Lebensrisiko Bahn!

Der Frontalzusammenstoß zweier Züge auf der eingleisigen Strecke zwischen Magdeburg und Halberstadt am vergangenen Samstagabend, hätte nicht passieren müssen. Wäre dort moderne Leittechnik installiert gewesen, hätte sie die Züge vor dem Zusammenstoß automatisch gestoppt. Und wären die Lok des Güterzugs und die beiden Waggons des HarzElbeExpress nach den neuesten Sicherheitsnormen gegen einen Aufprall geschützt gewesen, hätten mehr Fahrgäste den Unfall überlebt. Beides war leider nicht der Fall.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Vor allem in den neuen Bundesländern wird der Zugverkehr auf vielen eingleisigen Strecken noch immer mit sogenannten Formsignalen aus der Vorkriegszeit geregelt. Doch im Nebel sind die roten und gelben Zeiger nicht so gut sichtbar wie moderne Lichtsignale. Auf dem Unglücksabschnitt fehlte zudem eine »Punktförmige Zugbeeinflussung«, kurz PZB genannt. Ignoriert der Lokführer ein Haltesignal, stoppt sie den Zug automatisch.

Ähnlich wie am aktiven mangelt es auch am passiven Unfallschutz. Mehr als 90 Prozent aller Personenzüge, die auf deutschen Gleisen unterwegs sind, würden den heute nach EU-Recht vorgeschriebenen Crashtest nicht bestehen. Das gilt selbst für die meisten ICEs – und auch für den in Sachsen-Anhalt verunglückten Zug aus zwei fast neuen Triebwagen des Herstellers Alstom.

http://www.zeit.de/2011/06/Deutsche-Bahn-Sicherheitstechnik

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