Gegen Stuttgart 21: „Neujahrswünsche an unseren Ministerpräsidenten“

Hohenlohe-ungefiltert dokumentiert die Rede von Parkschützer Jürgen Hugger bei der Demonstration vor dem Stuttgarter Neuen Schloss gegen die Fortführung von “Stuttgart 21″ (S21).

Informationen zugesandt von Roman Schmitt, Kirchberg/Jagst

Bahn hinterlässt am Südflügel wieder eine Brachlandschaft

Der Ministerpräsident empfängt heute zum neuen Jahr, hier im Neuen Schloss. Auch wir Bürger sind gekommen, mit guten Wünschen für unsere Regierung, aber auch mit Fragen und Erwartungen an unsere Regierung. Anders als am 30.9. im Schlossgarten waren Sie, Herr Kretschmann, gestern Nacht vor dem Südflügel nicht dabei. Herr Ministerpräsident, haben Sie die Bahn eigentlich schon einmal gefragt, warum sie den Südflügel abreißen will, wo sie doch offensichtlich und nachweislich nicht in der Lage ist, an seiner Stelle etwas Neues zu errichten? Hat die Bahn Ihnen gesagt, dass sie nichts weiter leisten kann, als eine weitere Brache in unsere Innenstadt zu schlagen, so wie wir sie seit über einem Jahr an der Stelle des zur Unzeit abgerissenen Nordflügels haben? Oder haben Sie lieber nicht nachgefragt, weil Sie die Antwort fürchten?

Für das Grundwassermanagement gilt ein Baustopp

Fakt ist, dass die Baugrube, für die der Südflügel abgerissen werden soll, erst lange nach Inbetriebnahme des Grundwassermanagements ausgehoben werden kann, also frühestens in zwei oder drei Jahren. So sieht es übrigens auch die Bauablaufplanung der Bahn vor: Der Abriss des Südflügels ist in der Planung als einer der letzten Schritte vorgesehen, lange nach Inbetriebnahme des Grundwassermanagements. Ein Abriss für ein zweites Grundwassermanagement, so wie Projektleiter Penn es gerade verkündet, wäre erstens unsinnig und ist zweitens weder beantragt noch genehmigt. Übrigens, Herr Kretschmann, für das Grundwassermanagement gilt ein Baustopp, weil noch nicht einmal die bislang beantragten Planänderungen genehmigt sind. Vor allem hat die Bahn keine Genehmigung, mehr als 3 Milliarden Liter Grundwasser abzupumpen. Es ist also erst einmal müßig, über den Bau weiterer Grundwassermanagement-Anlagen nachzudenken, oder dafür gar den Südflügel abzureißen.

Bahn will das Land erpressbar machen

Wir Bürger wundern uns, wie die Bahn damit umgeht, dass sie für das zwingend erforderliche Grundwassermanagement kein Baurecht hat. Wissen Sie, Herr Ministerpräsident, was die Bahn tun will, wenn sie keine Genehmigung erhält, weit mehr als doppelt so viel Grundwasser abzupumpen wie ursprünglich beantragt? Oder drücken Sie lieber beide Augen zu, wenn die Bahn eben ohne Genehmigung einfach mal Fakten schafft, um so den Artenschutz zu hintergehen und das Land erpressbar zu machen?

Bahn sucht seit zwei Jahren erfolglos nach einem Bauunternehmen

Haben Sie, Herr Kretschmann, die Bahn einmal gefragt, wie sie eigentlich ohne Auftragnehmer bauen will? Oder hat die Bahn Ihnen vorsichtshalber nicht verraten, dass sie nun schon seit zwei Jahren erfolglos nach einem Bauunternehmen sucht, das bereit wäre, den hoch riskanten und seit langem überfälligen Nesenbachdüker zu graben? Hat die Bahn vielleicht vergessen zu erwähnen, dass niemand, keine einzige Baufirma, willens ist, das Technikgebäude zu bauen, das an Stelle des seit über einem Jahr abgerissenen Nordflügels entstehen sollte? Ist Ihnen, Herr Kretschmann, entgangen, dass auch die Vergabe des Bahnhoftrogs gescheitert ist – mangels Auftragnehmer?

Bahn muss verpflichtet werden, die Mehrkosten zu bezahlen

Und wie sieht es mit dem Kostendeckel aus? Hat Ihr Finanzminister die Bahn rechtsverbindlich dazu verpflichtet, eventuelle Mehrkosten zu übernehmen? Auch wenn Nils Schmid Mehrkosten für eine Illusion hält – nicht zuletzt werden die vielen geplatzten Ausschreibungen und das angeblich geplante zusätzliche Grundwassermanagement Mehrkosten verursachen. Zusammen mit Ihrem Finanzminister müssen Sie, Herr Ministerpräsident, Mehrkosten für das Land sicher verhindern – bevor die Bahn weitere Fakten schafft und das Land damit erpressbar macht.

Bahn betreibt eine Politik der verbrannten Erde

Herr Kretschmann, Herr Schmid, haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, wie Sie verhindern wollen, dass die Bahn das Land Baden-Württemberg erpresst, wie Sie verhindern wollen, dass die Bahn Sie erpresst, wenn Sie jetzt tatenlos zusehen, wie die Bahn eine Politik der verbrannten Erde betreibt und in beispielloser Zerstörungswut Fakten schafft.

Bahn lügt, vertuscht und betrügt

Die Bahn lügt, vertuscht und betrügt wie sie es in vielen Jahren perfektioniert hat und wie es ihr gerade passt; auf Kosten der Allgemeinheit optimiert die bundeseigene Bahn AG ihre Bilanz und damit die Boni ihrer Vorstände. Wir Bürger würden uns wünschen, dass Sie, Herr Kretschmann, Bundeskanzlerin Merkel auf ihre Aufsichtspflicht gegenüber dieser bundeseigenen Bahn AG hinweisen. Oder lassen Sie sich lieber auf Staatskosten betrügen, von einem Unternehmen, das unter der Aufsicht unserer Bundesregierung steht? Legen Sie lieber mit ergebenem Blick die Hände in den Schoß, wenn die Bahn Sie zu unser aller Nachteil übers Ohr haut?

Wichtige Bahnprojekte werden Stuttgart 21 geopfert

Herr Ministerpräsident Kretschmann, ist Ihnen bewusst, dass es Ihre Pflicht und Schuldigkeit ist, sich bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer für eine zeitgemäße Bahninfrastruktur im gesamten Ländle einzusetzen? Oder halten Sie es für gottgegebenes Schicksal, wenn Herr Ramsauer die Elekrifizierung der Südbahn ebenso wie den bitter notwendigen Ausbau von Gäubahn und Rheintalstrecke dem Kannibalen Stuttgart 21 opfert? Warten Sie lieber wortlos darauf, dass wir Baden-Württemberger wegen einer milliardenschweren Bauruine namens Stuttgart 21 in die verkehrstechnische Steinzeit verbannt werden?

„An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“

Herr Kretschmann: Es ist jetzt an Ihnen zu handeln. „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ Herr Kretschmann, es ist Ihre Pflicht als Ministerpräsident, die Interessen des Landes Baden-Württemberg zu verteidigen. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass unser Bundesland nicht zum hilflosen Spielball wird zwischen den Machtinteressen einer hierin skrupellosen Bundeskanzlerin und der Geldgier kalt lächelnder, gewissenloser Bahnmanager. Sorgen Sie dafür, dass die Bahn ihre Hausaufgaben macht, statt in sinnloser Zerstörungswut unser öffentliches Gut zu vernichten.

Weitere Informationen:

http://www.radio-utopie.de/2012/01/14/die-bahn-lugt-vertuscht-und-betrugt-wie-sie-es-in-vielen-jahren-perfektioniert-hat/

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Sigi Klaiber und seine Gitarre `furioso´ – Der Gitarrist lässt in Schrozberg-Bovenzenweiler die Saiten tanzen

Sigi Klaiber ist nicht nur ein Phänomen, er ist bei Feuchters in Schrozberg-Bovenzenweiler fast schon Inventar: als Gitarrist, aber auch als origineller Unterhalter. Freitag, 20. Januar 2012, um 20 Uhr tritt er wieder in der Kulturkneipe des Schrozberger Teilorts auf die Bühne.

Von den Veranstaltern

Träger des baden-württembergischen Kleinkunstpreises 2008

Vielen Musikfreunden und Enthusiasten in Hohenlohe ist er Inbegriff herausragender Gitarrenkunst und Spielfreude. Im Jahr 2008 hat sich Sigi zusammen mit seinem Partner den baden-württembergischen Kleinkunstpreis erspielt und gastiert landauf, landab im Ländle. Natürlich ist er auch wieder der Gitarrist von ´hautnah´. Bei uns spielt er nach wie vor solo, denn diese Auftritte sind bekannt und begehrt – inzwischen auch über die Region hinaus.

Klaiber zaubert mit seinem Instrument

Wie nur wenige versteht es Sigi Klaiber sich und seine Gitarre dem Publikum in tausendundeins Variationen zu präsentieren. Der Mann mit dem schwarzen Hut, dem buntem Hemd und der Brille zaubert mit seinem Instrument: den echten Blues, gefühlvolle Balladen, die volkstümliche Moritat, den brasilianischen Samba oder feurigen Flamenco. Instrumentales wechselt mit Gesungenem und die Musik mit guter Unterhaltung. Sigi Klaiber erzählt zwischendrin oder startet mit Parodien auf ehemalige Hitparadenstars einen fulminanten Angriff auf die Lachmuskeln.

Wieselflinkes Spiel der Finger

Raffiniert und überzeugend ist sein wieselflinkes Spiel der Finger, seine außergewöhnliche Spieltechnik, die nahezu alles klanglich hervorzaubern kann: ein Banjo, den Scirocco aus dem Urlaub, das Rasseln südamerikanischer Rhythmusinstrumente oder das Pfeifen des letzten Dampfzuges. Sigi Klaiber schwätzt als Schwabe, der seit Jahren im hohenlohischen Braunsbach wohnt, „net lang drom rom“, sondern greift lieber zur Gitarre. Am Freitag, 20. Januar 2012, ab 20 Uhr, ist er wieder bei den Feuchters in Schrozberg-Bovenzenweiler zu Gast.

Anmeldung und Reservierung ist möglich und erwünscht unter der Telefonnummer 07939-8025

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„Oberamt Gerabronn war Hochburg der Nazis“ – Nirgendwo in Württemberg wählten zwischen 1932 und 1934 mehr Menschen die Hitler-Partei

Viel geschrieben wird über das Kriegsende 1945 in der Region Hohenlohe. Wenig bekannt hingegen ist, wie der Spuk des Nationalsozialismus in der Region bereits ab 1920 begonnen hatte. Dokumente aus dem inneren Zirkel der Nazipartei geben einen Einblick in die „Kampfzeit und Machtübernahme“ der NSDAP im Oberamt Gerabronn.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Ausführlicher Parteibericht über die NSDAP im Oberamt Gerabronn

Ein aufmerksamer Mann aus dem Altkreis Crailsheim hatte beim Abbruch eines Wohnhauses den Durchschlag des vollständig erhaltenen 114-seitigen Berichts über die NSDAP im Oberamt Gerabronn gefunden. Da der Mann selbst keine Verwendung für das historisch interessante Material hatte, übergab er die Dokumente dem Autor dieses Artikels zur freien Verfügung.

Internes Parteipapier

Anlass des Rückblicks der NSDAP auf die Zeit von 1920 bis 1937 war die Auflösung des Oberamts Gerabronn im Jahr 1938. Das Oberamt wurde damals in den Kreis Crailsheim eingegliedert. Der nicht näher genannte oder beschriebene Autor des „internen Parteipapiers“ (er nennt sich selbst „Berichterstatter“) gibt einen Einblick in die lokalen Organisationsstrukturen der NSDAP, preist die regionalen Vorkämpfer und immer wieder den „Führer Adolf Hitler“. Beim Berichterstatter handelt es sich vermutlich um Robert Walter. Dieser arbeitete als hauptamtlicher Geschäftsführer der NSDAP-Kreise Gerabronn und Crailsheim. Gleichzeitig war er Kreispropagandaleiter.

Bedauern über die Auflösung des Kreises Gerabronn

Der Berichterstatter beschreibt die Kampfzeit, die Machtübernahme, die Sicherung der Macht durch die Partei im Oberamt Gerabronn und auch die Widersacher. Er schreibt zum Schluss: „Mit dieser Auflösung des Kreises Gerabronn durch Überführung in den Großkreis Crailsheim muss auch der Berichterstatter schließen; überzeugt, dass mit der organisatorischen Änderung manche liebe historische Begebenheit erlischt, aber auch überzeugt, dass unsere engere Heimat im neuen, weiteren Rahmen die Aufgaben erfüllen wird, die ihr in der Zukunft gestellt werden.“

Nirgendwo in Württemberg wählten mehr Leute die NSDAP

Nach den bisherigen Erkenntnissen ist das Dokument mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Kreisleitung, die sich 1937 in Blaufelden befand, verfasst worden. Der faktenreiche Text ist teilweise in einer pathetisch-euphorischen Sprache gehalten. Er zeigt aber auch, dass die Einwohner des „Kreises Gerabronn“ nicht von Beginn an begeistert den Nazis hinterhergelaufen sind. Vor allem der „Bauernbund“, die Kommunisten und Sozialdemokraten, teilweise auch die Kirchen stellten sich politisch gegen die Nazis. Von 1932 bis 1934, wählten aber nirgendwo in Württemberg prozentual gesehen mehr Menschen die Nazi-Partei als im Oberamt Gerabronn . Zum Oberamt Gerabronn gehörten auch die heute im Main-Tauber-Kreis liegende Gemeinde Niederstetten sowie das heute zu Ilshofen gehörende Obersteinach.

Karl Knauer zeigte „grenzenlosen Fanatismus“

Als Keimzellen der NSDAP im nördlichen Altkreis Crailsheim und dem südlichen Altkreis Mergentheim sind die Orte Blaufelden und Wiesenbach anzusehen. Erster Wortführer der Nazis im „Kreis Gerabronn“ war laut Parteibericht der Gärtner Karl Knauer aus Blaufelden. „Mit grenzenlosem Fanatismus“ habe er schon 1920 für die Hitlerpartei geworben. 1923 wurde in Blaufelden die erste Ortsgruppe im Oberamt gegründet. Ab 1925 war „die Ortsgruppe Blaufelden der Mittel- und Brennpunkt der Nationalsozialisten nicht bloss im Kreis Gerabronn, sondern auch in den angrenzenden Kreisen. Zu ihr gehörten auch Mitglieder aus den Oberämtern Mergentheim, Crailsheim und Künzelsau“, heißt es in dem Bericht.

Hauptpropagandisten Friedrich Schmidt und Georg Stümpfig

Für den Durchbruch der NSDAP in der Region sorgten vor allem zwei Männer aus Wiesenbach. Der Lehrer Friedrich Schmidt und Bürgermeister Georg Stümpfig. Sie waren maßgeblich für den Aufbau der Partei in der Region Hohenlohe verantwortlich. Schmidt und Stümpfig hielten bei Wahlkampfveranstaltungen in der Region die meisten Reden. Schmidt wurde später stellvertretender Gauleiter Württembergs und Leiter des Hauptschulungsamts. Stümpfig schaffte es im Innenministerium bis zum Kanzleidirektor und Gauamtsleiter für Kommunalpolitik. Schmidt und Stümpfig errangen bereits 1932 Landtagsmandate für die NSDAP.

Info:

Ende 1931 bestanden im Oberamt Gerabronn 15 Ortsgruppen der NSDAP mit insgesamt 304 Mitgliedern. In alphabetischer Reihenfolge: Blaufelden (29 Mitglieder), Brettheim (30), Buch (28), Gammesfeld (29), Gerabronn (20), Hengstfeld (15), Kirchberg (18), Michelbach/Lücke (23), Niederstetten (27), Obersteinach (20), Oberstetten (16), Riedbach (28), Schrozberg (15), Wiesenbach (35), Wildentierbach (29). Bereits im November 1930 wurde in Blaufelden die ersten Hitlerjugend-Gruppe gegründet. Die erste SS-Gruppe wurde 1931 in Wiesenbach aufgebaut.

Erste Versammlung scheitert kläglich

Wie in Schwäbisch Hall war auch im Oberamt Gerabronn der „Völkische Schutz- und Trutzbund“ Vorläufer der „nationalsozialistischen Bewegung“. Die erste Veranstaltung der Nazis in Gerabronn endete noch kläglich. Die Versammlung fiel ins Wasser, weil nur sechs Leute den NSDAP-Redner hören wollten. Durch die „unermüdliche Propaganda von Karl Knauer“ fanden sich aber besonders in Blaufelden immer mehr Nazi-Anhänger. „Schon Ende des Jahres 1923 stand eine Schar treuer Kämpfer unter der Führung von Karl Knauer zu den Fahnen Adolf Hitlers.“ Darunter befand sich auch bereits der 21-jährige „Junglehrer“ Friedrich Schmidt (Partei-Mitgliedsnummer 4864). Schmidt wurde später Ortsgruppenleiter von Wiesenbach, NSDAP-Bezirksleiter Hohenlohe und anschließend stellvertretender Gauleiter von Württemberg.

Einige Wiesenbacher Männer schworen schon 1923 auf Hitler

Nach einer Versammlung 1923 in Wiesenbach gab eine Gruppe von Männern „unter Führung von Friedrich Schmidt den Schwur ab, bei einer eventuellen gewaltsamen Machtergreifung voll und ganz hinter dem Führer Adolf Hitler zu stehen“. Wenige Tage später, am 9. November 1923, scheiterte Hitlers Putschversuch in München.

Größte Gegner der Partei: „Juden und Sozialdemokraten“

Als „größte Gegner der Partei“ in der Anfangszeit bezeichnete der Berichterstatter die „Juden und Sozialdemokraten“ im Oberamt. Jüdische Gemeinden existierten damals in Niederstetten, Michelbach/Lücke und Dünsbach. Ab 1924 habe der Widerstand der „Demokraten und Bauernbündler“ verstärkt eingesetzt. „Spott und Verleumdungen waren an der Tagesordnung“, heißt es in dem Bericht. Viele Mitglieder seien wieder aus der Partei ausgetreten.

Erster SA-Sturm in Blaufelden gegründet

Auch in der Region setzte 1925 ein grundlegender Umschwung ein. Kurz zuvor war Hitler aus der Haft in Landsberg am Lech entlassen worden. Ein Zeichen des Aufschwungs: die Blaufeldener Ortsgruppe gründete den ersten SA-Sturm mit 25 Mitgliedern, 1926 kauften sie sich die ersten „Braunhemden“.

NSDAP-Geschäftsstelle von Blaufelden nach Wiesenbach verlegt

Die Oberämter Gerabronn, Crailsheim, Hall, Künzelsau und Mergentheim bildeten ab 1927 den NSDAP-Bezirk Hohenlohe. „Die Geschäftsstelle wurde von Blaufelden nach Wiesenbach verlegt und Friedrich Schmidt als Bezirksführer aufgestellt.“ Die zweite Ortsgruppe des Kreises Gerabronn entstand im April 1929 in Wildentierbach-Oberstetten. Ihr SA-Trupp zählte beachtliche 50 Mann. Im November des Jahres trat die ganze Musikkapelle Oberstetten zur SA über und trat fortan als offizielle SA-Kapelle des Bezirks bei zahlreichen Naziveranstaltungen auf. Im gleichen Jahr wurde die Ortsgruppe Wiesenbach (die dritte im Oberamt) gegründet.

Wallhausener „ziemlich ablehnend“

Die Reaktionen auf die Nazis in den Dörfern waren sehr unterschiedlich. Nur ein Beispiel: Während Versammlungsbesucher in Hengstfeld dem Propagandaredner Friedrich Schmidt zujubelten, zeigten sich die Wallhausener „ziemlich ablehnend“. Mit den „dortigen Marxisten“ wäre es beinahe zu Schlägereien gekommen, heißt es in dem Bericht. Im kleinen Ort Buch (heute Teilort der Gemeinde Rot am See) an der bayerischen Grenze gründeten hingegen neun Männer im Januar 1930 die vierte Ortsgruppe im Oberamt Gerabronn.

In Ingelfingen Nazis mit Tomaten beworfen

Einen „Wahlfeldzug“ mit Hindernissen unternahm die SA des Bezirks im September 1930. Die Polizei in Künzelsau hatte den Durchmarsch der SA verboten, in Ingelfingen bewarfen politische Gegner die Braunhemden mit Tomaten, ein halbes Jahr später wurde die SA des Bezirks in Mainhardt mit Holzscheiten angegriffen.

1930 ersten SS-Trupp in Wiesenbach gebildet

Die Ortsgruppe Blaufelden bildete 1930 die erste Hitlerjugendgruppe (HJ) des Oberamts. Ab November 1931 begann HJ-Bezirksleiter Leonhard Ströbel aus Blaufelden damit, die Hitlerjugend systematisch zu organisieren. Die Gründung des ersten SS-Trupps im Oberamt erfolgte im gleichen Jahr in Wiesenbach.

Fünf Wahlen im Jahr 1932

Intensive Wahlpropaganda stand für die Partei im Mittelpunkt des Jahres 1932. Fünf Wahlen fanden 1932 statt. Bei allen Urnengängen erhielten die Nazis im Oberamt Gerabronn prozentual gesehen, jeweils die meisten Stimmen in ganz Württemberg. Am 30. Januar 1933 hatten die Nationalsozialisten ihr erstes großes Etappenziel geschafft. Reichspräsident Hindenburg ernannte Adolf Hitler zum Reichskanzler. Auch in einigen Orten des Oberamts Gerabronn wurde dieser „Sieg“ mit Fackelumzügen gefeiert.

Wahlergebnisse der NSDAP im Oberamt Gerabronn (OA):

Reichstagswahl 14. September 1930: 2132 Stimmen (17,9 Prozent/an 4. Stelle der Oberämter in Württemberg); Reichspräsidentenwahl/erster Wahlgang am 13. März 1932: Hitler erhielt im OA 7367 Stimmen, Düsterberg 2854, Hindenburg 2652 (OA an der Spitze in Württemberg); zweiter Wahlgang am 10. April 1932: Hitler 8141 Stimmen (67,5 Prozent), Hindenburg 3746

Landtagswahl 25. April 1932: NSDAP 6227 Stimmen (rund 53 Prozent/1. Platz in Württemberg);

Reichstagswahl 31. Juli 1932: NSDAP 8099 Stimmen (64 Prozent/1. Platz in Württemberg); Reichstagswahl am 6. November 1932: NSDAP: 6217 Stimmen (53 Prozent/ 1. Platz in Württemberg)

Machtübernahme heißt nicht „Endsieg“

Die „Machtübernahme“ der NSDAP am 30. Januar 1933 „bedeutet nicht gleich Endsieg“, schrieb der Partei-Berichterstatter im Oberamt Gerabronn. Noch immer gebe es „zahlreiche Gegner“. Wichtigstes Ziel war es zunächst, die Macht durch einen klaren Sieg bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 zu sichern.

Gegner „Christlicher Volksdienst“ und der „Kampfbund Schwarz-Weiss-Rot“

Von den „Gegnern der Bewegung“ seien der „Christliche Volksdienst“ und der „Kampfbund Schwarz-Weiss-Rot“ im Wahlkampf besonders rührig gewesen. Die Wahl brachte im Oberamt aber ein klares Bekenntnis zu den Nazis. Sie erhielten im Kreis 71,8 Prozent der Stimmen. An der Spitze standen die Orte Hausen am Bach (95 Prozent), Hornberg (88), Riedbach (87,8) und Gaggstatt (84). „Nur 49 Prozent“ der Gerabronner Wahlberechtigten stimmten für die NSDAP, klagte der Berichterstatter.

Blaufeldener SA nahm in Braunsbach den Schlächter Salomon Pfeiffer fest

Aus Angst vor den „Marxisten, die vielleicht ihre Niederlage nicht verschmerzen können“ sollte die Blaufeldener SA „etwaige Unruhen in Heilbronn im Keim ersticken“. Nach Durchsuchungen und Besetzung der Gewerkschaftshäuser und der Zeitung „Neckar-Echo“ sei die Aktion erfolgreich beendet worden. Auf dem Heimweg nahm die Blaufeldener SA in Braunsbach den Schlächter Salomon Pfeiffer fest und „übergab ihn dem Amtsgericht Langenburg“.

Blaufelden ernennt Hitler, Hindenburg und Murr zu Ehrenbürgern

Den „Bückling“ vor den neuen Machthabern vollzog im Oberamt als erstes die Gemeinde Blaufelden. Der dortige Gemeinderat ernannte bereits am 20. März 1933 Adolf Hitler, Reichspräsident Hindenburg und NSDAP-Gauleiter Wilhelm Murr zu Ehrenbürgern – gleichzeitig wurden Straßen und ein Platz nach ihnen benannt.

Als Bauernführer arbeitete Karl Philipp aus Wittenweiler

Blaufelden wurde auch Sitz des neuen Hitlerjugend-Banns 122 Hohenlohe. Zum HJ-Bannführer wurde Leonhard Ströbel ernannt. Zum Bann gehörten die Kreise Gerabronn, Crailsheim, Hall, Gaildorf, Mergentheim, Künzelsau und Öhringen. Im Frühjahr 1933 gliederten die Nazis die Bauern in die „nationalsozialistische Bewegung“ ein. Als Bauernführer arbeitete Karl Philipp aus Wittenweiler (ab März 1936 Landeshauptamtsleiter der Landesbauernschaft). Zum Kreisführer des Kampfbunds für den gewerblichen Mittelstand ernannte die NSDAP Heinrich Schuster aus Lendsiedel. Schuster war damals auch Ortsgruppenleiter des heutigen Kirchberger Teilorts und später „Gestapo-Vertrauensmann“ des Ortes.

Stümpfig sollte Gemeinderäte des Oberamts „gleichschalten“

Den Sitz des SA-Sturmbanns III/478 verlegten die Nazis nach Blaufelden. Diesen befehligte Wilhelm Hertweck aus Blaufelden. Kreisleiter Georg Stümpfig bekam als „Sonderkommissar“ die Aufgabe übertragen, die Gemeinderäte des Oberamts „gleichzuschalten“. Nicht-Nazis sollten durch Parteigenossen oder wenigstens durch Leute mit positiver Haltung zur neuen Regierung ersetzt werden. Dies habe zu heftigen Kämpfen innerhalb der Bürgerschaft geführt, heißt es in dem Parteibericht, sei aber letztlich „ohne große Erschütterungen verlaufen“. Im Juni 1933 gliederte sich der „Stahlhelm“ in die NSDAP ein, ab Juli wurde der Hitlergruß verpflichtender „Deutscher Gruß“. Erstes wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel war laut Partei die Eindämmung der Arbeitslosigkeit, was sich zunächst als äußerst schwierig erwies.

Tageszeitung „Vaterlandsfreund“ in die NS-Presse eingegliedert

Im November gliederten die Nazis nach eigener Darstellung die Gerabronner Tageszeitung „Vaterlandsfreund“ in die NS-Presse ein. Die Zeitung hieß fortan „Der Franke“. Bürger und „Geschäftswelt“ wurden von der NS-Kreisleitung „zur Unterstützung der Bezirkspresse“ aufgefordert.

SA verrichtete bei der Volksabstimmung 1933 in den Orten „Schleppdienste“

Bei der Volksabstimmung am 12. November 1933 befürworteten 99,34 Prozent der Wähler des Oberamts die Politik der NSDAP. Die Wahlbeteiligung lag bei 96,2 Prozent. Die Nazis bezeichneten dies als „flaue Abstimmung“. Obwohl die SA in den Orten „Schleppdienste“ verrichtet hatte, von Haus zu Haus gingen, um Wähler auf die „Wahlpflicht“ hinzuweisen, sei nicht alle zur Abstimmung gegangen. Keine Nein-Stimmen gab es damals in Bächlingen, Hausen am Bach, Hengstfeld, Hornberg, Riedbach, Schmalfelden und Spielbach. In Gerabronn stimmte von den 601 nur ein Wähler mit „Nein“.

Friedrich Niklas aus Riedbach wird 1934 neuer NS-Kreisleiter

Zum neuen Kreisleiter im Oberamt ernannten die Nationalsozialisten am 12. Mai 1934 Friedrich Niklas aus Riedbach. Sein Vorgänger Georg Stümpfig wurde als Berichterstatter ins Innenministerium und als Leiter des Gauamts für Kommunalpolitik nach Stuttgart berufen. Robert Walter fungierte fortan als hauptamtlicher Geschäftsführer der NSDAP-Kreise Gerabronn und Crailsheim. Gleichzeitig war er Kreispropagandaleiter. Die Kreisleitung verlegte ihren Sitz von Wiesenbach nach Blaufelden. Aus Geldmangel konnte sie in Blaufelden zunächst nur ein Zimmer mieten.

Streit mit „christlicher Kirche flammte wieder auf

Der Streit mit der „christlichen Kirche“ flammte 1934 wieder auf. „Verschiedene Geistliche gebärdeten sich wie toll“, heißt es in dem Parteibericht. Sie würde die Nazis als „gottlos“ bezeichnen. Die Röhmrevolte im Sommer 1934 „erfüllte die Parteigenossenschaft mit Ekel“, schreibt der Berichterstatter weiter.

Hitler wurde 1934 auch Reichspräsident

Nach dem Tod Hindenburgs sprachen sich am 19. August 1934 rund 97,5 Prozent der Wähler im Oberamt (im Land Württember 92 Prozent) dafür aus, dass Hitler auch das Amt des Reichspräsidenten übernehmen solle. Obwohl die Zahl der „Nein“-Stimmen im Vergleich zur November-Wahl 1933 gestiegen sei, habe sich der Kreis „wieder als unerschütterliches Bollwerk des Führers erwiesen“ (3. Platz im Land hinter Heilbronn und Öhringen).

1935 sank die Zahl der NSDAP-Mitglieder im Oberamt Gerabronn

Im Jahr 1935 sank die Zahl der NSDAP-Mitglieder im Oberamt von 754 (1934) auf 620. 1933 seien einige „wohl irrtümlich eingetreten“, heißt es in dem Bericht. Die Partei bezeichnete die Stimmung im Kreis trotzdem „im allgemeinen als gut“. Sorgen bereitete den politischen Führern aber der Dienstbotenmangel bei den Bauern (starke Landflucht).

Politische Kreise Gerabronn und Crailsheim vereinigten sich 1937

Im Crailsheimer Rittersaal vereinigten sich am 14. Mai 1937 die „politischen Kreise Gerabronn und Crailsheim“ zum „Großkreis Crailsheim“. Der hauptamtliche Kreisleiter Otto Hänle ersetzte fortan die bisherigen Kreisleiter Niklas (Oberamt Gerabronn) und Hermann Reinhardt (Oberamt Crailsheim).

Niklas bedauerte die Auflösung des politischen Kreises Gerabronn

Kreisleiter Niklas bedauerte die Auflösung des politischen Kreises Gerabronn, „die frühere Hochburg der nationalsozialistischen Bewegung“. Niklas wurde mit dem Posten des Kreisbauernführers entschädigt.

Weitere Informationen in Hohenlohe-ungefiltert:

SS-Divisionen werden in Jagsthausen verehrt – Gemeinde distanziert sich von zwei SS-Gedenksteinen http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=6941

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„Das Remstal ist keine Idylle für Migranten“ – Am Montag beginnt in Stuttgart ein Prozess wegen rechtsextrem-motiviertem Brandanschlag in Winterbach

Das Remstal ist keine Idylle für Migranten. Morgen, Montag, 16. Januar 2012, um 9 Uhr beginnt vor der 3. Großen Jugendkammer des Stuttgarter Landgerichts ein Prozess gegen zwei 21 und 22 Jahre alte Männer, die mutmaßlich der rechten Szene angehören – und in Winterbach bei Schorndorf eine Gartenlaube anzündeten, in denen türkischstämmige Jugendliche vor ihnen Schutz suchten. Das Dorf reagierte geschockt und solidarisiert sich mit den Opfern.

Informationen des Deutschlandfunks

Manuskript der Radiosendung:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1652008/

Audiodatei der Radiosendung:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/15/dlf_20120115_1840_f646b029.mp3

Das Landgericht Stuttgart, 3. Große Jugendkammer, schreibt als Vorankündigung zum Verfahrensbeginn am Montag, 16. Januar 2012, 9 Uhr:

Beginn: 16. Januar 2012 09.00 Uhr; Fortsetzung: 18., 23., 25., 30. Januar 2012, 01., 06., 08., 13., 15., 27., 29. Februar 2012, 05., 07., 12., 14., 19., 21., 26., 28. März 2012, 18., 23., 25., 30. April 2012, 02., 07., 09., 14., 16., 21. und 23. Mai 2012 jeweils 09.00 Uhr

Tatvorwurf: versuchter Mord u.a.; Tatort: Winterbach

Die beiden Angeklagten, die heute 21 und 22 Jahre alt sind, sollen in der Nacht vom 09. auf den 10.04.2011 Gäste einer Geburtstagsfeier auf einem Gartengrundstück in Winterbach gewesen sein. In unmittelbarer Nähe sollen auf einem anderen Gartengrundstück einige junge Männer zum Grillen zusammen gekommen sein. Kurz vor 2.00 Uhr morgens soll sich eine Gruppe von Teilnehmern der Geburtstagsfeier, darunter die beiden Angeklagten, zum Nachbargrundstück aufgemacht haben, um den dortigen Personen eine Abreibung zu verpassen. Aus Angst vor der nahenden Personengruppe sollen drei junge Männer in die dort befindliche Gartenhütte geflüchtet sein, während die weiteren Personen durch die Streuobstwiesen geflüchtet seien. Der jüngere der beiden Angeklagten soll dann aus dem Lagerfeuer einen brennenden Ast genommen und damit die Gartenhütte angezündet haben. Hierbei sollen die beiden Angeklagten es in Kauf genommen haben, dass die in der Hütte befindlichen jungen Männer durch den Brand zu Tode kommen. Zwischenzeitlich sollen noch zwei weitere Personen, die auf der Flucht waren, Zuflucht in der Hütte gesucht haben. Erst nach geraumer Zeit sollen sich die in der Hütte befindlichen Personen entschlossen haben, diese zu verlassen und durch die Streuobstwiesen zu flüchten. Die vermeintlich geschädigten Personen sollen unter anderem Rauchvergiftungen erlitten haben, die Gartenhütte soll vollständig niedergebrannt sein.

Weitere Informationen:

http://www.landgericht-stuttgart.de/servlet/PB/menu/1223061/index.html?ROOT=1169294

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„Energiewende: sozialverträglich, wirtschaftsfördernd, aber wie?“ – Veranstaltungsreihe des SPD-Kreisverbands Schwäbisch Hall

Der SPD-Kreisverband Schwäbisch Hall hat sich in seiner derzeitigen Amtszeit das Thema „Energiewende“ auf die Fahne geschrieben. Unter der Leitung des Kreisvorstandsmitglieds Markus Wanck entstand eine Reihe von fünf Energieveranstaltungen vom 24. Januar bis zum 13. November 2012.

Vom SPD-Kreisverband Schwäbisch Hall

Höhepunkt mit Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker

Energiepolitik ist das Zukunftsthema dem sich der SPD-Kreisverband Schwäbisch Hall in seiner Arbeit annimmt. Die anstehende Veranstaltungsreihe „beleuchtet in seiner Komplexität die zukunftsweisenden Energieformen und die daraus resultierende Bedeutung für die Umwelt“, so der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Nik Sakellariou. In fünf Veranstaltungen sollen die alternativen Energieformen, ihre Möglichkeiten und Auswirkungen auf die Umwelt durch Fachleute den Bürgerinnen und Bürgern nahe gebracht werden. Die Veranstaltungsformen wechseln von Vorträgen über Praxisberichte bis hin zu einer Podiumsdiskussion. Höhepunkt ist die Abschlussveranstaltung mit dem SPD-Politiker und Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker am 13. November 2012 im Bürgerhaus Wolpertshausen. Dort spricht der Wissenschaftler über die Reduzierung des Naturverbrauchs und die Lösungsmöglichkeiten globaler Umweltprobleme.

Auftakt ist am Dienstag, 24. Januar 2012 in Gerabronn

Auftakt der Veranstaltungsreihe ist am Dienstag, 24. Januar 2012, um 19.30 Uhr ist mit dem Diplom-Mathematiker und Landtagsabgeordneten Gernot Gruber und Klimapolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Vereinsheim des TSV Gerabronn. Thema „Ist das Klima noch zu retten?“.

„Energiekonzept des BUND Baden-Württemberg“

Am Dienstag, 10. April 2012, um 20 Uhr folgt Franz Pöter, Referent für Umweltschutz BUND Baden-Württemberg mit der Veranstaltung „Energiekonzept des BUND Baden-Württemberg“. Diese Veranstaltung findet in Schwäbisch Hall im Alten Schlachthaus statt.

„Energienetz der Zukunft“

Am Mittwoch, 20. Juni 2012, um 20 Uhr berichtet Jürgen Breit, Betriebsleiter der Stadtwerke Crailsheim vom „Energienetz der Zukunft“ und der Rolle der örtlichen Stadtwerke.

„Biogas – Pro und Kontra“

Am Freitag, 10. August 2012, um 20 Uhr gibt es im Vereinsheim des SSV Stimpfach ein Podiumsgespräch zum Thema „Biogas – Pro und Kontra“. Es diskutieren Dr. Clemens Dirscherl, Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks Baden-Württemberg, Diplom Agraringenieur Thomas Karle, Energielandwirt, Michael Köttner, Vorsitzender der Fördergesellschaft für nachhaltige Biogas- und Bioenergien und Diplom-Ingenieur Gottfried Gronbach, Novatech Biogasanlagen. Moderiert wird die Veranstaltung von Nikolaos Sakellariou.

Abschlussveranstaltung in Wolpertshausen

Die Abschlussveranstaltung „Aber wie?“ findet dann am Dienstag, 13. November 2012, um 20 Uhr im Bürgerhaus Wolpertshausen. Es spricht der SPD-Politiker und Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker.

Der SPD-Kreisverband hat für diese Reihe Flyer herstellen lassen, die bei den SPD-Ortsvereinsvorsitzenden, im Bürgerbüro der SPD in der Oberen Herrngasse in Schwäbisch Hall, in der SPD Regionalgeschäftsstelle in Aalen oder auch im Wahlkreisbüro des SPD Landtagsabgeordneten Nik Sakellariou in Schwäbisch Hall abgeholt werden können.

Die Veranstaltungsreihe des SPD Kreisverbandes dient vor allem dazu, die Bedeutung von einer effizienten Energie- und Umweltpolitik den Menschen im Landkreis nahe zu bringen und ins Gespräch mit Fachleuten über diese Zukunftsfragen zu kommen. Veranstalter sind die SPD-Ortsvereine Schwäbisch Hall und Crailsheim, der SPD-Kreisverband und die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik Baden-Württemberg. Dazu ist die Bevölkerung herzlich eingeladen.

Den Flyer zur Veranstaltungsreihe zum Herunterladen als PDF-Datei: Energiewende_Termine und Energiewende_Veranstalter

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„Grüne gegen Privatisierungs-Wahn der FDP“ – Landkreis soll Besitzer des Crailsheimer Krankenhauses bleiben

„Ideologisch verbohrt“ und „nichts dazugelernt“, das sind die ersten Reaktionen der Grünen im Kreistag Schwäbisch Hall auf das Ansinnen der FDP, das Klinikum Crailsheim privatisieren zu wollen.

Vom Grünen-Wahlkreisbüro Schwäbisch Hall

Privatisierung der Wasserversorgung ist in vielen Städten katastrophal

Für den Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Harald Ebner und den Vorsitzenden der Kreistagsfraktion Hans-Joachim Feuchter sind die Vorschläge der FDP zur Problemlösung ungeeignet und abgestanden. Privatisierungen hätten sich in der Vergangenheit mehrfach als falsch und für den Bürger nachteilig erwiesen. Beispiele dafür gibt es zuhauf. Die nach FDP-Vorstellungen ausgeführte Privatisierung der Wasserversorgung ist in vielen Städten des Landes katastrophal verlaufen. So muss etwa die Stadt Stuttgart ihre Wasserwerke mit einem horrenden Verlust zurückkaufen, die zuvor mittels „Cross-Border“-Leasing an Private veräußert und wieder angemietet wurden. Das FDP-Experiment zahlen nun die Bürger mit höheren Wassergebühren.

Das Diak kann’s nicht besser

Auch beim Klinikum Crailsheim behauptet die FDP nun, das Diak könne es besser. Hier sind ebenfalls Zweifel angebracht: So ist das Krankenhaus Gaildorf nach dreijähriger Betriebsführung durch das Diak vorzeitig am Ende, obwohl der Landkreis sich bei der Übergabe an das Diak eine Bestandsgarantie bis Ende 2012 ausbedungen und rechtzeitig Nachfolgekonzeptionen eingefordert hat. Dies zeugt aus Sicht der Grünen nicht von Professionalität und Verlässlichkeit. Im Übrigen sei das Klinikum Crailsheim als GmbH von der Rechtsform her längst `privatisiert´. Das ist der FDP offenbar entgangen. Allerdings ist der Landkreis der Besitzer – und das soll er auch bleiben, meinen Ebner und Feuchter.

Notare gibt’s künftig nur noch in Crailsheim und Schwäbisch Hall

Auch durch die Umsetzung des Notargesetzes der alten Landesregierung hat die FDP-Privatisierungspolitik zu Verschlechterungen geführt, wie erst kürzlich die Notare deutlich gemacht haben. In unmittelbarerer Nähe gibt es auf dem Land keinen neutralen Ansprechpartner mehr zum Beispiel für Vertragsabschlüsse und Erbregelungen. Das dürfen künftig nur Private an zwei statt bislang acht Standorten, nämlich nur noch in Crailsheim und Schwäbisch Hall machen, die auf ordentliche Gebühreneinkünfte hoffen dürfen. Für Grundbuchangelegenheiten sind sogar nur noch Schwäbisch Gmünd und Heilbronn zuständig.

Vermessungsämter auf dem Land mit deutlich höheren Gebühren

Ähnlich ist es mit den Vermessungsämtern, so Feuchter. Sie sind durch Private ergänzt worden (noch alte Landesregierung), räumen in den einfacher zu handhabenden städtischen Zentren dann die Rosinen ab, während in der Fläche mit großem Aufwand und weiten Wegen das alte Vermessungsamt zuständig bleiben darf – allerdings zu deutlich höheren Gebühren. Die waren vorher in einer Querfinanzierung durch städtische und ländliche Gebiet für alle gleich.

FDP im Abwärtsstrudel ergreift blind jeden Strohhalm

Die FDP im Abwärtsstrudel ergreift offensichtlich inzwischen blind jeden Strohhalm. Die Grünen im Kreis positionieren sich daher vehement gegen dieses Ansinnen. Privatisierung darf kein Selbstzweck sein, mit dem man eine interessierte Klientel bedient.

Für Fragen, weitere Informationen und Kontakt:

Hans-Joachim Feuchter, Fraktionsvorsitzender Die Grünen/ÖDP im Kreistag Schwäbisch Hall

Telefon: 07939-8025

Fax: 07939-8027

 

Harald Ebner, MdB, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Wahlkreisbüro, Gelbinger Gasse 87, 74523 Schwäbisch Hall

Mitarbeiterin: Ute Klaperoth-Spohr

Telefon: 0791 978237 31

Fax: 0791 978237 33

E-Mail: harald.ebner@wk.bundestag.de

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„Organisiertes Betteln bleibt verboten“ – Slowakische Bettler erhalten Genehmigung für Schwäbisch Hall bis zum 21. Januar 2012

Slowakische Bettler, die sich seit längerer Zeit immer wieder in Schwäbisch Hall aufhalten, waren am 11. Januar 2012 zu einem Gespräch ins Schwäbisch Haller Rathaus eingeladen. Fünf Bettler waren der Einladung gefolgt und kamen dabei mit Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim, den zuständigen Fachbereichsleitern sowie Oliver Klein vom diakonischen Sozialunternehmen „Erlacher Höhe“ ins Gespräch.

Von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Bußgeld kommt Obdachlosen zugute

Den Betroffenen wurde die rechtliche Lage, in der sie sich befinden, erläutert. Da die von ihnen ausgeübte Tätigkeit erlaubnispflichtig ist und sie dieser Pflicht nicht nachgekommen sind, wurde in der Vergangenheit nach mehrmaligen Aufforderungen und Mahnungen das von ihnen erbettelte Geld als Sicherheitsleistung für ein Bußgeld einbehalten. Die Stadt Schwäbisch Hall wird dieses Geld in vollem Umfang sozialen Zwecken zugunsten Obdachloser zukommen lassen. Die Betroffenen werden am Donnerstag, 12. Januar 2012, eine entsprechende Genehmigung bis zum voraussichtlichen Ende ihres Aufenthaltes am Samstag 21. Januar 2012 beantragen und erhalten. Organisiertes Betteln bleibt jedoch weiterhin verboten und ein Verstoß wird als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Die slowakischen Bettler wollen arbeiten

Zentrales Ziel sowohl der Stadt, als auch der Betroffenen ist es aber, dass diese nicht mehr auf Hilfe in Form von Betteln angewiesen sind und statt dessen eine Arbeit finden und aufnehmen. Oberbürgermeister Pelgrim hat hierbei seine Unterstützung zugesichert und ruft daher interessierte Personen und Unternehmen dazu auf, die bei ihnen vorhandenen Hilfsarbeitstätigkeiten, die in Frage kommen, zu melden. Die Betroffenen haben ihre Bereitschaft erklärt, jegliche Art von Arbeit annehmen zu wollen. Als Qualifikation haben diese jeweils einen Hauptschulabschluss und frühere Tätigkeiten in den Bereichen Landwirtschaft (2x), Forstarbeit beziehungsweise als Klempner angegeben. Deutschkenntnisse sind lediglich in geringem Umfang vorhanden, für einfache Arbeiten allerdings ausreichend. Darüber hinaus besitzt eine der Personen einen LKW-Führerschein.

Arbeitsplätze bei der Stadt melden

Interessierte Personen oder Unternehmen werden gebeten, sich bei der Stadt Schwäbisch Hall, Martin Kaspar, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters, zu melden. Telefon 0791-751-203; E-Mail: Martin.Kaspar@schwaebischhall.de. Die Stadt wird den Kontakt herstellen und sich um eine Vermittlung bemühen.

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„Reiner Gauger, Karl-Dieter Diemer und Ulrich Bartenbach wollen Bürgermeister in Gaildorf werden“

In Gaildorf wird am Sonntag, 5. Februar 2012, ein neuer Bürgermeister gewählt. Es haben sich drei Kandidaten beworben. Der Gemeindewahlausschuss hat am Mittwoch, 11. Januar 2012, alle drei Bewerber zur Wahl zugelassen. Im ersten Wahlgang benötigt ein Kandidat über 50 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ein eventuell notwendiger zweiter Wahlgang (korrekt Neuwahl) würde am Sonntag, 26. Februar 2012, stattfinden. Im zweiten Wahlgang gewinnt, wer die meisten Stimmen erhält.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Ex-Bürgermeister Eggert ist jetzt OB von Calw

Bei der Wahl des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin und der möglicherweise erforderlich werdenden Neuwahl kann nur wählen, wer in das Wählerverzeichnis eingetragen ist oder einen Wahlschein hat. Der bisherige Amtsinhaber Ralf Eggert wurde im Herbst 2011 zum Oberbürgermeister von Calw gewählt.

Bisher haben sich für das Amt des Gaildorfer Bürgermeister beworben:

Als erster Kandidat hat Reiner Gauger seine Bewerbung im Gaildorfer Rathaus eingereicht. Zweiter Bewerber ist Karl-Dieter Diemer. Eine öffentliche Kandidatenvorstellung ist am Donnerstag, 19. Januar 2012, ab 19 Uhr, in der Gaildorfer Limpurghalle geplant.

Informationen zu Reiner Gauger:

Reiner Gauger, ist 1962 in Gaildorf geboren. Er ist Diplom Wirtschaftsingenieur (FH). In Gaildorf betreibt er eine Marketing-Agentur. Gaugers Wahlspruch lautet „Gestalten statt verwalten“. Als Bürgermeister will Gauger „mit allen demokratischen Strömungen zusammenarbeiten“. Seit über 30 Jahren ist er Mitglied der CDU. Von 1989 bis 1992 war er nach eigenen Angaben Mitglied des Gaildorfer Gemeinderats. 2009 kandidierte Gauger auf der Landesliste der CDU (Platz 13) für den Bundestag. Seit 2005 ist er Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU, seit 2011 stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender.

Am Mittwoch, 11. Januar 2012, um 20 Uhr will Reiner Gauger im Kernersaal der Gaildorfer Limpurghalle seinen 10-Punkte-Plan für Gaildorf vorstellen.

Ehrenämter (eigene Angaben des Kandidaten):

1988 bis 1992: Abteilungsleiter TSV Gaildorf Fußball
1996 bis 1997: Geschäftsführer und Präsident FC Augsburg
seit 2006: Ausschussmitglied Stadtmarketing Gaildorf
seit 2009: Aufsichtsratsvorsitzender Bahnbetriebswerk Crailsheim AG

Weitere Informationen im Internet über Reiner Gauger:

http://www.gauger-info.de/html/index.html

http://www.gauger-info.de/pdf/zeitungsbericht_101111.pdf

http://www.gauger-info.de/pdf/zeitungsbericht_181111.pdf

http://www.swp.de/gaildorf/lokales/gaildorf/Reiner-Gauger-ruestet-sich-zum-Wahlkampf-Buergermeisterkandidat-startet-am-11-Januar;art5533,1269174

Informationen zu Karl-Dieter Diemer:

Karl-Dieter Diemer ist 1963 in Neuenstadt am Kocher geboren. Diemer ist seit 1991 Leiter des Forstamts Gaildorf. Er hat Forstwirtschaft in Rottenburg studiert. Als einen seiner Schwerpunkte nennt Diemer die Bildungsarbeit im Wald für Kindergärten, Schulen und in der Erwachsenenbildung. Diemer ist verheiratet und hat vier Kinder im Alter zwischen elf und 17 Jahren. Ehrenamtlich ist er im Kirchengemeinderat (evangelisch) aktiv, Mitglied im Kindergarten- und Jugendausschuss sowie in der Kirchenbezirkssynode. Diemer bildet Jugendliche im Posaunenchor aus und spielt selbst Trompete.

Weitere Informationen im Internet über Karl-Dieter Diemer:

http://www.swp.de/gaildorf/lokales/gaildorf/Karl-Dieter-Diemer-will-Gaildorfer-Buergermeister-werden;art5533,1279322

Dritter Bewerber ist der Gaildorfer Beigeordneten und kommissarische Verwaltungschef Ulrich Bartenbach. Bartenbach ist hauptamtlicher erster Beigeordneter, Bürgermeisterstellvertreter und Kämmerer in Gaildorf. Seit dem Weggang von Bürgermeister Ralf Eggert nach Calw ist Bartenbach kommissarischer Bürgermeister. Er ist 1952 in Gaildorf geboren, studierte an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und schloss das Studium 1975 als Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab. Bartenbach ist verheiratet, evangelisch und hat zwei erwachsene Kinder.

Weitere Informationen im Internet über Ulrich Bartenbach:

http://www.swp.de/eggert_gaildorf./Ulrich-Bartenbach-springt-aufs-Kandidaten-Karussell;art5533,1282514

Öffentliche Bekanntmachung der Wahl des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin:

Wegen der Wahl des Amtsinhabers zum Oberbürgermeister der Stadt Calw wird die Wahl des/der Bürgermeisters / Bürgermeisterin der Stadt Gaildorf notwendig. Die Wahl findet statt am Sonntag, dem 5. Februar 2012.

Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Entfällt auf keine/n Bewerber/in mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, so findet Neuwahl statt, bei der neue Bewerber/innen zugelassen sind. Eine erforderlich werdende Neuwahl findet statt am Sonntag, dem 26. Februar 2012. Bei der Neuwahl entscheidet die höchste Stimmenzahl und bei Stimmengleichheit das Los.

Die Amtszeit des/der gewählten Bürgermeisters / Bürgermeisterin beträgt 8 Jahre.

Wahlberechtigt sind Deutsche im Sinne von Artikel 116 des Grundgesetzes sowie Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union (Unionsbürger), die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten in der Gemeinde mit Hauptwohnung wohnen und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Diese werden von Amts wegen in das Wählerverzeichnis eingetragen und können wählen. Der Bürgermeister ist berechtigt, vom Unionsbürger zur Feststellung seines Wahlrechts einen gültigen Identitätsausweis sowie eine Versicherung an Eides statt mit der Angabe seiner Staatsangehörigkeit zu verlangen.

Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis

Personen, die ihr Wahlrecht für Gemeindewahlen durch Wegzug oder Verlegung der Hauptwohnung aus der Gemeinde verloren haben und vor Ablauf von drei Jahren seit dieser Veränderung wieder in die Gemeinde zuziehen oder dort ihre Hauptwohnung begründen, sind mit der Rückkehr wahlberechtigt. Wahlberechtigte, die nach ihrer Rückkehr am Wahltag noch nicht mindestens drei Monate in der Gemeinde wohnen oder ihre Hauptwohnung begründet haben, werden nur auf Antrag in das Wählerverzeichnis eingetragen.

Wahlberechtigte Unionsbürger, die nach § 22 Meldegesetz nicht der Meldepflicht unterliegen und nicht in das Melderegister eingetragen sind, werden ebenfalls nur auf Antrag in das Wählerverzeichnis eingetragen. Dem schriftlichen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis hat der Unionsbürger eine Versicherung an Eides statt mit den Erklärungen nach § 3 Abs. 3 und 4 der Kommunalwahlordnung beizufügen. Vordrucke für diese Erklärung hält das Bürgermeisteramt Gaildorf, Bürgerbüro, Schloss-Straße 20, 74405 Gaildorf bereit.

Die Anträge auf Eintragung müssen schriftlich gestellt werden und – ggf. samt der genannten eidesstattlichen Versicherung – spätestens bis zum Sonntag, 15. Januar 2012 beim Bürgermeisteramt Gaildorf, Schloss-Straße 20, 74405 Gaildorf eingehen.

Gaildorf, 21. Dezember 2011

Bürgermeisteramt Gaildorf

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.gaildorf.de/data/rathausAktuell.php

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„10 Jahre Guantánamo bedeutet 10 Jahre Ungerechtigkeit“ – Online-Petition unterschreiben

Als ‚Abd al Rahim al Nashiri im Oktober 2002 von örtlichen Sicherheitsbehörden in Dubai verhaftet wurde, hatte er vermutlich keine Ahnung, welche Odyssee ihn erwarten würde. Kurz nach seiner Festnahme wurde er an den US-Geheimdienst CIA übergeben. Er wurde in Geheimgefängnisse verschleppt, misshandelt, gefoltert und mit einer Schusswaffe bedroht. Nach vier Jahren, im September 2006, wurde er nach Guantánamo gebracht.

Von amnesty international Deutschland

Derzeit 171 Gefangene in Guantánamo

In Guantánamo wartet er seither auf eine Verhandlung vor einer Militärkommission, bei der er möglicherweise zum Tode verurteilt werden wird. Einen Haftrichter hat er nie gesehen. ‚Abd al Rahim al Nashiri ist einer von 171 Menschen, die derzeit in Guantánamo einsitzen. Das berüchtigte Gefangenenlager für mutmaßliche Terroristen auf dem US-Marinestützpunkt auf Kuba, besteht am 11. Januar 2012 seit nunmehr zehn Jahren. Insgesamt waren dort knapp 800 Männer inhaftiert – die meisten von ihnen ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. Einige davon waren sogar noch Kinder, als sie interniert wurden. So wie Omar Khadr, der bei seiner Verhaftung in Afghanistan gerade einmal 15 Jahre alt war. Kurz nach seinem 16. Geburtstag brachte man ihn nach Guantánamo, wo er sich bis heute befindet.

Online-Petition unterschreiben

Gemeinsam können wir etwas bewegen: Helfen Sie uns dabei, Guantánamo zu schließen. Unterzeichnen Sie die weltweite Petition an US-Präsident Obama: http://www.amnesty.de/guantanamo

Obama wollte Guantánamo innerhalb eines Jahres schließen

Zwar hat US-Präsident Obama unmittelbar nach seinem Amtsantritt Folter und Misshandlungen wie das sogenannte „Waterboarding“ untersagt. Jedoch hat er darin versagt, die für diese Menschenrechtsverletzungen Verantwortlichen strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Auch sind seinem Versprechen, Guantánamo innerhalb eines Jahres nach seinem Amtsantritt zu schließen, keine Taten gefolgt. Im Gegenteil: Am 31. Dezember 2011 hat er mit dem Gesetzespaket über den Verteidigungshaushalt 2012 auch ein Gesetz unterzeichnet, das es den USA unter anderem gestattet, Terror-Verdächtige auf unbestimmte Zeit einzusperren.

Weltweit sollen 100.000 Unterschriften gesammelt werden

Das will Amnesty International verhindern! Weltweit wollen wir 100.000 Unterschriften sammeln und diese am 23. Januar 2012 an Barack Obama persönlich übergeben, um klarzumachen, dass das Gefängnis, das weltweit für die schrecklichen Menschenrechtsverletzungen im „Krieg gegen den Terror“ bekannt wurde, geschlossen werden muss. Unterstützen Sie uns dabei und unterschreiben Sie die Online-Petition zur Schließung von Guantánamo auf http://www.amnesty.de/guantanamo

Faire Gerichtsverfahren sind notwendig

Wenn die USA echte Beweise gegen Gefangene haben, die einem strafrechtlichen Verfahren vor einem ordentlichen Gericht standhalten, sollten sie in einem fairen Verfahren angeklagt werden. Anderenfalls müssen sie gemäß rechtsstaatlichen Standards freigelassen werden. ‚Abd al Rahim al Nashiri und Omar Khadr müssen seit vielen Jahren für die ihnen vorgeworfenen Verbrechen büßen. Für die Menschenrechtsverletzungen an ihnen musste sich bisher noch niemand verantworten.

10 Jahre Guantánamo bedeutet 10 Jahre Ungerechtigkeit. Helfen Sie mit, dem ein Ende zu setzen!

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.amnesty.de

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