„Die Finanzkrise – der größte Raubzug der Geschichte“ – Vorträge in der Volkshochschule Crailsheim

Zwei Veranstaltungstipps der Volkshochschule Crailsheim zur Finanz- und Wirtschaftskrise: Die erste Veranstaltung mit dem Titel „Die Finanzkrise – der größte Raubzug der Geschichte“ ist am Mittwoch, 6. Oktober 2010, von 19 Uhr bis 21.15 Uhr, im vhs-Konvent im Spital. „Wirtschaftswachstum oder große Rezession – gibt es einen Ausweg aus dem ökologisch-ökonomischen Dilemma?“ heißt das Thema eines Vortrags am Donnerstag, 9. Dezember 2010, von 19 bis 21.15 Uhr, ebenfalls im vhs-Konvent im Spital.

Von Martin Dilger, Leiter der Volkshochschule Crailsheim

Momentan wird eine Blase bisher unbekannter Größenordnung aufgebläht

S 10430
Die Finanzkrise – der größte Raubzug der Geschichte

Referenten: Matthias Weik, Marc Friedrich

Ist die Krise wirklich vorbei? Die Krise entstand durch zu niedrige Zinsen und zu viel billiges Geld. Heute wird diese Krise mit noch niedrigeren Zinsen und weitaus mehr billigem Geld bekämpft. Dadurch wird momentan eine Blase bisher unbekannter Größenordnung aufgebläht.

– Seit einiger Zeit herrscht wieder der Wahnsinn an den Finanzmärkten. Wie stabil ist unser Finanzsystem?
– Bis heute wurde die Garantie für unsere Spareinlagen nicht gesetzlich verankert. Wie sicher sind meine Spareinlagen?
– Die staatliche Verschuldung steigt in historisch nie da gewesene Dimensionen, während die Einnahmen des Staates sinken. Zudem stehen in unserer Gesellschaft immer mehr Ältere weitaus weniger Jüngeren gegenüber. Ist meine Rente tatsächlich gesichert? Ist eine private Rentenversicherung sinnvoll?
– Was passiert in einer Inflation und wie schütze ich mein Vermögen?
– Ist die Krise wirklich vorbei oder wurde die alte Blase durch eine neue, noch größere Blase nur abgelöst?

Die Referenten:

Marc Friedrich, Diplom-Betriebswirt (FH), studierte an der Fachhochschule Aalen Internationale Betriebswirtschaftslehre. Seit 2004 ist er als unabhängiger Berater aktiv und von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als Berater akkreditiert. Er ist ausgebildeter Coach und Mediator und langjähriger Investmentexperte für Edelmetalle.

Matthias Weik, BBus, MBA, befasst sich seit über einem Jahrzehnt eingehend mit der globalen Wirtschaft und ihren Finanzmärkten. Er ist langjähriger Investmentexperte für Immobilien in Westeuropa und Australien.

Kurzinformation zur ersten Veranstaltung:

Mittwoch, 6. Oktober 2010, von 19 bis 21.15 Uhr
vhs, Konvent
Eintritt 7,50 Euro (bei 8 bis 50 Personen)

Die zweite Veranstaltung ist am Donnerstag, 9. Dezember 2010:

S 10435
Wirtschaftswachstum oder große Rezession – gibt es einen Ausweg aus dem ökologisch-ökonomischen Dilemma?
Referent: Frank Bohner

Vertreter von Politik und Wirtschaft fordern unentwegt fortgesetztes Wachstum, damit die Erwerbslosigkeit sinken kann. Dazu wären allerdings über viele Jahre hinweg hohe Wachstumsraten erforderlich. Diese Hoffnung ist unrealistisch. Außerdem bedeuten bereits drei Prozent Wirtschaftswachstum eine Verdoppelung des Sozialprodukts in nur 23,5 Jahren und eine Vertausendfachung in 235 Jahren. Solche tumorhaften Wachstumsprozesse lassen sich in einer endlichen Welt nicht auf Dauer fortsetzen. Welche Auswege gibt es aus dem ökologisch-ökonomischen Dilemma? Wie kann unser Wirtschaftssystem auch ohne ständiges Wachstum wieder Vollbeschäftigung bieten sowie Innovation, Wohlstand für alle, Freiheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit?

Kurzinformation:

Donnerstag, 9. Dezember 2010, von 19:00 bis 21:15 Uhr
vhs, Konvent (mit Snack und Getränken)
EUR 13,50 (bei 12 bis 30 Personen)
Anmeldung erforderlich.

Anmeldung für die zweite Veranstaltung bei:

Martin Dilger
Leiter der vhs Crailsheim
Akademieleiter sha-z Akademie Crailsheim
Spitalstr. 2a, 74564 Crailsheim
Telefon 07951 9480-16
Fax 07951 9480-50
Internet: www.vhs-crailsheim.de

   Sende Artikel als PDF   
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Gedanke zu „„Die Finanzkrise – der größte Raubzug der Geschichte“ – Vorträge in der Volkshochschule Crailsheim

  1. In der FAZ wird eine mögliche Währungsreform diskutiert. Was geschähe in dem Fall mit den Euros auf den Sparkonten der Menschen? In einer solchen Situation ist Regiogeld gewiss kein „Unfug“ wie ein Kommentator unlängst meinte. Die Einrichtung Regiogeld sollte auf eine Weise weiterentwickelt und gefördert werden, die die Auswirkungen einer etwaigen Währungsreform für die Menschen und das Wirtschaftsleben in Hohenlohe so gut wie möglich abmildern würde.

    „Kommt bald die D-Mark zu uns zurück? Für die einen ist es die Mutter aller Finanzkrisen, für die anderen ohne Alternative: ein Ausstieg Deutschlands aus dem Euro, für den sich eine Mehrheit der Deutschen erwärmt. Ein Zurück zur D-Mark ist zwar teuer, aber machbar….

    Der Euro wird für die Deutschen immer teurer. Mit mehr als 30 Milliarden Euro muss Deutschland mittlerweile für die Schulden von Griechenland und Irland einstehen. Ob die Krisenstaaten ihre Schulden je zurückzahlen, ist fraglich. Und welche Länder noch um Hilfe rufen, ist ebenfalls ungewiss. Bei Spanien oder Italien kann es teuer werden – vielleicht zu teuer für das Überleben des Euro. „Ich gehe davon aus, dass einige Länder aus dem Euro austreten werden“, sagt die Göttinger Ökonomin Renate Ohr. Und ist damit nicht alleine…“

    http://tinyurl.com/34a5svq

    Philipp Vorndran meint zum gleichen Thema im „Luxemburger Wort“:

    „Der Euro wird auseinander brechen… Jeder der halbwegs nachdenken kann, wusste ja schon länger, dass dieses Auftürmen von Schulden in Volkswirtschaften und bei Privatpersonen eines Tages begradigt werden muss.“ Dabei stehe die große Belastung erst bevor: „Die Staatsschulden die wir heute haben, sind ja nur ein Bruchteil dessen, was auf die Volkswirtschaften zukommt, die ein umlagefinanziertes Gesundheits- und Altersvorsorgesystem haben…“

    Bei den Staatsschulden sei die Gelegenheit verpasst worden, das Richtige zu tun. „Das erste Maiwochenende (2010) war für uns eine Gezeitenwende“, erinnert er sich. Bei der Aufstellung des Rettungsschirme seien alle bisherigen Prinzipien über Bord geworfen worden. „Wir hatten uns einen geordneten Staatsbankrott erwartet“, sagt der Berater. „Entweder durch einen klassischen Haircut oder eine Verdoppelung der Anleihenlaufzeiten. Die Szenarien sind ja bekannt.“

    Stattdessen kaufe die EZB weiter Staatspapiere auf. „Wir lachen immer wenn es heißt, griechische Anleihen seien zwei Mal überzeichnet worden“, sagt er. Zwei Tage später befänden sie sich in der Bilanz der Europäischen Zentralbank. „Diese hat sich in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt“. Inzwischen stelle sich ja bereits die Frage, ob die EZB dadurch pleite gehe…

    http://tinyurl.com/23zr6ns

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.