Männer und Frauen“, die Deutschland „seinen Stolz und seine Ehre zurückgeben wollen“, zur Veranstaltung zusammenkommen würden. Thema der Veranstaltung: offenbar das Spannungsfeld zwischen Vergnügen und Verzicht in der „rechten Lebensführung“. Die Gäste, die im Programm angekündigt wurden, sind prominente AkteurInnen der deutschen Neonazi-Szene. Sie sind seit Jahren in der Szene aktiv und bestens vernetzt.

Strafverteidigerin von Ralf Wohlleben

Nicole Schneiders stammt aus Baden-Württemberg und betreibt mit Steffen Wilfried Hammer (von der Rechtsrockband „Noie Werte“ eine Rechtsanwaltskanzlei mit Hauptsitz in Reutlingen und Zweigstellen in Ettlingen und Rottweil. Im Münchener NSU-Prozess war sie die Strafverteidigerin von Ralf Wohlleben. Der NSU-Unterstützer erhielt wegen Beihilfe zum Mord eine zehnjährige Freiheitsstrafe. Schneiders ist nicht nur Anwältin, sondern auch Aktivistin. Sie wird ab 2022 eine Kolumne im Rechtsrock-Magazin „Rock Hate“ schreiben.

Schlüsselfigur der europäischen „Hammerskin Nation“

Malte Redeker aus Rheinland-Pfalz gilt als Schlüsselfigur der europäischen „Hammerskin Nation“ (HSN). Die HSN wurde in den USA gegründet und ist eine extrem rechte Bruderschaft mit Divisionen in zahlreichen Ländern. Sie ist durch ihre Gewaltbereitschaft bekannt. Redeker gründete einst das Rechtsrock-Label „Gjallarhorn Klangschmiede“. In den vergangenen Jahren hat er den extrem rechten Kampfsport in Deutschland geprägt („Kampf der Nibelungen“).

Rechtsrockbands „Stahlgewitter“ und „Halgadom“

Frank Kraemer kommt aus Nordrhein-Westfalen und ist Gitarrist der beiden Rechtsrockbands „Stahlgewitter“ und „Halgadom“. Erstere ist in der extrem rechten Musikszene eine der erfolgreichsten Bands. In den Liedtexten wird die NS-Verherrlichung deutlich: „Die BRD ist uns egal und völlig gleich | Denn unsere Heimat ist das Deutsche Reich“. Kraemer ist nicht nur Musiker, sondern auch Autor („Werde unsterblich“), Moderator („Der Dritte Blickwinkel“) und Unternehmer („Sonnenkreuz Versand“).

„Rock gegen Links“-Konzert"

Patrick Schröder stammt aus Bayern und ist Betreiber des extrem rechten Portals „FSN.tv“. In der Neonazi-Szene sind die drei Worte „Frei, Sozial, National“ eine beliebte Parole. Er ist Geschäftsführer des „FSN Shop“ und der Nemesis Production GmbH („Ansgar Aryan“). Zwischenzeitlich organisierte Schröder eigene Rechtsrock-Konzerte in Bayern und Thüringen. Beispielsweise veranstaltete er am 28. Oktober 2017 das „Rock gegen Links“-Konzert in der thüringischen Kleinstadt Themar.

Einziger „Neurechter“ unter „Altrechten“

Aus der Reihe fällt der YouTuber „Outdoor Illner“. Er selbst kündigte im Vorfeld des Treffens an, er sei wohl der einzige „Neurechte“ unter „Altrechten“. Durch seine „satirischen“ Videos wurde Illner unter Identitären gefeiert. In der Vergangenheit hat die extrem rechte Kampagnenagentur „Ein Prozent“ aufgerufen, für den YouTuber zu spenden. Laut Blick nach Rechts soll Illner bereits Ordner bei AfD-Veranstaltungen gewesen sein und Videos für die Partei produziert haben.

Ein altes Bauernhaus in Herboldshausen …

Das „Wochenendseminar“ war keineswegs die erste Veranstaltung von Michael Dangel. Seine extrem rechte Gruppierung „WIR Heilbronn“ trat in den vergangenen Jahren durch Stammtische und Vorträge in Erscheinung. So referierte Sonnhild Sawallisch, eine Akteurin des völkischen „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“ (BfG), am 28. Januar 2016 über die „Flüchtlingsfrage“. Sawallisch ist die Tochter der BfG-Bundesvorsitzenden Gudrun Klink aus Ingelfingen (Hohenlohekreis). Der BfG, der bundesweit über einige hundert Mitglieder verfügt, vertritt eine antisemitische und rassistische Ideologie; sie fußt auf den verschwörungsideologischen Lehren von Mathilde Ludendorff (1877-1966). Die „Urgroßmutter des Antisemitismus“ (Der Spiegel) begründete in den 1920er-Jahren die „Deutsche Gotterkenntnis“ und veröffentlichte mit ihrem Ehemann Erich Ludendorff, dem General des Ersten Weltkrieges und Mitinitiator des „Hitler-Ludendorff-Putsches“ (9.11.1923), zahlreiche Schriften. Eine heißt „Die Judenmacht, ihr Wesen und Ende“ (1939).

Treffpunkt von Rechten schon seit 1970er Jahren

Der BfG besitzt seit Mitte der 1970er-Jahre ein altes Bauernhaus in Herboldshausen nahe Kirchberg an der Jagst (Landkreis Schwäbisch Hall). Herboldshausen ist ein abgelegener Weiler, der im Wesentlichen aus einer Handvoll Bauernhöfen besteht und unmittelbar an der A6 zwischen Heilbronn und Nürnberg liegt. Größe und Lage von Herboldshausen ermöglichen, Veranstaltungen abseits der kritischen Öffentlichkeit durchzuführen. Regelmäßig veranstaltet der BfG seine Sommer- und Wintersonnwendfeiern. Allerdings nutzt nicht nur der BfG das „Jugendheim Hohenlohe“. In der Vergangenheit stellte der Verein sein Haus der offenen Neonazi-Szene zur Verfügung. So führte die NPD-Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ im August 2020 ihren „Gemeinschaftstag Süd“ im Haus durch. Ein ausführlicher Bericht und mehrere Fotos der Veranstaltung wurden über die Social-Media-Kanäle der Neonazis verbreitet. Ohne Zweifel erinnerten Bericht und Fotos an die Aktivitäten der „Hitlerjugend“.

… wird zum Rückzugsort neonazistischer Umtriebe

Nun wurde Herboldshausen erneut zum Rückzugsort neonazistischer Umtriebe. Am Freitag, 8. Oktober 2021 fuhren zahlreiche Autos aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen in die süddeutsche Provinz. Die meisten Autos, die in der Einfahrtstraße zum Haus parkten, stammten aus der Nähe der deutsch-französischen Grenze. Ein olivgrauer Land Rover trug ein französisches Kfz-Kennzeichen. Einschlägige Zahlencodes und Heckscheiben-Sticker stellten die Zugehörigkeit zur Neonazi-Szene zur Schau. So trug ein roter VW Polo eine 88 im Kennzeichen und Sticker der Rechtsrockbands „Skrewdriver“ und „Die Lunikoff Verschwörung“ auf der Heckscheibe. Im Haus herrschte fortan reger Betrieb. Am Abend hielt „Outdoor Illner“ seinen Vortrag über „Die Rechte im Spannungsfeld von Mythos und Logos“. Zwar wurden sämtliche Stockwerke des alten Bauernhauses benutzt. Aber alle Fenster, die zur Straßenseite gerichtet sind, waren durch stabile Fensterläden aus Holz verschlossen. Die Lampen, die im Inneren des Hauses brannten, schienen lediglich durch die Fenster der von der Hauptstraße abgewandten Hausseite.

„Versagen patriotischer Kräfte im Hinblick auf die Bindung von Jugendlichen“

Zwar wurde die Veranstaltung konspirativ organisiert. Aber vor Ort, in der kleinen Siedlung, verlor das Treffen spätestens am Samstag seinen geheimen Charakter. Im Laufe des Tages erreichten weitere Gäste den Weiler. Sie reisten aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen an. Die Parkplätze in der Zufahrt zum Haus reichten nicht mehr aus, weshalb mehrere Autos auf der gegenüberliegenden Seite der Zufahrt parken mussten. Am Samstag fanden insgesamt fünf Vorträge statt. Zum Beispiel sprach laut Website von „WIR Heilbronn“ der Rechtsrock-Unternehmer Patrick Schröder über das „Versagen patriotischer Kräfte im Hinblick auf die Bindung von Jugendlichen“. Zuweilen betraten die Teilnehmenden in den Pausen der einzelnen Programmpunkte das weitläufige Gelände. Sie standen im Eingangsbereich des Hauses und in der Zufahrt zum Haus. Sie standen auf der Wiese im Hinterhof des Hauses, die mit blickdichten Hecken umgeben ist. Einzelne liefen auf den Wegen zwischen den Äckern und Bauernhöfen. Junge Männer mit kurzgeschorenen Haaren, Mittvierziger mit Karohemd und Bart, ältere Ehepaare in altbackener Kleidung, ein Rauschebart mit Nickelbrille und langem Haar: Bereits das äußere Erscheinungsbild der Teilnehmenden machte deutlich, dass unterschiedliche Strömungen der extremen Rechten zusammenkamen. „Stahlgewitter“-Gitarrist Frank Kraemer hielt den letzten Vortrag des Abends. Er kritisierte die „allgegenwärtige Dekadenz in Buntland“ und forderte „von den Gegnern der bundesrepublikanischen Gaga-Republik […] mehr Selbstdisziplin“.

Reibungsloses Zusammenspiel zwischen Neonazis und Völkischen

Die Tatsache, dass erneut eine Veranstaltung der Neonazi-Szene im Haus eines Vereins stattgefunden hat – der völkisch ist, aber stets betont, weder antisemitisch noch NS-verherrlichend zu sein – dokumentiert das reibungslose Zusammenspiel zwischen Neonazis und Völkischen. Kontinuierliche Recherche und Berichterstattung über die Geschehnisse vor Ort ist wichtiger denn je. Denn ein zweiter „Thing der Titanen“ wurde bereits angekündigt.

Der ganze Artikel und weitere Informationen auf der Internetseite von Belltower News:

https://www.belltower.news/exklusiv-geheimes-treffen-prominenter-neonazis-in-baden-wuerttemberg-122515/

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„Mit Gitarre und starker Stimme“ – Zum Konzert mit Hayley Reardon in der 7180-Bar Crailsheim anmelden

Nach knapp eineinhalb stillen und nachdenklichen Jahren ist es nun am Donnerstag, 21. Oktober 2021 soweit. Die Die Singer-/Songwriterin HAYLEY REARDON aus Massachusetts (USA) singt und spielt ab 20.30 Uhr live auf der Bühne der 7180-Bar in Crailsheim.

Von Harald Haas, 7180-Bar und dem Verein Adieu Tristesse Crailsheim 

Sehr persönliche und feine Songs

Die Singer-/Songwriterin HAYLEY REARDON aus Massachusetts hat trotz ihrer jungen Jahre schon einige Touren in Europa und Übersee hinter sich und bereits vier Alben produziert. Jüngst weilte sie für einige Zeit in Barcelona, um neue Songs aufzunehmen. Hayley Reardon begann bereits als Teenager mit dem Schreiben und Aufnehmen von Songs. Mittlerweile ist sie 25 Jahre alt und verfügt nicht nur in diesen beiden Disziplinen über reiche Erfahrung. Sie hat auch eine beeindruckende Bühnenpräsenz entwickelt, die den sehr persönlichen und feinen Songs bei ihren Auftritten eine starke Wirkung verleiht. Mit Gitarre und ihrer starken Stimme im Gepäck kommt sie erstmals in die Region und beehrt die 7180-Bar in Crailsheim.

Fürs Konzert vorher anmelden

Da die Plätze begrenzt sind und wir auch niemand enttäuschen wollen, bitten wir alle, uns baldmöglichst eine Anmeldung zuzusenden unter E-Mail oralmuell@yahoo.de. Anschließend erhaltet ihr eine Kontonummer und nach Eingang des Geldes seid ihr dabei. Ihr könnt aber auch kurz in der Bar vorbeikommen und gleich in bar bezahlen. Der Eintritt beträgt 8 Euro. Nach derzeitigem Stand findet das Konzert unter 3G-Bestimmungen statt.

Einlass: 20 Uhr

Beginn: 20.30 Uhr

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„Liederabend mit Tenor und historischer Gitarre“ – Kammerkonzerte Schwäbisch Hall mit Karten im freien Verkauf

Einen Liederabend der Kammerkonzerte Schwäbisch Hall mit Clemens Löschmann (Tenor) und Maximilian Mangold (historische Gitarre) gibt es am Sonntag, 17. Oktober 2021, um 16 Uhr (Einlass ab 15.15 Uhr) und um 18 Uhr (Einlass: 17.30 Uhr) in der Arche im Sonnenhof in Schwäbisch Hall. Für das 18-Uhr-Konzert gibt es auch Karten im freien Verkauf.

Von Kathrin Bauer, Verein Kammerkonzerte Schwäbisch Hall

Arche im Sonnenhof Schwäbisch Hall

  1. Konzert: 16 Uhr, Einlass ab 15:15 Uhr (nur mit Abonnement)
  2. Konzert: 18 Uhr, Einlass ab 17:30 Uhr (Abonnement + freier Verkauf)

International gefragter Solist

Mit Gesang und Gitarre entführen Clemens Löschmann und Maximilian Mangold in die Zeit Franz Schuberts und einiger seiner Zeitgenossen. Der Tenor Clemens Löschmann, ausgebildet an der Hochschule der Künste in Berlin, gastierte an verschiedenen renommierten Opernhäusern Europas. Neben den Partien der Mozart-Opern übernahm er auch große lyrische Rollen in Werken des 20. Jahrhunderts und trat in zahlreichen Uraufführungen auf. Im barocken, klassischen, romantischen und zeitgenössischen Fach ist er ein international gefragter Solist.

Einer der künstlerisch interessantesten deutschen Gitarristen

Maximilian Mangold gilt in Fachpublikationen als einer der im Augenblick künstlerisch interessantesten deutschen Gitarristen. Als gefragter Solist, als ebenso vielseitiger Ensemblemusiker in Duos und Trios mit z.B. Harfe, Flöte, Violine und Bratsche, aber auch als Mitglied des Vlach-Quartetts-Prag dokumentiert er sein außerordentlich umfangreiches Repertoire. Mangold erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen.

„Leise flehen meine Lieder“ / Franz Schubert und seine Zeit – Werke von Franz Schubert, Fernando Sor, Louis Spohr und Caspar Joseph Mertz.

Es gelten die aktuellen Coronaregelungen. Das Konzert findet mit einer Hygieneregelung statt (Abstand und Maskenpflicht). Zutritt unter Beachtung der 3-G-Regelung und mit Meldeformular für die Kontaktnachverfolgung.

Wichtige Information für Abonnenten:

  1. Konzert, 16 Uhr: Für alle Abonnenten, deren Nachname mit dem Anfangsbuchstabe A-P beginnt.
  2. Konzert, 18 Uhr: Für alle Abonnenten, deren Nachname mit dem Anfangsbuchstabe R-Z beginnt.

Karten: Tourist Information, Telefon: 0791/ 751-600, HT-Ticket-Shop, Telefon 0791/ 404-121

Konzert Eintrittspreise 20 Euro / ermäßigt 10 Euro (Vorverkauf ab 4. Oktober 2021), Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre erhalten freien Eintritt. (Nur an der Abendkasse)

Informationen und Programm: Telefon 0791/ 751-382

E-Mail: kammerkonzerte@schwaebischhall.de

Weitere Informationen und Kontakt:

Verein Kammerkonzerte Schwäbisch Hall
Geschäftsstelle
Am Markt 9
74523 Schwäbisch Hall
Telefon: 0791/ 751-382
Telefax: 0791/ 751-621

Internet: https://www.schwaebischhall.de/de/kultur-tourismus/kunst-kultur/musik/klassik/kammerkonzerte

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„Eklatante Verfahrensverstöße des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF)“ –  Verwaltungsgericht Sigmaringen ordnet Stopp der angedrohten Abschiebung von Alassa Mfouapon nach Kamerun an

Das Verwaltungsgericht Sigmaringen ordnet den Stopp der angedrohten Abschiebung von Alassa Mfouapon nach Kamerun an. Der Gerichtsbeschluss stellt eklatante Verfahrensverstöße des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fest.

Pressemitteilung des Anwaltsbüros Meister & Partner, Gelsenkirchen

Zu Unrecht als offensichtlich unbegründet abgelehnt

Am 17. September wurde uns der Beschluss der 10. Kammer des VG Sigmaringen (A 10 K 2382/21) zugestellt. Er ordnet auf Kosten des BAMF den Stopp der Abschiebungsandrohung [1] an, da das BAMF zu Unrecht den Asylantrag als offensichtlich unbegründet abgelehnt hat. Dies ist ein bedeutender Erfolg im Kampf um Flüchtlingsrechte und Ergebnis der breit gefächerten und vielfältigen Solidarität mit dem wohl profiliertesten Repräsentanten der selbstorganisierten Flüchtlingsbewegung in der BRD. Die Begründung des Beschlusses stärkt über den konkreten Fall von Alassa M. hinaus die Rechte von Flüchtlingen im Asylverfahren. Er ist eine „juristische Ohrfeige“ für das BAMF und stellt weitgehende eklatante Verfahrensverstöße fest.

Der Beschluss stellt fest:

„Es bestehen … ernstliche Zweifel, ob dem Antragsteller keine Verfolgung und keine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung droht.“

Und weiter:

„Zudem war im vorliegenden Fall eine persönliche Anhörung des Antragstellers geboten, die jedoch nicht durchgeführt wurde. … Die besondere Bedeutung der Anhörung im Asylverfahren führt grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Bescheids, wenn die Anhörung nicht während des gerichtlichen Verfahrens nachgeholt wird. Die Anhörung dient als asylrechtliche Verfahrensgarantie der effektiven Durchsetzung des materiellen Rechts, indem sie dem Antragsteller die Gelegenheit verschafft, mit den zuständigen Behörden … effektiv zu kommunizieren … Eine zu Unrecht unterlassene Anhörung führt als Verfahrensfehler grundsätzlich zur Rechtswidrigkeit des angefochtenen Bescheids.“

Land Baden-Württemberg erfolgreich verklagt

Die eklatante Missachtung von Verfahrensrechten belegt, dass die Ablehnung offensichtlich politisch motiviert war und bei der Entscheidung des BAMF verfahrensfremde Gründe eine Rolle spielten. So die Tatsache, dass Alassa M. es gewagt hat, Verantwortliche von EU, Frontex und der Bundesregierung beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuzeigen oder gegen die Polizeiattacke auf die Flüchtlinge in der LEA Ellwangen 2018 den Protest zu organisieren und das Land Baden-Württemberg erfolgreich zu verklagen.

Link zu Informationen des Verwaltungsgerichts Stuttgart:

https://verwaltungsgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/9020882/?LISTPAGE=5597587

[1] Das weisungsgebunden dem Bundesinnenministerium unterstehenden BAMF hatte am 06.08.2021 seinen Asylantrag als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt. Diese schärfste Form der inhaltlichen Ablehnung eines Asylantrags hätte die unmittelbare Bedrohung mit der Abschiebung nach Kamerun bedeutet, wenn nicht das Verwaltungsgericht Sigmaringen ausdrücklich die aufschiebende Wirkung der von uns erhobenen Klage (Aktenzeichen: A10 K 2381/21) angeordnet hätte.

Weitere Informationen und Kontakt:

Anwaltsbüro
Meister & Partner
Industriestraße 31
45899 Gelsenkirchen
Telefon: 0209/3597670
Fax: 0209/3597679
E-Mail: RAeMeisterpp@t-online.de

Internet: www.kanzleimeister.de

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„Colbinger und Grand Malheur machen Folk, Country, Acid-Jazz und Funk“ – Zwei Konzerte im Gleis 1 in Waldenburg

Zwei Konzerte gibt es im Gleis 1 in Waldenburg am Wochenende 8. Oktober 2021 (Freitag) und 9. Oktober 2021 (Samstag), jeweils um 20.30 Uhr. Reservierungen für die Konzerte sind erwünscht. Kontakt: www.gleis1.net

Vom Gleis 1 in Waldenburg

Colbingers „Folk und Country-Konzert“ am Freitag

Der Kulturzug im Gleis 1 Waldenburg fährt am Freitag, 8. Oktober 2021, um 20.30 Uhr mit Colbingers „Folk und Country-Konzert“ weiter: Der Songwriter und Lyriker mit funky Akustikgitarre trägt mit seiner einzigartigen Stimme die Worte mal sehnsüchtig, mal liebevoll vor . Sein Musikstil ist Rock, in dem Elemente aus Folk und Country beheimatet sind. Musik, so Colbinger, begeistert, motiviert und inspiriert. Er schreibt berührende Songs und Gedichte.

Groovy Hausband „Grand Malheur“

Am Samstag, 9. Oktober 2021, ab 20.30 Uhr, kommt wieder die groovy Hausband „Grand Malheur“ auf die Gleis-1-Bühne. Die regionale „Group extraordinaire“ glänzt mit Eigenkompositionen. Funk, Soul, Acid-Jazz und eine wohldosierte Prise Reggae und Dub – und das mit einer dreiköpfigen Brass-Section, die mit ausgefeilten Bläser-Riffs das Sahnehäubchen auf jeden Grand Malheur-Song setzt. Parole: „move to the groove“.

Reservierungen für die Konzerte sind erwünscht.

Kontakt: www.gleis1.net

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„Bei einer Ampelkoalition wäre mehr Spielraum für eine sichtbare Opposition“ – Kommentar des Historikers Georg Fülberth in der Tageszeitung Neues Deutschland

Die künftigen politischen Erfolge der Linken hängen auch von der Regierungsbildung ab: Bei einer Ampelkoalition wäre mehr Spielraum für eine sichtbare Opposition.

Von Georg Fülberth, Artikel in der Tageszeitung Neues Deutschland vom 30. September 2021

Nüchtern bilanzieren

Was jetzt und in den nächsten Monaten in der Partei Die Linke passiert, lässt sich wohl nicht vermeiden: Heulen und Zähneklappern, Schuldzuweisungen, vielleicht hässliche Dinge. Das ist alles schon einmal da gewesen: 2002. Später wird man hoffentlich etwas nüchterner bilanzieren, vielleicht so: Die Linke hat eine fürchterliche Wahlschlappe erlitten. Aber es gibt sie noch, sogar im Deutschen Bundestag, allerdings gerupft.

Linksfraktionen in den Kommunen

Aus keinem Landtag ist sie nach 2013 (als das Zwischenhoch im Westen endete) hinausgeflogen, trotz aller Verluste. In drei Jahren ist Europawahl. Da gibt es keine Fünf-Prozent-Klausel, Die Linke wird dort weiter vertreten sein. Vergessen wir nicht die vielen, teilweise sogar prächtigen Linksfraktionen in den Kommunen, übrigens auch im Westen. Der Schaden der Bundestagswahl vom 26. September ist riesig, aber nicht unendlich. Was der Linken fürs Erste bleibt, sind kleine Brötchen, verglichen mit den großen Torten, an denen manche EuphorikerInnen in ihren Filterblasen sich vorab schon den Magen verdorben haben mögen.

Zur Bilanz gehört auch die Kenntnisnahme eines Strukturproblems:

– Die Partei Die Linke ist der kleinere Teil eines sozialdemokratischen Potenzials, das nach wie vor schrumpft.

– Es betrug 2005 – addiert man die Anteile der Linken mit der SPD – noch 42,9 Prozent. 2009 blieben davon 34,9 Prozent übrig,

– 2013 waren es 34,3 Prozent, ein Tiefststand von 29,7 Prozent wurde 2017 erreicht.

– Die leichte Erholung um 0,9 Prozentpunkte jetzt, also auf 30,6, kann noch nicht als Trendwende gelten.

– Die Wahlergebnisse der Linkspartei und der SPD sind voneinander abhängige Variablen: Was die einen verlieren, gewinnen die anderen.

Wie die Linkspartei das Land in Bewegung bringen sollte –  ein Zwischenruf zur Wahlkampfstrategie (…)

Link zum ganzen Artikel in der Tageszeitung Neues Deutschland:

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1157111.linke-nach-der-wahl-zeit-fuer-kleine-broetchen.html?sstr=F%C3%BClberth

Georg Fülberth, geboren 1939, ist Politikwissenschaftler und Historiker

Artikel an Hohenlohe-ungefiltert zugesandt von Adele Sperandio aus Stuttgart.

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