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„Immer mehr Menschen leiden unter dem Mikrowellensyndrom“ – Offener Brief der Umweltärztin Barbara Dohmen gegen die Aufstellung eines Tetrafunk-Sendemasts

Einen Aufruf der Umweltärztin Dr. Barbara Dohmen an den Gemeinderat von Murg gegen das Errichten eines TETRA-Funkturms veröffentlicht Hohenlohe-ungefiltert mit freundlicher Genehmigung der Autorin. Der Gemeinderat der Gemeinde Murg hat den TETRA-Funkturm mit 10 Stimmen gegen 7 verweigert. In Kirchberg/Jagst hielt Barbara Dohmen im September 2010 einen Vortrag über die gesundheitlichen Gefahren der Tetrafunk-Technik.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Brief der Umweltärztin Barbara Dohmen an die Gemeinderäte von Murg:

Votum zur geplanten Abstimmung des Murger Gemeinderates über den 40 Meter hohen TETRA-Funkmasten in der Nähe des Stellekopfes am 25. Oktober 2010:

Für den Erhalt des Lebens einsetzen

Als Ärztin habe ich einen Schwur geleistet, mich ohne wenn und aber jederzeit –auch präventiv – für den Erhalt des Lebens einzusetzen. Deswegen sehe ich mich verpflichtet, Ihnen vor Ihrer Abstimmung meine Erfahrungen aus meiner umweltärztlichen Praxistätigkeit und meine daraus resultierende tiefe Besorgnis mitzuteilen.

Mikrowellensyndrom

Seitdem die Funktechnologie Anfang der 1990er Jahre flächendeckend unser Land mit Dauerbestrahlung überzieht, kommt immer häufiger eine bisher nicht gekannte Patientengruppe in meine rein umweltmedizinisch ausgerichtete Praxis: Es sind dies Patienten, die nachweislich unter dem sogenannten Mikrowellensyndrom leiden. Das heißt, diese Menschen reagieren – wenn sie  hochfrequenter Strahlung ausgesetzt sind – sofort oder verzögert mit Funktionsstörungen der verschiedensten Organbereiche: Mit Müdigkeit, mit Schlafstörungen, mit Kopfschmerzen bis hin zu tagelang anhaltender Migräne, oder mit Schmerz- und Verspannungzuständen an anderen Körperorganen, mit Schwindel, Benommenheit oder Brechreiz, Denk- Lern- oder Gedächtnisstörungen, Ohrgeräuschen, Hochdruckkrisen, Sehstörungen, Ohrenschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Gereiztheit, Nervosität oder Depression, mit Angstzuständen bis hin zu Panikattacken, um nur die häufigsten Beschwerden zu nennen.

Lebensbedrohlich

Die Liste der hochfrequenzbedingten Störungen ist noch erschreckend lang und die Beeinträchtigungen der Patienten werden immer ausgeprägter, ja bei den Schwerst-Betroffenen sind sie mittlerweile lebensbedrohlich, wenn kein Ausweichen in funkarme Bereiche mehr möglich ist.

Schon lange hat ein Abwandern strahlensensibler Patienten aus den hochbelasteten Bereichen, meist Städten begonnen. Sie ziehen aufs Land, in kleine Dörfer und Weiler, geschützt von Hügeln und Wäldern, wo die Hochfrequenzbelastung  durchschnittlich noch fünffach niedriger als in den Städten ist. Auch hier in unserem Gemeindegebiet, in Oberhof, Hänner und auch in weiter oben gelegenen Gemeinden, in Hottingen und Niedergebisbach haben sich Strahlensensible angesiedelt, die woanders nicht mehr arbeiten oder leben könnten.

Und unser wunderschönes Murgtal ist bis jetzt sogar eine kostbare Funkoase und wird sowohl von Strahlensensiblen als auch von vielen anderen, die fernab von den Alltagsbelastungen Ruhe und Erholung suchen, wegen seiner wilden Schönheit und Unberührtheit ganz besonders wertgeschätzt.

Dauerhaft strahlender, gepulster Hochfrequenzteppich

Wie Herr Oldenburger vom Regierungspräsidium Freiburg bei der letzten Sitzung betonte, würde der vorgesehene 40 Meter hohe TETRA-Funkmast flächendeckend das gesamte Gemeindegebiet und annähernd das ganze Murgtal von Murg bis Hottingen mit einem bisher nicht gekannten, dauerhaft strahlenden, gepulsten  Hochfrequenzteppich überziehen, dessen spezifische Auswirkungen auf Mensch und Natur bislang mit keiner einzigen wissenschaftlichen Studie je untersucht worden ist!

Mit dieser flächendeckenden Befeldung würde dieser im Murgtal für jeden so deutlich spürbare Frieden und Erholungswert in einer ausgedehnten, noch weitestgehend intakten, gesunden Naturregion unwiederbringlich für immer zerstört werden.

Bereits die bisher installierten neun Mobilfunknetze zeigen schon fatale Auswirkungen auf Flora, Fauna und Mensch:

• Dauerhafte Hochfrequenz führt wissenschaftlich nachgewiesen zu Waldsterben, Bienensterben, Vogelsterben – und dies ist nur die Spitze des noch  unbekannten Eisberges!

• Und wenn schwerst Strahlensensible nicht mehr dieser gepulsten hochfrequenten Dauerbestrahlung entfliehen können und keine Rückzugsgebiete mehr in Deutschland vorhanden sind, dann wird neben dem bereits rasanten Anstieg chronischer Krankheiten auch ein Menschensterben beginnen ….

• Zusätzlich zu TETRA sollen in den nächsten Monaten noch 4 weitere Mobilfunknetze bevorzugt im ländlichen Raum errichtet werden. Diesem Mobilfunkwahnsinn von dann 13 Mobilfunknetzen, die immer mehr die Reserven verschlingen, die der Natur und dem Menschen noch verbliebenen sind, muss jetzt Einhalt geboten werden!

Auch  für den Behördenfunk gibt es funktionablere und gesundheitsverträglichere Alternativen! Sie müssen nur lautstark und gemeinsam eingefordert werden und wir werden Sie dabei unterstützen!

Lieber Bürgermeister Schmidle, liebe Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, ist ihnen bewusst, wie weitreichend Ihre Entscheidung heute Abend ist? Hier geht es nicht „nur“ um das Absegnen eines Bauantrags, wie Ihnen gesagt worden ist! Sie entscheiden als unsere Volksvertreter in voller Verantwortung, die Ihnen von uns übertragen wurde, über weit mehr ;

– Mit Ihrer Stimme entscheiden Sie sich entweder für oder gegen das Kostbarste, was wir alle besitzen: den Erhalt gesunder Lebensgrundlagen
– d.h. Sie entscheiden sich für oder gegen den Erhalt der Gesundheit der mit dieser Technik hautnah arbeitenden Einsatzkräfte
– Sie entscheiden sich für oder gegen den Erhalt der Gesundheit der Bevölkerung,
– und für oder gegen den Erhalt der Gesundheit der uns anvertrauten Natur,
– Mit Ihrer Stimme entscheiden Sie sich entweder für oder gegen ein wertvolles, bisher völlig unberührtes Kleinod, unser Murgtal, das unter Ihrer Obhut steht!

50 bayerische Gemeinden sagten bereits NEIN

Sagen Sie, wie der Wehrer, der Schopfheimer, der Schönauer Gemeinderat und wie 50 bayerische Gemeinden NEIN,  weil
• bei den ungewissen Kosten, die auf Sie als Gemeinde, besonders nach 2013, zukommen werden,
• und weil bei dem derzeit erbärmlichen Wissensstand der Wissenschaft bezüglich dieser neuen TETRA-Funktechnologie
• Sie gar nicht das Ausmaß Ihrer Entscheidung und die fatalen Langzeitfolgen sehen können!

Haben Sie die Standhaftigkeit, sich gegen den Druck zu stemmen, der in unverantwortlicher Weise von oben über das Landratsamt auf Sie ausgeübt wird und der Ihnen das demokratische Recht absprechen will, als Gemeindevertreter über Ihr Gebiet verfügen zu können.

Haben Sie den Mut, wie Ihre Vorfahren, die Salpeterer, sich dem Unheil, das Ihnen aufgezwungen werden soll, zu widersetzen!

Barbara Dohmen, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Umweltmedizin

Der Brief stammt von der Internetseite http://www.next-up.org/pdf/Aufruf_von_Dr_Barbara_Dohmen_an_den_Gemeinderat_von_Murg_gegen_das_Errichten_eines_Tetra_Funkturms_01_11_2010.pdf

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   

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