„Das ist nicht links und schon gar nicht revolutionär“ – Leserbrief von Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall zum G-20-Gipfel in Hamburg

In den Medien wurde oftmals sehr einseitig über die Geschehnisse im Zusammenhang mit dem G-2o-Gipfel berichtet. Ich möchte dazu ein paar ergänzende Bemerkungen machen. Ohne Wenn und Aber verurteile ich die Ausschreitungen von Autonomen, die das Eigentum von Bewohnern zerstören und sich Kämpfe mit der Polizei liefern, in der  irrigen Annahme, „hier und jetzt“ könnten sie den G-20-Gipfel verhindern oder gar den Kapitalismus bekämpfen. Das ist nicht  links und schon gar nicht revolutionär, sondern schadet der Sache aller Linken.

Leserbrief von Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall

Polizei ging äußerst brutal vor

Zugleich darf man folgende Aspekte (es gibt noch mehr) nicht außer Acht lassen: Eine Woche lang ging die Polizei mit äußerster Brutalität gegen friedliche Demonstranten vor und setzte willkürlich Grundrechte wie Versammlungs- und Demonstrationsrecht außer Kraft. Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele sagte der Rheinischen Post: „Am Donnerstagabend ist sie (die Polizei) mit ungeheurer Brutalität in eine Demonstration gegangen. Das hat auch bei vielen nicht vermummten Demonstranten große Aggressivität ausgelöst und sie radikalisiert“. „Die Polizeigewalt ist durch Videos unbestritten“ (Frankfurter Allgemeine 21.7.). 32 Journalisten wurde die Akkreditierung wieder entzogen, darunter ein Fotograf von Spiegel Online.

Neofaschistische Gruppierungen

Im Schanzenviertel konnten dann zahlreiche Neonazis, Hooligans und unpolitische Jugendliche identifiziert werden. Sie nützten die aufgeheizte Situation aus, um Randale zu machen. Das Online-Portal Thüringen 24 berichtet, dass ihm von zwei „rechtsextremen Gruppen“ Bestätigungen vorliegen, dass sich ihre Mitglieder an der Randale von Hamburg beteiligt haben. Die Neofaschisten des so genannten „Antikapitalistischen Kollektivs“ (AKK) wollten demagogisch das „Themenfeld Antikapitalismus“ besetzen. Laut der baden-württembergischen Sektion des Verfassungsschutzes handelt es sich beim „AKK“ um ein Sammelbecken neofaschistischer
Gruppierungen.

G-20: Krieg, Umweltzerstörung und Armut

Ein Journalist des Südwest-Rundfunks sagte im Interview, dass er mindestens 70 Mitglieder neofaschistischer Banden in Hamburg zweifelsfrei identifiziert habe. So wurde dann kaum mehr über die knapp 100.000 Demonstranten am 8. Juli 2017 berichtet, die gegen Imperialismus, ungerechte Weltwirtschaftsordnung und die Ursachen für die heraufziehende globale Klimakatastrophe protestierten. Ihre Botschaft war: Die eigentlichen Gewalttäter sind die G-20 selbst, denn sie bringen der Menschheit Krieg, Umweltzerstörung und Armut – in einem unvorstellbaren Ausmaß.

 

 

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„AÖL: Grün-Schwarz muss Haushaltsverhandlungen mutig nutzen, um Umbau der Landwirtschaft positiv zu begleiten“ – Baden-Württemberg muss seine Rolle als Stammland des Ökolandbaus weiter ausbauen

Angesichts der teilweise dramatischen Verwerfungen und anhaltender Preiskrisen in der konventionellen Landwirtschaft bietet der Südwesten erhebliches Potenzial für deutlich mehr Öko. Bereits im zurückliegenden Jahr stellte täglich ein landwirtschaftlicher Erzeugerbetrieb seine Produktion auf Bio um. Dieser Positivtrend setzt sich auch im Jahr 2017 ungemindert fort.

Von Imme Schäfer, Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V

Finanzausstattung verbessern

Eine vergleichbare Dynamik verzeichnet die ökologische Ernährungswirtschaft – und auch im Handel ist heimisches Bio gefragt wie nie zuvor. Diese Entwicklung muss auch die Politik erkennen und die Finanzausstattung entsprechend anpassen. Anlässlich der derzeit laufenden Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2018/2019 fordert der Spitzenverband der baden-württembergischen Land- und Ernährungswirtschaft die grün-schwarze Landesregierung dazu auf, die Rolle Baden-Württembergs als Stammland des Ökologischen Landbaus nicht zu verspielen.

Enkelgerechte Form der Landbewirtschaftung

Eine Bewirtschaftung nach den Prinzipien des Ökologischen Landbaus geht Hand in Hand mit der von Grün-Schwarz vorangetriebenen Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Umweltpolitik. Noch mehr Öko sollte daher im Interesse aller Ressorts sein. „Der Ökologische Landbau ist in vielerlei Hinsicht eine ‚Schlüsseltechnologie‘ für den Interessenausgleich zwischen Naturbewahrung, der wirtschaftlichen Erzeugung gesunder heimischer Lebensmittel und der Sicherung vitaler ländlicher Räume. Als enkelgerechte Form der Landbewirtschaftung sorgt unsere Wirtschaftsweise laut unabhängiger Untersuchungen dafür, dass auf biologisch bewirtschafteten Höfen per se deutlich mehr Biodiversität vorherrscht. So finden sich auf Öko-Äckern beispielsweise zwei- bis dreimal so viele Ackerwildkraut-Arten. Zudem ist die Nachfrage nach heimischen Bio-Erzeugnissen ungebrochen“, so Dr. Christian Eichert in seiner Funktion als Geschäftsführer der AÖL.

Öko-Erzeugnissen in den landeseigenen Kantinen voranbringen

An die Verhandlungspartner gerichtet erinnert die AÖL an die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags. Dort sei hinterlegt, dass Grün-Schwarz den Ökologischen Landbau stärken und weiterentwickeln wird. So gelte es nun unter anderem die nötigen Mittel bereitzustellen, um die Verwendung von Öko-Erzeugnissen in den landeseigenen Kantinen voranzubringen, im Zuge einer zeitgemäßen Werbekampagne für die Verwendung von Bio-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung zu sorgen, die dringend notwendigen Nachbesserungen und personellen Aufstockungen beim Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau KÖLBW auf der Hochburg in Emmendingen sicherzustellen sowie die Einrichtung einer Professur zum Ökologischen Landbau an der Universität Hohenheim finanziell abzusichern und zeitnah in die Tat umzusetzen.

Vier erste Bio-Musterregionen im Land

Den bald startenden Wettbewerb für die Einrichtung der vier ersten Bio-Musterregionen im Land betrachtet die AÖL als sehr gutes Konzept, um die ökologische Land- und Ernährungswirtschaft in Baden-Württemberg zielgerichtet zu stärken und das Thema Bio innovativ in die Breite der Bevölkerung zu tragen. Damit dieser Ansatz Wirkung erzielen kann und nachhaltig wirksame Projekte geschaffen werden können, gelte es jedoch, das in den Nebenabsprachen des Koalitionsvertrags hinterlegte Budget von jährlich zwei Millionen Euro zeitnah vollständig für den Ansatz der Bio-Musterregionen bereitzustellen. Darüber hinaus sieht die AÖL die Notwendigkeit, zusätzliche Mittel für die Agrarumweltmaßnahmen Umstellung und Beibehaltung der ökologischen Bewirtschaftung zu sichern.

Budget für eine verlässliche Förderung

„Wir möchten die grün-geführte Landesregierung heute an eines ihrer ureigenen Kernthemen erinnern. Es ist gut und richtig, dass die grün-schwarze Landesregierung weiterhin Gelder in den Umwelt- und Naturschutz lenkt. Dennoch plädieren wir dafür, dass dabei die Koalitionszusagen zum Ökologischen Landbau nicht auf der Strecke bleiben. Wir appellieren an die Verhandlungspartner, die selbst gesteckten Ziele verantwortungsvoll in den Blick zu nehmen. In Zeiten des fortschreitenden Umbaus der hiesigen Land- und Ernährungswirtschaft hin zu deutlich mehr Bio brauchen wir jetzt das klare Bekenntnis der Landesregierung und das dafür notwendige Budget für eine verlässliche Förderung“, so Eichert abschließend.

Hintergrund Koalitionsvertrag und Aussagen von Minister Peter Hauk (CDU) zum Ökologischen Landbau:

Dem Zeitplan hinterher

An prominenter Stelle nimmt die Koalitionsvereinbarung Bezug zum Ökologischen Landbau („Wir werden den ökologischen Landbau weiter voranbringen“). Im Rahmen einer Landtagsdebatte sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) jüngst: „Auch wir in Baden-Württemberg haben ein Ziel vor Augen. Aber wir wollen nicht 20 Prozent, wir wollen mindestens 25 Prozent der Fläche. Ich glaube, das entspricht auch der höheren Kaufkraft und dem Bedürfnis der Bürger in unserem Land.“ In ihrer Einjahresbilanz der grün-schwarzen Regierungsarbeit stellte die AÖL im Mai 2017 fest, dass die Regierungsfraktionen in vielen der politisch selbst gesteckten Ziele hinter dem Zeitplan zurückstehen und eine Umsetzung in konkrete Maßnahmen in einigen Bereichen bis heute ausgeblieben ist.

Hintergrund AÖL:

Die AÖL ist die gemeinsame Vertretung der ökologischen Anbauverbände in Baden-Württemberg. In dieser Funktion gestaltet die AÖL aktiv die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Land mit. Als Bindeglied zwischen Politik, Markt und Verbraucher fördert sie die Belange der Ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft durch ein aktives Tun. Gemeinsam mit staatlichen Einrichtungen und anderen berufsständigen Organisationen arbeitet sie die gesellschaftlich erwünschten Stärken von ökologisch erzeugten und verarbeiteten Produkten – im Besonderen von heimischer Öko-Verbandsware – im Interesse des Verbrauchers als Konsument wie als Steuerzahler heraus.

Weitere Informationen und Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg e.V. (AÖL e.V.), c/o Bioland Landesverband Baden-Württemberg e.V., Schelztorstraße 49, 73728 Esslingen

Internet:

http://oekolandbau-bawue.de/ueber-uns/

http://www.demeter-bw.de/demeter-bw/a%C3%B6l

 

 

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„WAHL-O-FRAG zur Bundestagswahl 2017“ – Aktion in Schwäbisch Hall der „Initiative umfairteilen – Reichtum besteuern“

Noch immer ist Vorwahlzeit… „Die Initiative umfairteilen – Reichtum besteuern“ Schwäbisch Hall lädt am Samstag, 22. Juli 2017, um 10 Uhr auf den Milchmarkt ein zum „WAHL-O-FRAG“ zur Bundestagswahl 2017. Wir fragten die Bundestagskandidaten der Parteien zu zehn verschiedenen Themen. Sie lesen und diskutieren.

Von Rolf Läpple, „Initiative umfairteilen – Reichtum besteuern Schwäbisch Hall“

Link zum Abrufen der Fragen

Wir freuen uns auf spannende Themen mit Ihnen/Euch. Wer am Samstag keine Zeit haben sollte, kann die Fragen auch gerne unter folgendem Link bequem von zu Hause aus abrufen:

http://www.attac-netzwerk.de/schwaebisch-hall/startseite/wahlofrag/

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„Sozial. Gerecht. Frieden. Für Alle“ – Die Linken im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe starten ihren Wahlkampfauftakt mit Kabarett zum Thema Rente

Die Linke Schwäbisch Hall-Hohenlohe startet am Dienstag, 25. Juli 2017, um 19.30 Uhr mit ihrer Auftaktveranstaltng im Restaurant „Rose“, Bahnhofstraße 9, Schwäbisch Hall, in den Bundestagswahlkampf.

Von der Partei DIE LINKE Schwäbisch Hall-Hohenlohe

Zum Wahlkampf motivieren

Diese Auftaktveranstaltung wird durch ein Kulturprogramm mit der Kabarettistin Christa Mayerhofer aus Österreich umrahmt, in der es neben anderen sozialkritischen Themen um die Rente geht. Bundestagskandidat Kai Bock informiert über das Wahlprogramm und geplante Aktionen. Gemeinsam versuchen sie Mitglieder und Unterstützer zum Wahlkampf zu motivieren.

Thema Gesundheitspolitik besonders wichtig

Kai Bock über seine Schwerpunkte als Bundestagskandidat:Ich habe mir als Kandidat zwei wichtige Schwerpunkte im Wahlkampf gestellt und zwar ist mir auf Grund der Krankenhausschließung in Künzelsau das Thema Gesundheitspolitik besonders wichtig, vor allem im Hohenlohekreis.

Für mehr günstige Wohnungen

Im Landkreis Schwäbisch Hall lege ich mein Hauptaugenmerk auf die Wohnungspolitik, da hier die Menschen am meisten mit steigenden Mieten und zu wenig bezahlbaren Wohnraum zu kämpfen haben. Naturgemäß sind für mich aber sämtliche Fragen zur Sozialpolitik und Friedenspolitik genauso wichtig und werden nicht vernachlässigt. Wir folgen damit dem Motto unseres Wahlprogramms: Sozial. Gerecht. Frieden. Für Alle.“

Weitere Informationen und Kontakt im Internet zur Partei DIE LINKE, Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe:

Kai Bock, Sprecher Kreisvorstand und Bundestagskandidat DIE LINKE Schwäbisch Hall/Hohenlohe

Internet:

http://die-linke-sha.de/tag/kai-bock/

Weitere Informationen im Internet zur Kabarettistin Christa Mayerhofer:

http://www.christa-mayerhofer.de/

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„Schwäbisch Hall ist bunt: Zeigt Euch!“ – Demo am Samstag: Treffpunkt um 11 Uhr am Milchmarkt

Zur Demonstration „Schwäbisch Hall ist bunt: Zeigt Euch!“ am Samstag, 22. Juli 2017, treffen sich die Demo-Teilnehmer um 11 Uhr am Milchmarkt.

Informationen zugesandt von Willi Maier, Schwäbisch Hall

Anschließend findet um 13 Uhr auf der Kocherwiese (schwäbisch: Grasbödele) ein „Freies Zusammentreffen, Austauschen, offene Gemeinsamkeit spüren“ statt.

Der Veranstaltungsflyer zum Herunterladen als PDF-Datei:

Flyer_Demo_Schwäbisch_Hall_22.Juli_2017

 

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„CORRECTIV jetzt offizielles Mitglied des internationalen Fact-Checker-Netzwerks“ – Kooperationspartner von Hohenlohe-ungefiltert arbeitet „transparent, fair und unabhängig“

Das gemeinnützige Recherchezentrum CORRECTIV ist seit dieser Woche mit seinem Fact-Checking-Team als erste deutschsprachige Organisation in das internationale Netzwerk von Fakten-Checkern (IFCN) aufgenommen worden. Das teilte das „Poynter Institute for Media Studies“ in Florida mit. Correctiv ist auch Kooperationspartner von Hohenlohe-ungefiltert.

Von Markus Grill, correctiv.org

In guter Gesellschaft

Dem Netzwerk gehören 26 namhafte Institution an, darunter Faktenchecker der Washington Post, der Nachrichtenagentur AP sowie von ABC News. In Europa sind die französischen Tageszeitungen Le Monde und Libération Mitglieder des Netzwerks. Auch das britische Team von Full Fact, Journalisten von AfricaCheck oder Chequeado aus Argentinen gehören zum IFCN.

Desinformationen und Gerüchten richtigstellen

Das Fact-Checking-Team von CORRECTIV veröffentlicht seine Recherchen seit Anfang Juni 2017 auf einer eigenen Homepage (https://correctiv.org/echtjetzt/). Ziel von CORRECTIV-Echtjetzt ist es, Desinformationen und Gerüchte nachzugehen und richtigzustellen. Das vierköpfige Team unter der Leitung von Jutta Kramm spürt dazu selbst Themen auf und bemüht sich zugleich um eine Kooperation mit Facebook. Auch User können mutmaßliche Fake News zum Überprüfen bei Echtjetzt einreichen. Darüber hinaus berichtet Echtjetzt über politische Debatten rund um Hate-Speech und Fake News. Echtjetzt wird von der Open Society Foundation finanziert.

Seriöse Recherchen und Informationen entgegensetzen

Weltweit entstehen immer mehr Fact-Checking-Teams. Anfang Juli 2017 trafen sich rund 190 Journalisten und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen aus mehr als 50 Ländern unter dem IFCN-Dach in Madrid, um das gemeinsame Vorgehen zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen. Die internationalen Faktenchecker haben es sich zur Aufgabe gemacht, der zunehmenden Verbreitung von Falschmeldungen im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter seriöse Recherchen und Informationen entgegenzusetzen.

Transparenz, Fairness und Unabhängigkeit

Gegründet wurde das International Fact Checking Network (IFCN) im Jahr 2015 vom Poynter-Institut. Anerkannt von dem Netzwerk wird nach unabhänigiger Prüfung, wer nach folgenden Prinzipien arbeitet: Transparenz, Fairness und Unabhängigkeit beim Überprüfen der Fakten, Fehlerkorrektur sowie Offenlegung der Geldgeber. Das Poynter-Institut in Florida ist eine der renommierten Ausbildungsstätten für Journalisten in den USA.

Weitere Informationen und Kontakt:

Das Recherchezentrum CORRECTIV kooperiert mit Hohenlohe-ungefiltert. Die Redaktion ist unabhängig und finanziert sich ausschließlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Informationen finden Sie unter www.correctiv.org

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„Viel.Leicht!“ – Kulturwochenende vom 20. bis 23. Juli 2017 in Crailsheim mit vielfältigem Programm

Nach dem letztjährigen Motto des Kulturwochenendes „schwerwaslos“ in Crailsheim heißt es in diesem Jahr folgerichtig „Viel.Leicht!“. Beste Unterhaltung mit den unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler ist von Donnerstag, 20., bis Sonntag, 23. Juli 2017, in der Crailsheimer Innenstadt geboten. Es gibt tolle Musik zu hören, Anmutendes zu sehen und dazwischen kann man sich am Eisweiher, die kleine Oase nahe dem Spitalpark, ein wenig ausruhen.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Auftakt mit Klezmer- oder Balkanklängen

Der Auftakt am Donnerstag beginnt klassisch. Die Jungs von Don & Giovannis singen berühmte Opernarien und verwandeln sie in populäre, nostalgische Lieder. Arien von Verdi, Puccini, Bizet, Händel, Mozart oder Wagner treffen auf Tango, Swing, Flamenco, Klezmer- oder Balkanklänge und verschmelzen zu einem explosiven Klangmosaik.

Bigband-Sound aus Worthington

Die Stadt feiert in diesem Jahr 70 Jahre Städtepartnerschaft mit Worthington in den USA und so ist Bigband-Sound von der Amazing Worthington City Band gemeinsam mit der Stadtkapelle Crailsheim am Freitag zu Beginn des Abendprogramms zu hören. Frisch und bunt geht es weiter mit den drei hübschen Damen „Real Rock’n roll Chicks“ namens Silverettes. Sie sind absolut trashig, sexy und rockig.

Reifenschläuche und allerlei Klamauk

Und dann bringen die Chapertons aus Spanien mit ihren Reifenschläuchen und allerlei Klamauk das Publikum zum Lachen. Ganz anders dagegen ist die Alpenmusik von Loisach Marci. Die beiden Musiker mischen Alphornklänge mit Electro-Sound. Skolka aus Österreich heizen dann zu später Stunde noch mit Ska und Polka ein.

Kurzfilme: „Zugfahren und Reisen“

Legendär und nicht mehr wegzudenken ist die Filmnacht, bei der es rund um das Thema „Zugfahren und Reisen“ wieder tolle Kurzfilme zu sehen gibt. Und Ben Smalls kommt zu all jenen, die nicht zum Kulturwochenende gehen können. Er besucht die Beschützende Werkstätte Crailsheim und das Wolfgangsstift. Für die KUWO-Flaneure tritt er dann am Samstag mehrmals tagsüber auf und fasziniert durch präzise Jonglagen und wunderbare Tanzeinlagen.

Hadern mit der modernen Welt

Im Stil der guten alten Zeit sind Samstag und Sonntag zwei Clowns sehen, die auch für das diesjährige Plakatmotiv ausgewählt wurden. La Belle Tour hadern mit der modernen Welt und versuchen sich darin zurechtzufinden.

Familienprogramm am Samstagmittag

Der Samstagmittag steht wieder für ein Familienprogramm: zuerst entführt Thalias Kompagnons besonders Kinder ab vier Jahre in eine Zauberwelt und bringt eine Schatzkiste mit. Das Zirkus- und Straßentheater La Industrial Teatrera am Nachmittag ist für Groß und Klein gleichermaßen sehenswert.

Abends: Gewinner des deutschen Kleinkunstpreises 2016

Am Abend müssen die Ohren gespitzt werden. Dann tritt das preisgekrönte Duo Simon & Jan auf. Die Gewinner des deutschen Kleinkunstpreises 2016 sind Meister der leisen Töne und überaus wortgewandt. Ihre Texte sind zuweilen bissig wie amüsant und sie begleiten sich selbst mit ihren Gitarren.

Hohenloher Band Praxis spielt auf dem Marktplatz

Regionale Künstler aus Hohenlohe sind auch in diesem Jahr dabei. Praxis, eine eingefleischte Rockband, spielt auf dem Marktplatz.

Unterhaltsame Trash-Zauberei

Richtig lustig wird es dann mit Scott and Muriel. Das Duo bietet unterhaltsame Trash-Zauberei, gepaart mit visueller Comedy. Das ist absolut vergnüglich.

Ausklang im JuZe (ab 23 Uhr)

Irish Folk-Fans treffen sich danach im Spitalpark und lauschen The Eskies aus Dublin. Im Jugendzentrum ist dann Ausklang, ab 23 Uhr, mit Arms and Sleepers. Das ist ein amerikanisches Duo, das mit elektronischen Beats experimentiert.

Kran-Nummer am Schlossplatz

Aber was wäre der Samstagabend ohne eine „Kran-Nummer“? Dieses Mal treten Die Aristokraten auf. Die Artisten aus der Berliner Varieté-Szene sind Open-Air Spezialisten und bieten eine sehenswerte Show am Schlossplatz.

Schülerinnen und Schüler der Musikschule im Spitalpark

Am Sonntagmorgen gibt es wie immer eine Matinée. Dieses Mal mit der Amazing Worthington City Band auf dem Marktplatz. Am Mittag spielen Schülerinnen und Schüler der Musikschule unter der Leitung von Franz Matysiak im Spitalpark.

Blechbixn auf dem Schweinemarkplatz

Die vier bayerischen Mädels von Blechbixn heizen am Mittag auf dem Schweinemarktplatz ein. Knäcke rockt dazwischen auf dem Marktplatz und am Abend kommt Albert Hammond mit Band. Wenn er dann „It never rains in Southern California“ spielt, werden die älteren unter den Zuschauer jubeln und hoffentlich kräftig mitsingen.

Als Schlussakt ist ein kleines Feuerwerk am Eisweiher geplant.

SpieleExpress zum Mitmachen

An allen vier Tagen wird der Eisweiher unter der Leitung von Andreas Baumann bespielt unter dem Motto „Waldesruh“.
Ausstellungen gibt es an allen der Tagen in der Kreissparkasse, im Forum in den Arkaden und im Stadtmuseum zu sehen. Auch ganz wunderbar ist es, dass Schüler der Klassen 13 der Profilfächer „Gestaltungs- und Medientechnik“ und „Mechatronik“ am Gymnasium der Gewerblichen Schule am Samstag und Sonntag unter dem Motto „Auf die Züge, fertig, LOS!“  einen SpieleExpress zum Mitmachen kreiert haben. Alles zu erleben am Stadtgraben.

Der „kultinarische Marktplatz“ sorgt zwischen diesen tollen Programmpunkten für das leibliche Wohl.

Info:
Das detaillierte Programm ist unter www.kulturwochenende-crailsheim.de veröffentlicht. Der Kultur-Pin ist für fünf Euro erhältlich. Damit unterstützt jeder Crailsheimer Kulturfestival.

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„Ernst Kern einstimmig als DGB-Kreisvorsitzender wiedergewählt“ – Im DGB-Hohenlohekreis sind acht Gewerkschaften zusammengeschlossen

Ernst Kern wurde von den Delegierten des DGB-Kreisverbands Hohenlohe einstimmig als DGB-Kreisvorsitzender wiedergewählt. Seine Amtszeit dauert weitere vier Jahre. Ernst Kern ist Mitglied der IG Metall und Betriebsratsvorsitzender der Firma Stahl Crane Systems in Künzelsau.

Vom DGB-Kreisverband Hohenlohe

Investitionsrückstand der Kommunen

Vertreter/innen der acht im DGB zusammengeschlossenen Gewerkschaften gaben ihm die demokratische Legitimation „das Gesicht des DGB vor Ort“ zu sein. Der Hohenloher Kreisverband, der 2012 gegründet wurde, macht regelmäßig Veranstaltungen und Aktionen. Zuletzt wurden die Mitarbeiter/innen der Firma Würth durch eine Verteilaktion vor den Werkstoren für das Thema Rente sensibilisiert. Bernhard Löffler (DGB-Regionsgeschäftsführer) würdigte die Arbeit des Kreisvorstands und dankte der zuständigen Regionssekretärin Silvia Wagner für ihren Einsatz. Über die kommende Tarifrunde und die Forderungen der IG Metall informierte Uwe Bauer, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Hall. Gabriele Frenzer-Wolf, die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende wies in ihrem Grußwort auf den Investitionsrückstand der Kommunen hin.

Gerechte Einkommenssteuer ist nötig

Dies griff Julia Friedrich, Abteilungsleiterin Wirtschafts-, Industrie- und Umweltpolitik des DGB Bezirk Baden-Württemberg in ihrem Vortrag „Gewerkschaftliche Anforderungen an einen handlungsfähigen Staat“ auf und stellte die Lösungsvorschläge des DGB vor. Zunächst sei eine gerechte Einkommenssteuer nötig, die die unteren und mittleren Einkommen entlaste und Top-Verdiener belaste. Außerdem sei die Stabilisierung der öffentlichen Finanzen durch Streichung von Privilegien für Superreiche und eine wirksame Bekämpfung von Steuerhinterziehung nötig.

Zusammensetzung des Hohenloher Kreisvorstands

Der Hohenloher Kreisvorstand besteht aus Vertreter/innen der acht Mitgliedsgewerkschaften des DGB und dem Vorsitzenden Ernst Kern, Mitglied der IG Metall und Betriebsratsvorsitzender der Firma Stahl Crane Systems aus Künzelsau.

Die neu bestätigten Mitglieder des Kreisvorstandes sind neben Ernst Kern:

Adrian Pannek (IG Metall)

Petra Landenberger (ver.di)

Andreas Frasch (GEW)

Jörg-Michael Rück (IG BCE)

Sieglinde Ludwig-Steinhöfel (NGG)

Rudi Lindner (EVG)

Wolfgang Braun (GdP)

Emil Plajnsek (IG BAU)

Weitere Informationen und Kontakt:

http://nordwuerttemberg.dgb.de/ueber-uns/kreisverbaende/kv-hohenlohe

 

 

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„Augenzeuge berichtet über G20-Gipfel in Hamburg“ – Einladung zum Treffen des Schwäbisch Haller Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21

Paul Michel war in der vergangenen Woche bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg. Von seinen Erlebnissen berichtet er am Donnerstag, 13. Juli 2017, um 18 Uhr bei der Sitzung des „Schwäbisch Haller Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21“ in der Gaststätte „Rose“ (Bahnhofstraße) in Schwäbisch Hall.

Vom Schwäbisch Haller Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21

Informieren und mitdiskutieren

Paul Michel: „Ich war dort von Dienstag bis Sonntag und habe so einiges erlebt, das sich nicht mit dem deckt, was uns politisch Verantwortliche glauben machen wollen. Wer sich informieren und mitdiskutieren will, ist herzlich eingeladen. Schön wäre, wenn Ihr die Information in eurem Bekanntenkreis weiterleiten würdet.“

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.kopfbahnhof-21.de/

https://www.bei-abriss-aufstand.de/

Weitere aktuelle Informationen in Hohenlohe-ungefiltert zum G20-Gipfel in Hamburg:

„Nach dem G20-Gipfel: Publizistisches Trommelfeuer gegen Linke stellt die Wirklichkeit auf den Kopf“ – Kommentar von Paul Michel aus Schwäbisch Hall

http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=22447

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„Nach dem G20-Gipfel: Publizistisches Trommelfeuer gegen Linke stellt die Wirklichkeit auf den Kopf“ – Kommentar von Paul Michel aus Schwäbisch Hall

Paul Michel aus Schwäbisch Hall war in der vergangenen Woche von Dienstag bis Samstagabend anlässlich der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg. Über seine Erlebnisse hat er für Hohenlohe-ungefiltert einen Artikel geschrieben. Paul Michel spricht von einem „aktuellen publizistischen Trommelfeuer gegen Linke“. Seinen kommentierenden Bericht bezeichnet der Autor als einen „Versuch, die von Herrschenden dabei benutzten Verdrehungen der Wirklichkeit richtig zu stellen“.

Kommentar von Paul Michel, Schwäbisch Hall, Augenzeuge der G20-Proteste in Hamburg

Betroffenheit wird zur Schau gestellt

Seit Sonntag sehen sich Linke einem publizistischen Trommelfeuer seitens jener Kreise ausgesetzt, die für den Polizeieinsatz beim G20-Gipfel in Hamburg verantwortlich zeichnen. Von jenen politischen Führungskreisen in SPD und CDU/CSU, die mit allen Wassern gewaschen sind und die begnadete politische Schauspieler sind, wird Betroffenheit zur Schau gestellt. Das politisch Sagbare soll auf Bekenntnisse Pro Polizei verengt werden. Alles andere ist nicht statthaft. Den Menschen wird eine “Narrative“ (Geschichte) in die Hirne gehämmert, die die politisch Verantwortlichen von jeder Verantwortung freispricht und Linken-Bashing  zur Tageslosung macht.

Rückkehr zum Berufsverbot

Hamburgs OB Olaf Scholz (SPD) spricht von „heldenhaftem Einsatz“ der Polizei und erklärte im gleichen Atemzug Kritik an der Polizei für unzulässig. Er fordert Konsequenzen für die Anmelder der Demonstrationen und erwägt eine Schließung der „Roten Flora“. Kanzleramtsminister Peter Altmeier (CDU) verteidigt den Hamburger OB gegen Rücktrittsforderungen. Auch er will linke Zentren wie die „Rote Flora“ in Hamburg schließen lassen, sein Parteikollege Tauber fordert die Rückkehr zum Berufsverbot für Linke.

Drall ins Autoritär-Reaktionäre

Menschen, die sich nicht verordnen lassen wollen, was sie denken, werden geistig in den Schwitzkasten genommen. Wer sich nicht an die von Oben verordnete „Narrative“ (Geschichte) hält, muss damit rechnen, als verantwortungsloser Linksextremist abgestempelt  oder gar Objekt polizeilicher Ermittlungen zu werden. Der von den politischen Eliten geführte Diskurs hat einen beängstigenden Drall ins Autoritär-Reaktionäre.

„Hamburger Linie“: Eskalation mit Ansage

Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Zumindest bis zum Donnerstagabend (6. Juli 2017) wurde Gewalt nur von einer Seite ausgeübt, den Sicherheitskräften. Schon bevor der G20-Gipfel begann, herrschte an der Elbe der Ausnahmezustand. 38 Quadratkilometer Innenstadtgebiet wurden zur demokratiefreien Zone erklärt, in der nicht protestiert werden darf. Camps, in denen Gegner des G20-Gipfels übernachten können, werden untersagt oder mit schikanösen Auflagen belegt. Selbst wenn sie mühsam vor Gericht erstritten wurden, setzt sich die Polizei kurzerhand über ein Gerichtsurteil hinweg und verhindert gewaltsam den Aufbau der Zelte. Polizisten mit Maschinenpistolen stürmen die Wohnungen linker Aktivisten, weil sie sich in einem Zeitungsinterview positiv über Militanz geäußert haben sollen. Friedlich mit Musik feiernde Menschen in St. Pauli werden von der Straße gespült. Der renommierte Republikanische Anwaltsverein (RAV), dem selbst Hamburgs regierender Bürgermeister Olaf Scholz angehört, wird von der Polizei kurzerhand zur gefährlichen linksextremen Vereinigung erklärt.

Schraube noch einmal weitergedreht

Der Rot-Grüne Senat hatte mit Hartmut Dudde einen wegen seiner rabiaten Vorgehensweise ins Abseits geratenen und in die Schreibstube abgeschobenen notorischen Hardliner als obersten Einsatzleiter bestimmt. Dudde hatte einen kometenhaften Aufstieg gemacht, als Ronald Barnabas Schill („Richter Gnadenlos“) Innenminister war. Der Protestforscher Simon Teune äußert sich dazu in der „Süddeutschen Zeitung“ wie folgt: „Seit Jahrzehnten hat man in Hamburg die Taktik, draufhauen. Jetzt wurde beim G20-Protest die Schraube noch einmal weitergedreht… Einsatzleiter Dudde fährt diese Strategie seit langem… Wenn also Innensenator Grote und Olaf Scholz ihn als Einsatzleiter einsetzen, dann weiß man, woran man ist. Das war Eskalation mit Ansage.“

Strategie „Angst und Schrecken“

Dudde hatte verfügt, dass es in Hamburg keine Zeltlager für G20-GegnerInnen geben dürfe. Durchgesetzt wurde das mittels rabiaten Einsätzen, deren oberstes Ziel war, bei den DemonstrantInnen „Shock and Awe“ (Angst und Schrecken) zu verbreiten und ein Gefühl der Macht- und Hilflosigkeit auszulösen. Jede Wiese, die besetzt wurde, wurde mit martialisch auftretender Polizeiübermacht gestürmt. Die Beamten in Kampfmontur rissen bunte Iglu-Zelte weg, stießen friedliche Protestler, schlugen zu und setzten Pfefferspray ein. Am Dienstagabend wurde ich selbst Zeuge eines solchen Einsatzes. Zwei Hundertschaften der Polizei rissen in einem kleinen Park am Rande des Schanzenviertels sechs kleine Zelte nieder. 300 anwesende Sympathisanten der Zeltenden wagten wegen des brachialen Auftretens der Polizei nicht einmal zum Schutz der Zelte Ketten zu bilden. Dem Polizeitrupp war das aber offenkundig nicht Machtdemonstration genug. Ich sah, wie Polizisten fünf Meter neben mir – völlig grundlos – mit der chemischen Keule gegen Demonstrierende vorgingen. Direkt vor mir schlug ein auf Krawall gebürsteter Beamter einem Demonstranten mehrfach mit der Faust ins Gesicht.

Mittwoch: Duddes Kurs kurz vor dem Scheitern

Bis zum Mittwochabend war die Polizei mit ihrer harten Draufschlag Linie aber politisch in die Defensive geraten. Die harte Linie gegenüber den G20-Protestierenden stieß vielerorts auf vehemente Kritik. In die Parole „Ganz Hamburg hasst die Polizei“ stimmten auch viele „normale“ BürgerInnen ein. Hinzu kam, dass das Hamburger Schauspielhaus am Dienstagabend erklärte, es werde seine Räumlichkeiten für G20-GegnerInnen öffnen; Gleiches taten mehrere Pfarrgemeinden kund. Damit war der harte Kurs von Innensenator Andy Grote gegen die Camps faktisch gescheitert. Grote ließ nun zu, was er vorher konsequent durch massive Polizeieinsätze verhindert hatte: In zwei Hamburger Parks gab es nun Camps mit über 300 Zelten. Als am frühen Mittwochabend 25.000 Menschen in einer Nachttanzdemonstration durch die Straßen Hamburgs zogen, bedeutete das: Die Strategie der Hamburger Polizei stand am Mittwochabend kurz vor ihrem Scheitern. Der Plan von Scholz, Grote und Dudde war gewesen: Verbreitet sich frühzeitig die Nachricht, dass in Hamburg nirgends Platz zum Übernachten ist, werden sich viele potenzielle Störer erst gar nicht auf den Weg machen. Tatsächlich war das Gegenteil passiert: Immer mehr Menschen solidarisierten sich.

Gewalt durch die Polizei

Es gab zu diesem Zeitpunkt auch kaum einen Zweifel daran, von wem die Gewalt in der Stadt ausgeht: Von der riesigen ganz Hamburg in Beschlag nehmenden Polizeistreitmacht.

Paul Michel berichtet beim Schwäbisch Haller Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21:

Paul Michel war in der vergangenen Woche bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg. Von seinen Erlebnissen berichtet er am Donnerstag, 13. Juli 2017, um 18 Uhr bei der Sitzung des „Schwäbisch Haller Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21“ in der Gaststätte „Rose“ (Bahnhofstraße) in Schwäbisch Hall.

Vom Schwäbisch Haller Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21

Informieren und mitdiskutieren

Paul Michel: „Ich war dort von Dienstag bis Sonntag und habe so einiges erlebt, das sich nicht mit dem deckt, was uns politisch Verantwortliche glauben machen wollen. Wer sich informieren und mitdiskutieren will, ist herzlich eingeladen. Schön wäre, wenn Ihr die Information in eurem Bekanntenkreis weiterleiten würdet.“

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.kopfbahnhof-21.de/

https://www.bei-abriss-aufstand.de/

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