Die Zukunft des Stroms

Der schwedische Stromkonzern stellte im vergangenen Winter auf seinem Heimatmarkt Atomkraftwerke ab – und machte damit Gewinne. Die Verbraucher müssen zahlen.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Im vergangenen harten Winter, zur Zeit besonders hoher Stromnachfrage, ließ der Vattenfall-Konzern seine schwedischen Atomreaktoren nur mit einem Teil ihrer Kapazität laufen. Damit verdiente er ordentlich. Die Verknappung des Angebots führte nämlich auf dem nordischen Strommarkt zu einem kräftigen Preisschub nach oben. Worauf Vattenfall einfach den Durchfluss bei seinen Wasserkraftwerken ein wenig mehr öffnete, um zu diesem erhöhten Preis den Strom dann auf den Markt bringen zu können.

Laut einer Statistik der Internationalen Ergieagentur IAEA, betrieb weltweit kein Atomkraftland Reaktoren mit einem so hohen Anteil von Schnellabschaltungen wie Schweden. Mit einem Nutzungsgrad von 63 Prozent rangieren die schwedischen Pannenreaktoren am Ende der – von Finnland mit 96 Prozent angeführten – Statistik. „Mangelhaft“ bewertet dies die IAEA. Dabei sind Betriebsprobleme immer auch Sicherheitsprobleme.

http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/vattenfalls-profitabler-winter-leerlauf/

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