„Keine edlen Herren: Trotzdem Freispruch im Deutsche Bank-Prozess“ – Leserbrief von Jochen Dürr, Schwäbisch Hall-Bibersfeld

Einen Leserbrief zum Freispruch im Deutsche Bank-Prozess hat Jochen Dürr aus Schwäbisch Hall-Bibersfeld geschrieben. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Leserbrief in voller Länge.

Leserbrief von Jochen Dürr, Vorsitzender Ver.di-Ortsverein Schwäbisch Hall

Geld ist genug da, es ist nur falsch verteilt

Erschöpft seien die Herren Manager nach einem Jahr Prozess. Das ist ja ganz menschlich. Mein Bedauern hält sich da in Grenzen. Die Herren wurden freigesprochen, aber haben dank teurer Anwaltskanzleien ihren Kopf aus der Schlinge bekommen. Ist ein Freispruch auch der Beweis, dass sie nur edle Herren waren, die sich keine Schuld vorwerfen lassen müssen? Meine eindeutige Antwort: NEIN! In diesem neoliberalen Turbokapitalismus können Bankmanager weiter agieren, weil sie wissen, dass die überwiegende Zahl der  Abgeordneten in den Parlamenten (mit Ausnahme der LINKEN) nicht an ihre Geldbeutel wollen. Den KollegInnen im Öffentlichen Dienst, die gerade um höhere Löhne und gegen Einschnitte in ihre Zusatzversorgung in großer Zahl auf die Straße gehen, wird immer vorgehalten, es sei kein Geld da. Geld ist genug da, es ist nur falsch verteilt. Für eine Umkehr in der Steuerpolitik gehen auch die Gewerkschaften am kommenden Sonntag (1. Mai 2016) wieder auf die Straße.

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