Beschäftigte und IG Metall fordern: Keine Entlassungen bei Mahle Gaildorf

Demonstration bei Mahle Ventiltrieb in Gaildorf.

Demonstration bei Mahle Ventiltrieb in Gaildorf.

200 Beschäftigte protestierten am Montagmittag, 25. Januar 2010, bei Mahle in Gaildorf. Anlass dafür sind die Gespräche zwischen Betriebsrat, IG Metall und Geschäftsleitung über die geplante Schließung der Gießerei.

Pressemitteilung der IG Metall Schwäbisch Hall

Über 200 Arbeitsplätze könnten betroffen sein

„Wo ist ist das Licht am Ende des Tunnels?“, fragen sich die Beschäftigten bei Mahle in Gaildorf. Bis Ende 2010 soll nach den Plänen der Geschäftsleitung die Gießerei geschlossen werden. Die IG Metall befürchtet, dass über 200 Arbeitsplätze betroffen sein könnten.

Spontane Demonstration

Die Kolleginnen und Kollegen bangen um ihre Zukunft. Sie haben sich am Montagmittag zu einer spontanen Kundgebung auf dem Betriebsgelände versammelt. „Ich und Du/Bude zu/leben von Hartz IV im Nu“ steht auf einem der Transparente. Dass es soweit nicht kommt, dafür will sich die IG Metall gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Belegschaft einsetzen. „Wir wollen keinen in die Arbeitslosigkeit entlassen“, sagt Heidi Scharf, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Hall, sondern stattdessen sozialverträgliche Lösungen finden.

Weitere Informationen im Internet:

http://www.schwaebisch-hall.igm.de/news/meldung.html?id=33784

http://www.suedwest-aktiv.de/region/neuekreisrundschau/rundschau_lokal/4692361/artikel.php

http://www.giesserei-portal.com/news/disp_archiv.php?Pos=1986&ID=pgjqdg79fltoc1367h1r0q0neood6uqf&monat=10&jahr=2009

   Sende Artikel als PDF   

„Wir wollen Dinge enthüllen, die vielleicht sonst nicht an die Öffentlichkeit gelangen“ – Kritischer Blog „Wir in NRW“ gestartet

Der Journalismus befindet sich im Umbruch. Aufgrund wegbrechender Erlöse müssen Verlagshäuser sparen. Doch die Quelle dieses Übels, das Internet, bietet auch kleinen Projekten neue Chancen. Beispiel: Der Blog „Wir-in-NRW“. Damit will ein bekannter Journalist mit einer Schar anonymer Mitstreiter unabhängigen Journalismus bieten.

Gefunden von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Sendung Deutschlandradio über „Wir in NRW“ zum Nachhören:

http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=196828&datum=20100123&playtime=1264263960&fileid=c5d6a2d7&sendung=196828&beitrag=1112200&/

Weitere Informationen über Wir in NRW auf der Internetseite  „Ruhrbarone“:

http://www.ruhrbarone.de/wir-in-nrw-der-neue-politblog-in-nrw/

Internetseite „Wir in NRW“:

http://www.wir-in-nrw-blog.de/

Meistgelesener Artikel bei Wir in NRW: „Welche Rolle spielt Jürgen Rüttgers bei der Entsorgung kritischer Journalisten?“

http://www.wir-in-nrw-blog.de/?p=523

Wir in NRW: Wer wir sind

Die Zeit ist reif…

…für einen kritischen Journalismus im Netz. In Nordrhein-Westfalen. In Zeiten, da die Erträge der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage einbrechen, hunderte von Journalistenstellen in den Redaktionen gestrichen werden, die Politik mit neuen Mediengesetzen in Verlagen, Rundfunk- und Fernsehsendern immer stärker Einfluss nimmt, ist es notwendig, unabhängig, klar und parteifern das aufzuschreiben, was wirklich passiert.

Warum NRW? Weil wir Journalisten sind, die in diesem Land arbeiten, die in diesem Land über Jahrzehnte kritischen Journalismus betrieben haben. Und die dieses Land lieben und sich für Nordrhein-Westfalen engagieren. Deshalb haben wir unser Blog auch so genannt: Wir-in-NRW. Das ist seit fast 30 Jahren das identitätsstiftende Synonym des Landes zwischen Weser und Rhein, für Rheinland und Westfalen.

Unser Frontmann ist Alfons Pieper. Der ehemalige, langjährige Stellvertretende Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), der zuletzt als Chefkorrespondent im WAZ-Hauptstadtbüro aus Berlin berichtete und heute wieder in Bonn lebt, betreibt mit einigen Kollegen zusammen dieses Blog. Alfons Pieper wird jede Woche in einem Leitartikel aus seiner Sicht die wichtigen politischen Dinge im Land kommentieren – und darüber hinaus blicken.

Wir wollen aktuell hinter die Kulissen schauen, wir wollen die Hintergründe erzählen und kommentieren, wir wollen glossieren und eine wöchentliche Medienschau halten. Und wir wollen Dinge enthüllen, die vielleicht sonst nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Wir aktualisieren unser Blog nach Bedarf, mindestens aber einmal in der Woche.

Wir freuen uns über zahlreiche Anregungen, über Kommentare, nehmen gern Hinweise auf Missstände entgegen. Wir gehen denen gerne nach. Um Informanten die Anonymität zu ermöglichen, haben wir einen Briefkasten eingerichtet, in dem man nicht nur Tipps, sondern auch Dokumente hinterlegen kann.

Und was ganz wichtig ist: wir betreiben dieses Blog in unserer Freizeit, ohne Honorar – aus reinem Idealismus. Für NRW! Unterstützen Sie uns!

Wir-in-NRW, das Redaktionsteam

Eintrag von Alfons Pieper im Portal Xing:

Freier Journalist, Bonn

Branche: Beratung/Consulting

1994 – 2006
stellvertretender Chefredakteur WAZ
Branche: Journalismus

1981 – 1994
Parlamentskorrespondent in Bonn für verschiedene Zeitungen: WAZ, Augsburger Allgemeine, NWZ
Branche: Journalismus

Hochschulen: Ludwig-Maximilian-Universität München; Geschichte, Politik, Magister

Sprachen: Deutsch

   Sende Artikel als PDF   

Bürgersprechstunde des SPD-Landtagsabgeordneten Nik Sakellariou in Schwäbisch Hall

Der SPD-Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou bietet am Donnerstag, 11. Februar 2010, ab 17 Uhr, eine Bürgersprechstunde in seinem Wahlkreisbüro in der Gelbinger Gasse 14  in Schwäbisch Hall an.

Vom SPD-Wahlkreisbüro Schwäbisch Hall

Zum Gespräch anmelden

Bürgerinnen und Bürger haben hier die Möglichkeit  bei dem Sprechstundentermin ihr Anliegen direkt mit dem SPD-Abgeordneten zu besprechen. Anmeldungen nimmt das SPD-Wahlkreisbüro unter Telefon 07 91/88 75 oder per E-Mail unter wahlkreisbuero.nik@t-online.de entgegen.

Weitere Informationen im Internet unter www.nikolaos-sakellariou.de

   Sende Artikel als PDF   

Dammbruch bei den Kassenkosten – Bahn frei für die Klassenmedizin?

Alle kassieren immer mehr für die Gesundheit: Pharmafirmen, Ärzte und jetzt auch noch die Krankenkassen! Draufzahlen muss aber nur einer: Der Bürger! Auf wessen Seite steht die neue Regierung eigentlich? Gibt es schon jetzt gute Medizin nur für Gutverdiener? Und treiben wir selber die Kosten als Weltmeister beim Arztbesuch hoch?

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Sendung von Hart aber fair vom 27.01.2010, hier zum ‚Nach-Schauen‘.

(Für das Video rechts unter Multimedia webTV anklicken – 75 Min.):
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair//sendungen/2010/20100127.php5?akt=1

   Sende Artikel als PDF   

„Pädagogik muss konsequent vom einzelnen Schüler ausgehen“ – Leserbrief zu gefährdeten Schulstandorten

Einen Leserbrief zu einem Artikel im Hohenloher Tagblatt vom 20. Januar 2010 hat Walter Leyh aus Schrozberg verfasst. Dabei geht es um eine Äußerung des SPD-Landtagsabgeordneten Nikolaos Sakellariou aus Schwäbisch Hall. Sakellariou sagt, 16 Hauptschulen im Landkreis Schwäbisch Hall seien in ihrer Existenz gefährdet. Nachzulesen auf http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/art5722,331515

Leserbrief von Walter Leyh, Schrozberg, Förderschullehrer und Mitglied des SPD-Kreisvorstands Schwäbisch Hall

Kultusminister Rau: In zehn Jahren gibt es keine Hauptschulen mehr

In seinem Leserbrief geht der Autor auch auf einen Artikel im Hohenloher Tagblatt vom 18. Dezember 2009 ein. Kultusminister Rau sagte in dem Südwestpresse-Blatt „In 10 Jahren wird es keine Hauptschulen mehr geben.“ Nachzulesen auf http://www.swp.de/bad_mergentheim/nachrichten/suedwestumschau/art4319,299134

Zwei von drei Hauptschulen werden wohl dicht gemacht

Dafür werden alle Schüler die heute die Hauptschule besuchen, in der Werkrealschule sein – oder in den Förderschulen. Der Unterschied zu heute wird dann sein: Die Hauptschulen heißen dann Werkrealschulen; von heute 1176 öffentlichen Hauptschulen werden dann noch zwischen 380 bis 420, dann eben Werkrealschulen, übrig bleiben (laut wissenschaftlichem Gutachten von Prof. Bargel im Auftrag der GEW). Das heißt, von heute drei Hauptschulen wird dann noch eine zurückbleiben. Für die Schulen auf dem flachen Land werden es noch mehr sein, die geschlossen werden sollen. Im Kreis Schwäbisch Hall sind es eben die von Sakellariou genannten 16 Hauptschulen. Verkauft wird das Ganze mit dem alle paar Jahre propagierten, pädagogischen Neuansatz, die Hauptschulen sollten wieder einmal zukunftsfähig gemacht werden. In Wirklichkeit geht es darum, das bestehende dreigliedrige Schulsystem zu erhalten, koste es was es wolle, und sage die pädagogische Wissenschaft, was sie wolle. In diesem Fall bewegen sich die Kosten für dieses Projekt in einem Bereich von 300 Millionen Euro.

Mehr als 70 Prozent der bestehenden Schulstandorte könnte erhalten werden

Die Folgen davon können die betroffenen Gemeinden mit Schulschließungen sehr genau beschreiben: kulturelle Verarmung, weite Schulwege, erhöhte Kosten, Benachteiligung der Bildungswilligen. Dabei gibt es gute Alternativen, die trotz eines deutlichen Rückgangs der Schülerzahlen mehr als 70 Prozent der bestehenden Schulstandorte erhalten könnte, und gleichzeitig das schulische Angebot vor Ort für alle schulischen Abschlüsse bis zu 100 Prozent verbessern würde. Die Antwort wäre eine so genannte integrierte Sekundarstufe, die bis zur Klasse 10 alle Schüler des betroffenen Schulbereichs unterrichtet. Über eine Pädagogik, die konsequent vom einzelnen Schüler ausgeht, würden alle davon profitieren und in dem Tempo lernen können, das ihrer konkreten Leistungsfähigkeit entspricht.

Landesregierung ideologisch verkrampft

Auf dieser Grundlage haben die Siegerländer der internationalen, schulischen Vergleichsstudien, Pisa, ihre hervorragenden Ergebnisse für die starken und die schwachen Schüler zustande gebracht. Die pädagogische Wissenschaft in Deutschland steht ebenfalls überwiegend hinter diesem schulischen Ansatz. Da unsere Landesregierung diesen Schritt aus ideologischer Verkrampfung heraus nicht machen wird, sollten die Gemeinden und die betroffenen Eltern tätig werden mit Eingaben, Beschlüssen und Protesten – wie z. B. Frau Staab (selbst CDU-Mitglied) dies am 25. Januar 2010 mit ihrem Rücktritt getan hat. Wirksam werden sie allerdings erst dann werden können, wenn dieses Thema Wahlen entscheiden wird.

   Sende Artikel als PDF   

Zu Besuch bei der Wahllüge

Man erinnert sich, dass es die FDP war, die in der Vergangenheit oft am lautesten geschrien und von Wahllüge gesprochen hat, wenn SPD, Grüne oder Die Linke, kaum an der Macht, ihre Wahlversprechen zurücknahmen. Jetzt regiert die FDP selbst – und der Begriff Wahllüge bekommt eine neue Dimension. Frontal21 geht der Frage nach: Was wurde aus den FDP-Sparvorschlägen?

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Eine neue Qualität, besonders die Dreistigkeit, mit der man sich jetzt rauzuwinden versucht!
Kabarettistische Spitze wieder einmal Hermann Otto Solms: „Sparbuch? Wir haben kein neues Sparbuch.“

Text (als pdf):
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/download/0,6753,7014210,00.pdf

Video (6:25):
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/955290/FDP-Sparbuch-Was-ist-daraus-geworden%253F

   Sende Artikel als PDF   

Salzvorräte in Schwäbisch Hall nehmen ab – Priorität für Haupt- und Durchfahrtsstraßen

Der lang anhaltende Winter hat die Salzvorräte der Straßenbetriebsdienste stark dezimiert, der von den Salzbergwerken lieferbare Nachschub kann mit den Verbräuchen nicht mehr Schritt halten. Die Wetterprognosen verheißen für die kommenden Tage weiter eisige Temperaturen, Wind und Neuschnee. Entsprechend der Winterdiensteinsatzplanung werden bei Eis und Schnee vorrangig Haupt- und Durchfahrtsstraßen geräumt und gestreut werden.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Nebenstraßen werden geräumt, aber nicht gestreut

Danach kommen Wohnsammelstraßen und Steilstrecken sowie extrem gefährliche Stellen an die Reihe. Erst im Anschluss werden die Nebenstraßen geräumt, aber nicht gestreut. „Der Winterdienst in Schwäbisch Hall kann in dieser Reihenfolge auch in den kommenden Tagen gewährleistet werden“, so Rolf Wellinger, Leiter des städtischen Werkhofes.

Täglich bis zu 150 Tonnen Salz

Bis zu 150 Tonnen Salz bringen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Werkhofs an einem Schnee- und Glättetag  auf Straßen und Wegen aus. „Aber natürlich können im Winter keine sommerlichen Straßenverhältnisse mit Komfortgarantie für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer geschaffen werden,“ appelliert Rolf Wellinger an die Einsicht und Vernunft. Winterausrüstung und Rücksichtnahme sind hier besonders gefragt. Dies gelte auch für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Zweiräder.

Bürger bekommen kostenlos Split vom Bauhof

Der Werkhof bittet um Verständnis, dass die Vorräte in den Streugutkisten entlang den Straßen für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Handräumstrecken bereitgestellt und deshalb verschlossen sind. Für die Bürgerinnen und Bürger gilt weiter das Angebot, sich auf dem Bauhof in der Daimlerstraße mit Split in haushaltsüblichen Mengen kostenlos zu versorgen.

Fahrbahn von Autos freihalten – sonst kann nicht geräumt werden

In Siedlungsstraßen ist es für die Räummannschaften immer wieder sehr schwierig, mit den Schneepflügen einzufahren, da abgestellte Fahrzeuge die Durchfahrt unmöglich machen. „3,80 Meter müssen schon vorhanden sein, um im Einsatz sicher und verantwortlich arbeiten zu können,“ so Rolf Wellinger. Viele dieser Straßen ließen sich nicht räumen, da eine durchgehende Reihe geparkter Fahrzeuge auf der einen Seite und ein Gehweg gegenüber die seitliche Ablage des Schnees oft unmöglich machen. In engen Straßen und Sackgassen können Räumfahrzeuge unter Umständen überhaupt nicht einfahren. Deshalb rät der Werkhofleiter, jeden möglichen Stellplatz auf dem eigenen Grundstück zu räumen, um parkende Fahrzeuge aus dem Straßenraum heraus zu bekommen. Dabei sollte der Schnee aber nicht aus Einfahrten und Stellplätzen auf die geräumte Straße hinaus verfrachtet werden, sondern auf dem Grundstück bleiben.

Weitere Informationen bei: Werkhof, Rolf Wellinger, Telefon 0791/751-685

   Sende Artikel als PDF   

„Wenn der Leistungsträger einmal Burnout hat“ – Schnäppchen für FDP-Liberale

Was gibt es Schöneres, als nach dem 18. Loch direkt ins Meer zu tauchen oder im gleißenden Sonnenuntergang über das Handicap und Steuersenkungen zu fachsimpeln? Einiges, aber es geht hier um nicht die Wünsche von Otto Normalverbraucher, sondern um die Interessen einer ganz besonderen Klientel, it auf der Internetseite Spiegelfechter zu lesen.

Information eingesandt von Jochen Dürr, Schwäbisch Hall

FDP-Mitglieder können über das Netzwerk mit Nutzwert so wundervolle Dinge wie einen Golfurlaub, eine private Krankenversicherung, einen Handy-Vertrag von Vodafone oder schicke Uhren mit einem Sonderrabatt erwerben. Ermöglicht wird dieses Schnäppchennetzwerk durch die parteieigene liberal Verlag GmbH.

Lesenswerte Informationen nicht nur für FDP-Mitglieder:

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1709/schnappchen-fur-liberale?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+DerSpiegelfechter+%28Der+Spiegelfechter%29

   Sende Artikel als PDF   

„Kürzere Tage“ – spannender Gesellschaftsroman mit Lokalkolorit – Lesung mit Anna Katharina Hahn in Crailsheim

Die Schriftstellerin Anna Katharina Hahn liest am Dienstag, 9. Februar 2010, um 20 Uhr im Forum der Sparkasse Crailsheim aus ihrem Roman „Kürzere Tage“, einem spannenden Gesellschaftsroman mit Lokalkolorit.

Pressemitteilung der Buchhandlung Baier in Crailsheim

Präzises Porträt des neuen Bürgertums

In ihrem in Stuttgart angesiedelten Gesellschaftsroman zeichnet die Autorin das Porträt des neuen Bürgertums, das seine Kulturverluste mit einem Katalog minimalistischer Verhaltens- und Konsumkonzepte kompensiert. Selten wird unsere Gesellschaft in der deutschen Gegenwartsliteratur so gut und genau beschrieben wie hier von Anna Katharina Hahn. Eine Gesellschaft, die an einem so irrsinnigen wie simplen Problem krankt, nämlich an der Frage: Wie soll man eigentlich leben? …

Die Präzision und Plausibilität dieses Gesellschaftsromans verdankt Anna Katharina Hahn zunächst zwei ganz einfachen schriftstellerischen Qualitäten: guter Menschenkenntnis und ebenso großer Sozialkenntnis.

Der Suhrkamp-Verlag über den Inhalt des Buch seiner Autorin:

Marco wohnt im Hochhaus an der Hauptstraße. Von hier ist es nicht weit bis zum Olgaeck, und hinter dem Olgaeck liegt die Constantinstraße, wo die Altbauten unter Denkmalschutz stehen und die Äpfel beim türkischen Feinkosthändler teurer sind als im Hauptbahnhof. Hier wohnen die Aufsteiger, Übermütter und ihre wohlerzogenen Kinder. Hier scheint alles in Ordnung – wenn man nicht vom Supermarkt ins Büro und vom Büro in den Kindergarten hetzt, so wie Leonie, wenn man nicht am Doppelleben als Karrierefrau und Mutter verzweifelt. Judith findet Halt in der Anthroposophie. Hingebungsvoll pflegt sie den Jahreszeitentisch für ihre Kleinen. Doch nachts helfen nur Tabletten gegen die Angst. Im Nebenhaus wohnen die alten Posselts. Sie haben geschafft, wovon die Enkelgeneration nur träumt, nämlich ein Leben lang zusammenzubleiben. Da versetzt Marco die Nachbarschaft in Aufruhr.
Kürzere Tage ist eine wortmächtige Bestandsaufnahme und eine melancholische Abrechnung mit einer Gesellschaft, in der alle Werte fragwürdig geworden sind.
Wohlstand und Aussichtslosigkeit, Eurythmie und Hysterie, Elternglück und Kinderleid. Virtuos schildert Anna Katharina Hahn das satte Stuttgart von einer anderen Seite.

Über die Autorin Anna Katharina Hahn:

Anna Katharina Hahn, geboren 1970, studierte Germanistik, Anglistik und Volkskunde in Hamburg. Heute lebt sie als Schriftstellerin in Stuttgart. Ihr Roman „Kürzere Tage“ wurde für den deutschen Buchpreis nominiert.

Karten und Informationen zur Lesung in Crailsheim:

Karten für diese Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft gibt es in der Buchhandlung Baier unter Telefon 07951-940312 und an der Abendkasse.

   Sende Artikel als PDF