„Große Modellbahnausstellung in Wallhausen“ – Für angemeldete Gruppen bis 120 Personen

Die Modelleisenbahnausstellung in der Modellbahnhalle Wallhausen ist am Sonntag, 5. Februar 2023, von 13 Uhr bis 18 Uhr für angemeldete Gruppen geöffnet. An diesem Tag soll es ganzen Gruppen ermöglicht werden, die Anlage zu besichtigen. (Anmeldung siehe unten).

Von Marc Müller und Christoph Hassel

Individuelle Führung

Es gibt jeweils eine Führung, in der auf die Details und auf die technischen Einzelheiten eingegangen werden kann. Ebenso werden Fragen gerne beantwortet. Es können sich Gruppen mit bis zu 20, bis zu 40, bis zu 80 oder bis zu 120 Personen anmelden. Ebenso sollte die Dauer des Besuches (eine oder mehrere Stunden) vereinbart werden.

Anfahrt mit Schienenersatzverkehr oder Rufbus R55 möglich

Leider ist die Ausstellung derzeit nicht mit dem Zug über die Tauberbahn erreichbar – es können aber der Schienenersatzverkehr oder der Rufbus R55 genutzt werden.

Weitere Infos im Internet: https://www.modellbahnhalle-wallhausen.de/

Anmeldungen:

E-Mail: marc.mueller.wallhausen@web.de

Telefon: 07955/926390

Initiatoren: Marc Müller und Christoph Hassel

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„Robin Bank, Platin-Minen und Blackrock“ – Jahrestagung der Weltmarktverlierer-Akademie Schwäbisch Hall

Die Weltmarktverlierer-Akademie veranstaltet ihre Akademietagung in Schwäbisch Hall von Freitag, 27. Januar 2023, bis Dienstag, 31. Januar 2023. Themen sind unter anderem „Robin Bank, Platin-Minen und Blackrock“.

Von Hans A. Graef, Schwäbisch Hall, Akademie der Weltmarktverlierer

Gegen die Umverteilung von unten nach oben

Seit 2017 findet im Kontext des Haller Gipfels der Weltmarktführer die Jahrestagung der Akademie der Weltmarktverlierer statt. Globalisierungs-Verlierer sind all jene, die durch den ungezügelten neoliberalen Kapitalismus ihre Existenz, ihre Wohnung, ihre Gesundheit oder ihre Arbeit verlieren. Oxfam, Professor Butterwegge und die UNO haben auf die zunehmende soziale Krise im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe und Umverteilung von unten nach oben hingewiesen. Die Treffen der Eliten in Davos oder Schwäbisch Hall sind Teil dieser Entwicklung. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung rund zwei Drittel des weltweiten Vermögenszuwachses kassiert. Gleichzeitig stegt die Zahl der Hungernden auf 850 Millionen, für 1,7 Milliarden steigen die Lebenshaltungskosten schneller als die Löhne.

Mit drei Veranstaltungen will die Akademie zur globalen Wirtschaftslage Stellung nehmen.

Er nahm von den Reichen und gab es den Armen – Eine Heldengeschichte wie Robin Hood

Am Freitag, 27. Januar 2023, um 20 Uhr wird im Haller Kino im Schafstall der Film Robin Bank von Anna Giralt über Enric Duran gezeigt. Er hat während der Finanzkrise 2008 etwas Unglaubliches geschafft: Bei Banken organisierte er Kredite von insgesamt einer halben Million Euro, finanzierte damit soziale Projekte, zahlte die Darlehen aber nie zurück. Er nahm von den Reichen und gab es den Armen. Eine Heldengeschichte wie Robin Hood.

„Marikana – die offene Wunde“ – Politische Verantwortung der Profiteure am Beispiel von BASF

Am Montag, 30. Januar 2023, um 19.30 Uhr spricht im Brenzhaus, Schwäbisch Hall, in Kooperation mit dem Evangelischen Kreisbildungswerk Simone Knapp von der Heidelberger Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) über „Für Platin über Leichen gehen? Forderungen an Industrie und Politik – 10 Jahre nach dem Massaker von Marikana in Südafrika.“ Sie liest aus dem neu erschienen Buch von „Marikana – die offene Wunde“ von Bischof Johannes T. Seoka, der den Kampf für gerechte Löhne und Entschädigung nach dem Massaker an südafrikanischen Minenarbeitern von 2012 beschreibt. Es geht am Beispiel der BASF um die politische Verantwortung der Profiteure durch ein faires Lieferkettengesetz.

Akademieabend: „Blackrock regiert die Welt – Wie ist eine andere Welt möglich?“

Am Dienstag, 31. Januar 2023, ab 19.30 Uhr, findet im Theatersaal des Alten Schlachthauses Schwäbisch Hall der Akademieabend statt mit einem Film, Impulsreferat und Gespräch über die Akademie-Idee Weltmarktverlierer. Thema: Blackrock regiert die Welt – Wie ist eine andere Welt möglich? Friedrich Merz steht vor der Tür des Bundeskanzleramtes. Er war Cheflobbyist von Blackrock, der größte Eigentümer von Aktien gehört zu den führenden Aktionären aller 40 DAX-Konzerne wie Siemens, RWE, Bayer, Daimler, Commerzbank und der Wohnungskonzerne Deutsche Wohnen, Vonovia usw. Sie schütteten im Krisenjahr 2021 so viele Gewinne aus wie noch nie. Neu beim grünen Wirtschaftsminister Habeck ist Elga Bartsch, zuletzt zuständig für Marktforschung bei Blackrock.

Weitere Informationen und Kontakt:

Organisiert wird die Tagung von der Initiative Umverteilen, Attac und dem Evangelischen Kreisbildungswerk.

Kontakt über folgende Internetseite:

www.weltmarktverlierer-akademie.de

Freitags um 15 Uhr im Akademie-Radio auf der Internetseite www.sthoerfunk.de

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„Martin Schofroh fehlt – Ein Naturkosthändler aus Überzeugung“ – Nachruf des Gewerbe- und Fremdenverkehrsvereins Kirchberg/Jagst

Der Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein Kirchberg an der Jagst trauert um sein ehemaliges Mitglied Martin Schofroh. Der Naturkosthändler starb am 3. Januar 2023 nach kurzer schwerer Krankheit. Martin Schofroh wurde 67 Jahre alt. Viele Menschen sind traurig über den plötzlichen Tod des freundlichen Mannes.

Von Ralf Garmatter, Vorsitzender des Gewerbe- und Fremdenverkehrsvereins Kirchberg/Jagst

Im Mai 1991 Naturkostladen eröffnet

Am Dienstag, 31. Januar 2023, ist der Laden „Naturkost Schofroh und Müller GbR“ das letzte Mal geöffnet. Martin Schofroh betrieb sein kleines Geschäft in der Marktstraße 14 aus Überzeugung, mit Sachkenntnis und großem Einsatz seit Mai 1991. Es ist wahrscheinlich der am längsten von der gleichen Person und immer am gleichen Standort betriebene Naturkostladen in Hohenlohe. Urlaub hat Martin Schofroh in den fast 32 Jahren seines Bestehens so gut wie nie gemacht. Der Laden war immer offen – pünktlich und zuverlässig. Dank der Sparsamkeit und vorsichtigen Geschäftspolitik der Betreiber kam der Naturkostladen auch in schwierigen Zeiten mit schwarzen Zahlen über die Runden.

Am 3. Januar 2023 im Krankenhaus gestorben

Als 2014 ein Schlaganfall Martin Schofroh zu einer kurzen Pause zwang, sorgten sein Geschäftspartner Andreas Müller sowie Freunde, Bekannte und Kunden dafür, dass der Betrieb weiterlief – bis Martin Schofroh das Ruder nach einigen Wochen wieder selbst übernommen hat. Anschließend ging es noch acht Jahre weiter. An Silvester 2022 kollabierte Martin Schofroh in seiner Wohnung in der Poststraße 30. Ein Krankenwagen brachte ihn zunächst ins Haller Diak, von dort aus ging es mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Heidelberg. Die Ärzte konnten ihm aber nicht mehr helfen. Er ist nicht mehr aus dem Koma erwacht. Martin Schofroh starb am 3. Januar 2023 im Krankenhaus.

„Wir werden Dich nicht vergessen“

An der Eingangstür zu seinem Laden hängen mehrere Verabschiedungsbriefe. Auf einem steht: „Gute Reise, lieber Freund, wir werden Dich sehr vermissen! Tag für Tag warst du für uns da … hier in diesem Laden! Hattest immer ein persönliches Wort für uns … und ein Lächeln. So sind wir nun fassungslos über den Verlust Deiner Person, lieber Martin! Wir werden Dich nicht vergessen – ganz sicher nicht! Ruhe in Frieden!“

Ein guter Freund, der immer da war

Martin Schofroh fehlt. Wie ein guter Freund, der immer da war – immer in Kirchberg, immer im Städtle. Als eines der letzten Kinder wurde Martin Schofroh am 12. November 1955 im Kirchberger Krankenhaus Adelheidstift geboren. Die ersten Jahre verbrachte er mit seinen Eltern und seinen beiden älteren Schwestern in Kleinallmerspann und dann in Hornberg im alten Schulhaus. Seine Familie war nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ungarn geflüchtet. Schon bald zog die Familie nach Kirchberg ins Städtle. Dort besuchte Martin die Volksschule im heutigen Stadtmuseum.

Schlechte Erinnerungen an prügelnde Lehrer

Mit gemischten Gefühlen erinnerte er sich oft an seine Schulzeit. Belastet hat ihn vor allem die Hartherzigkeit und Gewalttätigkeit von prügelnden Lehrern. Nach der Schule lernte Martin den Beruf des Konditors in der Bäckerei Illig in Kirchberg-Tal. Schon früh machte er sich als Getränke- und Zeitschriftenhändler selbstständig. Er wollte sein eigener Herr sein und nach seinen eigenen Vorstellungen arbeiten.

Absoluter Experte in seinem Metier

Freunde und Nachbarn bestärkten ihn Anfang der 1990er Jahre, sein kunterbuntes Sortiment auf Naturkost umzustellen. Mit Andreas Müller fand er einen guten Freund als Mitgesellschafter. Die GbR „Naturkost Schofroh und Müller“ war geboren. Der Naturkostladen mit zertifizierten Lebensmitteln aus „kontrolliert biologischem Anbau (k.b.A)“ wurde am 13. Mai 1991 offiziell gegründet. Im Laden war Martin der Chef. Intensiv las er seine Fachbücher zu gesunden Lebensmitteln. Er war ein absoluter Experte in seinem Metier.

Der Laden war ein Treffpunkt

Seine Geschäftspolitik war konservativ. Konsequent arbeitete er ausschließlich mit regionalen Großhändlern zusammen. Eier bezog er vom Biohof Maaß in Herboldshausen, Backwaren von der Bio-Bäckerei Wild in Lendsiedel. Jede Investition wurde gründlich überlegt. Im Büro tat bis zuletzt ein Telefon mit Wählscheibe zuverlässig seinen Dienst. Kartenzahlung im Laden wollte er nicht haben. Alles Prahlerische und Protzige lehnte Martin Schofroh ab. Neokapitalismus und Geldverschwendung waren ihm ein Gräuel. Er lebte bescheiden. Der Laden war sein Lebensmittelpunkt. Hier traf er viele Menschen, die gerne mit ihm ein Schwätzchen hielten – aber auch tiefgehende Gespräche mit ihm führten. Der Laden war ein Treffpunkt – auch für Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Für sie hatte Martin ein großes Herz. Auch Kinder gingen gerne bei ihm einkaufen, weil er immer ein freundliches Wort für sie hatte und jederzeit zu einem Späßchen bereit war.

Martin beherrschte die Weltsprache Esperanto

Nach der Arbeit zog sich Martin meist in seine Wohnung zurück. Ab und zu ging er ins Kino Klappe und schaute sich dort einen guten Film an. Seit Jahrzehnten beherrschte Martin die Weltsprache Esperanto wovon er seinen Kundinnen und Kunden hin und wieder eine Kostprobe gab. Martin Schofroh war überzeugter Pazifist und Antimilitarist. Er hoffte auf eine Welt, in der sich alle Menschen verstehen und friedlich zusammenleben können. Dafür arbeitete er bis zuletzt. Mit seiner Zugewandtheit und Freundlichkeit hat er viel dazu beigetragen, dass die Welt besser wird. Martin Schofroh wird fehlen.

Ausverkauf bis 31. Januar 2023

Mit ihm endet auch der Naturkostladen in Kirchberg. Am Dienstag, 31. Januar 2023, ist Schluss. Bis dahin wird die restliche Ware abverkauft – mit 30 Prozent Rabatt. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin sind nicht in Sicht. Der Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein Kirchberg sagt auf Esperanto „Dankon“, lieber Martin´.

Die Urnenbeisetzung fand am Donnerstag, 26. Januar 2023, um 13.30 Uhr auf dem neuen Friedhof in Kirchberg/Jagst statt. Viele Menschen verabschiedeten sich dort von Martin Schofroh. Nach der Beerdigung trafen sich noch viele zum Gespräch im Kirchberger Kino Klappe. Schon zu Lebzeiten hatte Martin Schofroh unterschiedlichste Menschen zusammengebracht. Dafür gebührt ihm Dank und Respekt.

Info:

Der Laden „Naturkost Schofroh und Müller“, Marktstraße 14, in Kirchberg an der Jagst, hat noch bis Dienstag, 31. Januar 2023, geöffnet. Montag bis Freitag von 16.30 Uhr bis 19 Uhr, samstags von 9 Uhr bis 13 Uhr.

Weitere Informationen im Internet und Kontakt:

https://adressen.naturkost.de/naturkost-schofroh-und-mueller-gbr-74592-kirchberg

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Deeskalation statt „Marder“ und „Leopard 2-Panzer“ – Leserbrief von Paul Michel aus Schwäbisch Hall

Die ukrainische Führung fordert seit Wochen die Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern. Mit systematisch verbreiteten Siegesmeldungen erweckt sie den Eindruck als befinde man sich auf der Siegesstraße und die Niederlage Russlands stehe unmittelbar bevor.

Leserbrief von Paul Michel aus Schwäbisch Hall

Zahlen über Verluste werden geheim gehalten

Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Es gibt seit Wochen einen Stellungskrieg, bei dem die eine oder andere Seite unter Einsatz von gewaltiger Feuerkraft an der einen oder anderen Stelle geringfügige Gebietsgewinne erzielt – allerdings um den Preis gewaltiger menschlicher Verluste. Bei den Kämpfen werden die betroffenen Städte in Schutt und Asche gelegt. Der hohe amerikanische General Mark Milley geht davon aus, dass inzwischen beide Seiten jeweils über 100 000 Tote und Verwundete zu beklagen haben. Die ukrainische Führung schweigt sich hartnäckig darüber aus. Zahlen über Verluste fallen unter Geheimhaltung.

Wirklichkeitsfremd und größenwahnsinnig

Eine weitere Lieferung von schweren Waffen wird am gegenwärtigen Gleichgewicht des Schreckens auf dem Schlachtfeld nichts ändern. Das von der ukrainischen Propaganda verbreitete Ziel eines totalen Siegs über Russland und die Befreiung es ganzen gegenwärtig von Russland besetzten Gebiets sowie die Eroberung des Donbass und der Krim sind völlig wirklichkeitsfremd und größenwahnsinnig.

Grobes Schwarz-Weiß-Schema: Russland schlecht – Ukraine gut

In der BRD zeichnet praktisch die gesamte veröffentlichte Meinung die Zustände in der Ukraine in einem groben Schwarz-Weiß-Schema: Russland schlecht – Ukraine gut. Stimmen, die nicht mit diesem Schema konform gehen, sind aus der Öffentlichkeit verbannt. So bekommt Heribert Prantl, der frühere Chef-Kommentator der „Süddeutschen Zeitung“, wegen seiner Haltung zum Ukrainekrieg, auf den Seiten der „SZ“ keinen Raum mehr.

Russland und Ukraine: Kleine Oligarchenschicht eignet sich den gesellschaftlichen Reichtum an

Die Unterschiede des ukrainischen zum russischen Regime sind allenfalls gradueller Art. In beiden Regimes eignet sich eine kleine Oligarchenschicht den gesellschaftlichen Reichtum an. Beide Regimes sind nicht demokratisch. In beiden Ländern ist die Opposition verboten, sind gewerkschaftliche Rechte außer Kraft gesetzt. Bei der Wahl ihrer militärischen Mittel sind beide Seiten nicht zimperlich. Dass die russischen Truppen keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nehmen, wissen wir aus der täglichen Berichterstattung. Die alltäglichen Angriffe ukrainischen Militärs auf die Zivilbevölkerung im Donbass sind aber bei uns ebenso wenig Thema wie zum Beispiel der systematische Einsatz von Streumunition.

Schluss mit der Doppelmoral

Es geht hier nicht darum, die Grausamkeit der russischen Kriegsführung herunterzuspielen. Es muss aber endlich Schluss sein mit der hierzulande üblichen Doppelmoral. Wenn schon moralische Maßstäbe gelten sollen, dann müssen diese auch für die Handlungen des ukrainischen Militärs und die Politik der ukrainischen Führung gelten.

Krieg besser heute als morgen beenden

Dieser Krieg in der Ukraine ist eine dreckige und grausame Angelegenheit. Um weiteres Leiden von den Menschen und weitere Zerstörung des Landes zu verhindern, muss der Krieg besser heute als morgen beendet werden.

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Diskutiert wird über „Begriffe der Wirtschaft“ – Offenes Treffen in Kirchberg/Jagst-Mistlau des Kreisverbands DIE LINKE Schwäbisch Hall/Hohenlohe

Das nächste offene Treffen des Kreisverbands DIE LINKE Schwäbisch Hall/Hohenlohe findet am Mittwoch, 25. Januar 2023, ab 19 Uhr in Kirchberg/Jagst-Mistlau im Gasthaus „Zur Lindenau“, Wanderstraße 5, statt.

Vom Kreisverband DIE LINKE Schwäbisch Hall/Hohenlohe

Im Gasthaus Lindenau ist Wirtschaft das Thema

Diskutiert werden soll beim offenen Treffen in der Lindenau in Kirchberg/Jagst-Mistlau über „Begriffe der Wirtschaft“. Alle Interessierten sind zu dem offenen Treffen eingeladen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Simon P. Brecht, Landesgeschäftsführer der linksjugend [’solid] Baden-Württemberg, Präsidium Länderrat der linksjugend [’solid]

E-Mail: brecht@linksjugend-solid-bw.de

Telefon: +491525/1597342

Internet:

http://linksjugend-solid-bw.de

https://die-linke-sha.de/

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„Nach Brand 2020 und aktueller Sanierung“ – Jugendzentrum Crailsheim soll im Sommer 2023 wieder eröffnen

Das Crailsheimer Juze war so gut besucht wie seit Jahren nicht mehr: Mitglieder von Gemeinderat und Jugendgemeinderat ließen sich vor Ort von der Stadtverwaltung und dem Verein Jugendzentrum Crailsheim über den Baufortschritt informieren. Die Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten standen nach einer Brandstiftung vor über zweieinhalb Jahren oft still. Die Gründe waren unterschiedlich und hingen meist mit dem Brand- oder Denkmalschutz zusammen. Jetzt läuft es wieder und das Juze soll im Sommer öffnen.

Informationen von der Stadtverwaltung Crailsheim

Zweiter Fluchtweg

Die meisten Räume im Jugendzentrum sind noch im Rohbau, Backsteine sind sichtbar, überall ist es staubig, Licht geben beim Vor-Ort-Termin am Dienstagabend nur Baustrahler. Schon von außen macht das Crailsheimer Juze seit Jahren nicht mehr viel her. Das Gebäude ist von Bauzäunen umgeben, einzig ein Treppengerüst ist seit geraumer Zeit von der Schönebürgstraße aus deutlich als „neu“ zu erkennen. Das sei der zweite Fluchtweg, der feuerpolizeilich vorgeschrieben ist, erklärte Götz Förg, stellvertretender Leiter des Ressorts Bauen & Verkehr, den anwesenden
Gemeinde- und Jugendgemeinderäten. „Dieser zweite bauliche Rettungsweg für jedes Stockwerk kostet uns deutlich mehr Geld“, ergänzte Sozial- und Baubürgermeister Jörg Steuler.

Juze-Gebäude wurde 1913 erbaut

Das Gebäude, in dem das Jugendzentrum untergebracht ist, wurde 1913 erbaut. Deshalb muss bei der Sanierung neben neuen Brandschutzvorschriften auch der Denkmalschutz beachtet werden – eine Mammutaufgabe, sind sich Bauplaner und Vereinsmitglieder einig. Deshalb mussten die Arbeiten immer wieder unterbrochen und teils sogar neu geplant werden. Dazu gehören vor allem Elektroarbeiten, die sich erweiterten, aber auch der Trockenbau und Brandschutztüren, beispielsweise zum Dachbodenraum.

Im Juni 2023 soll das Jugendzentrum wieder eröffnet werden

„Wir sind mit Hochdruck dabei, damit das Juze schnell wieder genutzt werden kann“, versicherte Götz Förg. Auf Nachfrage von Stadtrat Roland Klie (SPD), wann genau das sein könnte, wurde der kommende Juni 2023 genannt. „Es ist aber immer schwierig. Beim Bau gibt es immer Risiken und Termine können nicht immer gehalten werden“, gab Förg zu bedenken.

Stadt hat bisher mehr als 330.000 Euro bereitgestellt

Auch die Kosten waren bei der Besichtigung des im Augenblick überwiegend noch nackt dastehenden Juze-Inneren ein Thema. Nach diesen fragte unter anderem Gerhard Neidlein (CDU). Erst in der Sitzung vor Weihnachten hatte der Gemeinderat rund 11.000 Euro für zusätzliche Elektro-Arbeiten bewilligt. Somit beläuft sich die Summe inzwischen auf mehr als 330.000 Euro, die die Stadt für zusätzliche Arbeiten bereitgestellt hat. Das beinhaltet alles, was die Versicherung nach dem Brand nicht übernimmt, aber wegen Denkmal- und Brandschutz dringend getan werden
muss, damit das Juze wieder genutzt werden kann – so die Stadtverwaltung. Alleine neue Fenster, die teilweise getauscht werden mussten, kosteten pro Stück 2.500 bis 3.000 Euro. Deshalb wurden nur vom Feuer zerstörte Fenster ausgetauscht. „Im Konzertraum ist das nicht so schlimm, da sind wegen dem Lärm bei den Auftritten die Fensterläden meistens zu, damit die Nachbarn nicht gestört werden“, schmunzelte Johannes Stefan vom Juze-Verein.

Alle Räume neu geplant

Nicht nur dieser Raum wird durch die Sanierung neu geplant: Die Bar im Erdgeschoss wird kleiner, der Raum somit leichter zugänglich. Eine Küche ist geplant, wofür aber geklärt werden muss: Gaststättenbetrieb, es soll wieder viel gekocht werden mit den Jugendlichen oder geht es einfacher mit einer Sondernutzung? Wer übernähme da mögliche Zusatzkosten, wollte Stadtrat Klie wissen. „Die Stadt“, meinte Bürgermeister Steuler. Ein Podest für den zweiten Fluchtweg ist geplant, eine Sitzecke, dazu Glaskühlschränke für Getränke. Im Konzertraum gibt es eine neue Bühne, dazu ein Metallgestell für Scheinwerfer und Lautsprecher. Das bisherige DJ-Pult ist erhalten geblieben.
Auch die anderen Räume in den oberen Geschossen sind verplant: Der bisherige Tischtennisraum mit Billard- und Kicker-Tischen tauscht mit der Werkstatt. „So soll mehr Platz für eine offene Werkstatt, ein Repair-Café, geschaffen werden“, erklärte Vereinsmitglied Johannes Stefan.

3-D-Drucker, Kreissäge und Drechselbank sollen gekauft werden

Geplant ist, einen 3-D-Drucker, eine Kreissäge und eine Drechselbank anzuschaffen. „Wir müssen sehen, was wir da bekommen“, sagte Stefan. Dafür zahlt die Versicherung nicht. Die bisherige Werkstatt, der kleinere Raum nebenan, wird zur Chill-Out-Area, auch das Büro des Jugendzentrum-Vereins findet in dieser Etage Platz. Die vergangenen Jahre musste die Schreibarbeit in verschiedenen Räumen erledigt werden, die die Stadt zur Verfügung gestellt hatte. „Wir freuen uns darauf, dass wir das wieder im eigenen Büro zu machen“, sind sich anwesende Vereins-Mitglieder einig.

Tonstudio im obersten Stock

Auch das Stockwerk unter dem Dachgeschossraum wurde durch das Feuer, das am frühen Morgen des 27. Mai 2020 im Erdgeschoss ausgebrochen war, schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden wurde auf rund 200.000 Euro geschätzt, als mutmaßliche Brandstifter ermittelte die Polizei zwei damals 17-Jährige. Dieser Anlass für die Sanierung des Juze war kurz Thema, dann widmeten sich alle wieder der neuen Gestaltung: Der bisherige Mehrzweckraum soll weiterhin als solcher genutzt werden, für Schulungen und Seminare beispielsweise. Außerdem ist in dem Stockwerk der Tonstudiobereich geplant, Radio Stöhrfunk zieht mit ein, es gibt Platz für Schlagzeug und Gitarren. Insgesamt ist der Raumbedarf im historischen Juze ausreichend, versichern die Vereins-Mitglieder. Auch das Kunstcafé kommt nebenan unter, an der Südseite mit viel Licht, Sofas, Arbeitstischen und einer kleinen Küchenzeile.

Generalsanierung steht noch an

CDU-Stadtrat Klaus-Jürgen Mümmler fragte, ob die ohnehin vorgesehene Generalsanierung nicht hätte vorgezogen werden können? „Das haben wir natürlich geprüft“, versicherte Baubürgermeister Jörg Steuler. Im Haushalt habe man das nicht finanzieren können. Die rund 330.000 Euro müssten jetzt sein, unter anderem wegen Brandschutzvorgaben, so Steuler. Bei der Generalsanierung könnten dann einige Fördertöpfe genutzt werden. „Wir beschränken uns bei den aktuellen Arbeiten auf das notwendige Minimum“, versicherte Götz Förg. Die derzeitige Feuertreppe würde dann vielleicht ersetzt, könnte aber problemlos anderweitig weitergenutzt werden.

Crailsheimer Juze seit fast 50 Jahren selbstverwaltet

Die Sanierungsarbeiten im Crailsheimer Jugendzentrum laufen und sowohl Stadtverwaltung als auch der Verein sind zuversichtlich, dass das Juze im Sommer wieder in vollem Umfang öffnen kann. Johannes Stefan fasste es
abschließend so zusammen: „Wir sind wirklich sehr froh, dass wieder viele Handwerkerautos vor der Tür stehen. Es läuft. Wir müssen jetzt durchhalten.“ Diese Einstellung lobten die Gemeinderäte. Die ehrenamtliche Arbeit des Vereins sei für die Crailsheimer Jugend sehr wichtig, betonte Stadtrat Mümmler. Und Magnus Krause (SPD) sagte: „Alle können sehr stolz darauf sein, dass wir hier das wohl älteste Juze in Baden-Württemberg haben, das in Eigenverantwortung seit fast 50 Jahren existiert.“

Info:

Der Jugendzentrum Crailsheim e.V. ist 1974 von Ehrenamtlichen gegründet worden, um als Dienstleister die städtische Jugendarbeit zu unterstützen. Seitdem ist es im Gebäude in der Schönebürgstraße 33 untergebracht. Finanziert wird die Arbeit durch Veranstaltungen, beispielsweise dem Volksfest, die Arbeit in der Landschaftspflege auf Streuobstwiesen, das Juze verkauft eigenen Apfelsaft, und durch Spenden aller Art. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz nach Vereinsangaben rund 45.000 Euro. In den vergangenen drei Jahren beschränkte sich die Arbeit des Vereins vor allem auf die Planung der Sanierungsarbeiten. Trotzdem wurden verschiedene Veranstaltungen angeboten, wie der Mädchen-Treff, die Regenbogentage oder die Kinder- und Jugendkulturwoche. Zudem traf sich der Vorstand regelmäßig. Angeboten wurde alles in unterschiedlichen Räumen, die oft die Stadt zur Verfügung stellte.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://www.crailsheim.de/site/Crailsheim/search/907885/quickSearchResult.html?query=Juze

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„Verbot antifaschistischen Gedenkens auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald rechtswidrig“ – Entscheidung des Verwaltungsgerichts Weimar

Das Verwaltungsgericht Weimar hat entschieden: Das Verbot antifaschistischen Gedenkens auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald war rechtswidrig.“ Das schreibt die Rechtsanwaltskanzlei Meister & Partner aus Gelsenkirchen in ihrer Pressemitteilung vom 18. Januar 2023.

Informationen der Rechtsanwaltskanzlei Meister & Partner in Gelsenkirchen

Eilentscheidung von 2019 korrigiert

Im Januar 2023 gingen uns die schriftlich abgesetzten Urteile des Verwaltungsgerichts (VG) Weimar zu. (Aktenzeichen: 4 K 1570/19 We, 4 K 1578/19 We, 4 K 1569/19 We – siehe VG Weimar: Medieninformation 1.2023.pdf (thueringen.de) und Medieninformation 2.2023.pdf (thueringen.de). Sie stellen fest und begründen: Die von massivem Polizeiaufgebot begleiteten staatlichen Verbote der Gedenkversammlung am Glockenturm, der Kranzniederlegung an der Ernst Thälmann – Gedenktafel am Krematorium (hier wurde er am 18. August 1944 ermordet) und der Führungen des Internationalistischen Bündnisses und der MLPD anlässlich des 75. Jahrestags der Ermordung des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmanns auf dem Gelände des KZ Buchenwald waren rechtswidrig. Wegen grundsätzlicher Bedeutung wurde die Berufung zum Thüringer Oberverwaltungsgericht zugelassen. Das Gericht korrigierte damit seine 2019 ergangenen Entscheidungen in den damaligen Eilverfahren.

Vorsitzender des Stiftungsrates

Die Urteile sind wichtige Erfolge im Kampf gegen die geschichtsrevisionistische antikommunistische Umdeutung antifaschistischer Gedenkstätten, die für die internationale revolutionäre, antifaschistische und Arbeiterbewegung herausragende Bedeutung haben. (so waren in Buchenwald ja Häftlinge aus allen Ländern Europas inhaftiert; das Internationale Lagerkomitee organisierte beim Herannahen der US-Truppen die Selbstbefreiung) Eine unrühmliche undemokratische Rolle in den Verfahren hatte die öffentliche Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, die die Verbote maßgeblich betrieb. Sie untersteht dem Chef der Thüringer Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Benjamin-Immanuel Hoff (Partei die Linke), der Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ist.

Unterstellungen und Verunglimpfungen

Die Verbannung der Gedenkversammlungen in die Innenstadt von Weimar war ein Verbot, so das VG: „Einer vollständigen Verlegung der Versammlungsfläche, die nach der versammlungsrechtlichen Rechtsprechung regelmäßig einem Verbot der Versammlung gleichsteht, hätte es von daher nicht bedurft.“ (S. 11 des Urteilabdrucks) Das Gericht wies die vielfältigen – auch öffentlich verbreiteten – Unterstellungen und Verunglimpfungen seitens der Stiftung und der Stadt Weimar zurück, denn: „Für … die Verlegung … lagen weder die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 15 Abs. 1 VersG noch die Voraussetzungen des § 15 Abs. 2 VersG … vor. Beide Eingriffsnormen erfordern unter Berücksichtigung der herausragenden Bedeutung der Versammlungsfreiheit nach Art. 8 GG, Art. 10 Thüringer Verfassung (und Art. 12 Absatz 1 i.V.m. Art. 51, 52 Absatz 1 Europäische Grundrechte-Charta im Hinblick auf (auch) auswärtige Teilnehmer aus dem benachbarten Ausland) eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, … die durch konkrete Tatsachen und Anhaltspunkte nachvollziehbar belegt ist und nicht nur auf Vermutungen oder Spekulationen beruht. …

Kein Interesse an Störung der Totenruhe

Allein eine missliebige Gesinnung eines Veranstalters oder Anmelders genügt insoweit nicht. (Die Kläger) haben nachvollziehbar ausgeführt, dass weder … die MLPD noch das Internationalistische Bündnis ein Interesse daran haben, solche Störungen (der Totenruhe) vorzunehmen oder derartige Beeinträchtigungen zu dulden oder darauf hinzuwirken.“ (Urteilsabdruck, S. 9/10, Hervorhebungen, auch weitere RA Meister)

Infame Gleichsetzung von Tätern und Opfern

Die Urteile widersprechen der Behauptung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald, wonach § 15 Absatz 2 Versammlungsgesetz auch die „Würde“ der im sogenannten Speziallager 2 nach Ende der Hitlerdiktatur inhaftierten faschistischen Täter und Kriegsverbrecher schütze. Die Stiftung forderte ein Verbot, da deren „Würde“ durch die antifaschistische Gedenkversammlung von Internationalistischem Bündnis und MLPD am Glockenturm verletzt werden würde. Eine infame Gleichsetzung von Tätern und Opfern. Es war erforderlich, diesen unglaublichen Relativierungen, der die Bestrafung faschistischer Mörder und Folterknechte mit den Verbrechen an Millionen kommunistischer, sozialdemokratischer, jüdischer, Roma und weiterer KZ-Gefangener auf eine Stufe stellt, entschieden entgegenzutreten.

Das Gericht griff jedoch in den Urteilen die Argumentation der Vertreter des Internationalistischen Bündnis und der MLPD auf und führte aus:

„… kann dahingestellt bleiben, ob – wie der Kläger in der mündlichen Verhandlung im Einzelnen durchaus nachvollziehbar dargelegt hat – der Regelungsgehalt des § 15 Abs. 2 VersG nach Sinn und Zweck des Gesetzes und nach dem Willen des Bundesgesetzgebers nicht ohnehin nur auf rechtsextreme Gruppierungen zugeschnitten sein könnte; dazu dürften weder der Kläger noch die MLPD und das Internationalistische Bündnis zu rechnen sein.“ (Urteilsabdruck, S. 10/11)

Ehemaliges Konzentrationslager als Ort der Begegnung

Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald verbot auch selbstorganisierte unentgeltliche Führungen (u.a. durch einen Kläger, der Sohn eines kommunistischen Buchenwaldhäftlings ist). Das Gericht stellte fest, dass auch dies rechtswidrig war, da die Gedenkstätte Buchenwald nicht nur Ort der Trauer und Erinnerung ist, sondern auch eine Verpflichtung besteht, das ehemalige Konzentrationslager als Ort der Begegnung zugänglich zu machen.

Das Verfahren legte in diesem Zusammenhang offen, dass die Leitung der Stiftung weder eine ordnungsgemäße Aktenführung vorlegen konnte, die von ihr erlassene Besucherordnung als rechtswidrig anzusehen ist und das willkürliche Verbot auch nicht begründet wurde.

So heißt es im Urteil:

„Weder in einer den Klägern übermittelten schriftlichen Entscheidung oder Antwort noch im Rahmen des vorliegenden gerichtlichen Verfahrens hat die Beklagte ihre Ablehnung nachvollziehbar begründet, geschweige denn dokumentiert.“ (S. 18 des Urteilabdrucks)

Mehr als drei Jahre protestiert

Mit den Urteilen wurde nach mehr als drei Jahren des Protests den reaktionären antikommunistischen Entgleisungen ein gewisser Riegel vorgeschoben und erfolgreich ein Kampf um Verteidigung und Erweiterung demokratischer Rechte und Freiheiten geführt. Dies ist eine Ermutigung für alle ehrlichen Antifaschist*innen und ein Erfolg der Bewegung

„Gib Faschismus, Rassismus, Antikommunismus und Antisemitismus keine Chance!“

Weitere Informationen und Kontakt:

Anwaltskanzlei Meister & Partner, Industriestraße 31, 45899 Gelsenkirchen

Telefon: 0209 / 3597670

Fax: 0209 / 3597679

Internet:

http://www.anwaelte-meister.de/

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„… verlegt in eine andere Anstalt“ – Die NS-„Euthanasie“-Aktion am Haller Diak und im Altkreis Crailsheim“ – Vortrag in den Sozialtherapeutische Gemeinschaften Weckelweiler

„… verlegt in eine andere Anstalt“ – Die NS-„Euthanasie“-Aktion am Haller Diak und im Altkreis Crailsheim“ lautet der Titel des Vortrags am Freitag, 27. Januar 2023, um 15 Uhr im Saal der Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler in Kirchberg/Jagst-Weckelweiler, Heimstraße 15. Es referiert Folker Förtsch, Stadtarchivar in Crailsheim und Mitglied des Gedenkstättenvereins KZ-Gedenkstätte Hessental.

Von den Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler

Opfer waren Menschen mit Behinderung

Am 27. Januar wird jährlich in Deutschland an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Zu den Opfern gehörten damals auch Menschen mit Behinderung. Aus diesem Anlass und auf Wunsch aus dem Kreise ihres Trägervereins laden die Sozialtherapeutischen Gemeinschaften Weckelweiler zu diesem Vortrag ein.

Mindestens 75 Frauen, Männer und Kinder aus dem Altkreis Crailsheim ermordet

Nach dem aktuellen Stand der Forschung fielen der „Euthanasie“-Aktion der Nationalsozialisten in den Jahren 1940 und 1941 mindestens 75 Frauen, Männer und Kinder aus dem Altkreis Crailsheim zum Opfer. Der Vortrag beleuchtet die lokalen Auswirkungen der NS-Tötungsaktionen gegen Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung. Er behandelt zunächst die konkrete Durchführung der Ermordung am Beispiel der Behindertenabteilung in der Schwäbisch Haller Diakonissenanstalt. In einem zweiten Teil untersucht er einige Einzelfälle von „Euthanasie“-Opfern aus Crailsheim und den umliegenden Gemeinden. Mit den berüchtigten grauen Bussen wurden die Betroffenen in eine „andere“ Anstalt verlegt.

Weitere Informationen und Kontakt:

Interessierte an dem kostenfreien Vortrag werden gebeten eine FFP2-Maske zu tragen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kontakt: Telefon 07954/970-0, E-Mail butz@weckelweiler.de

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„Über „Hohenlohe“ und woher dieser Name eigentlich stammt“ – Vortrag in Crailsheim

In einem Vortrag von Thomas Kreutzer im Forum in den Arkaden in Crailsheim am Donnerstag, 2. Februar 2023, geht es ab 19 Uhr um die Bezeichnung „Hohenlohe“ und darum, woher dieser Name eigentlich stammt.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Herrschaft der Hohenlohe reichte zeitweise bis nach Crailsheim

Hohenloher Land, Hohenloher Ebene, Hohenlohekreis – diese Bezeichnungen sind jedem geläufig, der dieses schöne Fleckchen Erde im Nordosten Baden-Württembergs kennt. Doch woher kommt der Name „Hohenlohe“ eigentlich? Hier kommt das Fürstenhaus Hohenlohe ins Spiel, dessen Stammburg einst im Taubergau stand und das noch immer in mehreren Linien blüht. Die Herrschaft der Hohenlohe reichte zeitweise bis nach Crailsheim, das seine Stadtwerdung diesem Hochadelsgeschlecht verdankt.

Die Herren von „Hohenloch“

In seinem Vortrag wird der Kreisarchivar des Hohenlohekreises, Dr. Thomas Kreutzer, den Weg nachzeichnen, wie der Familienname auf das von dieser Dynastie beherrschte Land an Kocher, Jagst und Tauber übertragen wurde. Der Bogen reicht dabei von den frühmittelalterlichen Grundlagen und den Anfängen der Herren von „Hohenloch“ im 11. Jahrhundert bis zur Mediatisierung der hohenlohischen Fürstentümer 1806. Dabei geht der Referent auch auf die Rolle der Stadt Crailsheim in der Herrschaft Hohenlohe. Der Vortrag wird vom Stadtarchiv und dem Crailsheimer Historischen Verein veranstaltet.

Kurzinfo:

Wie die Region Hohenlohe zu ihrem Namen kam, darüber spricht der Kreisarchivar des Hohenlohekreises, Dr. Thomas Kreutzer, in seinem Vortrag am Donnerstag, 2. Februar 2023, um 19 Uhr im Forum in den Arkaden des Rathauses Crailsheim.

Weitere Informationen im Internet und Kontakt:

https://www.stadtarchiv-crailsheim.de/

https://crailsheimer-historischer-verein.de/

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