„Viele Missverständnisse über das mittelalterliche Ablasswesen“ – Vortrag in Crailsheim

In der öffentlichen Wahrnehmung ist „Ablass“ ein Reizwort. Es steht für Geldgier und Missbrauch kirchlicher Würdenträger insbesondere im Vorfeld der Reformation. Allerdings sind mit der Vorstellung vom Ablass viele Missverständnisse verbunden.

Vom Stadtarchiv Crailsheim

Westgartshausener Ablassurkunden

In einem Vortrag für das Stadtarchiv Crailsheim, den Crailsheimer Historischen Verein und das Evangelische Kreisbildungswerk Schwäbisch Hall erläutert Dr. Thomas Knöppler am Montag, 11. April 2016, um 19.30 Uhr zunächst das mittelalterliche Bußsakrament und klärt wichtige Begriffe. Daran schließt sich ein Überblick zu Entstehung und Ausbau der Ablasspraxis an. Konkretisiert werden die Ausführungen anhand der auf die Liebfrauenkirche Westgartshausen bezogenen Ablassurkunden. Der Vortrag findet im Rathaus Crailsheim, Forum in den Arkaden, statt.

Ablass spielt auch heute noch eine Rolle

Knöppler, bis vor Kurzem noch Pfarrer in Westgartshausen und aktuell noch Vorsitzender des Historischen Vereins, thematisiert auch die 95 Thesen Martin Luthers, in denen sich dieser mit den Auswüchsen des Ablasswesens kritisch auseinandersetzte. Darauf wiederum hat das Konzil von Trient reagiert. Und auch heute noch spielt der Ablass eine Rolle, etwa wenn Papst Franziskus im „Heiligen Jahr“ 2016 zum Durchgang durch die Heilige Pforte einlädt.

Kurzinfo:

Vortrag über das mittelalterliche Ablasswesen, Montag, 11. April 2016, 19.30 Uhr, Rathaus Crailsheim, Forum in den Arkaden

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