Eine weitere „namenlose Person“ bewirbt sich als Oberbürgermeister der Stadt Crailsheim – Inzwischen sind es vier Kandidaten

Friedrich Otterbach bewirbt sich in seiner Heimatstadt Crailsheim um den Posten des Oberbürgermeisters: Anders als zwei andere BewerberInnen macht er auch kein Geheimnis um seinen Namen.

Friedrich Otterbach bewirbt sich in seiner Heimatstadt Crailsheim um den Posten des Oberbürgermeisters: Anders als zwei andere BewerberInnen macht er kein Geheimnis um seinen Namen.

Ein weiterer Geheimniskrämer oder eine weitere Geheimniskrämerin bewirbt sich als bisher vierte Person um den übermorgen (Samstag, 12. September 2009) frei werdenden Posten des Oberbürgermeisters/der Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Crailsheim.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Wer sind die ominösen KandidatInnen Nummer 3 und 4?

Bereits gestern (9. September 2009) ist die Bewerbung einer dritten Person bei der Stadt Crailsheim eingegangen, die ebenfalls vorläufig nicht genannt werden will. Noch-Amtsinhaber Andreas Raab geht im Alter von 53 Jahren in den Ruhestand. Er hat morgen (11. September 2009) seinen letzten offiziellen Arbeitstag. Raab ist seit seiner Rücktrittserklärung am 25. Juni 2009 krank geschrieben. Die OB-Wahl in Crailsheim findet am Sonntag, 8. November 2009, statt. Weitere Bewerber und weitere Bewerberinnen können sich noch bis Montag, 12. Oktober 2009, um 18 Uhr melden.

Außer den geheimnisvollen, auf Platz 3 und Platz 4 ins Rennen gehenden bislang namenlosen Personen, bewerben sich Volker Rainer Kilian (64 Jahre alt) und Friedrich Otterbach (62) um das Amt des Crailsheimer Oberbürgermeisters. OB Andreas Raab hatte am 25. Juni 2009 in Folge der öffentlichen Diskussionen um den Waffendiebstahl im Crailsheimer Rathaus und aus gesundheitlichen Gründen überraschend seinen Rücktritt erklärt (siehe auch www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=2569 und www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=3805).

Folgende Pressemitteilung der Stadtverwaltung Crailsheim ist heute, Donnerstag, 10. September 2009, um 17.28 Uhr per E-Mail in der Redaktion von Hohenlohe-ungefiltert eingetroffen:

„Am Donnerstag ist bei der Wahlbehörde der mit 33.000 Einwohnern drittgrößten Stadt in der Region Heilbronn Franken die weitere Bewerbung eines/einer Kandidaten/in für die Wahl des Oberbürgermeisters am Sonntag, den 8. November eingegangen. Näheres über die Person darf, wie bei der dritten Bewerbung vom Vortrag, vorläufig noch nicht bekanntgegeben werden. Spätestens nach der Sitzung des Gemeindewahlausschusses am 13. Oktober wird das Geheimnis gelüftet und die über 25.000 Wahlberechtigten erfahren die Namen aller Bewerberinnen und Bewerber. Bewerbungsschluss ist am Montag, 12. Oktober 2009, um 18 Uhr.“

Weitere Informationen von Hohenlohe-ungefiltert zu den bis namentlich bekannten OB-Kandidaten:

Zu Volker Rainer Kilian siehe – www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=3252

Zu Friedrich Otterbach – siehe  www.crailsheim.de/1035.0.html („Otterbach stellt sich ins Abseits – Aus CDU und CDU-Fraktion ausgetreten, weiter im Rat“, Artikel aus dem Crailsheimer Stadtblatt vom 27. April 2006) und www.fahrrad.de/haendler/friedrich-otterbach-crailsheim-2131.html

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„Links um – die neuen Linken in Frankreich und Deutschland“ – Film-Doku des Crailsheimer Journalisten Dietrich Krauß auf ARTE zu sehen

Linke in Deutschland und Frankreich "geben Gas".

Linke in Deutschland und Frankreich "geben Gas".

Im deutsch-französischen Fernsehsender ARTE läuft am Dienstag, 15. September 2009, um 22.30 Uhr der Themenabend „Wo ist die Linke?“. Gezeigt wird dabei die Dokumentation „Links um – die neuen Linken in Frankreich und Deutschland“ von Dietrich Krauß. Der 52 Minuten lange Film wird auf ARTE am Donnerstag, 17. September 2009, um 10 Uhr wiederholt. Der Regisseur der Dokumentation, Dietrich Krauß (Jahrgang 1965), ist in Crailsheim aufgewachsen und arbeitet als Journalist vor allem für den Südwestrundfunk (SWR) in Stuttgart und andere ARD-Sender.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

„Links um“ – Der Vorschautext von ARTE:

Das Parteienspektrum in Deutschland und Frankreich ist in Bewegung. Wurde die deutsche Linke im Westen Anfang der 90er Jahre als Überbleibsel der DDR belächelt, schafft sie nun auch in den alten Bundesländern regelmäßig den Sprung in die Parlamente. Auch in Frankreich formiert sich ein neues Bündnis mit ähnlichem Wählerpotenzial links von der PS. Warum haben 20 Jahre nach dem Ende des Kommunismus linke Parteien immer noch Zulauf? Wie lauten ihre Konzepte? Die Dokumentation versucht eine Bestandsaufnahme – auf Parteitagen und im Wahlkampf, in der Provinz und in den Metropolen, vor Werkstoren und im Theater.

Abwehrbündnis gegen einen unkontrollierten Kapitalismus

Die Linke gleicht in Deutschland und Frankreich eher einem Abwehrbündnis gegen einen unkontrollierten Kapitalismus als einer Partei, die die Geschichte auf ihrer Seite weiß. Sie wird getragen von dem Wunsch nach einer besseren Interessenvertretung für Arbeitnehmer, Rentner und sogenannte Prekäre. Die Glaubwürdigkeit der etablierten Linksparteien ist dagegen nach langen Jahren in der Regierung und durch Anpassung an den neoliberalen Zeitgeist stark ramponiert. Auch wenn sich in Deutschland und Frankreich der Zulauf zu den neuen Parteien aus ähnlichen politischen und sozioökonomischen Verschiebungen speist, artikuliert er sich doch dies- und jenseits des Rheins mit anderen Akzenten.

In Deutschland: Neue linke Kraft gegen den politischen Mainstream

Schon die Anführer unterscheiden sich stark. In Deutschland versucht das politische Schwergewicht Oskar Lafontaine, nach Abbruch einer Karriere im etablierten Politikbetrieb gegen den politischen Mainstream eine neue linke Kraft zu formen. In Frankreich verteilt der junge Postbote Olivier Besancenot, der freiwillig auf eine Karriere verzichtete, um politische Basisarbeit zu leisten, bis heute in dem Bezirk Briefe, in dem der Staatspräsident einst Bürgermeister war. Während Lafontaine vom Establishment und den Medien als Populist geschmäht wird, zählt Besancenot zu den beliebtesten Politikern Frankreichs. Doch schon erwächst ihm ein Konkurrent. Jean-Luc Mélenchon hat die PS verlassen, eine eigene Partei gegründet und schmiedet mit Erfolg eine neue linke Sammlungsbewegung aus Kommunisten und anderen Gruppen. Bei den Europawahlen schaffte er den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde, an der Besancenot scheiterte. Die Dokumentation wird Zeuge, wie diese Niederlage die beiden linken Parteien zusammenführt. Und sie fragt, welche langfristige Entwicklung der Linken und dem Parteiensystem in Deutschland, Frankreich und Europa bevorsteht.

Mehr Infos unter:
http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Bundestagswahl-2009/2843404.html

Zum Film auf ARTE:
Links um!
Warum haben 20 Jahre nach dem Ende des Kommunismus linke Parteien immer noch Zulauf? Eine Bestandsaufnahme.
SR © SR
Dienstag, 15. September 2009, um 22.30 Uhr
Wiederholungen:
17.09.2009 um 10:00 Uhr
Links um!
(Deutschland, 2009, 52mn)
SR
Regie: Dietrich Krauß
Moderation: Thomas Kausch

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„Macht braucht Gegenmacht – Skandale müssen öffentlich gemacht werden“ – Aufklärer Schlözer aus Gaggstatt nach 200 Jahren noch immer aktuell

August Luwig Schlözer aus Gaggstatt – Bedeutender Staatsrechtler, Historiker, Journalist, Schriftsteller und Statistiker.

August Luwig Schlözer wurde 1735 im Pfarrhaus in Gaggstatt geboren: Der bedeutende Staatsrechtler, Historiker, Journalist, Schriftsteller und Statistiker starb vor 200 Jahren (1809) in Göttingen.

Die Stadt Kirchberg an der Jagst, besser gesagt, deren heutiger Ortsteil Gaggstatt, hat einen berühmten Sohn. Der europäische Aufklärer August Ludwig Schlözer wurde 1735 im Pfarrhaus in Gaggstatt geboren. Gestern vor 200 Jahren – am 9. September 1809 – ist der Große Sohn der Gemeinde als Professor in Göttingen gestorben. Was Schlözer als Journalist und Publizist veröffentlicht hat und welche humanistischen Ziele er damit verfolgte, ist auch 200 Jahre nach seinem Tod noch aktuell. In der vergangenen Woche (von Mittwoch, 2. September 2009, bis Samstag, 5. September 2009) befassten sich bei einer „Internationalen Schlözer-Tagung“ im Rokoko-Saal des Kirchberger Schlosses etwa 15 Wissenschaftler verschiedener Bereiche der Schlözer-Forschung mit dem bedeutenden Aufklärer. Einer der Wissenschaftler nannte Schlözer sogar in einem Atemzug mit dem großen französischen Philosophen Voltaire.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Schlözer: „…noch stumpfer ist ein Mensch, der alles für wahr nimmt, was in der Zeitung steht“

Besonders interessant für Hohenlohe-ungefiltert waren bei der Kirchberger Tagung die Vorträge, bei denen sich die Referenten mit August Ludwig Schlözers Arbeit als Journalist und Schriftsteller befassten. Schlözer selbst war ein eifriger Zeitungsleser. Seine Einstellung zu dem im 18. Jahrhundert noch relativ neuen Medium der politischen Journale drückt sich in folgendem Zitat aus: „Stumpf ist der Mensch, der keine Zeitung liest, noch stumpfer aber derjenige, der alles für wahr nimmt, was in der Zeitung steht.“ Schlözer plädiert für eine kritische und analytische Zeitungslektüre. Der kritische und informierte Leser soll sich zu den veröffentlichten Ereignissen stets seine eigenen Gedanken machen und seine eigenen Schlüsse ziehen. Bevormundung und Besserwisserei lehnte er ab.

Der gebürtige Gaggstatter wollte „nackte Tatsachen“ erfahren

Wichtig waren dem gebürtigen Gaggstatter die „nackten Tatsachen“ über wirklich wichtige Geschehnisse aus Politik, Kultur und Gesellschaft. Rubriken wie „Buntes aus aller Welt“, die Schlözer als „beliebige Nichtigkeiten“ bezeichnete, betäuben nach Ansicht des Publizisten die Leser und hielten sie von den wichtigen Themen fern. Als albern stufte er den unterwürfigen Kanzleistil vieler Zeitungen seiner Zeit ein. Der gebürtige Pfarrersohn sprach sich klar gegen  Untertanengeist aus. Er wollte keine Presse, die die Mächtigen feiert. Revolution und gewalttätigen Aufruhr lehnte der Göttinger Professor aber entschieden ab.

Ein Loblied auf die Zeitung

„Schlözer singt der Zeitung ein Loblied wie kaum jemand anders zu Zeiten der Aufklärung“, sagte Professor Dr. Holger Böning (Bremen) in seinem Vortrag „August Ludwig Schlözer und die neuen Medien des 18. Jahrhunderts“. Das Sammeln von Informationen sowie das Ordnen und Einordnen seien Schlözer besonders wichtig gewesen.

Macht braucht Gegenmacht

Die politisch bürgerlich-liberale Einstellung Schlözers kommt in dessen Ausspruch „Macht braucht Gegenmacht“ zum Vorschein. Eine Gegenmacht zu den herrschenden Personen und den wirtschaftlich Mächtigen seiner Zeit sah Schlözer auch in der von ihm von 1782 bis 1793 herausgegebenen Zeitschrift Stats-Anzeigen (heute würde man wahrscheinlich Staatsanzeiger sagen). Damit wollte er den Informationsvorsprung der herrschenden Schichten gegenüber den Bürgern verringern.

Skandale müssen öffentlich gemacht werden

Bei der Tagung in Kirchberg hielt Professor Dr. Thomas Nicklas (aus Reims, Frankreich) einen Vortrag zum Thema „Publizität als Allheilmittel? Schlözer als Kombattant in den Pressekampagnen der Spätaufklärung“. Laut Nicklas ist der „ideologieresistente Schlözer“ der Ansicht gewesen, ein Skandal müsse unbedingt publik gemacht werden. Das öffentliche Leben müsse sich vor den Augen und Ohren der ganzen Welt abspielen. Bei der Berichterstattung gelte es, durch das Veröffentlichen der Wahrheit wieder „Gerechtigkeit herzustellen“, führte Thomas Nicklas die Gedankengänge Schlözers weiter aus. Demnach „liebt auch die rechtschaffene Justiz das helle Licht“ und die Publizität sei ein Heilmittel.

Die Wahrheit ist der zentrale Wert

„Die Mehrheit ist aber nicht automatisch im Recht“, urteilte Schlözer. Der zentrale Wert sei die Wahrheit. Als Staatsform schwebte Schlözer laut Thomas Nicklas eine „temperierte Monarchie – eine erneuerte Monarchie“ vor. Die Auswirkungen der Französischen Revolution (1789 bis 1799) habe Schlözer seinerzeit für „Politische Experimente“ gehalten, meint Nicklas. Nach Schlözers Auffassung spielten „kleine Gruppen von Berufsrevolutionären mit den Volksmassen“.

Schlözer blieb stets misstrauisch und ließ sich nicht in politische Lager einordnen

Der stets misstrauische Schlözer ließ sich nicht in die politischen Lager einordnen. Er habe auch keine „Schule in Deutschland“ begründet. „Schlözer hatte in Deutschland nicht viele Kinder im Geiste“, schloss Thomas Nicklas seinen Vortrag.

Lokale Publikationen zu August Ludwig Schlözer:

„August Ludwig Schlözer – Der europäische Aufklärer“, von Alexander Hugo Braun, in Kirchberger Hefte Nr. 7, herausgegeben vom Museums- und Kulturverein Kirchberg an der Jagst e.V. zur Eröffnung der Schlözer-Ausstellung am 26. April 2009, in Kirchberg an der Jagst. 36 Seiten im DIN A 5-Format. Die Ausstellung „Kirchberg – St. Petersburg – Göttingen – Der euopäische Aufklärer August Ludwig Schlözer (1735 – 1809) im Sandelschen Museum (Stadtmuseum) in Kirchberg an der Jagst ist noch bis Sonntag, 13. September 2009 an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeit ist ein Besuch nach telefonischer Anmeldung (07954/98010) möglich.

„Schlözers Wurzeln in Hohenlohe“ von Grete Gonser, in Kirchberger Hefte Nr. 8, herausgegeben vom Museums- und Kulturverein Kirchberg an der Jagst e.V.. Das 28 Seiten starke Heft im DIN A5-Format enthält auch einen ausklappbaren Stammbaum „Vorfahren und Verwandte von August Ludwig Schlözer“. Das Heft enthält den Text eines Vortrags, den Grete Gonser aus Kirchberg im Rahmen der Vortragsreihe zum Schlözerjahr 2009 am 14. Mai 2009 im Schlözerzimmer des Sandelschen Museums gehalten hat.

Weitere Informationen zu August Ludwig Schlözer im Internet:

http://de.wikipedia.org/wiki/August_Ludwig_Schlözer

http://www.kirchberg-jagst.de/data/augustLudwigSchloezer.php

http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/aufkl/statsanzeigen/statsanzeigen.htm

http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/schloezer/briefwechsel/

http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/

Informationen zur Tagung (2. bis 5. September 2009) in Kirchberg an der Jagst:

August Ludwig Schlözer in Europa
Internationale Tagung zum 200. Todestag des Historikers, Publizisten und Staatsrechtlers vom 2.-5. September in Kirchberg/Jagst

(Mainz, 5. August 2009, voi) Zum 200. Todestag August Ludwig Schlözers findet vom 2.-5. September 2009 in Kirchberg an der Jagst, dem Geburtsort Schlözers, eine internationale Tagung mit Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Rumänien und der Schweiz statt. Die Beiträge der Tagung „August Ludwig Schlözer in Europa“ werden die bisherigen Forschungen zum Leben und Werk des schillernden Aufklärers und „deutschen Voltaires“ bilanzieren sowie neue Forschungsperspektiven eröffnen. August Ludwig Schlözer (1735-1809) wuchs in Hohenlohe im heutigen Baden-Württemberg auf, studierte und arbeitete in Wittenberg, Göttingen, Uppsala, Stockholm und Sankt Petersburg. Er beschäftigte sich intensiv mit der europäischen Geschichte und Kulturgeschichte und kommentierte die politischen Ereignisse und Transformationsprozesse in Europa.

Die von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Tagung wird vom Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz gemeinsam mit der Stadt Kirchberg an der Jagst und dem Museums- und Kulturverein Kirchberg e.V. veranstaltet. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei Prof. Dr. Heinz Duchhardt, Dr. Martin Peters und Dr. Claus Scharf.

Das Tagungsprogramm finden Sie unter:

http://www.uni-mainz.de/downloads/ieg_tagung_schloezer_flyer.pdf

Weitere Informationen:
Institut für Europäische Geschichte
Stefanie Wiehl
Alte Universitätsstraße 19
55116 Mainz

Tel. 06131 39-39350 / Fax 06131 39-35326
E-Mail: ieg4@ieg-mainz.de
Internet: http://www.ieg-mainz.de

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Mit Bussen und der Bahn zum Fränkischen Volksfest 2009 nach Crailsheim – Fahrpläne hier zum Herunterladen und Ausdrucken

Zum Crailsheimer Volksfest (Donnerstag, 17. bis Montag, 21. September 2009) werden wieder zahlreiche Pendelbuslinien und Sonderzüge eingesetzt. Start ist am Freitagabend. Die Pendelbuslinie ab Wallhausen fährt Samstag und Sonntag. Auf der Tauberbahn verkehren ebenfalls wie im letzten Jahr zahlreiche Sonderzüge ab Schrozberg, und erstmals wird in diesem Jahr von Freitag bis Sonntag ein später Zug nach Schwäbisch Hall-Hessental angeboten. Die Bahn bietet zuzätzlich für Volksfest-Besucher/innen am Samstag und Sonntag eine Aktion Halber Preis für alle DB-Züge.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Crailsheim

Fahrpläne hier zum Ausdrucken (einfach die Bus- und Bahnlinien anklicken)

Im Stadtgebiet startet der Pendelbusverkehr des StadtBus Crailsheim am Samstag und Sonntag gegen 8:20 Uhr im Stundentakt, am Freitag und Montag abends ab 19:50 Uhr. Rückfahrten gibt es an allen vier Tagen ab 20 Uhr im 1/2-Stunden-Takt bis 0:30 Uhr, am Samstag fährt der letzte Bus um 1:00 Uhr.
Die regulären StadtBus-Linien 52 und 53 fahren am Freitag und Montag wie gewohnt, am Samstag kommt es aufgrund der  Sperrung der Innenstadt zu Einschränkungen (unten). Am Volksfest-Sonntag entfällt der reguläre Linienverkehr der SBC-Linien 52 und 53. Ebenfalls  entfällt der SBC-NightLiner am Volksfest-Wochenende (Freitag und Samstag). Ersatz bieten jeweils die Volksfest-Linien.

Die Fahrpläne der StadtBus-Volksfestlinien gibt es hier im PDF-Format:

Linie 52a   Onolzheim – Altenmünster – ZOB – Stadtmitte
Linie 53a   Ingersheim – Kreuzberg – Stadtmitte
Linie 53b   Roßfeld – Roter Buck – Sauerbrunnen – Stadtmitte

Auch Kirchberg und Stimpfach sind verkehrsmäßig gut angebunden

Aus weiteren Stadtteilen sowie ab Kirchberg und Stimpfach fahren die Pendelbusse der Firma Müller. Diese Busse starten am Samstag und Sonntag ebenfalls schon ab 8:00 Uhr, am Freitag und Montag ab 19:00 Uhr – weitestgehend im Stundentakt. Zusätzlich bieten an allen Tagen die regulären Buslinien zahlreiche Fahrmöglichkeiten nach Crailsheim und zurück.
Späte Rückfahrtmöglichkeit ab Crailsheim werden bei den Volksfestlinien an allen Tagen ab 20:00 Uhr angeboten. Die letzten Busse fahren ab Volksfest um 0:00 Uhr nach Kirchberg, Stimpfach und Westgartshausen, bzw. um 0:35 Uhr nach Goldbach.

Die Fahrpläne der Müller-Volksfestlinien gibt es ebenfalls im PDF-Format:

Route Weiss   Goldbach – Crailsheim
Route Orange   Wittau – Schüttberg – Westgartshausen – Crailsheim
Route Blau   Kirchberg – Triensbach – Tiefenbach – Crailsheim
Route Gelb   Stimpfach – Weipertshofen – Jagstheim – Crailsheim

Busse aus Wallhausen und Satteldorf

Von Satteldorf und Wallhausen pendeln Busse der Firma Marquardt nach Crailsheim und zurück. Am Samstag und Sonntag ab 17:00 Uhr von Gröningen sowie ab 18:00 Uhr von Wallhausen. Die letzte Rückfahrt Richtung Wallhausen ist um 0:00 Uhr, nach Satteldorf und Gröningen um 0:30 Uhr. Am Freitag und Montag Abend fahren die Pendelbusse von und nach Satteldorf und Gröningen ebenfalls.

Die Fahrpläne der Marquardt-Volksfestlinien im PDF-Format:

Route 1   Gröningen – Neidenfels – Satteldorf – Crailsheim
Route 2   Wallhausen – Hengstfeld – Triftshausen – Bronnholzheim – Ellrichshausen – Crailsheim

Mit Sonderzügen auf der Tauberbahn zum Volksfest

Von Schrozberg, Blaufelden, Rot am See und Satteldorf fährt die DB Westfrankenbahn mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg (NVBW) wieder Sonderzüge auf der Tauberbahn zum Volksfest und zurück, und zwar am Freitag, 18., Samstag, 19. und Sonntag, 20. September 2009. Am Wochenende wird es damit nahezu einen Stundentakt zwischen Schrozberg und Crailsheim geben. Späte Rückfahrmöglichkeiten bestehen an allen drei Tagen um 20:35, 22:35 und 0:35 Uhr ab Crailsheim Bahnhof mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen.

Freitag, Samstag, Sonntag – Nachts Sonderzug nach Hessental

Neu in diesem Jahr ist für Volksfestbesucher/innen ein später Sonderzug von Crailsheim nach Schwäbisch Hall-Hessental über Eckartshausen-Ilshofen. Dieser Zug startet Freitag, Samstag und Sonntag (18., 19., 20. September 2009) um 23:24 Uhr in Crailsheim am Bahnhof und ist kurz vor Mitternach in Schwäbisch Hall-Hessental.

Die Fahrpläne der DB-Westfrankenbahn-Sonderzüge im PDF-Format:

KBS 782   Schrozberg – Blaufelden – Rot am See – Satteldorf – Crailsheim
KBS 785   SHA-Hessental – Eckartshausen-Ilshofen – Crailsheim

Die Fahrpreise der Volksfest-Linien sind bei den jeweiligen Fahrplänen angegeben. Der StadtBus Crailsheim akzeptiert auch das RegioAbo und RegioAboS der Zone 50 (Horaffen-Tarif), die TageskarteCity sowie die KolibriCard. Nicht anerkannt werden bei den SBC-Pendelbussen andere Fahrausweise des RegioTarifs sowie Schwerbehindertenausweise. Bei den übrigen Volksfest-Linien gilt nur der Sondertarif.

Aktion Halber Preis für die Züge der DB am Volksfest-Wochenende

Beim Zugverkehr bietet die DB in diesem Jahr zusammen mit der Westfrankenbahn am Volksfest-Wochenende (Samstag und Sonntag) Fahrten innerhalb des Landkreises Schwäbisch Hall nach Crailsheim und zurück zum halben Preis an: Gekaufte Fahrkarten mit Ziel „Crailsheim“ (Zone 50) gelten dann in den DB-Zügen (RB, RE, IC, Sonderzüge) auch für die Rückfahrt am gleichen Tag. Als Nachweis für die kostenlose Rückfahrt gilt die Fahrkarte der Hinfahrt.

Diese Aktion Halber Preis gilt auch im InterCity (IC), der derzeit aufgrund von Bauarbeiten auf der Remsbahn verbunden mit Umleitung über die Murrbahn zwischen Schwäbisch Hall-Hessental und Crailsheim zum Nahverkehrspreis (einschließlich RegioTarif KreisVerkehr) genutzt werden kann. Alle weiteren Tarifangebote (u.a. TageskarteNetz für Gruppen) gelten davon unabhängig ohne Einschränkungen.

Weitere Fahrmöglichkeiten zum Volksfest nach Crailsheim und zurück bietet am Abend und am Wochenende auch der RufBus. Dieser ist von und nach Crailsheim auf sieben RufBus-Linien unterwegs und jeweils bis spätestens 18 Uhr anzumelden. Da die Kapazitäten beim RufBus begrenzt sind, ist eine frühzeitige Anmeldung empfehlenswert. Zahlreiche Gemeinden um Crailsheim werden mit dem RufBus erreicht.

Sperrung der Crailsheimer Innenstadt am Samstag, 19. und Sonntag, 20. September 2009

Aufgrund der Festumzüge zum Fränkischen Volksfest wird die Crailsheimer Innenstadt am Wochenende 19./20.09. jeweils zwischen 10 Uhr und 19 Uhr für den Verkehr gesperrt. Damit können sämtliche Buslinien die Haltestellen „Wilhelmstraße“, „Karlstraße“, „Rathaus“ und „Krankenhaus“ nicht bedienen. Ersatzhaltestelle ist an diesen beiden Tagen dann der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Crailsheim. Dies gilt auch für die RufBusse.

Während der Zeit der Volksfestumzüge am Samstag und Sonntag zwischen jeweils ca. 11 Uhr und 14 Uhr kommt es zu Verkehrsbehinderungen. Hier können aufgrund der Umleitungen dann zusätzlich die Haltestellen „Schulzentrum“ und „Bahnhofstraße/Bayerischer Hof“ nicht bedient werden. Auch dort ist dann der ZOB die entsprechende Ersatzhaltestelle für sämtliche Haltestellen im Innenstadtbereich.

Der StadtBus Crailsheim fährt am Samstag, 19. September 2009, bis zirka 10 Uhr wie gewohnt. Danach enden die Busse der Linien 52 und 53 aus Richtung Hirtenwiesen – Altenmünster bzw. Hirtenwiesen – Roter Buck – Sauerbrunnen am ZOB und fahren von dort auch wieder ab. Aus Richtung Ingersheim – Kreuzberg und zurück werden Fahrgäste gebeten, samstags, ab 10 Uhr die Volksfest-Linie 53a zu benutzen.

Am Sonntag fährt der StadtBus Crailsheim nicht auf den Linien 52 und 53. Es verkehren dann die Volksfest-Linien im dichten Takt (siehe oben). Ebenfalls wird am Volksfest-Wochenende (Freitag + Samstag) der SBC-NightLiner durch die Pendelbusse ersetzt.

Am Montag, 21. September 2009 ist in Crailsheim ein beweglicher Ferientag. Die Busse fahren allerdings wie an Schultagen. Lediglich die mit der Fußnote „10“ versehenen „Verstärkerfahrten“ auf den Linien 58, 59, 60, 61, 62, 64 und S1 fallen weg, ebenso die Linien 61A und 61D.

Weitere Informationen im Internet:

http://www.fraenkisches-volksfest.de/de/welcome/welcome.php4?UID=b94846a17d4e8928554a0fd5e759302d

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Beschwerde des Bundesverbands der Milchviehhalter (BDM) gegen Boykottbeschluss des Kartellamts zurückgewiesen

Beim gestrigen Verkündungstermin (9. September 2009) hat das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf die Beschwerde des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) gegen den Boykottbeschluss des Bundeskartellamtes zurückgewiesen.

Pressemitteilung des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM)

„Unbillig zu beeinträchtigen“ ist nicht erlaubt

Der BDM hatte gegen den Beschluss des Bundeskartellamtes Rechtsbeschwerde eingelegt, da er der Auffassung ist, im Rahmen des Milchstreiks 2008 nicht in rechtswidriger Weise zu einem Boykott aufgerufen zu haben. Gemäß dem Boykottverbot des § 21 GWB dürfen Unternehmen andere Unternehmen nicht zu Liefersperren gegenüber Dritten auffordern mit der Absicht, diese unbillig zu beeinträchtigen. Der BDM hatte in diesem Zusammenhang insbesondere argumentiert, dass es vorliegend an der Unbilligkeit der Beeinträchtigung gefehlt habe.

Schriftliche Begründung des Urteils liegt noch nicht vor

Zu den einzelnen Erwägungsgründen des Gerichts kann bisher nichts gesagt werden, da eine schriftliche Begründung der Entscheidung bisher nicht vorliegt. Da das Gericht Rechtsmittel nicht zugelassen hat, wird sich der BDM zunächst mit der Nichtzulassungsbeschwerde gegen den Beschluss wenden.

BDM: Teilnahme am Lieferstopp war nicht rechtswidrig

Der BDM weist darauf hin, dass entgegen einiger Medienberichte, die suggerieren, dass der Milchlieferstopp an sich rechtswidrig gewesen sei, mit diesem Urteil nicht die einzelnen Milcherzeuger, die sich damals am Lieferstopp beteiligt haben, „verurteilt“ werden. Nicht die Teilnahme am Lieferstopp wurde als rechtswidrig beurteilt, lediglich der Aufruf zum Lieferstopp, den der BDM nach Ansicht des Gerichts rechtswidrig vorgenommen haben soll.

Weitere Informationen im Internet unter www.bdm-verband.de

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Rätselecke: Von welchem Kommunalpolitiker aus Hohenlohe stammen die Zitate?

Hohenlohe-ungefiltert hat aus aktuellem Anlass eine Rätselecke eingerichtet. Dort stellt die Redaktion in unregelmäßigen Abständen Rätselfragen zu aktuellen Geschehnissen in Hohenlohe. Jede/r kann mitmachen. Zu gewinnen gibt es nichts. Dafür werden die Rätselantworten zusammen mit der Lösung veröffentlicht. Bei der ersten Rätselfrage geht es um einige Zitate eines hohenlohischen Kommunalpolitikers.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Welcher Kommunalpolitiker aus Hohenlohe hat im September 2004 folgende Sätze gesprochen?:

„Das fehlende Geld habe auch verhindert, dass viele notwendige Dinge nicht erledigt wurden (z.B.  Sanierung städtischer Gebäude). „Alles in allem aber könne der Gemeinderat mit seiner Arbeit mehr als zufrieden sein.“ Auch wenn manches strittig diskutiert wurde und mancher seine Vorstellung nicht durchsetzen konnte, seien die Verhandlungen im Gemeinderat stets äußerst konstruktiv gewesen. „Der Wille zur Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt war stets gegeben.“

Wie können Sie mitmachen?

Schreiben Sie einfach Ihre Antwort als Kommentar zu diesem Rätsel-Artikel (Funktion Kommentar hinterlassen anklicken) und schicken Sie diesen Kommentar an Hohenlohe-ungefiltert ab. Die Kommentare werden dann am Freitag, 11. September 2009, zusammen mit der Lösung veröffentlicht.

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Bislang drei Bewerbungen für das Amt des Crailsheimer Oberbürgermeisters – Volker Rainer Kilian, Friedrich Otterbach und ein/e geheimnisvolle/r Dritte/r

„Bislang drei Bewerbungen für das Amt des Oberbürgermeisters eingegangen“, überschreibt die Stadtverwaltung Crailsheim heute (Mittwoch, 9. September 2009) eine Pressemitteilung „zum Stand der Oberbürgermeister-Kandidaten“. Diese Pressemitteilung hat folgenden Wortlaut: „Nach Volker Rainer Kilian hat sich Herr Friedrich Otterbach aus Crailsheim offiziell für das Amt des Oberbürgermeisters beworben. Darüber hinaus liegt eine weitere Bewerbung eines Kandidaten/einer Kandidatin vor, der/die bislang öffentlich nicht genannt werden möchte.“

Anmerkung von Hohenlohe-ungefiltert: Die Bewerbungsfrist für die Oberbürgermeisterwahl in Crailsheim endet am 12. Oktober 2009. Die OB-Wahl findet am 8. November 2009 statt.

Weitere Informationen zu den bisherigen OB-Kandidaten:

Zu Volker Rainer Kilian siehe – www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=3252

Zu Friedrich Otterbach – siehe  www.crailsheim.de/1035.0.html („Otterbach stellt sich ins Abseits – Aus CDU und CDU-Fraktion ausgetreten, weiter im Rat“, Artikel aus dem Crailsheimer Stadtblatt vom 27. April 2006) und www.fahrrad.de/haendler/friedrich-otterbach-crailsheim-2131.html

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Spur der Erinnerung von ehemaliger Krankentötungsanstalt Grafeneck nach Stuttgart – 87 Menschen aus dem DIAK unter den Ermordeten

Ernst Köhler wurde in Grafeneck ermordet.

Ernst Köhler wurde 1940 in Grafeneck ermordet.

Aus dem Gottlob-Weisser-Haus des Diakonie-Krankenhauses Schwäbisch Hall wurden in den Jahren 1940/41 mindestens 87 kranke Menschen und Menschen mit Behinderungen zur Tötung nach Grafeneck bei Münsingen auf der Schwäbischen Alb verschleppt. Über 10.000 Menschen wurden in Grafeneck meist mit Gas getötet. Bereits im November 1939 – kurz nach Kriegsbeginn – waren die Erlasse über die Verlegungen und Tötungen den staatlichen Anstalten Württembergs zugegangen. Aus Anlass dieser Morde vor rund 70 Jahren wird vom 13. bis 16. Oktober 2009 eine 70 Kilometer lange „Spur der Erinnerung“ mit violetter Farbe den Tatort Grafeneck und den Ort der Planung – das Innenministerium in Stuttgart – verbinden und vergessene, längst verwischte Spuren wieder sichtbar machen.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Anstiften zum Mitmachen bei der Spur der Erinnerung

In einem „Brief für Freunde“ schreibt Peter Grohmann, Sprecher der Initiativen Die AnStifter (www.die-anstifter.de) und Spur der Erinnerung (www.spur-der-erinnerung.de) zu der Aktion „Spur der Erinnerung: Eine Spur des Lebens – Gegen das Vergessen“ folgendes:

„1939, vor 70 Jahren, wurde die Behinderteneinrichtung Grafeneck vom Innenministerium Württem-berg beschlagnahmt und zur Tötungsfabrik für kranke und behinderte Menschen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde hier die „industrielle Tötung“ praktiziert – geplant von der T-4-Organisation in Berlin und willfährig umgesetzt durch die Innenministerien des Reiches und der Länder. Allein 1940 wurden nach Feststellung des Schwurgerichts Tübingen 10 654 Menschen durch Gas ermordet. Eine 70 Kilometer lange violette Spur der Erinnerung wird vom 13. bis 16. Oktober 2009 den Tatort Grafeneck und den Ort der Planung – das Innenministerium – verbinden und vergessene, längst verwischte Spuren wieder sichtbar machen.

Harald Habich, das Bürgerprojekt Die AnStifter und die Stolpersteine – Arbeitskreis ‚Euthanasie’ – haben die Idee zur Spur der Erinnerung entwickelt. Entlang der Strecke sind inzwischen 20 regionale und örtliche Arbeitskreis entstanden, die in eigener Verantwortung die Spur durch ihren Ort führen, in Begleitveranstaltungen informieren und Öffentlichkeitsarbeit gestalten. Wenn Sie mitmachen wollen: Sie alle und wir stehen Ihnen als Ansprechpartner oder Referenten zur Verfügung, durch eine aktuelle Webseite und Material zur Spur. Die Bischöfe Dr. h.c. Frank O. July und Dr. Gebhard Fürst haben für die Spur der Erinnerung die Schirmherrschaft übernommen, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) der Region, Helga Breuninger, Gemeinden, Schulen und zahlreiche Gruppen der Zivilgesellschaft unterstützen uns. Viele werden eine aktive Rolle beim Auftragen der Spur selbst übernehmen – Menschen mit und ohne Handicap,

In- und Outsider, Musikanten und Clowns, Nachbarn …

Wir zeigen, was der Mensch dem Menschen antut, wenn Medizin, Wissenschaft und ein verbrecherischer Machtapparat zusammenwirken. Die Spur wird aber auch den kritischen Blick auf heute lenken, auf Bioethik, Biotechnik und Genmanipulation. Es gibt kein lebensunwertes Leben! Wir zeigen gemeinsam: Das Leben ist schön. Bitte helfen Sie uns dabei. Es ist ein gewaltiges Unterfangen und seit der legendären Menschenkette von Ulm nach Stuttgart eines der anspruchsvollsten Vorhaben bürgerschaftlichen Engagements.

Alle Aktiven arbeiten ehrenamtlich für die Spur der Erinnerung, trotzdem ist der Finanzbedarf außerordentlich hoch

Wie können Sie uns helfen? Beteiligen Sie sich an den Vorbereitungen. Machen Sie in Ihrem Umfeld, in den Medien auf die Aktion aufmerksam. Seien Sie vom 13. bis 16. Oktober 2009 dabei – an einem oder an allen Tagen oder für Stunden. Kommen Sie zum Abschlussfest am Freitag, 16. Oktober 2009, ab 13 Uhr auf den Stuttgarter Karlsplatz. Vor allem: Finanzieren Sie selbst ein Stück unseres langen Weges! Wir benötigen rund 70 000 Euro für 70 Kilometer – ein Euro = ein Meter. Finanzieren Sie 10 oder 20 oder 100 Meter oder mehr. Motivieren Sie Freunde, Nachbarn, Verbände, Firmen, Läden, Initiativen…

Wir haben Sammelbüchsen, Flyer, Plakate, Postkarten, Buttons, viel guten Willen und ein Konto:

Spendenkonto: AnStifter eV, 2292342 BW-Bank, BLZ 600 501 01. Kennwort: Spur

Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Bei Spenden bis 200 Euro genügt dem Finanzamt Ihr Einzahlungsbeleg und ein Kontoauszug. Bei Bedarf erhalten Sie gern eine Spendenquittung. Legen Sie Spuren. Herzlichen Dank sagt Ihnen stellvertretend für alle Aktiven

Ihr Peter Grohmann

Pressearbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Spendensammlung:

Die AnStifter, peter-grohmann@die-anstifter.de, Olgastraße 1, 70182 Stuttgart, Telefon 0711/24856 -77, Fax -79,

Die Spur: Die Strecke, genaue Verläufe ab 1. Oktober 2009 im Internet unter: www.spur-der-erinnerung.de

Bisher geplanter Verlauf:

Dienstag, 13. Oktober 2009

Beginn in Grafeneck: Münsingen, Seeburg, Bad Urach, Dettingen, Neuhausen, Metzingen.

Mittwoch 14. Oktober 2009

Metzingen, Riederich, Bempflingen, Neckartenzlingen, Altdorf, Neckartailfingen.

Donnerstag 15. Oktober 2009

Neckartailfingen, Grötzingen/Aichtal, Filderstadt (Harthausen, Sielmingen, Bernhausen), Leinfelden-Echterdingen

Freitag 16. Oktober 2009

Leinfelden, Möhringen, Sonnenberg, Degerloch, Weinsteige, Charlottenplatz, Dorotheenstraße Innenministerium Suttgart.

„.. anstiften zur Spur der Erinnerung“

Peter Grohmann Olgastr.1 A 70182 Stuttgart T 0711 2 48 56 77, E-Mail: kontakt @Die-Anstifter.de

Regionaler Buchtipp von Hohenlohe-ungefiltert:

„Ausmerzen – Eugenik, Zwangssterilisierung und Krankenmord in Schwäbisch Hall 1933 – 1945“, von Heike Krause und Andreas Maisch, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schäwibisch Hall, Heft 25, 128 Seiten, Schwäbisch Hall 2009, ISBN 3-932146-28-X – Ein Begleitband zu einer Ausstellung im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen. Diese Ausstellung ist noch bis zum 8. November 2009 zu sehen.

Weitere Informationen zu den Sonderausstellungen „Eugenik und Euthanasie – Rassenpolitik im Dritten Reich und Dorf unterm Hakenkreuz“ im Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen (beide sind noch bis zum 8. November 2009 geöffnet) gibt es im Internet unter wackershofen.de/new/cms/front_content.php?idcat=89

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Grünes Sofa mit Renate Künast und Harald Ebner in Öhringen – Aktionen der Grünen Jugend in Öhringen und Hall

Bundestagskandidat Harald Ebner von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird am Freitag, 11. September 2009, ab 15 Uhr mit der Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Renate Künast, auf dem Öhringer Marktplatz auf dem grünen Sofa Platz nehmen und für Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen.

Pressemitteilung des Grünen-Kreisbüros in Schwäbisch Hall

Grüne Jugend „Hochtour“ am 11. September in Öhringen und am 12. September in Schwäbisch Hall

„Wir laden Sie herzlich ein, mit der Fraktionsvorsitzenden und dem Direktkandidaten ins Gespräch zu kommen und die Aktionen zum Thema „Atom“ der Grünen Jugend Hochtour mitzuerleben! Für Verköstigung ist ebenso gesorgt – gratis und natürlich gentechnikfrei.“

Ein Sonnenschirm, Luftballons und langweilige DirektkandidatInnen? Nicht mit uns. An insgesamt über 150 Orten macht die Wahlkampftour der GRÜNEN JUGEND Halt und will für grüne Politik begeistern. Am Freitag, 11. September 2009 von 14 bis 17 Uhr auf dem Marktplatz in Öhringen und am Samstag, 12. September 2009, von 11 bis 14 Uhr, auf dem Milchmarkt in Schwäbisch Hall.

Von Politikverdrossenheit ist bei den 16- bis 27-Jährigen, die ihre Schul- oder Semesterferien für den Wahlkampf der Grünen opfern, nichts zu spüren. Im Gegenteil: Diese jungen Leute kämpfen für eine bessere Welt und für ihre Zukunft. Heute schlüpfen sie in einen ABC-Schutzanzug und warnen mit einer Anti-Atomkraft-Aktion vor der Gefahr des Ausstiegs aus dem Ausstieg. Ein (selbstverständlich nicht echter) Plutoniumbehälter ist involviert, mit den PassantInnen wird darüber diskutiert, wo man diesen verseuchten Behälter am besten aufbewahren sollte. Vielleicht auch bei Ihnen im Vorgarten?

Wir laden Sie herzlich dazu ein, diese und andere (zum Beispiel unser großformatiges Memory einer gerechten Welt) Aktionen in Bildern festzuhalten und mit den jungen Leuten zu sprechen. Im Anschluss stellen wir Ihnen auch gerne Bildmaterial zur Verfügung.

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