„Brauner Schatten auf dem Namensgeber“ – Artikel über den Schriftsteller Georg Harro Schaeff-Scheefen, Ehrenbürger der Stadt Kirchberg an der Jagst, in der Kontext:Wochenzeitung

„Schaeff-Scheefen-Literaturpreis – Brauner Schatten auf dem Namensgeber“ lautet die Überschrift eines Artikels in der Kontext:Wochenzeitung vom 26. Januar 2022. Den Text hat der Kirchberger Journalist Ralf Garmatter recherchiert und geschrieben. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Link zum Artikel.

Informationen zusammengestellt von Hohenlohe-ungefiltert

„Schaeff-Scheefen-Literaturpreis – Autor David Jacobs gibt den Preis 2021 zurück“

Alle zwei Jahre vergibt der Autorenverband Franken einen Literaturpreis, der nach dem in Kirchberg/Jagst gestorbenen Schriftsteller Georg Harro Schaeff-Scheefen benannt ist. Der letzte Preisträger David Jacobs gab die Auszeichnung zurück – was mit dem Wirken des Namensgebers im Nationalsozialismus zu tun hat.

Kulturelle und publizistische Arbeit

In Kirchberg an der Jagst hat Georg Harro Schaeff-Scheefen, so scheint es, einen tadellosen Namen. In der Kleinstadt im Landkreis Schwäbisch Hall wurde der Schriftsteller, der hier von 1936 bis zu seinem Tod 1984 lebte, gemeinsam mit seiner Frau Caroline 1983 zu Ehrenbürgern ernannt, er erhielt den Ehrenring der Stadt, im dortigen Sandelschen Museum gibt es nicht nur ein eigenes Schaeff-Scheefen-Zimmer über sein Leben und Schaffen, hier ist auch sein umfangreiches Werk archiviert. „Herr Schaeff-Scheefen hat sich durch seine kulturelle und publizistische Arbeit um die Stadt Kirchberg/Jagst und durch seine Stiftungen für das städtische Museum in besonderen Maßen verdient gemacht“, schreiben der Gemeinderat und die Stadtverwaltung Kirchberg/Jagst in einer Traueranzeige für Schaeff-Scheefen am 23. Mai 1984 in der Lokalzeitung Hohenloher Tagblatt. „Bis ins hohe Alter waren sein Rat und sein Wissen in kulturellen Fragen für uns unentbehrlich“.

Bundesverdienstkreuz 1973

Bereits 1973 bekam Schaeff-Scheefen das Bundesverdienstkreuz – den Antrag hatte der Verband fränkischer Schriftsteller gestellt, dessen Gründungsmitglied und Ehrenmitglied der Geehrte war. Der Verband, der mittlerweile Autorenverband Franken (AVF) heißt, bemühte sich auch weiter, den Namen seines Mitgründers nicht in Vergessenheit geraten zu lassen: Seit 2010 vergibt der AVF in zweijährigem Turnus den Schaeff-Scheefen-Preis an Autorinnen und Autoren fränkischer Herkunft oder zumindest fränkischer Prägung. 2021 fand die Preisverleihung coronabedingt erstmals im Wasserschloss Mitwitz in Oberfranken und nicht in Kirchberg/Jagst statt. Doch nicht dies sollte für Aufregung sorgen. (…)

Link zum ganzen Artikel in der Kontext:Wochenzeitung vom 26. Januar 2022:

„Schaeff-Scheefen-Literaturpreis – Brauner Schatten auf dem Namensgeber“

https://www.kontextwochenzeitung.de/kultur/565/brauner-schatten-auf-dem-namensgeber-7958.html

Weitere Informationen zu dem Schriftsteller Georg Harro Schaeff-Scheefen in Hohenlohe-ungefiltert vom 21. Dezember 2021:

„David Jacobs gibt den Schaeff-Scheefen-Preis 2021 des Autorenverbands Franken zurück“ – Namensgeber Georg Harro Schaeff-Scheefen (Ehrenbürger der Stadt Kirchberg/Jagst) habe sich nicht deutlich genug vom Nationalsozialismus distanziert

https://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=28861

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„Aufhören, Menschen zu ängstigen, zu verunsichern sowie die Familien und Gesellschaft zu spalten“ – Offener Brief von Menschen aus dem Gesundheitswesen in der Region Hohenlohe – Mindestens ein Unterzeichner ist Aktivist einer extrem rechtsextremistischen Gruppierung

Einen Offenen Brief von Menschen aus dem Gesundheitswesen in der Region Hohenlohe zu den Corona-Einschränkungen hat Klaus Reinhardt aus Untermünkheim an die Redaktion Hohenlohe-ungefiltert geschickt. Bei der Durchsicht der Namensliste ist der Redaktion bei den UnterzeichnerInnen aufgefallen. Deshalb hat die Veröffentlichung sich verzögert. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht unten den Offenen Brief mit der Namensliste der UnterzeichnerInnen. Vorangestellt wird ein Hinweis auf einen Unterzeichner, der Aktivist einer extrem rechtsextremistischen Gruppierung ist. Ganz unten im Artikel ist zum Abschluss eine Stellungnahme von Klaus Reinhardt zu lesen.

Informationen zusammengestellt von Hohenlohe-ungefiltert

Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff)

Bei dem Mann handelt es sich um Dr. med. Hartmut Klink, Augenarzt. Das ist ein Augenarzt in Künzelsau. Seine Frau Gudrun Klink aus Ingelfingen ist Bundesvorsitzende des Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff), einer rechtsextremistischen Vereinigung. Hartmut Klink war beim BfG auch schon Vorsitzender. Der Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) betreibt seit den 1970er Jahren in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen sein Jugendheim Hohenlohe (Nähere Informationen dazu im Link unten). Beide sind dort sehr aktiv. Die Tochter Sonnhild Sawallisch war bei Demos in Hohenlohe gegen Flüchtlinge als Rednerin im Einsatz. Der BfG, der bundesweit über einige hundert Mitglieder verfügt, vertritt eine antisemitische und rassistische Ideologie; sie fußt auf den verschwörungsideologischen Lehren von Mathilde Ludendorff (1877-1966). Die „Urgroßmutter des Antisemitismus“.

Informationen der Hohenloher Zeitung vom 12. Januar 2016, Update: 30. November 2018

https://www.stimme.de/regional/hohenlohe/hz/kritische-mahnreden-oder-ideologische-hetze-art-3547401

(…) Vorsitzende des Vereins Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) ist laut Vereinsregister seit 2010 Gudrun Klink aus Ingelfingen. Ihr Mann Hartmut Klink ist Gesellschafter einer GmbH, die ein Ludendorff-Gebäude in Brandenburg betreibt. Tochter Sonnhild Sawallisch ist ebenfalls in den Strukturen eingebunden. Im Oktober schrieb sie einen offenen Brief, den sie auch an die Hohenloher Zeitung verschickte. Den gleichen Brief hat sie in der Ludendorff-Zeitschrift „Mensch und Maß“ veröffentlicht. In der Oktober-Ausgabe – Ludendorffer verwenden das altdeutsche Wort Gilbhart – ist der Text ab Seite 490 abgedruckt. (…)

Aktuelle Informationen in Hohenlohe-ungefiltert zum Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) BFG und Informationen zu dortigen Aktivitäten:

Informationen zum Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) und Mitgliedern der Familie Klink in der Hohenloher Zeitung vom 12. Januar 2016, Update: 30. November 2018:

https://www.stimme.de/regional/hohenlohe/hz/kritische-mahnreden-oder-ideologische-hetze-art-3547401

(…) Vorsitzende des Vereins ist laut Vereinsregister seit 2010 Gudrun Klink aus Ingelfingen. Ihr Mann Hartmut Klink ist Gesellschafter einer GmbH, die ein Ludendorff-Gebäude in Brandenburg betreibt. Tochter Sonnhild Sawallisch ist ebenfalls in den Strukturen eingebunden. Im Oktober (Anmerkung: 2015) schrieb sie einen offenen Brief, den sie auch an die Hohenloher Zeitung verschickte. Den gleichen Brief hat sie in der Ludendorff-Zeitschrift „Mensch und Maß“ veröffentlicht. In der Oktober-Ausgabe – Ludendorffer verwenden das altdeutsche Wort Gilbhart – ist der Text ab Seite 490 abgedruckt. (…)

Offener Brief zugesandt von Klaus Reinhardt aus Untermünkheim zu den Corona-Einschränkungen. Der Offene Brief wurde erstmals am 18. Dezember 2021 an die Redaktion Hohenlohe-ungefiltert geschickt:

Offener Brief an ALLE Menschen / Im Dezember 2021

Liebe Mitmenschen,

Wir blicken fassungslos auf ein Land, das gespalten ist wie nie zuvor.

Als Mitarbeitende im Gesundheitswesen unserer Region haben wir täglich direkten Kontakt zu unseren Mitmenschen. In unseren Berufen und unserer Berufung sind wir Überbringer, Helfer und Dienstleister FÜR Gesundheit. Es muss aufhören, Menschen zu ängstigen und zu verunsichern sowie die Familien und die Gesellschaft zu spalten.

Vorwiegend aus politischen Erwägungen

Wir blicken fassungslos auf ein Land, in dem medizinische Interventionen vorwiegend aus politischen Erwägungen eingesetzt werden. Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist abgeschafft. Der gesunde Mensch, wie man ihn früher kannte, existiert nicht mehr. Zur Gesundheitsfürsorge gehören Prävention, Therapie und Nachsorge und keine Ängstigung,

Spaltung und Diskriminierung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum ein Mensch gegen Covid-19 geimpft werden möchte? Einige haben Angst vor der Covid-19-Erkrankung. Sie haben sich sonst vielleicht auf ihre Gesundheit verlassen und ihrem Immunsystem vertraut, aber jetzt ist die Angst zu groß! Manche kennen Menschen, die schwer an Covid-19 erkrankt oder sogar verstorben sind. Andere möchten sich und ihre Mitmenschen schützen und hoffen, dass die Impfung dabei hilft. Außerdem gibt es Menschen, die sich impfen lassen, um ihre Arbeitsstelle zu behalten. Es gibt noch sehr viel mehr Gründe.

Ins Gespräch gehen und einander zuhören

Was halten Sie davon, wieder gemeinsam ins Gespräch zu gehen und einander zuzuhören? Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum ein Mensch nicht gegen Covid-19 geimpft werden möchte? Einige haben Angst vor der Zusammensetzung des neuartigen Impfstoffes. Dann gibt es Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen, die eine Verschlechterung durch die Impfung befürchten. Andere vertragen Medikamente schlechter und fürchten eine weitere Unverträglichkeit. Genauso gibt es Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten, weil ihre Bekannten mit schwersten Nebenwirkungen reagiert haben oder gar kurz nach der Impfung gestorben sind. Es gibt noch sehr viel mehr Gründe. Was halten Sie davon, wieder gemeinsam ins Gespräch zu gehen und einander zuzuhören? Wir waren einfach nur eine Menschheitsfamilie, bevor uns Politik und Medien in Geimpfte und Ungeimpfte teilten. Lasst uns wieder Brücken bauen!

Alle gehören zur Menschheitsfamilie – sowohl Ungeimpfte, als auch Geimpfte.

Nur gemeinsam bewältigen wir diese Zeit!

Weihnachten steht vor der Tür – das Fest der Liebe, Besinnung und Versöhnung.

Wie wollen Sie leben?

Liste der Unterzeichner:

Alexandra Gerber, Heilpraktikerin
Alexandra Köhle, Logopädin
Alfred Pachl, Physiotherapeut
Anette Stahl-Knura, Fachärztin für Allgemeinmedizin
Angela Hertlein, Physiotherapeutin & Osteopathin
Angelina Keitel, Gesundheits- & Krankenpflegerin
auf Intensivstation
Anna Zichler, Krankenschwester
Anne Bullinger, Krankenschwester
Barbara Megerle, Physiotherapeutin
Bernhard Gerber, Osteopath D.O.
Dr. med. Bernhard Möhler, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie
Branka Feuerstack, Heilerziehungspflegerin,
Sozialtherapeutin
Carola Kohr, Krankenschwester, Fachwirtin im Sozial-
und Gesundheitswesen
Carolin Vohs, Physiotherapeutin & Psychologin
B.Sc./M.Sc.
Celina Mokros, Physiotherapeutin
Christian Kleist, Physiotherapeut
Christian Wille, Physiotherapeut
Christiane Rice, Medizinische Fachangestellte
Christine Mangold, Heilpraktikerin
Dr. med. Christoph Simsch, Facharzt für Allgemein-
und Sportmedizin
Claudia Beck, Pflegepädagogin B.A.
Claudia Meyer, Hebamme
Claudia Scheurer, Gesundheitsberaterin
Corinna Renke-Ilievski, Kinderkrankenschwester &
Fachkraft für Pädiatrische außerklinische
Intensivpflege
Cornelia Theresia Rahl, Heilpraktikerin
Daniel Antić, Physiotherapeut
Diana Philipp, Rezeptionsleitung in Physiotherapiepraxis
Dieter Edelmann, Zelltherapeut
Denis Bischof, Physiotherapeut
Dr. med. Denis Schaffhauser, Arzt
Dorothee Richter, Kinderkrankenschwester,
Heilerziehungspflegerin, Sozialwirtin
Eva Burn, Hebamme
Dr. Eva Hilsenbeck, Tierärztin
Eva Maria Kerkmann, Yoga-Lehrerin
Evelyn Vogt, Physiotherapeutin
Gabriele König, Apothekerin
Dr. med. Günther Ebert, Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. med. Hartmut Klink, Augenarzt
Dr. Heide Evers, Ärztin
Irmela Hirschmann, Heilpraktikerin
Jakab Attila, Altenpfleger & außerklinischer
Intensivpfleger
Jessica Germershausen, Medizinische Fachangestellte
Jochen Koch, Diplom-Theologe und Altenpfleger in
Gerontopsychiatrie
Jochen Zimmermann, Physiotherapeut
Jonas Goosens, Physiotherapeut
Jörg Kraft, Heilpraktiker & Physiotherapeut
Julia Burn-Nierhoff, Heilpraktikerin & Gestalt-
Kunsttherapeutin
Heidrun Gundacker, Hebamme
Julian Lehmann, Physiotherapeut
Katja Dürr, Heilpraktikerin
Katja Härder, Physiotherapeutin
Kelly Comanns, Hebamme
Kerstin Cramer, Heilpraktikerin
Kerstin Mangold, Heilpraktikerin &
Kinderkrankenschwester
Kirsten Dautel, Ayurvedatherapeutin
Lisa Missy, Zahnärztin
Lukas Kasten, Physiotherapeut
Magdalena Schürger, Physiotherapeutin & Heilpraktikerin
Maja Viergutz, Physiotherapeutin
Marco Klingler, Physiotherapeut
Marcus Rohrbach, Physiotherapeut
Markus Maier, Heilpraktiker
Dr. med. Martin Nowak, Augenarzt
Melanie Rapp, Zahnmedizinische Fachangestellte
Michael Nierhoff, Heilpraktiker
Nadine Butsch, Heilpraktikerin
Nadine Gold, Physiotherapeutin
Nadja Almagro, Heilpraktikerin
Natalia Brica, Laborantin
Nicole Krell, Physiotherapeutin
Nicole Schäfer, Heilpraktikerin & Physiotherapeutin
Nicole Voigt, Krankenschwester
Patricia Baumgartl, Physiotherapeutin
Paul Kistenfeger, Masseur und medizinischer Bademeister
Dr. med. Regina Häckel, Ärztin
Simone Lechler, Medizinische Fußpflegerin
Simone Luther, Heilpraktikerin
Simone Hagmann, Pharmazeutisch-technische Assistentin
Sonja Richter, Ärztin
Stefan Still, Fachkrankenpfleger für Anästhesie/Intensiv
Stephan Baier, Physiotherapeut
Stephanie Hofmann, Altenpflegerin/PDL,
Gerontopsychiatrische Fachkraft
Susanne Korpas, Zahnarzthelferin
Susanne Schmidt, ATB im Pflegeheim
Svenja Illich, Physiotherapeutin
Sylvia Oetken-Wolz, Gesundheits- und
Kinderkrankenpflegerin
Therese Fernandes-Hampp, Ärztin für ganzheitliche
Medizin und Umweltmedizin
Thomas Nicolaus, Physiotherapeut & Heilpraktiker
Dr. med. dent. Ulrich Funk, Zahnarzt
Ulrike Kolleng, Zahnmedizinische Fachangestellte
Ursula Nieß, Physiotherapeutin & Heilpraktikerin
Ute Feix, Physiotherapeutin
Veronika Stiefel, Medizinische Patienten- und
Klinkbetreuerin im Außendienst
Yvonne Pfänder, Intensivfachpflegekraft
Zivko Ilievski, Operationstechnischer Assistent
Ansprechpartner / V.i.S.d.P.:
Dr. med. Günther Ebert
guenther.ebert@gmx.de
Marcus Rohrbach
Beethovenstraße 48
74564 Crailsheim
info@physiotherapie-rohrbach.de

Informationen von Hohenlohe-ungefiltert zur Augenarztpraxis von Dr.med. Hartmut Klink, Facharzt für Augenheilkunde in Künzelsau:

https://www.arzt-auskunft.de/arzt/augenheilkunde/kuenzelsau/dr-hartmut-klink-1091489

Stellungnahme von Klaus Reinhardt, Untermünkheim nach dem Hinweis von Hohenlohe-ungefiltert auf Dr. med. Hartmut Klink, Augenarzt in Künzelsau:

Demokratie – mehr wagen
                    wiedergeben frei nach Willy Brandt

Vielen Dank für die rasche Antwort auf mein Anliegen. Ich finde es positiv, dass Sie sich mit mir auseinandersetzen wollen. Das ist auf jeden Fall begrüßenswert. Um mein Anliegen zur Veröffentlichung dieses offenen Briefes zu verdeutlichen, möchte ich dies zunächst in fünf Ebenen betrachten.

  1. Mein Anliegen

    Ich möchte beitragen zu einem offenen  Debattenraum das unsere Demokratie im Kern ausmacht. Hier geht es nicht um richtig oder falsch. Unterschiedliche Meinungen muss eine solche Gesellschaft aushalten. In den letzten beinahe zwei Jahren wurde durch die Maßnahmen in der Carono Krise dies massiv eingeschränkt. Ein offener Brief den niemand veröffentlicht, verfehlt sein Grundmerkmal das geradezu andere Menschen erreichen möchte und verengt dadurch den Debattenraum
  2. Den Inhalt des offenen Briefes

    Hier setzt auch der Inhalt des Briefes an. Er stellt fest, dass unsere Gesellschaft gespalten ist.
    „Es muss aufhören, Menschen zu ängstigen und zu verunsichern sowie die Familien und die Gesellschaft zu spalten.“
    weiter heißt es:
    „Was halten Sie davon, wieder gemeinsam ins Gespräch zu gehen und einander zuzuhören?“

    An diesem Text kann nach meiner Meinung nichts beanstandet werden. Es wird nur die Sorge vieler Bürger geteilt. Es geht um keine Ideologie auch nicht um Rechtsradikalismus. Es ist ein menschliches Bedürfnis möglichst wieder Brücken zu bauen, um die Spaltung zu überwinden.
  3. Wer hat diesen Brief unterzeichnet

    Alle Unterzeichner sind im Gesundheitswesen tätig und geben folglich bewusst auch ihre Funktionen an. Sie wollen als solches erkannt und beachtet werden. Alles andere geht aus dem Text nicht hervor.
  4. Welche Auffassung haben die Unterzeichner

    Und nun, welche Motive oder andere Auffassungen diese haben ist zunächst reine Spekulation und steht nach meiner Meinung niemand an dies zu werten und dadurch den Inhalt gar in Zweifel und in Frage zu stellen. Ich war vor einigen Jahren bei der großen TTIP Demo in Berlin. Auch dort wurde versucht das Anliegen der Teilnehmer zu relativieren, indem behauptet wurde, dass da auch Rechtsradikale mit marschiert wären. Das gleiche geschah auch bei einer Anti-Corona Demo 2020 als man nur vom Reichstagssturm berichtet hatte. Als Teilnehmer kann ich das ebenfalls bezeugen. Dies war einfach keine faire Berichterstattung. Ich möchte da nur an die journalistische Sorgfaltspflicht erinnern. Das Anliegen kann man nicht relativieren, indem man hunderte von Tausende Menschen in Misskredit bringt durch eine handvolle Menge von Spinnern. Diese Methode gibt es schon sehr lange und ist sehr gut durchschaubar. Seriöse Medien sollten da ganz anders sein
  5. Und welche Menschen sind diese?

    Und man kann da nun am Schluss fragen was sind das für Menschen, die so was unterschreiben. Sind das gute oder gar böse Menschen, mit Hintergedanken oder keinen. Hierzu bräuchte man eine Gedankenpolizei – Georg Orwell lässt grüßen.
    Auch Rechtsradikale dürfen an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen oder auch frühere politische Gewalttäter wie der ex grüne Außenminister Joschka Fischer (ich möchte nicht sagen, dass dieser ein Rechtsradikaler war oder ist) dürfen sich in hohe Ämter wählen lassen. All das muss eine wahre Demokratie aushalten.

    Und da wären wir letztlich auch wieder am Inhalt dieses offenen Briefes angekommen. Viele Menschen erleben den Riss durch die Gesellschaft und wollen dies überwinden. 

Das ist auch mein Anliegen gewesen. Dem Inhalt des offenen Briefes kann ich deshalb nur beipflichten und wünsche mir die Veröffentlichung bei Ihnen.

Und nun kurz zur Ihrer Recherche. Dies mag sowohl stimmen darauf möchte ich auch nicht eingehen. Ich kann da nur sagen, wenn da ein vermeintlicher Rechtsextremist eine gute Sache unterschreibt, wird doch nicht das Gute abgeschwächt – oder andersherum gedacht sind doch nicht all die anderen Unterzeichner Nazis und sollen dadurch ignoriert werden. An einem solchen Framing möchte ich auf keinen Fall mitmachen.

Abschließend deshalb nochmals meine Bitte der Veröffentlichung. Gerne können Sie auch zusätzlich unseren kleinen Disput veröffentlichen, wenn es nach Ihrer Meinung sinnvoll erscheint. Dann können sich die Leser vielleicht noch besser ihre Meinung bilden

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Reinhardt

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„Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ – Redebeitrag von Jochen Dürr, DGB-Kreisvorsitzender, bei der „Kundgebung #solidarität“ in Crailsheim

Der DGB-Kreisvorsitzende Jochen Dürr hat bei der „Kundgebung #solidarität“ in Crailsheim am 22. Januar 2022 auf dem Schweinemarktplatz gesprochen. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht Dürrs Redebeitrag in voller Länge.

Rede von Jochen Dürr, DGB Kreisvorsitzender Schwäbisch Hall bei solidaritätKundgebung in Crailsheim

Liebe Freundinnen, liebe Kolleginnen, sehr geehrte Damen und Herren

Das Zitat des Buchenwald-Überlebenden Willi Bleicher „ Du sollst Dich niemals vor einem lebenden Menschen bücken „ ist das Vermächtnis für uns als Gewerkschafterinnen. Die Achtlosigkeit und Schamlosigkeit der so genannten Querdenkerinnen gegenüber der Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Opfer werden wir als Mitglieder des Deutschen Gewerkschaftsbundes und seiner Einzelgewerkschaften nie akzeptieren.

Nicht in die Talkshow, sondern vor Gericht

Wer heute einen Davidstern an der Jacke trägt und damit die Verfolgung und Ermordung von Millionen Juden mit seiner eigenen Lage während der Pandemie vergleicht, wer Schilder vor sich her trägt, auf denen ‚Arbeit macht frei‘, der Schriftzug über den Toren vieler Konzentrationslager, und „Impfen macht frei“ steht, wer von „Nürnberg 2.0“ schwafelt und damit das Infektionschutzgesetz mit den Nürnberger Rassegesetzen gleichsetzt, der will die Verbrechen der Vergangenheit mindestens verharmlosen, der will die Geschichte umschreiben, will vergessen machen, was in Auschwitz, Treblinka, Buchenwald geschehen ist, und sich selbst vollkommen überhöht als Opfer auf der politischen Bühne inszenieren, und das, liebe Kolleginnen und Kollegen, sind nicht irgendwelche Meinungsäußerungen, das sind Straftatbestände, das gehört nicht in die Talkshow, sondern vor Gericht, da braucht es unseren entschiedenen Widerspruch!

Opfer dieser Pandemie sind die vielen Toten, sind die Kranken, sind die Angehörigen

Opfer dieser Pandemie sind auch die Kolleginnen und Kollegen der Gesundheitsbranche

Unsere Kolleginnen beispielsweise in der Pflege und Betreuung sind nun fast im dritten Jahr unter erschwerten Bedingungen die sogenannten Heldinnen und es wird geklatscht. Sie mussten lange um Masken betteln und um Schutzkleidung, davon war im März 2020 kaum etwas vorhanden. Das stundenlange Tragen von FFP-Masken und von Schutzkleidung in Quarantänesituationen in den Pflegeheimen und Einrichtungen macht die Kolleginnen mürbe und erschwert die Arbeitsbedingungen noch mehr. Viele Stellen sind schon lange unbesetzt, weil die Kolleginnen die untragbaren Bedingungen nicht mehr aushalten. Die öffentliche Daseinsvorsorge auf den Intensivstationen, den Gesundheitsämtern und in der ambulanten Altenhilfe wurde durch die neoliberale Politik der Schwarzen NULL und der Einführung von Fallpauschalen schon lange vor der Pandemie gegen die Wand gefahren.

Beschäftigte in Gastronomie und Einzelhandel können Lebensunterhalt oft nicht bezahlen

Labore wurden privatisiert und heute wundern wir uns über die langen Wartezeiten auf die Ergebnisse von PCR-Ergebnissen. Erzieherinnen in KITAs und Lehrerinnen in Schulen mussten / müssen um Masken betteln – Testmaterial wurde erst spät beschafft oder war lange gar nicht vorhanden, weil die Produktion schon längst in Billiglohnländer ausgelagert worden waren und jetzt die Lieferketten brachen. Die Beschäftigten in Gastronomie und Einzelhandel waren über einen langen Zeit mit 60 Prozent Kurzarbeiterinnengeld in Existenznöten und konnten / können bis heute nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten. Im Gegenzug feierte der Versandhandel mit Amazon an der Spitze exorbitante Gewinne und bezahlt dafür keine Steuern. Den Kolleginnen im Einzelhandel an der Kasse wurden Toilettenpackungen an den Kopf geworfen – ein Großteil der Lebensmittelkonzerne verdienten sich dumm und dämlich – die Beschäftigten wurden mit Gutscheinen abgespeist. Die Tarifflucht im Lebensmittelbereich geht weiter und ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag wird verweigert.

Nach dieser Analyse bedarf es einer Kehrtwende aus Sicht der Gewerkschaften:

Die öffentliche Daseinsvorsorge z.B. in Gesundheitsämtern muss personell gestärkt werden.

Die Pflege / Betreuung braucht eine gesetzliche Personalbemessung.

Weitere Informationen im Internet und Kontakt zum DGB-Kreisverband Schwäbisch Hall:

https://nordwuerttemberg.dgb.de/ueber-uns/kreisverbaende/kv-schwaebisch-hall

Weitere Informationen im Internet über Jochen Dürr:

https://www.agmav-wuerttemberg.de/index.php/agmav-vorstand/vs-jochen-duerr

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„Wie gefährlich sind Verschwörungstheorien?“ – Vortrag in Schwäbisch Hall wegen Krankheit verschoben

Der in Schwäbisch Hall geplante Vortrag „Nichts ist, wie es scheint“ – Verschwörungstheorien fiel am Montag, 24. Januar 2022 krankheitsbedingt aus. Als Veranstaltungsort war die Katharinenkirche, Lange Straße 38 in Schwäbisch Hall vorgesehen. Der Vortrag wird verschoben. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Informationen von Christian Kümmerer, Attac Schwäbisch Hall

Was kann man gegen solche „Erklärungen“ unternehmen?

Verschwörungstheorien – die Überzeugung, dass Ereignisse heimlich und hinter den Kulissen von mächtigen Akteuren gelenkt werden – sind nicht neu, es gibt sie seit Jahrhunderten. In den letzten zwanzig Jahren hat aber ihre Bedeutung und Popularität, insbesondere im Internet, stetig zugenommen. Diese Verschwörungstheorien haben sich vor allem in der Corona-Krise so schnell und global verbreitet wie das Virus selbst. Doch was versteht man unter einer Verschwörungstheorie? Warum glauben Menschen an solche „Erklärungen“? Wie gefährlich sind Verschwörungstheorien? Und was kann man dagegen unternehmen?

Der Referent Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er hat intensiv zum Thema Verschwörungstheorien geforscht und zählt zu Deutschlands führenden Experten auf diesem Gebiet.

Veranstalter: Evangelisches Kreisbildungswerk Schwäbisch Hall, Katholische Erwachsenenbildung Schwäbisch Hall, Volkshochschule Schwäbisch Hall

Weitere Informationen und Kontakt:

Evangelisches Kreisbildungswerk Schwäbisch Hall:

Telefon: 0791-94674150/-151

E-Mail: eks@brenzhaus.de

Internet:

https://www.kirchenbezirk-schwaebischhall.de/partner/evang-kreisbildungswerk/veranstaltungen

Abgesagt – Ersatztermin folgt! „Nichts ist, wie es scheint“

Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien – die Überzeugung, dass Ereignisse heimlich und hinter den Kulissen von mächtigen Akteuren gelenkt werden – sind nicht neu, es gibt sie seit Jahrhunderten. In den letzten zwanzig Jahren hat aber ihre Bedeutung und Popularität, insbesondere im Internet, stetig zugenommen. Theorien kursieren wie: „Außerirdische Reptilien beherrschen die Welt“, „Flugzeuge versprühen Gift und andere Chemikalien am Himmel“, „Das Coronavirus ist eine amerikanische Biowaffe“, „Das Virus wurde von den Chinesen im Labor gezüchtet“, Bill Gates plant mit dem Impfstoff gegen Corona eine Art Kontrollchip in die Menschen einzuschleusen“… Diese Verschwörungstheorien haben sich vor allem in der Corona-Krise so schnell und global verbreitet wie das Virus selbst. Doch was versteht man unter einer Verschwörungstheorie? Warum glauben Menschen an solche „Erklärungen“? Wie gefährlich sind Verschwörungstheorien? Und was kann man dagegen unternehmen? Anhand der aktuellen Ereignisse wird Professor Michael Butter in das Wesen von Verschwörungstheorien einführen.

Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er hat intensiv zum Thema Verschwörungstheorien geforscht und zählt zu Deutschlands führenden Experten auf diesem Gebiet.

Sein Buch zum Thema („Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien“) erschien 2018 im Suhrkamp-Verlag.

Weitere Informationen im Internet über Professor Dr. Michael Butter:

https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/neuphilologie/englisches-seminar/sections/american-studies/faculty-staff/prof-dr-michael-butter/

https://www.faces-of-democracy.org/michael-butter/

https://www.lmz-bw.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/detailseite/verschwoerungstheorien-in-der-coronakrise-interview-mit-prof-dr-butter/

https://www.youtube.com/watch?v=TmsSqQ4DK9U

https://videoportal.uni-freiburg.de/audio/Michael-Butter-quotVerschwoerungstheorien-zu-911quot-Podcast-Zwanzig-Jahre-911/f3ae8b047cc0f591e17483fd45c30127

https://www.uni-heidelberg.de/de/transfer/kommunikation/ruperto-carola-ringvorlesung/verschwoerungstheorien-nach-trump

https://www.frias.uni-freiburg.de/de/das-institut/archiv-frias/school-of-lili/fellows/butter_lili

https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Butter

Weitere Informationen im Internet über ATTAC Schwäbisch Hall:

https://www.attac-netzwerk.de/schwaebisch-hall/startseite

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„Liebe für alle, Hass für keinen“ – Ahmadiyya Muslim-Gemeinde Crailsheim und Ellwangen spendet 1000 Euro für eine Behinderteneinrichtung

Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde Crailsheim und Ellwangen übergab am 10. Januar 2022 eine Spende von 1000 Euro an die Stadt Ellwangen. Den Spendenscheck überreichten die Ahmadiyya-Gemeindemitglieder an Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher. Das Geld ist für soziale Zwecke bestimmt und soll einer Behinderteneinrichtung zu Gute kommen.

Von der Ahmdiyya-Muslim-Gemeinde Crailsheim und Ellwangen

Religion frei ausüben

OB Dambacher lobte das tolle Engagement der Ahmadiyya Muslim Gemeinde. Es war bereits die zweite 1000-Euro-Spende der Ahmadiyya Muslim Gemeinde an die Stadt Ellwangen. Dambacher sagte, die Ahmadiyya Muslim Gemeinde sei eine Bereicherung für die Stadt und bedankte sich bei den Vertretern der Gemeinde. Adnan Mohammad, Sprecher der Gemeinde, sagte: „Wir sind froh, hier zu sein und sind dankbar, dass wir frei arbeiten und unsere Religion frei ausüben dürfen.“ Adnan Mohammad weiter: „Der Islam sagt, man soll dem Land dienen, in dem man lebt.“

Ein Dienst aus Liebe zur Menschheit.

Was bedeutet „Islam“? – Eine kurze Zusammenfassung aus Sicht der Ahmdiyya Muslim Gemeinde:

Das Wort „Islam“ stammt aus der arabischen Wurzel s-l-m. Seine Grundbedeutung lautet „Unversehrtheit“. Zu diesem Wortstamm gehören auch die arabischen Wörter für Heil, Sicherheit und Frieden. Islam bedeutet demnach „Hingabe an Gott“. Der Name der Religion Islam wird so interpretiert, dass man Frieden durch Hingabe an Gott erlangen kann, das heißt, man kann Frieden finden durch ein Leben in Übereinstimmung mit dem göttlichen Gesetz und seinen Geboten.

Materieller, moralischer und geistiger Fortschritt der Menschheit

Frieden, Sicherheit und Ordnung werden als wesentliche Voraussetzungen für den materiellen, moralischen und geistigen Fortschritt der Menschheit betrachtet. Diese sind wichtige Charakterzüge des Islam und des Heiligen Propheten Muhammadsaw. Jede Lesart des Islam, die diesem Konzept widerspricht, ist als falsch und unislamisch abzulehnen. Ahmadiyya Muslime sind die, die an den verheißenen Messias und Imam Mehdi Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as) glauben.

Kurze Information:

Islam-Ausstellung in der Stadthalle Ellwangen

Von Mittwoch, 9. März 2022 bis Sonntag, 13. März 2022, gibt es eine Islam-Ausstellung in der Ellwanger Stadthalle. Alle interessierten Menschen sind zu einer „Reise durch die islamische Zeit“ eingeladen. Die öffentliche Debatte über den Islam beschränkt sich häufig auf einzelne Aspekte wie Fundamentalismus oder Extremismus. Gerade dieser selektiven Wahrnehmung will diese Ausstellung entgegenwirken, weil sie den Islam in seiner Gesamtheit in den Blick nimmt. Dadurch soll schließlich der interreligiöse Frieden in der Gesellschaft gefördert werden.

Ablauf:

  • Mittwoch, 9. März 2022, um 10 Uhr: Eröffnungszermonie mit Schirmherr Michael Dambacher, Oberbürgermeister der Stadt Ellwangen
  • Donnerstag, 10. März 2022, um 17 Uhr: Vortrag „Gerechtigkeit – Das Fundament für den Frieden in der Welt“
  • Samstag, 12. März 2022, um 17 Uhr: Podiumsdiskussion “Rassismus in der Gesellschaft, mehr Lösungen für Gerechtigkeit“

Weitere Informationen im Internet:

https://ahmadiyya.de/events/art/islamausstellung-in-ellwangen/

www.ahmadiyya.de

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„Gelochte Augenblicke“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden dritter Teil

„Gelochte Augenblicke“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden dritter Teil. Die geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig, und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

III Frucht

… Paul Malibo saß am Esstisch und stierte auf die Glasfläche seines mobilen Telefons, der imaginäre Hörer leuchtete dort bei jedem neuen Antippen der gespeicherten Nummer seines Freundes auf. Warum nahm Carl nicht ab? Sie waren doch zum Telefonat miteinander verabredet. Paul war verzweifelt und hegte, seit dem Brief den er gestern im Briefkasten vorfand, nun ernsthafte Gedanken daran sich selbst zu entleiben.

Bären aufgebunden

Wenn Carl ihm jetzt nicht weiterhalf, würde er sich heute Abend eine derartige Dosis von Schlaftabletten und Schmerzmitteln verabreichen, die er nicht überleben würde. Er hatte gezielt alle Verpflichtungen, mit der Begründung, sich über das Wochenende gründlich auszuruhen und endlich einmal lang ausschlafen zu wollen, abgesagt. Für den Anfang der kommenden Woche, kündigte er an, wichtige Termine zu haben. Sogar seine sonst so aufmerksame Schwiegermutter bemerkte seinen Kummer nicht und ließ sich den Bären, den er ihr heute am Vormittag aufgebunden hatte, zwar etwas pikiert, aber dennoch fraglos aufbinden. Sie und die übliche Katanrunde würden eben ohne ihn spielen und die obligatorische Flasche des guten roten Weins würde an diesem Abend ungeöffnet bleiben. Wo Paul sich gern an mehreren gut gefüllten Gläsern am vergorenen Saft labte, bis er, für seinen Begriff, angenehm betrunken war, nippten alle anderen nur andeutungsweise an ihren mager eingeschenkten Gläsern, um weiterhin aus den nicht leer werdenden Kelchen, stetig auf das gegenseitige Wohl anstoßen zu können.

Schwaches Herz

Und sie wäre schuld daran, dass er sich umbringen würde, seine eigene Tochter, so dachte sich Paul das aus. Sie war schuld! Gislène brachte mit ihrem ausschweifenden Lebenswandel immer mehr Schande über ihn. Ihr naiver jugendlicher Leichtsinn wuchs sich, seit sie volljährig war, zu einem ganz und gar exzentrischen Verhalten aus, welches durch nichts mehr einzudämmen war. Sie kam manchmal wochenlang nicht mehr nach Hause, und wenn sie einmal kurz daheim war, grüßte sie ihn nicht, sondern räumte gezielt den Kühlschrank leer und verlangte Geld von ihm. Nach ihren Aufsuchungen fehlten auch sämtliche Weinflaschen, welche Paul an gemütlichen Abenden daheim zu leeren gedachte. Und jetzt dieser Brief. Schriftliche Vorwürfe zu seiner geleisteten Arbeit in Afrika, er konnte es einfach nicht fassen. Wie kam dieses, sein jüngstes Kind, nur auf solche Gedanken? Die Vorwürfe schmerzten ihn, trafen ihn mitten in sein schwaches Herz. Tränen liefen ihm übers Gesicht und er weinte stumm. Was ihn mehr traf, wusste Paul gar nicht so genau – dass seine eigene Tochter ihm sein Versagen vorwarf oder dass sie ein Lotterleben führte, das dieser Tochter, bei seiner Abstammung, einfach nicht gebührt. Sie schämte sich nicht für ihre ständig wechselnden Geliebten bei denen sie immer wieder für einige Wochen unterkam. Sie sandte ihm von hier und da illustre Postkarten, um ihm zu zeigen in welchem Reichtum sie schwelgte und an welchen Stränden sie badete, war bei gut situierten Sportlerinnen zu Gast und reiste in der Weltgeschichte herum.

Elterliches Ehebett

Er würde seinem Leben mit einem Schmerzmittel ein Ende bereiten. Paul hatte sich schon lange darauf vorbereitet und in verschiedenen Apotheken ab und an unauffällig kleine Päckchen Lamaclop besorgt. Mit genug Schlaftabletten dazu wäre er das leidige und endlose Theater los. Als Akademiker wusste er um die langsame Wirkung von diesem Schmerzmittel. Die Leber würde nur langsam und letztlich schmerzlich versagen. Daher brauchte er eine satte Ladung Schlaftabletten, um sich lange und gut genug zu betäuben. Im Rechnen war er noch nie eine Leuchte und hoffte eben, dass die anvisierte Dosis so pi mal Daumen langen würde. Gislène sandte ihm nicht nur Postkarten, manchmal kritzelte sie auch ein paar Zeilen auf ein Papier, das in guten Hotels samt Schreibzeug, auf einem Tisch parat lag. So bekam Paul Briefe von seiner Tochter. Die einzige Art und Weise in der sie sich ihm noch mitteilte, geschah schriftlich. Darin warf sie ihm alles vor, was aus ihrer Sicht falsch an ihm war: „Ich durfte jahrelang nicht alleine in meinem eigenen Zimmer in meinem Bett schlafen, Du hast von mir, nach Mamas Tod, immer verlangt bei Dir im elterlichen Ehebett zu übernachten.“

„Du bist nicht mehr mein Vater“

Im neuesten Brief stand geschrieben: „Du hast Afrikas Frauen schändlichst verraten. In Kenia hat man zwischen 2013 und 2015 alle Mädchen ab zwölf und alle Frauen bis zum neunundvierzigsten Lebensjahr, unter dem Vorwand von Tetanusimpfungen und bei scharfer Polizeiaufsicht unfruchtbar gespritzt. Und das alles geschah mit Hilfe der
Kinderfürsorgeorganisation in der Du jahrelang als Berater tätig warst. Als ich ein kleines Mädchen war, bist Du ständig in allen Ländern Afrikas herumgereist. Du musst davon gewusst haben – warum hast Du das geduldet? Wo ist da Dein Stolz als Afrikaner? Wo ist die globale und universale Menschenwürde von der Du so gern geredet hast? Diese Würde gilt für Frauen wohl nicht? Und Du! Du würdest mich noch heute als Deine Tochter, gegen einen Brautpreis an irgendeinen Deiner >Brüder< verhökern, wie das früher üblich war!“ Als ob das nicht genug wäre, stellte sie abschließend fest: „Du bist nicht mehr mein Vater.“

Gezielt ausrotten

Paul war des Lebens müde. Woher wusste Gislène derart konkret von den Vorgängen in Afrika und von den Taten der Fürsorgeorganisation? Jahrelang las man gar nichts darüber in den Zeitungen. Kaum ein Europäer regte sich darüber auf, als man, ganz offensichtlich, damit begann die afrikanische Bevölkerung im modernen Kleid der gesundheitlichen Vorsorge gezielt auszurotten. Nur ganz wenige Christen vor Ort und in der westlichen Welt setzten sich aktiv dafür ein, diese verwerfliche Tat in Kenia zu beenden. Doch seit Neuestem, seit dieser elenden Karinakrise kam sehr vieles ans Licht, was man gern weiterhin vertuscht hätte. Bedächtig begann Paul Malibo die vielen kleinen Pappschachteln zu öffnen. Nach und nach, drückte er alle verfügbaren Tabletten aus den Plastikverpackungen in eine stabile Metallschüssel. Dann ging er in die Küche und öffnete eine Flasche Wein. Mit schlurfendem Gang und gebeugter Haltung trug er die Flasche, ein Glas und einen zierlichen Mörser ins Wohnzimmer und stellte sie zu der Schüssel auf den Esstisch. Ein kurzer Blick auf sein mobiles Telefon zeigte ihm, dass Carl immer noch kein Lebenszeichen von sich gab …

Fortsetzung folgt.

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„Vergiftete Heimat – Die netten Rechten von nebenan“ – Dokumentarfilm in der Mediathek des Fernsehsenders 3Sat

Der Dokumentarfilm „Vergiftete Heimat – Die netten Rechten von nebenan“ ist bis 16. Januar 2023 in der Mediathek des Fernsehsenders 3Sat zu sehen. Der ARD-Film lief am 18. Januar 2022 im Programm des Senders 3Sat. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Ankündigungstext und den Link zum Film in der 3Sat-Mediathek.

Informationen des Fernsehsenders 3Sat

Zentrale Positionen der Identitäten Bewegung (IBD) sind nicht mit dem Grundgesetz vereinbar

Sie sind smart, klug und argumentationsstark: Die Mitglieder der Identitären Bewegung Deutschland (IBD) kommen modern daher und haben mit „rechtsextremen Dumpfbacken“ nichts gemein. Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung lehnen sie ab. Der Verfassungsschutz stuft sie nach dreijähriger Prüfung dennoch als rechtsextremistisch ein. Zentrale Positionen der IBD sind danach nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

Link zum Dokumentarfilm „Vergiftete Heimat – Die netten Rechten von nebenan“:

https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/vergiftete-heimat-die-rechten-100.html

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„Was ist mit den umgeimpften Kindern?“ – Karin Osti aus Ilshofen hat „mit Entsetzen die neue Corona-Verordnung gelesen“

Mit Entsetzen habe ich die neue Coronaverordnung, die seit heute gilt, gelesen. Bei Ausnahmen für 2G+ steht: „Also bspw. vollständig geimpfte Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre…“

Kommentar von Karin Osti aus Ilshofen

Sollen immer nur die Schwächsten der Gesellschaft leiden?

Und was ist mit den ungeimpften Kindern, für die es auch noch keine Empfehlung der Stiko gibt oder die sich nicht impfen lassen möchten? Sollen denn nur immer die Schwächsten der Gesellschaft darunter leiden, dass Sie viele Erwachsenen nicht von einer Impfung überzeugen können? Es wundert mich nicht, wenn immer mehr Menschen auf die Straße gehen und gegen die nicht mehr nachvollziehbaren Maßnahmen protestieren.

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„Angeeignet – Museumsobjekte jüdischer Familien im Stadtmuseum Crailsheim“ – Ausstellung bis 13. März 2022

Die Ausstellung „Angeeignet – Museumsobjekte jüdischer Familien im Stadtmuseum Crailsheim“ ist noch bis – Ausstellung bis Sonntag, 13. März 2022, zu sehen. Die Öffnungszeiten des Stadtmuseum im Spital: Mittwoch: 9.00 – 19.00 Uhr, Samstag: 14.00 – 18.00 Uhr, Sonn- und Feiertag: 11.00 – 18.00 Uhr.

Informationen des Stadtmuseum Crailsheim

Rund 200 Objekte

Wie kommen Dinge ins Museum? Welche historischen und politischen Zusammenhänge stehen hinter den Sammlungen? Diese Fragen beschäftigen Museen und ihr Publikum zunehmend. Im Fokus der sogenannten Provenienzforschung stehen Objekte, die ihren ehemaligen Eigentümerinnen und Eigentümern geraubt oder auf andere Weise unrechtmäßig entzogen wurden: in der Zeit der NS-Diktatur oder in kolonialen Kontexten. Auch in der Sammlung des Stadtmuseums Crailsheim befinden sich rund 200 Objekte, die nach heutigem Verständnis auf inakzeptable Weise in die Sammlung gelangten. Sie wurden ihren Besitzerinnen und Besitzern in den Jahren 1933 bis 1945 abgepresst. Diese mussten ihre Familienstücke unter dem Druck der Verfolgung und der finanziellen Ausplünderung verkaufen.

Rechtmäßige Eigentümerinnen und Eigentümer finden

Die Ausstellung zeigt Objekte, die während des Nationalsozialismus unrechtmäßig in die Sammlung des Museums gekommen sind. Sie versteht sich als Bericht zum aktuellen Stand der Provenienzforschung im Stadtmuseum Crailsheim. Die Ausstellung rekonstruiert Verlust- und Aneignungsumstände und zeigt offene Fragen auf. Sie beleuchtet das Handeln der Akteure und Akteurinnen sowie damalige Sammlungsinteressen. Wir möchten Sie einladen, die Menschen kennen zu lernen, denen die Dinge einst gehörten. Mit dem Projekt ist die Hoffnung verbunden, die rechtmäßigen Eigentümerinnen und Eigentümer der heutigen Museumsobjekte, die Nachkommen der Verfolgten und Ermordeten, zu finden, um ihnen die Stücke zu übereignen.

Für einen Besuch gelten die aktuellen Corona-Auflagen

Für den Besuch im Stadtmuseum Crailsheim gilt laut Stadtverwaltung Crailsheim (Internetseite) derzeit die 2G+ Regel, Alarmstufe II. Ein Test wird nicht benötigt, wenn Sie eine Auffrischungsimpfung erhalten haben oder die vollständige Impfung oder Genesung nicht länger als­­­­ 3 Monate zurück liegt. Aufgrund der aktuellen Situation sind leider noch keine öffentlichen Führungen durch die neue Sonderausstellung „Angeeignet“ möglich. Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Auflagen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Stadtmuseum Crailsheim, Spitalstraße 2, 74564 Crailsheim

Telefon: +49 7951 403-3720

Fax: +49 7951 403-2720

E-Mail: info.stadtmuseum@crailsheim.de

Internet: https://www.museum-crailsheim.de/sonderausstellungen/aktuelle-sonderausstellungen/

Öffnungszeiten Stadtmuseum:
Mittwoch: 9.00 – 19.00 Uhr
Samstag: 14.00 – 18.00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 11.00 – 18.00 Uhr

Info für Menschen mit Handicap: Der Zugang zu den Museumsräumen ist mit Rollstuhl leider nur zum Teil möglich.

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