Landwirt aus Bayern muss ins Gefängnis, weil er seine Kühe nicht impfen lassen wollte und das Bußgeld nicht bezahlte – Gibt es ähnliche Fälle auch in Hohenlohe? / Hohenlohe-ungefiltert bittet um Informationen

Über die Vorgehensweise von bayerischen Behörden gegen Landwirte wundert sich Hohenlohe-ungefiltert-Leser Roman Schmitt aus Kirchberg/Jagst-Hornberg. In der Ausgabe 25/2009 des Hamburger Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hat Roman Schmitt eine Meldung entdeckt, wonach in Bayern ein „Bauer in  Erzwingungshaft muss, weil er sich weigert, sein Vieh zu impfen. Gegen Dutzende anderer Bauernfamilien liegen mittlerweile Vollstreckungsbescheide vor, ihre Konten wurden gesperrt, Geld wurde gepfändet“.

Bayerische Behörden werden künftig rigoros gegen Landwirte vorgehen, die sich weigern, ihre Rinder und Schafe gegen das Blauzungenvirus BTV- 8 impfen zu lassen, heißt es in einer Ankündigung von Behörden.

Bußgeld von 528 Euro schuldig geblieben

Der Grund für den Gefängnisaufenthalt eines bayerischen Landwirts: Das Amtsgericht Weiden hat gegen den 33-jährigen Landwirt Werner Reinl aus der Oberpfalz Mitte April Erzwingungshaft angeordnet. Reinl sei den Behörden 528 Euro Bußgeld wegen Nichtimpfens seiner 110 Rinder schuldig geblieben. Gegen Dutzende anderer Bauernfamilien liegen laut Spiegel-Bericht mittlerweile Vollstreckungsbescheide vor, ihre Konten seien gesperrt, Geld wurde gepfändet. Die Summe an fälligen Bußgeldern erreicht bundesweit mehrere tausend Euro.

Pflichtimpfung möglicherweise gefährlicher als die eigentliche Krankheit

Inzwischen wehren sich Hunderte Viehhalter im Bundesgebiet gegen die Pflichtimpfung, die bis März mit noch nicht zugelassenen Impfstoffen erfolgte und angeblich schwere gesundheitliche Schäden verursachen soll. Die Kritiker glauben, dass mehr Tiere durch die Immunisierung sterben als durch das Virus selbst. Da Impfschäden aber schwer nachweisbar sind, können die Bauern meist keine Entschädigung erhalten.

Bayerns Umweltminister Markus Söder spricht von Vorgehen mit Augenmaß

Die Veterinärbehörden und Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) vertreten nach Spiegel-Angaben die Ansicht, dass nur eine Impfung die seuchenartige Ausbreitung des BTV-8-Virus verhindern könne. Söder habe erklärt, ein abgestimmtes Vorgehen der Behörden vor Ort sei der richtige Weg: „Die Landräte beweisen Augenmaß.“

Gibt es in Hohenlohe auch Landwirte, die sich gegen die Pflichtimpfung zur Wehr setzen?

Anmerkung: Interessant wäre es nun, zu wissen, ob es derartige Fälle auch in Baden-Württemberg und insbesondere in Hohenlohe gibt. Hohenlohe-ungefiltert bittet deshalb um schnelle Mitteilung, falls es ein derartiges Vorgehen der Behörden gegen Landwirte auch in Hohenlohe und Baden-Württemberg gibt. Informationen bitte schnellstmöglich per E-Mail an die Adresse redaktion@hohenlohe-ungefiltert.de

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Bundesweiter Bildungsstreik in über 80 Städten hat begonnen: Schülerinnen und Schüler in Gerabronn protestieren mit – Große Demonstration am Mittwoch, 17. Juni 2009, in Würzburg

Besetzungen, Kundgebungen und Debatten an Bildungseinrichtungen überall. Die Betroffenen der Bildungsmisere setzen sich zur Wehr und machen ihre Bildung selbst. Inhaltliche Auseinandersetzung, gepaart mit vielfältigem Protest. Am Mittwoch, 17. Juni 2009, finden dezentrale Demonstrationen in ganz Deutschland statt.

Von David Jäger, Hohenlohe-ungefiltert, Student der Politologie in Würzburg

Am heutigen Montag Streik von Schülern in Gerabronn – Mittwoch großer Streiktag in Würzburg

Als Auftakt zur Streikwoche gibt es am heutigen Montag, 15. Juni 2009, auf dem Gerabronner Schulgelände, von Schülern organisierte Proteste gegen das bestehende Schulsystem. Die Schüler machen mit selbstgebastelten Bannern und Objekten auf die Problematik im Bildungssektor aufmerksam und versuchen ihre Mitschüler für eine der am Mittwoch stattfindenden Demonstrationen in Würzburg zu mobilisieren. In dieser Streikwoche werden Studierende, Schülerinnen und Schüler, Lehrende, Dozierende, Eltern, Gewerkschaften und andere sozialen Gruppen die Missstände in Bildungseinrichtungen deutlich artikulieren und fundamentale Veränderungen einfordern.

Schüler und Studenten gestalten ihre Bildung selbst

Alternative Veranstaltungen, Demonstrationen, Vorträge, Diskussionen, bunte Aktionen und Akte des zivilen Ungehorsams werden in dieser Woche die inhaltliche Auseinandersetzung über den gesellschaftlichen Stellenwert von Bildung in den Fokus der Aufmerksamkeit bringen. Der spürbare Protest soll dem Diskurs Nachdruck verleihen. Getragen wird der Bildungsstreik von einer breiten Basis aus Bündnissen vor Ort, so auch in Gerabronn: „Seit über einem halben Jahr findet eine intensive Vernetzung und inhaltliche Koordination der dezentralen Bündnisse statt. Die Zustände vor Ort konnten so mit den strukturellen Ursachen der Bildungsmisere verbunden und ein gemeinsamer, übergreifender Protest von verschiedenen Gruppen in dieser Woche organisiert werden“, sagt ein Sprecher der Aktionsgruppe Gerabronn über den Charakter des Bildungsstreiks.

Schüler sollen kritische Reflexion lernen – Kritik an oberflächlicher Bildung – Dreigliedriges Bildungssystem abschaffen

Den Beteiligten am Bildungsstreik geht es um eine Bildung, die dem humanistischen Ideal einer zur kritischen Reflexion befähigenden, gemeinwohlorientierten Bildung folgt. Von Bedeutung ist für Studierende dabei insbesondere die Abschaffung des Bachelor- und Masterstudiums in der derzeitigen Form, die Demokratisierung des Bildungssystems, die soziale Öffnung der Hochschulen und die Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen – unds die Abschaffung von Hochschulgebühren.  Schülerinnen und Schüler verlangen die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, kleinere Klassen, demokratische Mitbestimmung und ein Ende des Einflusses der Wirtschaft in allen Bildungseinrichtungen.

Es geht um den Kampf für Demokratie

Entscheidend dafür sind sowohl eine ausreichende Finanzierung von Hochschulen, aber darüber hinausgehend auch strukturelle Veränderungen. „Es geht nicht darum, mehr Geld für unsere Privilegien zu fordern, sondern um ein grundlegend anderes Verständnis von Bildung. Eine Gesellschaft ohne ein Bildungssystem, das für alle offen ist und Menschen dazu befähigt, ihr Umfeld kritisch zu reflektieren und sich kritisch mit den vermittelten Inhalten auseinander zu setzen, ist keine Demokratie! Deshalb geht dieses Thema auch alle etwas an. Denn der Kampf für ein wie eben beschriebenes Bildungssystem, ist ein Kampf für Demokratie!“, fasst die Aktionsgruppe Gerabronn, abschließend zusammen.

Mehr Infos unter:
http://www.bildungsstreik-bayern.de/demo-17-juni/bildungsstreik-wuerzburg/

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Eine kleine Auswahl an Filmen über den Landkreis Schwäbisch Hall auf der Internetplattform Youtube – Beispiel: Besuch von Queen Elizabeth II. in Langenburg

Der Landkreis Schwäbisch Hall hat viele bunte Facetten. Dies wird auch bei einem Blick auf die Internetplattform www.youtube.com deutlich. Interessante, aber auch skurrile und seltsame Videos aus den Städten und Gemeinden des Schwäbisch Haller Landkreises hat Hohenlohe-ungefiltert bei einer Suche in Youtube zusammengestellt. Die Filmausschnitte sind unten in alphabetischer Reihenfolge der Ortsnamen sortiert: Einfach auf das Fenster klicken, dann starten die Filme.

Zusammengestellt von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Blaufelden: VW/Audi-Treffen www.youtube.com/watch?v=I3KYXPfLli0

Blaufelden: Fahrt Dampflok 64 419 www.youtube.com/watch?v=3PwxHMb5V4Q

Braunsbach: Start Mountainbike-Rennen www.youtube.com/watch?v=BWLLYIgXHaI

Braunsbach: Folkband Aislang live www.youtube.com/watch?v=MBV86PXZPWE&feature=PlayList&p=EDCB4BA39579B2CA&playnext=1&playnext_from=PL&index=4

Crailsheim: Stadtkapelle Crailsheim www.youtube.com/watch?v=W6_NBESpLkU

Crailsheim: Merlins Basketball www.youtube.com/watch?v=U4FzTMr1H8Y

Crailsheimer Volksfest www.youtube.com/watch?v=rVBeco9xbxw&NR=1

Crailsheim: Dampflok 64 419 fährt aus dem Bahnhof www.youtube.com/watch?v=23HjHgJ1mjs

Fichtenau: Softair-Spiel im Wald um Fichtenau www.youtube.com/watch?v=L-z6k9lz8fA

Fichtenberg: Kunst- und Handwerkermarkt www.youtube.com/watch?v=V5cjX-nhhBA

Fichtenberg: Murrbahn www.youtube.com/watch?v=9TA_Y_OwyNg

Fichtenberg: Fauna um Fichtenberg www.youtube.com/watch?v=A2RVdXl4duQ

Gaildorf: Pferdemarkt www.youtube.com/watch?v=HlkBBXpDtLc

Gaildorf: Dampfzug der DBK auf KBS 785 Gaildorf-West – Untergröningen www.youtube.com/watch?v=k9NIQyof9A4

Gerabronn: Feuerspucken an Silvester www.youtube.com/watch?v=Ry_TjmDzZQ0

Ilshofen: Schönste Kühe Baden-Württembergs www.youtube.com/watch?v=34_t3e6VaVc

Ilshofen: Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr www.youtube.com/watch?v=emvk3VFyr4w

Kirchberg/Jagst: SWR3-Film über die Firma Deeg Lasertechnik www.youtube.com/watch?v=Mosi1xOdgQQ

Kirchberg/Jagst: Teencamp www.youtube.com/watch?v=DEAZVCBEAb8

Kressberg: Sägewerksbrand www.youtube.com/watch?v=zSHSkIhLr7g

Langenburg: Queen Elizabeth in Langenburg www.youtube.com/watch?v=qmg7goFnTkI

Langenburg: Brand des Schlosses www.youtube.com/watch?v=wrkQxFEz9HM&feature=related

Langenburg: Gartentage www.youtube.com/watch?v=a7qdMK46JVI

Langenburg: Historic: Bergrennen mit Oldtimern www.youtube.com/watch?v=k4raQmTnl-U

Mainhardt: Inliner-Meisterschaften Großerlach Slalom www.youtube.com/watch?v=hNjBtfpX8A4

Michelfeld (???): Schlossbrand www.youtube.com/watch?v=Wp_FKkUPVKQ

Oberrot: Werbefilm www.youtube.com/watch?v=pJsbswwXDKs

Rot am See: Werbevideo der S+K Haustechnik www.youtube.com/watch?v=TFV2Mt8cNtU

Schrozberg: Die Glöckner von Schrozberg www.youtube.com/watch?v=CUA8qe4QmOQ

Schwäbisch Hall: Freilandmuseum Wackershofen www.youtube.com/watch?v=oSyOfeYt8Rk

Schwäbisch Hall: Kommunikationsstärke der Bausparkasse www.youtube.com/watch?v=kXLDZvotTCg

Schwäbisch Hall: Hausbrand am Scharfen Eck www.youtube.com/watch?v=U8VCIRvFhAY&feature=PlayList&p=2A98FBBE0D3B6FC9&playnext=1&playnext_from=PL&index=11

Schwäbisch Hall: Werbefilm des Goethe-Instituts www.youtube.com/watch?v=q81ZdvgJOyE Schwäbisch Hall: Antifa-Demo in Hall www.youtube.com/watch?v=HIGHu0l50ZU

Schwäbisch Hall: Glockengeläut Kirche St. Michael www.youtube.com/watch?v=w1H0ENKooV0

Schwäbisch Hall: Tobias Regner live im NCO-Club www.youtube.com/watch?v=w1H0ENKooV0

Wolpertshausen: Bäuerliche Erzeugergemeinschaft/Schwäbisch Hällisches Schwein: www.youtube.com/watch?v=6lB7kzocMrk&feature=related

Wolpertshausen: Rock for Nature Trailer www.youtube.com/watch?v=6a52x03DOwA / www.youtube.com/watch?v=n__ddLyVxoY / www.youtube.com/watch?v=KQrcsGAhcp4 / www.youtube.com/watch?v=pxZPPsjmvyk / www.youtube.com/watch?v=VL2qb4vPBHU / www.youtube.com/watch?v=VMbmmfUYrSU

Untermünkheim: TURA-Fasching www.youtube.com/watch?v=RQSHfoAvAcM

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Offenes Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte: Wie sich der Umgang mit dem Nationalsozialismus in den vergangenen 30 Jahren gewandelt hat – Im KZ Dachau waren auch Menschen aus Hohenlohe inhaftiert

Zum zehnten Mal findet im Jugendgästehaus Dachau das Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte statt. Die zweitägige Veranstaltung am Freitag, 9. und Samstag, 10. Oktober 2009, knüpft an das erste Symposium „Beschweigen und Bekennen“ im Jahr 2000 an und versucht den Wandel herauszuarbeiten, der im Umgang mit der NS-Geschichte in den letzten dreißig Jahren in vielen Bereichen von Wissenschaft, Bildung, Politik und Medien stattgefunden hat. Im Konzentrationslager Dachau saßen zwischen 1933 und 1945 auch Menschen aus Hohenlohe unter schlimmen Bedingungen in Haft.

Dr. Bernhard Schossig, Projektleiter Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte

Vor 30 Jahren gab es einen Wendepunkt im Umgang mit dem Nationalsozialismus

„Öffentliche Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus. Eine Bilanz der letzten dreißig Jahre“ lautet der Titel des 10. Dachauer Symposiums zur Zeitgeschichte am 9. und 10. Oktober im Jugendgästehaus Dachau. Renommierte Historikerinnen und Historiker analysieren die Veränderungen im Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus während der vergangenen drei Jahrzehnte. Die Zeitspanne ist nicht zufällig  das Ende der 1970er-Jahre markiert in Deutschland einen Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus: Mit dem Generationenwechsel begann man sich intensiv mit dem Holocaust zu beschäftigen, was zum Entstehen einer spezifischen Gedächtniskultur führte. So konnte 1979 nach Jahren der Verdrängung und des Schweigens die Ausstrahlung der Serie „Holocaust“ im westdeutschen Fernsehen zu einem epochalen Medienereignis in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden. Der Nationalsozialismus und vor allem die im Namen Deutschlands begangenen Gräueltaten wurden Gegenstand einer breiten öffentlichen Debatte.

Das Symposium betrachtet die Entwicklung bis heute

Hier setzt das 10. Dachauer Symposium an und betrachtet die Entwicklung im Umgang mit der NS-Geschichte bis heute. Dabei wird es drei Schwerpunkte geben:
1. Nationalsozialismus und Holocaust in Film, Fernsehen, Schulbuch, Printmedien und Internet
2. Nationalsozialismus und Holocaust in Gedenkstätten und Museen
3. Rezeptionsgeschichte des Nationalsozialismus

„Wie Deutschland sich in den letzten Jahrzehnten zum Gewinner des 2. Weltkrieges verwandeln konnte –  eine Außenansicht.“

Die Stadt Dachau und das Jugendgästehaus Dachau als Veranstalter haben die wissenschaftliche Verantwortung für das diesjährige Symposium Gerhard Paul vom Institut für Geschichte an der Universität Flensburg sowie Bernhard Schossig von der Universität München übertragen. Schossig hat auch die Gesamtprojektleitung für die Symposiumsreihe inne; Paul betreute bereits im Jahr 2001 ein Dachauer Symposium mit dem Thema „Die Täter der Shoah“. Auf dem 10. Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte werden Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland sprechen, darunter Moshe
Zimmermann von der Hebräischen Universität Jerusalem. Sein Thema wirkt auf den ersten Blick provokant: „Wie Deutschland sich in den letzten Jahrzehnten zum Gewinner des 2. Weltkrieges verwandeln konnte –  eine Außenansicht.“

Jetzt anmelden:
Anmeldungen zum Symposium sind online unter www.dachauer-symposium.de/ möglich. Hier sind auch weitere Informationen über das diesjährige Symposium sowie über die gesamte Symposiumsreihe
abrufbar. Die Kosten für die Teilnahme mit Verpflegung und Übernachtung im Einzelzimmer belaufen sich auf 65,- Euro, im Doppelzimmer auf 50,- Euro pro Person. Ohne Übernachtung beträgt der Beitrag pro Teilnehmer 35,- Euro. Über Ermäßigungen informiert die Webseite.

Ergänzende Publikationen
Das Projekt Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte ist zweigleisig angelegt. Zu den Tagungsthemen erscheint jeweils im Wallstein-Verlag, Göttingen, ein wissenschaftlicher Sammelband gleichen Namens.

Band 1: Norbert Frei/Sybille Steinbacher (Hg.)
Beschweigen und Bekennen. Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust,
Göttingen 2001, vergriffen
Band 2: Gerhard Paul (Hg.)
Die Täter der Shoah. Fanatische Nationalsozialisten oder ganz normale Deutsche?,
Göttingen 2002, 2. Auflage
Band 3: Hans Günter Hockerts/Christiane Kuller (Hg.)
Nach der Verfolgung. Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts in Deutschland?,
Göttingen 2003
Band 4: Bernd-A. Rusinek (Hg.)
Kriegsende 1945, Göttingen 2004
Band 5: Johannes Tuchel (Hg.)
Der vergessene Widerstand, Göttingen 2005
Band 6: Cord Arendes/Edgar Wolfrum/Jörg Zedler (Hg.)
Terror nach Innen, Göttingen 2006
Band 7: Ludwig Eiber/Robert Sigel (Hg.)
Dachauer Prozesse, Göttingen 2007
Band 8: Marita Krauss (Hg.)
Sie waren dabei. Mitläuferinnen, Nutznießerinnen, Täterinnen im Nazionalsozialismus,
Göttingen 2008
Demnächst erscheint Band 9: Andreas Wirsching (Hg)
Das Jahr 1933. Die nationalsozialistische Machteroberung und die deutsche Gesellschaft,
Göttingen 2009
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Hintergrundinformationen:
Die Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte (http://www.dachauer-symposium.de/) wurden von der Stadt Dachau aus ihrer Verpflichtung der Vergangenheit gegenüber in Zusammenarbeit mit dem Jugendgästehaus Dachau im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Sie sind Teil der vielfältigen Bestrebungen des modernen Dachau, sich mit der Vergangenheit der Stadt uneingeschränkt und aktiv auseinanderzusetzen. Dachau als Lernort will einen wesentlichen Beitrag zur Versöhnung und Begegnung leisten und die Erinnerung an die Opfer des KZ Dachau wahren. Im Rahmen der Dachauer Symposien wird Zeitgeschichte in ihrer gesamten Breite auf wissenschaftlicher Ebene behandelt. Zudem werden neue Forschungsansätze aus dem jeweiligen Themenumfeld präsentiert. Die Symposien stehen Wissenschaftlern und Fachleuten sowie der interessierten Öffentlichkeit offen. Die Veranstaltungen finden in regelmäßigen Abständen unter wechselnder wissenschaftlicher Federführung im Jugendgästehaus Dachau statt. Zweite Säule des Projekts ist die Reihe „Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte“ mit wissenschaftlichen Sammelbänden zu den jeweiligen Symposiumsthemen. Sie wird von Bernhard Schossig im Auftrag der Stadt Dachau und des Jugendgästehauses Dachau herausgegeben und erscheint im Wallstein-Verlag, Göttingen.

Das 1998 eröffnete Jugendgästehaus (http://www.jgh-dachau.de/de) hat sich zu einem Zentrum für historisch-politische Bildung für Schulklassen und Jugendgruppen und zu einer internationalen Jugendbegegnungsstätte entwickelt. Das Haus ermöglicht mehrtägige Veranstaltungen am Lernort Dachau und damit eine Intensivierung und Qualifizierung der pädagogischen Arbeit. In deren Zentrum steht die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Konzentrationslagers und der Gedenkstätte Dachau. Erweitert wird diese Auseinandersetzung auf die Gesamtgeschichte der NS-Zeit bzw. um den Transfer zur Gegenwart mit Themen wie Menschenrechte, Demokratie, Toleranz, Frieden etc. Träger der Stiftung Jugendgästehaus Dachau sind der Freistaat Bayern, die Große Kreisstadt Dachau sowie der Landkreis Dachau.

Weitere Informationen:
Dr. Bernhard Schossig, Projektleiter Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte, Telefon 089/715235, E-Mail bernhard.schossig@web.de

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Leserbrief zur drohenden Insolvenz von Arcandor: Milliardärsfamilie Schickedanz in die Pflicht nehmen

„Eigentum verpflichtet“, so steht es in Artikel 14 des Grundgesetzes. Knapp 27 Prozent der Anteile von Arcandor befinden sich in den Händen der Familie Schickedanz. Sie hat über Jahrzehnte von der – oft schlecht bezahlten – Arbeit der Verkäuferinnen und Verkäufer profitiert und trägt als Eigentümerin die Verantwortung für die Managementfehler, die jetzt 50 000 Beschäftigte mit dem sozialen Aus bedrohen.

Leserbrief von Jochen Dürr, Zur Hohen Waag 12, 74523 Schwäbisch Hall

Zweitwichtigster Eigentümer ist die größte Privatbankgruppe Europas

Diese Milliardärsfamilie ist in die Pflicht zu nehmen, damit eine Insolvenz abgewendet werden kann und die Arbeitsplätze bei Arcandor langfristig gesichert werden. Zudem handelt es sich bei der Sal. Oppenheim Gruppe, dem zweiten wichtigen Eigentümer, um die größte unabhängige Privatbankgruppe Europas mit einer Bilanzsumme von 41 Milliarden Euro. Es dürfte also kein Problem sein, der Arcandor-Gruppe entsprechende Kredite zu verschaffen. Auch auf die anderen Gläubigerbanken muss die Bundesregierung jetzt Druck ausüben. Es kann doch nicht sein, dass Banken wie die Commerzbank oder die Bayerische Landesbank, die zu den Gläubigern von Arcandor zählen und vom Staat mit Milliardensummen gestützt wurden, sich jetzt weigern, ausreichende Kredite für die notwendige Sanierung von Arcandor zur Verfügung zu stellen.

Enteignung zum Wohle der Allgemeinheit ist zulässig

Um den Druck zu erhöhen, könnte die Bundesregierung auf Artikel 14, Absatz 3 Grundgesetz verweisen: Dort steht geschrieben, dass eine Enteignung zum Wohle der Allgemeinheit zulässig ist. Und dient es nicht dem Gemeinwohl, wenn 50.000 Arbeitsplätze gesichert werden und die Standorte von Karstadt in den deutschen Innenstädten erhalten bleiben? Die Beschäftigten von Arcandor dürfen nicht im Stich gelassen werden. Wir brauchen keinen staatlichen Rettungsschirm für Milliardäre, aber sehr wohl einen für die Beschäftigten und ihre Familien, die für die entstandene Situation keinerlei Verantwortung tragen.

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Potsdams Frauenfußballtrainer traute Bayern München beim Bundesliga-Absteiger TSV Crailsheim sogar einen 15:0-Sieg zu

Eine denkbar schlechte Meinung vom Team des TSV Crailsheim hatte der Frauenfußballtrainer des Deutschen Meisters Turbine Potsdam vor dem entscheidenden Bundesligaspiel am Sonntag, 7. Juni 2009. Die Mannschaft von Potsdams Coach Bernd Schröder lag vor dem letzten Saisonspiel gegen den VfL Wolfsburg nur ein Tor vor dem punktgleichen FC Bayern München. Die starken Münchnerinnen mussten am Sonntag zum Schlussakkord beim abgeschlagenen Schlusslicht TSV Crailsheim antreten.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Potsdams Trainer befürchtete, dass Crailsheims Frauen gar nicht mehr trainieren

Potsdams Trainer Schröder traute den Bayern in Crailsheim sogar einen 15:0-Sieg zu. „Ich weiß gar nicht, ob die (Anmerkung: Crailsheim) überhaupt noch trainieren“, wird Schröder in „Der Tagesspiegel am Sonntag“, einer Zeitung aus der Bundeshauptstadt Berlin in der Ausgabe vom 7. Juni 2009 zitiert.

Die Saisonbilanz der Crailsheimerinnen sah vor der Partie gegen Bayern München auch trostlos aus. In 21 Spielen gelangen nur ein Sieg und drei Unentschieden (6 Punkte). Torverhältnis: 14:76. „Wir werden uns bemühen, dass wir keine Klatsche kriegen“, zitierte die Tagesspiegel-Autorin Helen Ruwald den Crailsheimer Trainer Hubert Müller in ihrem Artikel. Müller stand gegen Bayern München zum letzten Mal als Crailsheimer Trainer an der Seitenlinie. Natürlich sei noch Training, „viermal in der Woche“.

Sportlicher Leiter des TSV Crailsheim soll den Abstieg bereits vor der Saison prophezeit haben

Der Tagesspiegel am Sonntag schreibt weiter: „Müllers Vor-Vorgänger (Anmerkung: beim TSV Crailsheim, Günther Wörle) war Ende 2007 rausgeflogen, nachdem er seinen Wechsel im Sommer (2008) zum FC Bayern angekündigt hatte. Sechs Stammspielerinnen verließen in der halbjährigen chaotischen Übergangsphase laut Müller den Klub, 16-Jährige sollten sie in der Bundesliga ersetzen.“ Müller wird weiter zitiert: „Schon vor dem Saisonstart hat unser Sportlicher Leiter gesagt, dass wir sowieso absteigen.“ Dennoch habe seine (Müllers) Mannschaft in der Vorrunde in München zur Pause 1:0 geführt, am Ende aber 1:4 verloren. Vor dem Rückspiel am vergangenen Sonntag sah der Crailsheimer Trainer Müller die Spielerinnen von Turbine Potsdam auf der Meisterschaftszielgeraden in der Favoritenrolle. Er sollte recht behalten. Bayern München schaffte in Crailsheim keinen Kantersieg, sondern nur einen 3:0-Erfolg. Turbine Potsdam reichte zu Hause ein 3:0-Sieg gegen Wolfsburg zum Titelgewinn mit einem Tor Vorsprung. Bayern München qualifizierte sich als Tabellenzweiter aber ebenfalls für die neu geschaffene Champions League, die in der kommenden Saison den bisherigen UEFA-Cup ablöst. Mit dem Deutschen Meister 1. FFC Turbine Potsdam, Vizemeister FC Bayern München und UEFA-Cup-Sieger FCR 2001 Duisburg starten gleich drei deutsche Teams in die neue Champions League der Frauen.

Crailsheims Ex-Trainer Wörle wegen Fieber nicht als Bayern-Coach an der Seitenlinie

Nicht in Crailsheim dabei war Günther Wörle, der aktuelle Frauen-Bundesligatrainer des FC Bayern München. Wörle hatte bis Ende 2007 den TSV Crailsheim trainiert. Wörle „musste mit Fieber das Bett hüten, wie Bayern-Damen-Managerin Karin Danner wissen ließ“, schreibt die Crailsheimer Lokalzeitung Hohenloher Tagblatt in ihrer Ausgabe von Montag, 8. Juni 2009 als Grund für Wörles Abwesenheit an seiner früheren Wirkungsstätte. Wörles Tochter Tanja spielte die Saison 2007/2008 in noch in Crailsheim zu Ende und folgte dann ihrem Vater zum FC Bayern München. Gemeinsam läuteten Vater und Tochter Wörle die erfolgreichste Bundesligasaison der Bayern-Kickerinnen ein.

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Gesundheitsversorgung (auch in der Region) hat sich für die Kunden stark verschlechtert

Zum Thema Gesundheitsversorgung ist anzumerken, dass sich diese aus Kunden(=Versicherten)sicht in den letzten Jahren zum Nachteil verändert hat, obwohl die Beiträge erheblich gestiegen sind und von manchen Versicherten, insbesondere Selbständigen, nicht mehr bezahlt werden können.

Von Roman Schmitt, Psychologe, Kirchberg/Jagst-Hornberg

Wartezeiten auf Psychotherapie zwischen mehreren Monaten und über einem Jahr

1. Eine angemessene psychotherapeutische Versorgung ist nicht mehr gegeben. Die Wartezeiten betragen zwischen mehreren Monaten und über einem Jahr, besonders in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Mir ist ein Fall bekannt, in dem einem Patienten, der seine Ehefrau verloren hatte, anlässlich eines Arzttermins gesagt wurde, er möge zunächst Psychopharmaka nehmen und in einigen Monaten könne er einen Behandlungstermin für Psychotherapie bekommen.

Fachmedizinische Versorgung ist an die Grenzen gekommen

2. Auch die Versorgung im Bereich Fachmedizin ist längst an ihre Grenzen gekommen. Kurzfristige Termine sind kaum noch möglich. Die Wartezeiten sind in der Regel erheblich bis unzumutbar, die Wartezimmer überfüllt. Wer möchte unter diesen Bedingungen Patient oder Arzt sein?

Verbesserungsbedürftige Versorgung in Krankenhäusern

3. Die Versorgung in den Krankenhäusern ist verbesserungsbedürftig, was die Rahmenbedingungen für Heilung betrifft. Wer will während einer Erkrankung ohne Privatsphäre mit unbekannten Personen wie in einer Kommune oder Wohngemeinschaft leben, von bis an und über die Belastungsgrenzen strapaziertem Personal betreut werden, Mikrowellenkost mit ungesunden, bzw. gefährlichen Nahrungszusatzstoffen essen und zusätzlichen Belastungen durch biologisch schädliche Beleuchtungstechnik ausgesetzt sein?

Röntgenaufnahmen oft unnötig

4. Einige persönliche Erfahrungen: Vor einiger Zeit suchte ich wegen einer Zahnfleischentzündung eine Zahnarztpraxis in Blaufelden auf. Die Dienst habende Zahnärztin wollte gleich Röntgenaufnahmen machen. Als ich mit ihr über andere mögliche Behandlungsmethoden sprechen wollte, zog sie sich die Handschuhe aus, meinte „Dann kann ich Ihnen nicht helfen“ und schickte sich an, das Behandlungszimmer zu verlassen. Ich hatte offensichtlich übersehen, dass die Röntgenbehandlung als Befehl gemeint war und nicht als Behandlungsvorschlag. Ein einziger Gesprächsbeitrag hatte sie sofort an die Grenzen ihrer fachlichen und sozialen Kompetenz gebracht. Ich habe mich daraufhin selbst behandelt und war nach 3 Tagen beschwerdefrei – ohne Strahlenbelastung. Überhaupt kann man in der zahnmedizinischen Welt unterschiedliche Erfahrungen machen: Ein Zahnarzt behandelte mich und meinte danach: „So jetzt habe ich Ihre Zähne noch gut fluoridiert.“ Einige Zeit später mein naturheilkundlicher Dr. med.dent.: „Warum hast Du das bloß machen lassen, jetzt müssen wir mühsam das Gift wieder ausleiten.“ Ich konnte nur antworten, dass ich nicht gefragt worden war.

Selbstbehandlung und gute Heilpraktiker sind Alternativen

In einem anderen Fall wurde mir von einem Dermatologen kommentarlos und ohne weitere Beratung ein Kortisonpräparat verschrieben, in einem weiteren Fall von einem Allgemeinmediziner vor einigen Jahren die Frage gestellt: „Was hat Gesundheit mit Ernährung zu tun?“ Selbstbehandlung oder gute Heilpraktiker sind zu einer echten Alternative geworden. Aber warum zahlt man dann Hunderte von Euros Beitrag jeden Monat? Um gedemütigt zu werden und bei dem Versuch, Behandlungsmethoden zu besprechen, rausgeworfen zu werden?

Politik orientiert sich an der Lobby der Pharmaindustrie und Berufsverbände

Soweit zur Situation im Gesundheitswesen in der Region und anderswo aus dieser Perspektive. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte, in denen hauptsächlich Interessen der Pharmaindustrie und Berufsverbände berücksichtigt wurden, kann ich keine Einstellungsänderung der Politik erkennen und habe wenig Hoffnung, dass diese sich für die Interessen der Versicherten einsetzt und es schaffen wird, die beklagenswerten Zustände zu verbessern. Nach meinem Eindruck geht der Trend in Richtung Verschlechterung, nicht zuletzt auch im Hinblick auf das aktuelle globale Finanzdesaster, welches das Wirtschaftsleben und die sozialen Rahmenbedingungen in Deutschland beeinträchtigt und gefährdet.

„Lieber Sozialhilfe, als den Terror am Arbeitsplatz, der mich zerstört.“

Überhaupt hat sich das soziale Klima sehr zum Nachteil verändert. In einer einzigen therapeutischen Gruppe waren unlängst von 12 TeilnehmerInnen 2 Personen mit stressbedingten Nervenzusammenbrüchen sowie 2 Personen, die den extrem angestiegenen Druck am Arbeitsplatz nicht mehr ertragen konnten. „Lieber Sozialhilfe, als den Terror am Arbeitsplatz, der mich zerstört.“

Wessen Interessen vertritt die Politik?

Zur allgemeinen politischen Situation in Deutschland und global ist zu bemerken, dass man sich fragen muss, wessen Interessen die Politik eigentlich vertritt, nach den bisherigen Berichten und Diskussionen über „Theater Politik“ (Ministerpräsident Müller), „vorläufige Erschießung von Verdächtigen“, online-Durchsuchung, Datenskandale, Überwachungsstaat (Die Warnungen der Datenschutzbeauftragten werden weitgehend ignoriert.) Arbeitslosengeld2 Verarmung, (jahrzehntelange Beiträge und nur 1 Jahr anrechnungsfreie Leistung), viele Milliarden Staatsgelder an Großkonzerne, EU-Verordnungen über die Krümmung der Gurke, absurdes Glühbirnenverbot (Das Manager Magazin berichtet, dass der Zoll die Einfuhr herkömmlicher Lampen verhindern, alle Sendungen mit Glühbirnen abfangen und vernichten soll. Das bedeutet Pakete werden geöffnet, dem Eigentümer weggenommen und ein freier Warenverkehr ist nicht mehr möglich.), Zerstörung der Biosphäre, massiver Einsatz von Hunderten Tonnen Uranmunition in den Irak- und Jugoslawienkriegen (ein Vielfaches der Strahlenmenge der Hiroshima- und Nagasakibomben, manche behaupten die 100000- fache Strahlenmenge), ganz abgesehen von Afghanistan, dramatisches Artensterben etc.etc.

Vertrauen in die Politik ist dem Nullpunkt nahe

Bei vielen Menschen ist das Vertrauen in eine solche Politik dem Nullpunkt nahe, bei den meisten bereits völlig erloschen: Die Wahlbeteiligungen sinken. Diejenigen, die die Hoffnung auf eine menschenwürdige, nachhaltige und am Grundgesetz orientierte Politik aufgegeben haben, nämlich die Nichtwähler, sind die stärkste politische Gruppierung in diesem Land. Die Legitimation der Politik ist nicht mehr gegeben.

Abschließend möchte ich mich bei hohenlohe-ungefiltert für die Möglichkeiten zur unabhängigen Information bedanken. Da wir als Region Bestandteil eines größeren Ganzen und dadurch nationalen und globalen Entwicklungen ausgesetzt sind, begrüße ich, dass auch über überregionale Themen und deren Auswirkungen auf die Region berichtet wird.

Weitere Infos:

http://www.uranmunition.net/artikel.html
http://www.energiesparlampe-online.de/sn-201207- energiesparlampen.pdf
http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/19519/
http://www.gwittrock.de/node/5
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,625267,00.html

Buchveröffentlichung von Roman Schmitt (Auszug aus dem Interneteintrag der Deutschen Nationalbibliothek)

Link zu diesem Datensatz: http://d-nb.info/988985098
Titel: Nichtrauchen lernen : mach mit – hör auf! / Roman Schmitt
Personen: Schmitt, Roman
Verleger: [Kirchberg/Jagst] : Schmitt
Erscheinungsjahr: 2008
Umfang/Format: 66 S. ; 21 cm
ISBN: 978-3-937725-11-6
Einband/Preis: kart. : EUR 12.80 (DE), EUR 13.20 (AT), sfr 23.80 (freier Pr.)
Schlagwörter: Raucherentwöhnung ; Ratgeber
DDC-Notation: 616.86506 [DDC22ger]
Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Links: Inhaltsverzeichnis [http://d-nb.info/988985098/04]

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Leserbrief: Milcherzeuger aus der Region vermissen beim Bauernverband globales Bewusstsein, gesunden Menschenverstand und Aufrichtigkeit

Leserbrief zu „Auseinandersetzung geht weiter – Bauernverbandspräsident Ruckwied: BDM macht  falsche Versprechen“ in der Rundschau Gaildorf vom 2. Juni 2009.

„Bauernverband verhält sich gegenüber Milcherzeugern dreist“

Welche berufsständige Vertretung benimmt sich so derartig dreist, entwürdigend und unaufrichtig wie der Deutsche Bauernverband gegenüber den Milcherzeugern? Noch viel brisanter erscheint das Warum? Welche Interessen vertrat er denn wirklich in den letzten Jahren und Jahrzehnten und welche will er noch in Zukunft vertreten? Landwirtschaftliche Betriebe oder die gut an der Landwirtschaft verdienenden Großkonzerne?

Bauernverband müsste auch Interessen der Milchviehhalter vertreten

Der Herr Landesbauernverbandspräsident Ruckwied scheint immer noch nicht zu begreifen, bzw. wahrzunehmen, wer eigentlich der Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) ist: es sind ein Großteil der Milcherzeuger und er sowie Herr Sonnleitner (Bundesbauernpräsident) stehen  infolgedessen in der Pflicht, die Interessen dieser Milcherzeuger mit in ihrer politischen Verantwortung aufzugreifen und auch umzusetzen. Aber der so genannte Bauernverband läuft und agiert ständig gegen den Strom: mit fragwürdigen Forderungen wie zinsvergünstigten Krediten und vorgezogenen Direktzahlungen und auch die Steuersenkung des Agrardiesel sind wohlgemerkt für die Milcherzeuger lediglich ein heißer Tropfen auf dem Stein.

Überproduktion schadet den Milcherzeugern – Flexible Mengensteuerung muss her

Wir brauchen eine flexible Mengensteuerung hier in Deutschland und in Europa. Wir müssen das Angebot bei Milch und Milchprodukten der Nachfrage anpassen. Eine Überproduktion hat noch keiner Branche etwas genützt. Wir Milchviehhalter müssen noch mehr zusammenstehen, mehr mit unseren Molkereien zusammenarbeiten und uns auf das Wesentliche konzentrieren.  Der Bauernverband setzt lediglich auf den freien Markt, auf immer mehr Produktion, auf Macht und auf die Zerstörung mühsam aufgebauter Strukturen und Lebensräume in den Drittländern. Denn mit der Überproduktion, nicht nur von Milchprodukten, die in Europa nicht mehr verscherbelt werden können und dann z.B. nach Afrika gehen, werden dort aufgebaute Strukturen vernichtet.

Wir vermissen beim Deutschen Bauernverband globales Bewusstsein, gesunden Menschenverstand und Aufrichtigkeit.

Anja Fuchs und Pius Frey, Oberrot-Völkleswaldhof
Dieter und Waltraud Baumann, Oberrot-Glashofen
Erwin und Bettina Löffelhardt, Frankenhardt
Markus und Sandra Schirle, Buhlertann-Vetterhöfe

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Kreistagswahl im Hohenlohekreis 2009: CDU verliert 3,8 Prozent der Stimmen – FDP legt über drei Prozent zu – SPD: +1,08 Prozent

Hohenlohekreis – Kreistagswahl am 7. Juni 2009
Zwischenergebnis Stand: 08.06.09 / 14:46

CDU: 35,98 % FWV: 27,65 % SPD: 14,83 % FDP: 13,67 % GRÜNE: 7,86 %
Ergebnis nach Auswertung von 16 Wahlbezirken (von insgesamt 16)
Ergebnis der Wahlvorschläge

Wahlvorschlag    Wahl 2009 Stimmen    in %    Wahl 2004 Stimmen    in %    Differenz
Christlich Demokratische Union Deutschlands     89.380    35,98     93.186    39,78    – 3,80
Freie Wählervereinigung Hohenlohekreis     68.689    27,65     66.079    28,21    – 0,56
Sozialdemokratische Partei Deutschlands     36.832    14,83     32.207    13,75     1,08
Freie Demokratische Partei     33.966    13,67     24.788    10,58     3,09
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN     19.515     7,86     18.015     7,69     0,17

Weitere Infos: www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/sonstige;art1919,1553262

Ergebnisse der einzelnen Bewerber:

Wahlkreis 001 Künzelsau
Partei    Bewerber    Stimmen
CDU
Freiherr von Stetten, Christian     2.413
Wunderlich, Karl     1.454
Struve, Gudrun     1.296
Bürkert, Ernst-Friedrich     1.136
Löhlein-Ehrler, Verena     928
Kappel, David     801
Piesker, Christiane     355
FWV
Lenz, Volker     1.643
Dr. Karle, Christoph     1.025
Schütz, Hermann     757
Kotzaridis, Konstantinos     745
Häckel, Annegret     657
Werk, Regine     371
Haag, Olga     277
SPD
Hofmann, Wilhelm     1.198
Muth, Birgit     1.164
Rehm, Fritz     1.135
Saknus, Hans-Jürgen     760
Buesink, Wim     585
Sanwald, Michael     416
Doberstein-Hönig, Dagmar     267
FDP
van Dorp, Hans-Peter     1.317
Dr. Roth, Hans     696
Bopp, Hartmut     525
Foidl, Alexander     483
Müller, Herbert     326
Müller, Alfred     280
Böhringer-Jost, Birgit     263
GRÜNE
Braun, Martin     1.027
Neher, Anita     367
Gut, Norbert     360
Maxheimer-Fehrenbach, Doris     290
Binder, Jürgen     272
Riedesel, Christina     235
Lempp, Stefan     134

Wahlkreis 002 Öhringen
Partei    Bewerber    Stimmen
CDU
Pallotta, Dieter     5.816
Wenzel, Manfred     4.194
Kübler, Dorothea     3.080
Weissert, Roland     2.790
Specht, Werner     2.413
Klaiber, Günter     1.436
Hirth, Alfred     1.335
Wagner, Hermann     1.321
Schimmel, Ulrich     1.168
Gebert, Irene     1.147
Härterich, Achim     927
Dangel, Regine     618
FWV
Dr. Weidmann, Otto     2.060
Schimmel, Renate     1.943
Bareis, Bernd     1.602
Hornung, Klaus     1.287
Fischer, Martin     928
Küstner, Walter     711
Langer, Rolf     691
Zimmermann, Rolf     689
Brümmer, Jürgen     599
Erles, Marianne     594
Uziekalla, Frank     584
Stuber, Andreas     206
SPD
Kircher-Wieland, Irmgard     3.362
Schwarz, Leni     1.780
Graf, Helmut     1.258
Uhlmann, Gerhard     1.147
Pfau, Volker     1.037
Württemberger, Johannes     814
Heß, Nils     570
Escherle, Brigitte     444
Dahler, Armin     444
Geiger, Renate     422
von Bracken, Richard     374
Glinka, Rainer     322
FDP
Feiler, Gerhard     2.146
Hammel, Adolf     1.321
Lauk, Siegfried     887
Feuchter, Arno     840
Paidar-Darian, Suria     777
Kircher, Markus     527
Herrmann, Rudolf     521
Heinrich, Katharina     468
Heinrich, Sonja     443
Schmidt, Joachim     436
Maul, Doris     358
Tristram, Engelbert     53
GRÜNE
Bauer, Erika     1.234
Volkert, Dieter     1.085
Janoschitz, Reinhard     762
Griese, Wilhelm     633
Czaja, Sabine     619
Kern, Sebastian     569
Giehl, Thomas     471
Maxheimer-Fehrenbach, Doris     368
Sachse, Christl     175
Braun, Martin     143

Wahlkreis 003 Jagsttal-Krautheim
Partei    Bewerber    Stimmen
CDU
Börkel, Karlheinz     4.222
Köhler, Andreas     4.187
Schmitt, Willi     3.787
Beez, Walter     2.609
Rüdinger, Roland     2.456
Müller, Margret     1.409
FWV
Böhnel, Robert     3.803
Filz, Patrizia     2.704
Kurz, Karlheinz     2.135
Stockert, Lothar     1.881
Retzbach, Irmgard     958
SPD
Smykalla, Heinz     891
Müller, Werner     595
Eß, Thomas     415
Ascher, Manfred     228
Buesink, Wim     176
FDP
Wunderlich, Friedrich     1.007
Zeller, Karin     686
Dr. Kuhnle, Achim     369
Oettinger-Griese, Ute     278
Bürkert, Otto     203
Müller, Alfred     139
Breuninger, Rainer-Hans     119
GRÜNE
Staub, Margit     746
Mohr, Werner     384
Binder, Jürgen     184
Veil, Martin     180
Bruhn, Barbara     168
Baur-Gerner, Karl-Heinz     105
Metz, Dieter     87

Wahlkreis 004 Kochertal-Ingelfingen
Partei    Bewerber    Stimmen
CDU
Schmezer, Susanne     2.808
Tuffentsammer, Martin     2.614
Hartmann, Thomas     1.619
Schuster, Ute     1.137
Schneider, Udo     1.008
Nicklaß, Werner     520
Neugebauer, Roswitha     489
Rüdele, Kai     451
Zimmermann, Hans Joachim     231
FWV
Bauer, Michael     4.468
Kalmbach, Emil     4.004
Dr. Baum, Ulrich     2.284
Züfle, Rainer     2.015
Wagner, Dieter     1.433
Megerle, Markus     452
SPD
König, Christian     1.471
Wagner, Helmut     1.068
Engmann, Thomas     773
Fischer, Wolfgang     540
Müller, Bernhard     449
Luft, Herbert     244
FDP
Dr. Kuhnle, Achim     2.202
Gysin, Uwe     2.068
Bürkert, Otto     693
Häberlein, Dieter     580
Heinrich, Renate     515
van Dorp, Hans-Peter     509
Ehrenfeld, Dieter     306
Simm, Dominik     220
Llorca, Philippe     154
GRÜNE
Bühler, Jürgen     605
Bruhn, Barbara     541
Staub, Margit     370
Kertzscher, Stefan     342
Baur-Gerner, Karl-Heinz     293
Riedesel, Christina     261
Veil, Martin     226
Metz, Dieter     147

Wahlkreis 005 Neuenstein
Partei    Bewerber    Stimmen
CDU
Fürst zu Hohenlohe-Oehringen, Kraft     2.353
Knobel, Markus     1.563
Kieß, Gerhard     1.322
Heim, Peter     907
Gayer, Erich     700
Rogge, Karl-Heinz     692
Metzger, Isolde     650
FWV
Eckert-Viereckel, Sabine     3.013
Lemke, Peter     2.010
Deitigsmann, Rudolf     1.064
Bauer, Margit     1.020
Schüz, Heinrich     990
SPD
Rehm, Fritz     1.601
Kümmerle, Herbert     1.437
Barkow, Hans-Ulrich     705
Weinstock, Maria     546
Kress, Karin     491
Gaßner, Oliver     385
Siebert, Konrad     199
FDP
Oettinger-Griese, Ute     2.174
Heinrich, Renate     798
Däuber, Günther     750
Philipps, Regina     369
Weippert, Beate     188
van Amern-Kasten, Karl-Heinz     144
Schenk, Michael     130
GRÜNE
Schefold, Roland     560
Bauer, Erika     461
Koch, Edeltraut     402
Graef, Hans     291
Giehl, Thomas     269
Lempp, Stefan     172

Wahlkreis 006 Bretzfeld/Pfedelbach
Partei    Bewerber    Stimmen
CDU
Kunkel, Torsten     5.513
Weibler, Rolf     2.354
Kircher, Hans     2.192
Mischke, Joachim     2.060
Oberschmidt, Andrea     936
Pfisterer, Steffen     930
Eberle, Simon     913
Schmitgall, Marc     742
Lang, Christa     689
Aulich, Lothar     689
FWV
Föhl, Thomas     5.131
Banzhaf, Günther     2.999
Wenninger, Dieter     2.719
Basel, Markus     1.672
Wiedel, Jürgen     1.169
Kienzle, Jürgen     1.115
Bastendorf, Andrea     708
Bort, Rudolf     678
Schäfer, Alexandra     498
Specht, Ralph     397
SPD
Höllmann, Tassilo     2.154
Kircher-Wieland, Irmgard     1.025
Weber, Sabine     683
Vermeulen, Caroline     594
Scholl, Manfred     539
Heß, Nils     516
Steiner, Susanne     514
Württemberger, Johannes     450
Magyar, Brigitte     439
Bayerlein, Walter     205
FDP
Wieland, Jürgen     1.218
Schenk, Michael     1.207
Stapf, Ilona     1.090
Dr. Loetz, Pascale     992
Garreis, Friedrich     438
Feiler, Gerhard     425
Schrecker, Hermann     411
Lauk, Siegfried     369
Paidar-Darian, Sirus     365
Krone, Timo     183
GRÜNE
Graef, Hans     923
Sachse, Christl     713
Janoschitz, Reinhard     711
Volkert, Dieter     519
Kern, Sebastian     437
Griese, Wilhelm     347
Koch, Edeltraut     327
Wahlstatistik

Wahlberechtigte:     83.481
Wähler:     43.981
Wahlbeteiligung (in %):     52,68
Ungültige Stimmzettel:     1.796
Gültige Stimmzettel:     42.185
Gültige Stimmen:     248.382

Hinweis: Differenzen zu einer Gesamtsumme von 100 Prozent ergeben sich durch Rundungen

Infos zu den Ergebnissen der Gemeinderatswahl 2009 im Altkreis Öhringen: www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/oehringen/sonstige;art1921,1553211

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