„Ausstellungen, Vorträge, Kurse“ – Juni-Programm des Hällisch-Fränkischen Museums Schwäbisch Hall

Die Stadtverwaltung Schwäbisch Hall hat das Juni-Programm im Hällisch-Fränkischen Museum Schwäbisch Hall zusammengestellt. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht die Termine und Informationen in voller Länge.

Von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Sonderausstellung bis 17. Juni 2012:

Rosemarie Finckh, Grafik und Malerei

Ausstellungen im „Wintergarten“:

Bis 3. Juni 2012: Im Fluss sein – Stein Klang Farbe, Arbeiten von Eva Brand, Lydia Jordan und Ingrid Mettert

16. Juni bis 23. September 2012:

Eckhart Zeyer – Unser Wald

Öffentliche Führungen und sonstige Veranstaltungen:

Sonntag, 3. Juni 2012, 14.30 Uhr:

Die Zeichen zu deuten wissen – Symbole und Allegorien in der Kunst, Führung mit Nanette Unger M.A.

Mittwoch, 6. Juni 2012, 14.30 Uhr:

So ein Pech! – Woher stammen unsere Redewendungen?, Führung für Kinder ab zehn Jahren mit Karin Bauer-Schellenberger

Anmeldung erforderlich (Telefon 0791/751-289)

Freitag, 8. Juni 2012, 14.30 Uhr:

Tatort Museum – Wer löst den Fall?

Führung für Nachwuchsdetektive und -detektivinnen ab acht Jahren mit Karin Bauer-Schellenberger. Anmeldung erforderlich (Telefon 0791/751-289)

Sonntag, 10. Juni 2012, 14.30 Uhr:

Szenen von Liebe, Leid und Tod – Bildbotschaften auf Haller Schützenscheiben, Führung mit Nanette Unger M.A.

Freitag, 15. Juni 2012, 18 Uhr:

Eröffnung der Ausstellung im „Wintergarten“; Eckhart Zeyer – Unser Wald

Samstag, 16. Juni 2012, 14.30 bis 17 Uhr:

Alles was Druck ist; Druckwerkstatt für Kinder ab zehn Jahren mit Susanne Hucht, Anmeldung erforderlich (Telefon 0791/751-289)

Samstag, 16. Juni 2012:

Exkursion nach Sigmaringen und Herbertingen-Hundersingen (in Kooperation mit dem Historischen Verein für Württembergisch Franken, dem Förderkreis Hällisch-Fränkisches Museum und der VHS Schwäbisch Hall). Besichtigung des Hohenzollernschlosses in Sigmaringen, der Heuneburg (frühkeltischer Fürstensitz) und des Heuneburgmuseums, Gebühr: 40 Euro, Abfahrt: Schwäbisch Hall, Schulzentrum West, 7.30 Uhr, Anmeldung bei Wolfgang Weirether, Telefon 0791/59404.

Sonntag, 17. Juni 2012, 14.30 Uhr:

„Frauenzimmer“ – Geschichten und Geschichtliches von Frauen aus Halls vergangenen Tagen, Führung mit Edith Amthor

Sonntag, 24. Juni 2012, 14.30 Uhr:

Von Zauberkräutern und Drachenblut; Magische Heil- und Wundermittelkunde für Zauberlehrlinge ab neun Jahren mit Karin Bauer-Schellenberger, Anmeldung erforderlich (Telefon 0791/751-289)

Weitere Informationen und Kontakt:

Stadtverwaltung Schwäbisch Hall, Am Markt 6, 74523 Schwäbisch Hall

www.schwaebischhall.de

www.facebook.com/schwaebischhall

www.twitter.com/ob_schwaebhall

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„Bio und Regional sind eine große Chance für heimische Erzeuger“ – Gemeinsam zur ökologischen Agrarwende

Gemeinsam zur ökologischen Agrarwende heißt das Motto der baden-württembergischen Öko-Anbauverbände. Bei der Eröffnung des ÖKO-SOMMERS formulierten die Öko-Anbauverbände konkrete Schritte.

Von der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg

Baden-württembergischer Öko-Sommer

Am 19. Mai 2012 eröffnete der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, im Zuge der Ecovin-Weinpräsentation in Freiburg den baden-württembergischen ÖKO-SOMMER. Das ist die seit 15 Jahren erfolgreiche Veranstaltungsreihe für Verbraucher der ökologisch wirtschaftenden Betriebe im Südwesten. Dies veranlasst die in der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau (AÖL e.V.) vertretenen Anbauverbände, die aktuelle Agrarpolitik der grün-roten Landesregierung unter die Lupe zu nehmen. Was ist gut ein Jahr nach Amtsantritt aus dem in der Koalitionsvereinbarung klar formulierten Bekenntnis zur ökologischen Landwirtschaft geworden?

Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleich (MEKA) fortsetzen

Erfreulicherweise hat das Ministerium sein Versprechen umgesetzt, die Unterstützung für ökologisch wirtschaftende Betriebe im Agrarumweltprogramm Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleich (MEKA) fortzusetzen. Viele weitere Schritte wurden gegangen, um die Interessen des Sektors zu berücksichtigen. Darüber hinaus stellte Minister Bonde Anfang dieses Jahres seinen Öko-Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“ vor und beschrieb darin die Verbindung von Bio und Regional als „eine große Chance für heimische Erzeuger“.

Klare politische Positionierung für die ökologische Landwirtschaft notwendig

„Diesen Plan würden wir jetzt – nicht nur aufgrund der derzeitigen Anzeichen aus Bayern – sehr gerne mit weiteren konkreten Maßnahmen unterfüttern“, sagt Dr. Christian Eichert, Geschäftsführer der AÖL. In Bayern strebt die Landesregierung eine Verdopplung der Bioproduktion bis zum Jahr 2020 an. Auch für den Südwesten würde sich die AÖL eine klare politische Positionierung für die ökologische Landwirtschaft als Leitbild einer zukunftsfähigen Agrarpolitik und -wirtschaft wünschen. Dabei gehe es den Öko-Anbauverbände keineswegs nur um eine reine Flächenförderung, sondern um eine gemeinsam mit der Landesregierung zu entwickelnde Strategie zur ökologischen Agrarwende. „Zumal die ökologische Landwirtschaft bei der neukonzipierten Nachhaltigkeitsstrategie des baden-württembergischen Umweltministeriums keine Rolle spielt, obwohl die ersten Bio-Höfe im Lande mittlerweile seit vielen Jahrzehnten Nachhaltigkeit leben und vorbildlich praktizieren“, ergänzt Eichert.

Stärker in tiergerechte Stallbaulösungen investieren

Zu einem umfassenden Öko-Aktionsplan gehören aus Sicht der AÖL Maßnahmen der Verbraucheraufklärung ebenso wie eine verbesserte Vermarktung von Bio-Produkten und eine „Bildungsoffensive Biolandbau“. Im Interesse vieler Verbraucher wäre es, stärker in tiergerechte Stallbaulösungen zu investieren. Dies ließe sich über einen Sonderfonds regeln.

Idee: „Tag des Ökolandbaus“

In puncto Bildung und Ausbildung sieht die AÖL ebenfalls Potenzial zur Sektorstärkung: „Bildung und Verbraucheraufklärung über die landwirtschaftlichen Zusammenhänge beginnt mit Themen wie Ernährungslehre und Kochen in allgemeinbildenden Schulen und endet bei der spezifischen Ausbildung zum Ökolandwirt“, so Eichert. Als erstes sichtbares Zeichen sollte in der Schulverpflegung und in Kantinen der öffentlichen Einrichtungen ein Mindestanteil regionaler Bioprodukte zum Einsatz kommen. Zusätzlich zum durch die Verbände selbst finanzierten ÖKO-SOMMER könnte es zukünftig einen landesweiten „Tag des Ökolandbaus“ geben.

Mit der ökologischen Agrarwende ernst machen

Nur mit einem Bündel an Maßnahmen und politischem Rückenwind könne die Vision der Öko-Anbauverbände Wirklichkeit werden: „Die ökologische Landwirtschaft und ihre gesunden Produkte sind aus der Nische gestartet und in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Verbraucher fragen regionale Bioprodukte nach, die aufgrund der schonenden Kreislaufwirtschaft der Bio-Bauern und -Winzer sowohl Umwelt als auch Klima zu Gute kommen. Lasst uns nach der Energiewende auch mit der ökologischen Agrarwende ernst machen“, appelliert Eichert an die Landesregierung.

Weitere Informationen und Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg, AÖL – Bioland | Demeter | Naturland | Ecovin | Ecoland

AÖL e.V. Geschäftsstelle,  Schelztorstraße 49, 73728 Esslingen

Telefon: 0711/550939-45

Fax: 0711/550939-50

Zum ÖKO-SOMMER siehe auch: http://www.oeko-sommer.de/

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„Geheimniskrämerei in Sachen Krankenhaus Gaildorf“ – Kommentar von Kreisrat Hans-Joachim Feuchter (Grüne)

Einen Offenen Brief zum Thema Erhalt des Gaildorfer Krankenhauses hat Hans-Joachim Feuchter, Grünen-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Schwäbisch Hall, an Landrat Gerhard Bauer geschrieben. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht das Schreiben in voller Länge.

Von Hans-Joachim Feuchter, Vorsitzender der Fraktion Grüne/ÖdP im Kreistag Schwäbisch Hall

Sehr geehrter Herr Landrat,

wir gehen davon aus, dass die nächsten Schritte für den Neubau des Klinikums Crailsheim am kommenden Dienstag den Kreistag mit großer Mehrheit passieren werden. Deshalb wollen wir uns nun verstärkt auch dem Krankenhaus Gaildorf zuwenden. Nachdem das Diak den Holding Vertrag gekündigt hat, muss der Landkreis konkret Verantwortung übernehmen. Wir wissen, dass Sie hierzu bereits Schritte eingeleitet haben und begrüßen das ausrücklich. Wir möchten jedoch als Fraktion selbst Vorschläge einbringen und dies hiermit tun.

Möglichkeit, das Gebäude als Einrichtung zur Versorgung von Kranken zu erhalten

Wir sehen in dem vor allem durch die „BI Krankenhaus Gaildorf“ angeregten Konzept für eine weitere Nutzung der Krankenhaus-Immobilie eine gute Möglichkeit, das Gebäude als Einrichtung zur Versorgung von Kranken zu erhalten. Auch wir wollen mithelfen eine feste Abteilung, eine Spezialklinik oder den Teil einer solchen als kleine aber sichere Basis in Gaildorf zu installieren. Deshalb möchten wir Sie bitten, nachstehende Möglichkeiten auszuloten und dazu entsprechende Gespräche zu führen:

Psychisch kranke Menschen nach Gaildorf

Verlegung einer Einrichtung (oder eines Teils) für psychisch kranke Menschen der Kliniken Weißenhof in Gaildorf statt eines Neubaus in Hall. Bitte nehmen Sie dabei auch das Sozialministerium praktisch in die Pflicht. Welchen Sinn macht denn ein teurer Neubau mit staatlichen Zuschüssen, wenn ein quasi neues Haus in großer Nähe bereits zur Verfügung steht.

Verlegung einer kleineren (klinischen?) Abteilung des Diak nach Gaildorf

Einrichtung einer kleinen stationären Abteilung, die es im Landkreis so noch nicht gibt. Beispiele könnten eine geriatrische Rehablitation oder die Palliativmedizin sein. Zu dieser stationären Basis könnten Pflegebetten und ambulante Praxen, Außenstellen oder Sprechzeiten unterschiedlichster Ärzte (´Filialen´ sind ja inzwischen möglich) eine gute Ergänzung sein. Aus unserer Kenntnis gibt es hierzu eine bemerkenswerte Bereitschaft Gaildorfer Ärzte, die man über Gespräche verfestigen und Realität werden lassen sollte.

Krankenhaus samt Inventar zurück an den Landkreis

Die Umsetzung solcher Vorhaben ist sicher nicht einfach. Eine Schwierigkeit ist, dass der Betrieb und hierfür nötige Einrichtungen seinerzeit an das Diak übertragen worden sind. Aus unserer Sicht muss die Abwicklung und Entflechtung der Holding jedoch dazu führen, dass nicht nur die Immobilie Krankenhaus Gaildorf, sondern auch sämtliches Inventar wieder an den Landkreis zurückfällt. Hierzu möchten wir einerseits eine zuverlässige Auskunft, andererseits aber in den Verhandlungen mit dem Diak auch sichergestellt wissen, dass das so gemacht wird.

Diak garantiert 24-Stunden-Notarzt-Dienst in Gaildorf

Verhandlungen mit dem Diak – etwa über das Thema Kinderklinik oder das Inventar – halten wir für steuerbar, weil sich das Diak ja verpflichtet hat einen 24-Stunden-Notarzt-Dienst in Gaildorf zu garantieren. Für durchschnittlich drei Einsätze pro Tag erfordert das drei Ärzte in Vollzeit pro Tag. Abgesehen davon, welche Ärzte man für einen solch spannenden Dienst gewinnen will, ist das eine sehr teure Angelegenheit, die mit einem neuen Konzept für das Krankenhaus Gaildorf obsolet werden könnte.

Geheimniskrämerei in Sachen Gaildorf

Last not least verstehen wir manche Geheimniskrämerei in Sachen Gaildorf nicht wirklich. Die Bürger verlangen heutzutage zurecht Transparenz und Offenheit. Offenbar ist in den letzten Monaten, ja Jahren (auch durch Herrn Eggert) viel Vertrauen in Gaildorf verspielt worden. Wir möchten, dass sich das ändert. Für eine gelebte Demokratie ist dies absolut nötig. Sie haben zwar mit Vertretern der Bürger gesprochen, gut informiert fühlen sich diese aber offensichtlich noch immer nicht. Da gibt es wohl Nachholbedarf.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Joachim Feuchter, Fraktionsvorsitzender von Die Grünen/ÖDP im Kreistag Schwäbisch Hall

Weitere Informationen und Kontakt:

Hans-Joachim Feuchter, Bovenzenweiler 6, 74575 Schrozberg

Telefon: 07939-8025

Fax: 07939-8027

Internet: http://gruene-sha.de/kreistag/

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„Die Zukunft der Schiene und des ÖPNV im Ländlichen Raum“ – Symposium des Regionalverbands Heilbronn-Franken in Künzelsau

„Die Zukunft der Schiene und des ÖPNV im Ländlichen Raum“ heißt der Titel eines Symposiums des Regionalverbandes Heilbronn-Franken. Zeit und Ort: Donnerstag, 28. Juni 2012, von 10 Uhr bis zirka 17 Uhr in der Künzelsauer Stadthalle, Schulstraße 9.

Von Johannes Müllerschön, Mitglied der Fraktion GRÜNE-ödp-DIE LINKE in der Regionalverbandsversammlung HEILBRONN-FRANKEN

Erste kritische Veranstaltung seit der Volksabstimmung

Seit der Volksabstimmung um das Projekt Stuttgart 21 und dem entsprechenden vorangegangenen Wahlkampf ist das die erste Veranstaltung in der Region zum Thema Nahverkehr eines kommunalen Veranstalters, die auch unter Beteiligung von Stuttgart 21-kritischen Verbänden wie VCD und Pro Bahn stattfindet.

Eisenbahnnostalgie macht es möglich

Das ganztägige Symposium findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum Jubiläum 150 Jahre Hohenlohebahn (Heilbronn – Schwäbisch Hall- Hessental) in Künzelsau statt. Nicht beteiligt an der Veranstaltungsreihe sind die Stadt Heilbronn und der Landkreis Heilbronn, dafür aber die Landkreise Schwäbisch Hall und Hohenlohe, sowie die Gemeinden Öhringen, Kupferzell, Schwäbisch Hall, Weinsberg, Neuenstein, Waldenburg und Wackershofen. Es ist begrüßenswert, dass sich der Regionalverband des Themas Nahverkehr annimmt. Der Regionalverband deckt politisch das Gebiet des HNV (Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr GmbH) ab. Ich würde mich über zahlreiche Teilnehmer auch aus dem Kreis der Freunde der Zabergäubahn und der Stuttgart 21-Gegner freuen, auch wenn wohl eher keine Diskussion vorgesehen ist. Den Einladungsflyer und den LINK zur Anmeldung finden Sie unten. Wegen gemeinsamer Anreise oder eventueller Mitfahrgelegenheit von Offenau/Heilbronn aus, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit bahnfreundlichen und DB-kritischen Grüßen Johannes Müllerschön

Weitere Informationen und Kontakt:

Johannes Müllerschön, Mitglied der Fraktion GRÜNE-ödp-DIE LINKE in der Regionalverbandsversammlung HEILBRONN-FRANKEN, Alte Saline 1, 74254 Offenau

Telefon: 07136/4280

Internet: www.kreistag.die-linke-heilbronn.de

Aus der Einladung des Regionalverbands:

Das 150-jährige Jubiläum der Hohenlohebahn ist für den Regionalverband Heilbronn-Franken Anlass, nicht nur einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, sondern den Blick auch nach vorne zu richten. Auf dem Symposium diskutieren Fachleute aus Politik, Wissenschaft und der Region Heilbronn-Franken die Rahmenbedingungen, Perspektiven und Ziele für eine Zukunft der Schiene und des ÖPNV vor allem im Ländlichen Raum. Schirmherr der Veranstaltung ist Landrat Helmut M. Jahn aus dem Hohenlohekreis.

Zur Anmeldung:

http://www.regionalverband-franken.de/aktuelles/aktuelles_symposium.htm

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„Polizei will ein Totaldemonstrationsverbot durchsetzen“ – Demokratiefreie Zone Frankfurt

Frankfurt am Main ist seit Mittwoch, 16.Mai 2012, Schauplatz des Protests gegen die europäische Krisenpolitik. Die Stadt Frankfurt hat sich in dieser Situation dafür entschieden, das Zentrum der Stadt in den kommenden Tagen zur demokratiefreien Zone zu machen: Sämtliche Protestveranstaltungen des Blockupy-Bündnisses wurden verboten.

Von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Nur die Demo am Samstag kann stattfinden

Leider haben das Frankfurter Verwaltungsgericht, der Hessische Verwaltungsgerichtshof und schlussendlich auch das Bundesverfassungsgericht das skandalöse Verbot des Frankfurter Ordnungsamts in weiten Teilen bestätigt. Bis Freitag bleiben alle Blockupy-Veranstaltungen verboten. Das hat auch das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch bestätigt. Lediglich die Demonstration am Samstag kann stattfinden. Mit einem Aufgebot von rund 5.000 Beamten aus ganz Deutschland will die Polizei das Totaldemonstrationsverbot durchsetzen.

Abstruse Gefahrenprognosen

Das Verbot durch Ordungsamt und Gerichten stützt sich auf eine Gefahrenprognose der Polizei, wonach während der Aktionstage angeblich Massen von Gewalttätern Frankfurt überfluten würden. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Polizei mit solchen in den Hirnen ihrer Strategen entstandenen und durch keinerlei konkrete Fakten belegten Horrorgemälden aufwartet. Der eigentliche Skandal ist, mit welcher Bereitwilligkeit Gerichte – in diesem Fall bis zum Bundesverfassungsgericht – diese Phantasiegemälde zu Tatsachen erklären und die von der Ordnungsmacht verlangten Verbote durchwinken.

Konzert mit Konstantin Wecker verboten

Bereits am Mittwoch wurden große Teile des Innenstadtbereichs abgesperrt und eine sogenannte Sicherheitszone um die Europäische Zentralbank (EZB) eingerichtet. Es wurde ein Konzert mit Konstantin Wecker verboten und selbst eine Veranstaltung der Jusos, in der an den Holocaust erinnert werden soll, wurde mit schikanösen Auflagen belegt. Ein Sprecher sagte, die Polizei werde bis Sonntag keine Spontandemonstrationen in der Frankfurter Innenstadt zulassen und wolle die Menschen aktiv auf die Verbote hinweisen. Kontrollen gibt es vermehrt auch in Zügen und rund um den Bahnhof. Etliche Aktivisten berichteten, dass sie an der Weiterfahrt nach Frankfurt behindert worden seien oder die Polizei sie stundenlang festgehalten habe. Teil dieser Protestchoreographie ist auch die Goethe-Universtität Frankfurt. Sie schließt ihre Gebäude bereits am Mittwochabend und zwingt die Studenten damit zu einem freien Tag. Diese Maßnahme stößt bei Studentenvertretern und etlichen Lehrenden auf Kritik.

Zustände wie in der Ukraine oder Weißrussland

Das „Totalverbot aller Kundgebungen und Versammlungen am 17. und 18. Mai stellt eine Aushebelung fundamentaler Grundrechte dar“, stellte Linken-Landeschef Ulrich Wilken, einer der Anmelder der Blockupy-Proteste, fest. Friedliche Blockaden gehörten zur Demonstrationsfreiheit und seien durch das Grundgesetz geschützt, so Wilken. Wenn in Südeuropa Menschen wegen der Euro-Krise vom Hungertod bedroht seien, müsse man in Deutschland dagegen demonstrieren dürfen. Dem Hessischen Rundfunk gegenüber sagte Wilken fest, das von der schwarz-grünen Frankfurter Stadtregierung verhängte Verbot sei „eine Sauerei ohne Ende“. Der Sprecher des Friedensratschlags, Peter Strutynski, fühlt sich durch »die blindwütige Verbotspolitik der Stadt Frankfurt« »in fataler Weise an Zustände in der Ukraine oder Belarus« erinnert, die hierzulande ansonsten immer so gern lauthals kritisiert werden«. Das zeige, »wer in unserem Land wirklich das Sagen hat: Gegen die Regierung zu demonstrieren, ist noch erlaubt, wenn es aber gegen die Banken geht, hört jeder Spaß auf.«

Weitere Informationen im Internet über die Proteste in Frankfurt:

BLOCKUPY PROGRAMM http://blockupy-frankfurt.org/actiondays/programm

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„Mehr als 120.000 Euro pro Jahr zusätzlich“ – Großverdiener im EU-Parlament

Der Europaabgeordnete Klaus-Heiner Lehne aus Nordrhein-Westfalen (NRW) ist Großverdiener. Als Partner einer Rechtsanwaltskanzlei kassiert er mehr als 120.000 Euro im Jahr – zusätzlich zu seinen Bezügen als Abgeordneter.

Zugesandt von der Internetseite abgeordnetenwatch.de

Elmar Brok kassiert von Europas größtem Medienunternehmen

Das Brisante an diesem Fall: Während Lehnes Kanzlei 2010 einen Großdeal für den Platten-Multi Sony Music einfädelte, entschied der Abgeordnete Lehne wenig später im Europaparlament über eine bessere „Durchsetzung von Urheberrechten“ mit. Ein weiterer Fall, auf den wir gestoßen sind: Der EU-Abgeordnete Elmar Brok kassiert von Europas größtem Medienunternehmen, der Bertelsmann AG, als hoher Berater zwischen 60.000 und 120.000 Euro pro Jahr. Unser Team hat dies aufgedeckt und heute in unserem Blog veröffentlicht. Vorausgegangen war eine aufwändige Recherche in den teilweise handschriftlichen Erklärungen der Europaabgeordneten zu ihren Nebeneinkünften.

Wir können uns solche Recherchen nur leisten, weil uns Bürgerinnen und Bürger mit einem regelmäßigen Beitrag ab 5 Euro im Monat unterstützen.

Weitere Informationen und Kontakt:

http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/05/10/interessenkonflikt-durch-nebentatigkeit-vorsitzender-des-eu-rechtsausschusses-verdient-mindestens-120-000-euro-in-groskanzlei/

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Ausgezeichnet wird „Engagement vor Ort“ – Vorschläge machen für Deutschen Engagementpreis 2012

Vom „Bündnis für Gemeinnützigkeit“ wird jedes Jahr der „Deutsche Engagementpreis“ ausgelobt. Dieses Jahr (2012) liegt der Schwerpunkt in der Kategorie „Engagement vor Ort“.

Zugesandt von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Herausragender Einsatz für die Region

Gewürdigt werden insbesondere Menschen und Organisationen, die sich in herausragender Weise für ihre Region einsetzen. Im Dezember 2012 werden die Gewinnerinnen und Gewinner im Rahmen einer festlichen Preisverleihung in Berlin ausgezeichnet. Die Nominierten haben zudem die Chance auf den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis, über den Bürgerinnen und Bürger im Herbst 2012 entscheiden können. Bis zum 31. Mai 2012 können per Post oder online Personen, Organisationen und Initiativen für den “Deutschen Engagementpreis” vorgeschlagen werden.

Per Post:

Projektleitung Deutscher Engagementpreis, c/o Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V., Mauerstraße 93 I, 10117 Berlin

Online:

www.deutscher-engagementpreis.de/nominieren.html

Weitere Informationen im Internet gibt es auf der Seite www.deuscher-engagementpreis.de.

 

 

Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Pressestelle

Am Markt 6

74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791/751-245

Fax: 0791/751-466

Mail: Robert.Gruner@schwaebischhall.de

www.schwaebischhall.de

www.facebook.com/schwaebischhall

www.twitter.com/ob_schwaebhall

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„Bewährtes weiterentwickeln“ – Neues Präsidium beim Serviceclub Round Table Crailsheim

Bei der Jahreshauptversammlung des Serviceclubs Round Table wurde die Kette des Präsidenten von Andreas Manthey an Robin Früh überreicht.

Vom Serviceclub Round Table in Crailsheim

Robin Früh einstimmig gewählt

Robin Früh bedankte sich für das Vertrauen, das ihm in der einstimmigen Wahl ausgesprochen wurde. Er ist Geschäftsführer der Firma Früh Fliesen Design GmbH, der LVS GmbH und der Nahwärme Steinbach an der Jagst GbR. Früh ist seit 2004 Mitglied bei Round Table 140 in Crailsheim. Der frischgewählte Präsident fühlt sich den traditionellen Werten von Round Table: „adopt, adapt, improve“ verpflichtet. Das Motto stammt aus einer Rede des Prince of Wales, der im Jahr 1927 mit diesen Worten junge Männer dazu ermunterte, bewährte Lösungen zu übernehmen und sie auf die veränderten Verhältnisse der Gegenwart und der Zukunft hin weiterzuentwickeln.

Service-Gedanke im Dienst an der Allgemeinheit

Daneben steht auch in der diesjährigen Legislaturperiode der Service-Gedanke im Dienst an der Allgemeinheit im Vordergrund. Zum präsidialen Team von Robin Früh gehören neben dem Vizepräsidenten Michael Huber der Sekretär Volker Hofmann, der Kassierer Bernd Blumenstock, der International-Relationship-Officer Andreas Schwarz, der Web-Administrator Jochen Masurczak, Past-Präsident Andreas Manthey und der Press-Relation-Officer Frank Brüderle.

Sommerfest für die Kindergärten

Robin Früh freut sich auf die anstehenden herausfordernden Aufgaben seines Präsidentenjahres und alle geplanten Projekte wie das Sommerfest für die Kindergärten, die Weihnachtspäckchenaktion, Wunschbaum und Weihnachtsmarkt. Drei Projekte sind mit Erfolg umgesetzt, zum einen Verkaufsstände am Horaffensonntag sowie bei der XXL-Shopping Nacht und zum anderen ein Tischfußballturnier bei St. Raphael Kinder- und Jugendhilfe.

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.rt-crailsheim.de/frames.html

Weitere Serviceclubs in Crailsheim (zusammengestellt von Hohenlohe-ungefiltert):

Lions Club: http://www.lions.de/Netzwerk/Clubs-in-meiner-Naehe/458.htm?clubId=21800&startsWith=C&pageSelected=2&clubsPerPageSelected=15

Rotary Club: http://www.rotaryclub-crailsheim.de/

Rotaract Club Crailsheim-Hohenlohe: http://crailsheim-hohenlohe.rotaract.de/rotaract

Kiwanis-Club: http://www.kiwanis-crailsheim.de/Willkommen/willkommen.html

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„Geplant: Mehrgenerationenhaus in Schwäbisch Hall“ – Informationstreffen am Samstag

In Schwäbisch Hall gibt es das Mehrgenerationen-Wohnprojekt HELLER WOHNEN. Es hat sich nun eine neue Gruppe gebildet, die auf dem Nachbargrundstück eine ähnliches Wohnprojekt realisieren möchte. Diese Gruppe tagt in kürzeren Abständen. Das nächste Treffen findet am Samstag, 19. Mai 2012, um 15 Uhr in Schwäbisch Hall, Auf dem Katzenkopf 15, im Mehrgenerationenwohnhaus der Gruppe HELLER WOHNEN statt.

Zugesandt von Angelika Trenkle, info@domizil-leer.de

Telefonische Anmeldung erbeten unter: 0160 9730 0379.

Kurzinfo:

Initiativgruppe Mehrgenerationen-Wohnen II tagt wieder am Samstag, 19. Mai 2012, um 15 Uhr in Schwäbisch Hall, Auf dem Katzenkopf 15, im Mehrgenerationen-Wohnprojekt HELLER WOHNEN.

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.heller-wohnen.de/

http://www.pro-wohngenossenschaft.de/pages/projekte/sh.htm

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„Ist Antifaschismus verfassungswidrig ?“ – Kommentar der VVN-BdA zum Verfassungsschutzbericht für Baden-Württemberg

Zur Vorstellung des neuen Landesverfassungschutzberichtes am 11.Mai 2012 hat die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Baden-Württemberg e.V. (VVN-BdA) eine öffentliche Erklärung abgegeben. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Kommentar des VVN-BdA in voller Länge.

Von VVN-BdA-Landessprecher Jochen Dürr (Schwäbisch Hall) und Dieter Lachenmayer, Geschäftsführer der VVN-BdA Baden Württemberg e.V.

Kine neue, offenere politische Kultur

Wer gehofft hatte, mit der neuen Grün-Roten Landesregierung gäbe es nun in Baden-Württemberg die Chance auf eine neue, offenere politische Kultur, sieht sich durch die Vorstellung des neuen Verfassungsschutzberichtes durch den sozialdemokratischen Innenminister Gall herb enttäuscht. Nicht mal der Schlauch ist neu, in den der alte Wein gegossen wurde.

‚Staatsfeindliche‘ Tätigkeit linker Organisationen

Obwohl mit der Entdeckung der neofaschistischen Terrormorde der NSU nun auch konservativen Politikern eine Idee gekommen sein müsste, woher die Demokratie bedroht wird, wird in diesem Verfassungsschutzbericht erneut der Antifaschismus als Feindbild verortet: „Linksextremismus … Antifaschismus bleibt zentrales Aktionsfeld“ lauten die Überschriften zur Einführung des Kapitels, in dem die ‚staatsfeindliche‘ Tätigkeit linker Organisationen wie folgt geschildert wird: „Im Mittelpunkt des linksextremistischen „Antifaschismus“ standen erneut Aktionen gegen … Veranstaltungen von Rechtsextremisten.“

„Linksextremistisch beeinflusste Organisation“

Folgerichtig wird auch die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, die 1947 von den wenigen Überlebenden der KZs und Folterstätten des Hitlerregimes gegründet wurde, als „linksextremistisch beeinflusste Organisation“ verdächtigt und verächtlich gemacht:

Halbwahrheiten, Verdrehungen und Nichtigkeiten

Zu diesem Zweck verbreitet Verfassungsschutzbericht lediglich eine Reihe von Halbwahrheiten, Verdrehungen und Nichtigkeiten. Der – aus nicht erklärten Gründen in Gänsefüße gesetzte ‚Antifaschismus‘ der VVN-BdA stehe „auf der Basis des klassisch kommunistischen Faschismusverständnisses, das einen untrennbaren Zusammenhang zwischen Faschismus und Kapitalismus herstellt“, lautet der Hauptvorwurf des Verfassungsschutzes. Die VVN-BdA als Organisation hat sich indessen nie auf eine bestimmte der auch in ihren Reihen diskutierten Faschismustheorien festgelegt. Klar ist nur, dass der Begriff Faschismus in Wissenschaft und Politik ganz eindeutig jene autoritär-repressiven politischen Bewegungen und Herrschaftsformen beschreibt, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in zahlreichen kapitalistisch geprägten europäischen Ländern entstanden und teilweise zur Macht gelangt sind, ein Zusammenhang mit dem Kapitalismus also historisch vorgegeben ist.

Alle Ansätze faschistischer Tendenzen zurückweisen

Das satzungsgemäße Bemühen der VVN-BdA ist es, in Übereinstimmung mit dem als Gegenentwurf zum gerade überwundenen faschistischen System entstanden Grundgesetz, alle Ansätze faschistischer Tendenzen zurückzuweisen. Die Zusammenarbeit aller Gegnerinnen und Gegner des Faschismus unabhängig von deren parteipolitischen Präferenzen oder weltanschaulichen Überzeugungen ist die Grundlage aller ihrer Aktivitäten. Aus der Gründungsgeschichte der VVN-BdA erklärt sich, dass die VVN-BdA in besonderer Weise den Organisationen der Arbeiterbewegung, Gewerkschaften und Parteien, verbunden ist, die einen bedeutenden Teil des antifaschistischen Widerstandes gegen das Naziregime leisteten und zahlreiche Opfer zu erbringen hatten.

Verfassungsschutz hat den VVN-BdA-Bundesverband im Visier

Auffällig am Verfassungsschutzbericht über die VVN-BdA ist, dass der baden-württembergische Verfassungsschutz ganz offensichtlich nicht vorrangig die Tätigkeit der juristisch selbstständigen VVN-BdA Baden-Württemberg im Visier hat, sondern sich wesentlich ausführlicher mit dem Dachverband auf Bundesebene beschäftigt. Als Beweis für den „Linksextremismus“ der VVN-BdA wird dort angeführt, dass der Bundesvorsitzende, der Theologe Heinrich Fink, sich in einem Zeitungsinterview zum Sozialismus bekannt habe.

Fehlende geheimdienstliche Beobachtung der VVN-BdA auf Bundesebene

Hintergrund für diese ausführliche Befassung mit der Bundesvereinigung ist die Tatsache, dass als Folge zumeist rot-grüner Regierungszeiten die VVN-BdA seit Jahren nicht mehr im Bundesverfassungsschutzbericht und in den Berichten der anderen Bundesländer erwähnt wird. Neben Baden-Württemberg ist dies nur noch in Bayern der Fall. Offensichtlich soll mit diesen beiden verbleibenden Berichten die Lücke geschlossen werden, die durch die fehlende geheimdienstliche Beobachtung der VVN-BdA auf Bundesebene entstanden ist. Warum sich Baden-Württemberg im Gegensatz zu den anderen Bundesländern daran ausgerechnet unter einer nun grün-roten Regierung hergibt, bleibt eine offene Frage. Noch im letzten Jahr hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel gegenüber der VVN-BdA in einem Brief bekundet, dass „… nach unserem Dafürhalten auf eine Nennung der VVN-BdA als Organisation im Verfassungsschutz verzichtet werden könnte“.

Gegen die ‚Kriminalisierung legitimen Protestes‘

Die Erkenntnisse, die der Verfassungsschutzbericht im letzten kleineren Teil des entsprechenden Kapitels über die VVN-Baden-Württemberg zusammengestellt hat sind ebenso dürftig, wie jene über die Bundesvereinigung:

– Vertreter aus Baden-Württemberg seien bei der Antragsdebatte auf dem Bundeskongress „besonders aktiv in Erscheinung getreten.“

– Die VVN-BdA Baden-Württemberg habe zu Protesten gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Heilbronn aufgerufen.

– Die Freiburger VVN-BdA habe einen Aufruf „Freiburg gegen Faschismus“ unterstützt, der auch von der Partei Die Linke und der DKP sowie dem Jugendverband der MLPD mitgetragen worden sei. (Vergessen wurden in dieser Aufzählung übrigens und vor allem der DGB und ver.di Freiburg)

– Die VVN-BdA habe sich mit TeilnehmerInnen an Protesten gegen ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr in Stuttgart solidarisiert, gegen die deshalb staatsanwaltschaftlich ermittelt wurde, und sich gegen die ‚Kriminalisierung legitimen Protestes‘ gewandt.

Für Frieden und Demokratie

Wie aus diesen alltäglichen Beispielen für ein viel umfassenderes Eintreten der VVN-BdA gegen Faschismus und Neofaschismus, für Frieden und Demokratie eine Gefahr für die Verfassung abgeleitet werden kann, bleibt das Geheimnis des Geheimdienstes. Diese Verfassung legt im Gegenteil großen Wert auf demokratisches Engagement und garantiert als Grundrechte unter anderem die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit und die Vereinigungsfreiheit.

Gegen frühere Peiniger, Rassisten, Neofaschisten und Rechtsterroristen von heute

Ein nachvollziehbarer Hinweis, warum die Organisation der Naziopfer und Antifaschisten VVN-BdA in diesem Bericht als verfassungsmäßig bedenklich auf die selbe Stufe gestellt wird, wie die Gesinnungsnachfolger ihrer damaligen Peiniger, die Rassisten, Neofaschisten und Rechtsterroristen von heute, ist nicht zu finden.

Verunglimpfung antifaschistischen Engagements einstellen

Die VVN-Bund der Antifaschisten fordert Innenminister Gall und die Landesregierung auf, dem Beispiel der Mehrheit der Bundesländer zu folgen, diesem gespenstischen Treiben des Landesamtes für Verfassungsschutz ein Ende zu setzen und die Verunglimpfung antifaschistischen Engagements durch die jährliche Erwähnung der VVN-BdA im Landesverfassungsschutzbericht einzustellen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Jochen Dürr (Landessprecher), Dieter Lachenmayer Geschäftsführer der VVN-BdA Baden Württemberg e.V.

VVN – Bund der Antifaschisten, Landesvereinigung Baden-Württemberg e.V., Böblinger Straße 195, 70199 Stuttgart

Telefon: 0711 – 603237

Fax: 0711 – 600718

Internet:

http://www.vvn-bda.de/

http://www.vvn.telebus.de/

Der Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2011 als PDF-Datei:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/60372

 

 

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