„Schweres Erbe des Großvaters“ – Vortrag von Rainer Höß bei der Gedenkfeier in Langenburg zur Befreiung des KZ Auschwitz vor 75 Jahren

Eine Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren durch die Rote Armee veranstaltet der CVJM Langenburg am Donnerstag, 30. Januar 2020, um 20 Uhr in der Stadtkirche Langenburg. Es referiert Rainer Höß, ein Enkel des ehemaligen Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß. Weitere Veranstalter des Gedenkvortrags sind die evangelische Kirchengemeinde Langenburg und das evangelische Kreisbildungswerk Schwäbisch Hall.

Informationen des Evangelischen Kirchenbezirks Schwäbisch Hall

„Verdrängen hält die Erlösung auf“

Am 27. Januar 2020 jährte sich die Befreiung von Auschwitz zum 75. Mal. Wenn es ein Scheitern des Menschseins gibt, dann wurde dies in Auschwitz in seiner ganzen Schrecklichkeit deutlich. Rainer Höß ist deshalb am Donnerstag, 30.Januar 2020, um 20 Uhr, in der Stadtkirche Langenburg zu einem Vortrag zu Gast. Er ist Enkel des Kommandanten von Auschwitz, Rudolf Höß. Seit vielen Jahre setzt er sich kritisch mit dem schweren Erbe durch seinen Großvater auseinander. „Auschwitz ist nicht Geschichte, sondern Warnung für Gegenwart und Zukunft“, gemäß dem Satz an der ehemaligen Synagoge in Braunsbach: „Verdrängen hält die Erlösung auf. Erinnern bringt sie näher.“

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://www.kirchenbezirk-blaufelden.de/kirchengemeinden/hengstfeld-michelbachluecke/aktuelles/

https://www.kirchenbezirk-blaufelden.de/fileadmin/mediapool/gemeinden/KB_blaufelden/Kirchengemeinden/Langenburg/download/Amtsblatt/4_Amtsblattwoche_2020.pdf

http://www.gelsenzentrum.de/kinder_der_taeter.htm

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.die-geschichte-des-rainer-hoess-der-enkeleines-moerders.c4158111-596c-4adb-ab09-735f7acf2c0e.html

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„Traditionen und eine fast vergessene Pleite“ – Kritik in der Zeitung „RotFuchs“ an Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA)

„Traditionen und eine fast vergessene Pleite“ lautet die Überschrift ist des Artikels von Victor Grossmann in der Zeitung „RotFuchs“ vom Januar 2020. Grossmann kritisiert darin die Entscheidung der Berliner Finanzverwaltung, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) die Gemeinnützigkeit abzuerkennen.

Von Victor Grossmann, Arbeitskreis Frieden der Berliner VVN-BdA in der Zeitung „Rotfuchs“ vom Januar 2020

„Ausgerechnet vom bayrischen Verfassungsschutz“

In der Politik sind Traditionen wichtig. Als das Berliner Finanzamt beschloss, der VVN/BdA die Gemeinnützigkeit zu entziehen, wurde das glasklar. Die Entscheidung, die es ihr finanziell fast unmöglich macht, ein Büro ohne feste Angestellte zu behalten, ihre Existenz also gefährdet, basiert offiziell auf deren Einstufung als „gefährlich für die Demokratie“ – ausgerechnet vom bayrischen Verfassungsschutz.

Alte Nazis

Doch baut sie eben auf einer viel älteren Tradition auf. Spätestens 1959 beschloss die Bundesregierung, die VVN, wie vor ihr die FDJ, die KPD und alle „kommunistischen Tarnorganisationen“ als verfassungswidrig zu verbieten. Nach drei Jahren war sie soweit. Vor 57 Jahren also, am 29. November 1962, eröffneten Professor Fritz Werner und zwei Nebenrichter des ersten Senats des Bundesverwaltungsgerichts den Prozess. Doch kaum hatte er begonnen, mischte sich August Baumgarte ein, ein Überlebender der KZ Sachsenhausen und Mauthausen, und überreichte Dokumente, die bewiesen, dass gerade Werner schon vor 1933 Mitglied der NSDAP war, dass er stolz den Ehrentitel „Alter Parteigenosse“ trug und nach 1933 zum höheren SA-Führer berufen wurde. Danach kam heraus, dass der beisitzende Richter Eugen Hering, seit 1933 NSDAP-Mitglied, sogar in der SS war und bis zuletzt Landrat einer Ortschaft im besetzten Polen. Der dritte Richter, Lullies, auch seit 1933 in der NSDAP, hatte zur Nazi-Zeit einen hohen Rang in Erfurt inne und wäre Oberbürgermeister in Regensburg geworden, wenn das Kriegsende diese Beförderung nicht verhindert hätte. Schließlich war der Staatsanwalt der Regierung, Hermann Reuß, ebenfalls NSDAP-Mtglied und früher Richter, der schon gleich nach Hitlers Machtantritt das Verbot aller anderen Parteien forderte.

„Der Prozess ist gescheitert“

Diese Enthülliungen wurden in den bundesdeutschen Medien fast völlig vertuscht und waren der Grund , warum schon am zweiten Tag das Ganze verschämt „verschoben“ und kaum je wieder erwähnt wurde (nachdem Bonns Regierungssprecher kleinlaut zugab: “Der Prozess ist gescheitert.“). Dazu kommentierte seinerzeit die britische Zeitung „New Statesman“ bissig: Die VVN vor Gericht zu stellen zeugt schon überhaupt von sehr schlechtem Geschmack, dann aber dafür einen Nazi-Richter und SA-Mitglied als Vorsitzenden zu ernennen, ist absolut unglaublich… Nun, wenn Adenauer die Vertreter von Menschen, die in Konzentrationslagern litten, unbedingt bestrafen will, müsste sich, um ihre Schuld festzustellen, irgendwo in seinem Reich ein Richter finden lassen, der selbst kein Nazi war.“

„Extremisten“

Die neuerliche Entscheidung in Berlin ist noch mit einer ähnlichen Tradition verknotet, die neulich auf sehr hoher Ebene erkennbar wurde – nämlich bei der Europäischen Union. Diese Tradition bezeichnet linke Ideen und linke Menschen, ob Bolschewiken, Kommunisten oder “linke Extremisten“ genannt, nicht nur als schlecht und geradezu gefährlich, sondern stellt sie mit Faschisten gleich – und sogar verwandt, als wären die UdSSR, der „Ostblock“ und erst recht die DDR mit dem Dritten Reich der Nazis verwandte böse Brüder, wobei deutlich wird, für etliche seien die „Roten“ am Ende noch die gefährlicheren des Verwandtenpaars. Man spricht dabei von einem verwandten „Totalitarismus“. Nur, die eigentliche Tradition sieht ganz anders aus.

Hitler ermutigt, den Weltkrieg zu beginnen

Am 19. November 1937 traf sich Lord Halifax – bald wurde er britischer Außenminister – insgeheim mit Adolf Hitler. Nachdem er die großen Verdienste, die sich der Führer um den Wiederaufbau Deutschlands erworben habe, „voll und ganz“ lobte, versicherte er, dass er „wie andere Mitglieder der englischen Regierung davon durchdrungen (wäre), dass der Führer nicht nur in Deutschland selbst Großes geleistet habe, sondern auch durch die Vernichtung des Kommunismus im eigenen Lande diesem den Weg nach Westeuropa versperrt habe und dass daher mit Recht Deutschland als Bollwerk des Westens gegen den Bolschewismus angesehen werden könne.“ Dieses Treffen bestärkte England darin, Hitler und Mussolini bei deren entscheidender Hilfe für General Franco im Spanischen Bürgerkrieg gegen die dortige demokratische Regierung zu unterstützen – auf Kosten ungeheuren Elends nicht nur für das spanische Volk, sondern für alle Völker; denn diese Politik war es, die Hitler ermutigte und ihm ermöglichte, den Weltkrieg zu beginnen.

„Vielleicht morgen einem Hocker?“

Die Tradition ist also längst offenbar geworden, dass Regierungen und Politiker, die auf Antikommunismus schwören, meistens bereit sind, sich mit Faschisten zu verbinden. Trotz aller sorgsam gepflegten Totalitarismus-Theorien, sobald es darauf ankam, waren solche „Demokraten“ geneigt, einem Franco eher als einem Negrin zu helfen, einem Ngo Dinh Diem eher als einem Ho Chi Minh, einem Pinochet eher als einem Allende. Und vielleicht morgen einem Höcke?

„Faschisten bedrohen niemals die Reichen“

Die tatsächliche Verwandtschaft besteht nämlich nicht zwischen Faschisten und den Linken, Sozialisten und Kommunisten, welche sie immer grundsätzlich als Hauptfeind hassten und bekämpften, sondern mit den Antikommunisten, und wenn sie noch so glatt über Demokratie, Verfassungstreue oder böse Extremisten reden konnten. Diese Verwandtschaft liegt nämlich darin, dass sie bei Linken um ihr Eigentum fürchten mussten, dass ihre Millionen oder gar Milliarden vermindert oder – ach Gott – gar enteignet werden. Solche Ängste brauchen sie bei den Faschisten nicht zu haben, die ja niemals die Reichen bedrohen, die sie zumeist – wenn auch zuerst geheim – immer wieder finanzieren und unterstützen.

Verlogene Schritte gegen die VVN

Gerade die deutschen Traditionen – Linke betreffend – machen deutlich, wie verlogen Schritte gegen die VVN sind – und wie gefährlich. Sie harmonisieren allzuleicht mit den Forderungen mancher Minister – stark an eine gewisse Vergangenheit erinnernd – nach immer mehr Waffen und immer mehr Einsätzen. Dahinter, immer lauter, erkennt man schon die alt-neuen Sirenengesänge eines Höcke oder, kaum verdeckt, das Gebrüll eines blutlüsternen Mobs – wie einst!

Weitere Artikel im Internet in der Zeitung „RotFuchs“ zum aktuellen Thema VVN-BdA:

http://rotfuchs.net/files/rotfuchs-ausgaben-pdf/2020/RF-264-01-20.pdf

Weitere Informationen im Internet über die Zeitung RotFuchs:

http://rotfuchs.net/

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„Beeindruckende Menschen aus Hohenlohe“ – Michaela Butz aus Crailsheim hat einen eigenen Blog gestartet

Einen eigenen Blog hat die Diplom-Kommunikationswirtin Michaela Butz aus Crailsheim gestartet. Sie ist Social Media Managerin (VWA) und besitzt ein Zertifikat in „Leichter Sprache“. Sie macht beruflich auch Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Crailsheim.

Informationen von Michaela Butz, Crailsheim

Was mich an Hohenlohe fasziniert und was mich hier hält

Im Mittelpunkt dieses Blogs stehen Menschen aus Hohenlohe, die mich auf ganz unterschiedliche Weise beeindrucken. Es sind diejenigen, die mir Kraft geben oder mich anregen, die mich zum Lachen bringen, herausfordern, rühren oder die mich staunen lassen. Ich mache aber auch Werbung und berichte über die schönsten Ecken meiner Provinz. Kurz: Ich zeige, was mich an Hohenlohe fasziniert und was mich hier hält.

Wer ich bin?

Mir fallen viele Antworten ein. Keine stimmt ganz. Jeder Tag ist anders. Das geht wohl allen so, die offen und neugierig durchs Leben gehen und sich immer wieder aufs Neue berühren lassen.

Und beruflich?

Auch was ich tue, lässt sich nicht leicht auf einen Nenner bringen. Seit rund zehn Jahren mache ich Öffentlichkeitsarbeit für meine Heimatstadt Crailsheim. Daneben engagieren mich Agenturen und kleinere Unternehmen als Texterin, Freelancerin und PR-Fachfrau. Seit rund einem Jahr lehre ich zudem Deutsch als Fremdsprache (DaF) an einer privaten Crailsheimer Sprachschule. Mein Studium an der Berliner Uni der Künste habe ich mir als Krankenschwester finanziert. Ich war Koordinatorin im Betreuten Wohnen, Barkeeperin einer Tanzschule, Hilfsarchivarin beim RIAS… Immer hatte ich mit Menschen zu tun (beim RIAS indirekt über ihre Biografien). Vielleicht ist das der gesuchte Nenner.

Und noch eine Runde

Von Jobs und Menschen habe ich immer noch nicht genug. 2018 habe ich ein Zertifikat in Leichter Sprache bei der Lebenshilfe in Bremen abgelegt. Den Titel „Social Media Managerin (VWA)“ holte ich mir 2019 bei der VWA, Freiburg. „Fortbildung bis zur Bahre“, meinte neulich ein guter Freund dazu. Für mich gibt es nichts Sinnvolleres. Nun nutze ich die Freiheiten des Internets und werde als Bloggerin aktiv. Auch wenn Blogs ihren Zenit vielleicht bereits überschritten haben. Ich freue mich trotzdem auf das unbegrenzte journalistische Arbeiten, das mir ein eigener Blog eröffnet. Und auf den Dialog mit vielen Menschen, den die sozialen Medien ermöglichen.

Kenne ich von der Autobahn

Berichten werde ich über meine Heimat Hohenlohe. Für alle, die nicht regelmäßig auf der A 6 oder A 7 unterwegs sind: Hohenlohe, Crailsheim, Schwäbisch Hall, Brunzenberg, Liebesdorf & Co. gehören zum nordöstlichen Teil Baden-Württembergs und liegen dicht an der bayrisch-fränkischen Grenze. Und für meine japanischen Leser: Ja, in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber. Die Gegend hat also viel Fachwerk und ist sehr ländlich geprägt. Die Bevölkerung wächst trotzdem, denn die Wirtschaft funktioniert.

Wieder Menschen, aber auch ein bisschen Tourismus…

Im Mittelpunkt meines Blogs stehen die Menschen, mit denen ich hier im Süden lebe und arbeite, die mir hier begegnen und die mich auf ganz unterschiedliche Weise beeindrucken. Ich lasse also die zu Wort kommen, die mir Kraft geben oder mich anregen, die mich zum Lachen bringen oder die mich staunen lassen. Sie kommen übrigens aus aller Welt, denn auch Hohenlohe ist spätestens seit 2015 global aufgestellt.

„Berichte über die schönsten Ecken meiner Provinz“

Ich mache aber auch einfach Werbung, berichte über die schönsten Ecken meiner Provinz und gebe Freizeit- und Urlaubstipps. Kurz: Ich zeige, was mich an Hohenlohe fasziniert und was mich hier hält.

Die Provinz ist das neue Berlin

Das mache ich auch für mich selbst, denn eigentlich liebe ich das Großstadtleben – nur nicht um jeden Preis. Bezahlbarer Wohnraum, Überschaubarkeit, Ruhe, Natur, ein sicheres Lebensgefühl und Auslauf für meinen Kater sprechen für die Provinz. Sie darf nur nicht zu provinziell sein.

Weitere Informationen und Kontakt:

https://michaelabutz.com/

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„Für ein gerechtes Wirtschaftssystem“ – Vier Veranstaltungen der „Akademie der Weltmarktverlierer“ in Schwäbisch Hall

Vier Veranstaltungen der „Akademie der Weltmarktverlierer“ finden in den nächsten Tagen in Schwäbisch Hall statt. Die Vorträge werden in den kommenden Wochen in der gleichnamigen Sendung freitags ab 16 Uhr im Radio Sthörfunk gesendet.

Von der Akademie der Weltmarktverlierer Schwäbisch Hall

Montag, 27. Januar 2020, um 19.30 im Brenzhaus Schwäbisch Hall:

Veranstalter: ATTAC Schwäbisch Hall und Evangelisches Kreisbildungswerk

Thema: „Zum Beispiel BASF. Über Konzernmacht und Menschenrechte“, es referiert SIMONE KNAPP von der KASA (Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika) in Heidelberg

Wie ist es möglich, dass die Menschen, die eines der wertvollsten Metalle der Welt für ein deutsches Vorzeigeunternehmen abbauen, in Slums leben? Am Beispiel der Platinlieferkette zwischen dem deutschen Chemiekonzern BASF und dem britisch-südafrikanischen Platinproduzenten Lonmin erörtert sie koloniale Kontinuitäten im Rohstoffhandel und versammelt Stimmen von ArbeiterInnen, AktivistInnen und WissenschaftlerInnen. Es geht um die direkte Verbindung des Massakers von Marikana nach Europa, um globale Lieferketten und deren Gestaltung durch Handelsabkommen und Entwicklungspolitik, um Steuervermeidung, Lobbyismus und Unternehmensverantwortung, um dringend notwendige rechtliche Regulierungen und postkoloniale Verantwortungskonzepte – und um die neuen Herausforderungen transnationaler Solidarität.

Dienstag, 28. Januar 2020, um 19.30 Uhr im Haus der Bildung Schwäbisch Hall:

Veranstalter: ATTAC Schwäbisch Hall und Volkshochschule

Dokumentarfilm „Goldmann Sachs – eine Bank lenkt die Welt“

Vortrag Finanzwende von Dr. Schick abgesagt

Wegen einer Erkrankung kann der bekannte Finanzpolitiker Dr. Gerhard Schick von der Bürgeraktion Finanzwende am Dienstag, 28. Januar 2020 seinen angekündigten Vortrag „Die Finanzwirtschaft an die Kette legen“ bei der VHS im Haus der Bildung  leider nicht halten. Der Termin soll in Kürze nachgeholt werden. Stattdessen wird für Interessierte der Dokumentarfilm „Goldmann Sachs – eine Bank lenkt die Welt“ gezeigt.

Für eine Finanzwirtschaft, die der Gesellschaft dient, nicht ihr schadet

Er ist promovierter Volkswirt, ehemaliges Mitglied des Bundestages (ehemaliger finanzpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion), Mit-Initiator des Vereins und dessen geschäftsführender Vorstand. Bekannt wurde er in den Medien durch seine Aufklärung der so genannten Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte, bei der europäische Staaten durch Geschäfte der Finanzwirtschaft um 55 Milliarden Euro betrogen wurden – einer der größten Steuerbetrügereien der letzten Jahrzehnte. „Willfährige Wirtschaftsprüfer sind Erfüllungsgehilfen der Firmen“ titelte die Süddeutsche Zeitung. Literaturhinweis: Giegold/Philipp/Schick. Finanzwende – den nächsten Crash verhindern. (Wagenbach)

Mittwoch, 29. Januar 2020, um 19.30 Uhr Theatersaal Altes Schlachthaus in Schwäbisch Hall:

Veranstalter: ATTAC Schwäbisch Hall, Publik und Brot für die Welt

Thema: „Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern – Eine Streitschrift (2019)“

WOLFGANG KESSLER (ehemaliger Publik-Chefredakteur)

„Rasender Kapitalismus“

Megakonzerne und Großinvestoren erobern Innenstädte, Krankenhäuser, Pflegeheime, Ackerland und unsere Daten. Für hohe Renditen werden Rohstoffe ausgebeutet, Regenwälder abgeholzt und die Meere vermüllt. Der rasende Kapitalismus bedroht Mensch, Demokratie, Natur und Klima. Wirtschaft und Konsum müssen grundlegend anders werden. Das erfordert die Kunst, das Wirtschaftssystem tiefgreifend zu verändern – ohne dass es in eine Krise abstürzt. Wolfgang Kessler zeigt, wie dies gehen kann. Und was wir dafür tun können.

Andere über Wolfgang Kesslers Streitschrift:

»Ein Buch für alle, die in diesem Land etwas verändern wollen.« Stephan Hebel, Journalist
»Sagenhaft aufrüttelnd«. Friedhelm Hengstbach SJ
»Ein beeindruckendes Feuerwerk von Alternativen, das nur eine Schlussfolgerung zulässt: Alles ist tatsächlich zum Besseren veränderbar. «Christian Felber, Publizist

Freitag, 31. Januar 2020, um 20 Uhr im Kino im Schafstall in Schwäbisch Hall:

DER MARKTGERECHTE MENSCH Ein „Film von unten“ von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, anschließend FILMGESPRÄCH mit den Autoren

Veranstalter: Kino im Schafstall, Club Alpha 60, ATTAC und Verdi

„Arbeitnehmer-Unternehmer“ statt Arbeitnehmer-Sicherheit

Wie bei dem Film „Der marktgerechte Patient“, der zeigte wie das Gesundheitswesen den kapitalistischen Prinzipien profitabel privatisiert wurde und der im Januar 2019 in Schwäbisch Hall gezeigt wurde, dokumentiert der neue Film, wie Solidarität verloren geht und wir alle Gefahr laufen, in Konkurrenz zueinander zu versinken – während die Reichen immer reicher werden. Europa ist im Umbruch. Seit dem neuen Jahrtausend und zuletzt nach der Finanzkrise wurden neue Weichen gestellt. Die soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, werden infrage gestellt. Besonders der Arbeitsmarkt und mit ihm die Menschen verändern sich rasant. „Arbeitnehmer-Unternehmer“ statt Arbeitnehmer-Sicherheit Noch vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38 Prozent sind es nur noch heute. Aktuell arbeitet bereits knapp die Hälfte der Beschäftigten in Unsicherheit. Sie befinden sich in Praktika, wiederholt befristeter Arbeit, in Werkverträgen und Leiharbeit. Welche Folgen hat die Arbeitsmarktderegulierung für die Menschen? Wer auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft mitspielen will, muss sich von klein an auf Flexibilität und Wettbewerb einstellen. Wie verändert diese Unbeständigkeit und Konkurrenz uns Menschen selbst und unsere sozialen Beziehungen zu anderen?

Konkurrenzkampf führt ins Abseits

Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? Arbeitskämpfe haben seit der Industrialisierung Standards des Arbeitsrechts erstritten, die für die soziale Marktwirtschaft grundlegend waren. Welche politischen Entscheidungen waren bestimmend, als seit den 1980er Jahren zuerst in den USA und dann auch in Großbritannien der schlanke Staat, die Beseitigung aller Schranken des Marktes und der entgrenzte globale Wettbewerb propagiert wurden? In Deutschland etablierte sich diese Politik erstmals mit der Rot-Grünen Regierung Schröder/Fischer. Mit einer Senkung der Unternehmenssteuern und der Deregulierung des Arbeitsmarktes schaffte sie es, deutschen Konzernen nachhaltig Kostenvorteile zu verschaffen. Die Realeinkommen sanken allerdings infolge dessen zwischen den Jahren 2000 und 2010 im Mittel um 4,2 Prozent, im unteren Lohnbereich sogar um bis zu 23,1 Prozent. Fast alle Menschen in Europa verlieren an sozialer Sicherheit und werden in einen Konkurrenzkampf geschickt, der zunehmend alle Lebensbereiche umfasst und viele ins Abseits drängt.

Flyer: Akademie der Weltmarktverlierer 2020

ATTAC Schwäbisch Hall & Unterstützer laden ein zur 4. Jahrestagung der Akademie der Weltmarktverlierer

Schattenseiten der Globalisierung werden ausgeklammert

Die neoliberale Akademie der Weltmarktführer wird zum zehnten Mal ein Gipfeltreffen der kapitalistischen Elite in Schwäbisch Hall ausrichten, wo ein Loblied auf Globalisierung und Wirtschaftswachstum gesungen wird. Die Schattenseiten des Welthungers, der Rohstoffkriege, des Elends, des diskriminierenden Freihandels und der Klimakatastrophe werden komplett ausgeklammert. Dem positivistischen Weltbild dieser Lobbyorganisation der Weltmarktführer setzen wir als demokratische unabhängige Akademie unsere kritische wissenschaftliche Aufklärung entgegen. Wir geben als Teil der privilegierten Gesellschaft den Opfern der strukturellen Gewalt global und bei uns eine Stimme. Feudale Feste im Stile der Sonnenkönige klammern die Überlebensfragen unseres Planeten aus. Das von Dr. Walter Dörings neoliberalem Gipfel propagierte Wirtschaftswachstum ist Hauptursache der Klimakrise, die Profiteure sind Reiche, die Börsen und Konzerne.

Unsere Parole: Eine andere, solidarische und klimafreundliche Welt ist möglich!

Die Aufklärung über die Opfer und Abgründe der Globalisierung als aktuelle Form des kapitalistischen Kolonialismus ist unser Ziel. Diese Globalisierung erzeugt strukturelle Gewalt, Terror, Kriege – eine andere Globalisierung ist nötig. Die Wirtschafts- und Politikelite wird ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung in keiner Weise gerecht. Konzerne bemächtigen sich der Staaten, wie man es nicht nur in den USA beobachten kann. Demokratien werden durch Lobbyisten ausgehöhlt und manipuliert – und die Weltmarktführer-Akademie ist eine Lobbyvereinigung, mitverantwortlich für die Defizite, auf die wir hinweisen. Nur ein Beispiel: Die globale Steuerberatungs- UND Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ist Partner des Elitentreffens, mitverantwortlich für den Cum-Ex-Steuerbetrugsskandal, der europäische Staaten 55 Milliarden Euro Steuern entzog, die für Bildung, Gesundheit und Soziales fehlen.

Unterstützer der Akademie der Weltmarktverlierer Schwäbisch Hall:

ATTAC, Weltladen Schwäbisch Hall, Brot für die Welt, Evangelisches Kreisbildungswerk, Volkshochschule Schwäbisch Hall, Club Alpha 60, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), IG Metall, Verdi, Umweltzentrum Schwäbisch Hall, Verein Umfairteilen Schwäbisch Hall

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.weltmarktverlierer-akademie.de/

https://www.facebook.com/events/akademie-der-weltmarktverlierer/jahrestagung-akademieweltmarktverlierer-aufkl%C3%A4rung-solidarit%C3%A4t/507271983194734/

https://www.attac.de/

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„Glücksgefühl“ – Konzert mit Sarah Mac Dougall in Crailsheim

Sie war bereits einmal da und es hat zutiefst berührt. Seit Jahren sind wir an Sarah Mac Dougall dran. Nun kommt Sie am Freitag, 24. Januar 2020, um 20 Uhr wieder in die 7180-Bar in Crailsheim.

Von Harald Haas, 7180-Bar in Crailsheim

„Eines der größten Talente unserer Zeit“

Vier Alben hat Sarah bislang auf den Markt gebracht. „All The Hours I Have Left To Tell You Anything“ ist ihr jüngster Longplayer, veröffentlicht im Herbst 2018. Hier zeigt Sarah McDougall einmal mehr ihr ganzes Können als Songwriterin und beweist eindrucksvoll, dass sie in der Lage ist, die anspruchsvollen Themen ihrer Songs emotional und auf künstlerisch exzellentem Niveau wiederzugeben. Die belgische „Rootstime“ behauptet, Sarah sei „Eines der größten Talente unserer Zeit“.

Einfühlsam und mutig

Besonders viel Lob heimst ihr Song „Empire“ ein, zu hören auf dem neuen Album. So meint beispielsweise CBC: „Die schiere Bandbreite dieses Songs ist unbestreitbar. Viele Musiker durchlaufen ihre gesamte Karriere, ohne je einen solchen Refrain geschrieben zu haben.“ Und The Permanent Rain Press schreibt: „Ein Folk/Pop/Rock-Stück, das so einfühlsam wie mutig ist. „Empire“ stellt Beziehungen, Vermächtnisse und das Leben, das wir führen in Frage.“

Ihr Element ist die Bühne

Sarah selbst schreibt über die Songs auf ihrem neuen Werk, dass sie von Stärke, Identität, gescheiterten Beziehungen, von der Geburt und von den Geistern handeln, die wir mit uns herumtragen. Mit sieben Jahren hat sie begonnen, das Orgelspiel zu erlernen, mit elf entdeckte sie die Gitarre ihrer Mutter auf dem Speicher und begann zu üben, mit zwölf gründete sie ihre erste Band. Sie hat Musikkomposition und Tontechnik studiert, aber ihr Element ist die Bühne. Hier fühlt sie sich wohl und lässt das Publikum an diesem Glücksgefühl teilhaben. Auf Tour wird sie von dem Gitarristen und Bassisten Eli Abrams begleitet und Sie wird die Gefühle erobern.

Kurzinformation: Die 7180-Bar öffnet um 20 Uhr, Konzertbeginn zirka 21.30 Uhr.

Weitere Informationen, Anfahrt und Kontakt:

https://www.bandsintown.com/e/101778313

http://www.sarahmacdougall.com/

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„Hilft, bewegt, verändert“ – Hilfsorganisation „Solidarität International“: Kulturabend in Schwäbisch Hall

Die Bundesdelegiertenversammlung der Solidaritäts- und Hilfsorganisation „Solidarität International“ findet in Schwäbisch Hall statt. Dazu gibt es am Samstag, 25. Januar 2020, einen Kulturabend im Schwäbisch Haller Brenzhaus. Bei dem Kulturabend treten acht bis zehn internationale Künstler(-gruppen) auf. Das arabische Büfett wird von Marwa Radwan geliefert. Essen ist von 19 bis 20 Uhr, danach beginnt der Kulturabend.

Informationen zugesandt von Willi Maier, Schwäbisch Hall

„Solidarität gemeinsam organisiert“

Das Motto der Veranstaltung von Solidarität International lautet „SOLIDARITÄT GEMEINSAM ORGANISIERT: hilft, bewegt, verändert.

Zeitlicher Ablauf:

ab 19 Uhr Abendessen

ab 20 Uhr Kulturabend

Eintritt: 15 Euro mit Speisen* (ermäßigt 12 Euro) 5 Euro ohne Speisen (ermäßigt 3 Euro)
* Getränke sind nicht enthalten.

Veranstaltungsort: Schwäbisch Hall, Brenzhaus, Mauerstraße 5

Weitere Informationen und Kontakt:

Solidarität International e.V., Grabenstraße 89, 40057 Duisburg

Internet: https://solidaritaet-international.de/index.php?id=669&no_cache=1

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„Bankenrebell“ Fritz Vogt berichtet über sein „Lebensthema Raiffeisen“ – Vortrag in Kirchberg/Jagst

Über sein „Lebensthema“ Friedrich Wilhelm Raiffeisen und kleine Genossenschaftsbanken auf dem Land spricht Fritz Vogt am Donnerstag, 16. Januar 2019, um 19.30 Uhr im Landhotel Kirchberg/Jagst. Die Veranstaltung des örtlichen Gewerbe- und Fremdenverkehrsvereins ist Teil des Jubiläums „150 Jahre Gewerbeverein(e) in Kirchberg“. Ausdrücklicher Wunsch des 89-jährigen Referenten ist, dass es genügend Zeit für die Diskussion und für Fragen gibt. Der Eintritt ist frei.

Informationen des Gewerbe- und Fremdenverkehrsvereins Kirchberg/Jagst

Raiffeisen und sein Zeitgenosse Schulze-Delitzsch

Fritz Vogt wurde in den vergangenen Jahrzehnten von verschiedenen Medien als Bankenrebell bezeichnet. Er berichtet in seinem Vortrag in Kirchberg über den Sozialreformer und Genossenschaftspionier Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888). Dabei geht er auch auf dessen Verhältnis zu Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883) ein, dem anderen bedeutenden Gründer genossenschaftlicher Banken des 19. Jahrhunderts.

„Einer für alle, alle für einen“

Friedrich Wilhelm Raiffeisen gründete als junger Bürgermeister im Westerwald im Hungerwinter 1846/47 den „Brodverein“, 1864 den ersten Darlehenskassenverein. Damit schuf er die erste ländliche Genossenschaft. „Einer für alle, alle für einen, lautet nach Raiffeisen das Motto in unserer Genossenschaftsbank“, erklärt Fritz Vogt einen der Grundsätze der Gammesfelder „Raiba“. „Vor allem in Notzeiten merken die Leute, dass sie sich zusammentun und sich gegenseitig selbst helfen müssen.“ Ein trauriges Resultat der Globalisierung und des ungebremsten Kapitalismus sei, dass es mehr ultra-reiche und mehr arme Menschen gebe. Auch darauf wird Fritz Vogt in seinem Vortrag in Kirchberg eingehen.

Raiffeisenbank Gammesfeld hat nur einen Mitarbeiter 

Fritz Vogt war 41 Jahre lang (bis Ende 2007), „Vorstandschef“ und einziger Mitarbeiter der Raiffeisenbank Gammesfeld (Gemeinde Blaufelden, Landkreis Schwäbisch Hall). Nach Angaben der Finanzfachzeitschrift „Capital“ war die Raiffeisenbank Gammesfeld 2019 die „kleinste Bank Deutschlands, was das Personal betrifft“. Hinsichtlich der Bilanzsumme gab es „noch fünf kleinere Genossenschaftsbanken“, heißt es in der Finanzzeitung weiter.

Prozess gegen Bankenaufsicht gewonnen

Bundesweit bekannt wurde Fritz Vogt durch seinen 1990 gewonnenen Kampf gegen die deutschen Finanzaufsichtsbehörden. Diese wollten die Gammesfelder Bank schließen, weil das in den 1980er Jahren eingeführte Vier-Augen-Prinzip bei Banktransaktionen nicht eingehalten werde. Das ist auch unmöglich, weil die Bank nur einen Mitarbeiter hat.

Fritz Vogt als „Antikapitalist“ in vielen Talkshows

Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Schotter wie Heu“ aus dem Jahr 2002 ist eine sehenswerte Milieustudie über Gammesfeld, die Bank und ihren damaligen „Direktor“. Der Film wurde ein großer Publikumserfolg. Danach saß Fritz Vogt als „Antikapitalist“ in vielen Talkshows von Maischberger bis Beckmann. Zeitungsartikel erschienen auch in der FAZ, der taz, Welt, im Handelsblatt und Capital. Eine Fernsehdokumentation der Deutschen Welle wurde weltweit ausgestrahlt.

Vor 150 Jahren erster Kirchberger Gewerbeverein gegründet

Das Bankenthema passt gut zur Jubiläumsveranstaltung des Kirchberger Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein. Der erste Gewerbeverein in Kirchberg wurde 1869 gegründet, um kurz darauf eine genossenschaftlich organisierte Gewerbebank in Kirchberg zu eröffnen. Einlass zum Vortrag im Kirchberger Landhotel ist am Donnerstag, 16. Januar 2020, um 19 Uhr. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr.

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„Unterlassungserklärung wegen ehrverletzender Behauptungen gefordert“ – Prozess von Alassa Mfouapon gegen Alice Weidel (AfD) in Hamburg

Für die Freunde Alassas steht gleich zum Jahresbeginn die Verhandlung der Klage Alassa Mfouapons gegen Alice Weidel (AfD) an: am Freitag, 10. Januar 2020, in Hamburg (Beginn: 10.30 Uhr, Landgericht Hamburg, Sievekingplatz 1).

Von der Gruppe Alassa & Friends

Keine Ermittlungen gegen Alassa

Worum geht es? Wahrheitswidrig hatte die AfD auf Ihrer Bundestags-Website behauptet, dass Alassa „Rädelsführer“ von gewaltsamen Angriffen auf die Polizei am 3. Mai 2018 gewesen sei. Das war in zweierlei Hinsicht falsch – zum einen, weil von gewaltsamen Angriffen auf die Polizei überhaupt keine Rede sein konnte, zum anderen, weil selbst die Aalener Polizei bekannt gegeben hatte, dass es keinerlei Anlass gebe, gegen Alassa in diesem Zusammenhang überhaupt zu ermitteln.

„Weiter falsche Behauptungen aus dem AfD-Spektrum“

Bei einem ersten Prozess im vergangen Jahr wurde Alice Weidel dann dazu verdonnert, diesen Eintrag zu löschen, was auch geschah – gleichzeitig tauchte aber die Behauptung in anderen Veröffentlichungen aus dem AfD-Spektrum immer wieder auf. Darum wird nun gegen Weidel auf Unterlassungserklärung dieser ehrverletzenden und Alassa in seinen Persönlichkeitsrechten beeinträchtigenden Behauptung geklagt. Den billigen Vorwand, eine Unterlassungserklärung nur abgeben zu können, wenn Alassas Wohnanschrift bekannt gegeben würde, kann man keineswegs gelten lassen: durch die vielfache Hetze wurde er auch zur Zielscheibe von Hassangriffen – u.a. durch die Bildzeitung, die ihn wiederholt attackierte und Anfang letzten Jahres sogar mit ganzseitigem Bild und Angabe seiner damaligen Anschrift quasi „Zum Abschuss frei“ gab.

Gemeinsame Hin- und Rückfahrt nach Hamburg

Wir wollen aus Stuttgart zu diesem Prozess fahren, um ihm den Rücken zu stärken und zu zeigen, dass wir keinerlei Rassismus dulden! Die Fahrt wollen wir damit verbinden, auch die Stadt Hamburg zu erkunden. Wer mitfahren möchte (Hin- und Rückfahrt bei entsprechender Gruppengröße schon ab 20 Euro möglich!), soll sich schnell melden unter freundeskreis-alassa@gmx.de – damit wir Fahrt und Stadterkundung organisieren können. Teilt uns auch mit, ob Ihr die Zeit für eine oder zwei Übernachtungen in Hamburg aufbringen könnt. Auch diese müssen wir bei Bedarf dann schnell organisieren.

Wer selbst nach Hamburg fahren möchte, ist natürlich ebenfalls herzlich willkommen, sich uns dort anzuschließen.

 

Ellwangen-Appell: Holt Alassa Mfouapon sofort zurück nach Deutschland – Online-Petition unterschreiben:

https://www.change.org/p/bundesamt-f%C3%BCr-migration-und-fl%C3%BCchtlinge-ellwangen-appell-holt-alassa-mfouapon-sofort-nach-deutschland-zur%C3%BCck

„Wir sind keine Terroristen, wir suchen nur Schutz“  – Adelheid Gruber, Freundeskreis Alassa & Friends

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„Vortrag in Gerabronn über Langenburger Nazis wurde kurzfristig abgesagt“ – Referenten suchen Raum für Vortrag in Langenburg

Kommentar von Ralf Garmatter zum Artikel „Vortrag über die Nazi-Zeit – Autoren befassen sich in Gerabronn mit Tätern“, der am 21. November 2019 im Hohenloher Tagblatt und Haller Tagblatt erschienen ist.

Kommentar von Ralf Garmatter, Journalist aus Kirchberg/Jagst

„Namen von mutmaßlichen Tätern sollten nicht genannt werden“

Leider hat der im Hohenloher Tagblatt und Haller Tagblatt angekündigte Vortrag über NS-Belastete aus Langenburg und Crailsheim am 26. November 2019 im evangelischen Gemeindehaus Gerabronn nicht stattgefunden. Fünf Tage vor der Veranstaltung sagten Pfarrer Axel Seidel (Projektleiter der OffenBar Gerabronn), Pfarrer Simon Englert (Evangelische Gesamtkirchengemeinde Gerabronn) und der Gemeindereferent Nils Neudenberger von der katholischen Kirchengemeinde Gerabronn die Veranstaltung ab. Nicht an der Absage beteiligt war der Co-Veranstalter, der Verein „Ohne Rechtsaußen“.
Mit den Referenten, dem Sozialwissenschaftler Dr. Wolfgang Proske aus Gerstetten bei Heidenheim und mir, dem Kirchberger Journalisten Ralf Garmatter, hatte zuvor leider keiner der Kirchenvertreter gesprochen. Als Grund für die Absage nannten die beiden evangelischen Pfarrer und der katholische Gemeindereferent, dass „In den Vorgesprächen zu der gemeinsamen Veranstaltung und auf dem Weg zur Erstellung des Plakates mehrfach von den Verantwortlichen der evangelischen und katholischen Kirchen und der OffenBar klargestellt und dann vereinbart worden sei: Es dürfen in keiner schriftlichen/öffentlichen Werbung für die Veranstaltung die vollen Namen von mutmaßlichen „Tätern“ genannt werden.“

Mit den Autoren hatte vorher niemand gesprochen

Wie bereits gesagt: Vor der Absage hat keiner der Kirchenvertreter jemals mit den Autoren gesprochen, geschweige denn derartige Vorgaben gemacht. Deshalb konnten wir Autoren von einer solchen Vereinbarung auch nichts wissen. Und: Warum soll in einer Pressemitteilung zu der Veranstaltung nicht geschrieben werden, dass es bei dem Vortrag um Fürst Ernst II. und seine Tochter Alexandra zu Hohenlohe-Langenburg sowie den späteren Crailsheimer Landrat Werner Ansel geht? Was gibt es da 74 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur zu verheimlichen? Alle drei Personen sind schon vor vielen Jahren gestorben. Und ihre Biographien sind in dem 2018 erschienenen Buch „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer – NS-Belastete aus dem Norden des heutigen Baden-Württemberg“ nachzulesen.

Referenten suchen seit eineinhalb Jahren Vortragsraum in Langenburg

Wegen der überraschenden Absage in Gerabronn sind wir, die Autoren Ralf Garmatter und Dr. Wolfgang Proske, wieder auf der Suche nach einem Raum in Langenburg, wo wir den Vortrag über das Thema „Das Fürstenhaus Hohenlohe-Langenburg in der NS-Zeit“ halten können. Trotz zahlreicher Anfragen bei in Frage kommenden Veranstaltern in Langenburg war es uns in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht möglich, in dem Fürstenstädtchen Langenburg einen Raum für den Vortrag zu finden. Wir Referenten würden uns freuen, wenn sich das bald änderte.

Weitere Informationen in Hohenlohe-ungefiltert:

„Die Nazis geadelt“ – NS-Belastete aus dem Langenburger Fürstenhaus

http://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=24845

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