DJV-Geschäftsführer: Übernahme des Haller Tagblatts könnte die lokale Vielfalt gefährden

Zur geplanten Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwestpresse Ulm hat sich auf Nachfrage von Hohenlohe-ungefiltert auch der Rechtsanwalt Marc Ecker, Geschäftsführer des Deutschen Journalistenverbands (DJV), Landesverband Baden-Württemberg, geäußert.

Von Ralf Garmatter, Freier Journalist aus Kirchberg/Jagst

DJV-Landesgeschäftsführer Marc Ecker ist der Ansicht, dass die mögliche Übernahme des Haller Tagblatts durch die Südwestpresse die lokale Vielfalt im Bereich Schwäbisch Hall gefährden könne. „Unter Umständen könnte die publizistische Kompetenz steigen und auch die Wirtschaftlichkeit der Zeitung wachsen“, meint er. Bei der Übernahme der Lokalzeitung sei das Kartellamt an die Regelungen des Kartellrechts gebunden. Für „eine Strohmannrolle des Herrn Detjen“ beim Kauf des Haller Tagblatts im Jahr 2002 liegen dem DJV laut Marc Ecker keine Belege vor.

Lesen Sie zu dem Thema auch die weiteren Artikel in Hohenlohe-ungefiltert:
http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=302
http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=859
http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=681

Das Bundeskartellamt hat zu dem Übernahmeantrag der Südwestpresse noch keine Entscheidung gefällt. Bereits zweimal hat das Kartellamt die Frist für die Entscheidung verlängert. Derzeit aktueller Stand: Eine Entscheidung des Bundeskartellamt wurde von der Behörde für spätestens 23. April 2009 angekündigt. „Die Entscheidungsfrist wurde auf Bitte der beteiligten Unternehmen erneut auf den 23. April verlängert“, teilte Kartellamtssprecher Kay Weidner auf Nachfrage von Hohenlohe-ungefiltert mit. „Selbstverständlich werden das Verfahren betreffende sachdienliche Hinweise und Informationen gerne von der zuständigen 6. Beschlussabteilung entgegengenommen und gewürdigt“, so Weidner weiter.

Info: Der Deutsche Journalistenverband ist neben der Deutschen Journalistenunion (dju) von verdi eine von derzeit zwei Journalistengewerkschaften in Deutschland. Der DJV-Landesverband Baden-Württemberg ist für das gesamte Bundesland zuständig.

Internet: www.djv-bw.de und www.djv.de


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Wie wenig Demokratie verträgt Europa ? – Podiumsdiskussion am 20. März 2009 in Schwäbisch Hall / Anmeldung bis Mittwoch, 18. März 2009

Wie wenig Demokratie verträgt Europa?, lautet die zentrale Frage bei einer Podiumsdiskussion mit Europa- und Bundespolitikern am Freitag, 20. März 2009, um 19 Uhr im Neubausaal in Schwäbisch Hall. Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt, der Bundestagsabgeordnete Christian Freiherr Christian von Stetten, der EU Parlamentskandidat der Grünen, Andreas Braun, der EU Parlamentskandidat der FDP, Davor Kovacevic und OB Hermann-Josef Pelgrim über demokratische Strukturen und Defizite der Europäischen Union. Die Veranstaltung soll laut Veranstalter zeigen, wie wichtig die Wahl zum Europäischen Parlament am 7. Juni 2009 für die Region Hohenlohe ist.

Von Thomas Scheu vom EUROPAbüro Wolpertshausen

„Bedeutung des Europaparlaments wird unterschätzt“

Das Europäische Parlament in Straßburg und Brüssel ist das größte multinationale Parlament der Welt. 785 Abgeordnete aus 27 Staaten vertreten rund 490 Millionen Menschen. Deutschland hat 99 Abgeordnete, davon sind elf aus Baden-Württemberg. Die Bedeutung dieses Parlaments wird ständig unterschätzt. Viele Bürgerinnen und Bürger sind der Ansicht, Straßburg und Brüssel sind ganz weit weg. Ein Großteil der Gesetze in den Staaten der Europäischen Union geht auf eine Mitentscheidung des Europäischen Parlaments zurück. Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog schätzt, dass fast 90 Prozent der in Deutschland geltenden Gesetze ihren Ursprung in der Europäischen Union haben. Ein Grund, auch anlässlich der bevorstehenden Europawahl, sich mit dem Europäischen Parlament und seinen Aufgaben näher zu beschäftigen.

Bürger können bei der Veranstaltung mitdiskutieren
Zum Auftakt der Veranstaltung referiert Jochen Kubosch, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments aus München, über die Kompetenzen des Europäischen Parlaments. Anschließend diskutieren die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt, der Bundestagsabgeordnete Christian Freiherr Christian von Stetten, der EU Parlamentskandidat der Grünen, Andreas Braun, der EU Parlamentskandidat der FDP, Davor Kovacevic und OB Hermann-Josef Pelgrim über demokratische Strukturen und Defizite der Europäischen Union. Moderiert wird die Diskussion von Rainer Hocher, dem Redaktionsleiter des Haller Tagblatts. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche direkten Auswirkungen die Arbeit des Europäischen Parlaments auf die Bürgerinnen und Bürger hat, und warum es durchaus entscheidend sein könnte, bei der Europawahl eine Stimme abzugeben. Die Podiumsdiskussion geht auf eine Initiative des Europazentrums Stuttgart zurück. Das Publikum hat auch Gelegenheit seine Ansichten oder Fragen in diese Diskussion mit einzubringen.

Teilnahme ist kostenlos – Anmeldung bis Mittwoch, 18. März 2009 erwünscht

Die Teilnahme ist kostenlos, alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen. Anmeldungen nimmt das Büro des Bürgerbeauftragten bis Mittwoch, 18. März 2009 unter Telefon 0791/751-204 bzw. 0791/751-206 oder per E-Mail an peter.wunderlich@schwaebischhall.de entgegen. Das Europabüro Wolpertshausen beteiligt sich mit einem Infostand rund um das Thema Europäische Union. Weitere Informationen unter www.europabuero.info.

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Ehemals verschollene jüdische Standesbücher jetzt im Internet – Auch viele Dokumente von jüdischen Gemeinden in Hohenlohe einsehbar

Mit der Digitalisierung der jüdischen Standesregister bietet das Landesarchiv Baden-Württem­berg professionellen und privaten Forschern aus aller Welt erstmals die Möglichkeit, eine stark nachgefragte Quelle online auszuwerten. Auch in Hohenlohe hat es zahlreiche jüdische Gemeinden gegeben. Beispielsweise in Crailsheim, Michelbach/Lücke, Dünsbach, Braunsbach, Dörzbach, Schwäbisch Hall und in vielen weiteren Ortschaften. Auch von den jüdischen Gemeinden in Hohenlohe sind die Dokumente nun online einsehbar. www.landesarchiv-bw.de/hstas/findbuch/j386

Von Dr. Regina Keyler,  Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart
Die Standesregister der jüdischen Gemeinden, die in Baden und Württemberg seit dem 19. Jahrhundert geführt worden waren und vor Einrichtung der Standesämter die wichtigste genealogische Quelle darstellen, wurden 1942 vom damaligen Reichssippenamt eingezogen, um sie zentral in Schloss Rathsfeld in Thüringen auf Mikrofilm aufnehmen zu lassen. Diese Filme überstanden die letzten Kriegstage, im Gegensatz zu den Standesregistern, die seitdem als verloren gelten müssen. Die Firma Gattermann, die die Verfilmung im Auftrag des Reichs­sippenamts vorgenommen hatte, bot in den Nachkriegsjahren den jüdischen Kultusgemeinden und den Archivverwaltungen die Filme zum Kauf an. In den südwestdeutschen Staaten wurden die Filme aus Staatsmitteln bezahlt und den jüdischen Gemeinden zur Verfügung gestellt. Bald jedoch traten die Kultusgemeinden an die Ministerien mit der Bitte heran, von den Filmen Abzüge herstellen zu lassen, da die Filme von schlechter Qualität waren und sich ohne Spezialgeräte kaum nutzen ließen.
Als die „Gattermann-Filme“ in das Hauptstaatsarchiv Stuttgart kamen, war ihr Erhaltungszu­stand schlecht. Durch unsachgemäße Lagerung war das Trägermaterial brüchig geworden, so dass die Gefahr von Bildverlusten bestand. Durch die Lagerung in einem geregelten Klima und eine langsame Befeuchtung konnte der Erhaltungszustand so weit verbessert werden, dass in den 1980er Jahren Duplikatfilme hergestellt werden konnten, die für die Nutzer an Mikrofilm­lesegeräten im Lesesaal des Hauptstaatsarchivs Stuttgart bereitgestellt wurden.
Die Nutzung war jedoch immer noch mühsam, denn bei der Aufnahme waren zunächst alle rechten, dann alle linken Seiten eines Bandes verfilmt worden, so dass zusammengehörige Aufnahmen auf dem Film verteilt waren. Auch nachdem die einzelnen Seiten ausgedruckt und die Bände rekonstruiert worden waren musste für manche Seite, die auf dem Ausdruck nicht lesbar war, auf den Film zurückgegriffen werden.
Das Landesarchiv Baden-Württemberg präsentiert seit über 10 Jahren Archivgut im Internet. Daher war es naheliegend, diese schwer zugänglichen Archivalien den Nutzern digitalisiert zur Verfügung zu stellen. Die Digitalisate wurden in die richtige Reihenfolge gebracht und mit dem Online-Findbuch verknüpft. Die Qualität ist beeindruckend: durch Bildbearbeitungsverfahren war es möglich, extrem über- oder unterbelichtete Seiten wieder lesbar zu machen.

Weitere Infos unter www.landesarchiv-bw.de/hstas/findbuch/j386

Dr. Regina Keyler
Landesarchiv Baden-Württemberg
Hauptstaatsarchiv Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 4
D-70173 Stuttgart
Tel.: 0711/212-4327
Fax: 0711/212-4360
E-Mail: regina.keyler@la-bw.de

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Bündnis 90/Die Grünen nominieren in Cröffelbach ihre Kreistagskandidaten

Bündnis90/DIE GRÜNEN im Landkreis Schwäbisch Hall stellen am Samstag, 21. März 2009, um 18 Uhr im Gasthaus Ochsen in Wolpertshausen-Cröffelbach die Kandidaten ihrer Liste für die Kreistagswahl auf. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Von Harald Ebner, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Schwäbisch Hall und Kandidat der Partei im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe für die Bundestagswahl 2009

Die Tagesordnung sieht folgende Punkte vor:
1. Begrüßung
2. Protokoll der letzten Kreismitgliederversammlung (KMV)
3. Wahl der Versammlungsleitung
4. Weitere Formalien:
a.) Wahl einer Person zur Fertigung der Niederschrift
b.) Wahl der zwei wahlberechtigten Personen/Vertrauensleuten, die die Niederschrift unter-
zeichnen
c.) Beschluss über das Wahlverfahren
d.) Wahl der Personen für die Stimmauszählung
5. Vorstellung der Bewerberinnen und Bewerber für die Liste (Wahlvorschlag)
6. Aufstellung des Wahlvorschlags durch geheime Wahl.
Die BewerberInnen werden getrennt nach den jeweiligen Kreistags-Wahlkreisen gewählt:
Schwäbisch Hall (1), Rosengarten (2), Gaildorf (3), Frankenhardt (4), Crailsheim (5), Ilshofen
(6) und Schrozberg (7).
7. Termine
8. Sonstiges

Weitere Termine zum Vormerken:
Freitag, 20. März, 19 Uhr: Podiumsdiskussion zur Europawahl, Neubausaal in Schwäbisch Hall mit Andreas Braun
Dienstag, 24. März, 20 Uhr: Info-Veranstaltung zum Thema Mobilfunk mit Prof. Dr. Wilfried Kühling, Dorfgemeinschaftshaus in Rosengarten-Uttenhofen.
Freitag, 3. April, voraussichtlich 14.30 Uhr: Die Europaabgeordnete Heide Rühle kommt nach Kirchberg/Jagst zum Kommunalgespräch und zur Feier von 25 Jahre Unabhängige grüne Liste Kirchberg (UGL). Zunächst findet im Kirchberger Rathaus ein kommunalpolitisches Gespräch mit Bürgermeister Stefan Ohr und grünen MandatsträgerInnen statt. Danach sind verschiedene Stationen wie Wasserversorgung als Beispiel kommunaler Daseinsfürsorge (Enthärtung, Eigenwasser), Energiekonzept am Beispiel Schulzentrum-Festhalle-Baugebiet Kreuzstein, Soziale Einrichtungen und ihre Bedeutung für die Kommune Kirchberg vorgesehen. Um 19 Uhr findet im Kirchberger Landhotel der Festakt 25 Jahre UGL statt.

Samstag, 25. April, 16 Uhr: Wahlkampfauftakt mit dem Bundestagsabgeordneten Fritz Kuhn im Rittersaal des Kirchberger Schlosses.

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