Vortrag über rechtsextremen „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff)“ – Per E-Mail für Veranstaltung in Kirchberg/Jagst-Lendsiedel anmelden

Der Vortrag über den rechtsextremen „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff) e.V.“(BfG) findet wegen der starken Nachfrage am Freitag, 8. April 2022, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal in Kirchberg/Jagst-Lendsiedel ein drittes Mal statt. Bei den ersten beiden Vortragsabenden war der Veranstaltungsraum jeweils ausgebucht. Der BfG betreibt in Kirchberg/Jagst-Herboldshausen seit 1972 das „Jugendheim Hohenlohe“. Das alte Bauernhaus wird seither für politische Schulungen genutzt.

Von Recherche Nordwürttemberg

Per E-Mail anmelden

Zur Teilnahme ist eine Anmeldung an die E-Mail-Adresse recherche-nordwuerttemberg@posteo.de erforderlich. Erst die Bestätigung der Anmeldung berechtigt zur Teilnahme. Die Veranstalter von Recherche Nordwürttemberg freuen sich über eine rege Teilnahme und eine spannende Diskussion. Anmerkung: Die Corona-Regelung, die am Vortragsabend gilt, wird den angemeldeten Menschen rechtzeitig per E-Mail mitgeteilt. Am Einlass werden Anmeldung, Personalausweis und die Einhaltung der Corona-Regelung geprüft. Die Veranstalter bitten dafür vielmals um Verständnis.

Weitere Informationen im Internet:

https://twitter.com/recherchenowue?lang=ar

„Geheimes Treffen prominenter Neonazis in Herboldshausen“ – Das Haus im Teilort von Kirchberg/Jagst gehört dem Bund für Gotterkenntnis Ludendorff – https://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=28694

NPD-Jugend Warum ein Wasserturm einen völkischen Verein in Bedrängnis bringt – https://www.belltower.news/npd-jugend-warum-ein-wasserturm-einen-voelkischen-verein-in-bedraengnis-bringt-108991/

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„Gelochte Augenblicke“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden sechster Teil

„Gelochte Augenblicke“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden sechster Teil. Die geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig, und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

VI Spiel

… Wenn jetzt jemand die Straße entlanggehen und ihn derart merkwürdig am Boden sitzend sehen würde, wäre ihm dann wohl noch zu helfen? Oder müsste er doch so unbemerkt wie der Vorderschein von aller Welt unbemerkt dahinsiechen? Carl Eugen seufzte, das Blut rann weiterhin zwar in mickriger Menge, aber unaufhörlich aus seinem Oberschenkel. Er wandte sich wieder seiner Innenschau zu. Das Telefon läutete nicht mehr und Carl Eugen fragte sich, was Paul künftig ohne ihn tun würde. Die getroffene Verabredung zum Telefonat würde er nun jedenfalls nicht mehr einhalten können.

Transsexuelle

Schade, denn Carl wollte seinem Freund Paul unbedingt noch mitteilen, was Findus bei seinen Nachforschungen für ihn in Erfahrung gebracht hatte. Die einmal hier und da lebende Tochter von Paul war dem Detektiv bei Ermittlungen zum verschwundenen Testament von Paula Engels Onkel, in der Schweiz, zufällig begegnet. Gislène Malibo war nach dem Bericht von Findus nicht bloß mit Frauen, sondern mit ziemlich erfolgreichen Sportlern aus aller Herren Länder liiert. Lediglich die geschlechtliche Identität der Herren war nicht ganz klar. Spitzensportler halten sich ja für gewöhnlich gern im Nahbereich glamourösesten Glitzers auf. So trafen sich nun in den schweizerischen Seenszenen genau die Transsexuellen, die sich bereits erfolgreich mit ganz legalen Hormonbehandlungen und gelungenen Operationen die Siegertreppchen hinaufmedikamentiert hatten.

Engdenker

Findus legte ihm auf umweltfreundlich getrimmte Broschüren vor, in denen Gislène neben diversen Damen und Herren, beim koketten Schaulaufen für einschlägige Pharmafirmen unterwegs war. Nachdem seine eigene humanistische Bildung aus dem Bubengymnasium keinerlei Erklärung für dieses neuzeitliche, so genannte Gendern hergab, hatte Carl sich das Phänomen von Findus erklären lassen müssen. Es handle sich demnach also keinesfalls um Eunuchen, die wie in orientalischen Märchen, zur Bewachung von gefangenen Frauen einfach durch das Entfernen der äußeren
Geschlechtsmerkmale entmannt worden waren. Diese Menschenwesen waren auch keinesfalls Hermaphroditen, bei denen sowohl beiderlei innere Geschlechtsorgane, als auch beide äußeren Geschlechtsmerkmale im Genitalbereich vorhanden sein können. Nein, es waren mit ihrem, bei ihrer Geburt festgestellten eindeutigen Geschlecht zutiefst unglückliche Männer. Diese begehrten, oft schon von Kindheit an, nichts mehr als einfach nur Frauen zu sein. Sie nahmen zum Erreichen dieses innigen Wunsches schier unglaubliche Strapazen auf sich. Dazu würden sie eine Suppression über sich ergehen lassen müssen, erklärte ihm Findus. Östrogene regen dabei die Ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkmale an, und Testosteronblocker unterdrücken die männlichen Attribute, wie den des vermehrten Haarwuchses. Und schlussendlich würden sie dann auch noch oft von verständnislosen Engdenkern verhöhnt.

Schamesröte

Carl Eugen Friedner seufzte und fragte sich sorgenschwer, ob er seinem Freund Paul diese Neuigkeiten über seine Tochter Gislène überhaupt zumuten könnte? Würde ihn der Schlag treffen, wenn er zur Kenntnis nehmen müsste, dass die gerade volljährig gewordene, nicht nur mit gewöhnlichen Leistungssportlerinnen befreundet war und womöglich intime Beziehungen zu diesen pflegte. Wie sollte er seinem Freund erst beibringen, dass seine Jüngste in einem Umfeld von transgendernden Männern herumturnte? Oder unterschätzte er den weitgereisten Freund? Paul Malibo berichtete erstaunlich oft von sexuellen Begegnungen, was ihm, mit protestantischer Prüderie ausgestattetem, glatt eine tiefe Schamesröte ins Gesicht trieb.

Hinmodelliert

Neben den klar mit X und Y ausgestatteten männlichen Identitäten gibt es auch noch die unklar dazwischen liegenden. Dort wo die Neugeborenen unter Umständen sogar mit zwei sichtbaren Geschlechtsmerkmalen zur Welt kommen, also Penis und Scheide haben, können die Chromosomensätze zwei X und ein Y beinhalten. Aus geschürter Panik oder weil die Eltern sofort eine von den Ärzten angeratene Klarheit schaffen wollen, werden die so Geborenen im zarten Säuglingsalter einfach zu einer scheinbar deutlich sichtbaren Identität hinmodelliert. Das zeigt später fatale Folgen; denn die Heranwachsenden haben, ähnlich wie transsexuelle Frauen und Männer, den Eindruck, nicht zu wissen wer sie sind und wo sie geschlechtlich hingehören. „Warum kann man denn die Menschen nicht in Ruhe lassen?“, fragte sich Carl abermals. Wenn Kinder derart ausgestattet geboren werden, kann man doch warten bis sie entscheiden wo sie hinwollen. Und womöglich fühlen sie sich einfach so, wie Gott sie erschaffen hat, wohl und leben ihr Leben glücklicher und zufriedener als manch ein genetisch ganzer Mann oder eine ebensolche richtige Frau.

Als Frauen unschlagbar

Die angehenden Frauen mit denen Gislène in den Sportlerkreisen verkehren würde, waren felsenfest dazu entschlossen, ihre alte Identität als Mann hinter sich zu lassen. Sie hatten bereits die unzähligen aufwendigen Eingriffe hinter sich gebracht, wobei die äußeren Geschlechtsmerkmale operativ abgeändert werden. Männer bleiben jedoch vom Körperbau her Männer – das ändern weder Hormonbehandlungen noch die teuren haufenweise durchgeführten geschlechtsumwandlerischen Eingriffe. Was auch im Spitzensport umstritten ist: Unterdrückende Hormonbehandlungen bewirken nämlich keinen Muskelschwund oder gar Kraftverlust. Carl Eugen sah dies, obwohl ihn Sport sonst wenig interessierte, als ziemlich unfair an. Aus seiner Sicht würden hier lediglich Identitäten und nicht der Körperbau gewandelt, was Wettkampfbedingungen stark verzerrt. Diese einst männlichen und mit beachtlichen leistungsfähigen Muskeln bepackten Sportler, waren in den Männerabteilungen ja bereits ziemlich erfolgreich. Männer verfügen per Wuchs über weitaus größere Lungenvolumina und wesentlich längere Gliedmaßen als Frauen. Nun als Frauen aufgemacht, waren sie damit jedoch gerade von Frauen selber unschlagbar.

Dritte Abteilung einführen

Wozu sollte das gut sein? Carl suchte nach Gründen für derartige Sonderbarkeiten. Würden Männer im Frauensport diesen nicht automatisch beenden? War das etwa auch so einer der transhumanistischen Tricks der scheinheiligen selbsternannten Menschenliebhaber, um mit diesem Humbug zu noch mehr Geld zu kommen? Oder sollte nach Kunst und Kultur auch der Sport durch eine gelungene Spaltung am Boden liegen? Wollte man Menschen mit dieser Spielart in Geschlechterfragen der Identität berauben? Wie kam es überhaupt dazu, dass immer mehr junge Menschen ihre Identität hinterfragen wollten – hatte man ihnen in ihrer Kindheit Substanzen gespritzt, damit sie nachher als Heranwachsende und junge Erwachsene irre an sich werden? Warum traf man keinerlei Einschränkungen für solchen Unsinn in den Abteilungen? Es wäre ja ein leichtes, dort das dritte und mittlerweile übliche, diverse Geschlecht als Abteilung einzuführen. Damit würde man Fairness schaffen. Und wer scherte sich eigentlich um die Transen, welche als Frauen Männer werden wollen? Vielleicht könnten zweierlei diverse Abteilungen Abhilfe schaffen?

Gehirnakrobatik und Spitzfindigkeiten

Carl bedauerte es nun, dass er bald sterben würde. Körperlicher Sport und Spiel waren in seinem Leben viel zu kurz gekommen – seine Spielereien bestanden schon seit er denken konnte aus Gehirnakrobatik und Spitzfindigkeiten …

Fortsetzung folgt.

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„SCHAUEN, ANFASSEN, STAUNEN – Keramik deutschlandweit“ – Tag der offenen Töpferei auch in Kirchberg/Jagst-Mistlau, Kressberg und Ilshofen

„Vielfältig, einzigartig, nachhaltig“, lautet das Motto des deutschlandweiten „Tag der offenen Töpferei“. Das Wochenende im Zeichen des TONs und der KERAMIK findet am Samstag, 12. und Sonntag, 13. März 2022, jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr, statt. Über 500 Töpfer:innen und Keramiker:innen aus ganz Deutschland nehmen daran teil. An vielen Orten gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Informationen zugesandt von Stefan Fitzlaff, Kirchberg/Jagst-Mistlau

Vielfältig, einzigartig, nachhaltig

Auch in der Region Hohenlohe laden die Werkstattinhaber:innen unter der Überschrift „SCHAUEN, ANFASSEN, STAUNEN – Keramik deutschlandweit“ zu sich ein. Mit dabei sind folgende Werkstätten: Siegfried Stier in Kressberg-Haselhof, Monika und Stefan Fitzlaff in Kirchberg/Jagst-Mistlau und Petra Meichert in Ilshofen.

Sonderausstellung von Raku-Keramik in Kirchberg/Jagst-Mistlau

Lust auf Keramik wecken Fitzlaffs in Kirchberg-Mistlau mit der Sonderausstellung: Joachim Lambrecht Raku- Keramik, die auch im Anschluss an den Tag der offenen Töpferei bis 8. Mai 2022, jeweils samstags, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr in ihrem Ausstellungsraum zu sehen ist. Joachim Lambrecht ist am Eröffnungstag, Samstag, 12. März 2022, dabei. Er ist ausgebildeter Bildhauer, Keramiker und Schlagzeuger. Seine Arbeiten haben einerseits Gefäßcharakter, andererseits Bezüge zu Architekturelementen. Ihre Lebendigkeit bekommen seine Objekte durch die Raku-Brennmethode, bei der die Stücke glühend aus dem Brennofen entnommen werden, um danach in Sägemehl, Blättern, Gräsern etc. geräuchert zu werden.

Es gelten die aktuellen Corona-Vorgaben

Zum Tag der offenen Töpferei laden in unserer Region Siegfried Stier in Kressberg-Haselhof, Fitzlaffs in Kirchberg/Jagst-Mistlau und Petra Meichert in Ilshofen in ihre Werkstätten ein. Alle Werkstätten und Ateliers öffnen nur unter Einhaltung der aktuell gültigen Hygiene- (Corona)vorgaben.

Weitere Informationen im Internet:

Wer am Samstag, 12. und Sonntag, 13. März 2022, in seiner Region, seinem Bundesland oder in ganz Deutschland auf Keramiktour gehen will, kann sich auf folgender Internetseite über den 17. Tag der offenen Töpferei informieren:

Internet:

www.tag-der-offenen-toepferei.de

Kurzinformation:

Was: 17. Tag der offenen Töpferei

Wann: Samstag, 12. März und Sonntag, 13. März 2022, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr

Wo: Deutschlandweit

Wer: Über 500 Töpfer:innen, Keramiker:innen, Designer:innen und Künstler:innen

Weitere Informationen im Internet zu den teilnehmenden Werkstätten und Ateliers und deren Rahmenangebote unter:

www.tag-der-offenen-toepferei.de

oder auf Facebook

Weitere Informationen im Internet über die teilnehmenden Töpfereien aus Hohenlohe:

Töpferei Fitzlaff
Monika und Stefan Fitzlaff
Wanderstraße 18-6
74592 Kirchberg/ Jagst- Mistlau
Tel.: 07954 / 8667
E-Mail: fitzlaff@gmx.de
Internet: www.fitzlaff.de
Besondere Aktionen: Sonderausstellung, Kinderprogramm, Mitmach-Aktionen. Kaffee undd Kuchen.

Töpferei Kunststück
Petra Melchert
Parkstraße 15
74532 Ilshofen
Tel.: 07904 / 9447759
E-Mail: info@toepferei-kunststueck.de
Internet: www.toepferei-kunststueck.de
Besondere Aktionen: Besucher können kleine Tiere modellieren. Ausstellung der Kettensägenkunst von Birgit Bindewald mit Vorführung.

Keramikwerkstatt
Siegfried Stier
Haselklinge 23
74594 Kreßberg – Haselhof
Tel.: 07957 / 1241
E-Mail: info@keramikwerkstatt-siegfriedstier.de
Internet: www.keramikwerkstatt-siegfriedstier.de
Besondere Aktionen: Werkstattführung, Ausstellung in Atelier und Garten. Kleine Kulinarik.

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„Fieseler Storch hat den Crailsheimer Hangar verlassen“ – Eigentümer ließ das Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg entfernen

Im Auftrag des Besitzers hat ein Fachunternehmen am Donnerstag (17. Februar 2022) das Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg aus der Stadthalle Hangar entfernt. 17 Jahre lang hing der Fieseler Storch an der Decke des Hangars.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Antrag aus dem Gemeinderat

Ein privater Sammler hatte das Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg dem damaligen Hangar-Besitzer als Dauerleihgabe überlassen, welche die Stadt als neue Eigentümerin im vergangenen Jahr übernahm. Im Gemeinderat wurde im Herbst 2021 der Antrag gestellt, den Fieseler Storch angesichts seiner Vergangenheit aus dem Hangar zu entfernen. Dies wurde von einer großen Mehrheit der Ratsmitglieder jedoch abgelehnt.

Öffentliche Diskussion und Berichterstattung

Nach den öffentlich geführten Diskussionen und der medialen Berichterstattung über den Verbleib des Fliegers wandte sich der Besitzer an die Stadtverwaltung und kündigte an, seine Flugzeugleihgabe zurücknehmen zu wollen. Am gestrigen Donnerstag hat nun eine Fachfirma im Auftrag des Eigentümers den Fieseler Storch abgeholt. Er wird vorerst zwischengelagert und soll demnächst in einem Museum wieder ausgestellt werden.

Weitere Informationen im Internet mit mehreren Links über die Diskussionen um den Fieseler Storch:

https://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=29121

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„Ihr kriegt uns nicht los, wir euch schon!“ – 600. Montagsdemo gegen Stuttgart 21 findet im Internet statt

„Ihr kriegt uns nicht los, wir euch schon!“ lautet das Motto der 600. Montagsdemo gegen Stuttgart 21. Die Demo findet am Montag, 14. Februar 2022, ab 18 Uhr im Internet statt und nicht wie bisher angekündigt auf dem „Kleinen Schlossplatz“. Anlass der Veranstaltung ist der zehnte Jahrestag der Räumung des Stuttgarter Schlossgartens. Die Kundgebung wird von „OBEN BLEIBEN-TV“ gesendet und ist mit folgendem Link abzurufen: https://www.parkschuetzer.de/videos/

Informationen zugesandt von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Ein Fass ohne Boden

Auch wenn die Betreiber des Projekts den Eindruck erwecken wollen, alles liefe alles Bestens – Das Gegenteil ist der Fall. In der vergangenen Woche sickerte durch, dass Stuttgart 21 wieder um eine Milliarde teurer wird. Nun soll es 9,2 Milliarden Euro kosten. Noch hat das der Aufsichtsrat nicht bestätigt. Real dürften die Kosten inzwischen allerdings eher bei 12 bis 13 Milliarden Euro liegen. Nimmt mensch noch den zusätzlich geplanten Kopfbahnhof und die fast 50 Kilometer zusätzlichen Zubringertunnel dazu, kommen wohl noch weitere fünf Milliarden Euro hinzu. Vergleicht man diese astronomischen Summen mit den 2,46 Milliarden Euro, die bei Beginn des Projekts als Kosten genannt wurden, so kann man/frau mit Fug und Recht davon sprechen, dass Stuttgart 21 ein Fass ohne Boden ist.

Hinzu kommt, dass Stuttgart 21 offenbar nach wie vor über kein Brandschutzkonzept verfügt. Nach wie vor wehrt sich die Deutsche Bahn mit Händen und Füßen gegen die Veröffentlichung einer Simulation, die eine sichere Zug-Evakuierung im längsten Stuttgart-21-Tunnel beweisen soll. Während dessen ist durchgesickert, dass sich die Simulation der Bahn nur auf ein „Kaltereignis“ bezieht, also die Entfluchtung eines etwa aus technischen Gründen liegen gebliebenen, aber nicht brennenden Zuges im Tunnel. Rauch- und Hitzeentwicklung.

Mobilitätseingeschränkte Personen?

Panikverhalten der Flüchtenden?

Das alles kommt in der Simulation nicht vor. Es spricht einiges dafür, dass ein fertiggestelltes Stuttgart 21 am Ende am fehlenden Brandschutz scheitern wird.

Gravierende Mängel

Die gravierenden Mängel von Stuttgart 21 werden in der virtuellen Veranstaltung am Montag, 14. Februar 2022, um 18 Uhr zur Sprache kommen.

Die Kundgebung wird von „OBEN BLEIBEN-TV“ gesendet und ist mit folgendem Link abzurufen:

https://www.parkschuetzer.de/videos/

Es nehmen teil:

– Prof. Dr. Heiner Monheim, Verkehrswissenschaftler

– Volker Lösch, Theaterregisseur

– Gerhard Polt & Die Well-Brüder aus’m Biermoos

und viele andere

Moderation: Dr. Angelika Linckh, Parkschützerin

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„Gelochte Augenblicke“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden fünfter Teil

„Gelochte Augenblicke“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden fünfter Teil. Die geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig, und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

V Bruch

… Während Carl Eugen noch über sich selber und sein baldiges Ableben in sinnige Gedanken vertieft war, zogen Bilder zur Beisetzung Vorderscheins in ihm auf. Da waren erstaunlich wenige Leute gekommen. Aber nicht etwa weil die Familie darum gebeten hätte, oder es durch die leidige Karinakrise, eine der laufend geänderten Verordnungen es so gewollt hätte, nein, sondern einzig und allein, weil der in allen Fällen auf trügerische Geschichten programmierte Kerl sich weit und breit keinen guten Namen gemacht hatte. Man mied ihn sogar im Tod.

Unterkühlt

Carl war der Steuerberater der Familie und des bauforscherischen Büros von Holger Balduin Vorderschein. Und seit der Gatte verblichen war, schüttete Frau Vorderschein ihm in letzter Zeit ziemlich detailliert ihr Herz aus. Früher war Carl Eugen Friedner gern auf ein Schwätzle zu ihr in den Laden in der Kreisstadt gekommen. Aber mit seinem zunehmend schlechten Gewissen, wegen der Schandtat gegenüber Paula, wurden ihm die unvermeidlichen Begegnungen mit den Vorderscheins immer unangenehmer. Balduin Holger Vorderschein hatte seine Frau Heike einst wegen ihrer beträchtlichen Erbmasse geehelicht. Die Familie nahm den Prinzgemahl jedoch recht unterkühlt im Schoße der Familie auf. Vorderschein rieb sich die Hände und zeugte willig die von ihm erwartete Nachkommenschaft. Die mit Architekten und Vermögen gesegnete Familie von Heike würde ihm neben der monetären Sicherheit den passenden Hintergrund für die zu sanierenden Denkmäler geben, welche er sich anzueignen gedachte. Und später sollten sich halt seine Söhne willfährig zeigen, sein Werk fortzuführen. Sie durften passende Studiengänge hinter sich bringen, um seine unmäßigen Vorstellungen von der Ausschlachtung historischen Grundbesitzes in der Kreisstadt zu erfüllen.

Entgangene Trophäe

Vor seinem Ableben war zum einen der einst arg unschön hergerichtete Pulverturm der ehemaligen Stadtmauer Richtung Bahnhof im Gespräch. Das andere ziemlich lukrative Objekt war bereits mit einem Gerüst und einer daran befestigten riesigen Plakatwand verhüllt und lag auf der gegenüberliegenden Seite der malerischen Altstadt, direkt am Kocher. Vorderschein bekam damals, als man Paula erfolgreich übers Ohr gehauen hatte, das im Zentrum des Limpurger Landes gelegene ehemalige Feldsiechenhaus, für den symbolischen Preis von einem Euro, zugeschanzt. Carl Eugen Friedner fragte sich, ob es vielleicht ein schlechtes Omen war, dass in der einstigen Residenzstadt der Mannesstamm des Hauses Limpurg erloschen war? Die letzten Schenken hinterließen nämlich im Jahr Siebzehnhundertdreizehn ihrerzeit, halt bloß an der Zahl, zehn Töchter. Vorderscheins Ansinnen blieb es insgeheim im historischen Schulmeisterhaus mitten in der Kreisstadt zu residieren. Der Umstand, dass dieses damals an andere am Betrug Beteiligte gegangen war, plagte ihn bis zum Schluss wie ein eitriges Geschwür. Jeden Tag, sobald er das Gebäude am Kocher betrat, für welches die ordentliche Genehmigung vorlag, es zu vollkommen überteuerten Luxuswohnungen umzubauen, blickte er zu der einst entgangenen Trophäe hinüber und ärgerte sich über den vermeintlichen Verlust.

Billig musste es sein

Der neidische Hochstapler war in allem und jedem, vor allen Dingen, begehrend für sich. Galt es ohne Gegenleistung anderen zu helfen oder gar etwas zu teilen, übte er äußerste Zurückhaltung aus. In dieser Art sich zu geben, führte er folgerichtig auch seinen bauforscherischen Betrieb. Nicht nur, dass er die Entlohnungen so gering als nur möglich hielt, er sparte vermeintlich auch dort, wo es gefährlich war. Unter welchen Bedingungen für ihn gearbeitet wurde, interessierte ihn in keinster Weise. Billig musste es sein – und das um jeden Preis. So fehlten auf den Baustellen und in seiner kleinen Werkstatt bei sämtlichen Maschinen und Geräten die dringend nötige
und regelrechte Ausstattung. Das Wort Fürsorge war ihm genauso fremd wie das Vokabular im technischen Sicherheitsschutz.

Geiz

Carl musste trotz seiner eigenen misslichen Lage kichern. Vorderschein kam nämlich durch seine verlotterte Haltung und seinen unermesslichen Geiz zu Tode, als dieser Balduin Holger auf seiner Baustelle nicht achtgab. Im ersten Stock waren zwei junge Gesellen grad an der mobilen Tischkreissäge beim Leisten schneiden. Vorderschein plärrte sie grußlos an, dass das doch einer alleine machen könne und der andere schon lang anfangen hätte können, die geschnittenen Leisten im anderen Stockwerk anzubringen. Die beiden gehorchten, der Säger sägte weiter. An der Säge waren weder ein Spaltkeil noch eine Schutzabdeckung montiert. Weil nun der andere die Stäbe mit dem Schiebestock nicht mehr nach unten drückte und sie kurz nach dem Durchtrennen, neben dem Sägeblatt zur Seite schob, flitzten sie jetzt eben von den aufsteigenden Sägezähnen angetrieben nach oben weg oder am Anschlag zurück und landeten irgendwo hinter dem Sägenden. Der andere tat wie ihm geheißen und hob einen tüchtigen Arm voll schmaler eichener Stäbe vom Boden auf und machte sich auf den Weg ins darüber liegende Stockwerk.

Eingestaubter Leichnam

Vorderschein, dem wie üblich düster zumute war, gedachte sich in die nahe gelegene Konditorei am Roten Steg zu setzen und sich einen Kaffee und ein prächtiges Stück Kuchen dazu zu gönnen und den innehabenden Konditormeister in ein Gespräch zu verwickeln. Beim Hinausgehen drehte er sich nocheinmal um, blickte auf den Säger und sah den munter durch den Raum fliegenden Leisten zu. Befriedigt darüber, dass sich der fleißige Kerl nachher wegen jeder einzelnen eichenen Leiste würde bücken müssen, ging ein schadenfrohes Grinsen über sein Gesicht. Später, als die Untersuchungen zum Unglückshergang stattfanden und man das mit Blut und Gehirnmasse verschmierte und mit Sägemehl überzogene Gesicht Vorderscheins reinigte, um zu sehen, was noch übrig war, fragte man sich, wie in Anbetracht der Gefahr einer derart zufrieden lächelnd sterben konnte. Die beiden Burschen wagten es bis zum Mittag nicht, sich von ihren zugewiesenen Arbeitsplätzen wegzubewegen. Sie bekamen gar nicht mit, dass eine der Flugleisten Vorderschein, mit voller Wucht, seitlich ins Gesicht traf. Dabei wurde das Jochbein zertrümmert und das jeweils angrenzende Keilbein und das Stirnbein gebrochen. Die eichene Leiste hatte den Schädel neben seinem rechten Auge geöffnet und sich dort ins Gehirn gebohrt. Man hätte ihm da noch helfen können, dachte Carl Eugen Friedner mit einem Anflug von Mitleid. Das wäre aber nur möglich gewesen, wenn sofort ärztliche Hilfe geholt und der Verletzte in ein berufsgenossenschaftliches Spezialkrankenhaus geflogen worden wäre. Da der Despot aber seinen Willen durchgesetzt hatte und die dummen Buben sogar noch seinen Anweisungen folgten, bemerkte man den eingestaubten Leichnam erst zufällig beim feierabendlichen Zusammenkehren …

Fortsetzung folgt.

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„Export-Verbot von Drohnen-Zielerfassungssystemen aus Deutschland: Sperrminorität nutzen“ – Offene Briefe an Olaf Scholz, Robert Habeck, Annalena Baerbock und Christine Lambrecht

Vier Entwürfe für Offene Briefe an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Minister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck (Grüne), Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat Siegfried Hubele aus Schwäbisch Hall der Redaktion Hohenlohe-ungefiltert zugeschickt. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht die vier Brief-Entwürfe in voller Länge zum Kopieren, Unterschreiben und Abschicken per Post an das jeweilige Ministerium. Der Brief an Olaf Scholz muss ans Bundeskanzleramt geschickt werden.

Informationen zugeschickt von Siegfried Hubele, Schwäbisch Hall

Offener Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Kopieren, Unterschreiben und per Post Abschicken:

Absender:

Ort und Datum

Herrn Bundeskanzler Olaf Scholz

Bundeskanzleramt

Willy-Brandt-Straße 1

10557 Berlin

Offener Brief bezüglich eines Export-Verbotes von Drohnen-Zielerfassungssystemen

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Scholz, 

die Bundesregierung ist mit einer Sperrminorität von 25,1% an der Firma „Hensoldt” beteiligt, die über ihre südafrikanische Tochterfirma Zielerfassungssysteme für bewaffnete Drohnen an die Türkei liefert. 

Die Recherche beim ZDF hat das Magazin „Frontal“ gemacht, wo auf der ZDF-Homepage alle Details nachzulesen sind unter:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/kampfdrohnen-tuerkei-hensoldt-100.html

Aserbaidschan setzte die türkische Kampfdrohne Bayraktar TB 2 vor einem Jahr im Konflikt mit Armenien kriegsentscheidend ein. Seitdem ist diese Drohne sehr begehrt. 

Die Türkei hat diese Drohnen inzwischen mit den deutschen Zielerfassungssystemen unter anderem an die Ukraine verkauft, deren Regierung diese auch bereits eingesetzt hat, z.B. gegen eine prorussische Stellung im Donbas.

Dieses Ereignis im Herbst letzten Jahres hat Russland aufgeschreckt und erheblich zur aktuellen Verschärfung der Lage zwischen der Ukraine und Russland beigetragen. 

Die Bundesregierung hat es unseres Erachtens selbst in der Hand, über ihre Sperrminorität bei der Firma „Hensoldt“, den Ukraine-Konflikt – möglicherweise auch den Konflikt im Jemen – bezüglich eines wichtigen militärischen Aspektes an einem wichtigen Punkt zukünftig zu entschärfen.

Daher fordern wir Sie auf, zum nächst möglichen Zeitpunkt den weiteren Export dieser Zielerfassungssysteme zu unterbinden.

Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, bitten wir Sie ebenfalls, auch keine anderen Rüstungsgüter an die Ukraine zu liefern und hier bei einem klaren Kurs zu bleiben.

Zur Entschärfung des Konfliktes sehen wir den Dialog über das Normandie-Format als den geeigneten Weg an, ebenso die verstärkte Einbindung der OSZE, der in den letzten Jahren eine wichtige deeskalierende Aufgabe zukam.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift:

Offener Brief an Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) zum Kopieren, Unterschreiben und per Post Abschicken:

Absender:

Ort und Datum 

Herrn Minister 

Dr. Robert Habeck

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 

11019 Berlin

Offener Brief bezüglich eines Export-Verbotes von Drohnen-Zielerfassungssystemen

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Habeck,

die Bundesregierung ist mit einer Sperrminorität von 25,1% an der Firma „Hensoldt” beteiligt, die über ihre südafrikanische Tochterfirma Zielerfassungssysteme für bewaffnete Drohnen an die Türkei liefert. 

Die Recherche beim ZDF hat das Magazin „Frontal“ gemacht, wo auf der ZDF-Homepage alle Details nachzulesen sind unter:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/kampfdrohnen-tuerkei-hensoldt-100.html

Aserbaidschan setzte die türkische Kampfdrohne Bayraktar TB 2 vor einem Jahr im Konflikt mit Armenien kriegsentscheidend ein. Seitdem ist diese Drohne sehr begehrt. 

Die Türkei hat diese Drohnen inzwischen mit den deutschen Zielerfassungssystemen unter anderem an die Ukraine verkauft, deren Regierung diese auch bereits eingesetzt hat, z.B. gegen eine prorussische Stellung im Donbas.

Dieses Ereignis im Herbst letzten Jahres hat Russland aufgeschreckt und erheblich zur aktuellen Verschärfung der Lage zwischen der Ukraine und Russland beigetragen. 

Die Bundesregierung hat es unseres Erachtens selbst in der Hand, über ihre Sperrminorität bei der Firma „Hensoldt“, den Ukraine-Konflikt – möglicherweise auch den Konflikt im Jemen – bezüglich eines wichtigen militärischen Aspektes an einem wichtigen Punkt zukünftig zu entschärfen.

Daher fordern wir Sie auf, zum nächst möglichen Zeitpunkt den weiteren Export dieser Zielerfassungssysteme zu unterbinden.

Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, bitten wir Sie ebenfalls, auch keine anderen Rüstungsgüter an die Ukraine zu liefern und hier bei einem klaren Kurs zu bleiben.

Zur Entschärfung des Konfliktes sehen wir den Dialog über das Normandie-Format als den geeigneten Weg an, ebenso die verstärkte Einbindung der OSZE, der in den letzten Jahren eine wichtige deeskalierende Aufgabe zukam.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift:

Offener Brief an Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) zum Kopieren, Unterschreiben und Abschicken:

Absender:

Ort und Datum

Frau Ministerin 

Christine Lambrecht

Bundesministerium der Verteidigung

11055 Berlin

Offener Brief bezüglich eines Export-Verbotes von Drohnen-Zielerfassungssystemen

Sehr geehrte Frau Ministerin Lambrecht,

die Bundesregierung ist mit einer Sperrminorität von 25,1% an der Firma „Hensoldt” beteiligt, die über ihre südafrikanische Tochterfirma Zielerfassungssysteme für bewaffnete Drohnen an die Türkei liefert. 

Die Recherche beim ZDF hat das Magazin „Frontal“ gemacht, wo auf der ZDF-Homepage alle Details nachzulesen sind unter:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/kampfdrohnen-tuerkei-hensoldt-100.html

Aserbaidschan setzte die türkische Kampfdrohne Bayraktar TB 2 vor einem Jahr im Konflikt mit Armenien kriegsentscheidend ein. Seitdem ist diese Drohne sehr begehrt. 

Die Türkei hat diese Drohnen inzwischen mit den deutschen Zielerfassungssystemen unter anderem an die Ukraine verkauft, deren Regierung diese auch bereits eingesetzt hat, z.B. gegen eine prorussische Stellung im Donbas.

Dieses Ereignis im Herbst letzten Jahres hat Russland aufgeschreckt und erheblich zur aktuellen Verschärfung der Lage zwischen der Ukraine und Russland beigetragen. 

Die Bundesregierung hat es unseres Erachtens selbst in der Hand, über ihre Sperrminorität bei der Firma „Hensoldt“, den Ukraine-Konflikt – möglicherweise auch den Konflikt im Jemen – bezüglich eines wichtigen militärischen Aspektes an einem wichtigen Punkt zukünftig zu entschärfen.

Daher fordern wir Sie auf, zum nächst möglichen Zeitpunkt den weiteren Export dieser Zielerfassungssysteme zu unterbinden.

Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, bitten wir Sie ebenfalls, auch keine anderen Rüstungsgüter an die Ukraine zu liefern und hier bei einem klaren Kurs zu bleiben.

Zur Entschärfung des Konfliktes sehen wir den Dialog über das Normandie-Format als den geeigneten Weg an, ebenso die verstärkte Einbindung der OSZE, der in den letzten Jahren eine wichtige deeskalierende Aufgabe zukam.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift:

Offener Brief an Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) zum Kopieren, Unterschreiben und Abschicken:

Absender:

Ort und Datum

An 

Frau Ministerin Annalena Baerbock

Auswärtiges Amt

11013 Berlin

Offener Brief bezüglich eines Export-Verbotes von Drohnen-Zielerfassungssystemen

Sehr geehrte Frau Außenministerin Baerbock,

die Bundesregierung ist mit einer Sperrminorität von 25,1% an der Firma „Hensoldt” beteiligt, die über ihre südafrikanische Tochterfirma Zielerfassungssysteme für bewaffnete Drohnen an die Türkei liefert. 

Die Recherche beim ZDF hat das Magazin „Frontal“ gemacht, wo auf der ZDF-Homepage alle Details nachzulesen sind unter:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/kampfdrohnen-tuerkei-hensoldt-100.html

Aserbaidschan setzte die türkische Kampfdrohne Bayraktar TB 2 vor einem Jahr im Konflikt mit Armenien kriegsentscheidend ein. Seitdem ist diese Drohne sehr begehrt. 

Die Türkei hat diese Drohnen inzwischen mit den deutschen Zielerfassungssystemen unter anderem an die Ukraine verkauft, deren Regierung diese auch bereits eingesetzt hat, z.B. gegen eine prorussische Stellung im Donbas.

Dieses Ereignis im Herbst letzten Jahres hat Russland aufgeschreckt und erheblich zur aktuellen Verschärfung der Lage zwischen der Ukraine und Russland beigetragen. 

Die Bundesregierung hat es unseres Erachtens selbst in der Hand, über ihre Sperrminorität bei der Firma „Hensoldt“, den Ukraine-Konflikt – möglicherweise auch den Konflikt im Jemen – bezüglich eines wichtigen militärischen Aspektes an einem wichtigen Punkt zukünftig zu entschärfen.

Daher fordern wir Sie auf, zum nächst möglichen Zeitpunkt den weiteren Export dieser Zielerfassungssysteme zu unterbinden.

Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, bitten wir Sie ebenfalls, auch keine anderen Rüstungsgüter an die Ukraine zu liefern und hier bei einem klaren Kurs zu bleiben.

Zur Entschärfung des Konfliktes sehen wir den Dialog über das Normandie-Format als den geeigneten Weg an, ebenso die verstärkte Einbindung der OSZE, der in den letzten Jahren eine wichtige deeskalierende Aufgabe zukam.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift:

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„Fieseler Storch wird den Crailsheimer Hangar verlassen“ – Eigentümer und Stadt einigen sich auf ein Ende der Dauerleihgabe des Flugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg

Seit 2005 hängt in der heutigen Crailsheimer Stadthalle ein Flugzeug vom Typ „Fieseler Storch“ – ein Flugzeug der deutschen Luftwaffe aus dem Zweiten Weltkrieg. Über das historische Flugzeug im Crailsheimer Hangar hat es in den vergangenen Wochen eine öffentliche Diskussion gegeben. Der Eigentümer, ein privater Sammler, trat daraufhin an die Stadtverwaltung mit dem Wunsch heran, den Fieseler Storch abhängen zu lassen, da er nicht möchte, dass dem Ansehen der Stadt und des Hangars durch die Leihgabe geschadet wird. Der private Eigentümer des „Fieseler Storchs“ und die Stadtverwaltung Crailsheim haben sich darauf geeinigt, den Leihvertrag aufzuheben.

Informationen von der Stadtverwaltung Crailsheim

Operation „NiWi“ in den belgischen Ardennen

Seit 2005 hängt der Fieseler Storch als Dauerleihgabe an der Decke des Hangars, der heutigen Stadthalle Crailsheims. Vom hiesigen Fliegerhorst aus waren 1940 die Aufklärungsmissionen des damaligen Geschwaders gestartet, um insbesondere bei der Operation „NiWi“ in den belgischen Ardennen die deutschen Einheiten zu unterstützen.

Hakenkreuze überdeckt

Auch heute noch sind auf dem Heck der Fieseler Fi 156-Maschine Hakenkreuze angebracht, die allerdings überdeckt wurden. Nach dem Kauf des Hangars im vergangenen Jahr hat sich auch die Stadtverwaltung mit der Frage auseinandergesetzt, ob und in welcher Form das Flugzeug im Hangar verbleiben soll. Die Verwaltung ist dabei zu dem Entschluss gekommen, den Flieger sichtbar historisch einordnen zu wollen und somit auch an die dunklen Zeiten Crailsheims sowie des Hangars zu erinnern.

Unterhalb des Flugzeugs wurde eine Infotafel angebracht

Aus diesem Grund wurde unterhalb des Flugzeugs eine Infotafel angebracht, welche die Rolle des Fieseler Storchs im Zweiten Weltkrieg erklärt. Auch der Gemeinderat sprach sich für einen Verbleib des historischen Fliegers in Crailsheim aus und stimmte mit breiter Mehrheit gegen einen Antrag der Bürgerliste Crailsheim, der die Entfernung des Storchs zum Ziel hatte.

Dauerleihgabe wird beendet

Durch die mediale Berichterstattung ist auch der Besitzer, ein privater Sammler, auf die gegenwärtig geführte Diskussion aufmerksam geworden. Er trat daraufhin an die Stadtverwaltung mit dem Wunsch heran, den Fieseler Storch abhängen zu lassen, da er nicht möchte, dass dem Ansehen der Stadt und des Hangars durch die Leihgabe geschadet wird. Die Verwaltung ging auf das Angebot ein. Beide Seiten einigten sich darauf, die Dauerleihgabe zu beenden. Derzeit werden die notwendigen Formalitäten
ausgearbeitet.

Zeitplan steht noch nicht fest

„Fast 17 Jahren ist der Fieseler Storch ein fester Bestandteil des Hangars gewesen. Wir sind dankbar, dass wir dieses historische Ausstellungsstück über so lange Zeit in Crailsheim haben durften, erinnerte es doch jedes Mal, wenn wir in die heutige Stadthalle kamen, an die Dekade unserer Stadtgeschichte, die sich niemals wiederholen darf“, erklärt Sozial- und Baubürgermeister Jörg Steuler. Zu welchem Zeitpunkt das Flugzeug den Hangar verlassen wird, ist derzeit noch nicht geklärt. Voraussichtlich wird der Storch künftig wieder in einem Flugzeugmuseum zu sehen sein.

Weitere Informationen im Internet über den Fieseler Storch in der Crailsheimer Stadthalle:

„Fieseler Storch“ hängt seit 2005 an der Decke – Querelen um Weltkriegsflugzeug in Crailsheimer Stadthalle – Bericht im SWR-Fernsehen vom 23. Januar 2022

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/diskussion-um-flieger-aus-zweitem-weltkrieg-in-crailsheimer-stadthalle-100.html

Weitere Informationen von der Stadtverwaltung Crailsheim und Kontakt:

https://www.crailsheim.de/1129485

https://www.crailsheim.de/hangar-kaufvertrag

Weitere Informationen im Internet über das Flugzeug „Fieseler Storch“:

https://www.fieseler-storch-kassel.de/fieseler-storch/

https://www.flugzeug-lexikon.de/Luftwaffenmuseum/Historisch/Fieseler_Storch/fieseler_storch.html

https://sinsheim.technik-museum.de/de/fieseler-storch

https://www.nzz.ch/mobilitaet/luftfahrt/fieseler-storch-restauration-fuenf-stoerche-sind-fluegge-ld.1525272

https://www.flugrevue.de/klassiker/freunde-des-fieseler-storch-erfuellung-eines-traums/

https://www.youtube.com/watch?v=Bnip0hSqBmg

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„Gelochte Augenblicke“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden vierter Teil

„Gelochte Augenblicke“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden vierter Teil. Die geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

IV Acker

… Harald raste mit mehr wie hundertachtzig Sachen über die Autobahn. Während die weiße Vergitterung der Kochertalbrücke an ihm vorbeiflitzte, drehte er den Rückspiegel so, dass er mit schielendem Blick sein Konterfei betrachten konnte. Er rückte seine Krawatte zurecht und fand, trotz der Schmach von vorhin, der tollste Hecht überhaupt zu sein und drückte das Gaspedal bis zum Boden durch. Ein Stück des Weges weiter, geschah es: Sein Auto kam ins Schleudern, schoss wie im Flug von der Straße weg. Die geliehene dunkle Limousine überschlug sich mehrmals, kullerte, als ob sie es regelrecht lustig fände, sich einmal ganz anders vorwärts zu bewegen, das abschüssige Feld hinunter und blieb endlich, aus dem Motorraum qualmend, auf dem Dach liegen.

Rampenlicht

Wieso sollte er plötzlich nicht mehr vorne dran stehen? Er, der sich immer für seine Kumpels in dieser Region eingesetzt hatte. Nur eine ganz kurze Weile, damals, als man ihn verdächtigte und Unterlagen beschlagnahmte, war es ihm zu viel und zu heiß gewesen, mied er die Volksnähe und das Rampenlicht. Nachdem aber ein paar Jahre ins Ländle gezogen waren, konnte er sich wieder mustergültig präsentieren. Obwohl ihm gerade die unmittelbare Volksnähe doch zu nah war, kandidierte er notgedrungen auf den untersten Ebenen der regionalen Politik. Keinen Schachzug, um den alten Kameraden und Parteigenossen aus Klemmen oder zu beachtlichen Anwesen zu verhelfen hatte er ausgelassen. Der Finanzminister und wohlgemerkt, zur gleichen Zeit, der damalige Oberaufseher der Denkmalbehörde des Landes zu sein, gaben ihm reichhaltige gestalterische Möglichkeiten.

Keine Ahnung vom Biolandbau

Er war, wie einst im Bubengymnasium geschworen, den alten Verbindungen dienlich. Und jetzt sollte er sich von aller Öffentlichkeit lossagen? Wenn sie ihn wenigstens einen aalglatten und korrupten Polithansel genannt hätten. Ja, sogar einen prestigegeilen Hund hätte er sich nennen lassen. Eine willfährige Marionette der Großkopfeten, einen farbenblinden Parteigänger. Das wäre ihm alles lieber gewesen als diese Blamage. Dabei war er ein stolzer Liberaler. Ein ganz normal auf Publikumsapplaus eingestellter Politiker, der sich halt für dies und das und jetzt für ein neues regionales Projekt engagierte. Der Sonner hatte ihm geschmeichelt und ihn gebeten, für die offiziellen Dinge ganz oben mit dabei zu ein. Er würde seine Einsätze fürstlich vergütet bekommen. Mit seinen vielfältigen Verbindungen und dem ihm eigenen Netzwerk, samt seiner jovialen Redegewandtheit wäre er ein geradezu vorbildlicher Koordinator für dieses Projekt. Dass er überhaupt keine Ahnung vom Biolandbau habe, sei kein Problem.

Bekannte Leitfigur

Es bräuchte doch nur eine bekannte Leitfigur, die sich positionieren und allgemeinverständlich ausdrücken könne. Die Redevorgaben und die Ziele die zu verfolgen wären, würde er immer bald genug zugespielt bekommen. Und selbstverständlich würde man sich beizeiten absprechen was grad jeweils opportun sei. Beziehungsweise was er in den Sitzungen und vor laufenden Kameras vertreten solle. Auch schriftliche Vorlagen würde er erhalten und müsse doch nur noch richtig abstimmen. Das könne man ja unmittelbar bei Bedarf, per mobilem Telefon, klären. Seine Aufgabe wäre es einzig und allein, alle allgemeinverbindlichen Worthülsen auf Lager zu haben und diese in langen Reden gut zu platzieren. Harald Fieläckerle sollte lediglich eine gute Figur machen und im Kern war er genau darauf mächtig stolz.

Lambarenesaal

Die Veranstaltung ließ sich gut an. Man hatte sich im Lambarenesaal im Schloss an der Jagst versammelt. Die Zuhörer hatten nach dem üblichen Austausch von Artigkeiten, ihre Plätze eingenommen. In der Eröffnungsrede stand er, wie gewohnt, vorne am Pult. Mit balsamischen Worten schwadronierte er die Stichworte vom vorgefertigten Papier. Er war gerade dabei, blumig über das, parallel zur Karinakrise gepflegte Thema, den Klimawandel, mit dem man die Bevölkerung als nächstes zum Narren halten wollte, zu parlieren. Als sich plötzlich sehr viele Leute in den Saal drängten. Der Sonner wurde von einem Dutzend kräftiger Bauern umringt, die ihm simpel, jedoch unverrückbar den Weg versperrten. Sie hielten die mitgebrachten Mistgabeln kerzengerade nach oben gerichtet und schauten recht neutral. Andere hereingeströmte schienen ebenfalls Bauern und Handwerker aus der Region zu sein. Weiterhin waren Leute in Monteuranzügen mit Firmenlogos aus Betrieben der Gegend zu erkennen. Und selbst Herren in feinen Anzügen mit Schlips und Kragen, sowie nett und adrett gekleidete Damen in Kostümchen und Schühchen, waren dabei.

Aktiengesellschaftliches Lumpengesindel

Harald wurde ganz sanft aber bestimmt, vom Rednerpult gedrängt. Er wurde, von zwei Frauen eskortiert, nach hinten geführt und sollte dort in der letzten Reihe Platz nehmen. Er, der Fieläckerle, solle sich jetzt bloß zackig vom Acker machen dröhnte auf einmal eine Rednerin laut hinter dem Rednerpult hervor. An ihrer Tracht erkannte man sie als Bäuerin aus der Region. „Wir haben es gründlich satt, uns ständig von Typen, wie dem, die keine Ahnung haben, und die bloß ihre Machtgier befriedigen wollen oder sich nur an uns bereichern, vertreten zu lassen. Wir entziehen euch das Recht für unsere Region zu sprechen und zu handeln. Ja, ihr werdet nicht mehr in unserem Namen handeln, wir werden euch nicht mehr mit unseren guten gesunden und biologischen Lebensmitteln beliefern! Wir werden uns selber vermarkten. Nach guter alter Sitte gründen wir hier und jetzt eine echte bäuerliche Genossenschaft. Ohne aktiengesellschaftliches Lumpengesindel, wie es landauf und landab, auch bei den Altenheimen und Krankenhäusern grad modern ist. Wo irgendwelche Säcke sich bereichern und den Menschen nachher ihre Bedingungen aufzwingen, nein, wir wollen eine wahrhaft solidarische Gemeinschaft!

Genossenschaft gegründet

Beifall, Lachen und zustimmender Jubel brandete aus der dicht gedrängt stehenden Menschenmenge auf. Blitzlichter trafen die Rednerin und das begeisterte Publikum. Auf einmal wurden gedruckte Zettel und Kugelschreiber an alle Anwesenden verteilt. Die Aktion war ziemlich gut vorbereitet. Fieläckerle konnte gar nicht so schnell denken, wie die Anwesenden eine Gründungsversammlung durchzogen. Als alle nötigen Abstimmungen gemacht, die Protokolle gerichtsfertig unterzeichnet waren und die Personalien für die Ämter der neu gegründeten Genossenschaft bekannt gegeben waren, zogen sich die Genossinnen zurück und ließen die verstörte Versammlung der ausgemusterten Bioregion wieder alleine.

Verkohlte Leiche

Harald Fieläckerle kam noch einmal kurz zu Bewusstsein – er lächelte und wunderte sich über die Kopf stehende Welt. Mit Wehmut dachte er an seinen langen schwarzen Mantel aus der Bubengymnasiumszeit. Der hätte ihm heute sicherlich besonders gut gestanden. Es war absolut still um ihn herum, bevor der Motorraum mit einem Buff in
Flammen aufging. Für die später eintreffende Polizei, den Rettungswagen und die Feuerwehr, galt es nur noch die Unfallstelle abzusichern. Der Abschleppdienst wurde verständigt, um den rauchenden Trümmerhaufen samt der verkohlten Leiche zu bergen …

Fortsetzung folgt.

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