„Zusammenstehen und machen“ – Kommentar von Heribert Lohr zur erfolglosen Bewerbung Crailsheims für eine Landesgartenschau

Crailsheim ging bei der Vergabe der Landesgartenschau 2034 leer aus. Eine Fachkommission hat Bad Mergentheim den Zuschlag gegeben. Die Enttäuschung in Crailsheim ist groß. Heribert Lohr, Vorsitzender von Stadtmarketing Crailsheim, ruft zu gemeinsamem Handeln zum Wohle Crailsheims auf.

Kommentar von Heribert Lohr, Vorsitzender Stadtmarketing Crailsheim

Liebe Crailsheimerinnen, liebe Mitgliederinnen,
die Bewerbung für die Landesgartenschau war leider nicht von Erfolg gekrönt. Auch wenn beim einen oder anderen die Enttäuschung darüber doch groß ist, müssen wir als Stadt, als Gemeinwesen nicht hadern. Die Konkurrenz war hart und auch die Wettbewerber – gerade auch Bad Mergentheim – hatten sehr gute Konzepte präsentiert.
Natürlich hätte ein positiver Bescheid, die Umsetzung der grundsätzlichen Planungen für die weitere Entwicklung unserer Heimstadt erleichtert, gerade auch mit Blick auf die finanziellen Spielräume, die eine Vergabe einer Landesgartenschau eröffnet hätte. Eine Unterstützung in Höhe von 15 Millionen Euro ist kein Pappenstiel.

Bemerkenswerte Vorplanung

Und doch: Im Rahmen der Bewerbung haben wir alle zusammen eine bemerkenswerte Vorplanung angeschoben – diese umzusetzen, ist nun durchaus eine besondere Herausforderung.
Die Neuausrichtung der östlichen Innenstadt, die Öffnung der Jagstauen, der Übergang zum Stadtteil Türkei und dessen Neustrukturierung, die Anbindung und der Übergang in den Stadtteil Altenmünster – um nur einiges zu nennen – wird uns einiges abverlangen. Doch auch eine Landesgartengartenschau wäre erst 2036 gewesen. In 16 Jahren lässt sich vieles schaffen!

Vorhaben anpacken

Es gilt nun dran zu bleiben, die einzelnen Teilschritte zu überdenken, aber dann auch konsequent fortzuschreiben, die Vorhaben auch anzupacken. Es wird andere Förderungen von Land und Bund geben, die wir als Stadt für unsere Neugestaltung nutzen können, vielleicht werden wir mit dem einen oder anderen Vorhaben auch etwas länger brauchen, weil wir es in kleineren Schritten bewältigen müssen oder können – doch solange wir zielstrebig auf unsere Vorstellungen zuarbeiten, werden wir auch vorankommen.

Gemeinsam Crailsheim attraktiver gestalten

Eine Landesgartenschau hätte zudem auch Mittel gebunden. Schließlich gilt es so ein Ereignis zu bewerben, vorzubereiten, konzeptionell zu durchdenken. Auch wenn die Spielräume der öffentlichen Hand nicht zuletzt wegen den Folgen der Corona-Pandemie in den nächsten Jahren wohl etwas enger sind, hält uns niemand davon ab, uns zu überlegen, wie wir unsere Stadt auch mit kleinen Maßnahmen zusehends attraktiver gestalten. Ob Fassadengestaltung, Beleuchtung, Ausschmückungen, Platzgestaltung: es gibt vieles, was wir – auch als Privatleute – tun können, um Crailsheim als Wohn- und Arbeitsort voranzubringen.

„Erstaunliches und Sehenswertes geschaffen“

Halten wir uns vor Augen: In 75 Jahren nach ihrer fast völligen Zerstörung haben wir in Crailsheim – teilweise unter erbärmlichen Bedingungen – Erstaunliches und auch Sehenswertes geschaffen. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum uns dies in den nächsten 15 Jahren nicht auch gelingen sollte.
Wir Crailsheimer müssen nur eines tun: Zusammenstehen und machen.

Weitere Informationen des Südwestrundfunks (SWR) zur Landesgartenschau-Entscheidung:

(…) Acht Städte haben sich um die drei zu vergebenden Landesgartenschauen beworben, neun Kommunen im Land um die Ausrichtung einer kleineren Gartenschau von 2031 bis 2036. Neben Bad Mergentheim richten auch noch Offenburg (2032) und Rastatt (2036) eine Landesgartenschau aus. Bretten, Benningen/Marbach und Riedlingen bekamen den Zuschlag für eine Gartenschau. (…)

Link zum ganzen SWR-Beitrag im Internet:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/entscheidung-landesgartenschau-crailsheim-mergentheim-100.html

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