Bürgerinitiative „Tierfreier Weihnachtscircus Crailsheim“ protestiert gegen Ausbeutung von Tieren

Zu einem Protest für einen „tierfreien Weihnachtscircus in Crailsheim“ hatte die „Bürgerinitiative – Tierfreier Weihnachtscircus Crailsheim“ am Samstag, 19. Dezember 2015, beim Media Markt aufgerufen.

Von Simon Fischer, Bürgerinitiative „Tierfreier Weihnachtscircus Crailsheim“

Tierausbeutung

Die Initiatoren schreiben: Gemeinsam mit Dutzenden anderen Vereinen, Gruppen und Organisationen demonstrieren wir gegen die Tierausbeutung im Crailsheimer Weihnachtscircus. Hinter dem Zirkus verbirgt sich der Skandalzirkus Alberti, der bereits mehrfach durch Prügelattacken auf Beamte und Demonstranten, Tierschutzgesetzverstöße und Tierausbrüche, sowie Tierbisse, in die Schlagzeilen geraten ist (www.peta.de/chronik-zirkus-alberti#.VmCDiP6raUk).

Große Raubtiernummer

Neben Kamelen, Ponys, Hunden und Pferden, führt der Zirkus den einzigen derzeit in Deutschland reisenden Braunbären Ben mit. Bei dem Braunbären, der seit über 20 Jahren in einem engen Käfig lebt, wurden in der Vergangenheit mehrfach stereotype Verhaltensstörungen beobachtet und dokumentiert. Außerdem dabei: zwei Berberaffen. Peta Deutschland e.V hat bei dem Gastspiel in Hilpoltstein vor einigen Wochen Anzeige bei der zuständigen Veterinärbehörde erstattet, da der Affenkäfig laut dem aktuellen  Säugetiergutachten von 2014 zu klein ist. 2015 schließt sich dem Unternehmen zusätzlich der tschechische Dompteur Hynek Navratil mit einer großen Raubtiernummer an.

Bündnis von Tierschützern

Die Bürgerinitiative hatte für den 19. Dezember 2015, ab 14.30 Uhr einen Großprotest (Laufprotest) angemeldet. Diesem schlossen sich unter anderem an: Der Tierschutzverein Crailsheim Tierheim e.V, das Umweltzentrum Kreis Schwäbisch Hall e.V., das Aktionsbündnis – Tiere gehören nicht zum Circus, das Peta2-Streetteam Heilbronn, TierrechteAktiv e.V. Regensburg , Animal Revolution e.V., Menschen für Tierrechte Nürnberg e.V., Rock the Nature, die Tierschutzpartei, die MUTige Jugend, Animal Rights Watch und die Tierrechtsinitiative Augsburg e.V..

Entwürdigung, Stress, Einsamkeit, Langeweile

Wir sind der Meinung, dass Tiere in einem reisenden Zirkusbetrieb nicht artgerecht gehalten werden können. Die meiste Zeit verbringen Zirkustiere in dunklen LKWs oder in engen Käfigen. Das Leben in einem  Zirkus ist von Entwürdigung, Stress, Einsamkeit, Langeweile und elendigem Dahinvegetieren geprägt. Dies führt bei den meisten Tieren zu Verhaltensauffälligkeiten. Die Tiere wippen stundenlang mit dem Kopf auf und ab, oder laufen die Gitterstangen ihres Käfigs immer wieder entlang. Prominente rufen auf zum Großprotest in Crailsheim. Im Laufe der nächsten Tage werden Videobotschaften mit dem Aufruf zur Teilnahme veröffentlicht. Darunter befinden sich Botschaften der Schauspielerin Isabella Hübner, des veganen Kochs Björn Moschinski und der dreifachen Staatsboxmeisterin Melanie Fraunschiel aus Wien.

Petition für kommunales Wildtierverbot in Crailsheim eingereicht

Auch wenn der Crailsheimer Weihnachtscircus nicht auf öffentlichem Grund gastiert, haben wir das Gastspiel zum Anlass genommen und eine Petition mit über 2.000 Unterschriften für ein kommunales Verbot von Zirkusbetrieben mit wilden Tieren eingereicht. Diese Verbote gibt es bereits in über 40 Städten und Gemeinden Deutschlands (www.peta.de/verbotwildtiereimzirkus).

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