„Grün wählen erleichtert das Gewissen und den Geldbeutel“ – Leserbrief von Alfred Trautmann aus Obersontheim

Einen Leserbrief mit dem Titel „Grün wählen erleichtert das Gewissen und den Geldbeutel“ hat Alfred Trautmann aus Obersontheim geschrieben. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Leserbrief in voller Länge.

Leserbrief von Alfred Trautmann, Obersontheim

Gefühl, schlimmer kann es nicht mehr werden?

Gibt es wirklich eine Mehrheit in Deutschland, die sich nichts sehnlicher wünscht als Annalena Baerbock als Kanzlerin? Glauben tatsächlich so viele, dass mit den Grünen alles besser wird? Oder ist es nicht vielmehr das Gefühl, schlechter als mit der von Korruptionsskandalen und innerem Zwist zerrütteten Union und der in den endlosen Jahren der Großen Koalition zerschlissenen SPD kann es nicht werden? Dagegen wirken die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin ja doch relativ neu und frisch.

Viel medialer Rückenwind

Und sie haben es mit geschicktem Marketing und viel medialem Rückenwind geschafft, dass sie ihren Wählern das Gefühl vermitteln, ein moderner, verantwortungsbewusster, klimafreundlicher, umweltbewusster, weltoffener, kurz ein guter Mensch zu sein. Die letzte grüne Regierungszeit auf Bundesebene endete 2005, sodass sich viele kaum mehr daran erinnern. Das ist angesichts der Ergebnisse – von Harz IV bis zur Beteiligung an völkerrechtswidrigen Kriegen – natürlich ein großer Vorteil.

„Robuste Militäreinsätze“

Seit Annalena Baerbock die grüne Kanzlerkandidatin ist, spenden selbst Führungskräfte der deutschen Wirtschaft den Grünen nicht nur Applaus, sondern auch Geld. In Baden-Württemberg haben sogar Rüstungskonzerne ihre Liebe für die grüne Partei entdeckt. Sie wittern wohl gute Geschäfte, nachdem sich Frau Baerbock gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Macron für mehr „robuste Militäreinsätze“ stark machen will. Offenbar erwartet kaum jemand in den Führungsetagen, dass die Grünen für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen, Umverteilung von oben nach unten durchsetzen oder Konzerne mit harten umweltpolitischen Auflagen belegen.

Viele Produkte nur noch für eine Minderheit erschwinglich

Warum auch? Denn grüne Umwelt- und Klimapolitik setzt nicht bei der Produktion an, sondern läuft darauf hinaus, viele Produkte sowie die Mobilität so zu verteuern, dass sie sich in Zukunft nur noch eine Minderheit leisten kann.

Spritpreise und Heizkosten

Nach dem grünen Bundestagswahlprogramm soll der CO2-Preis bereits in zwei Jahren auf 60 Euro pro Tonne erhöht werden, fast doppelt so viel wie derzeit geplant – was die Spritpreise und die Heizkosten erheblich in die Höhe treiben dürfte. In Berlin arbeitet die grüne Verkehrssenatorin gerade daran, die S-Bahn zu privatisieren und an viele verschiedene Betreiber zu verkaufen – was die Fahrpreise deutlich verteuern dürfte.

„Wohlfühlpartei für Besserverdienende“

Die Grünen sind die neue Wohlfühlpartei für Besserverdienende, denn grün wählen erleichtert das Gewissen und den Geldbeutel gleichermaßen. Noch ist vielen Wählern nicht klar, was die grüne Nachhaltigkeit kostet. Für die meisten wird die grüne Rechnung unbezahlbar sein.

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