IG Metall Schwäbisch Hall: Beschäftigungsbrücke und Arbeitszeitverkürzung sind Mittel zur Arbeitsplatzsicherung

Die Rücknahme der Rente mit 67, die Abschaffung von Leiharbeit, ein gesetzlicher Mindestlohn, eine längere Bezugsdauer von Arbeitslosengeld, einen Ausbildungsfond und die Abschaffung von Studiengebühren – das und mehr sind die Forderungen der IG Metall Schwäbisch Hall an die kommende Bundesregierung.

Von der IG Metall Schwäbisch Hall

Mehr Mitbestimmung für die Belegschaften – Zukunftsanleihe von den Superreichen und strengere Kontrollen der Finanzmärkte

Vor rund 70 Gewerkschaftern, die sich vergangene Woche zu einer Delegiertenversammlung in Eschental trafen, forderte Heidi Scharf, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Hall darüber hinaus auch mehr Mitbestimmung für die Belegschaften und als Konsequenz aus der Krise eine Zukunftsanleihe von den Superreichen und strengere Kontrollen der Finanzmärkte: „Schützt die Opfer, bittet die Täter zur Kasse!“, bringt sie ihre Vorschläge auf den Punkt. Heidi Scharf befürchtet, dass in den Betrieben „die Absenkung von Qualitätsstandards bei den Arbeitsbedingungen und beim Einkommen zum Krisenabwälzungsprogramm“ wird und die Beschäftigten für die Liquditätsabflüsse an Finanzinvestoren und maßlose Dividendenausschüttungen die Zeche zahlen müssen. „Erste Anzeichen dafür gibt es bereits“ informierte sie die anwesenden Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre.

Bei Terex in Langenburg und Crailsheim wurden schon 140 Arbeitsplätze abgebaut

So wurden im Betreuungsbereich der IG Metall Schwäbisch Hall zum Beispiel beim Holzwerk Klenk in Oberrot die Einkommen um 10 Prozent abgesenkt und Aufhebungsverträge angeboten. Bei Terex in Langenburg und Crailsheim wurden bereits 140 Arbeitsplätze abgebaut, bei BEW in Rosengarten erhielten 29 Beschäftigte die Kündigung und bei Arnold in Forchtenberg soll es in Zukunft bis zu 80 Arbeitsplätze weniger geben. Unter dem Motto „Stunden entlassen statt Menschen“ fordert die IG Metall die Betriebsräte in der aktuellen Situation auf, statt Entlassungen Kurzarbeit zu forcieren. Ein weiteres Mittel zur Beschäftigungssicherung wäre nach Vorschlag der Gewerkschaft eine Arbeitzeitverkürzung mit Lohnausgleich. Auch hier könnte der Staat zur Finanzierung beitragen. „Der Staat soll über die Krise hinweg helfen, damit es nicht zu Entlassungen kommt“ unterstrich Rainer Salm von der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg.

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Ein Gedanke zu „IG Metall Schwäbisch Hall: Beschäftigungsbrücke und Arbeitszeitverkürzung sind Mittel zur Arbeitsplatzsicherung

  1. Ja diese Dinge wären sehr, sehr wichtig um eine faire Gesellschaft zu erhalten! Ein Mindestlohn sollte Berufs- und Branchenabhängig festgelegt werden, zumindest sollte der Arbeitnehmer fair im Bezug auf die jeweilige Betriebsbilanz/Betriebsergebnis entlohnt werden, und nicht billig abgezockt werden nur weil man das heutzutage so machen kann!!!! Abschaffung von Leiharbeit wäre sowie so verdammt wichtig, denn dadurch ist eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung garnicht mehr gegeben!!!! Die Leiharbeitsfirmen kassieren das Geld ein, dass Ihren Leiharbeitern heute zum leben und morgen im Rentenalter zum überleben fehlt!!!!Unglaublich dass wir im Jahr 2009 in einem Demokratischen Land Sklaverei dulden oder in Ihr Zukunft sehen…..leben wir dann 2020 wieder auf Bäumen und gehen spätestens 2030 wieder auf allen vieren!!!!!!!??????????

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