„Mit Computerspiel Minecraft für die Pressefreiheit“ – Reporter ohne Grenzen stellt weltweite digitale Bibliothek vor

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/uncensored-library-computerspiel-gegen-zensur/

Reporter ohne Grenzen präsentiert die erste digitale Bibliothek innerhalb eines Computerspiels, die aktiv gegen Pressezensur kämpft und Menschen auf der ganzen Welt den Zugang zu unabhängigen Informationen ermöglicht.
In vielen Ländern der Welt haben Menschen keinen Zugang zu unabhängigen Informationen. Junge Leute wachsen auf, ohne sich eine eigene Meinung bilden zu können, denn despotische Regime geben die Nachrichten vor. An diese Zustände erinnern wir jedes Jahr am 12. März, dem Welttag gegen Internetzensur. Reporter ohne Grenzen (RSF) hat eine Liste von 20 der größten Feinde des Internets erstellt. Sie umfasst Behörden, Unternehmen und informelle Netzwerke, die JournalistInnen mit Hilfe digitaler Technologien einschüchtern, bedrohen, überwachen oder zensieren und damit die Informationsfreiheit im Internet gravierend beeinträchtigen.

Diese Feinde des Internets sitzen überall auf der Welt

Auch in westlichen Demokratien wie Deutschland finden sich Unternehmen, die Online-Überwachung weltweit ermöglichen, indem sie die dafür nötige Technik und Software an repressive Regime liefern. Reporter ohne Grenzen prangert aber nicht nur an. Wir suchen auch nach Wegen, Zensur zu umgehen. So „schmuggeln“ wir mithilfe des weltweit populärsten Computerspiels Minecraft die Texte von JournalistInnen in solche Länder, in denen Kritik nicht geduldet wird.

Zensur mit Minecraft umgehen

Wie das funktioniert? Minecraft ist ein Online-Computerspiel, das in vielen Ländern der Welt eine große Anhängerschaft hat, insbesondere unter jungen Leuten. Mithilfe des Spiels bauen die NutzerInnen digitale Welten, in denen sich auch Aufgaben lösen lassen. Minecraft ist auch in den meisten Ländern zugänglich, in denen unabhängige Medien unterdrückt werden.

Virtuelle Bibliothek der Pressefreiheit

Wir haben in Minecraft eine riesige, virtuelle Bibliothek der Pressefreiheit gebaut. In der Eingangshalle der Uncensored Library finden BesucherInnen Informationen zur Pressefreiheit in 180 Ländern. Spezielle Räume sind verschiedenen Ländern gewidmet, in denen Zensur besonders stark verbreitet ist: Ägypten, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien und Vietnam. Dort sind die Texte von zensierten Medien sowie von zensierten oder ermordeten JournalistInnen verfügbar – auf Englisch und in der jeweiligen Landessprache. Der Hashtag zur Kampagne lautet #TruthFindsAWay.



Werfen Sie einen Blick in die Bibliothek der Pressefreiheit unter www.uncensoredlibrary.com und unterstützen Sie unsere Arbeit gegen Internetzensur mit einer Spende oder auch als Mitglied. Danke für Ihr Engagement.

Herzliche Grüße
Ihre
Lisa Dittmer
Referentin für Internetfreiheit
PS: Ich verstärke übrigens seit dem 1. März 2020 Reporter ohne Grenzen und freue mich auf spannende Aufgaben im Einsatz für Pressefreiheit im Netz und den gemeinsamen Austausch.
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