„Neues Feuerwehrmagazin wird Kirchbergs BER-Flughafen, Elbphilharmonie oder Stuttgart 21“ – Bürgerfragen bei der Gemeinderatssitzung in Kirchberg/Jagst vom 23. März 2015

Bürgeraktivitäten scheinen in Kirchberg an der Jagst von Bürgermeister Stefan Ohr nicht gerne gesehen zu werden. Zum wiederholten Mal verhinderte er in der Bürgerfragestunde im Gemeinderat eine Bürgerfrage von Ralf Garmatter. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht alle Fragen und Antworten.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Bürgerfragen von Ralf Garmatter bei der Gemeinderatssitzung in Kirchberg am 23. März 2015:

Frage 1: Auf dem Spielplatz im Hofgarten fehlen Spielgeräte. Schon seit längerem gibt es keine Wippe mehr. Seit einigen Tagen fehlen auch noch die zwei Schaukeln. Es gibt dort nur noch zwei Rutschbahnen – sonst nichts. Insgesamt gibt es zu wenige Spielgeräte für kleinere Kinder. Wie kann die Stadt Kirchberg die Spielplatzsituation im Hofgarten schnell verbessern?

Antwort von Bürgermeister Stefan Ohr:

Wir machen eine Bestandsaufnahme aller Spielplätze und werden die Mängel nach und nach abarbeiten.

Frage 2: Sind in den Kosten von 2,8 Millionen Euro für das neue Feuerwehrmagazin auch die Kosten für die Bau- und Ausführungsplanung, die Bauleitung und für die Gestaltung der Außenanlagen enthalten oder kommen diese Kosten auch noch oben drauf? Stimmt es, dass die derzeit geplante Ausfahrt auf die Landesstraße 1040 nicht genehmigungsfähig ist? Da kämen dann auch noch weitere hohe Kosten auf uns zu. Bitte nennen Sie mir die wirklichen Gesamtkosten des neuen Feuerwehrmagazins nach aktuellem Stand.
Wo ist eigentlich die finanzielle Schmerzgrenze, ab der der Gemeinderat die Planung in der Au stoppt? Billiger und sinnvoller wäre sicher ein Ausbau am derzeitigen alten Kirchberger Magazinstandort. Ein direkt angrenzendes Grundstück oberhalb des Magazins gehört der Stadt. Wir sollten die Kosten möglichst niedrig halten, weil ich davon ausgehe, dass das Feuerwehrwesen in den nächsten zehn bis 20 Jahren auch in unserer Region auf einige wenige Berufsfeuerwehren umgestellt wird – die dann eher in Crailsheim, Blaufelden und Ilshofen sein werden. Deswegen brauchen wir keinen Dreieinhalb-Millionen-Euro-Neubau mehr in Kirchberg.

Antwort von Bürgermeister Stefan Ohr:

Die Kosten sind in dem Preis enthalten. Die Ausfahrt ist genehmigungsfähig.

Verhindert wurde von Bürgermeister Stefan Ohr folgende Frage 3:

Frage 3: In der Februar-Sitzung teilten Sie mir, Herr Ohr, auf meine Anfrage mit, dass Sie die Zahlen des Temperatur-Messprotokolls der Stadt Kirchberg in den Räumen der Hausaufgabenbetreuung der Schulmensa „anders bewerten“.
Nun meine Frage: Herr Ohr – wie bewerten sie heute den Fakt, dass an rund 20 von insgesamt 40 Messtagen – gemessen hat die Stadt Kirchberg selbst – die Temperaturen im offiziellen Messprotokoll höher sind als die von ihnen genannten 26 Grad Celsius? Statt höchstens 26 Grad war es bis zu 29,3 Grad heiß. Die Temperaturen sind insbesondere für die kleineren Kinder viel zu hoch, um konzentriert Hausaufgaben machen zu können.
Wann kommt endlich ein wirkungsvoller Sonnenschutz an der Schulmensa und eine Belüftung für die Räume der Hausaufgabenbetreuung? 310 Unterschriften von Schüler-Eltern liegen der Stadt und dem Gemeinderat schon lange vor. Der Missstand bei der Mensa dauert nun schon über zwei Jahre.

Gestellt werden konnte Frage 4: Stimmt es, dass wir im nächsten Schuljahr keinen Schulleiter an der August-Ludwig-Schlözer-Schule in Kirchberg haben?

Antwort von Bürgermeister Stefan Ohr:

Ja. Die Arbeit des Schulleiters übernehmen die Konrektoren.

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