Geschichtsvergessenheit im Stuttgarter Gemeinderat – Toleranz à la CDU?

Vier Stadträte der CDU haben sich in einem Antrag an den Stuttgarter Gemeinderat unter der Überschrift „Rechtsextremismus bekämpft man nicht mit Linksextremismus“ am 2. Februar 2010 „empört und beunruhigt“ gezeigt über eine Veranstaltung, die der Stadtjugendring Stuttgart (SJR) am 2. März 2010 plant.

Pressemitteilung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), Kreisvereinigung Stuttgart

Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen

Als Ergänzung der gleichzeitig im Stuttgarter Rathaus gezeigten Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen, Baden-Württemberg für Toleranz und Menschlichkeit“ will der Stadtjugendring mit einem Vortrag über die rechte Musikszene und die darin transportierten rassistischen und faschistischen Ideologien informieren. Dazu hat der SJR eine Kennerin dieser Szene eingeladen, die sich seit langen Jahren nicht nur damit befasst, sondern auch im Arbeitskreis „Antifaschistische Stadtrundfahrten und Stadtrundgänge“ des SJR aktiv mitarbeitet.

Linksextremistische Aktivitäten

„Empört“ sind die CDU Stadträte allerdings nicht über die rechte Musikszene, sondern über die Referentin. Diese sei „Landesvorsitzende des Vereins ‚Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes‘ (VVN), der von „den Bundesverfassungsschutzbehörden als ‚linksextremistisch‘ eingestuft und vom Landesverfassungsschutz „wegen linksextremistischer Aktivitäten“ beobachtet werde. „Deshalb“, so die Gemeinderäte, „können wir es nicht akzeptieren, dass solche Veranstaltungen in Kooperation und unter dem Schirm der Landeshauptstadt ausgerichtet werden.“

CDU-Stadträte beschimpfen Referentin als „Linksextremistin“

Das meiste in der Begründung stimmt zwar nicht – die Referentin ist weder Landesvorsitzende, noch wird die VVN-BdA im Bundesverfassungsschutzbericht erwähnt. Der Landesverfassungsschutzbericht dagegen weiß zwar auch von keinen „linksextremistischen Aktivitäten“ zu berichten, erwähnt die VVN-BdA aber regelmäßig dennoch unter der Rubrik „linksextremistisch beeinflusste Organisation“ in seinem jährlichen Bericht. Die Begriffe „Linksextremismus“ und „Linksextremist“ sind anderswo weder rechtlich noch wissenschaftlich definiert. Den CDU-Stadträten reicht das aber alles aus, die Referentin, die sie gar nicht kennen, namentlich als „Linksextremistin“ zu beschimpfen. Das tun sie ausgerechnet im Zusammenhang mit einer von der Stadt Stuttgart im Rathaus vorgestellten Ausstellung gegen Rechts, deren Unterzeile „Für Toleranz und Menschlichkeit“ lautet.

Widerstandskämpfer von OB Schuster und Ministerpräsident Teufel geehrt

Schlimmer ist aber, dass die vier Stadträte zwar ausdrücklich die „gute und fachlich qualifizierte historisch-politische Jugendarbeit“, die der Stadtjugendring „in vielen Jahren aufgebaut hat“, loben, selbst aber einer erschreckenden Geschichtsvergessenheit verfallen sind. Die antifaschistischen Stadtrundfahrten und Stadtrundgänge waren von den Zeitzeugen, Widerstands­käm­pferInnen und Opfern des Faschismus aus der VVN-BdA initiiert und maßgeblich gestaltet worden. So steht es im Vorwort der Broschüre „Stadterkundungen“ des SJR, die diese Form der Jugendbildung begleitet. Zum 20. Jubiläum dieser Stadtrundfahrten im Jahre 2000 wurden die VVN-Mitglieder Erwin Holzwarth, Gertrud Müller, Hans Gasparitsch und Alfred Hausser vom SJR dafür ausdrücklich geehrt. Überdies erhielten die beiden letztgenannten aus der Hand des derzeit amtierenden Oberbürgermeisters Schuster das Bundesverdienstkreuz verliehen. Dem langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden der VVN-BdA, Alfred Hausser, gratulierte der damalige Ministerpräsident Teufel zum 90. Geburtstag 2002 mit den Worten: „Ich verbinde damit zugleich meine Anerkennung für Ihr couragiertes Eintreten gegen die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus und die Bewahrung des Vermächtnisses der Widerstandskämpfer im Dritten Reich.“

Welt­um­spannende Anti-Hitler-Koalition bezwang faschistische Bestie

Alle vier waren zum Zeitpunkt, als sie solchen Widerstand leisteten, Mitglied der KPD beziehungsweise des kommunistischen Jugendverbandes. Sie haben wie viele Tausende mit ihnen bewiesen, dass man den Faschismus, den man heute gerne auch „Rechtsextremismus“ nennt, mit Hilfe der Linken sehr wohl bekämpfen kann – im Zusammenwirken aller, die für Menschlichkeit einzutreten bereit sind. Das bewies auch die welt­um­spannende Anti-Hitler-Koalition. Nur dem Zusammenwirken von Staaten, Armeen und Widerstands­grup­pen in vielen Ländern konnte es schließlich gelingen, die faschistische Bestie zu bezwingen. Es waren nach der Begrifflichkeit der CDU-Stadträte ausgewiesene „Linksextremisten“, nämlich Soldaten der Roten Armee, die vor 65 Jahren unter anderem das Konzentrationslager Auschwitz befreiten.

Notwendige Zusammenarbeit aller wach halten

Im deutschen Widerstand haben die Linken, die Arbeiterbewegung und darin besonders die Kommunisten, nachweislich und unbestreitbar die zahlenmäßig größten Opfer erbringen müssen. Nach der Befreiung haben sich die wenigen Überlebenden des Widerstandes in der VVN zusammengeschlossen mit dem Ziel, diese Erfahrung der notwendigen Zusammenarbeit aller wach zu halten und nie wieder einen neuen Faschismus zuzulassen. Diese Aufgabe verfolgt die VVN-Bund der Antifaschisten, der nun eine neue Generation von NazigegnerInnen angehört, bis heute. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass weder der Oberbürgermeister noch die Mehrheit des Gemeinderates der versuchten Ausgrenzung und Verächtlichmachung einer engagierten Nazigegnerin und einer auch in unserer Stadt wichtigen Organisation folgen werden.

Die VVN-BdA Stuttgart fordert dazu auf einen Offenen Brief an OB Schuster und die Stuttgarter Stadträte zu unterschreiben, um diese zu einer postitiven Entscheidung zu bewegen. Der Offene Brief zum Herunterladen: Offener_Brief_VVN-BdA

Die unterschriebenen Offenen Briefe sollen an folgende Adresse geschickt werden:

VVN-Bund der Antifaschisten Baden-Württemberg e.V., Böblinger Str. 195, 70199 Stuttgart, Telefon 0711/603237, Fax 0711/600718, E-Mail baden-wuerttemberg@vvn-bda.de

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„FrauenAktiv in Schwäbisch Hall“ – Programm der „Frauenwochen“ hier zum Herunterladen

„FrauenAktiv in Schwäbisch Hall“, unter diesem Motto haben sich in diesem Jahr wieder 33 Frauen-Initiativ-Gruppen und Organisationen zusammen gefunden und  veranstalten ein vielfältiges Programm rund um den Frauentag am 8. März.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Nebenberuflicher Start in die Selbstständigkeit

Ab Freitag, 26. Februar bis Sonntag, 14. März 2010, reihen sich zahlreiche Veranstaltungen aneinander: Ein Seminar für Frauen, die einen nebenberuflichen Start in die Selbstständigkeit planen; zwei Informationsveranstaltungen für Berufsrückkehrerinnen; einen Workshop für Frauen in Gremien; Schnupperkurse bei der Frauenakademie; Filme; Führungen; Seminare; Vorträge, eine Ausstellung mit Künstlerinnen aus aller Welt und der Weltgebetstag am 5. März.

Internationales Frauenfrühstück in der Goethe-Mensa

Die zentralen Veranstaltungen in Schwäbisch Hall sind am Samstag, 6. März 2010, ab 9.30 Uhr das Internationale Frauenfrühstück in der Goethe-Mensa sein und der anschließende Info-Markt von 11 bis 14 Uhr in der Hospitalkirche. Ab 9 Uhr trommeln die Frauen des Trommelhauses Schwäbisch Hall den Tag ein. Ab 11 Uhr eröffnet der Frauenchor „Saltimbocca“ den Infomarkt, bei dem Information, Kennenlernen und Vernetzen im Mittelpunkt stehen.

Am Monag, 8. März 2010, zum Frauentag, gibt es ab 19 Uhr Sekt und Gespräch und im Anschluss das märchenhafte Clowntheater „Rotkäppele“ im Alten Schlachthaus im Schlachtsaal.

Gleichstellung erreichen

„Kurs halten! Gleichstellung ist das Motto des diesjährigen Frauentages, wir sind auf dem Weg, aber noch nicht angekommen. Ich freue mich, dass  viele Frauen mit ihrem großen Engagement mit auf diesem Weg sind. Sie haben  ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen organisiert und nutzen dabei die Gelegenheit, ihre Arbeit zu präsentieren,“ so lädt die Gleichstellungsbeauftragen der Stadt Schwäbisch Hall, Karin Eißele-Kraft, alle ein, teil zu nehmen, vorbei zu kommen, mit zu machen und mit dabei zu sein.

Info:
Flyer mit den Veranstaltungen liegen im Stadtgebiet Schwäbisch Hall aus oder sind erhältlich bei der Gleichstellungsbeauftragen der Stadt Schwäbisch Hall, Dr. Karin Eißele-Kraft, Am Markt 9.

Den Programm-Flyer zum Herunterladen gibt es hier bei Hohenlohe-ungefiltert: flyer_frauenwochen2010

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„Kein anderer Straftäter kommt so leicht davon!“ – Steuersünder retten sich mit Selbstanzeige

Reue soll belohnt werden – so ein gängiges Argument im Kontext Steuerhinterziehung. Dass es diese Reue in der Regel nicht gibt, kann sich jeder selber denken. Dass aber sogar die Finanzämter manchmal Warnbriefe an ihrer Kunden verschicken, gibt schon zu denken.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Bei dieser Heuchelei wird einem wirklich schlecht …

http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama406.html

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Gehirnwäsche

Wir sind geradezu umzingelt von interessengeleiteten Think-Tanks, die reflexartig ihre Geschützrohre in Stellung bringen, wenn sie ihre sozialstaatsfeindlichen Positionen gefährdet sehen. Das umso mehr, wenn diese Gefahr vom höchsten Gericht ausgeht. Als Denkfabriken getarnte Propaganda-Agenturen versuchen sofort, mit allen Mitteln die Stimmung im Lande in ihrem Sinne zu beeinflussen und sie drehen selbst den Karlsruher Richtern ihren Spruch im Munde herum. Westerwelle ist dabei nur der Bauchredner und die spendengehätschelte Marionette derjenigen, die auch hinter den PR-Agenturen stehen.

Gefunden von Axel Wiczorke,Hohenlohe-ungefiltert

Eine verdienstvolle Auflistung nebst Analyse von Wolfgang Lieb auf den NachDenkSeiten: vom ZEW, dem Kieler Institut für Weltwirtschaft, dem Institut zur Zukunft der Arbeit, Professor Raffelhüschen, dem Karl-Bräuer-Institut, dem Institut der deutschen Wirschaft und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft …

Im Anhang dann die schöne Auflistung der entgeltlichen Nebeneinkünfte von Guido Westerwelle in der 16. Legislaturperiode aus Vorträgen und Seminaren (leider verdeckt die „ü 7000 Euro“-Regelung das wahre Ausmaß):

Agentur Schenck: ü 7.000 Euro
Aspecta HDI Gerling Lebensversicherung AG:ü 7.000 Euro
AXA Krankenversicherung AG: ü 7.000 Euro
Close Brothers Seydler AG: ü 7.000 Euro
Congress Hotel Seepark, Thun/Schweiz: ü 7.000 Euro
CSA Celebrity Speakers GmbH: ü 7.000 Euro
DS Marketing GmbH: ü 7.000 Euro
econ Referenten-Agentur: ü 7.000 Euro
EDEKA Handelsgesellschaft: ü 7.000 Euro
UTOP Speaker Agency GmbH: ü 7.000 Euro
Fertighaus WEISS GmbH: ü 7.000 Euro
Flossbach & von Storch Vermögensmanagement AG: ü 7.000 Euro
Gemini Executive Search: über 7.000 Euro
Genossenschaftsverband Frankfurt: ü 7.000 Euro
Hannover Leasing GmbH & Co. KG: ü 7.000 Euro
Lazard Asset Management Deutschland GmbH: ü 7.000 Euro
LGT Bank AG, Zürich/Schweiz: ü 7.000 Euro
Lupus Alpha Asset Management GmbH: ü 7.000 Euro
Lupus Alpha Asset Mangement GmbH: ü 7.000 Euro
MACCS GmbH, Berlin: ü 7.000 Euro
Maritim Hotelgesellschaft mbH: ü 7.000 Euro
Movendi GmbH, Lohmar-Honrath: ü 7.000 Euro
Rednerdienst & Persönlichkeitsmanagement Matthias Erhard, München: ü 7.000 Euro
Serviceplan Agenturgruppe für innovative Kommunikation GmbH & Co. KG: ü 7.000 Euro
Solarhybrid AG, Brilon: ü 7.000 Euro
Team Event Marketing GmbH: ü 7.000 Euro
Vincero Holding GmbH & Co. KG: ü 7.000 Euro
Wolfsberg – The Platform for Executive & Business Development, Ermatingen/Schweiz: ü 7.000 Euro
Funktionen in Unternehmen (jeweils ü 7000 Euro)
ARAG Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Aufsichtsrat
Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, Beirat, bis 31. Dezember 2008
TellSell Consulting GmbH, Beirat, 2006

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4558#more-4558

Siehe hierzu auch die Manipulationen der Leser auf der ZEIT und der BILD-Zeitung:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4551

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1. Hohenloher Gentechnik-Filmtage starten am Donnerstag, 25. Februar 2010

Das Bündnis Gentechnikfreies Hohenlohe veranstaltet zusammen mit dem Kino im Schafstall (Schwäbisch Hall) und dem Kino Klappe (Kirchberg/Jagst) von Donnerstag, 25. bis Samstag, 27. Februar 2010, die „1. Hohenloher Gentechnik-Filmtage“.

Pressemitteilung des Bündnis Gentechnikfreies Hohenlohe

Risiken von Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln aufzeigen

Mit den Filmen „Scientists under attack“ (25. Februar 2010/ Kino im Schafstall/20 Uhr), „Percy Schmeiser – David gegen Monsanto“ (Freitag, 26. Februar 2010, Kino Klappe, Kirchberg/Jagst) und „Rock for Nature – der Natur eine Stimme geben“ (Samstag 27. Februar 2010, 20 Uhr, Kino Klappe, Kirchberg/Jagst) möchten die Veranstalter die Risiken von Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln aufzeigen.

Premiere: „Scientists under attack“ und „Rock for Nature“

Der Film „Scientists under attack“ ist ein politischer Thriller von Bertram Verhaag (DenkMal Film München) über Gentechnik, von der Wissenschaft abhängige Forscher und Meinungsfreiheit. Er kommt im April in die Kinos, wird aber jetzt schon auf den 1. Hohenloher Filmtagen gezeigt. Der Film „Percy Schmeiser-David gegen Monsanto“ über den Farmer Percy Schmeiser und seine Frau Louise aus Kanada, die seit 1996 gegen den Chemie- und Saatguthersteller Monsanto kämpfen, möchte all jenen Mut machen, die fürchten, man hätte als Einzelner keine Macht gegen Politik, Großkonzerne und die Wirtschaft. Auch der 90-minütige Film über das Festival Rock For Nature im August 2008, „Rock For Nature – der Natur eine Stimme geben“, wird erstmals im Kino gezeigt. Der Film ist eine politische Botschaft, in dem sich neben den Stars wie Joe Cocker und Wir sind Helden auch die Vorreiter der gentechnikkritischen Bewegung wie Vandana Shiva und Percy Schmeiser zu Wort melden.

Diskussion „Wissenschaft unter dem Druck der Agrarlobby“

In der Diskussionsrunde „Wissenschaft unter dem Druck der Agrarlobby“ im Anschluss an „Scientists under attack“ (25.2.) diskutieren Susan Bardócz (Autorin des Buchs „Sicherheitsrisiko Gentechnik“/Trägerin des Stuttgarter Friedenspreis 2009) und Jürgen Binder vom Verein Gentechnikfreies Europa e.V. mit dem Publikum. Susan Bardócz wurde 1999 als Leiterin einer Arbeitsgruppe am renommierten Rowett Institute in Aberdeen entlassen, nachdem ihr Mann Arpad Pusztai, auch am Rowett-Institute tätig, gentechnikkritische Ergebnisse eines Fütterungsversuchs mit Ratten veröffentlicht hatte. Sie berichtet über die unzureichende Sicherheitsüberprüfung von gentechnisch veränderten Produkten und über den Umgang mit Gentechnik-kritischen Wissenschaftlern. Zusammen mit Jürgen Binder vom Verein Gentechnikfreies Europa hat sie und ihr Mann Arpad Pusztai, der ein bedeutende Rolle im zuvor gezeigten Film spielt, das Buch „Sicherheitsrisiko Gentechnik“ veröffentlicht und dafür den Stuttgarter Friedenspreis 2009 erhalten.

Diskussionsrunde „Gentechnik bedroht die Wiege des Mais“

Nach dem spannenden Film „Percy Schmeiser-David gegen Monsanto“ am Freitag informieren in der Diskussionsrunde „Gentechnik bedroht die Wiege des Mais“ Teilnehmer der agrarpolitischen Reise in die Sierra Juarez/Mexiko des Bündnis Gentechnikfreies Hohenlohe über die Situation der Verunreinigung des Ursprungslandes des Mais mit Gentechnik.

Mit Rudolf Bühler diskutieren

Nach der Uraufführung des Dokumentarfilms „Rock for Nature –der Natur eine Stimme“ besteht die Möglichkeit, mit dem Initiator von „Rock For Nature“, Rudolf Bühler, über dieses bisher einmalige Festival für eine gentechnikfreie Welt zu diskutieren.

Weitere Informationen (zum Beispiel Flyer) unter www.gentechnikfreies-hohenlohe.de, www.kinoklappe.de und www.kinoimschafstall.de

Ansprechpartner:
Bündnis Gentechikfreies Hohenlohe
Jochen Fritz
Raiffeisenstraße 7
74549 Wolpertshausen
07904-979767
0171-8229719
buendnis-hohenlohe@gmx.de

Programm:
Donnerstag, 25. Februar 2010
Kino im Schafstall ,19:30 Uhr
Eröffnung der 1. Hohenloher Gentechnik Filmtage
20 Uhr
Scientists under attack
anschließend Podiumsgespräch: Wissenschaft unter dem Druck der Agrarlobby
mit: Susan Bardócz, Autorin  des Buchs „Sicherheitsrisiko Gentechnik“
Jürgen Binder, Herausgeber des Buchs „Sicherheitsrisiko Gentechnik“
Mitveranstalter: Kino im Schafstall, Bioland Hohenlohe
Weitere Vorführungstermine unter: www.kinoimschafstall.de

Freitag, 26. Februar 2010
Kino Klappe, Kirchberg/Jagst
20:30 Uhr
Percy Schmeiser- David gegen Monsanto
anschließend Gesprächsrunde:
Gentechnik bedroht die Wiege des Mais
Mit Teilnehmern der agrarpolitischen Reise des Bündnis Gentechnikfreies
Hohenlohe nach Mexiko
Mitveranstalter:
Kino Klappe, NABU Kirchberg, Maschinenring Blaufelden, Arbeitskreis Blaufelden des ev. Bauernwerk, Demeter Hohenlohe
Weitere Vorführungstermine unter: www.kinoklappe.de

Samstag, 27. Februar 2010
Kino Klappe, Kirchberg/Jagst
20:30 Uhr
Rock for Nature – der Natur eine Stimme geben
anschließend: „Rock for Nature“- Gespräch mit dem Initiator von „Rock For Nature“ Rudolf Bühler, Biobauer aus Wolpertshausen
Mitveranstalter: Kino Klappe, Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall
Weitere Vorführungstermine unter: www.kinoklappe.de

Kino-Adressen:
Kino Klappe
Untere Gasse 8
D-74592 Kirchberg/Jagst
Tel 07954 / 92 55 66
Fax 07954 / 92 55 68
kinoteam@kinoklappe.de

Kino im Schafstall
Im Lindach 9
74523 Schwäbisch Hall
schafstall@clubalpha60.de

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Eine „unfrohe“ Weihnachtsbotschaft – Wird der Haller Weihnachtsmarkt 2010 verlegt?

Dreikönigsaltar der Haller St. Michaelskirche.

Dreikönigsaltar der Schwäbisch Haller St. Michaelskirche – entstanden um 1520.

Ende des Jahres 2009 brachte der städtische Eigenbetrieb „Touristik und Marketing“ einen Postkartenkalender „Schwäbisch Hall 2010“ heraus. Als Dezembermotiv wurde der obere Teil des um 1520 entstandenen und von dem Würzburger Vikar Kilian Kempffenagel gestifteten Dreikönigsaltar der Haller St. Michaelskirche gewählt. Als „Weihnachtsbotschaft“ findet sich auf der Rückseite der zum Versand an auswärtige Verwandte, Freunde und Bekannte bestimmten Postkarte der erstaunliche Hinweis: „10. — 23.12. Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz“.

Artikel aus dem Schwäbisch Haller Monatsmagazin Alpha Press, Ausgabe Februar/März 2010

Geschäftsleute zornig und empört

Geschäftsleute in der Gelbinger Gasse, denen wir den Postkartenkalender mit dieser „unfrohen Weihnachtsbotschaft“ zeigten, reagierten hierüber im Gespräch eher zornig und empört als erstaunt, denn die jüngsten Geschehnisse um den erfolglos gebliebenen Massenprotest gegen den Umzug der städtischen Musikschule ins Knast-Areal sind noch in sehr frischer Erinnerung und scheinen „unvergesslich“….

Gemeinderäte der FWV, CDU und SPD gaben keine Antwort

Per e-mail haben wir auch alle Fraktionsvorsitzende des Haller Gemeinderats über die dargestellte Ankündigung informiert und um eine Stellungnahme gebeten, da „über die hierzu notwendige Verlagerung des Wochenmarktes und die Veranstaltung des Weihnachtsmarktes auf dem Marktplatz im Haller Gemeinderat noch nicht abschließend beraten wurde“.
Es ist kaum anzunehmen, dass es der FWV, CDU und SPD hierüber glatt die Sprache verschlagen haben mag, weil sie hierauf nicht reagierten…. Aber immerhin wusste Thomas Preisendanz (FDP) auf unsere Anfrage fachkundig mitzuteilen: „einen Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz wird es dann geben, wenn der Gemeinderat zustimmt“. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Andrea Herrmann bemerkte: „Mich wundert langsam gar nicht mehr.“

Neues Weihnachtsmarktkonzept für 2011 geplant

Und die Erste Bürgermeisterin, Bettina Wilhelm, zu deren Dezernat der städtische Eigenbetrieb „Touristik und Marketing“ zählt, reagierte auf unsere gleichlautende Anfrage vom 20. Januar 2010 am 29. Januar 2010 brieflich und bei gleichzeitiger Durchschrift an Herrn Kronmüller als Interessenvertreter der Geschäftsinhaber der betroffenen Gelbinger Gasse und Herrn Barg von Hall aktiv e.V. mit der Bemerkung, dass „der …zu Recht kritisierte Punkt… leider ein Versehen unsererseits“ ist, und führt weiter aus: „Da die Buchhandlungen den Postkartenkalender schon immer sehr früh haben möchten, wurde dieser bereits von der ‚Touristik und Marketing Schwäbisch Hall‘ im Frühsommer 2009 konzipiert. Zu diesem Zeitpunkt gingen die zuständigen Mitarbeiter/innen noch davon aus, dass der Weihnachtsmarkt 2010 auf dem Marktplatz, mit verkürzter Dauer, stattfinden würde.
Wir planen ein neues Konzept für den Weihnachtsmarkt 2011, das wir dem Gemeinderat im Frühjahr 2010 vorstellen werden. Für das Jahr 2010 ist vorgesehen, den Weihnachtsmarkt wie gehabt in der ‚Gelbinger Gasse‘ zu belassen.“

OB Pelgrim hatte Weihnachtsmarkt von der Tagesordnung genommen

Dabei ging die Verwaltung damals wohl stillschweigend davon aus, dass ihr Plan, den Weihnachtsmarkt aus Attraktivitätsgründen auf den Marktplatz zu verlegen, schon von einer sicheren Mehrheit im Gemeinderat  „abgenickt“ werde. Doch OB Pelgrim gab zu Beginn der Gemeinderatssitzung vom 29. Juli 2009 bekannt, dass der geplante Tagesordnungspunkt „Weihnachtsmarkt ab dem Jahre 2010 in Schwäbisch Hall“ von der Tagesordnung heruntergenommen wurde.

Haller Hotelier hatte sich über „dürftiges Erscheinungsbild“ beklagt

Dem war bereits vor einiger Zeit vorausgegangen, dass ein bekannter Haller Hotelier namens seiner Gäste bei der Stadt Beschwerde über das im Vergleich zu anderen Städten dürftige Erscheinungsbild des Weihnachtsmarktes in der Gelbinger Gasse geführt hatte. Und auch in der Fragestunde der Gemeinderatssitzung vom 27. Februar 2009 wollte SPD-Stadtrat Sakellariou wissen, welche Anstrengungen die Stadt unternehme, „um die Attraktivität des Weihnachtsmarktes in der Gelbinger Gasse zu erhöhen“. Weil es der Stadt hierzu geeigneter eigener Ressourcen offensichtlich mangelte, suchte sie nach dem Vorbild „Jakobimarkt“ nach einem geeigneten Generalunternehmer, der als Veranstalter den Weihnachtsmarkt attraktiv auszurichten wüsste, der sich aber mit der notwendigen Seriosität ausgestattet nicht rechtzeitig finden lassen wollte…

Es herrscht das Prinzip Hoffnung

Die Stadt stellt nun den sich vernachlässigt fühlenden Geschäftsleuten der Gelbinger Gasse mit der Inbetriebnahme des Kocherquartiers in 2011 einen deutlichen Attraktivitätsgewinn in Aussicht, so dass der dortige Weihnachtsmarkt in seiner bisherigen Ausgestaltung zu verschmerzen sei.  Wie im richtigen Leben: Wenn nichts mehr hilft, hilft eben nur noch das „Prinzip Hoffnung“…

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„Vom großen Glück“ – Vortrag in der Bauernschule Hohenlohe in Kirchberg/Jagst-Weckelweiler

Alltäglich ist der große Wunsch nach Glück und Freude, nach Gesundheit und sozialer Sicherheit.

Pressemitteilung der Bauernschule Hohenlohe

Dem Glück auf die Sprünge helfen

Sprichwörtlich: „Jeder ist seines Glückes Schmied.“ Dieses Sprichwort wird oft leicht dahingesprochen. Ohne dass uns bewusst wäre, wie wir Glück finden können. Christof Leuze, der sich viel mit Lebensfragen befasst, referiert am Samstag, 27. Februar 2010, ab 14 Uhr, in Kirchberg/Jagst-Wechelweiler in den Räumen der Bauernschule Hohenlohe über das Thema „Der große Wunsch nach Glück und Freude“. Dabei geht es auch um unsere Einflüsse beim „Schmieden“ unseres Glücks.

Informationen und Kontakt:

Hans-Jürgen Lange, Gehrendshalde 40, 74427 Fichtenberg, Telefon 07971/978070.

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„Aktuelle Diskussion über Hartz IV ist diffamierend“ – 300 Gäste beim DGB-Jahresempfang Heilbronn-Franken

Politiker, Betriebsräte, Organisationsvertreter, Arbeitgeber… Menschen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Gewerkschaft, also ein „buntes Volk“ versammelte sich anlässlich des traditionellen DGB-Jahresempfangs vor kurzem in den Räumen der Aufbaugilde Heilbronn.

Pressemitteilung der DGB-Region Nordwürttemberg

„Betriebsratsverseuchtes“ Volk am Aschermittwoch

Aus allen Teilen der Region waren sie zum politischen Aschermittwoch zusammengekommen: Der Oberbürgermeister aus Crailsheim genauso wie der arbeitslose Hartz IV-Empfänger aus Heilbronn, die Sozialgerichtspräsidentin und der Parteivorsitzende der Linken aus dem Main-Tauber-Kreis – der Heilbronner Polizeipräsident oder Betriebsräte der IG Metall aus Schwäbisch Hall, insgesamt mehr als 300 Gäste darunter alleine vier Landtagsabgeordnete und zwei Bundestagabgeordnete. Und das Ganze ziemlich „betriebsratsverseucht“, meinte die DGB-Regionssekretärin Silke Ortwein in Anlehnung an das Unwort des Jahres 2009 und fügte hinzu: “aber darauf sind wir stolz“.

Verzicht auf Stuttgart 21 zugunsten schwächelnder Kommunen

Bernhard Löffler,  Regionsvorsitzender der bundesweit größten DGB Region Nordwürttemberg und Annelie Buntenbach, geschäftsführendes DGB-Bundesvorstandsmitglied zeigten sich in ihren Reden kampfbereit: Löffler forderte in seinen lokalen Anmerkungen den zweigleisigen Ausbau der Frankenbahn sowie den Verzicht auf den Stuttgarter Tiefbahnhof/Stuttgart 21 zugunsten der schwächelnden Kommunalhaushalte.. Er kritisierte die Einführung der Werkrealschulen, die laut Löffler „mittelfristig den Tod kleinerer Schulstandorte in der Fläche, wie in der Region zum Beispiel in Gemmingen“ bedeuten.

Aktuelle Diskussion über Hartz IV ist diffamierend

Im besonderen Focus beider Reden stand aber die aktuelle Diskussion zum Thema Hartz IV, die als diffamierend und  in höchstem Maße sozial ungerecht bezeichnet wurde. “Westerwelle“, so Löffler wörtlich, „betätigt sich mit seiner Diffamierung Arbeitsloser als sozialer Brandstifter“. Seine Aussage, dass ein Arbeiter mehr verdienen müsse als ein Empfänger sozialer Unterstützung sei so banal wie richtig, ignoriere jedoch, dass der eigentliche Skandal die niedrigen Löhne wären, für die Menschen in diesem Land arbeiten müssten. „Westerwelle verschweigt, dass Menschen zu Hungerlöhnen arbeiten müssen, die nicht einmal zum Leben reichen und dass die deutsche Bank im heftigsten Jahr der Wirtschaftskrise schon wieder Milliarden Umsatzplus macht, während die Armut in der BRD weiter steigt. Westerwelle will mit dieser Diskussion von den wirklichen Verursachern der Krise, den Crashbanken und Casinokapitalisten ablenken. Da werden die Opfer zu Tätern gemacht“, so Löffler weiter.

Annelie Buntenbach machte deutlich wofür und wogegen der DGB in diesem Jahr 2010 kämpfen wird:

Gegen die Rente mit 67, für einen Existenz sichernden Mindestlohn, guten Lohn für gute Arbeit, gleiche Bildungschancen für alle, gegen Studiengebühren, für eine paritätisch finanzierte Krankenversicherung und gegen die Kopfpauschale. Annelie Buntenbach wörtlich: mit vielen Bündnispartnern „werden wir uns mit den Regierungsplänen auseinandersetzen und unsere Ideen einer solidarischen Bürgerversicherung weiterentwickeln. … die Krankenversicherung darf kein Spielball von Gewinninteressen sein, sondern muss solidarisch organisiert sein und ein Höchstmaß an Qualität für eine wohnortnahe Versorgung in der Fläche leisten.“

Anschließend gab es bei den Anwesenden Gesprächsstoff genug: auch wenn die Positionen naturgemäß unterschiedlicher kaum sein konnten. So kam es zu manch angeregter Unterhaltung und ungewöhnlicher Begegnung von Menschen verschiedenster Herkunft. Umrahmt wurde die Veranstaltung stimmungsvoll vom Duo „Mixtour“ aus Stuttgart.

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Grünen-Landtagsspitze besichtigt ebm-papst und Bausparkasse

Der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im baden-württembergischen Landtag, Winfried Kretschmann, kommt mit seinem Stellvertreter Franz Untersteller und dem finanzpolitischen Sprecher, Eugen Schlachter, am Montag, 3. März 2010, in die Landkreise Hohenlohe und Schwäbisch Hall.

Pressemitteilung der Grünen Schwäbisch Hall und Hohenlohe

Firmenbesuche bei ebm-papst und in der Bausparkasse

Nach einem Firmenbesuch bei ebm-papst in Mulfingen am Vormittag, steht am Nachmittag ein Gespräch bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall auf dem Programm. Teilnehmen werden auch Vertreter der Grünen-Kreisverbände Schäbisch Hall und Hohenlohe.

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