Schöne neue Medienwelt. Heute: Früh übt sich …

Abo-Jagd im Kindergarten: Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia hat an 500 Kindertagesstätten in Hessen und Nordrhein-Westfalen Werbematerial für Kinderfernsehen verteilen lassen. Mit insgesamt 50.000 Ausmalheften wirbt das Unternehmen bei den Kleinsten für sein Paket „Digital TV Kinder“ mit acht Programmen.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

>Bedenken, Werbung für Fernseh-Angebote könnte bei Eltern von Kindergartenkindern auf Ablehnung stoßen, weist der Agenturchef Mücke zurück. „Die Kids wollen fernsehen“, sagt er. Es sei die Aufgabe von Eltern und Erzieherinnen, sicherzustellen, dass dies nur in Maßen geschehe und die Auswahl der Sender kindgemäß sei. Das sei beim Unitymedia-Programmpaket der Fall.“< Klasse Argumentation: die Kids wollen fernsehen, also gebt es ihnen! Nur mal gut, dass die meisten Kleinen noch nicht lesen können! http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/2299911_Kabelnetzbetreiber-Unitymedia-Abo-Jagd-im-Kindergarten.html

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Brutale Einschnitte

Katastrophale Aussichten für die breite Bevölkerung: Mit Steuergeschenken für Kapital und Besserverdiener sowie mit einer Schuldenbremse für die öffentliche Hand setzt »Schwarz-Gelb« die Umverteilungspolitik der Vorgängerregierung fort. Eine faktenreiche Analyse von Sahra Wagenknecht in der JUNGEN WELT.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Man muss mit ihren Schlussfolgerungen nicht übereinstimmen, aber ihre Analyse ist bestechend!

http://www.jungewelt.de/2010/02-12/027.php?print=1

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„Abschaffung der Todesstrafe jetzt!“ – Solidarität mit Mumia Abu-Jamal: Vortrag in Schwäbisch Hall

Einen Vortrag über den afroamerikanischen Journalisten und Bürgerrechtler Mumia Abu-Jamal, der seit 28 Jahren in der Todeszelle sitzt, hält der Journalist Jürgen Heiser am Donnerstag, 18. Februar 2010, um 19.30 Uhr im Löwenkeller des Club Alpha 60, Stuttgarter Straße 7 in Schwäbisch Hall. Der Eintritt ist frei.

Von der VVN-BdA-Kreisvereinigung Schwäbisch Hall und dem Dritte Welt Laden Schwäbisch Hall

Todesstrafe droht täglich

Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA, ob es verfassungsrechtliche Bedenken gegen das Todesurteil von Mumia Abu-Jamal gibt oder ob er nach 28 Jahren Haft hingerichtet wird, kann jeden Tag gefällt werden. Die weltweite Solidaritätsbewegung zur Rettung Mumia Abu Jamals, der auch Ehrenmitglied der VVN-BdA ist, hat in den letzten Wochen täglich zugenommen. Viele Menschenrechtsorganisationen, Gruppen, Institutionen und Organisationen sind von seiner Unschuld überzeugt und kämpfen für seine Freilassung und sein Leben.

Jürgen Heiser hat Abu-Jamal mehrmals im Gefängnis besucht

Jürgen Heiser, Journalist und Mitinitiator der Solidaritätsbewegung, hat Mumia Abu-Jamal immer wieder im Gefängnis in den USA besucht, schreibt regelmäßig über ihn und übersetzt seine Artikel und Bücher. Er (Jahrgang 1951) engagiert sich seit seinem 16. Lebensjahr in politischen Bewegungen. Für ihn ist politisches Engagement keine Frage von Jugend oder Sturm und Drang, sondern ein unabdingbarer Teil seines gesellschaftlichen Lebens. Er hat drei Kinder großgezogen und auch aus dieser Erfahrung gelernt, wie wichtig die gegenseitige Vermittlung von Erkenntnissen und Lernprozessen zwischen den Generationen ist und dass das keine Einbahnstraße sein darf.

Todesstrafe weltweit abschaffen

Ein Thema ist ihm in seiner gesellschaftlichen Arbeit besonders ans Herz gewachsen: Seit mehr als 20 Jahren kämpft er für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe.Zurzeit gilt sein besonderer Einsatz dem seit 1982 zu Unrecht in der Todeszelle sitzenden Afro-Amerikaner Mumia Abu-Jamal. Jürgen Heiser hat die Bücher und Schriften des 1981 verhafteten Journalisten übersetzt und sich für deren Veröffentlichung eingesetzt. Unermüdlich hat er gemeinsam mit Verteidigung und Kampagne für eine erneute Anhörung des Falles vor den US-Bundesberufungsgerichten und dem Obersten Gerichtshof gekämpft. Jürgen Heiser geht es nicht allein um den Fall Mumia Abu-Jamal. Sein Ziel ist die weltweite Abschaffung der Todesstrafe, die derzeit noch in einem Drittel der Länder dieser Erde vollstreckt wird. Im Gespräch betont er mehrfach, dass die verfassungsmäßige Ablehnung der Todesstrafe in Europa gute Voraussetzungen für seine Arbeit schafft. Neben Menschenrechtsorganisationen gibt es in Europa auch auf Seiten von Regierungen und Institutionen Unterstützung bei seinem Eintreten gegen die Todesstrafe. Auch die breite Ablehnung von Folter und Todesstrafe in der Bevölkerung ermutigt ihn immer wieder bei seiner Arbeit. Diese allgemeine Haltung muss allerdings in Zukunft noch mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Das Schaffen von überregionalen Netzwerken und Bewegungen gegen die Todesstrafe ist daher ein wesentliches Ziel seiner Arbeit.

Info: Die Veranstaltung wird organisiert von der VVN-BdA Kreisvereinigung Schwäbisch Hall und dem Dritte Welt Laden Schwäbisch Hall.

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Hängepartie: Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwest-Presse noch nicht entschieden – Gerichtsverhandlung am 10. März 2010

„Die geplante Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwest-Presse (SWP) ist weiter offen“, schreibt der Fachzeitschriftenverlag Werben & Verkaufen (w&v) am 27. Januar 2010 in seinem Newsletter. Claus Detjen, Verleger des Haller Tagblatts, hatte vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf die Entscheidung des Kartellamts angefochten, eine Übernahme der Regionalzeitung durch die Südwestpresse in Ulm (SWP) zu untersagen. Am 27. Januar 2010 sollte laut w&v die Entscheidung fallen. Doch dazu kam es nicht.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Die Übernahme des Haller Tagblatts wird am 10. März 2010 verhandelt

Gottfried Bößen, Sachbearbeiter des Dezernats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Oberlandesgericht Düsseldorf, nannte gegenüber Hohenlohe-ungefiltert als Verhandlungstermin Mittwoch, 10. März 2010, um 10 Uhr, im Saal A 208. Zu den Gründen für die Terminverlegung machte er keine Angaben.

Kartellamt untersagte Übernahme wegen „Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung“

Das Bundeskartellamt hatte dem Verlag Neue Pressegesellschaft Ulm (NPG) im April 2009 die Übernahme des Haller Tagblatts untersagt. Die Wettbewerbshüter hatten eine „Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung“ der Südwest-Presse im Raum Schwäbisch Hall wie auch in den benachbarten Altkreisen Crailsheim und Gaildorf befürchtet. Dort gibt die Südwestpresse bereits das Hohenloher Tagblatt (Crailsheim) und die Rundschau Gaildorf heraus. Seit Januar 2010 wird das monatliche Anzeigenmagazin Hohenlohe Trends für die Landkreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe vom Haller Tagblatt herausgegeben.

Detjen: Kartellamt berücksichtigt das Eindringen großer Online-Portale in die lokalen Zeitungsmärkte nicht

Als „realitätsfern“ bezeichnete Claus Detjen, Verleger des Haller Tagblatts, gegenüber w&v die Haltung des Kartellamts. Detjen ist laut w&v der Ansicht, das Kartellamt habe bei der Überprüfung des Antrags, das Eindringen großer Online-Portale in die lokalen Zeitungsmärkte nicht berücksichtigt. Die Konkurrenz von Onlinediensten belaste die Zeitungen. Man müsse bei einem Zusammenschluss zweier Verlage alle Medien auf dem Markt im Gesamtzusammenhang bewerten, einschließlich der Online-Dienste, und das tue das Kartellamt nicht, wird Detjen weiter zitiert.

Südwestpresse scheitert bei der Übernahme des Haller Tagblatts bereits zum zweiten Mal

Bereits im Jahr 2002 ist eine Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwestpresse Ulm gescheitert. Damals hatte die Südwestpresse ihren Übernahmeversuch während des Kartellprüfungverfahrens zurückgezogen.

Mit der Überschrift „Südwest Presse übernimmt Haller Tagblatt“ hatte der Bundesverband der Zeitungsverleger seinerzeit am 17. Januar 2002 auf seiner Internetseite „BDZV intern“ etwas voreilig getitelt. Der BDZV schrieb damals weiter: „Die neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG in Ulm, der Verlag der „Südwest Presse“, hat zum Beginn des Jahres 2002 das „Haller Tagblatt“ übernommen. Wie die „Südwest Presse“ mitteilte, steht das Geschäft noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Kartellamt. Die neue Pressegesellschaft arbeitet bereits seit 31 Jahren eng mit dem „Haller Tagblatt“ zusammen. Als Zentrale zahlreicher unter dem Dach der „Südwest Presse“ kooperierender baden-württembergischer Zeitungsverlage liefert sie den politischen Zeitungsmantel und besorgt die überregionale Zeitungswerbung.“

Der Redaktionsleiter des „Haller Tagblatts“ ist gestorben

Schwäbisch Hall – Der Chefredakteur des „Haller Tagblatts“, Rainer Hocher, ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Er erlag vor kurzem den Folgen eines Schlaganfalls. Seit 1994 leitete Hocher die Zeitungsredaktion in seiner Heimatstadt, in der er 1961 geboren wurde und zur Schule ging. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Hochers Berufsweg als Journalist begann 1983 in Bad Mergentheim mit einem Volontariat bei der damals noch selbstständigen Tauber-Zeitung, die heute ein Südwestpresse-Blatt ist. Zum Südwestpresse-Verbund gehört auch das Haller Tagblatt.

Nachruf des Verlegers Claus Detjen für Rainer Hocher im Internet: http://www.hallertagblatt.de/region/hallertagblatt/menschen/4856274/artikel.php

Weitere Informationen zur geplanten Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwestpresse Ulm unter:

Bundeskartellamt hat entschieden: Südwestpresse Ulm darf das Haller Tagblatt nicht übernehmen http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=1641

Warum die Südwestpresse das Haller Tagblatt nicht übernehmen darf – Ausführliche Begründung des Kartellamts zum Download bei Hohenlohe-ungefiltert http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=3063

Verleger des Haller Tagblatts hat wegen geplatzter Übernahme durch die Südwestpresse Ulm Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt – Gerichtsverhandlung voraussichtlich erst im Jahr 2010 http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=2622

Haller Tagblatt – Detjen: “Es muss nicht unbedingt verkauft werden” http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=681

Kartellamt verlängert erneut seine Frist zur Entscheidung über die geplante Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwestpresse http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=302

Gewerkschaft verdi hält Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwestpresse für nicht genehmigungswürdig http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=859

DJV-Geschäftsführer: Übernahme des Haller Tagblatts könnte die lokale Vielfalt gefährden http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=1047

Übernahme von Haller Tagblatt durch Südwest-Presse weiter offen http://www.wuv.de/nachrichten/medien/uebernahme_von_haller_tagblatt_durch_suedwest_presse_weiter_offen

Internet: www.olg-duesseldorf.nrw.de

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Halls OB Pelgrim und Landtagsabgeordneter Rüeck machen sich für Hochschulstandort und Stadtbahnanschluss stark

Im Rahmen ihres regelmäßigen Meinungsaustausches trafen sich der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut W. Rüeck aus Crailsheim und Schwäbisch Halls SPD-Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim am Donnerstag, 11. Februar 2010 zu einem ausführlichen Gespräch im Haller Rathaus.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Wunsch: Zwei neue betriebswirtschaftliche Studiengängen am Campus Schwäbisch Hall

Im Mittelpunkt stand zum einen der weitere Ausbau des Hochschulstandorts Schwäbisch Hall. Helmut W. Rüeck unterstützt nachdrücklich die Schaffung von zwei neuen betriebswirtschaftlichen Studiengängen am Campus Schwäbisch Hall. Er will sich auf Landesebene für den beim Hochschulgipfel in Heilbronn Anfang der Woche vereinbarten Ausbau einsetzen.

Stadtbahnverlängerung von Öhringen bis Hessental

Intensiv diskutiert wurde auch der Ausbau der Hohenlohebahn. Oberbürgermeister Pelgrim und Landtagsabgeordneter Rüeck machen sich gemeinsam für eine Verlängerung der Stadtbahn von Öhringen bis nach Schwäbisch Hall-Hessental stark. Eine bessere Verkehrsanbindung von Schwäbisch Hall und des Hohenloher Raumes gerade im Bereich des ÖPNV sei dringend erforderlich, aber auch die Anbindung an das Stadtbahnnetz aus und in Richtung Backnang müsse im Auge behalten werden. OB Pelgrim will den weiteren Ausbau in der nächsten Gemeinderatssitzung auf die Tagesordnung setzen.

OB Pelgrim und Helmut W. Rüeck haben vereinbart, ihren regelmäßigen Meinungsaustausch fortzusetzen und weiter gemeinsam für die Interessen der Stadt und der „Raumschaft“ an einem Strang zu ziehen.

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Indiefolk und Northern Soul im Crailsheimer 7180

Rue Royale.

Rue Royale.

Zwei interessante Musikprojekte gastieren am Samstag, 20. Februar 2010, um 20 Uhr in der 7180 Cafe-Bar in Crailsheim. An diesem Abend geben sich Kim Janssen aus den Niederlanden und Rue Royale aus England die Ehre.

Von Harald Haas, Betreiber der 7180 Cafe-Bar in Crailsheim

Die Sonne wird scheinen

Beide sind beeinflusst vom Indiefolk eines Sufjan Stevens, Zero 7, Nick Drake oder auch den britischen Northern Soul Bands. Kim Janssen tourt alleine, nur in Begleitung seiner Gitarre, während Rue Royale mit Schlagzeug Gitarre und Tamburin auftreten. Mit diesen Instrumenten und dem betörendem Gesang schaffen sie eine ungeheure atmosphärische Dichte. Sie zelebrieren ihre Songs mit einer tiefen Sehnsucht und vertonen so Träume. Dies ist ein Abend an dem, egal welche Wetterlage herrscht, die Sonne scheinen wird.

Info: 7180 Café-Bar, Lange Straße 12, 74564 Crailsheim

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„Neuer Auftrag von Präsident Sarkozy“ – Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt (SPD) soll Frankreich mit aus der Krise helfen

Wie kann Frankreich die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise bewältigen? Diese Frage hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy der Europa­abgeordneten Evelyne Gebhardt und seiner Wirtschafts-Beratergruppe gestellt. Die sogenannte Attali-Kommission, der die SPD-Abgeordnete aus Mulfingen (Hohenlohekreis) seit drei Jahren angehört, soll bis Mai Vorschläge ausarbeiten.

Pressemitteilung von Evelyne Gebhardt (SPD), Mitglied des Europaparlaments

Zusammenführen der Interessen von Wirtschaft und Arbeitnehmern

Evelyne Gebhardt ist in diesem hochrangigen Kreis von Präsidentenberatern aus Wirtschaft und Wissenschaft die einzige aktive Politikerin. Sie gilt als Expertin für das Zusammenführen der Interessen von Wirtschaft und Arbeitnehmern. „Auch wenn die Pariser Regierung unsere mehr als 300 Punkte umfassenden ersten Vorschläge für die Modernisierung der französischen Wirtschaft noch nicht vollständig abgearbeitet hat, freue ich mich über den neuen Auftrag des Präsidenten“, erklärte die Abgeordnete am Rande der Plenartagung des Europäischen Parlaments in Straßburg.

Wege sind nur zusammen mit den arbeitenden Menschen zu bewältigen

Evelyne Gebhardt: „Ich werde mich dafür stark machen, dass Frankreich gemeinsam mit den europäischen Nachbarn Wege aus der Krise findet, die uns raffgierige Casino-Kapitalisten eingebrockt haben. Und ich werde zeigen, dass diese Wege nur zusammen mit den arbeitenden Menschen zu bewältigen sind und nicht allein mit den Predigern der ungezügelten Märkte. Präsident Sarkozy lässt in dieser Hinsicht bereits gute Ansätze erkennen“. Die Attali-Kommission, der auch der Mailänder Universitätspräsident und frühere EU-Kommissar Mario Monti sowie die Weltbank-Vizepräsidentin und frühere Europaabgeordnete Anna Palacio angehören, wird sich intensiv mit dem neuen Auftrag beschäftigen. Selbst der Karfreitag steht als Arbeitstag im Terminkalender.

Weitere Informationen: Evelyne Gebhardt MdEP, SPD-Abgeordnete im Europäischen Parlament, Internet www.evelyne-gebhardt-fuer-europa.eu, Fraktion  der  Progressiven  Allianz  der Sozialdemokraten im  Europäischen Parlament.

Anmerkung von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert: So erfreulich die neue Aufgabe für Evelyne Gebhardt auch zu sein scheint, stellt sich trotzdem die Frage, ob es die Aufgabe einer Europaabgeordneten aus Deutschland ist, der französischen Wirtschaft wieder auf die Sprünge zu helfen. Evelyne Gebhardts Aufgabe besteht meiner Ansicht nach eher darin, mitzuhelfen, die deutsche und die gesamteuropäische Wirtschaft flott zu machen – auch wenn Evelyne Gebhardts Wurzeln in Frankreich liegen.

Merkwürdig ist auch die selbstgewählte Überschrift der Pressemitteilung aus dem Hause Evelyne Gebhardt „Neuer Auftrag von Präsident Sarkozy“. Wie kommt ein französischer Präsident dazu, einer in Deutschland gewählten EU-Parlamentarierein einen „neuen Auftrag“ zu erteilen? Das kann er bei einem seiner Staatssekretäre, Minister oder dergleichen in Paris tun, aber doch nicht gegenüber einer Frau, die von deutschen Bürgern gewählt worden ist und nur diesen Menschen sowie ihrem Gewissen verpflichtet ist.

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Was sie schon immer über die „Westerwelle“ wissen wollten

Volker Pispers über die „Westerwelle“ – bis neulich …

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

„Aber jetzt, nach gerade mal 100 Tagen berauschtem Surfen auf den Schaumkronen der Macht, stellen die Liberalen verdutzt fest, dass die gigantische Westerwelle am Strand ausgelaufen ist und sie den Sand nicht mehr aus der Badehose kriegen.“

http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/detail.phtml?id=493439

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„Präsentismus“ für Anfänger

Schon seit längerem, und besonders jetzt in Zeiten der Wirtschaftskrise, beobachten Experten ein Phänomen, das sie mit dem Begriff „Präsentismus“ beschreiben: Aus Angst um ihren Job schleppen sich immer mehr kranke Beschäftigte an den Arbeitsplatz – wo sie dann Kollegen anstecken, mehr Fehler und Unfälle verursachen und längerfristig ihren Arbeitgeber und ihre eigene Gesundheit weit stärker schädigen als durch krankheitsbedingte Absenz.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Wie stark der Druck gestiegen ist, belegt der permanent steigende Anteil psychischer Krankheiten. Seit 1998 nahm er um mehr als 60 Prozent zu, im Jahr 2009 waren sie bereits Grund für mehr als jede zehnte Krankschreibung. Häufiger für Fehlzeiten verantwortlich sind nur noch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (21 Prozent), der Atmung (19 Prozent) sowie Verletzungen (13,6 Prozent).

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Fehlzeiten;art271,3026141?_FRAME=33&_FORMAT=PRINT

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„Geld muss dem Menschen dienen“ – Fritz Vogt aus Gammesfeld nennt Zinseszins als Verursacher von Zusammenbrüchen der Wirtschaft

Der ehemalige Gammesfelder Bankvorstand Fritz Vogt nennt sich selbst einen Antikapitalisten.

Der ehemalige Gammesfelder Bankvorstand Fritz Vogt nennt sich selbst einen Antikapitalisten.

Über neunzig Besucher waren am Montag, 25. Januar 2010, ins Gloria Kino in Schwäbisch Hall gekommen, wohin der Verein Hohenloher Franken e.V. anlässlich des ersten Geburtstags des Regiogeldes Fritz Vogt aus Gammesfeld zum Gespräch eingeladen hatte.

Von den Veranstaltern

Vorsitzender der „Rebellenbank“ in Gammesfeld

Vogt war von 1967 bis 2009 „geschäftsführender Vorstand und einziger Angestellter der Raiffeisenbank Gammesfeld“ (taz) – der kleinsten und rebellischsten Bank Deutschlands und wurde in dem Film „Schotter wie Heu“ weit über unsere Region hinaus gefeiert. Zum Auftakt des Abends wurden ausgewählte Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm „Der Schein trügt“ gezeigt, danach moderierte Hartmut Walter (Vorstandsprecher der genossenschaftlichen Dorfläden Gottwollshausen und Gailenkirchen) das Gespräch mit Fritz Vogt.

Kapital vermehrt sich ständig selbst, Geld jedoch dient den Menschen

Vogt, nach wie vor ein streitbarer Geist, beantwortete die Eingangsfrage nach der Funktion des Geldes mit einer Differenzierung von Geld und Kapital: Kapital vermehre sich ständig selber, Geld jedoch diene den Menschen. Er habe stets mit Geld gearbeitet, nie mit Kapital. Die Bedeutung der Regiogelder liege vor allem in der Schaffung von Bewusstsein – denn daran fehle es an allen Orten. Wenn die Menschen merken würden, was momentan geschieht – zum Beispiel die immense Verschuldung der nachfolgenden Generationen, um Wachstum anzuregen – würde längst etwas geschehen sein, um diese ungesunden Prozesse aufzuhalten.

System des Zinseszins führt zwangsläufig zu sich wiederholenden Wirtschaftszusammenbrüchen

Leider, so Vogt, gebe es keine Parteienvielfalt mehr, die einzige regierende Macht sei das Kapital. So könne auch eine Regiowährung den Zins nicht abschaffen, wohl aber die Auswüchse bewusst machen und in der Region relativieren. Das System des Zinseszins führe zwangsläufig zu sich wiederholenden Zusammenbrüchen in der Wirtschaft, falls die Abschöpfung nicht im schlimmsten Fall durch Kriege geschehe.

Ausbeutung des Menschen durch das Kapital stoppen

Die Ideen des soldarischen Bankenwesens von Raiffeisen erklärte Vogt „an den Fingern einer Hand“: Raiffeisen habe die Ausbeutung des Menschen durch das Kapital gestoppt, indem er an fünf wichtigen Punkten Widerstand leistete:

gegen das Monopolkapital: Hier nannte er das Beispiel der verhinderten Erdverbrennungsanlage Züblin vor 20 Jahren in Gammesfeld. Diese Anlage wurde dank des Widerstands eines Teils der Dorfgemeinschaft und Vogts nicht gebaut, weil sie die umliegende Landwirtschaft so verseucht hätte, dass nichts mehr hätte angebaut werden können. Später habe sich herausgestellt, dass sie nirgendwo gebaut wurde, weil sie nicht gebraucht wurde.

gegen Bürokratismus und behördlichen Willkür: So sei zum Beispiel im Gesundheitswesen so viel unnötige Bürokratie eingezogen, die natürlich zu Lasten der Patienten und Ärzte gehe.

gegen den Gigantismus unserer Zeit: Es dürfe nicht darum gehen, die Dinge immer größer, höher, schneller und weiter zu machen. Nicht die größten unternehmerischen Zusammenschlüsse seien dem Menschen am dienlichsten, sondern kleine dezentrale Läden und Unternehmen machten die Vielfalt des Lebens aus.

gegen die Entsolidarisierung der Gesellschaft: Nur wenn wir sehen, was unsere Mitmenschen brauchen, werden wir solidarische und damit faire Preise bezahlen. Es kann nicht sein, dass wir uns über Schnäppchen freuen, die auf Kosten ärmerer Menschen entstanden sind.

gegen den Technik-Fetischismus: die moderne Technik sei wichtig, wo sie unersetzlich sei – bei der Kontenverwaltung allerdings habe er sie nie gebraucht.

Lob für Dorfläden in Gottwollshausen und Gailenkirchen

Vogt lobte die Gründung der Dorfläden in Gottwollshausen und Gailenkirchen als genossenschaftliche Großtat, wünschte den Regiogeldinitiatoren viel Kraft und Mut für die Aufgabe, die sich vorgenommen haben und schloss damit, dass man manche Dinge besser durchs Tun erklären könne als durch viele Worte – „Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es.“ (Erich Kästner)

Zum Abschluss der Jubiläumswoche des einjährigen Bestehen des Regiogeldes veranstaltete Birgit Fischer, Geschäftsführerin der Naturkost Hohenlohe GmbH in Zusammenarbeit mit Woitalla Veranstaltungsservice im Untermünkheimer LebensmittelMarkt Ortsmitte einen Brunch, bei dem über 80 Besucher regionale Anbieter kennenlernen und in stilvollem Ambiente regionale Köstlichkeiten entdecken konnten. Der Erlös wurde dem Verein Hohenloher Franken e.V. gespendet. Eine außerordentliche musikalische Beilage lieferten Karin Fu und Martin Jacoby, deren Gage ebenso dem Vereinkonto zu Gute kam.

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