Dr. Plagiatus – 2. Akt

Weil es so schön war, das Ganze noch einmal von vorn. Diesmal zu Gast: Dr. Veronica Saß, ihres Zeichens Tochter von Edmund Stoiber, mit ihrer Dissertation >Regulierung im Mobilfunk<.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Ihre Doktorarbeit soll in wesentlichen Teilen aus nicht genannten Quellen abgeschrieben sein. Die Dissertation hatte Saß im Jahr 2008 an der Uni Konstanz eingereicht. Ein Jura-Professor, der die Arbeit gelesen hat, sagte SPIEGEL ONLINE, für eine wissenschaftliche Karriere habe die Dissertation „nicht gereicht“. Verbesserungsvorschläge und Anmerkungen habe die Doktorandin Saß ausgeschlagen als klar war, dass es zum Titel reicht.

Anscheinend handelt es sich hier um eine Art Volkssport – zumindest im Umfeld der CSU. Ab nächster Woche nehme auch ich Bestellungen für Dissertationen entgegen …

SPON

VroniPlag

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„In Hall ist es so öd und leer, da muss ein Einkaufszentrum her“ – Kocherquartier-Operette zur Einweihung des 100-Millionen-Euro-Projekts in Schwäbisch Hall

Die österreichischen Kabarettisten Carl Merz (1906-1979) und Helmut Qualtinger (1928-1986) haben zehn Jahre lang in Wien Kabarett gemacht. Aus diesem Programm stammt auch die „Sauerbruch-Operette“, die uns als Vorbild zur „Kocherquartier-Operette“ diente. Ferner haben wir als passenden Refraintext ein Motiv aus der Auftrittsarie des Bürgermeisters van Bett im ersten Akt der komischen Oper von Albert Lortzing „Zar und Zimmermann“ verwandt.

Aus der letzten Ausgabe des Monatsmagazins Alpha-Press in Schwäbisch Hall

Ein Denkmal in Gestalt eines modernen Einkaufszentrums

Sprecher: Es begab sich zu Hall, dass das innerstädtische Knastareal als Brache einer (aus dem Off) anderweitigen Verwendung harrte. Da dünkte es dem amtierenden Oberbürgermeister passend, sich ein Denkmal in Gestalt eines modernen Einkaufszentrums zu widmen und dies ohne Rücksicht auf die möglichen Verluste beim innerstädtischen, vorwiegend inhabergeführten Einzelhandel. Davon handelt die Kocherquartier-Operette.

(Der Vorhang geht langsam auf. Der Oberbürgermeister – im Amtsornat – steht im Lichtkegel mitten auf der Bühne)

Oberbürgermeister: In Hall ist es so öd und leer, da muss ein Einkaufszentrum her! Kommt alle her ihr Investoren, sonst ist die Innenstadt verloren. Die Kocherarkaden der Stadt zur Zierde sind der Kauflust Ort der Begierde. Jedermann ruft mir zum Preise. Ich bin Halls größtes Licht. Oh, ich bin klug und weise und mich übertrifft man nicht.

(Auftritt der Investoren)

Chor der Investoren: Bei der Kaufkraft ist schon alles dicht, da lohnt ein Einkaufszentrum sich nicht. Die Kocherarkaden sind nur ein Traum, sie zu realisieren lohnt sich doch kaum. Weil zu gering die Miete, machen wir keine Rendite.

(Investoren treten ab)

Oberbürgermeister: Papperlapapp sag ich nur leise. Ich bin Halls größtes Licht. Oh, ich bin klug und weise und mich überzeugt man nicht. GWG und Stadtwerke werden sollen, wenn and’re Investoren nicht wollen. Volksbank, GWG, Stadtwerke und Stadt, wir alle bauen gemeinsam zu vier, zu meiner Freude und Denkmalstatt, das Jahrhundertprojekt Kocherquartier. Jung und alt singt mir zum Preise. Ich bin Halls größtes Licht. Oh, ich bin klug und weise und mich übergeht man nicht.

(Auftritt des Kocherquartier-Balletts)

Chor des Kocherquartier-Balletts: halli-galli, halli-galli, yeah, halli-galli, halli-galli …

(Ballett geht ab)

Chor der Kocherquartier-Skeptiker (aus dem Off): balla-balla, balla-balla

(Kochergeist mit sardonischen Zügen taucht auf)

Kochergeist: Ihr wollt es nicht vermuten: ich werde ein Parkdeck fluten. Da könnt ihr euch die Haare raufen, wenn das Parkhaus tut absaufen.

(Kochergeist taucht ab)

Oberbürgermeister: Wenn die Tiefe nicht geht, dann geht die Breite, stellt den Omnibusbahnhof beiseite. Die Kosten sind mir doch egal. Das Projekt kommt nicht zu Fall. Alle Welt jubelt mir zum Preise. Ich bin Halls größtes Licht. Oh, ich bin klug und weise und mich bezwingt man nicht.

(Auftritt des Kocherquartier-Balletts)

Chor des Kocherquartier-Balletts: halli-galli, halli-galli, yeah; halli-galli, halli-galli …

(Ballett geht ab)

Chor der Kocherquartier-Skeptiker (aus dem Off): balla-balla, balla-balla

(Bürgermeisterin tritt auf)

Bürgermeisterin: Jubel, Trubel, Heiterkeit, heut‘ ist endlich Jauchzerzeit. Im besten Lichte soll’n erstrahlen Kettenläden und Filialen. Es ist allerhöchste Zeit: Unser Tempel wird heut‘ eingeweiht. Bürger kauft, was ihr nicht braucht, denn euer Nachbar tut das auch. Frohsinn, Unsinn, Optimismus, nur das hilft geg’n Verdruss, den mancher vielleicht haben muss.

Oberbürgermeister: Niemand jubelt mir zum Preise. Ich bin des Landes größtes Licht. Oh, ich bin klug und weise. Und Hall verdient mich nicht.

(Oberbürgermeister geht sehr schnell ab)

(Kocherquartierballett tritt auf)

Chor des Kocherquartierballets: halli-galli, halli-galli, yeah; halli-galli, halli-galli …

(Der Vorhang fällt schnell)

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„Verantwortungslos und habgierig“ – Leserbrief von Cornelius Braitmaier zur Gefährlichkeit der Atomenergie

Die Erde hat sich geschüttelt und die dunkle Seite der Macht des atomaren Feuers entfesselt. Wir schauen auf Fukushima in Japan und die AKWs in unserer Nachbarschaft. Ein Tsunami der Empörung hat die Welt erfasst und das Lügengebäude niedergerissen.

Leserbrief von Cornelius Braitmaier, Kirchberg/Jagst

Wie viele Opfer von Nuklear- und Ölkatastrophen braucht das kollektive Bewusstsein?

Hastig lässt unsere Bundesregierung die vor dem 11. März noch „sichersten AKWs der Welt“ abschalten, um ihre „eigene Laufzeit zu verlängern“, wie die Tageszeitung titelte. Wie viele Opfer von Nuklear- und Ölkatastrophen braucht das kollektive Bewusstsein? Wie viele erträgt unser Planet noch? Hiroshima, Nagasaki, Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima, Exxon Valdez, Deepwater Horizon etc.

Lügen zerfallen – schneller als Plutonium (24.000 Jahre).

Das unermessliche Leid der Opfer muss uns endlich aufwecken. Kernenergie ist weder sicher noch billig. Viele radioaktive Nuklide strahlen um ein vielfaches länger als die Spezies Mensch überhaupt schon aufrecht gehen kann. Wer immer noch glaubt, Atomenergie sei sicher, lebt geistig noch in Höhlen! Wir werden für dumm verkauft, wenn man uns vorrechnet, wie viel CO² wir mit Energiesparlampen, E10 oder Elektromobilen einsparen, aber verschweigt, welcher Energieaufwand für Herstellung, Transport, Betrieb und Entsorgung notwendig ist.

Freie Energie für freie Menschen

Da sind auf der einen Seite diejenigen, die mit schmutzigen Geschäften auf Kosten der Schöpfung Reichtum und Macht immer weiter vermehren. Doch wir können uns informieren und forschen. Zum Beispiel über die Entwicklung wirklich neuer Energieformen. Freie Energie für freie Menschen (Wer googelt der findet!). Fördergelder gibt es dafür freilich nicht.

Unersättliche Lobbyisten werden in nicht allzu ferner Zukunft aufhören zu spotten

Sonne und Wind sind nur einige der Technologien von Morgen. Andere Möglichkeiten werden heute noch verlacht und bekämpft – aber schließlich zwangsläufig anerkannt werden. Ich bin mir sicher: Die politisch einflussreichen und unersättlichen Lobbyisten werden in nicht allzu ferner Zukunft aufhören zu spotten und zugeben müssen, warum sie saubere und günstige Energieformen verhindert haben: „Wir handelten verantwortungslos und habgierig weil wir den Reichtum des Planeten nicht teilen wollten.“ Wir können entscheiden bei wem wir Strom kaufen. Wir können wählen wer unser Land regiert. Diesen Sonntag haben (Anmerkung der Redaktion: hatten) wir die Möglichkeit aufzustehen und laut zu sagen: „Es reicht. Bis hierher und nicht weiter!“

Anmerkung der Hohenlohe-ungefiltert-Redaktion:

Aus zeitlichen Gründen konnte dieser Leserbrief leider erst nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg veröffentlicht werden.

Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

 

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Landtagswahl 2011 – „Rüeck (CDU), Sakellariou (SPD) und Bullinger (FDP) sind wieder im Landtag“ – Wahlergebnis im Wahlkreis Schwäbisch Hall: CDU 35,4 Prozent, SPD 25,1, Grüne 22,0, FDP 8,4

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg kommt es in Stuttgart voraussichtlich zu einem Regierungswechsel. Grüne (36) und SPD (35) erreichen zusammen 71 Sitze. CDU (60) und FDP (7) kommen zusammen auf 67 Sitze. Winfried Kretschmann könnte erster grüner Ministerpräsident in Deutschland werden. Die Wahlergebnisse des Wahlkreises Schwäbisch Hall und der dortigen 22 Wahlbezirke sind am Schluss dieses Artikels zu finden.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Liebe zur Natur wichtiger als gesellschaftspolitische Experimente

Laut Internetausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (faz.net) ist der „erste grüne Ministerpräsident Deutschlands ein katholischer Wertkonservativer, dem die Liebe zur Natur wichtiger ist als gesellschaftspolitische Experimente. Ihn als `grünen Erwin Teufel´ zu bezeichnen führt in die Irre: Kretschmann ist kein Machtmensch. Und die `Villa Reitzenstein´ war nie Ziel seiner Wünsche.“

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 (Stand 27. März 2011, 21.19 Uhr):

CDU: 39,0 Prozent

Grüne: 24,2 Prozent

SPD: 23,1 Prozent

FDP: 5,3 Prozent

Linke: 2,8 Prozent

Sonstige: 5,6 Prozent

Sitzverteilung (gesamt 138 Sitze) – in Klammer der Gewinn und Verlust an Sitzen gegenüber der Landtagswahl 2006:

CDU: 60 Sitze (– 9)

Grüne: 36 Sitze (+ 19)

SPD: 35 Sitze (– 3)

FDP: 7 Sitze (– 8)

Landtagswahl 2011 – Wahlergebnis im Wahlkreis Schwäbisch Hall (Ergebnisse von 2006 in Klammern) – Quelle Landratsamt Schwäbisch Hall.

Wahlberechtigte: 123.788

Wähler: 76.551

Gültige Stimmen: 75.527

Wahlbeteiligung: 61,8 (49,3)

Helmut W. Rüeck, CDU: 35,4 Prozent (38,3)

Nikolaos Sakellariou, SPD: 25,1 Prozent (27,6)

Wilfried Kraft, Grüne: 22,0 Prozent (9,9)

Friedrich Bullinger, FDP: 8,4 Prozent (14,4)

Richard Neumann, Die Linke: 2,8 Prozent, WASG (2,6)

Michael Paulwitz, Republikaner: 1,1 Prozent (2,7)

Andrej Peters, Die Violetten: 0,4 Prozent (0,0)

Friedrich Kellermann, NPD: 1,3 Prozent (1,7)

Martin Wolf, ödp: 1,6 Prozent (1,1)

Stefan Klotz, Piraten: 1,9 Prozent (0,0)

Nach derzeitigem Stand (Sonntag, 27. März 2011, 21.04 Uhr) erringt Herlmut Walter Rüeck (CDU) aus Crailsheim das Direktmandat im Wahlkreis Schwäbisch Hall. Zweitmandate holen Nikolaos Sakellariou (SPD) aus Schwäbisch Hall und Friedrich Bullinger (FDP) aus Rot am See-Reubach. (Quelle Statistisches Landesamt).

Alle gewählten Abgeordneten auf einen Blick sind zu finden auf der Internetseite http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Landtagswahl_2011/Gew.asp

So wählten die Wählerinnen und Wähler in den Gemeinden im Wahlkreis Schwäbisch Hall – Ergebnisse als PDF zum Herunterladen:

Wahlkreis Schwäbisch Hall, Ergebnisse in den Gemeinden

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Landtagswahl 2011 – „Nur CDU-Mann Arnulf von Eyb ist im Landtag“ – Wahlergebnis im Wahlkreis Hohenlohe: CDU 40,72 Prozent, SPD 22,05, Grüne 19,73, FDP 7,79″

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg kommt es in Stuttgart voraussichtlich zu einem Regierungswechsel. Grüne (36) und SPD (35) erreichen zusammen 71 Sitze. CDU (60) und FDP (7) kommen zusammen auf 67 Sitze. Winfried Kretschmann könnte erster grüner Ministerpräsident in Deutschland werden. Die Wahlergebnisse des Wahlkreises Hohenlohe und der dortigen 22 Wahlbezirke sind am Schluss dieses Artikels zu finden.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Liebe zur Natur wichtiger als gesellschaftspolitische Experimente

Laut Internetausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (faz.net) ist der „erste grüne Ministerpräsident Deutschlands ein katholischer Wertkonservativer, dem die Liebe zur Natur wichtiger ist als gesellschaftspolitische Experimente. Ihn als `grünen Erwin Teufel´ zu bezeichnen führt in die Irre: Kretschmann ist kein Machtmensch. Und die `Villa Reitzenstein´ war nie Ziel seiner Wünsche.“

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 (Stand 27. März 2011, 21.19 Uhr):

CDU: 39,0 Prozent

Grüne: 24,2 Prozent

SPD: 23,1 Prozent

FDP: 5,3 Prozent

Linke: 2,8 Prozent

Sonstige: 5,6 Prozent

Sitzverteilung (gesamt 138 Sitze) – in Klammer der Gewinn und Verlust an Sitzen gegenüber der Landtagswahl 2006:

CDU: 60 Sitze (– 9)

Grüne: 36 Sitze (+ 19)

SPD: 35 Sitze (– 3)

FDP: 7 Sitze (– 8)

Vorläufiges Wahlergebnis im Wahlkreis Hohenlohe nach Auswertung aller 22 Wahlbezirke (Stand 19.43 Uhr): Quelle Landratsamt Künzelsau

CDU: 40,72 Prozent SPD: 22,05 % GRÜNE: 19,73 % FDP: 7,79 % AUF: 1,40 % DIE LINKE: 3,06 % REP: 1,21 % NPD: 1,77 % PIRATEN: 2,29 %

Freiherr von Eyb, Arnulf, Christlich Demokratische Union Deutschlands 25.354 Stimmen / 40,72 Prozent

Pelgrim, Hermann-Josef, Sozialdemokratische Partei Deutschlands 13.729 Stimmen / 22,05 Prozent

Bruhn, Barbara, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 12.284 Stimmen / 19,73 Prozent

Oettinger-Griese, Ute, Freie Demokratische Partei 4.849 Stimmen / 7,79 Prozent

Burr, Elisabeth, AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie Christen für Deutschland 869 Stimmen / 1,40 Prozent

Neumann, Richard, DIE LINKE 1.904 Stimmen / 3,06 Prozent

Paulwitz, Michael, DIE REPUBLIKANER 752 Stimmen / 1,21 Prozent

Brodbeck, Matthias, Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1.100 Stimmen / 1,77 Prozent

Weinert, Manuel, Piratenpartei Deutschland 1.426 Stimmen /2,29 Prozent

Wahlberechtigte: 98.952
Wähler: 63.258
Wahlbeteiligung (in %): 63,93
Ungültige Stimmen: 991
Gültige Stimmen: 62.267

Arnulf von Eyb (CDU) erringt das Direktmandat im Wahlkreis Hohenlohe. Er ist der einzige Abgeordnete des Wahlkreises Hohenlohe im Landtag.

Alle gewählten Abgeordneten des neuen Landtags sind zu finden auf der Internetseite http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Landtagswahl_2011/Gew.asp

Internet: http://www.hohenlohekreis.de/wahl/126000l.htm

Stimmen im Wahlkreis Hohenlohe nach Wahlbezirken: http://www.hohenlohekreis.de/wahl/126000lg.htm

Pressestimmen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg:

Spannung in Stuttgart: Die Machtverteilung in Baden-Württemberg scheint wegen des komplizierten Wahlsystems noch nicht klar zu sein. In Rheinland-Pfalz zeichnet sich eine  Niederlage von Kurt Beck ab, er kann aber im Amt bleiben. Die wichtigsten Ereignisse im Live-Ticker. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,753438,00.html

Mappus atomisiert die CDU
Die CDU im Südwesten verliert den Posten des Ministerpräsidenten – eine historische Niederlage. Erstmals könnte ein Grüner wichtigster Mann im Land werden (…). http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mappus-atomisiert-die-cdu/

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Der „Sargnagel“ – Teil 2 & 3

Zuerst Karl-Theodor zu Guttenberg, dann Rainer Brüderle und nun die Junge Union in Ellwangen: bei den Freunden des „Sargnagels“ heiligt der Zweck jedes Mittel – und ein Ende ist nicht in Sicht!

Ein Kommentar von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Wir erinnern uns: Die Geschichte um den „Sargnagel“ beginnt mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Dieser hatte in Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) von einem „Sargnagel für das Vertrauen in unsere Demokratie“ gesprochen.

Dann kam Rainer Brüderle (FDP), seines Zeichens Wirtschaftsminister. Dieser hatte in vertraulicher Runde vor Spitzenkräften des BDI, mit Blick auf das Atommoratorium der Regierung, darauf hingewiesen, „dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien“.

Später allerdings wollte er das dann doch nicht gesagt haben – alles nur ein Protokollfehler! Blöd nur, dass ein Zeuge die Äußerungen inzwischen bestätigt hat.

So eine Schweinerei! Nicht einmal frech lügen kann man mehr!

Und jetzt müssen wir im Hohenloher Tagblatt lesen, dass die Polizei die Junge Union in Ellwangen und im Ostalbkreis beim Plakate stehlen ertappt hat:

„Einer der Diebe, die in der Nacht zum Mittwoch von der Polizei auf frischer Tat ertappt wurden, ist der Kreisvorsitzende der Jungen Union.“

Geklaut wurden die Plakate der LINKEN und der SPD.

Mmmmhhh! Offensichtlich handelt es sich hier um eine linke Verschwörung! Denn warum sonst, sollten die Plakate der GRÜNEN unbehelligt geblieben sein?!

Andererseits, um aus dieser ganzen Angelegenheit einen Erkenntnisgewinn zu ziehen: die CDU kann man einfach nicht mehr wählen! Selbst zum Klauen sind die zu blöde!

SWP

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Die Landtagskandidaten Arnulf von Eyb (CDU) und Richard Neumann (LINKE) beantworten Interviewfragen als Einzige nicht

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat die Redaktion von Hohenlohe-ungefiltert neun Kandidaten der Wahlkreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe befragt. Den jeweiligen Fragenkatalog erhielten alle angefragten Kandidatinnen und Kandidaten am Sonntag, 20. März 2011, per E-Mail an Adressen, die sie auf ihren Internetseiten selbst angegeben haben. Die Fragen am schnellsten beantwortet hat Ute Oettinger-Griese (FDP/Wahlkreis Hohenlohe). Deshalb steht sie bei der Veröffentlichung an erster Stelle.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Den Wählerinnen und Wählern nichts mitzuteilen

Die Fragen nicht beantwortet haben Arnulf von Eyb (CDU/Wahlkreis Hohenlohe) und Richard Neumann (Die Linke/Wahlkreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe). Sie haben den Wählerinnen und Wählern offensichtlich nichts mitzuteilen.

Zu den Interviews der anderen Kandidatinnen und Kandidaten:

“Die Atomkraft darf keine Zukunft mehr haben” – Interview mit Wilfried Kraft (Bündnis 90/Die Grünen): http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=10681

“Stuttgart 21 ist ein finanzieller Kannibale für den hiesigen Nahverkehr” – Interview mit Barbara Bruhn (Bündnis 90/Die Grünen): http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=10658

“Entscheidungen dürfen nicht auf Taktik und Klientelpolitik basieren” – Interview mit Hermann-Josef Pelgrim (SPD): http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=10642

“Wir haben die bundesweit höchsten Ausgaben der Eltern für Nachhilfe – im Bildungsbereich liegt vieles im Argen” – Interview mit Nikolaos Sakellariou (SPD): http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=10640

“Die Politik der Koalition von CDU und FDP war in Baden-Württemberg so erfolgreich, wie in keinem anderen Bundesland” – Interview mit Friedrich Bullinger (FDP): http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=10638

“Die Kernenergie war und ist für uns eine Brückentechnologie” – Interview mit Helmut W. Rüeck (CDU): http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=10636

“Der ländliche Raum sollte angemessen in Stuttgart vertreten sein” – Interview mit Ute Oettinger-Griese (FDP): http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=10634

 

 


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Wahlen in Baden-Württemberg: Spitzenkandidaten streiten im Südwestrundfunk über Atomkurs und S21

Kurz vor der Landtagswahl präsentiert das SWR Fernsehen die traditionelle Runde der Spitzenkandidaten. Es diskutieren Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), Nils Schmid (SPD), Winfried Kretschmann (Die GRÜNEN), Ulrich Goll (FDP) und Roland Hamm (Die LINKE).

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Richtig los geht es in der Sendung ab Minute 7:50 – Viel Spass mit Ulrich Goll (FDP), der schon seit seiner „Studienzeit ein großer Skeptiker gegenüber der Kernenergie war.“ Das Publikum im Studio lacht sich schief!

SWR

Siehe hierzu auch:

SÜDDEUTSCHE

DIE ZEIT

Zur Bilanz von Mappus Amtszeit siehe auch:

NachDenkSeiten

Und dann war da noch das liebe Geld: Wer bezahlt eigentlich den Wahlkampf und vor allem: Was kostet das denn alles? Deutschlandradio informiert.

2011 wird ein teures Jahr für die Parteien. Sieben Landtags- und vier Kommunalwahlen wollen bestritten und finanziert sein. Und das – mit Ausnahme der Grünen – bei sinkenden Mitgliederzahlen, also weniger Beitragszahlern. Die Schatzmeister der Parteien stehen vor schweren Aufgaben.
Da liegt es nahe, neue Einnahmequellen zu suchen und auch mal unkonventionelle Wege zu gehen. Das hat sich in der Vergangenheit allerdings nicht immer ausgezahlt. Zwar zeigten sich Sponsoren durchaus willig für ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten, ein paar Euro mehr an die Partei zu überweisen, der anschließende politische Flurschaden war allerdings immens.

Hier geht es zum Audio-Beitrag (29:23 Min.): >Die Partei, die Partei, die braucht immer Geld<
DEUTSCHLANDRADIO

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Brüderle: AKW-Moratorium ist nur Wahlkampf-Taktik

Deutsche Kernkraftwerke gehen aus taktischen Gründen vom Netz: Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hat vor der Spitze der deutschen Industrie gesagt, dass die anstehenden Landtagswahlen der Grund für den plötzlichen Sinneswandel der Regierung in der Atompolitik sind. Entscheidungen seien da „nicht immer ganz rational“.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Den Eindruck, die dreimonatige Atom-Zwangspause hänge mit den anstehenden Landtagswahlen zusammen, wollte die schwarz-gelbe Koalition eigentlich vermeiden. Nun fährt ausgerechnet ein prominentes FDP-Kabinettsmitglied der Kanzlerin in die Parade: Rainer Brüderle, erklärter Freund der Kernkraft. Der Wirtschaftsminister hat nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ vor einer Runde führender Wirtschaftsvertreter das Kernkraft-Moratorium mit den anstehenden Landtagswahlen begründet. Der Minister hatte vor etwa 40 Mitgliedern des Bundesverbands der Deutschen Industrie über die AKW-Pause gesprochen.

SÜDDEUTSCHE

taz

Siehe hierzu auch die Infos von Lobbycontrol:

Kleine Presseschau zur Atomlobby. Neben der Berichterstattung über den Verlauf der atomaren Katastrophe in Japan richtet sich das mediale Augenmerk derzeit viel auf die Rhetorik in der Politik – nach der, so könnte es scheinen, nichts mehr ist wie vorher in der Atompolitik. Vom Schein sollte man sich nicht trügen lassen – viele Akteure, und allen voran die Atomkonzerne, haben keinesfalls ihre Meinung geändert. Und sie setzen sich dafür ein, dass besser doch nicht alles anders wird. Hier eine kleine (unvollständige) Presseschau mit interessanten Artikeln zur Atomlobby:

LOBBYCONTROL

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