„Schwäbisch Halls Oberbürgermeister fordert bessere Ärzteversorgung und Neuordnung regionaler Planungsbereiche“

Die unterdurchschnittliche Ärzteversorgung im ländlichen Raum in Baden-Württemberg hat Schwäbisch Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim dazu veranlasst, bei Politikern auf Bundes- und Landesebene Gesetzesänderungen einzufordern. Praktisches Beispiel für die nicht zufriedenstellende Situation war die Besetzung einer Hautarztstelle in der Stadt, die sich schwierig gestaltete, obwohl Interessenten für eine neue Praxis vorhanden waren.

Von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Novellierung des Versorgungsstrukturgesetzes im Bundestag

In einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, Mitglieder des Gesundheitsausschusses im Bundestag und an die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter hat der Oberbürgermeister auf die Problematik hingewiesen und eine Änderung der bisherigen strukturellen Grundlagen in Baden-Württemberg gefordert. Eine Möglichkeit, die von Pelgrim geforderte Verbesserung umzusetzen, wäre die demnächst anstehende Novellierung des Versorgungsstrukturgesetzes im Bundestag. Diese sieht eine flexiblere Ausgestaltung der Bedarfsplanung vor. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung ist beabsichtigt, dass die Länder stärker auf die Vorgaben einwirken können. So müssen die Planungsbereiche künftig nicht mehr wie bisher den Stadt- und Landkreisen entsprechen. Das Dilemma für Schwäbisch Hall besteht darin, dass die Versorgung mit Ärzten auf die in der Bedarfsplanungsrichtlinie genannten Planungskategorien beruht. Demnach fällt die Stadt in den Regionstyp 2 (verstädterte Räume). Diese ungünstige Einteilung beruht zu einem großen Teil noch auf der Schaffung der Regionalverbände im Jahre 1972, wonach die Landkreise Schwäbisch Hall, Hohenlohe und Main-Tauber und der Stadt- und Landkreis Heilbronn eine gemeinsame Region mit einer aktuellen Bevölkerungsdichte von 185 Einwohnern pro Quadratkilometer bilden.

Ballungszentrum Heilbronn führt zu schlechterer Einstufung von Schwäbisch Hall

Obwohl die erstgenannten Landkreise eher ländlich geprägt und dünn besiedelt sind, hebt das Oberzentrum Heilbronn mit knapp 120.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die durchschnittliche Bevölkerungsdichte auf über 150 Einwohner pro Quadratkilometer. Ohne diese Stadt würde die Region in eine neue Kategorie fallen (Ländliche Räume) und somit auch eine andere, günstigere Ärztezuteilung erhalten. Nach Neufassung des Landesplanungsgesetzes 2003 wurden Auswirkungen auf die Bedarfsplanungsrichtlinie, die durch die Schaffung der Regionalverbände vor fast 40 Jahren entstanden waren, nicht berücksichtigt. Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim erklärt dazu: „Für uns hängt der Grad der ärztlichen Versorgung lediglich von einem ungünstigeren, weil zwischen ländlichem und städtischem Raum ausgeglichenen Zuschnitt der Regionen ab, was sich eben auch in der Zuordnung von Schwäbisch Hall zur Region Heilbronn-Franken widerspiegelt. Bei einer anderen Einteilung dürften sich im Landkreis Schwäbisch Hall zum Beispiel ein Drittel mehr Kinder- und Frauenärzte, mehr als eineinhalb Mal so viele Hautärzte und Psychotherapeuten und sogar mehr als doppelt so viele Anästhesisten und Radiologen niederlassen.“

Bayern könnte als Vorbild dienen

Der Freistaat Bayern geht bei der Einteilung der Regionen einen anderen Weg: So schneidet der benachbarte Regierungsbezirk Mittelfranken seine beiden Regionen so zu, dass hieraus die „Industrieregion Mittelfranken“ sowie die als ländlicher Kreis eingestufte Region „Westmittelfranken“ entstehen. Daraus ergibt sich eine Optimierung der regionalen fachärztlichen Versorgung in Bayern, ganz im Gegensatz zu Baden-Württemberg.

Für Schwäbisch Hall ungünstige Zuschnitten der Regionalverbände überdenken

Daher dringt Oberbürgermeister Pelgrim in seinem Schreiben darauf, dass sich bei den Beratungen zum Versorgungsstrukturgesetz die Flexibilisierung der Bedarfsplanung nicht nur auf die Stadt- und Landkreise beschränkt. Damit bestünde die Möglichkeit, von den für Schwäbisch Hall ungünstigen Zuschnitten der Regionalverbände abzuweichen und die Gesundheitsversorgung bedarfsgerechter zu gestalten. „Sollte dem nicht entsprochen werden, muss man in Baden-Württemberg erneut über den Zuschnitt der Regionalplanung nachdenken, welche seit 1972 besteht und die nicht mehr den aktuellen Entwicklungen Rechnung trägt“, so Pelgrim abschließend.

Anlagen:

Anlage 1: Planungskategorien der BedarfsPlanungs-Richtlinie; Quelle: Richtlinie des gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung sowie die Maßstäbe zur Festellung von Überversorgung und Unterversorgung in der vertragsärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie) in der Neufassung vom 15. Februar 2007, veröffentlicht im Bundesanzeiger 2007, S. 3 491, zuletzt geändert am 15. Juli 2010, veröffentlicht im Bundesanzeiger 2010, S. 3 954, in Kraft getreten am 27. November 2010.

Anlage 2: Einwohner/Arztrelation (Allgemeine Verhältniszahlen) für die nach dem 3. Abschnitt, § 6 definierten Raumgliederungen; Quelle: Richtlinie des gemeinsamen Bundesausschusses über die Bedarfsplanung sowie die Maßstäbe zur Festellung von Überversorgung und Unterversorgung in der vertragsärztlichen Versorgung (Bedarfsplanungs-Richtlinie) in der Neufassung vom 15. Februar 2007, veröffentlicht im Bundesanzeiger 2007, S. 3 491, zuletzt geändert am 15. Juli 2010, veröffentlicht im Bundesanzeiger 2010, S. 3 954, in Kraft getreten am 27. November 2010.

Anlage 3: Bundesweite Übersicht siedlungsstruktureller Kreistypen 2008; Quelle: Bundesinsitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).

Weitere Informationen und Kontakt:

Stadtverwaltung Schwäbisch Hall, Am Markt 6, 74523 Schwäbisch Hall

Internet: www.schwaebischhall.de

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„Börsencrash, Eurokrise und ein multikulturelles Musikprojekt“ – Veranstaltungen im Oktober 2011 im Club Alpha 60 in Schwäbisch Hall

Der Club Alpha 60 in Schwäbisch Hall lädt im Oktober 2011 noch zu zwei Veranstaltungen ein. In Veranstaltung 1 geht es um den Börsencrash und die Eurokrise, bei Los Chupa Capras – Storia d’una Banda handelt es sich um ein interessantes Musikprojekt.

Vom Club Alpha 60 in Schwäbisch Hall

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 20 Uhr, Löwenkeller Stuttgart Straße 7, 74523 Schwäbisch Hall

Veranstaltung zu Börsenchaos & Eurokrise

Paul Kleiser arbeitet im Finanzsektor. Er ist aktiv im Sozialforum München und Lektor beim „Neuer ISP Verlag“. Er ist Herausgeber des Buches „Die EU in neoliberaler Verfassung“. Warum fällt der Wirtschaftsaufschwung nach der Krise von 2007-2009 so kurz und die Staatsverschuldung so hoch aus? Ist das kleine Griechenland wirklich für die Schuldenkrise in Europa verantwortlich? Wird Kanzlerin Angela Merkel nun auch in der Bundesrepublik jene Rezepte zur Anwendung bringen, die sie bisher schon Griechenland, Irland oder Portugal aufgenötigt hat? Um diese Themen, einige weitere und schließlich um die entscheidende Frage „Wo sind die Alternativen?“ geht es in der Veranstaltung

Freitag, 21. Oktober 2011, 21.30 Uhr, Löwenkeller Stuttgart Straße 7, 74523 Schwäbisch Hall

Musikveranstaltung Los Chupa Capras – Storia d’una Banda …

Vor zehn Jahren trafen sich zwei Jugendliche – Richard Guerra Medina aus Peru und Miguel Igler aus Spanien auf einer deutschen Schule mit spanischem Zweig im Rheinland. Während der täglichen gemeinsamen Fahrten zwischen der Vorstadt Hürth und der Metropole Köln begannen ihre ersten Rap-Sessions mit weiteren Musikern im Ambiente der Straßenbahn. So wurde die Idee des ChupaStylee geboren. Im multikulturellen Köln, seit 2000 Jahren ein Schmelztiegel der Kulturen, trafen sie auf den Mexikaner Josue Avalos, der bereits seit einigen Monaten versuchte, als Sänger und Gitarrist in den Fußgängerzonen im Schatten des Doms Fuß zu fassen. Nach und nach schlossen sich der Niedersachse Matthias Kuhlgatz an den Keyboards, der nicht-polnische Kölner Sven Ostrowski am Bass und der nicht-hessische Schlagzeuger Benedikt Hesse aus dem Sauerland der Band an. Ergänzt wurde die Band durch den Trompeter aus dem Rechtsrheinischen, Markus Hieronymus Koch und durch die Stimme und Posaune der charmanten Chilenin Pia Miranda.

Doch was genau ist diese Musik „ChupaStylee“? … ohne Chuplade im music business!

Was passiert, wenn man die musikalo-chemischen Substanzen HipHop, Dancehall, Reggae, Reggaeton, Jazz, Funk, Salsa, Cumbia, Negroide, Son, Samba, Blues, Polka und Rock zusammenmischt? Erst mal überhaupt nichts …. Gebraucht wird ein kreativer, ergebnisorientierter Prozess, Disziplin und Pünktlichkeit! Aus den Wurzeln des bunten Backgrounds der Bandmitglieder, ihren völlig gegensätzlich gearteten Temperamenten entstehen kompositorische Vielfalt, der unverwechselbare „ChupaStylee“, die Garantie für wilde, durchtanzte Nächte. Im ChupaStylee ist der Stempel für eine tanzbare und energiegeladene Musik, in der alle musikalischen Einflüsse und Vorlieben der acht Chupacabritos zusammenfließen.

Manifesto de ChupaStylee

Wir sind nicht Seeed. Wir sind nicht Manu Chao. Wir sind nicht Mercedes Sosa. Wir sind nicht Bushido. Wir sind nicht Bob Marley. Chupastylee ist die logische Konsequenz des globalisierten Stilpluralismus, die Apotheose postmodernen Eklektizismus‘ (Stromausfall zwischen Post und Apotheke). Wir sind die reinigenden Tränen, die Magensäure der multikulturellen Gesellschaft, die alle Nahrung in vorverdaute KRAFT umsetzt. Wir sind das moderne Monster Frankensteins, zusammengenäht aus den Resten der sterbenden Kulturen, doch unter unserem Narbengewebe pulsiert die heiße Energie des Lebens. Chupastylee, die Garantie für wilde, durchtanzte Nächte.

Weitere Informationen:

www.myspace/chupastyle

Hier noch drei Links zum Club Alpha 60:

http://www.clubalpha60.de/

http://de-de.facebook.com/pages/Club-Alpha-60-eV/169235273094370

http://www.kinoimschafstall.de/

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„Vorteile des Kopfbahnhofs gegenüber Stuttgart 21“ – Konzept von Roland Ostertag

Einen Vorschlag zur „nachhaltigen Verbesserung des Bahnknotens Stuttgart als Chance für die Stadt“ hat Roland Ostertag auf den Nachdenkseiten veröffentlicht.

Verlinkt von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Kopfbahnhof für Stuttgart:

http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/111007_ostertag_kopfbahnhof_fuer_stuttgart.pdf

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„Die Einschläge kommen näher – Griechenland ist näher als du denkst!“ – Veranstaltung in Schwäbisch Hall zu Börsenchaos und Eurokrise

Eine Veranstaltung zu zu Börsenchaos und Eurokrise findet am Donnerstag, 20. Oktober 2011, um 20 Uhr im Löwenkeller des Club Alpha 60, Stuttgarter Straße, in Schwäbisch Hall statt.  Sie trägt den Titel „Die Einschläge kommen näher – Griechenland ist näher als du denkst!“ VeranstalterInnen sind der AK Programm des club alpha 60 und DIE LINKE (KV Hohenlohe/Schwäbisch-Hall).

Von Paul Michel, Schwäbisch Hall

In der Veranstaltungen werden folgende Fragestellungen behandelt:

– Warum fällt der Wirtschaftsaufschwung nach der Krise von 2007 bis 2009 so kurz und die Staatsverschuldung so hoch aus?

– Ist das kleine Griechenland wirklich für die Schuldenkrise in Europa verantwortlich?

– Wird Kanzlerin Angela Merkel nun auch in der Bundesrepublik jene Rezepte zur Anwendung bringen, die sie bisher schon Griechenland, Irland oder Portugal aufgenötigt hat?

Und natürlich geht es um die Frage „Wo sind die Alternativen?“

Referent ist Paul Kleiser. Paul Kleiser arbeitet im Finanzsektor. Er ist aktiv im Sozialforum München und Lektor beim „Neuer ISP Verlag“. Er ist Herausgeber des Buches „Die EU in neoliberaler Verfassung“.

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„Wie öffentliche Kassen geplündert werden“ – Europäischer Aktionstag am Samstag

In den vergangenen Monaten haben wir gesehen, mit welcher Ignoranz die Mächtigen und die politischen Entscheidungsträger öffentliche Kassen plündern, um ein Bankenrettungspaket nach dem anderen aufzulegen und so den Banken neues Geld fürs Finanzcasino bereitstellen. Dagegen ist unser Widerstand notwendig. Am Samstag, 15. Oktober 2011, ist europäischer Aktionstag, zu dem bereits im Juni die spanische Bewegung „Democracia Real Ya!“ aufgerufen hat. Viele Attac-Gruppen organisieren dezentrale Aktionen und beteiligen sich an Bündnissen in zahlreichen Städten.

Zugesandt von der Attac-Gruppe Schwäbisch Hall

Anhörung zu den Ursachen und Folgen der Finanz- und Eurokrise

Seit den Protesten in New York und in anderen amerikanischen Städten sprechen viele auch von einem weltweiten Aktionstag. Es ist Zeit, auf die Straßen zu gehen und Flagge für echte Demokratie zu zeigen. Auch in Ihrer/Deiner Nähe werden am 15. Oktober Aktionen stattfinden. Im Berliner Grips-Theater organisiert Attac außerdem eine Anhörung zu den Ursachen und Folgen der Finanz- und Eurokrise mit internationalen Gästen, die per Livestream auf der Attac-Webseite übertragen wird.

Mehr Informationen im Internet:

Dezentrale Aktionen am 15. Oktober: www.attac.de/dezentrale-aktionen

Attac-Anhörung zur Krise: www.attac.de/krisenanhoerung

http://www.kulturdesfriedens.de/home.htm

Internationaler Aufruf für den 15. Oktober:

www.attac.de/aktuell/eurokrise/europaweiter-aktionstag/aufruf

Kundgebung in Stuttgart:

In Stuttgart findet eine Kundgebung und Demonstration unter dem Motto „Empört – wehrt – engagiert – vernetzt Euch!“ statt. Auf der Kundgebung wird es Redebeiträge, ein Kulturprogramm und Liveschaltungen zu verschiedenen europäischen Schauplätzen des Protest geben. Treffpunkt: 14 Uhr, Schlossplatz

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„Musik, Comedy, Ironie und Entertainment“ – Konzert mit dem geistigen Führer der deutschen Satiropopszene in der 7180-Bar in Crailsheim

FRIEDEMANN WEISE gastiert am Samstag, 15. Oktober 2011, ab 20.30 Uhr in der 7180-Bar in Crailsheim. Er ist der geistige Führer der deutschen Satiropopszene. Musikalisch grenzbegabt schlawinert der sympathische Autist zwischen klassischem Singer/Songwritertum und allen bekannten Spielarten des Pop.

Von Harald Haas, Betreiber der 7180-Bar in Crailsheim

Sonniges Lächeln ins Gesicht zeichnen

Musik, Comedy, Ironie und Entertainment erwarten die Besucher. Er hat seine Nische zwischen Peter Licht und Funny van Dannen gefunden. Zur Zeit ist er auf Tour im Vorprogramm von ERDMÖBEL. Dabei macht er einen Abstecher nach Crailsheim. Er wird den Zuhörern bei dem grauen Wetter ein sonniges Lächeln ins Gesicht zeichnen. Die Veranstaltung beginnt um 20.30 Uhr.

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„Von der Schönheit und Wirklichkeit des Indianerlebens“ – Brasilianischer Pfarrer berichtet in Schwäbisch Hall

Hans Trein, Pfarrer der lutherischen Kirche Brasiliens, erzählt mit Bildern von indianischen Völkern seines Landes. Er beschreibt ihre Schönheit und die Wirklichkeit in der sie leben. Die Veranstaltung findet am Freitag, 21. Oktober 2011, um 20 Uhr in der Lukaskirche Schwäbisch Hall (Tullauer Höhe) statt.

Von Silvio Meincke, Schwäbisch Hall

Im Dialog mit ihnen und ihren Religionen lernt seine Kirche immer noch dazu. Nach dem Vortrag haben wir Gelegenheit zum Austausch.

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Grüne „wittern“ keine „Behinderung“ bei der Volksabstimmung am 27. November – Kreisrat Feuchter (Grüne) kritisiert Südwestpresse-Artikel

Mit einem Leserbrief reagiert der Grünen-Kreisrat Hans-Joachim Feuchter aus Schrozberg-Bovenzenweiler auf den Artikel „Kreis-Grüne wittern…“ auf der Landkreisseite des Hohenloher Tagblatts (Südwestpresse). Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht diesen Leserbrief in voller Länge.

Leserbrief von Hans-Joachim Feuchter, Schrozberg-Bovenzenweiler

Gesetzliche Regelung: Fichtenau braucht mehr als ein Wahllokal

Die Grünen „wittern“ keine „Behinderung“ bei der Volksabstimmung am 27. November, wenn in einer Gemeinde mit über 4000 Einwohnern zunächst nur ein Wahllokal eingerichtet werden sollte. Es ist vielmehr eine Tatsache, dass ein zentrales Wahllokal für eine Gemeinde der Größe Fichtenaus nicht ausreichend ist. Das ist aus gutem demokratischen Grund gesetzliche Regelung.

Erste Volksabstimmung seit der Zusammenlegung der beiden Landesteile Baden und Württemberg

Wir erleben am 27. November 2011 die erste Volksabstimmung seit der Zusammenlegung der beiden Landesteile Baden und Württemberg Anfang der 1950er Jahre. Das heißt, wir haben seit fast 60 Jahren von der Möglichkeit der direkten Mitbestimmung keinen Gebrauch gemacht oder machen können. Das liegt einerseits am hohen Quorum, aber auch daran, dass Formen der direkten Demokratie bei uns kaum eine Tradition haben und bisher politisch nicht wirklich gewollt wurden. Das muss sich ändern, denn das Vertrauen der Bürger in die Politik und die Richtigkeit politischer Entscheidungen hat deutlich abgenommen. Wenn man Heiner Geißler bei seinem Auftritt auf der Muswiese glauben darf, von 80 Prozent auf unter 20 Prozent.

„Wir wollen mitbestimmen!“

Eine hohe Wahlbeteiligung am 27. November 2011 ist also nicht nur eine Meinungsäußerung zu S21 , sondern vor allem auch ein Zeichen und der Hinweis von uns Bürgern nach oben „wir wollen mitbestimmen!“. Und selbst wenn Fichtenau nicht direkt an einer Bahnlinie liegt, fahren die Fichtenauer ab und an Zug und wollen es künftig tun. Betroffene sind wir also alle. „Die da oben machen ja doch, was sie wollen!“, heißt es häufig. Jetzt haben wir die Gelegenheit zu sagen, was wir wollen. Schon deshalb ist die Teilnahme an der Volksabstimmung so wichtig. Sie muss im Grunde so zugänglich sein, wie eine normale Landtagswahl eben auch.

Zum  Artikel der Südwestpresse:

Kreis-Grüne wittern Behinderung http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/Kreis-Gruene-wittern-Behinderung;art5722,1153470

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„Integrationsministerin Bilkay Öney kommt nach Künzelsau“ – Öffentliche Diskussionsveranstaltung

Auf Einladung der Katholischen Kirchengemeinde Amrichshausen nimmt die Integrationsministerin Bilkay Öney an einer Veranstaltung zum Thema „Moderne Integrationspolitik“ in Künzelsau teil. Die Veranstaltung findet am Montag, 17. Oktober 2011, statt.

Von Berthold Krist, Katholische Kirchengemeinde Künzelsau-Amrichshausen

Baden-Württemberg ist einziges Bundesland mit Integrationsministerium

Baden-Württemberg ist derzeit das einzige Bundesland, das ein eigenes Ministerium für diesen Politikbereich eingerichtet hat. Die 41-jährige Politikerin leitet das Ministerium seit Mai 2011. Davor war sie politisch in Berlin aktiv. Der Vortrags- und Diskussionsabend findet statt am Montag, 17. Oktober 2011, um 18.30 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum St. Paulus in Künzelsau, Amrichshäuser Straße. Eingeladen sind, unabhängig von Religionen und Konfessionen, alle, die an diesem Zukunftsthema interessiert sind.

Weitere Informationen zum Thema in Hohenlohe-ungefiltert:

“Wollen politische Strippenzieher den Besuch der baden-württembergischen Integrationsministerin in Künzelsau verhindern?” – Veranstaltungsort bereitet Probleme http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=11781

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