„Lernkultur in der Gemeinschaftsschule: Lernen fürs Leben“ – Info-Veranstaltung am Donnerstag in Schwäbisch Hall

„Lernkultur in der Gemeinschaftsschule – Lernen fürs Leben“ lautet der Titel einer Veranstaltung am Donnerstag, 28. November 2013, ab 18.30 Uhr, in der Aula im Schulzentrum Ost in Schwäbisch Hall.

Von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Lernkultur der Potenzialentfaltung 

„Stell dir vor, es ist Schule und alle gehen gerne hin“, ist die Vision von Margret Rasfeld, Schulleiterin der Evangelischen Gemeinschaftsschule Berlin-Zentrum. Sie kann ihre Vorstellungen von einer neuen Lernkultur an ihrer Schule täglich erproben und umsetzen. Als Mitautorin von „EduAction – Wir machen Schule“ beschreibt sie, wie Schule im 21. Jahrhundert gelingen und wie man im Unterricht eine Lernkultur der Potenzialentfaltung schaffen kann.

Verantwortungsvoll und souverän handeln lernen

Margret Rasfeld zeigt anhand erprobter Praxis auf, wie sich durch eine Lernkultur der Potenzialentfaltung in den Schulen Voraussetzungen schaffen lassen, damit Jugendliche in Zeiten wachsender Unsicherheiten verantwortungsvoll und souverän handeln können. Sie präsentiert in der Aula am Schulzentrum Ost mit mitgereisten Schülerinnen und Schülern Grundlagen und Unterrichtsformen ihrer Schule. „Eine wertschätzende Lern- und Beziehungskultur ist der Schlüssel für erfolgreiches Lernen“, so Margret Rasfeld. „Wir müssen die Prioritäten neu definieren: auf die (Selbst)Kompetenz von Kindern vertrauen, Räume der Selbstwirksamkeit öffnen, Gelegenheitsstrukturen für Engagement in schulinternen Curricula nachhaltig verankern“.

„Was heute zu lernen für morgen wichtig ist“

Die Infoveranstaltung beginnt um 18.30 Uhr in der Aula im Schulzentrum Ost mit einer Vorstellung der geplanten Gemeinschaftsschule. Konrektor Rainer Herrmann präsentiert die Arbeitsweise der neuen Gemeinschaftsschule am Schulzentrum Ost. Nach einer kurzen Pause beginnt Margret Rasfeld um 19.30 Uhr ihren Vortrag „Was heute zu lernen für morgen wichtig ist“. Die Öffentlichkeit ist eingeladen. Der Vortrag ist kostenfrei, eine anschließende Diskussion ist vorgesehen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Stadtverwaltung Schwäbisch Hall, Am Markt 6, 74523 Schwäbisch Hall

Internet:

www.schwaebischhall.de

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www.twitter.com/ob_schwaebhall

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„Mehr Fahrgäste für die Nutzung der IC-Linie begeistern“ – Konstituierende Sitzung der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg

Zur konstituierenden Sitzung der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg trafen sich Anfang November 2013 in Aalen Vertreter der 20 Partner aus Städten, Kreisen, Regionen sowie Industrie- und Handelskammern. Sie konkretisierten Ziele und das Arbeitsprogramm der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg.

Von der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg

In Crailsheim gegründet

Die Interessengemeinschaft war am Bahntag der Metropolregion Stuttgart am 12. Juli 2013 in Crailsheim im Beisein des baden-württembergischen Landesverkehrsministers Winfried Hermann gegründet worden. Die Teilnehmer wählten ein Lenkungsgremium, das aus sieben Vertretern aus den verschiedenen Raumschaften besteht und die Arbeit der Interessengemeinschaft weiter vorbereiten und steuern wird.

Sprecher der Interessengemeinschaft: Landrat des Ostalbkreises Klaus Pavel

Als Sprecher der Interessengemeinschaft wurde der Landrat des Ostalbkreises Klaus Pavel gewählt, die Geschäftsstelle wurde beim Regionalverband Ostwürttemberg eingerichtet. Ziele der Interessengemeinschaft sind die Weiterentwicklung der IC-Verbindung zwischen Stuttgart und Nürnberg, auch vor dem Hintergrund der 2017 in Betrieb gehenden ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt, mit der die Region ein ganzes Stück näher an Berlin und Mitteldeutschland rücken wird.

„Riesenchance für unseren Schienenkorridor“

„Die Neubaustrecke ist eine Riesenchance für unseren Schienenkorridor“ stimmen Oberbürgermeister Rudolf Michl aus Crailsheim und der Erste Landesbeamte des Landkreises Schwäbisch Hall Michael Knaus überein. Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach ergänzt: „Die Kooperation in der Interessengemeinschaft ist ein sehr guter Weg, gemeinsam unsere Forderungen und Vorstellungen an Bund, Länder und Bahn zu vertreten.“

Mehr Fahrgäste für die Nutzung der IC-Linie begeistern

Auf Vorschlag des Aalener Oberbürgermeisters Thilo Rentschler sollen daher auch politische Gespräche mit den bayerischen und baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten geführt werden. Neben dem Fordern steht auch das Fördern bei der Arbeit der Interessengemeinschaft im Vordergrund. Ziel der Partner ist es, mehr Fahrgäste für die Nutzung der IC-Linie zu begeistern. Dazu sollen Kooperationen im Bereich Tourismus, in der Außendarstellung, aber auch in der Verbesserung der Verknüpfung der IC-Verkehre mit dem regionalen ÖV-Angebot und Car-Sharing Angeboten erreicht werden.

Schiene als verbindendes Element

Dazu gibt es in den nächsten Jahren auch jenseits des Schienenverkehrsangebots viele Ansätze. Mit der Landesgartenschau 2014 in Schwäbisch Gmünd, direkt am Bahnhof und dem Remstalprojekt 2019, das die Mobilität und die Schiene als verbindendes Element definiert hat, bestehen im Remstal schon besondere Anknüpfungspunkte. „Alle Partner sind sich einig: aus Stuttgart und Nürnberg mit dem IC zur Landesgartenschau, komfortabler geht es eigentlich gar nicht“, ergänzt der Erste Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, Dr. Joachim Bläse.

Pavel: „Klar ist, dass wir hier ein dickes Brett bohren…“

Die ersten Schritte der Interessengemeinschaft werden daher Gespräche mit der Bahnspitze, den Bundestagsabgeordneten und den Landesregierungen über verkehrliche Verbesserungen im Schienenkorridor sein. Der neugewählte Sprecher der Interessengemeinschaft fasst die Sitzung zusammen: „Klar ist, dass wir hier ein dickes Brett bohren, aber mit unserer Partnerschaft im Rahmen der Interessengemeinschaft werden wir sicher Gehör finden, und unsere Strecke weiter voranbringen. Wir wollen mitgestalten statt nur Zuschauer sein“, so umschreibt der Sprecher des Lenkungskreises, Landrat Klaus Pavel, das Ziel der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg.

Rückfragen:

Geschäftsstelle der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg
Regionalverband Ostwürttemberg, Universitätspark 1, 73525 Schwäbisch Gmünd

Telefon: +49 7171 9276412

Fax: +49 7171 927 6415

E-Mail: seidemann@ostwuerttemberg.org

Partner der Interessengemeinschaft Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg sind:

•    Verband Region Stuttgart
•    Regionalverband Ostwürttemberg
•    Regionalverband Heilbronn-Franken
•    Metropolregion Nürnberg
•    Landeshauptstadt Stuttgart
•    Rems-Murr-Kreis
•    Ostalbkreis
•    Landkreis Schwäbisch Hall
•    Landkreis Ansbach
•    Stadt Schorndorf
•    Stadt Schwäbisch Gmünd
•    Stadt Aalen
•    Stadt Ellwangen
•    Stadt Crailsheim
•    Stadt Ansbach
•    Stadt Nürnberg
•    IHK Stuttgart
•    IHK Ostwürttemberg
•    IHK Heilbronn-Franken
•    IHK Nürnberg für Mittelfranken

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„Das gibt’s doch gar nicht!: Haalufer mit Autobrücke?“ – Bürgerforum Schwäbisch Hall informiert über Verkehrskonzept

Das Bürgerforum in Schwäbisch Hall hat am Samstag (9. November 2013) mit einem Infostand auf dem Haller Milchmarkt das Verkehrkonzept der Stadtverwaltung zur Diskussion gestellt. Dieses Verkehrskonzept wird seit Juli im Gemeinderat intensiv beraten. Von der Planung einer neuen Autobrücke Mauerstraße-Haalplatz erfuhren viele Bürgerinnen und Bürger zum ersten Mal.

Peter Wüntscher, Bürgerforum Schwäbisch Hall

Tiefgarage unterm Haalplatz ist Unfug

Besonders der gezeigte Bildvergleich des Haalufers ohne und mit Autobrücke löste spontane Reaktionen aus: „Das gibt’s doch gar nicht!“. Auch die Planung einer Tiefgarage unter dem Haalplatz bezeichneten viele angesichts der in Hall mit Tiefgaragen gemachten Erfahrungen als Unfug. Geteilter Meinung war man darüber, ob auf dem Unterwörth ein Theatergebäude gebaut werden solle.

Bürger wollen besser informiert und gehört werden

Ein Infoblatt und ein Fragebogen zur Verkehrssituation gab zusätzlich die Gelegenheit Stellung zu nehmen. Die Infoveranstaltung zeigte, dass die Hallerinnen und Haller mehr über die zukünftige Entwicklung ihrer Stadt informiert und dazu auch gehört zu werden möchten. Vielleicht gibt es in naher Zukunft die Gelegenheit dazu, im Rahmen einer konstruktiven Bürgerbeteiligung oder erst mal in einer Bürgerversammlung.

Weitere Informationen im Internet über das Schwäbisch Haller Bürgerforum:

http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2107909

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„Bürgergespräch und Landespolitischer Dämmerschoppen“ – Landtagsabgeordneter Sakellariou zieht in Wallhausen-Roßbürg und Wiesenbach Halbzeitbilanz von Grün-Rot

Der Schwäbisch Haller SPD-Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou kommt zu zwei Veranstaltungen zur „Halbzeitbilanz“ von Grün-Rot am Freitag, 29. November 2013, nach Blaufelden-Wiesenbach und  Wallhausen-Roßbürg.

Vom SPD-Wahlkreisbüro Schwäbisch Hall

Wiesenbach: Kapelle-Kunst-Kultur

Der SPD-Betreuungsabgeordnete für den Landtagswahlkreis Hohenlohe kommt am Freitag, 29. November 2013, um 18 Uhr zu einem Informations-Besuch und Bürgergespräch nach Blaufelden-Wiesenbach. Das Gespräch findet in der „Kapelle-Kunst-Kultur“ in der Engelhardshäuser Straße 44 in Wiesenbach statt.

Roßbürg: Gasthaus Gutmann

Zu einem „Landespolitischen Dämmerschoppen“ kommt der SPD-Abgeordnete Nik Sakellariou am Freitagabend (29. November 2013), ab 20 Uhr, nach Wallhausen-Roßbürg. Dort finden Gespräche zur Halbzeitbilanz von Grün-Rot im Gasthaus Gutmann in der Schainbacher Straße 11 statt.

Berichten, was die Bürger interessiert

Bei den Veranstaltungen zur Halbzeitbilanz am 29. November 2013 in Wallhausen-Roßbürg und Blaufelden-Wiesenbach wird der SPD-Abgeordnete Nik Sakellariou interessierten Bürgerinnen und Bürgern von seiner Arbeit im Landtag nach zweieinhalb Jahren an der Regierung Rede und Antwort stehen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Susanne Reithofer, Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro Nikolaos Sakellariou MdL, Gelbinger Gasse 14, 74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791-8875

Fax: 0791-7941

E-Mail: wahlkreisbuero.nik@t-online.de oder nik.sakellariou@t-online.de

Internet: www.nikolaos-sakellariou.de

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„Sachverständigenrat: Kein bisschen weise“ – Leserbrief von Paul Michel aus Schwäbisch Hall

Einen Leserbrief zum Artikel „Warnung an die Koalition – Wirtschaftsweise rügen zentrale Projekte“ vom 14. November 2013 in der Südwestpresse schreibt Paul Michel aus Schwäbisch Hall. Seine  selbstgewählte Überschrift lautet: Sachverständigenrat: Kein bisschen „weise“.

Leserbrief von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Sachverständigenrat: Kein bisschen „weise“

Ich möchte den drei Herren und der einen Dame von der neoliberalen Hardcore-Mehrheit des  „Sachverständigenrats“ absprechen, „weise“ zu sein. Dass sie zwar über ausgeprägtes Selbstvertrauen, aber  weder über besonderen Sachverstand verfügen, noch sich einer wissenschaftlich fundierten Arbeitsweise bedienen, haben sie in der Vergangenheit schon des Öfteren durch grottenfalsche Prognosen bewiesen. So auch diesmal: Während sich real in Deutschland die Wirtschaft abschwächt, phantasieren die Gutachter von einer deutlichen Belebung der Konjunktur. Und das kommt meiner Meinung nach nicht von ungefähr. Wohl wissend, dass positive Zukunftsprognosen der aktuellen Regierung eher nützen als schaden, haben die Sachverständigen mit superoptimistischen Prognosen nie gegeizt – wenn die Regierung konservativ war.

Vorher schon bekannt, was rauskommen soll

Sie wissen vorher schon, was bei ihren Gutachten letztlich rauskommen soll, weil sie wissen, was ihre Auftraggeber hören wollen. Und das sind die Wirtschaftsverbände, mit denen ihre Institute eng verbunden sind, für die sie Forschung auf Bestellung leisten und von denen ihre Institute und auch sie als Individuen vermutlich üppig honoriert werden. Von daher erklärt sich auch das schlichte Schwarz-Weiß-Schema, das den „Sachverständigen“ als Maßstab gilt. Gut ist demnach, was die ohnehin schon üppigen Profite in den Taschen der reichen Minderheit an den Kommandostellen der Wirtschaft weiter anschwellen lässt. Schlecht ist, was auch nur im Ansatz profitmindernd wirken könnte.

Propagandistische Putztruppe des Unternehmerlagers

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass dieser propagandistischen Putztruppe des Unternehmerlagers schon ein bescheidener Mindestlohn von 8,50 Euro als Werk des Teufels erscheint. Selbst bescheidene, eher kosmetische Korrekturen bei der Rente und beim Thema Mietenexplosion  treiben ihnen die Zornesröte ins Gesicht. Ganz zu schweigen von der Energiewende, die kaputt zu schreiben, ihnen eine Herzensangelegenheit ist.

Den Gierhals weiter füllen

An einer Stelle ist der Frontman der Gutachtertruppe, Christoph Schmidt vom „Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung“ (RWI) –in einer Art freudschem Versprecher vermutlich unfreiwillig – ehrlich. Nämlich als er sagt: „Allein mit Umverteilen und Ausruhen auf Erfolgen wird es nicht getan sein.“  Das kann man getrost so übersetzen: Mit der Agenda 2010 waren wir bei der Umverteilung von Unten nach Oben sehr erfolgreich. Aber das reicht uns nicht. Wir wollen mehr!

Raffzähne am Werk

Im Volksmund hat man/frau für  Menschen mit solcher Geisteshaltung eine treffende Bezeichnung: Raffzähne

Link zum Artikel „Warnung an die Koalition – Wirtschaftsweise rügen zentrale Projekte“ in der Südwestpresse vom 14. November 2013:

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Warnung-an-die-Koalition;art4306,2303619

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„Netzwerke der Neonazis zerschlagen, Verfassungsschutz auflösen“ – Demonstration am Samstag in Schwäbisch Hall

47  antifaschistische und antirassistische Initiativen, Gruppen und Parteien haben den Aufruf zur Kampagne „Naziterror und Rassismus bekämpfen! Verfassungsschutz auflösen!“ unterstützt und zu einer landesweit beachteten Demo am 2. November 2013 in Heilbronn mobilisiert. Am Samstag, 16. November 2013 rufen die Unterstützer zu einer weiteren Kampagnen-Demo nach Schwäbisch Hall auf. Beginn: „Eventplatz“ in Hall gegenüber dem „Bonhoeffer-Platz“ im Kocher-Quartier bei der VR-Bank.

Von Siegfried Hubele, Schwäbisch Hall

Unfähige deutsche Geheimdienste

„Die deutschen Geheimdienste haben sich nicht nur als unfähig erwiesen, faschistische und rassistische Strukturen und das von ihnen ausgehende Gewaltpotential richtig einzuschätzen und zu bekämpfen. Sie sind zudem in einem Ausmaß mit Teilen der Nazi-Szene und den NSU-Mördern verstrickt, dass teilweise von einer Komplizenschaft gesprochen werden kann.“

„Didi White“, alias Dietmar Braunfels, ist der Kopf der UNSKKK

Seit 2001 ist der rassistische Ku-Klux-Klan in Schwäbisch Hall aktiv. Unter anderen Bezeichnungen existiert er heute noch in einem Teilort von Hall. „Didi White“, alias Dietmar Braunfels, ist der Kopf des „United Northern and Southern knights of the KKK (UNSKKK) Der Klan ist offenkundig rassistisch und antisemitisch ausgerichtet. Die Klan-Mitglieder haben Kontakte in andere Bundesländer und zur „Blood and Honour“-Bewegung. Spitzel des Verfassungsschutzes waren in die Gründung des Klans involviert. Gelder die dabei flossen, werden in der rechten Szene immer auch für ihre „politische Arbeit“ eingesetzt. Auch Zschäpe, Bönhardt und Mundlos hatten Kontakte zum Klan, wie viele andere Neonazis.

Ein KKK-Polizist stammt aus Schwäbisch Hall

Auf den Burgruinen um Hall (Geyersburg und Limpurg) fanden die rituellen Aufnahmezermonien in den Klan statt. Mindestens ein Polizist, der Mitglied im Klan war, kommt aus Schwäbisch Hall. Er wurde von seinem als Neonazi bekannten Bruder für den Klan geworben. Zwei weitere Mitglieder des Klans leben in der Gegend um Hall. Teile der VS-Akten zum KKK und seinen Aktivitäten in der Rassisten-Szene, wurden 2012 vom Verfassungsschutz selbst vernichtet!

Informationen über verwundeten Polizisten gingen an NPD-Funktionär aus Crailsheim

Eine Ex-Spitzel des VS (Deckname „Krokus“, eine Frau aus der Gegend um Schwäbisch Hall) berichtete ihrem Führungsbeamten des VS, dass Beate Zschäpe Kontakte zum NPD-Funktionär Mathias Brodbeck hatte, mit dem sie sich auch 2006 in Ilshofen bei Schwäbisch Hall getroffen hätte. Dabei wären auch Kontakte nach Wolpertshausen zu einer weiteren NPD-Aktivistin zustande gekommen. Die Ex-VS-Mitarbeiterin berichtete auch, dass nach dem Mord an der Polizistin Kiesewetter in Heilbronn eine „Ausspäh-Aktion“ der Neonazis auf ihren lebensgefährlich verletzten Kollegen stattgefunden hätte. Die Fäden dazu seien im Landkreis Schwäbisch Hall zusammengelaufen. Dabei seien Informationen über den Gesundheitszustand des Polizisten an einen polizeibekannten Neonazi und NPD-Funktionär aus Crailsheim weitergeleitet worden.

„Netzwerke“ der Neonazis reichen bis in die Provinz

267 Namen von potentiellen Mordopfern in 16 Städten wurden bei den Ermittlungen zu den NSU-Morden festgestellt. Dazu Skizzen, Lagepläne und biographische Details von ausgespähten Personen. Die Morde des NSU waren keine Aktionen von „Einzeltätern“. Die „Netzwerke“ der Neonazis reichen bis in die Provinz, wo sie glauben, Rückzugsräume für ihre mörderischen Aktivitäten zu haben.

Forderungen der Kampagne offensiv und selbstbestimmt vertreten

Deshalb am Samstag, 16. November 2013 auf nach Schwäbisch Hall, um unsere Forderungen der Kampagne offensiv und selbstbestimmt zu vertreten:

Konsequente Aufklärung der Verstrickung von Geheimdiensten und Polizeibehörden in die  Naziszene. Einrichtung eines NSU-Untersuchungsausschusses auch in Baden-Württemberg.
Für einen aktiven Antifaschismus. Verfassungsschutz auflösen!

Ablauf der Demo am Samstag, 16. November 2013 in Schwäbisch Hall:

Auftakt um 11 Uhr: „Eventplatz“ gegenüber „Bonhoeffer-Platz“ im Kocher-Quartier/ VR-Bank

Hauptrednerin: Martina Renner-LINKE/Thüringen, Ombudsfrau im NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags und Bundestagsabgeordnete der LINKEN

Demo durch die Innenstadt von Schwäbisch Hall:

1. Zwischenkundgebung/Haalplatz: „ Naziumtriebe in Hohenlohe/Franken“       (Antifaschistische Aktion Heilbronn)

2. Zwischenkundgebung/Grasmarkt: „Der tägliche Faschismus“ (Bahar P.)

Schlusskundgebung/Froschgraben: „Der Verfassungsschutz und seine braune Vergangenheit“ (Klaus Mausner, Sprecher der DKP-Baden-Württemberg, vom Berufsverbot betroffener Lehrer)

Ab 15 Uhr gibt es eine VolxKüche im Club alpha 60 in der Stuttgarter Strasse. Anschließend Musikprogramm (http://www.clubalpha60.de/events/event.php?event=2013-11-16-naziterror-und-rassismus-bekaempfen)

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.clubalpha60.de/events/event.php?event=2013-11-16-naziterror-und-rassismus-bekaempfen

Auch der DGB-Kreisvorstand Schwäbisch Hall unterstützt den IG Metall-Aufruf zur Demo.

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„Nazis zündeten Steinbacher Synagoge an“ – Gang durch Schwäbisch Hall zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht

Ein Gang durch Schwäbisch Hall zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht findet am Samstag, 9. November 2013, um 17 Uhr statt. Treffpunkt ist der jüdische Friedhof in Schwäbisch Hall-Steinbach.

Von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Offizielle Berichte: 91 Juden getötet

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen angezündet und jüdische Geschäfte, Wohnungen und Schulen verwüstet. Schlimmer noch, es kam zu Misshandlungen, zu etwa 30.000 Verhaftungen und zur Tötung laut offizieller Berichterstattung von 91 Juden – vor allem auch in den darauffolgenden Tagen.

Nazis hielten Feuerwehr von den Löscharbeiten ab

In Schwäbisch Hall erhielt gegen Mitternacht des 9. November 1938 Kreisleiter Otto Bosch per Fernschreiber den Befehl, in seinem Zuständigkeitsbereich Synagogen niederbrennen und jüdische Geschäfte demolieren zu lassen. In dieser Nacht wurde die Steinbacher Synagoge in Brand gesteckt. NSDAP-Mitglieder hielten die angerückte Feuerwehr von den Löscharbeiten ab. In der Innenstadt zerstörte der braune Mob die Einrichtung des Betsaals in der Oberen Herrngasse 8, verwüstete die Wohnung des im Ruhestand befindlichen Rabbiners Dr. Jakob Berlinger, verbrannte dessen etwa 3.000 Bände umfassende Bibliothek und demolierte Geschäfte. Die Marodeure drangen gewaltsam in Wohnungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger ein, wo sie die Einrichtung beschädigten und Menschen misshandelten. Von der Innenstadt aus zogen einige nach Braunsbach, wo sie zwar die Synagoge wegen ihrer Lage im dicht bebauten Ortskern nicht anzündeten, dafür aber deren Inventar zertrümmerten.

Veranstaltungsreihe „Stolpern mit Kopf und Herz“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stolpern mit Kopf und Herz“ wird der schrecklichen Geschehen vor 75 Jahren in besonderer Weise gedacht. Am Samstag, den 9. November 2013, um 17 Uhr trifft man sich wie in den Jahren zuvor auf dem jüdischen Friedhof in Steinbach zu einer kurzen ökumenischen Andacht. Anschließend werden Jugendliche der weiterführenden Schulen der Schulzentren Ost und West das Programm gestalten: Die Schülerinnen und Schüler haben einen Gang zu wichtigen „Gedenkstätten der Reichspogromnacht“ vorbereitet.

Sechs Stationen jüdischen Lebens

Nach einer Einführung auf dem Friedhof begibt sich die Gruppe zur ehemaligen Steinbacher Synagoge in der Neustetter Straße. Von dort aus geht es zum Haus Waller in der Unterlimpurger Straße, wo die von Elieser Sussmann bemalte Synagogenvertäfelung eingebaut war, um vorbei am ehemaligen jüdischen Betsaal und dem Hause Berlinger (Obere Herrngasse 1) auf den Marktplatz, dem Ort der Bücherverbrennung, zu gehen. An jeder dieser sechs Stationen werden die Schülerinnen und Schüler auf ganz unterschiedliche Weise über das Geschehen an den jeweiligen Orten berichten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu diesem Gang herzlich eingeladen, der etwa um 18.30 Uhr am Marktplatz endet. Männer werden gebeten, auf dem jüdischen Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Stadtverwaltung Schwäbisch Hall , Am Markt 6, 74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791/751-245
Fax: 0791/751-466
E-Mail: Robert.Gruner@schwaebischhall.de
Internet:
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„Müllverbrennung ist keine Lösung“ – Ein Leserbrief zu Landrat Bauers Engagement für Müllverbrennung in Griechenland

Einen Leserbrief zum Artikel im Haller Tagblatt vom 2. November 2013, Seite 22, „Sie sind doch der mit dem Müll?“ hat Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall geschrieben. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Leserbrief in voller Länge.

Von Wilhelm Maier, Schwäbisch Hall

Müllvermeidung und -verwertung nur am Rande erwähnt

Tatsächlich sind die wachsenden Müllberge auf der Welt eines der sehr ernsten Probleme, die Gesundheit und Leben von Menschen und Tieren gefährden. Was kann man tun? Nur am Rande wird Müllvermeidung und -verwertung in dem Artikel erwähnt. Von Recycling ist überhaupt nicht die Rede.

Künstliche Bedürfnisse werden geschaffen

Warum werden überhaupt die vielen Plastiktüten hergestellt, warum die vielen Produkte mit kurzer Lebensdauer, die dann auf dem Müll landen usw.?  Hier stoßen wir schnell auf das kapitalistische Wirtschaftssystem. Um Anlagemöglichkeiten für die wachsenden Kapitale zu schaffen, werden künstliche Bedürfnisse geschaffen, Ramsch auf den Markt geworfen und die Lebensdauer der Produkte verkürzt.

Wertstoffe wiederverwenden

Mülldeponien und Müllverbrennung, wie sie von Landrat Bauer propagiert werden, sind meiner Meinung nach primitive und schädliche Wege, mit dem Müll umzugehen. Beim Restmüll handelt es sich samt und sonders um Wertstoffe, die möglichst zu 100 Prozent wieder getrennt und in den Stoffkreislauf zurück geführt werden müssen, damit sie wieder verwendet werden können. Schmeißt man sie auf einen Haufen, sind sie verloren.

Und die Müllverbrennung?

Sie vernichtet wertvolle Stoffe und verwandelt sie unwiederbringlich in Abgase, Gifte, Asche, Stäube und Wärme. Außer der Wärme sind alle übrigen Ausscheidungen unbrauchbar oder sogar gefährlich. Abgase heizen die Atmosphäre auf. Gifte tragen zur weiter zunehmenden Belastung der Umwelt bei: Allergien, Immunschwäche, Krankheiten, Pseudo-Krupp, Verseuchung der Nahrungsketten.

Feinstaub überwindet die Blut-Zellschranke im Gehirn

Feinstäube reichern sich überall an und werden zur ungeahnten Gefahr. Ihre besondere Tücke: sie überwinden die Blut-Zellschranke im Gehirn. Schlacke ist hochgiftiger Sondermüll und muss tief unter der Erde gelagert werden (was aber nicht immer passiert). Häufig wird sie im Straßenbau verwendet. Richtig ist, dass die Rauchgasfilter der Müllverbrennungsanlagen immer besser geworden sind, und die Werte bleiben natürlich (meist) unter den amtlichen Grenzwerten. Aber auch geringe Mengen dieser hochgiftigen Substanzen sind krebserregend und addieren sich zu der schon vorhandenen Luftverschmutzung.

Feinstaub geht durch die Filter

Je besser die Filter, desto mehr Giftstoffe verbleiben in den Filterstäuben und in der Schlacke. Diese müssen wie Atommüll entsorgt werden. Es kann aber keine Filter geben, die alles zurück halten. Insbesondere der Feinstaub geht durch die Filter durch, und diese Partikel werden tief in unsere Lunge eingeatmet. Insofern widerspreche ich Landrat Bauer, der behauptet, bei der Müllverbrennung würden keine Giftstoffe entstehen. Müllverbrennung ist nicht nur eine gigantische Verschwendung von Wertstoffen, sondern auch eine große Gefahr für unsere Gesundheit.

Die Natur kennt Kreislaufwirtschaft

Die Natur kennt keinen Müll, sondern Stoffkreisläufe. Zu einer solchen Kreislaufwirtschaft müssen wir kommen. Ein vielversprechender Weg ist schon entwickelt worden: Aus dem Restmüll werden zunächst die Schwerstoffe wie Metalle abgetrennt, danach die biologisch abbaubaren Naturstoffe. Diese können zu Biogas und Kompost weiter verarbeitet werden. Für das restliche Gemisch aus Kunststoffen, Gummi, Elektronikschrott usw. kommt das Kryo-Recycling zur Anwendung. Bei Tieftemperaturen von minus 80 bis 160 Grad werden Kunststoffe spröde, brüchig und mahlbar. Nun lassen sich die verschiedenen Bestandteile voneinander trennen. Etwa 60 bis 80 Prozent des Materials werden mit der Qualität des Primärmaterials wieder gewonnen.

Deutschland importiert Müll für Verbrennungsanlagen

Die Industrie blockiert diese Technik, denn Müllverbrennungsanlage (MVA) werfen Riesen-Gewinne ab. In Deutschland sind wir  schon so weit, dass wir Müll aus anderen Ländern für unsere vielen MVAs importieren, denn selbst haben wir nicht so viel, um die Anlagen „rentabel“ zu betreiben.

Link zum Artikel im Haller Tagblatt:

http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2283550

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„Betrug oder Manipulation?“ – Leserbrief von Wilhelm Maier zu Stuttgart 21

Einen Leserbrief zum Thema Stuttgart 21 hat Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall geschrieben. Dieses Schreiben schickte er auch an das Haller Tagblatt. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Leserbrief in voller Länge.

Von Wilhelm Maier, Schwäbisch Hall

Höchst brisante Risikoliste

Nur wenige Zeilen ist es der Südwestpresse/Haller Tagblatt vom 29. Oktober 2013 wert, was aber höchst brisant ist. Eine Liste von Risiken mit entsprechenden Kosteneinschätzungen beim Bau von Stuttgart 21, die vom ehemaligen Projektleiter Azer Anfang 2011 erstellt worden war, wurde der Gruppe Ingenieure 22 erst vor kurzer Zeit zugespielt. Diese Liste ist bisher nur teilweise der Öffentlichkeit bekannt gemacht worden.

Mit weiteren Kostensteigerungen ist zu rechnen

Nach einer gründlichen Analyse kommen die Ingenieure 22 zum Schluss: „Wenn alle heute absehbaren Risiken und notwendigen Maßnahmen berücksichtigt werden, ist mit weiteren Kostensteigerungen über die inzwischen eingeräumten 2,3 Milliarden Euro zu rechnen“. Sie geht davon aus, dass der neue Tiefbahnhof 8,5 Milliarden oder gar bis zu 10 Milliarden Euro kosten werde.

Für Risiken keine Kosten eingeplant

Viele mögliche Probleme waren schon im März 2011 bekannt. Ihre Eintrittswahrscheinlichkeit wurde aber von den Betreibern des Projekts S 21 als so gering eingeschätzt, dass keine Kosten hinterlegt wurden. Etwa beim Thema Brandschutz oder Grundwassermanagement. Weiter aufgeführte Risiken sind Dolinen, Geothermie, Planungsmängel und vieles andere mehr.

Vor der Volksabstimmung wurde Festpreis versprochen

Schon acht Monate vor der Volksabstimmung hat die Bahn deshalb schon intern mit 1,2 Milliarden Mehrkosten gerechnet, vor der Volksabstimmung wurde aber immer ein Festpreis versprochen (so auch unser SPD-Landtagsabgeordneter Sakellariou bei einer öffentlichen Veranstaltung). Wären diese Mehrkosten schon vor der Volksabstimmung bekannt gewesen, wäre sie mit Sicherheit anders ausgegangen. Betrug oder Manipulation? Das möge jeder selbst beurteilen.

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