Wenn Risiken und Nebenwirkungen verschwiegen werden: Wie die Pharmaindustrie mit der Gesundheit von Diabetikern spielt

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker – schön und gut. Aber was, wenn die Hersteller die Ärzte nur mangelhaft über Risiken ihrer Medikamente informieren? KONTRASTE deckt skrupellose Methoden der Pharmakonzerne auf und zeigt: Das System der Arzneimittelüberwachung funktioniert nicht.

Gefunden von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Wenn Pharmahersteller mögliche Nebenwirkungen verschweigen, kann das für Patienten gefährliche Folgen haben. Im konkreten Fall geht es um zwei Medikamente für Diabetiker.

Arzneimittelüberwachung in Deutschland? Fehlanzeige! Das ist in meinen Augen schon kriminell! Und natürlich war von den genannten Firmen niemand bereit vor die Kamera zu treten. Per Pressemitteilung werden dann aber alle Vorwürfe bestritten.

http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_24_06/risiko_arzneimittel.html

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Pulle Sekt für politisches Leichtgewicht – Christian von Stetten (CDU) gewinnt Bobbycar-Rennen in Ilshofen

Bilder eines Unfalls bei einem Bobbycar-Rennen im Jahr 2006. Foto: Berndt Meyer

Bilder eines Unfalls bei einem Bobbycar-Rennen im Jahr 2006. Foto: Berndt Meyer/Wikipedia

Mit einer Flasche Sekt ausgezeichnet wurde der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten (CDU) aus Künzelsau-Schloss Stetten. Nicht für besondere Leistungen als Politiker, sondern als Sieger des Bobbycar-Rennens regionaler Prominenz beim Ilshofener Stadtfest.

Kommentar von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

„Hauptattraktion beim Stadtfest in Ilshofen“

Bei den Wettfahrten zwischen dem Ilshofener Rathaus und dem daneben stehenden Gebäude der Polizei verwies Christian von Stetten Margit Megerle aus Söllbot (2.), Ralf Jäger, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Ilshofen (3.) und Claudia Freimüller auf den vierten Platz. In vier Ausscheidungsrennen habe der Freiherr aus Schloss Stetten seinen Bobbycar-Boliden am schnellsten durch den Stadtkurs gesteuert, schreibt Werner Meixner in der Lokalzeitung Hohenloher Tagblatt vom 21. Juni 2010. Das Promi-Bobbycar-Rennen sei am Samstagabend (Anmerkung: 19. Juni 2010) die Hauptattraktion des Stadtfests mit Hunderten von Zuschauern gewesen, so Meixner in seinem Bericht weiter.

Hinterbänkler-Dasein im Bundestag

Wie gerne würden die Menschen im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe aber einmal Nachrichten lesen, in denen der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten in seinem offiziellen Hauptberuf als Politiker mit guten Leistungen von sich reden macht. Doch da ist es merkwürdig still um den Blaublüter. In Berlin fristet der 39-jährige Multi-Geschäftsmann nur ein Hinterbänkler-Dasein und kickt einmal pro Woche mit anderen Abgeordneten. Zählbares für die Mehrzahl der Menschen in Hohenlohe, das konkret auf seine Arbeit und seinen persönlichen Einsatz zurückzuführen ist, kann Christian von Stetten kaum vorweisen. In seiner Tätigkeit im Bundestag kümmert er sich vor allem darum, die Rahmenbedingungen für seine zahlreichen eigenen Firmen und die Unternehmen seines Vaters Wolfgang von Stetten verbessern zu lassen. Christian von Stetten agiert in Berlin als Lobbyist in eigener Sache. Einsatz für das Gemeinwohl sieht anders aus.

Wenn’s politisch in die Tiefe geht, kneift der Freiherr meist

Zumindest diskussionswürdig ist die Teilnahme eines Bundestagsabgeordneten an Jux-Veranstaltungen wie einem kindischen Bobbycar-Rennen für Prominente. Statt sich bei derartigen Volksbelustigungen zum Narren zu machen, sollte sich Christian von Stetten besser darum kümmern, gute Politik für die Mehrzahl der Menschen im Wahlkreis zu machen. In Fachdiskussionen mit Experten anderer politischer Richtungen sollte er sich der Öffentlichkeit stellen. Dabei können die Wählerinnen und Wähler in Hohenlohe viel besser sehen, ob er auf wichtigem Gebiet etwas auf dem Kasten hat oder nicht. Im Wahlkampf 2009 jedenfalls kniff Christian von Stetten meist bei Fachdiskussionen. Wenn es vor allem um inhaltliche Themen ging, ließ sich der Freiherr häufig von anderen Mitgliedern seiner Partei vertreten.

Informationen zu Bobbycars im Internetlexikon Wikipedia:

Ein Bobby-Car® ist ein Spielauto für Kleinkinder ab zirka dem zweiten Lebensjahr. Es handelt sich (in der Classic-Ausführung) um ein rotes, knapp 60 cm langes und etwa 40 cm hohes vierrädriges Auto aus Plastik. Es wird von dem Unternehmen BIG seit 1972 an den Standorten Fürth und Burghaslach produziert. Nach dem Tod Ernst A. Bettags 2003 übernahm die Simba-Dickie-Group das Unternehmen. Der Name „Bobby-Car“ ist geschützt. Eine Alternativbezeichnung wäre „Lauflernfahrzeug“ oder „Rutschauto“ (wegen des Rutschens auf dem Boden). Seit 2005 wird auch ein „new Bobby-Car“ produziert, für das das Design des Classic überarbeitet wurde.

Der ganze Wikipedia-Text ist zu finden auf der Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Bobby-Car

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