Arbeitskosten steigen – Was heißt das eigentlich?

„Arbeitskosten in Deutschland steigen massiv“, so oder so ähnlich lauten die Schlagzeilen. Verliert die deutsche Wirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit? Sind die Sorgen unserer Nachbarn, dass sie durch unser Lohndumping niederkonkurriert werden, damit unbegründet? Zufall oder nicht, mitten hinein in die Debatte um die Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft und um die Folgen der Leistungsbilanzungleichgewichte kommt die Mitteilung des Statistischen Bundesamtes, dass die Arbeitskosten im Jahre mit 4,1 Prozent auf durchschnittlich 35,60 Euro deutlich angestiegen sind.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Die NachDenkSeiten haben sich erwartungsgemäß dieser ‚Kampagne‘ angenommen und sie analysiert. Dass die Arbeitskosten im Zusammenhang mit der Wettbewerbsfähigkeit von geringer Aussagekraft sind, sollte eigentlich inzwischen jeder wissen. Trotzdem wird diese Sau regelmäßig durchs Dorf getrieben:
„Um die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Deutschland zu beurteilen, greift eine Analyse der Niveaus der Arbeitskosten zu kurz. Diese Kosten müssen vielmehr der Produktivität gegenübergestellt werden, die die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft abbildet. (…) Das geeignete Maß für Ländervergleiche ist daher die Entwicklung der Lohnstückkosten, die Lohnsatz und Arbeitsproduktivität zueinander in Beziehung setzen. Wegen ihrer engen Verbindung zur Preisbildung sind die Lohnstückkosten ein besserer Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit als die Arbeitskostenniveaus.“ (Hans Böckler Stiftung)

http://www.nachdenkseiten.de/?p=5015#more-5015

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