Erika Riemann berichtet in Crailsheim über ihre Zeit in DDR-Gefängnissen / Termine am 4. und 5. März 2009

Im zwanzigsten Jahr nach dem Mauerfall kommt eine 78-jährige Autorin nach Crailsheim, die ihre innere DDR-Mauer erst in den letzten zehn Jahren überwinden konnte.  Die Jugend Erika Riemanns wurde in Sowjetzonen- und DDR-Gefängnissen zerstört. Die späte Überwindung ihres Traumas durch die Veröffentlichung ihrer packenden Lebensgeschichte schenkt der  Wahl-Hamburgerin nun einen aufregenden Lebensabend in Crailsheim.  Die Autorin liest am Donnerstag, 5. März 2009, um 10:25 Uhr in der Aula der Kaufmännischen Schule Crailsheim vor 300 Schülern verschiedener Klassenstufen. Eine mitreißende und interessante Lesestunde ist zu erwarten. Interessierte Gäste von außerhalb sind eingeladen. Bereits am heutigen 4. März 2009, um 20:30 Uhr, können die Crailsheimer Erika Riemann in Crailsheim kennenlernen: die Autorin wird  zum „Abend der Offenen Tür“ in die Geschwister-Scholl-Schule nach Crailsheim-Ingersheim kommen. Im Rahmen des Tischgesprächs „Halbneun“ beantwortet Erika Riemann Fragen am „Runden Tisch der Scholls“ im Scholl-Grimminger-Zimmer.

Text: Von den Veranstaltern

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Vortrag Sucht im Tagestreff Schuppachburg in Hall / Dienstag, 3. März 2009

Am heutigen Dienstag, 3. März, um 17 Uhr referiert der katholische Pastoralreferent Wolfram Kaier zum Thema „Sucht“ im Tagestreff Schuppachburg der Erlacher Höhe Hohenlohe-Franken in Schwäbisch Hall. Organisiert wird die Veranstaltung vom Freundeskreis „Bürger ohne Wohnung“, der damit eine Reihe von offenen Infoveranstaltungen einläutet. Kaier, der auch Aids- und Drogenseelsorger im „Point“ in Hall ist, wird dabei den Bogen vom Phänomen der Sucht bis hin zu den konkreten Auswirkungen und der niederschwelligen Basisarbeit im Haller Drogenkontaktladen „Point“ spannen.Interessierte sind eingeladen, am Vortrag und dem anschließenden Treffen des Freundeskreis „Bürger ohne Wohnung“ teilzunehmen, um sich mit ihren Ansichten, Anregungen und Vorstellungen einzubringen.

Info: Im Freundeskreis „Bürger ohne Wohnung“ engagieren sich Haller Bürger für Menschen in sozialen Notlagen. Ein Schwerpunkt ist die praktische und ideelle Unterstützung in den Einrichtungen der Erlacher Höhe Hohenlohe-Franken. Informationen gibt es bei Jürgen Sanmann im Tagestreff Schuppachburg: 0791/ 6411

Quelle: Pressemitteilung des Veranstalters

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Let’s make money: Wenn Geld und Profit die Menschen gierig macht (mit Film über Diskussion)

Starken Eindruck hat gestern Abend (24. Februar 2009) die Hohenlohe-Premiere des Dokumentarfilms „Let’s make money“ des österreichischen Regisseurs Erwin Wagenhofer („We feed the world“) im Prestige-Filmtheater Künzelsau auf die Besucher gemacht. Zahlreiche Gäste mussten wieder nach Hause geschickt werden, weil der Kinosaal schon früh ausverkauft war. Interessante Einblicke in die Politik und Finanzwirtschaft bot die anschließende Diskussion mit dem Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten (CDU), dem Grünen-Abgeordneten Gerhard Schick und Werner Gassert, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hohenlohekreis.

Von Ralf Garmatter, Freier Journalist aus Kirchberg/Jagst

„Gier frisst Hirn“, lautete das Fazit von Christian von Stetten, Bundestagsabgeordneter aus Künzelsau-Schloss Stetten über den Film und er brach eine Lanze für die regionalen Geldinstitute wie Volksbanken und Sparkassen. Zum Hintergrund: Der 38-jährige CDU-Mann sitzt auch im Verwaltungsrat der Sparkasse Hohenlohe. Gewinne ohne Arbeit lehnt der Politiker und Multiunternehmer nach eigenen Worten ab. „Wenn jemand fürs Nichtstun 13, 14 oder sogar 20 Prozent Zinsen erhält, dann leidet jemand anderes darunter“, sagte von Stetten.

Steueroasen austrocknen

Noch vor der Sommerpause sollen nach seinen Ankündigungen „bestimmte Mechanismen“ durch den Bundestag geändert werden, die eine Finanz- und Steuerflucht in die Steueroasen Österreich, Schweiz oder Luxemburg begünstigen. In dem Film „Let’s make money“ ist dem derzeit einzigen Hohenloher Bundestagsabgeordneten die Weltbank zu schlecht weggekommen. „Ich würde gerne bald mit jemandem von der Weltbank hierher kommen, um mit ihm und Ihnen hier über aktuelle Themen zu sprechen“, kündigte von Stetten an. „Man darf nicht nur über, sondern muss mit den Leuten reden“, meinte der 38-jährige Politiker und Geschäftsmann weiter. Christian von Stetten ist trotz seines Bundestagsmandats an zahlreichen Firmen beteiligt. Im Prestige-Kino zeigte sich der Politiker nicht als lupenreiner Neoliberaler. Er wolle nicht, dass alle Subventionen abgeschafft werden. Was er in dem Künzelsauer Kino allerdings nicht sagte ist, dass er selbst von Subventionen profitiert. Aus dem EU-Agrarfonds erhielt er im Haushaltsjahr 2007 exakt 1024,68 Euro (siehe Internetseite www.agrar-fischerei-zahlungen.de). Christian von Stetten wünscht sich für die Zukunft, dass Deutschland gestärkt aus der Finanzkrise hervorgeht und in dieser Krise etwas dazulernt.

Eine Trillion überfordert auch den Hohenloher Sparkassenchef

Dass die derzeit kursierenden riesigen Zahlen und Geldsummen auch den Sparkassenchef Werner Gassert und viele Kino-Besucher überfordern, wurde in der Frage- und Diskussionsrunde bei der Veranstaltung des Filmklubs Künzelsau deutlich. „Wie viele Nullen hat eine Trillion?“, fragte Moderator Matthias Stolla von der Hohenloher Zeitung den Vorstandsvorsitzenden der Künzelsauer Bank. Wie aus der Pistole geschossen antwortete dieser „zwölf“. Ein Fragesteller behauptete später, die richtige Antwort wäre „15“ gewesen. Doch auch dies ist falsch. Ein Blick ins Internet klärt auf: Eine Trillion hat 18 Nullen. Die Zahlenfolge im Deutschen ist: eine Million (mit 6 Nullen), Milliarde (9), Billion (12), Billiarde (15), Trillion (18). Im US-Englischen wird die  deutsche Milliarde als billion bezeichnet. Trillion steht dort für die deutsche Billion (mit zwölf Nullen). Damit ist Werner Gassert mit seiner Antwort nicht ganz falsch gelegen ist, allerdings bewegte er sich im amerikanischen Zahlensystem. Warum ein deutscher Sparkassenbänker dies tut, wo die Sparkasse doch ein regional tätiges Geldinstitut sein will, ließ Gassert offen.

„Mehr Zins bringt mehr Risiko“

„Mehr Zins bringt mehr Risiko“, resümierte Gassert. Nach seinen Aussagen hätten die Sparkassen über die Landesbanken in geringem Umfang Geld ihrer Kunden auch in riskanten Geschäftsfeldern und Fonds angelegt gehabt.

Der Finanzmarkt habe sich weit von der Realwirtschaft entfernt, sagte er. Geld müsse immer einen realen Hintergrund haben. Es sei nicht dazu da, um sich selbst zu vermehren. Gasserts Prognose lautete: „Aus dieser Krise kommen wir nur mit großer Staatsverschuldung raus.“ Die Weltbank sei nur durch gemeinsamen starken politischen Druck zu beeinflussen, antwortete er auf eine Besucherfrage.

Warum nehmen Menschen so lange eine schlechte Politik hin?

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick aus dem Wahlkreis Mannheim wunderte sich in Künzelsau, dass „so viele Menschen so lange eine schlechte Politik hinnehmen“. Der 36-jährige Volkswirt ist seit 2007 finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Durch Gier und neoliberale Politik wollte man die Wirtschafts- und Finanzmaschinerie immer schneller machen, berichtete er über die negativen Auswüchse der vergangenen Jahre. Durch 138 Investitionsschutzabkommen profitiere das politisch einflussreiche Deutschland bei Geschäften in vielen Ländern der Erde, wies er auf Vorteile gegenüber vielen anderen Ländern der Welt hin. Einige seiner Forderungen lauteten: Die Politik und Finanzwelt müssen entflochten werden. Verbraucherschutz müsse wieder stärker in den Vordergrund rücken. „Wir als Grüne fordern in der gegenwärtigen Krise einen New Deal mit dem Ziel einer nachhaltigen und stabilen Wirtschaft.“

Aufruf zur Demo: „Wir zahlen nicht für eure Krise“

Bevor Schick vom Podium abtrat und zu einem Internetchat der  ZDF-Sendung Frontal21 eilte, rief er die Besucher am 28. März dieses Jahres auf, bei den Demos in Frankfurt oder Berlin mitzumachen. Deren Motto lautet: „Wir zahlen nicht für eure Krise.“

INFOs: Internetseite des Films www.letsmakemoney.de

Aufruf zur Demo „Wir zahlen nicht für eure Krise“ www.28maerz.de/aufruf/

Das Kino Klappe in Kirchberg an der Jagst veranstaltet am Donnerstag, 12. März 2009, 20 Uhr, einen Abend zum Film „Let’s make money“. Titel der Veranstaltung lautet „Knete, Mäuse und Moneten“ – ein Finanzabend von Bündnis90/DIE GRÜNEN mit Dr. Gerhard Schick MdB und Fritz Vogt, dem jahrzehntelangen Geschäftsführer der Raiffeisenbank Gammesfeld, einer der kleinsten, wenn nicht sogar der kleinsten noch selbstständigen Bank Deutschlands.

Der Filminhalt von „Let’s make money“ (Film-Website):

„Let’s make MONEY“ folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.
Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert.
„Let’s make MONEY“ zeigt uns einige Zwischenstationen dieser Geldver-mehrungsreise, wie die Schweiz, London oder Jersey. Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche, um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzten die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen. So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.

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Haller Tagblatt – Detjen: „Es muss nicht unbedingt verkauft werden“

Nicht im Detail Stellung zu den Übernahmeplänen der Ulmer Südwestpresse will Claus Detjen, der Eigentümer, Herausgeber und Geschäftsführer des möglichen Übernahmekandidaten Haller Tagblatt nehmen. „Ich prüfe alle Möglichkeiten des Handelns“ sagte er am Freitag, 27. Februar 2009, im Telefongespräch mit Hohenlohe-ungefiltert. Das Bundeskartellamt wollte ursprünglich bis zum 6. März 2009 entscheiden, ob es einer Übernahme zustimmt und zu welchen Bedingungen. Diese Frist wurde jetzt bis 13. März verlängert. Das Kartellamt hat „wettbewerbliche Bedenken“.

Von Ralf Garmatter, Freier Journalist, Kirchberg/Jagst

Printprodukt Zeitung ist von vielen Seiten gefährdet

„Es muss nicht unbedingt verkauft werden“, meint der 73-jährige Unternehmer, der 2002 das Haller Tagblatts mit Hilfe eines Millionenkredits der Südwestpresse gekauft hat. „Ich habe zwar eine Krebserkrankung, aber das ist nicht der Grund für die derzeitigen Aktivitäten. Die Krankheit ist soweit im Griff“, erklärte Detjen im Telefongespräch. Die Finanzkrise und die derzeitige Wirtschaftslage sei auch am Haller Tagblatt nicht spurlos vorbei gegangen, meint der ehemalige Journalist, Ex-Bundesgeschäftsführer des Zeitungsverlegerverbands und frühere Herausgeber der zur Südwestpresse gehörenden Märkischen Oderzeitung in Frankfurt/Oder. Nach Ansicht Detjens ist das Printprodukt Zeitung momentan von vielen Seiten gefährdet. Konkurrenz durch Online-Dienste seien nur ein Teil des Problems. Es sei in den vergangenen Jahren bei vielen Menschen eine grundlegende Veränderung der Informationsgewohnheiten festzustellen.

Detjen: Viel Herzblut ins Haller Tagblatt gesteckt

Nach eigenen Angaben hat Detjen „viel Herzblut“ in das Haller Tagblatt gesteckt. Bei der Lokalzeitung (Auflage 18000) gibt es derzeit nach Detjens Angaben auf Vollzeitstellen gerechnet 55 Mitarbeiter. Beim Kauf des Zeitungsverlags im Februar 2002 waren es laut eines damaligen Zeitungsberichts im Haller Tagblatt noch 85 Mitarbeiter, die Detjen mit übernommen hat. „Es ist schön, eine kleine Zeitung vom Totenbett runter zu holen – das ist gelungen“, erinnert sich der Geschäftsmann an die Anfangszeit in Schwäbisch Hall. Er wünscht sich für die Zukunft eine „lokal verwurzelte Zeitung in bestmöglicher Qualität“. Positiv sei, dass die Zeitungsleser im Landkreis Schwäbisch Hall noch immer drei unterschiedliche Lokalteile lesen könnten (Hohenloher Tagblatt, Haller Tagblatt und Rundschau Gaildorf). Zum Hintergrund. Zwei der Zeitungen (Hohenloher Tagblatt und Gaildorfer Rundschau) gehören aber schon seit Jahren mehrheitlich oder ganz der Südwestpresse. Alle drei Zeitungen beziehen schon seit Jahrzehnten den Mantelteil der Südwestpresse. Seit dem Kauf durch Detjen arbeitet das Haller Tagblatt viel enger mit der Südwestpresse zusammen als zuvor. Alle drei Lokalzeitungen des Landkreises nutzen seit Jahren das gleiche computergestützte Redaktionssystem, bei dem jeder Redakteur der jeweiligen Zeitung auf die Seiten der anderen im Südwestpresse-Verbund kooperierenden Zeitungen zugreifen kann.

Überdurchschnittlich hohe Fluktuation in der Redaktion des Haller Tagblatts

Angesprochen auf die auffallend hohe Fluktuation der redaktionellen Mitarbeiter beim Haller Tagblatt seit dem Kauf der Zeitung durch ihn wollte Detjen nicht näher eingehen. Höchstbedauerlich findet der Verleger den Todesfall des früheren Chefs vom Dienst (CvD) und Wirtschaftsredakteur Kurt Neuffer. Der langjährige Mitarbeiter des Haller Tagblatts ist im mittleren Alter plötzlich gestorben und hinterließ seine Frau und fünf Kinder. Andere Redakteure sind während der Detjen-Zeit aus gesundheitlichen Gründen berufsunfähig geworden, in den vorgezogenen Ruhestand gegangen oder haben die Zeitung freiwillig verlassen. Auf zu hohe Arbeitsbelastung, negativen Stress oder psychischen Druck will Detjen dies allerdings nicht zurückführen.

Regionale Lesermärkte und lokaler Anzeigenmarkt wären von Übernahme betroffen

Dass das Kartellamt bei einer Übernahme durch die Südwestpresse wettbewerbliche Bedenken hat, sieht Detjen im Moment gelassen. Bis spätestens 13. März 2009 will das Bundeskartellamt entschieden haben, ob die Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwestpresse zulässig ist. Die Pressestelle des Bundeskartellamts teilte am Donnerstag, 26. Februar 2009, auf Nachfrage von Hohenlohe-ungefiltert folgenden aktuellen Sachstand mit: „Das Verfahren ist nach wie vor nicht abgeschlossen, so dass wir leider auch keine näheren Angaben machen können. Von dem Vorhaben sind regionale Lesermärkte für Abonnement-Tageszeitungen im Kreis Schwäbisch Hall sowie ein lokaler Anzeigenmarkt betroffen. Das Bundeskartellamt hat den Beteiligten mitgeteilt, dass das Vorhaben auf wettbewerbliche Bedenken stößt. Die Beteiligten haben nun Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Frist zur Entscheidung in der Sache läuft bis zum 13. März 2009.“ (Lesen Sie zu diesem Thema auch den Hintergrundartikel Kartellamt hat Bedenken bei Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwestpresse)

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SPD nominiert Kreistagskandidaten für den Wahlkreis 6 (ILSHOFEN)

In Langenburg fand die Nominierungsversammlung der Kandidatinnen und Kandidaten für die Kreistagswahl 2009 für den Wahlkreis 6 (Ilshofen, Wolpertshausen, Vellberg, Untermünkheim, Braunsbach, Gerabronn und Langenburg) statt.

Von Hagen Werner, SPD-Ortsverein Gerabronn-Langenburg

Wahlkreis 6 - Kreistagswahl 2009 SPD

Wahlkreis 6 - Kandidaten der SPD zur Kreistagswahl 2009 (v.l.n.r.: Stephanie Paul, Rudi Fischer, Hannelore Penkwitt, Markus Wanck, Elvira Probst-Lipski, Oliver Paul)

Nach der Mandatsprüfung wurde folgende Kandidatenliste durch die anwesenden SPD-Mitglieder des Wahlkreises 6 erstellt:

Platz 1: Rudi Fischer, Ilshofen
Platz 2: Elivira Probst-Lipski, Untermünkheim
Platz 3: Oliver Paul, Ilshofen
Platz 4: Hannelore Penkwitt, Gerabronn
Platz 5: Markus Wanck, Braunsbach
Platz 6: Oliver Flamm, Vellberg
Platz 7: Stephanie Paul, Ilshofen
Platz 8: Ernst Kraufl, Braunsbach

Da insgesamt bis zu 9 Kandidaten aufgestellt werden können, wird eventuell noch eine Nachnominierungsversammlung notwendig werden.

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Leser der Hohenloher Zeitung kritisieren Christian von Stetten heftig

Nicht gut weggekommen ist der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten  (CDU) nach seinem Auftritt bei der Diskussion zum Film „Let’s make money“ bei den Lesern der Hohenloher Zeitung. In den Leserkommentaren vom 26. und 27. Februar 2009 zu dem Bericht von Heiko Fritze („Geldflüssen auf der Spur“) üben die meisten harte Kritik an dem 38-jährigen Politiker und Unternehmer aus Künzelsau-Schloss Stetten.

Von Ralf Garmatter, Freier Journalist aus Kirchberg/Jagst

Christian von Stetten habe nichts kapiert und lenke von eigenen Versäumnissen ab, meint ein Leser, der sich selbst „brutus“ nennt.  Die ach so gierigen Sparer der Kaupthing-Bank haben laut „brutus“ in das konservativste Produkt investiert, das es gibt, das Tagesgeldkonto. „Ein Sparbuch!“ Die Landesbanken, wie die LBS in Bayern oder die LBBW in BaWü hätten dagegen hoch riskante Kredite in Island vergeben, der hohen Rendite wegen! Von wegen, das Geld bei der heimischen Sparkasse werde in der Region investiert, so brutus weiter.

Weitere Kommentare in Auszügen:

Geldflüssen auf der Spur von hgm: Mit solch verlogener und selbstgerechter Portion heile Welt und argumentativem Verschleiß der Armut dieser Welt und scheinheilig-höhnischem Verweis auf uns Kaupthing-Geschädigte als die Buhmänner in diesem Land maßen sich jene fatalen Traumtänzer den Durchblick zu. Jene Jünglinge, man schaue sie sich auf dem Bild an, unterstellen mir, mit meinen 73 Jahren, der ich mein angelegtes Geld ein Leben lang sauer netto und neben jahrelanger Arbeitslosigkeit ersparen musste, ich wollte 12% Rendite erzielen, „ohne selbst die Hände zu rühren“. So eine bodenlos verlogene Frechheit! Pfui, Herr Hohenloher CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten. Da wenden sich, so Ihre Worte, hunderte jener Kaupthing-Opfer hilfesuchend an Sie und Sie geben hier solche Kommentare! Verlassen Sie diesen Platz, diese Funktion, die Sie da in Berlin inne haben. Sie sind dort der absolut falsche Mann und haben dort nichts zu suchen, versperren diesen Platz für den richtigen. (…)

Christian von Stetten  –  von gudde48: ich kann nur hoffen, dass die Hohenloher nun genug von den Eskapaden ihres Bundestagsabgeordneten haben und dies bei der nächsten Bundestagswahl zum Ausdruck kommt. (…)

Meinung. – von taiwan: Herr von Stetten, Sie haben im Prinzip recht, dass so gebildete Leute wie Sie nicht an 12% Renite glauben und natuerlich dort kein Geld angelegt haetten/haben….-diese Anlage wurden an den Normalbuerger von ganz normalen Banken angeboten (…) Die Finanzkrise brach zwar in den USA aus, aber aus ganz anderen Gruenden…dass unsere Bankers von den Landesbanken , auch von der LBBW ueber die Sachsen LB in Steueroasen wie Delware nicht weniger wie 11 Niederlassungen gegruendet haben scheint Sie nicht zu jucken!!! ..dies war letztendlich der Grund, dass diese Krise zu uns kam. Aber rufen Sie mal den OB in HN an… der kann Ihnen sicherlich was ueber Cross-Border -Leasing erzaehlen, und Raffgier und Rendite. Das sind die Leute die uns kaputt machen und nicht die Kleinanleger!!! (…)

Von maya: Noch einmal: Die 30800 deutschen Kunden, die bei der Kaupthing-Bank ein TAGES- oder FESTGELDKONTO hatten, und als einzige in Europa noch nicht entschädigt (bzw. ausgezahlt) wurden, hätten 5,65% (Tagesgeld befristet auf ein halbes Jahr) oder 5,1% (Festgeld) Zinsen bekommen! Und auch nochmal: Niemand hat sein Geld „nach Island geschickt“, sondern bei einer in Deutschland zugelassenen Niederlassung dieser Bank angelegt. Wir sprechen hier von Leuten, die seit über 4 Monaten nicht mehr auf ihre ERSPARNISSE zugreifen können und zum Teil Kredite aufnehmen mussten, um ihre Familien zu ernähren! Dass Herr von Stetten mit seinen Lügen gegen diese Menschen Stimmung machen will, ist unter aller Sau!!!

Von gudde48: Herr von Stetten hat wieder einmal einen Kracher los gelassen: Aussagen schlecht informierter Leute disqualifizieren sich von selbst. Auch scheint er den Inhalt des Filmes nicht ganz verstanden zu haben. Den Sparern geht es wie den Indern – beide sind auf der falschen Seite des Lebens. Sie müssen ausbaden, was andere angerichtet haben (…)

Blöder wird’s nicht – von lemonfriend: Die Kaupthing-Kunden sind Opfer der Entwicklung, wie sie in „Let’s make money“ beschrieben wird, und nicht ihre Ursache. Dass der Herr von keinerlei Sachkenntnis behelligt wird, zeigen ja die falschen Zahlen, mit denen er Stimmung zu machen versucht. Schön, dass es der Sparkasse in Hohenlohe besser geht – wir werden sehen, wie lange noch. Und dann werden wir sehen, wem Herr von Stetten dann die Schuld gibt – etwa den Sparern ?? (…) Herr von Stetten, informieren Sie sich besser! Und untersützen auch Sie die Kaupthing-Sparer, die zum Teil um die Ersparnisse ganzer Familien kämpfen ! Letztlich geht es dabei auch um das Vertrauen in den Rechtsstaat und die Stabilität unseres Systems. Dem sie, wie ich unterstelle, gewogen sind.

Noch eine drauf – von taiwan: Herr von Stetten, da Sie ja sicherlich „Feinde“ in der eigenen Partei haben, kann man nur hoffen, dass diese ein Parteiausschlussverfahren gegen Sie einleiten und Sie als Kanditaten zurueckziehen. Unser Finanzminister und Tante Angelina kaempfen fuer diese Leute und Sie fallen diesen in den Ruecken mit Ihren Auesserungen. Aber um Ihre Logik weiterzuspinnen: dann darf man der LBBW, BayernLB,Sachsen LB und der Nordbank keine weiteren Steuermittel mehr geben, da diese ja auch so bloed waren… aber da haben Sie keine Courage, dass Ihren Parteifreunden in der LBBW ins Gesicht zu sagen..dann waeren Sie weg vom Fenster..und allmaehlich macht sich die CDU laecherlich Sie weiter zu halten.

Angebliche Gier – von kabel: Sehr geehrter Herr von Stetten, Sie als Politiker sollten doch eigentlich die Belange des Volkes vertreten, wenn Sie sich schon von Steuergeldern bezahlen lassen!? Wenn Sie jedoch nur die Kapitalgesellschaften (Banken) vertreten aber die privaten Sparer nicht, lassen Sie hier ganz sträflich eine fehlende Volksnähe fehlen. Die Kaupthing-Sparer haben ihr Geld auf ein deutsches Tagesgeldkonto zu 5,1%(!) Zinsen geparkt, deren Zugriff seit Oktober letzten Jahres verwehrt wird. Mittlerweile gibt es deutsche Banken, die 7% auf Tagesgeld bieten, obwohl der Leitzins seitdem gefallen ist! Sagen Sie den Leuten jetzt dann auch, dass Sie alle gierige Sparer sind und damit ein Risiko eingehen alles zu verlieren? Alle anderen europäischen Staaten haben bereits eine Lösung gefunden und den Sparern das Geld zurückgegeben. Auch Herr Steinbrück hat bereits eine Rückzahlungsgarantie ausgesprochen. Sie stehen also mit Ihren Lügen und Ihrer Einstellung zu deutschen Bürgern völlig alleine da.(…)

http://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/kuenzelsau/sonstige;art1912,1469961

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Vortrag des Gehirnforschers Günter Haffelder in Weckelweiler

Am Dienstag, 24. März 2009 um 20.00 Uhr hält der Leiter des „Instituts für Kommunikation und Gehirnforschung“ Günter Haffelder in Weckelweiler (Kirchberg) einen Vortrag zum Thema Gehirnschwingungen und musikalische Stimmungen.
Arbeitsgebiete und Abteilungen seines in Stuttgart-Feuerbach ansässigen Instituts sind Lernforschung, medizinisch-therapeutische Forschung sowie Forschungsprojekte zur Analyse und Untersuchung von besonderen Fähigkeiten und medizinischen Heilverfahren.

Mehr Infos unter
www.haffelder.de
http://musikmagieundmedizin.de/weitere%20Artikel/haffelder.html

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1. Hohenloher Musik- und Kleinkunsttage in Niederstetten

Vom 7. Februar bis 1. März 2009 finden im KULT Niederstetten die 1. Hohenloher Musik- und Kleinkunsttage statt. Der Freitagabend gehört ganz der Musik. Ab 20.00 Uhr werden 3 Gruppen zu hören sein: Es beginnt mit der Band PRIMA WETTER, die Erich Kästners Gedichte zu schönen, an Chansons orientierten Songs, mit geistreichen Texten umgearbeitet haben. Danach wird das Duo Lame Sonore (Tom Fink und Gladys Hulot) das Publikum mit ihren singenden Sägen bezaubern. Den Abschluss macht das Duo Café Sehnsucht mit einem Querschnitt durch das deutschsprachige Chanson der letzten 100 Jahr, Schwerpunkt auf frivole Songs der 20-er, 30-er Jahre. Weitere Infos hier: http://www.cafe-sehnsucht.de

Am Samstag, 28. Februar werden Lothar Lempp als Clown im Karton und der Zauberer Andreas Richert ab 15.00 Uhr für die Kinder auftreten (und für alle, die noch das Kind in sich spüren können). Die beiden Künstler bestreiten abwechselnd auch den ersten Teil im Abendprogramm ab 20.00 Uhr am Samstag. Lothar Lempp mit seinem schrägen, phantasievollen Objekt-Komik-Theater, von dem die Presse meint: „…geriet die Ein-Mann-Performance von Lothar Lempp vom Start weg zum skurrilen, witzigen und oft verblüffenden Auftritt eines Künstlers, der vor Ideen geradezu sprüht.“ (Schwäb. Zeit.) „Sein unkonventionelles Programm ist ein Muss für alle, die Phantasie haben, neugierig sind und gerne lachen.“(TZ) Sehr zu empfehlen ist auch Andreas Richert als Zauberer und Gaukler, der mit jeder Menge unterschiedlichster Tricks das Publikum abwechslungsreich unterhält. Danach gibt es Musik in ungewöhnlicher Besetzung von SIGNORA BAGNARELLI`S big BLASEBELG ORCHESTRA mit Songs von Tom Waits, Element of Crime u.a.

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Hohenloher Mund-Art. Bereits um 11.30 Uhr beginnt das Programm mit einer Matinee: der Mundartdichter Manfred Kern aus Wettringen wird seine Gedichte vortragen, auf der Gitarre passend begleitet von Harry Düll. Wer sich da um sein (zweites) Frühstück betrogen sieht: es gibt Weißwürste… Ab 15.00 Uhr kommen alte Bekannte ins KULT: zunächst Kurt Klawitter, der auf den letzten Hohenloher Theatertagen mit seinen Mundartliedern begeistert hat; danach Urgesteine der Hohenloher Szene: Johkurt, Paulaner und Mannequin mit Hohenloher Mundart-Liedkabarett. Die Veranstaltung zum Abschluss des Wochenendes mit Stefan Walz als Gerd Ferz ist ausverkauft.

Keine Veranstaltung kostet mehr als 8 €, ermäßigt sogar nur 6 €. Dafür wird ein ganzer Abend Programm geboten – bei dem es wirklich was zu entdecken gibt! Wer öfter kommen möchte: die Dauerkarte für alle sechs Veranstaltungen kostet nur 18 €. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Stadt Niederstetten: http://www.niederstetten.de/fruku/fruku.html

Es wird empfohlen, Karten über die Städtische Mediothek Niederstetten (Tel. 07932/60032; E-Mail: mediothek@niederstetten.de) reservieren zu lassen. (Falls im Moment nicht besetzt, bitte auf Band sprechen.)

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Konzert mit Papiers d’Arménies im KULT in Niederstetten

Donnerstag, 12. März 2009, 20.00 Uhr, im KULT in Niederstetten
Konzert mit Papiers d’Arménies
Schon die Namen der Musiker dieses Ensembles lassen aufhorchen: Dan Gharibian ist einer der beiden Gründer der legendären „Bratsch“ (die schon zwei Mal das Publikum in Niederstetten begeistern konnten!) und seit über 30 Jahren deren Sänger und Gitarrist. Seine Tochter Macha Gharibian ist ausgebildete Jazzpianistin, fungiert bei Papiers d’Arménies aber ausschließlich als grandiose Sängerin. Gérard Carcian ist ein Virtuose auf der Kamantcha, der Kniegeige, und ist u.a. Arrangeur und Mitglied des hochkarätigen „Ensemble de Danse d’Arménie“. Pat Kousiguian ist ein Virtuose auf der Duduk und spielt in zahlreichen Ensembles mit. Und der in Istanbul geborene Aret Derderyan ist ein ausgefuchster Akkordeonist. Kein Wunder also, daß „Papiers d’Arménies“ bereits kurz nach ihrer Gründung in Frankreich zu einem sehr gefragten Ensemble wurden. Die verschiedensten anderen Tätigkeiten lassen den gefragten Musikern nur wenig Raum für Auslandstourneen, doch im März 2009 werden Papiers d´Arménies zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum unterwegs sein. Die Tour: Zürich, Niederstetten, Heidelberg, Wien, Frankfurt!
Mehr infos unter http://www.papiersdarmenies.com/index.php

Bitte lassen Sie bei Interesse Karten (Eintritt: 14 €; erm. 12 €) reservieren über Städtische Mediothek Niederstetten, Tel. 07932 – 600 32 oder per E-Mail: mediothek@niederstetten.de

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