„Lückenhafter Corona-Infektionsschutz: Halbherzig und kapitalorientiert“ – Kommentar von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Eines vorweg: Ich bin kein Gegner des Lockdowns. Im Gegenteil: Durch konsequente Lockdowns wurde in Australien und Neuseeland erreicht, dass die Zahl der Corona Infektionen drastisch abgesenkt wurde. Ich bin der Meinung, dass der Lockdown nicht konsequent betrieben wird, weil er einen wichtigen Teil der Gesellschaft weitgehend außen vor lässt: Die Arbeitswelt.

Kommentar von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Trotz Lockdown: Wo stecken sich die Menschen an?

Als nach dem Sommer die Infektionszahlen wieder stiegen, wurde der Eindruck erweckt, junge Menschen, die verantwortungslos Party feiern, seien die Schuldigen für diesen Anstieg. Wenig später wurde dieses Bild noch ergänzt um “ausufernde” Familienfeiern und “maßlose” private Treffen (hier gern mit sozialer Abwertung: Garagenpartys) als hauptsächliche Treiber der pandemischen Dynamik. Entsprechend nehmen sich fast alle Maßnahmen den privaten Bereich vor: Alkoholverbot, Schließung von Nachtlokalen, Sperrstunden, Einschränkungen von Familienfeiern, später dann diverse “Lockdowns (light)”.

(Laut-)stärkste Interessengruppe

Um nicht missverstanden zu werden: Ja, es kommt aktuell auch auf individuelles Verhalten an: auf Abstand halten, auf Hygieneregeln, auf Kontaktreduzierung im Alltag. Irritierend aber ist: Bisher ist bei der Identifizierung möglicher Infektionsherde das verarbeitende Gewerbe, also vor allem die Industrie ein absolutes Tabu. Dass dem so ist, hat wohl damit zu tun: Das Lager der Unternehmer ist die (laut-)stärkste Interessengruppe in der Gesellschaft. Das zeigt Wirkung. Die Haltung des politischen Führungspersonals und der tonangebenden Medien brachte Wirtschaftsminister Peter Altmaier im November 2020 anlässlich einer Diskussion um strengere Auflagen für die Bereitstellung von Home-Office-Arbeitsplätzen auf den Punkt: „Arbeit im Homeoffice muss Sache der Firmen und ihrer Mitarbeiter bleiben.“

Corona- Infektionen in den Betrieben – ein Tabu

Dementsprechend ist jegliche Diskussion über die Zustände in der Arbeitswelt tabu. Es gibt so gut wie keine Untersuchungen dazu, welchen Anteil Infektionen, die am Arbeitsplatz weitergereicht werden, am gesamten Infektionsgeschehen haben. Corona-Ausbrüche in Betrieben werden überaus diskret behandelt und nach Möglichkeit vor der Öffentlichkeit geheim gehalten. Dabei gab es durchaus eine Reihe von Corona-Infektionen in Betrieben. Und zwar nicht nur in der Fleisch verarbeitenden Industrie. Im Logistikzentrum von Amazon in Garbsen bei Hannover haben sich 250 MitarbeiterInnen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gewerkschaft Verdi geht von mehreren hundert Kolleginnen und Kollegen aus, die sich bei der Arbeit in den Lagerhallen mit COVID-19 infiziert hätten. Auch 61 der rund 250 Beschäftigten im Amazon-Verteilerlager in Bayreuth haben sich infiziert. Das gab das örtliche Landratsamt bekannt. Das Landratsamt verfügt aber nur über Informationen zu Mitarbeitern, die in Stadt und Landkreis Bayreuth leben. Ob darüber hinaus überhaupt weitere Amazon-Angestellte des Standorts in Oberfranken positiv getestet wurden, blieb offen. Offenbar war das für das örtliche Gesundheitsamt kein Grund genauer hinzusehen. Die Presse meldete: „Der Online-Händler selbst macht – unter Verweis auf den Datenschutz – keine Angaben zur Anzahl seiner infizierten Angestellten.“

Ein absoluter Skandal, aber kaum jemand regt sich auf!

Auch bei Audi in Neckarsulm kam es zu Infektionen von Mitarbeitern. In der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) war am 5. Januar 2021 zu lesen: „Nach Informationen, die der RNZ aus Mitarbeiterkreisen vorliegen, sollen sich vor allem Angestellte aus der Fertigung mit dem Virus infiziert haben.“ Diese Meldung schaffte es aber nicht in die überregionalen Medien. Warum wohl? Ein Schuft, der Böses dabei denkt!?

Mein Name ist Hase….

Es ist kein Zufall, dass es zum Infektionsgeschehen am Arbeitsplatz kaum belastbare Daten gibt. Kein Wunder, die Gesundheitsämter verzichten darauf, die erforderlichen Daten zu erheben. Die »Augsburger Allgemeine“ berichtet: Das Gesundheitsamt wird gemäß den bestehenden Regelungen nur über Betroffene informiert, die im Landkreis leben. Fragt man die Behörden nach der Zahl von infizierten oder in Quarantäne befindlichen Beschäftigten in verschiedenen Branchen, bekommt man etwa vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die Auskunft: »Die Gesundheitsämter sind gehalten, möglichst detailliert bekannte Infektionsquellen an uns zu übermitteln. Die Angabe des Berufs ist nach Infektionsschutzgesetz jedoch nicht vorgesehen. Anlässlich von Corona Infektionen Logistikzentrum Graben bei Augsburg sagte die Verdi-Sekretärin Sylwia Lech: « Das Einzugsgebiet der Amazon-Beschäftigten reiche »vom Allgäu bis nach München«. Die Mitarbeiter würden von unterschiedlichen Ämtern abgedeckt, ein Corona-Hotspot falle deshalb nicht sofort auf. »Die Gesundheitsämter müssten landkreisübergreifend besser zusammenarbeiten«, fordert sie.

Genauer hinschauen

Ohne die systematische Erfassung von Branche oder Beruf fällt es aber schwer, bei Infektionen irgendwo Häufungen zu erkennen. Damit wäre zwar immer noch nicht klar, ob sich jemand tatsächlich am Arbeitsplatz angesteckt hat, aber es wäre ein Anhaltspunkt, um genauer hinzuschauen. Bei Einrichtungen, die »für den Infektionsschutz relevant« sind, wie Altenheime, Sammelunterkünfte, Krankenhäuser oder Schulen gibt es Meldevorgaben – und entsprechend Daten und eine öffentliche Debatte. Warum soll das nicht auch für alle Bereiche möglich sein? In Slowenien ist das der Fall. Hier veröffentlicht das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit regelmäßig Daten zu Infektionsorten. Ende November 2020 lag hierbei der Arbeitsplatz mit 25 Prozent vor dem privaten Haushalt mit 23 Prozent Anteil am Infektionsgeschehen (siehe https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-wirtschaft-ist-sicher).

Höchstes Risiko bei Industrie-Beschäftigten in Leiharbeit

Die wenigen punktuellen Untersuchungen, die es in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) gibt, zeigen, dass aus den Betrieben durchaus Gefahr droht. Eine Studie der Krankenkasse Barmer, die im vergangenen Jahr untersuchte, in welchen Berufen das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, am höchsten ist, kam zu dem Ergebnis: „Das höchste Risiko wurde unter den Beschäftigten in Leiharbeit im industriellen Bereich sowie in der Post- und Logistikbranche beobachtet“. Zudem sei zu befürchten, so die Autoren weiter, „dass es in dieser Gruppe weitere Erkrankungsfälle gab, die jedoch aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes nicht zu einem Arztbesuch führten“. Jörg Boewe nennt im „Freitag“ eine interne Studie, über die in den anderen Medien allerdings nicht berichtet wird. Darin geht es um ein großes Automobilwerk, zu dem eine interne Auswertung vorliegt. Diese listet für Ende November 2020 „aktive Fälle“ – das entspricht 0,41 Prozent der insgesamt 17.000 Beschäftigten am Standort. Handelt es sich dabei vielleicht um Audi Neckarsulm?

Kontrolle? Fehlanzeige!

In der Bundesrepublik gibt es zwar Auflagen zur Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen in den Betrieben. Staatliche Kontrollen der Gewerbeaufsichtsämter zur Umsetzung des Infektionsschutzes finden in Betrieben kaum statt. Drei Jahrzehnte Neoliberalismus haben ihre Spuren hinterlassen. Eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann (Die Linke) im Sommer 2020 ergab: Die Anzahl der Betriebsbesichtigungen hat sich zwischen 2008 und 2018 halbiert: Wurden Betriebe damals im Schnitt noch alle 11,8 Jahre überprüft, gab es 2018 Kontrollen nur noch alle 25 Jahre. Selbst da, wo Mitarbeiter der Behörden willens wären, solche Kontrollen durchzuführen – sie sind dazu nicht in der Lage. Mehrere leitende Mitarbeiter aus Behörden in drei Bundesländern sagten „BuzzFeed News“ (https://www.buzzfeed.de/buzz/gefaehrliche-arbeitsplaetze-werden-in-der-corona-krise-extrem-selten-kontrolliert-90142878.html) in den vergangenen Wochen, dass die Anzahl der Kontrollen in den vergangenen Wochen massiv zurückgegangen sei. „Ich hätte große Lust, bei Amazon eine Begehung zu machen“, sagt ein leitender Arbeitsschützer, der dafür zuständig ist, Beamten bei solchen Betriebskontrollen anzuleiten. „Aber personell ist das im Moment nicht möglich.“

Systematisches Nicht-Wissen-Wollen

Angesichts solch haarsträubender Untätigkeit der Behörden bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionen in den Betrieben drängt sich der Verdacht auf, dass es sich von Seiten der Behörden und der politischen Verantwortlichen um ein systematisches Nicht-Wissen-Wollen handelt. Es wird Zeit, dass diese Gefälligkeitspolitik gegenüber dem Unternehmerlager endlich Thema öffentlicher Debatten wird.

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„Crailsheimer Jahrestage und Jubiläen im Jahr 2021 (Teil 1)“ – Informationen des Stadtarchivs

Die Zeittafel zur Crailsheimer Geschichte weist auch für das Jahr 2021 eine Reihe von interessanten stadthistorischen Ereignissen auf, die einen runden Jahrestag oder ein Jubiläum begehen können. Die folgende kleine Übersicht, erstellt im Stadtarchiv Crailsheim, erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Informationen zusammengestellt vom Stadtarchiv Crailsheim

800 Jahre: Erster Nachweis eines nach der Stadt Crailsheim benannten Ortsadels

Die Stadt Crailsheim gab einem Ortsadel, den Herren von Crailsheim, ihren Namen. 1221 ist dieser Name das erste Mal nachweisbar. In einer Urkunde des Bischofs von Würzburg wird ein Walther von Croelsheim (= Crailsheim) genannt: Er fungiert als Zeuge beim Verkauf eines Landgutes durch Giso von Lare (= Lohr) an den Abt des Klosters Bronnbach. In anderen Orten des Altkreises ist die Familie von Crailsheim über Jahrhunderte nachweisbar, so vor allem in Hornberg (bei Kirchberg), Morstein oder Erkenbrechtshausen.

500 Jahre: Berufung Adam Weiß‘ nach Crailsheim

Ein einschneidendes stadthistorisches Ereignis war die Berufung des Theologen Adam Weiß auf die Pfarrstelle an der Johanneskirche im Herbst 1521. Ein genaueres Datum lässt sich leider nicht mehr ermitteln. Mit der Tätigkeit von Weiß, der zuvor Theologieprofessor in Mainz war, beginnt der Prozess der Reformation in der Stadt.
Crailsheim wird dadurch nicht nur zu einer der ersten Städte Süddeutschlands, die sich der Reformation anschlossen, es war in der Folge auch eines der Zentren der reformatorischen Bewegung in Franken. Diese historische Bedeutung brachte der Stadt 2015 den offiziellen Titel „Reformationsstadt Europas“. Von 2013 bis 2016 entstand der „Crailsheimer Reformationsweg“, dessen zwölf Stationen auch in Corona-Zeiten entdeckt werden können. Informationsmaterial dazu gibt es bei der Stadt Crailsheim.

475 Jahre: „Alter Friedhof“ Crailsheim (heute Ehrenfriedhof)

Am 23. Mai 1546 („nach dem Sonntag Cantate“) fand das erste Begräbnis auf dem damals neu als Friedhof ausgewiesenen Platz vor der Stadtbefestigung beim Diebsturm statt. In diesem Jahr grassierte die Pest und forderte allein in Crailsheim 495 Menschenleben, wohl mehr als ein Viertel der Stadtbevölkerung.
Der ursprüngliche Kirchhof um die Johanneskirche konnte diese große Zahl von Pandemie-Toten nicht fassen, und so hatte Dekan Simon Schneeweiß die Anlage eines Seuchenfriedhofs außerhalb der Stadtmauer initiiert.
Mehrfach erweitert diente der „Alte Friedhof“ bis 1901 als Begräbnisplatz für die Crailsheimerinnen und Crailsheimer evangelischer Konfession.

200 Jahre: Erster Besuch des württembergischen Königs Wilhelm I.

Am 23. Oktober 1821 befand sich der seit 1816 amtierende württembergische König Wilhelm I. zu einem ersten Besuch in Crailsheim. Die Stadt war feierlich mit „Ehrenpforten“ geschmückt und „illuminiert“, die „Burgerschafft empfing Ihn mit einem herzlichen Lebe hoch“. Der König übernachtete in Crailsheim im Gasthof „Zum Goldenen Lamm“. Mit dem Inhaber Georg Michael Lindner verband ihn eine besondere Beziehung: 1813, während der Napoleonischen Kriege, als Württemberg noch auf Seiten der Franzosen stand, sollte der damalige Kronprinz Wilhelm in Leipzig durch einen Coup der Preußen aus seinem Hotel entführt werden. Wilhelm wurde durch Lindner, der dort als Oberkellner tätig war, gewarnt und so vor dem Zugriff gerettet. Zum Dank erhielt Lindner das Holz für den Neubau des „Lamms“ in Crailsheim fast unentgeltlich aus Staatswald. Und auch bei seinen beiden weiteren Besuchen in Crailsheim 1825 und 1833 logierte Wilhelm im „Lamm“ in der (späteren) Karlstraße.

175 Jahre: TSV Crailsheim

Der größte Verein der Stadt, der TSV Crailsheim, führt seine Geschichte bis in das Jahr 1846 zurück. Es existiert kein exaktes Gründungsdatum. Allerdings berichtet eine Anzeige im „Amts- und Intelligenz-Blatt“ vom 8. Juni 1846 vom Zusammenschluss von bis dato 16 jungen Männern zu einer „Turner-Gesellschaft“. Auslöser waren die Vorführungen der Turnvereine Ellwangen und Hall einige Wochen zuvor. „Junge Männer und Jünglinge, welche durch die gute Sache angesprochen, geneigt sind, sich dem neuen Vereine anzuschließen“, werden aufgefordert, sich anzumelden.

125 Jahre: Erste öffentliche Telefonsprechstelle in Crailsheim

Am 17. Februar 1896 wird beim Königlichen Postamt Crailsheim, das sich zu diesem Zeitpunkt noch im Rathaus befindet, die erste öffentliche Telefonstelle der Stadt eröffnet. Sie entstand im Zuge der Herstellung der Telefon-Verbindungsanlage Stuttgart – Aalen – (Crailsheim) – Nürnberg.

125 Jahre: Beschluss über die Einrichtung einer allgemeinen Wasserversorgung

Einen für die Infrastruktur der Stadt beinahe epochalen Beschluss fasste der Gemeinderat am 11. Juli 1896. Mit der denkbar knappen Mehrheit von 11 gegen 10 Stimmen wurde Einrichtung einer zentralen Wasserversorgung genehmigt. Ungefähr 30 Jahre hatten die städtischen Gremien sich in dieser für die Modernisierung der Stadt so wichtigen Frage nicht zu einer positiven Entscheidung durchringen können – und dies trotz des eklatanten Wassermangels und der unhaltbaren hygienischen Zustände an den Brunnen in der Stadt. Die Abstimmung am 11. Juli 1896 endete mit Stimmengleichheit 10 zu 10. Den Ausschlag gab schließlich die Stimme von Stadtschultheiß Leonhard Sachs.

Info: Teil 2 der Crailsheimer Jahrestage folgt in Kürze.

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„Mit dem Green New Deal wird alles besser? – Corona und linke Kritik(un)fähigkeit“ – Informationen von „Attac-Diskussion“

Ist die gesellschaftliche Linke straatstreu geworden und reiht sich ein ins „Gemeinsam gegen Corona“? Wir suchen kritisch-solidarische Perspektiven „von unten“ gegen die Alternativlosigkeit „von oben“. Eine Online-Veranstaltung dazu findet am Montag, 18. Januar 2021, um 19 Uhr statt.

Informationen zugesandt von Hans A. Graef, Schwäbisch Hall

Begründete Hoffungen oder illusionäre Versuche?

Jeden Montag, um 19 Uhr diskutieren Anne Seeck, Peter Nowak, Gerhard Hanloser und Elisabeth Voß mit Gästen, diesmal zum Thema: „Mit dem Green New Deal wird alles besser?“ Vor Corona sind nicht alle gleich, im Gegenteil. Globale Finanzakteure und Digitalkonzerne gehören zu den Profiteuren und verschärfen die Situation derjenigen, die ohnehin benachteiligt sind. Wir stellen Alternativen vor, die als Green (New) Deals diskutiert werden. Stecken begründete Hoffungen darin, oder sind es illusionäre Versuche, den Kapitalismus mit Greenwashing zu retten?

Lässt sich für heute daraus lernen?

Martina Groß berichtet, wie Präsident Franklin D. Roosevelt in den 1930er Jahren in den USA die Wirtschaftskrise mit dem New Deal überwand. Lässt sich für heute daraus lernen?

Bruno Kern wirft einen kritischen Blick auf den Green Deal der Europäischen Union. Geht der nur nicht weit genug, oder in die vollkommen falsche Richtung?

Maike Wilhelm stellt den Green New Deal von DIEM25 vor, der sich am Modell von Alexandria Ocasio-Cortez und Bernie Sanders in den USA orientiert. Wie viel Roosevelt steckt da drin und gibt es Übereinstimmungen mit der EU? Was sind die Unterschiede?

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, kommt einfach in den BigBlueButton-Raum:

https://vk1.minuskel.de/b/ste-zwy-d92-c73

Ihr müsst der Aufzeichnung zustimmen, wir nehmen aber nur den ersten Teil mit den Inputs auf.

Alternativ könnt Ihr auch per Telefon teilnehmen:

+49-30-80949510 / Dann bitte nach Aufforderung die PIN 24811 eingeben.

Information zu den Themen der bisherigen Veranstaltungen sowie Videoaufzeichnungen gibt es im Internet:

https://vimeo.com/user14565390

Solidarisch Wirtschaften für eine Welt ohne Grenzen:

Telefon: 0049 – (0)30 – 216 91 05 (AB)

Internet: www.elisabeth-voss.de

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„Empörter Zwischenruf zur Forderung nach Impfpflicht für Pflegekräfte durch Herrn Söder“ – Leserbrief von Jochen Dürr aus Schwäbisch Hall-Bibersfeld

Ich finde es unsäglich und in höchstem Maße populistisch, welche Kampagne Markus Söder mit seiner Forderung nach einer Impfpflicht für Pflegekräfte losgetreten hat. Ohne Zahlen vorzulegen – es ist unglaublich.

Leserbrief von Jochen Dürr, Schwäbisch Hall-Bibersfeld

„Von der Politik völlig verarscht“

Viele Pflegekräfte fühlen sich von der Politik völlig verarscht und sind
verständlicherweise skeptisch, ob die Fürsorge der Politik nur wieder
kurzweilig ist und / oder ob überhaupt genügend Impfstoff da ist. Sie
sind zunächst zurückhaltend, ob der Impfstoff so wirksam ist und ihnen
für die Zukunft einen wirksamen Schutz gibt.

Meine persönliche Sicht ist:

– Lassen wir uns nicht von Herrn Söder vor den Karren spannen!

– Entscheiden wir uns selbstbewusst + eigenständig zu unserem eigenen Schutz und unserem beruflichen/ privaten Umfeld für eine Impfung!

– Wenn die Politik ihre Fürsorge ernst nimmt, entzieht sie den wenigen
Konzernen die Patente und sorgt schnell für genügend vorhandenen Impfstoff und überlässt es nicht dem freien Markt der kapitalistischen
Kräfte, wieviel und zu welchem Preis der Impfstoff da ist.

Das Statement der Kollegin in dem (…) Artikel unten unterstreicht meine Position nochmal deutlich:

https://www.n-tv.de/panorama/Wir-sind-keine-Querdenker-in-Weiss-article22287864.html?fbclid=IwAR2FIJcbxpvxsUD15HPtLc9xvzxbRN8sytXAW0D0LjFx-K3GzQED49lg0qE

Jochen Dürr:

Seit 28 Jahren als Heilerziehungspfleger tätig.

Seit 36 Jahren aktiv in der Gewerkschaft Ver.di

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„Lang beschattete Täler“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden zweiunddreißigster Teil

„Lang beschattete Täler“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden zweiunddreißigster Teil. Die geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig, und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

XXXII Gefühl

… Carl Eugen Friedner begrüßte die kluge Rede seines Freundes: „Ja, gerade jetzt, wo so viele kuriose Abstandsvorgaben gemacht werden, um menschliche Begegnung zu unterbinden, ist es besonders wichtig sich persönlich zu treffen und sich miteinander auszutauschen. Derzeit kommen lang geheim gehaltene Ungereimtheiten in aller Welt ans Licht. Nur muss man stets auf der Hut sein – dort wo die eigentliche Wahrheit zu liegen scheint, ist sie oft mit mehreren undurchschaubaren Schichten von Intrigen, Lügen und Scheinwahrheiten überdeckt.“ Carl spürte beim Klang seiner eigenen Worte einen heftigen Stich im Herz, und ein ungutes Gefühl machte sich in ihm breit.

Viele Prozesse gegen Umweltschützer

Seinem Freund gegenüber verschwieg er diese Empfindung jedoch und eröffnete eine Diskussion über weltweite Missstände: „Mir als Jurist machen die vielen Prozesse, die seit einiger Zeit gegen aktive Umweltschützer angeleiert werden, große Sorgen. Man versucht die biologischen Apfelbauern in Südtirol* zu zermalmen und jetzt erst wurde gegen eine französische Weinhändlerin* zur Attacke geblasen. Man schüttet sie mit vernichtenden Prozessen zu, denen man seelisch einzig mit großem Mut und finanziell nur mit der Hilfe von Umweltorganisationen standhalten kann. Es ist ein regelrechter Vernichtungsfeldzug, den globale Giftmischer und Brunnenvergifter* da in Europa veranstalten. Im Rahmen geltender Gesetze, versucht man Menschen mit Haltung ganz legal und scheinbar berechtigt zu vernichten. Andere wissende Leute, wie den Enthüller Julian Assange*, versucht man ja auch gezielt zum Schweigen zu bringen.“

Eine „richtige Frau“

Beim Essen fiel Carl immer deutlicher auf, dass sein Freund erstaunlich fröhlich und gelöst wirkte. Er überlegte an was das lag: „Paul, wie geht es mit deiner Tochter?“ „Sie ist bei einer Freundin. Dort können sie in Ruhe zusammen lernen“, antwortete Paul knapp. „Und woher kommt deine so ausgesprochen gute Laune?“, fragte Carl gezielt nach. „Naja, ich habe, ähem“, antwortet er stammelnd. „Du warst bei einer Frau?“, bohrte Carl nun gezielt nach. „Ja, bei einer richtigen“, antwortete Paul ausweichend. Mit gehobenen Augenbrauen wollte Carl wissen: „Was heißt bei einer richtigen – gibt es auch unrichtige Frauen?“ Noch im selben Moment dämmerte es Carl was Paul meinte: „Aha?“, rief er fragend aus und wartete, ob der Freund sich weiter erklären würde.

Triebabfuhr

Die Großmutter der ehelichen Kinder von Paul steckte diesem ab und zu fünfzig Euro für eine käufliche Frau zu. Sie gedachte ihm somit auf Dauer über den Verlust der ehelichen Vergnügungen hinwegzuhelfen. Auch wusste sie darum, dass Paul seine heranwachsende Tochter neben sich schlafen ließ, und meinte ihre Enkeltochter mit der Finanzierung einer regelmäßigen Triebabfuhr für ihren Vater, genügend vor möglichen Übergriffen zu schützen. Den wahren Hintersinn dieser Geste aber, den verwitweten Schwiegersohn damit möglichst von einer neuen Verbindung, einer erfüllenden und sexuellen Partnerschaft zu einer Frau, abzuhalten durchschaute Paul Malibo jedoch nicht.

Violetta

„Ich habe eine Frau kennengelernt“, gab Paul nun strahlend und unumwunden zu. „Ach!“, entfuhr es Carl und er fragte neugierig: „Wen? Wie heißt sie?“ „Violetta. Aber wir reden jetzt nicht darüber, falls Gislène kommt. Ich muss es ihr sehr schonend beibringen, sonst gibt es eine Katastrophe. Das was beim letzten Mal passierte, als ein Jahr nach dem Tod meiner Ehefrau, eine in Frage kommende Frau in meinem Leben auftauchte, möchte ich Violetta ersparen“, antwortete Paul auf Carls Frage, stand auf und ging in die Küche.

Diktaturen

Beim Essen unterhielten sich die beiden Freunde über ihre Eindrücke zur derzeitigen >Karinasituation<. Sie stellten Ähnlichkeiten zum faschistoiden Hitlerdeutschland und anderen Diktaturen fest. Nicht nur die rigorose Abschaffung demokratischer Freiheiten und eine erfolgte Gleichschaltung machten sie dabei aus. Die vielen stasiähnlichen Denunziationen der Folgsamen, und das Schweigen der Mehrheit fanden sie schlicht beklemmend. Um passende Worte ringend, besprachen sie ihre Sorgen wegen einer ausgeübten Euthanasie durch mörderische Impfprogramme. Aber auch darin, dass bereits etwas anderes in der Luft liege, demnächst eine Welle der Veränderung* durch das Land gehen würde, waren sie sich einig. Die beiden Freunde hofften, dass bald eine deutliche Wandlung zum Guten hin eintreten möge.

Mehr Mitmenschlichkeit

„Ich bin zuversichtlich Paul, dass wir unsere freiheitliche demokratische Ordnung bald erneuern und ausbauen können“, meinte Carl: „Es gibt jetzt immer mehr und lauter werdende Stimmen, die sich zu den Gefahren von Impfungen äußern und sich für eine umfassende Verbesserung unseres Gesundheitssystems einsetzen. Zum Beispiel gibt es Ärzte, die sich als so genannte Weiße Kraniche* organisiert haben. Musikerkreise sind ebenfalls fleißig dabei, ermutigende Texte zu schreiben und ihre aufbauenden Lieder* zu singen. Paul ergänzte hoffnungsfroh: „Viele religiös orientierte Menschen ermahnen eindringlich dazu, sich wieder mehr auf Mitmenschlichkeit zu besinnen. Sie fordern die Wiedereinrichtung der seitherigen medizinischen und sozialen Hilfen in den Vesperkirchen. Und Carl, hast du davon schon gehört: In manchen Kanälen im Internet spricht man sogar von einer spirituellen Verantwortung, die es jetzt zu übernehmen gilt.“

Hübsches Zimmer

Nach dem Abendessen verabschiedete sich Carl zügig – er musste ja noch ans andere Ende des Landkreises. Unweit des Kraftwerkshauses hatte er seine Unterkunft. Dort würde er in den kommenden Tagen übernachten. Und für den Fall, dass Paula noch dazukommen würde, war für sie ebenfalls ein einfaches, aber sehr hübsches Zimmer reserviert … Fortsetzung folgt.

Erläuterungen:

*Juristische Attacken gegen Enthüller und Aktivisten: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle- meldungen/meldungen/2020/pestizidtirol/pestizide-im-bordeaux-umweltschuetzerin- vor- gericht.html?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Newslet ter+-+07.01.2021_SLAPP+Frankreich_oIa&utm_content=Mailing_7647648

https://www.oekom.de/themen/pestizidprozess-das-wunder-von-mals-vor-gericht/c- 340 https://www.sueddeutsche.de/politik/julian-assange-gericht-haft-london-1.5166321

*Ärztestimmen: https://2020news.de/wp-content/uploads/2020/12/0K2YnJI98Grs.mp4 https://aerzte-stehen-auf.de/aerztehilfswerk/

*Aus dem Text des 2. Flugblatts der Weißen Rose: Wenn eine Welle des Aufruhrs durch das Land geht, wenn „es in der Luft liegt“, wenn viele mitmachen, kann in einer letzten, gewaltigen Anstrengung dieses System abgeschüttelt werden.

*Sophie und Hans Scholl: http://weisse-rose-crailsheim.de/orte-des-gedenkens/crailsheim/

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_wei%C3%9Fe_Rose_%28Film%29

https://www.youtube.com/watch?v=xrRO4K0fmlY

https://www.youtube.com/watch?v=wfi5UxYN968

https://wecker.de/de/musik/album/34-Filmmusiken/item/128-Die-Weisse-Rose.html

*Beispiel aktueller Musik und Kunst:
Side By Side (One For All And All For One) – Project United – A Song For The World – Corona-Crisis: https://www.youtube.com/watch?v=YHXstXiPXsY&feature=youtu.be

*Vesperkirchen: https://de.wikipedia.org/wiki/Vesperkirche

*Verantwortung in der universellen Zukunft: https://christinavondreien.ch/medien/kernaussagen-anlaesslich-des-tagesseminar-in- erding-05.01.2019

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„Die Archivalie des Monats Januar 2021“ – Materialien zur Skisprungschanze im Crailsheimer Eichwald

Die Archivale des Monats Januar 2021 im Crailsheimer Stadtarchiv sind Materialien zur Skisprungschanze im Eichwald.

Von Helga Steiger, Stadtarchiv Crailsheim

„Eine weiße Bahn, von weit mehr als 1000 Menschen umsäumt“

Am Tag vor dem denkwürdigen 20. Januar 1952 fiel der erwartete Schnee in Crailsheim, in den späten Abendstunden fuhr ein Lautsprecherwagen durch Crailsheim – eine sensationelle Nachricht wurde verkündet: Die Crailsheimer Skiwettkämpfe konnten beginnen und die neu gebaute Skisprungschanze sollte erstmals in Betrieb genommen werden!
Laut eines Berichts im Hohenloher Tagblatt strömten zahlreiche Schaulustige in den Eichwald, um die Sensation zu erleben: „Der Hang des Kreckelbergs war am Sonntagnachmittag schwarz von Menschen.“ Die Besucher wähnten sich in einem der prominenten Skisprungorte: „Der Blick von der Höhe des Berges, auf dem das Anlaufgerüst steht, bot das aus so vielen Wochenschauen vertraute Bild einer großen wintersportlichen Veranstaltung: eine weiße Bahn inmitten einer Waldschneise, von weit mehr als 1000 Menschen umsäumt, mit zungenartig verbreitertem Auslauf, schneebehangene Bäume und in der Ferne hinter der weißen Ebene die verschneiten Berge.“

Schanzenrekord von 24,5 Meter

Für das Testspringen wurde die neue Schanze am Sonntagvormittag mit weiterem Schnee „gepolstert“. Am Nachmittag wagte der Leiter der Skiabteilung des TSV Crailsheim, Julius Habermeier, den ersten Sprung. Noch wurde mit verkürztem Anlauf gestartet, was die Zuschauer vielleicht etwas enttäuschte: Der weiteste Sprung gelang Walter Erben mit gerade einmal 16,5 Meter. Die Eichwaldschanze bestand damit jedoch ihre „Feuertaufe“. Schon eine Woche später fanden die Jugendmeisterschaften des Bezirks Ostalb auf ihr statt, nun wurde die ganze Schanze genutzt. Walter Erben konnte in der „Allgemeinen Klasse“ mit 22 Meter und 22,5 Meter seine Sprungweite deutlich ausbauen und seine Führung amtlich machen. Am weitesten sprang allerdings in der Altersklasse ein Sportler des SV Unterkochen: 23,5 Meter. Der „offizielle“ Schanzenrekord von 24,5 Meter wurde 1953 von Berthold Kieninger aufgestellt.

Bau der Schanze am 1. Juli 1950 begonnen

Die Anlage der Eichwaldschanze ist aus mehreren Dokumenten nachvollziehbar, die von Günter Utz an das Crailsheimer Stadtarchiv übergeben wurden. Im „Abschlussbericht über den Bau der Eichwaldschanze“ sind die freiwillig geleisteten Arbeitsstunden, die Kosten und die Spenden verzeichnet. Demnach wurde mit dem Bau der Schanze am 1. Juli 1950 begonnen, die Bauleitung hatte der Vermessungsingenieur Hans Pauschinger. Vereinsmitglieder und weitere Freiwillige leisteten 3450
Stunden für Planung, Erd-, Beton- und Zimmererarbeiten. Crailsheimer Firmen spendeten Material und Lohnkosten in Höhe von 2010 Mark. Eine mit Maßen und Werten versehene Zeichnung veranschaulicht die Geometrie der Schanze, beispielsweise liegt der Kritische Punkt bei 25 Meter. Am 16. Dezember 1951 war die rund sieben Meter hohe Holzkonstruktion fertig gestellt. Bauherrschaft und Bauleitung vermeldeten stolz: „Die Sprungschanze wurde durch Vertreter des Bezirks Ostalb im Schwäbischen Skiverband abgenommen und als gut befunden.“

Spektakuläre Aufnahmen aus der Fotosammlung des Stadtarchivs

Die Eichwaldschanze sorgte in mehreren kalten, schneereichen Wintern für Abenteuer und Vergnügen. Spektakuläre Aufnahmen aus der Fotosammlung des Stadtarchivs zeigen die wagemutigen Crailsheimer Springer. Besonders viele Zuschauer zog das Faschingsspringen an, bei dem die Männer verkleidet antraten – einmal wurde auf diese Weise ein „Internationales Damenspringen“ veranstaltet, lange bevor Skispringen auch für Frauen zur Wettbewerbsdisziplin wurde. Die aus Nadelholz gebaute Schanze zerfiel mit der Zeit, wärmere Winter machten eine Instandsetzung nicht rentabel. Die in den Wald geschlagene Schneise ist längst zugewachsen. Nur noch einzelne Betonpfeiler im Wald künden von Crailsheims Glanzzeit als Skisprungort.

Text mit Bildern der Eichwaldschanze am Crailsheimer Kreckelberg:

https://www.stadtarchiv-crailsheim.de/bestaende-service/aktuelles/archivale-des-monats/

Anschrift und Ansprechpartner:

Stadtarchiv Crailsheim
Marktplatz 1
74564 Crailsheim
Telefon: 07951 403-1290
E-Mail: buergerbuero@crailsheim.de oder Tourismus@crailsheim.de

 

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„Persönliche Angriffe statt Argumente“ – Leserbrief von Hans A. Graef aus Schwäbisch Hall

Einen Leserbrief mit der selbstgewählten Überschrift „Persönliche Angriffe statt Argumente“ hat Hans A.Graef aus Schwäbisch Hall geschrieben. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Leserbrief in voller Länge.

Leserbrief von Hans A. Graef, Schwäbisch Hall

Widersprüchliches Konzept ignoriert Millionen Opfer

Wissenschaftlich fundierte Kritik mit persönlichen Angriffen zu beantworten ist sowohl bei Regierungen und in Medien, als auch in Beiträgen von Herrn Erhardt und Herrn Aurich gängige Praxis. Unterstellungen, Diffamierungen gehören nicht in eine analytische Debatte; eine selektive Wahrnehmung von Fakten ist legitim, auch wenn vor allem vorgefasste Kenntnisse verstärkt werden. Dies ist ein Herrschaftsinstrument, ebenso wie die Gestaltung der Statistiken seit zehn Monaten: so werden bei 83 Millionen Zahlen addiert von Neuinfizierten (nicht Kranken), die Zahl der Tests beeinflusst das. Die Zahl der an Covid 19 Verstorbenen wird ergänzt durch jene, die mit dem Virus starben, wobei Vorerkrankungen und Lebensalter nicht dabei stehen. Das Durchschnittsalter beträgt über 82 und liegt auf dem Niveau der Lebenserwartung. Das sage ich als 72-Jähriger nicht, um es zu verharmlosen, sondern um die Viruspanik in der Erkältungssaison aufzuzeigen und darauf hinzuweisen, dass die Lockdowns relativ erfolglos sind, das widersprüchliche Konzept ignoriert Millionen Opfer – so wie die Kritiker meiner Position dies tun.

Die Aktien explodieren

Die regierungsabhängige Wissenschaft ist nur Teil der Diskussion und wird von wirtschaftlichen Interessen (90 Prozent Uniforschung pharmafinanziert) und von BigPharma und Gates (WHO-Finanzierung 80 Prozent) beeinflusst. Die Aktien explodieren. Die privatkapitalistische Hopkins-Uni verfolgt wirtschaftliche Ziele und erzeugt keine unabhängige Wissenschaft. Der kapitalistische Einfluss der Gates-Stiftung und von Big Pharma etwa bei dem Planspiel Event201 ist unbestreitbar, auch wenn er die ihm unterstellten Ziele nicht hat.

Zahl der Intensivbetten gesunken

Herr Erhardt hat mich als Verschwörer beleidigt, warum? Hier die Daten zu den Intensivbetten, entnommen dem Ärzteblatt (16.11.): „Seit dem 24. Juli 2020 – Kapazitäten um „4649“ Intensivbetten verringert. Kommentar „Trotz steigender Fallzahlen wurde die Anzahl der verfügbaren Intensivbetten reduziert – ohne Begründung. Seit dem 24. Juli 2020 wurde die Anzahl von verfügbaren Intensivbetten in Deutschland stetig abgebaut. Wie aus den Tagesrapporten des DIVI Intensivregisters ersichtlich ist, wurde die Kapazität verfügbarer Intensivbetten, im Zeitraum zwischen dem 24 Juli 2020 und dem 26. Oktober 2020 um 3566 abgebaut – und zwischen dem 26. Oktober bis 7. November 2020 um weitere 1083 Betten. Damit sank die Kapazität von Intensivbetten insgesamt um 4649, trotz steigender Fallzahlen und drastischer Maßnahmen.“

www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihenhttp://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

Zahlen: 12.5.: 31791 Betten, davon 19 791 belegt, 1496 Covidpatienten. 2.8. 29995 Betten, 19395 belegt, davon 260 Covid. 14.8.: 27944, davon 20313 belegt, 230 Covid; erstmals 12030 Notfallbetten. 8.1.21: 20725 belegt, davon 5467 Covid, 3565 frei, Notfall 10312., statista am 8.1. 22564 belegt, 4364 frei, nichtinvasiv 14162, invasiv 8406, EMO 424. Kennt Herr Aurich die arte-Doku „Profiteure der Angst“ (2009), die am Beispiel des Schweinegrippealarms den Kontext Wirtschaftsinteressen – Universitäten – Medien – Politik analysiert?

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„Die Pandemie solidarisch europaweit eindämmen“ Zwölf Thesen von Verena Kreilinger, Winfried Wolf und Christian Zeller

„Die Pandemie solidarisch europaweit eindämmen – Zwölf Thesen“ lautet der Titel eines Artikels von Verena Kreilinger, Winfried Wolf und Christian Zeller.

Informationen zugesandt von Paul Michel, Schwäbisch Hall

These 1

Außer Kontrolle // Anfang 2021, ein gutes Jahr nach der ersten Identifizierung des Sars-CoV-2 Virus, ist die Epidemie in großen Teilen der Welt, so insbesondere in den USA, in Lateinamerika und in Europa, mit der zweiten Welle weitgehend außer Kontrolle geraten. Obwohl inzwischen Massenimpfungen begonnen haben, steigt die Zahl der Menschen, die mit einer Corona-Virus-Infektion sterben dramatisch an. Die Mutationen des Virus häufen sich. Die Virusvariante B117 weist eine wesentlich höhere Übertragbarkeit auf und vermehrt sich rasend schnell. Im Februar 2021, ein Jahr, nachdem die Epidemie im Westen ankam, wird die Zahl von 2,2 Millionen Corona-Toten erreicht sein. Eine zentrale Aussage in diesem Papier – wie zuvor in unserem Buch „Corona, Kapital, Krise“ – lautet: Diese Entwicklung war absehbar. Die Verantwortung dafür tragen die Regierenden und die herrschenden Kreise, die diese Regierungen unterstützen.

These 2

In drei Phasen der Epidemie haben sich die Regierungen für die Inkaufnahme zusätzlicher Zehntausender Toter entschieden // Die europäischen Regierungen und die EU haben sich während dieser Pandemie in drei Perioden in besonderer Weise gegen den Schutz der Gesundheit der Menschen entschieden: Zunächst in den ersten zehn Wochen des Jahres 2020, als alle Verantwortlichen die Epidemie verharmlosten: Das Virus wurde latent rassistisch als eine chinesische Angelegenheit abgetan. Schutzmaßnahmen wurden nicht ergriffen. Der Ausbreitung der Epidemie wurden Tür und Tor geöffnet. Sodann in den Monaten Mai bis August 2020, als es nach einem ersten Lockdown eine gewisse Eindämmung der Epidemie gab: Diese Zeit mit sinkenden oder stagnierenden Infektions-Zahlen wurde nicht genutzt, um die Eindämmung fortzusetzen. Stattdessen gab es einen Wettlauf von Lockerungen – mit den fatalen Folgen, die seit September 2020 festzustellen sind. Im Herbst 2020 taten die Regierungen das Falsche. Obwohl sich die Ansteckungen bereits wieder exponentiell vermehrten, griffen sie bewusst nicht oder ungenügend ein und wogen die Menschen in Sicherheit. Erst ab November agierten sie erneut, zunehmend überhastet und autoritär.

These 3

Dass eine andere Politik möglich war, zeigen mehr als ein Dutzend Länder // Anfang 2021 entfallen von den 1,8 Millionen Corona-Toten 72 Prozent auf die Regionen USA, Lateinamerika und EU. In diesen Regionen leben jedoch nur 18 Prozent der Weltbevölkerung. Zu überprüfen ist, was die Ursachen für diese ungleiche Verteilung sind. Sicher ist: Es gibt (wie in Tabelle 2 in unserem Text dokumentiert) mehr als ein Dutzend Länder, in denen die Epidemie durch eine Mixtur von wirksamen Lockdowns und einem hohen Einsatz von Personal zur Identifikation und Nachverfolgung der Infektionsketten weitgehend eingedämmt und die Zahl der Corona-Toten bei einem Bruchteil derjenigen, die in den USA und in Europa zu beklagen sind, verblieb. In diesen Ländern wurde weitgehend eine Pandemiepolitik betrieben, wie wir sie in These 12 empfehlen.

These 4

Das fatale Ausklammern des Bereichs Fabriken und Büros // Es gibt in Europa und insbesondere in Deutschland eine intensive Debatte über die Ansteckungsorte und Ansteckungsformen. Dabei wird vor allem der private Bereich als wesentlicher Ort der Ansteckung identifiziert. Dabei fällt auf: der Arbeitsplatz (Fabriken, Büros, Logistik-Zentren) taucht in diesen Betrachtungsweisen und Statistiken nicht auf. Das passt in die gesamte Eindämmungsstrategie, bei welcher die Restriktionen primär die Individuen und den Freizeitbereich treffen, wohingegen der Bereich der Arbeit – sprich: der Mehrwertproduktion und Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft – ausgeklammert ist, ja fast zu einer Tabuzone in der Corona-Debatte wurde.

These 5

Für das Verfolgen der Infektionsketten benötigt man Personal – doch dieses wurde drastisch reduziert // Entscheidend für die Pandemie-Eindämmung sind die Identifizierung der Infektionen und das Verfolgen der Infektionsketten. Die dafür verantwortlichen Einrichtungen – in Deutschland und Österreich die Gesundheitsämter – sind dafür weder personell noch technisch ausreichend ausgestattet. Während diese Ämter im ersten Halbjahr 2020 noch in der Lage waren, gut zwei Drittel der Infektionsketten zu identifizieren, werden sie seit Ende 2020 vom Infektionsgeschehen völlig überrollt. Dieses findet weitgehend außerhalb jeglicher Kontrolle seitens dieser entscheidenden Behörde statt. Dies hängt wesentlich damit zusammen, dass das Personal dieser Ämter in den letzten 30 Jahren massiv reduziert wurde – und dass es seit Beginn der Corona-Epidemie kaum eine Aufstockung desselben gab.

These 6

Die Interessensverbände der Wirtschaft sind für die Corona-Politik mitverantwortlich // Die Verantwortlichen behaupten, von der zweiten Welle der Pandemie überrascht worden zu sein. Das stimmt nur zum Teil – und dort, wo dies zutrifft, ist dies ein Beleg für Ignoranz. Denn die Warnungen der Wissenschaft gab es lange vor Corona und seit den ersten Monaten der Pandemie ohne Unterbrechung. Tatsächlich gibt es für diese Politik eine andere Erklärung: Die Regierungen in den genannten Regionen stehen unter dem Diktat der kapitalistischen Wirtschaft. Diese drängte von Anfang an darauf, die Restriktionen so gering wie möglich zu halten bzw. solche immer wieder aufs Neue zu lockern. In dieser Situation ist die offizielle Corona-Politik dadurch definiert, dass es dann Teil-Lockdowns gibt, wenn die Situation außer Kontrolle zu geraten droht. Sobald es zu einem gewissen Rückgang der Infektionen kommt, werden wieder die Zügel gelockert – bis die Gesellschaft erneut an den Rand der Katastrophe gerät… Diese Politik verfolgt faktisch heimlich das zynische Prinzip der Herdenimmunität. Sie ist verantwortungslos und primär orientiert an der maximalen Kapitalverwertung.

These 7

Die Corona-Gelder vergrößern die soziale Ungleichheit // Die Regierungen haben Rekordsummen im Kampf gegen Corona investiert. Doch diese Gelder flossen zum allergrößten Teil in die Kassen und auf die Konten der Konzerne und Banken, der Wohlhabenden und Vermögenden. Diejenigen, die am meisten unter der Epidemie leiden (und die oft auch gesundheitlich am stärksten von ihr betroffen sind), sind die Obdachlosen, die Arbeitslosen, die prekär Beschäftigten, Menschen in Kurzarbeit, die Kleingewerbetreibenden, Kunstschaffende und die migrantische Bevölkerung. Tatsächlich sind die sozialen Schäden der Pandemie extrem hoch. Doch dies sind nicht, wie die Corona-Leugner sagen, die Folgen der Restriktionen. Diese Schäden sind so groß, weil die Politik mit den Corona-Steuergeldern eben keinen solidarischen Schutzschirm aufgespannt hat, sondern einseitig die Oberklasse begünstigt. Noch nie in der Menschheitsgeschichte gab es eine derart große Zusammenballung von Reichtum in den Händen weniger Tausend; dieser Prozess der Reichtumskonzentration hat sich im Corona-Jahr 2020 enorm beschleunigt.

These 8

Die Corona-Krise ist tief. Sie wird das Jahr 2021 bestimmen und in Sparorgien münden // Pandemie und Krise verschränken sich 2020/2021. 2020 gab es den größten Rückgang der Weltwirtschaft seit 1930. Auch das Jahr 2021 wird von den Krisenerscheinungen geprägt sein. Die Gefahr zehntausender Pleiten und eines drastischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit besteht weiter. Die massiv angestiegene Verschuldung auf allen Ebenen und das zeitweilige Aussetzen der „Schuldenbremsen“ werden spätestens Ende 2021 dazu führen, dass die Regierenden Sozialabbau und Reduktionen von Realeinkommen verordnen.

These 9

Gewerkschaften und linke Parteien haben versagt. Sie müssen die Gesundheit der Beschäftigten ins Zentrum rücken // Die Gewerkschaften und so gut wie alle linken Parteien haben keine Konzepte zum Schutz der Arbeitenden und Erwerbslosen entwickelt, kaum konkrete Forderungen aufgestellt, wonach die Reichen und Vermögenden, die Konzerne und Banken, für Epidemie-Kosten aufzukommen haben. Erste Aufgabe von Gewerkschaften ist es, die Lohnabhängigen zu verteidigen. In Zeiten der Epidemie heißt das, deren Gesundheit ins Zentrum zu rücken. Die Gewerkschaften müssen alles unternehmen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren und die Gesundheit der Beschäftigten und ihrer Angehörigen sicher zu stellen. Das bedeutet auch: Es muss wirksame Schutzmaßnahmen an den Arbeitsplätzen geben.

These 10

Coronaleugner verfolgen einen Sozialdarwinismus – Wer die Kritik am Abbau demokratischer Rechte vor den Gesundheitsschutz stellt, handelt inhuman // Das Leugnen der Epidemie ist weiter stark verbreitet – trotz massiver Ausweitung der Epidemie, trotz stark steigender Zahl der Corona-Toten. Diese Positionen ähneln denjenigen der Klimaleugner. Gleichzeitig befinden sie sich (auch hier wie beim Klimaleugnertum) objektiv im Gleichklang mit den Interessen der Kapitalvertreter: diese haben, wie in These 6 dargelegt, kein Interesse an einer wirksamen Eindämmung der Epidemie. Insofern ist es kein Zufall, dass der reaktionäre Ex-Präsident der USA Donald Trump und der faschistoide brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die Epidemie-Gefahr lange Zeit mit denselben Argumenten leugneten und dass so gut wie alle Interessenverbände des Kapitals in der Epidemie plötzlich für Demokratie eintreten und dies in einen Gegensatz zu wirksamen Maßnahmen gegen die Epidemie stellen. Richtig ist: Demokratische Rechte und das Streikrecht sind in Gefahr, wenn man den Regierenden die Gesundheitspolitik überlässt. Doch diese demokratischen und gewerkschaftlichen Rechte können nur wirksam verteidigt werden, wenn die Linke und die Gewerkschaften selbst eine wirksame Politik gegen die Epidemie unter besonderer Berücksichtigung der unteren Klassen und Schichten entwickeln. Der Abstentionismus jedoch, den die Gewerkschaften bei diesem Thema pflegen, treibt die Menschen eher in Apathie und Entpolitisierung – was wieder der Nährboden für Rechtsextremismus und Faschismus ist. Das Querdenkertum mag sich ursprünglich aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten zusammengesetzt haben. Inzwischen ist diese Bewegung von rechten und faschistoiden Strömungen beherrscht.

These 11

Das Starren auf den Impfstoff und eine massenhafte Impfkampagne ist problematisch und ergänzt im gewissen Sinn die falsche Corona-Politik // Ein wirksamer Corona-Impfstoff macht nur Sinn als Ergänzung einer Politik, die umfassend auf eine Eliminierung der Epidemie und ihrer Ursachen abzielt. Die Corona-Impfstoffe werden selbst in den reichen Regionen der Welt erst im Herbst 2021 Wirkung zeigen. Weltweit frühestens im ersten Halbjahr 2022. Lässt man aber dem Virus diese Zeitspanne, dann kostet das weiteren hunderttausenden Menschen das Leben. Vor allem häufen sich mit der weiteren Ausbreitung des Virus die Mutationen. Weisen diese eine höhere Ansteckungsrate auf, droht die Epidemie sich so schnell auszuweiten, dass die Impfkampagnen nicht mehr hinterherkommen. Zudem müssen möglicherweise bald – wie bei der weniger gefährlichen Grippe – ständig neue Impfstoffe entwickelt und neue Impfkampagnen gestartet werden. Das mag für Impfstoffhersteller, nicht jedoch für die Menschheit, eine interessante Perspektive sein. Notwendig sind Sofortmaßnahmen zur wirksa- men Eindämmung des Virus. Nur damit wird die Gefahr von Mutationen stark minimiert – mit der Chance, sie im Keim immer neu zu ersticken.

These 12

Eine internationale, linke Kampagne zur Eindämmung der Epidemie ist notwendig – und möglich // Wir schließen uns dem internationalen Aufruf für die konsequente Eindämmung der Covid-19-Pandemie in Europa an. Ziel muss sein, die Infektionen auf ein Minimum zu reduzieren und das Virus wirkungsvoll einzudämmen. Das erfordert strikte Lockdown-Maßnahmen, die auch den Bereich der Arbeitsplätze erfassen, gepaart mit einem massiven Aufstocken der Zahl der Beschäftigten in den Gesundheitsämtern, um ein solches Identifizieren und Nachverfolgen erst zu ermöglichen. Ziel muss sein: Jede einzelne SARS-CoV-2-Ansteckung in Europa muss direkt nachvollziehbar sein. Auf dieser Basis wird es möglich sein, Schritt für Schritt wieder ein normales Alltagsleben zu ermöglichen.
Diese Politik ist zu ergänzen um Forderungen, die die Profitlogik im Gesundheitssektor und in der Pharmaindustrie grundlegend in Frage stellen. Beide Sektoren müssen perspektivisch unter öffentliche Kontrolle gestellt werden. Sofortforderungen dabei sind: das Außerkraftsetzen des Prinzips der Fallpauschalen in den Krankenhäusern, der sofortige Stopp aller Krankenhaus-Schließungen und die Produktion der wirksamen Corona-Impfstoffe in Anlagen unter öffentlicher Kontrolle.
Eine solidarische Perspektive in den Zeiten der Pandemie heißt: Im Zentrum stehen der Mensch, die menschliche Gesundheit, die überwältigende Mehrheit der Gesellschaft und deren Interessen und die gemeinschaftliche Bekämpfung der Epidemie. Es gibt keinen Gegensatz zwischen Gesundheitsschutz und Pandemiebekämpfung einerseits und der Verteidigung demokratischer Rechte und des Rechtstaats andererseits. Demokratie ohne Gesundheitsschutz ist sinnlos und zynisch. Gesundheitsschutz ohne Demokratie führt in den autoritären Staat. Die Einheit von beidem ist in der gegebenen Situation der entscheidende Schritt zur solidarischen Gesellschaft.

Internationaler Aufruf für die konsequente Eindämmung der Covid-19-Pandemie in Europa:

https://www.containcovid-pan.eu/

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„Plädoyer für einen linken Green New Deal“ – Online-Lesung mit dem Parteivorsitzenden Bernd Riexinger (LINKE)

Eine Online-Lesung mit Bernd Riexinger bieten die Linken Schwäbisch Hall und Hohenlohe am Sonntag, 17. Januar 2021, um 11 Uhr an. Der Vorsitzende der Bundespartei von „Die Linke“ liest aus seinem aktuellen Buch „Plädoyer für einen linken Green New Deal“. Die LandtagskanidatInnen für Hohenlohe (Simon Brecht) und Schwäbisch Hall (Ellena Schumacher Koelsch) sind ebenfalls anwesend.

Von Cedric Schiele, Kreissprecher Die Linke Schwäbisch Hall und Hohenlohe

Zugangsdaten zur Online-Lesung

Online-Lesung mit Bernd Riexinger mit dem Titel „System Change – Plädoyer für einen linken Green New Deal“ am Sonntag, 17. Januar 2021, um 11 Uhr:

Zugang: Zoom-Meeting beitreten

https://us02web.zoom.us/j/84499673702?pwd=L2JmTyt3bzNyVmppWHo3UTM5VE05UT09

Meeting-ID: 844 9967 3702

Kenncode: 651851

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