„Das Schweigen der Union“ – CORRECTIV fragte bei allen 735 Bundestagsabgeordneten dieser Legislaturperiode wegen angenommener Spenden nach

„Das Schweigen der Union“ überschreibt das Recherchezentrum CORRECTIV den Artikel auf seiner Internetseite. CORRECTIV.Lokal hat alle 735 Bundestagsabgeordnete dieser Legislaturperiode befragt. Welche Lücken sehen sie bei den Spenden-Regeln? Haben sie Spenden als Abgeordnete angenommen? Manche Parteien gaben sich transparent, andere mauern.

Vom Recherchezentrum CORRECTIV

In der CORRECTIV-Datenbank können Sie die Antworten aller Abgeordneten nachschlagen:

https://correctiv.org/aktuelles/parteispenden/2021/04/08/welche-mitglieder-des-bundestages-auskunft-zu-geldspenden-geben-und-wer-lieber-schweigt/

Harald Ebner (Grüne) und Christian von Stetten (CDU) aus dem Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe:

https://correctiv.org/aktuelles/parteispenden/2021/04/08/welche-mitglieder-des-bundestages-auskunft-zu-geldspenden-geben-und-wer-lieber-schweigt/

Charlotte Schneidewind-Hartnagel (Grüne) und Alois Gerig (CDU) aus dem Wahlkreis Odenwald-Tauber:

https://correctiv.org/aktuelles/parteispenden/2021/04/08/welche-mitglieder-des-bundestages-auskunft-zu-geldspenden-geben-und-wer-lieber-schweigt/?

Josip Juratovic (SPD), Michael Georg Link (FDP) und Alexander Throm (CDU) aus dem Wahlkreis Heilbronn:

https://correctiv.org/aktuelles/parteispenden/2021/04/08/welche-mitglieder-des-bundestages-auskunft-zu-geldspenden-geben-und-wer-lieber-schweigt/

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„Genug!“ – Kommentar von Peter Trumpp aus Ilshofen über das Verhalten von „Corona-Querköpfen“

„Genug!“, meint Peter Trumpp aus Ilshofen in seinem Kommentar über „Corona-Querköpfe“. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Kommentar in voller Länge.

Kommentar von Peter Trumpp, Ilshofen

Polizei greift nicht ein

Wir stellen uns vor, dass ein Autofahrer mit Suizidabsicht die Gegenfahrbahn der Autobahn für sein Vorhaben wählt – unter den Augen der Polizei, die ihn nicht stoppt, sondern begleitet. Was? So etwas scheint unvorstellbar, findet aber auf andere Weise wiederholt statt. Vor wenigen Wochen in Kassel, am Samstag, 3. April 2021, in Stuttgart, wo sich tausende von Querköpfen zu einer Demo versammeln, dabei gegen die wichtigsten Auflagen (AHA-Regeln zur Vermeidung von weiteren Infektionsketten) verstoßen, die Polizei jedoch keinen Grund zum Eingreifen erkennt.

Bizarres Beispiel polizeilicher Aktivität

Dieses Verhalten konnten wir jetzt schon verschiedene Male beobachten, sogar Herzchen-Hände zeigen aus den Reihen der Polizei, ein wahrlich bizarres Beispiel polizeilicher Aktivität. Pauschalierung sollte vermieden werden, aber inzwischen regen sich auch bei Gutgläubigen gewisse Zweifel an der Neutralität/ Integrität der Polizei und der Befähigung der Verantwortlichen. Besonders deutlich wird hier ein Problem, wenn sich Polizisten stattdessen hart mit Gegendemonstranten auseinandersetzen.
Wir alle konnten solches Verhalten jetzt genug beobachten.

Querköpfe verstoßen gegen klare Regeln

Aus diesem Grund fordere ich/ fordern wir die verantwortlichen Vorgesetzten inclusive den Innenminister des Landes zum Rücktritt auf. Hier sollte schleunigst dafür gesorgt werden, dass üble Beispiele nicht zum Muster für das ganze Land werden.
Wie sollen LehrerInnen künftig SchülerInnen, ErzieherInnen die Kinder im Vorschulbereich, Ordnungsämter die kommunale Bevölkerung dazu anhalten, die erforderlichen Regeln einzuhalten, wenn eine Vielzahl von Querköpfen ganz offen und unter freundlicher Begleitung der Polizei gegen alle Regeln verstoßen darf?
Daher ist höchste Zeit, diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Selbstverständlich appelliere ich nicht an einen massiven Gewalteinsatz, wie dieser bei Demonstrationen anderer Gruppierungen immer wieder zu beobachten war, sondern an das eindeutige Verhalten der Sicherheitskräfte.
Die Verantwortlichen müssen jetzt die Konsequenzen ziehen und abtreten.

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„Warum hat der Landkreis Schwäbisch Hall mit Abstand die höchste Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg?“ – Fragen an das Landratsamt und einige Antworten

Wegen der schlechten Corona-Situation im Landkreis Schwäbisch Hall hat Hohenlohe-ungefiltert bei der Pressestelle des Landkreises Schwäbisch Hall nachgefragt. Das Haller Landratsamt ist auch für das Gesundheitsamt des Landkreises zuständig. Fünf von acht Fragen hat das Landratsamt beantwortet. Bei zwei Fragen davon hat die Landkreis-Pressestelle aber lediglich auf nicht näher genannte Landes- und Bundes-Statistiken verwiesen.

Von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Einige Fragen noch nicht beantwortet

Noch nicht beantwortet wurden die Fragen, ob es Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Landkreises Schwäbisch Hall gab, die möglicherweise Corona in Kindertageseinrichtungen in Schrozberg, Blaufelden und/ oder Lendsiedel eingeschleppt haben. Die Fragen von Hohenlohe-ungefiltert dazu sind unten an diesen Artikel angehängt. Die Pressestelle des Landkreises hat eine Beantwortung dieser Fragen für nächste Woche angekündigt.

Fragen zu den Ursachen der vergleichsweise extrem hohen Corona-Zahlen im Landkreis Schwäbisch Hall:

Warum liegt der Landkreis Schwäbisch Hall noch immer an der Spitze aller Landkreise in Baden-Württemberg? Der Landesdurchschnitt der 7-Tage-Inzidenz wurde heute mit 101,1 angegeben. Der Kreis Schwäbisch Hall liegt als einziger Landkreis im Land über der Marke von 200 (229,2). Was ist der Grund für die anhaltend schlechte Position im Vergleich zu anderen Landkreisen?

Antwort der Pressestelle des Landkreises Schwäbisch Hall: Der Landkreis Schwäbisch Hall liegt mit seiner derzeitigen Inzidenz (Stand 08.04.2021: 236,8) noch deutlich über dem Landesdurchschnitt. Allerdings verzeichnen wir seit Anfang letzter Woche erfreulicherweise eine tendenziell sinkende Inzidenz. Die hohen Inzidenzwerte sind derzeit auf mehrere Ausbrüche in Unternehmen sowie weiterhin ein diffuses Infektionsgeschehen zurückzuführen. Das heißt, viele infizierte Personen wissen nicht wo oder bei wem sie sich angesteckt haben.

Seit wann liegt der Landkreis bei den Inzidenz-Werten an der Spitze im Land Baden-Württemberg?

Antwort der Pressestelle des Landkreises Schwäbisch Hall: Hier verweisen wir gerne auf die Statistiken auf Landes- und Bundesebene.

Was war bundesweit die höchste Position des Landkreises Schwäbisch Hall bei den Inzidenzwerten? Stimmt es, dass der Landkreis in den vergangenen Wochen und Monaten auch bundesweit schon die höchste 7-Tage-Inzidenz hatte?

Antwort der Pressestelle des Landkreises Schwäbisch Hall: Auch hier verweisen wir auf die Statistiken auf Bundesebene.

Lassen sich die Infektionsketten nachverfolgen?

Antwort der Pressestelle des Landkreises Schwäbisch Hall: Die Infektionsketten lassen sich nachverfolgen. Das Gesundheitsamt wurde personell deutlich aufgestockt.

Wie kam es zu den Corona-Hotspots Schrozberg, Blaufelden, Crailsheim – mit extremen Inzidenz-Werten? Was sind die Ursachen hierfür gewesen?

Antwort der Pressestelle des Landkreises Schwäbisch Hall: Auch hier sind die hohen Inzidenzen, wie im gesamten Landkreis, auf mehrere Ausbrüche in Kindertagesstätten und Unternehmen zurückzuführen. In der Folge waren oft die jeweiligen Familien betroffen.

Vom Landratsamt Schwäbisch Hall noch nicht beantwortete Fragen von Hohenlohe-ungefiltert:

– Stimmt es, dass der Landkreis vor einigen Wochen noch Mitarbeiter /Mitarbeiterinnen des Landkreises in verschiedene Kindergärten schickte, die dort dann die lokalen Infektionen in Schrozberger, Blaufeldener und Lendsiedler Kindergärten auslösten?

– Gab es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises, die in den vergangenen Wochen im gleichen Zeitraum sowohl in Flüchtlingsunterkünften in Crailsheim waren und dann auch in Kindergärten / Kitas beispielsweise in Schrozberg, Blaufelden oder Lendsiedel tätig waren oder diese Kindergärten/ Kitas dienstlich besuchten?

– Gab es Fälle bei denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises Corona in Kindertageseinrichtungen (Kinderkrippen, Kindergärten, Kinderhorte, Schulen) hereingetragen haben? Wenn ja, wo und wann?

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„Einfacher, bürgerInnenfreundlicher, kostengünstiger“ – Alternativen zum Schildbürgerprojekt „Bahnhofsareal Nord“ in Schwäbisch Hall sind möglich

„Einfacher, bürgerInnenfreundlicher, kostengünstiger“ – Alternativen zum Schildbürgerprojekt „Bahnhofsareal Nord“ in Schwäbisch Hall sind möglich, schreibt Paul Michel im dritten Teil seiner Kritik an dem Großprojekt in Schwäbisch Hall.

Kommentar von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Alternativen haben viele Vorteile

Eigentlich ist eine Lösung gar nicht so schwierig: Belassung der Parkplätze auf dem Areal „Bahnhofareal Nord“, Einrichtung von vier Bushaltstellen in dem Bereich, wo sie gegenwärtig sind. Dann bleibt es bei den kurzen, bequemen Wegen für Umsteiger zwischen Bus und Bahn. Sie müssen keine Straße (mit oder ohne Ampel) überqueren und auf keinen fließenden Autoverkehr achten. Sie sparen sich Ärger, wenn es mal schnell gehen muss. Und die Autofahrer in der Steinbacher Straße werden nicht durch Ampeln, Nadelöhr und Stau genervt.

Gelände oberirdisch aufhübschen

Im Bahnhofsvorfeld braucht es weder sechsstöckige Gebäude noch ein unterirdisches Parkhaus, das für zehn bis zwanzig Millionen Euro Ersatz für die oberirdisch überbauten Parkplätze schaffen soll. Ein Bruchteil des so gesparten Geldes würde reichen, um das ganze Gelände oberirdisch aufzuhübschen, dass es auch zum Aufenthalt und Verweilen einlädt. Die Böschung zur Steinbacher Straße und die Bäume oben auf dem Bahnhofsvorfeld bleiben erhalten. Dazwischen ein paar Bänke, von denen man/frau den Blick auf die Altstadt genießen kann. Statt Kopfsteinpflaster könnte die von PKWs benutzte Fläche mit einem wasserdurchlässigen Belag versehen werden und damit der Versiegelung des Bodens entgegengewirkt werden. Das Fahrradparkhaus, das jetzt teuer im Berg vergraben werden soll, kann im Bereich der Schuppen viel kostengünstiger und freundlicher oberirdisch angelegt werden. Bahnhofsvorplatz und Gleis 1 könnten durch eine kürzere und damit deutlich kostengünstigere Unterführung mit dem geplanten Gleis 2 und dem Wohngebiet „Bahnhofsareal Süd“ verbunden werden. Wenn die Unterführung im Bereich rechts vom Bahnhofsgebäude angelegt wird, lässt sich problemlos eine Rampe als Zugang einrichten, die Radfahrerinnen, Kinderwägen und Rollstuhlfahrerinnen nutzen können.

Wiederbelebung der alten Bahnhofsgaststätte

Von dem im Vergleich zur aktuellen Planung massenhaft eingesparten Geld ließen sich das Bahnhofsgebäude und der Bahnsteig so herrichten, dass sie nicht nur für Fahrgäste zu Orten werden könnten, wo Menschen sich gerne aufhalten: Im Erdgeschoss ein Aufenthaltsort, wo Fahrgäste auf die Ankunft der Züge warten (natürlich mit Toilettenzugang am besten auch mit Schalter). Eine Wiederbelebung der alten Bahnhofsgaststätte mit Biergarten. Die Räume im ersten Stock könnten wie in Sulzdorf als Zimmer für Monteure oder als Wohnungen genutzt werden.

Keine Betonarchitektur

Mit einer solchen Lösung würden viele besser fahren: Die Fahrgäste von Bus und Bahn, ja selbst die Autofahrer, die von Staus in der Steinbacher Straße verschont blieben. Und natürlich würden die Böschung und die Bäume sich freuen, weil sie nicht einer Betonarchitektur weichen müssten. Fast alle BürgerInnen von Schwäbisch Hall hätten den Nutzen, weil ihnen unnötige Ausgaben in Millionenhöhe erspart blieben. Nur eine Gruppe würde sich nicht freuen, die Bauindustrie und eine kleine Gruppe mit ihr verbandelter Leute, die bei solchen Großprojekten in der einen oder anderen Weise etwas für sich abzweigen können.

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Lang beschattete Täler – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden letzter Teil (41)

Lang beschattete Täler – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden letzter Teil. Die geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

Schluss

… Am anderen Morgen, vor der Abfahrt, saßen Paula und Carl einträglich zusammen beim Frühstück. Carl nützte die entspannte Stimmung, um mit Paula seine aktuellen Informationen von Findus abzugleichen. „Der Flachler hat am Tag des Todes von deinem Großonkel Ewald seine Kanzleiräume zur Beratung zur Verfügung gestellt. Der Tod des Onkels am Tag des Vertragsabschlusses war der erste Zufall. Da der Vertrag rechtskräftig war, als Ewald Bündner starb, mussten danach die restlichen Formalitäten erfüllt werden. Dies geschah durch Tante Luise und mit Hilfe vom Verwalter des Vermögens. Der Verwalter war schon eine Weile vor dem Tod des Ewald Bündners zur Entlastung eingesetzt. Der Florian Flachler kam aber erst ins Spiel, als der Verwalter hier vor Ort eine zuverlässige Vertretung brauchte“, fasste Carl zusammen.

Persönliches Versagen

„Ja“, bestätigte Paula: „Und weil der Onkel beim Vertragsschluss alles komplett abgelöst hat, bekam der Vorderschein dann sofort die Kohle, die er mit dem Urteil zugesprochen bekam.“ Carl zuckte zusammen, Paula erwähnte sein persönliches Versagen jedoch mit keiner Silbe. Stattdessen fuhr sie fort: „Der Vorderschein hat sich durch sein falsches Spiel, eine >berechtigte Forderung< erwirkt. Damit er Ruhe gab, bekam er von den Sparkässlern sein Siechenhaus günstig finanziert. Vorderschein wusste über alles Bescheid und hätte auspacken können. Weil der Vertrag noch rechtskräftig wurde, bevor der Onkel starb, hatte der Verwalter ja sofort alles unter sich. Er musste sich nur solange mit der Tante absprechen, bis sie ihm, nach den notariellen Eintragungen, dann die gesamte Vermögensverwaltung übertragen hat.“

Romantische Liebesgeschichte

„Dein Onkel hat die ganze Betrügerei glasklar durchschaut. Das muss man erst mal aushalten können. Er hat sich damals furchtbar über das ganze Theater aufgeregt und vielleicht war das zu viel für sein Herz?“, spekulierte Carl, fuhr aber, um zum Ende zu kommen, fort: „Ob er aus dem Weg geschafft wurde oder nicht, werden wir hier nicht klären, aber wie das mit dem Überfall auf dich war, das können wir nun vollends herausfinden Paula. Also, wenn niemand von deinen Reiseplänen gewusst hat, dann muss doch dein Vetter Wilhelm trotzdem auf irgendeine Art und Weise Wind davon bekommen haben“, und stellte nochmals klar: „Da muss es einen Plan gegeben haben. Der Zeitpunkt des Überfalls kann kein Zufall gewesen sein.“ Paula erinnerte sich daran, dass es im Sommer und Herbst 2016, in der Zeit vor dem Überfall, eine romantische Liebesgeschichte im Internet zu lesen gab. Die episodale Fortsetzungsgeschichte stellte die Lebensgewohnheiten von Carl und ihr recht ausführlich dar. „Vielleicht haben mein Vetter Wilhelm und sein Sohn Lucian diese Geschichte ja aufmerksam verfolgt? Der damalige Verlauf der Episoden ließ vermuten, dass wir ihnen bald auf die Schliche kommen würden. So dass sie sich zum baldigen Handeln gezwungen sahen“, mutmaßte Paula.

Informationen „frei Haus“

„Ja, aber wir haben die Schlüsselfrage immer noch nicht beantwortet: Woher wussten sie so genau von deinem Vorhaben?“, fragte Carl. Paula nestelte ungeduldig ihr mobiles Telefongerät aus der Hosentasche, um nach der Uhrzeit zu sehen. Sie hatte genug von den dunkelgrünen Schwarzwaldtannen und wollte wieder heim. Da fiel es Carl wie Schuppen von den Augen: „Paula? Wie gehst du am Computer in dein E-Mailkonto?“ Paula sah auf: „Na wie schon? Ganz einfach.“ „Das heißt, du schaltest den Rechner ein?“, fragte Carl. „Nein, der läuft die ganze Zeit durch, nur die Maus bewegen oder auf die Tastatur drücken.“ Und Carl ergänzte: „Dann erscheint ganz automatisch die Bildfläche auf dem Monitor. Und auf dem Monitor ist ein Bildchen mit dem Zugang zu deinem E-Mailkonto. Das kann dann durch Anklicken direkt geöffnet werden.“ „Ja, das Passwort ist ja gespeichert“, meinte Paula lapidar. „Mhm“, machte Carl. „Tja dann, Paula, haben sie die Informationen über deine Vorhaben >frei Haus< bei dir im Laden abgeholt“, rief Carl aus.

„Der junge Teufel“

„Wenn der Lucian Teufel sich da nachts oder abends Zutritt verschafft hat, war es ein leichtes, deine E-Mails anzuschauen und in aller Ruhe zu erkunden was du so vorhast“, meinte Carl Eugen Friedner, der mit dem jetzt gefundenen Ergebnis fast zufrieden war. Paula überlegte: „Er könnte aber auch vom Flachler ins Haus gelassen worden sein. Die Tür vom Atelier ins Treppenhaus war nicht immer abgeschlossen. Und der Schlüssel lag innen, oben auf dem Sims. Den hätte auch der Wilhelm bei seinen Besuchen einfach nehmen können und nachmachen lassen. Das wäre mir nämlich gar nicht aufgefallen. Und das Schloss war eines, das man auch ohne kriminelle Energie leicht aufbrachte.“ Carl runzelte die Stirn: „Ja, dann haben sie sich wohl die Arbeit geteilt. Der junge Teufel hat die Vorarbeit geleistet und dich ausspioniert. Er hat die Details zum Überfall ausgekundschaftet. Mit dem freien Zugang zu deinen Emails waren die beiden dann stets über deine Vorhaben informiert. Sie konnten sich alles in Ruhe zurechtlegen und einen perfekten Plan aushecken. So könnte es gewesen sein“, schloss Carl diesen Gedankengang ab.

„Nur ich störte noch“

„Deswegen war er beim Überfall dann so souverän. Es setzt Übung voraus, jemanden gezielt zu erschlagen. Kaltblütig ist so ein kleiner Feigling, wie es dein Vetter Wilhelm zu sein scheint, nämlich nicht! Aber es bleiben immer noch offene Fragen: Was hat der Flachler eigentlich konkret mit deiner Verwandtschaft zu schaffen?“, dachte Carl erneut laut nach. Paula seufzte und fasste das fehlende Stück vollends für Carl zusammen: Mit dem geschehenen Betrug wollte man mir lediglich kurzerhand das geerbte Haus abnehmen. Damals hatte aber noch keiner von euch eine Ahnung von meinem Großonkel in Würzburg. Der lebte ja auch weit weg und musste sich als Schweizer überwiegend in seinem Heimatort Maienfeld zeigen. Als meiner gierigen Tante auf der Schwäbischen Alb dämmerte, dass mein Haus nun dem Ewald Bündner gehören würde, sah sie sich ihrem alten Plan, noch reicher zu werden, wieder näher. Um an das große Vermögen des Onkels und an das Haus in Hall zu kommen, störte ja nur ich. Daher sollte ich beseitigt werden.“

„Diese Bande“

„Oder sollen wir sagen, auch noch beseitigt werden?“, fragte Carl dazwischen und beantwortete die weitere Frage im Voraus: „Weil du die Erbin der Bündners warst, hättest du dein Haus ja sowieso irgendwann wieder zurückbekommen. Wenn man aber zwischen dem Tod deines Großonkels und dem deinen, das Testament fälscht, fällt das Vermögen selbstredend an den dann Begünstigten. Dazu war es ja praktisch, dass der Flachler vorher schon dem Verwalter des Vermögens beistand. Und jetzt wird es schlüssig: Diese Bande wollte dich beseitigen. Dann hätten die drei Teufel, der Verwalter und der Flachler, das Vermögen ungestört unter sich verteilen können.“

Fortsetzung in „Gelochte Augenblicke“

„Carl, was tun wir jetzt?“, fragte Paula Engel. Und Carl antwortete bestimmt: „Wir werden jetzt die nötigen Strafanzeigen machen. Komm Paula wir gehen nach Hause.“ Wie es mit Paula und Carl, dem >Karinafirlefanz< und den FreundInnen des Stausees an der Linach weitergeht, erfährt die Leserschaft in den Folgen aus >Gelochte Augenblicke< …

Erläuterungen:

Hinweis auf Paulas Lebensweise
42. Episode aus Irgendwo in Hohenlohe im Juli 2016: https://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=20976

Offenlegung der betrügerischen Erbschleicherei 43. Episode im September 2016 https://www.hohenlohe-ungefiltert.de/?p=21171

Zeitvertreibender Spielfilm: https://www.lebeblog.de/besuch-vom-grunen-planeten-auf-der-erde/?cn-reloaded=1 auf dem nachfolgenden „Button“ kommt es gleich, zwar mit einem zuerst vielleicht seltsam gruseligen Bild, aber dann wird es „schön“ Film auf Dailymotion

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„Der Baubürgermeister in den Fußstapfen der Schildbürger“ – Das „Bahnhofsareal Nord“ in Schwäbisch Hall – Teil 2

„Der Baubürgermeister in den Fußstapfen der Schildbürger“ schreibt der Autor Paul Michel als Überschrift zu seinem Artikel „Das Bahnhofsareal Nord“ in Schwäbisch Hall – Teil 2.

Kommentar von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Zauberwort „Verdichtete Bebauung“

Der Bahnhofsvorplatz gehört nicht zu den Orten in Schwäbisch Hall, die besonders einladend wirken. Man hat ihn in den letzten Jahren ziemlich verlottern lassen. Er würde aber gewiss nicht an Attraktivität gewinnen, wenn auch noch das restliche Grün verschwinden, die Bäume abrasiert und durch sechsstöckige Gebäude ersetzt würden. Der um schöne Worte selten verlegene Baubürgermeister weiß natürlich eine Begründung dafür, warum eine Verhässlichung durch kalte Betonbauten ein Segen wäre: „Verdichtete Bebauung“ lautet das Zauberwort. Grundsätzlich ist ja richtig, dass durch die Erstellung von immer mehr Einfamilienhäuser eine Zersiedelung der Landschaft und eine Versiegelung der Oberfläche befördert wird. Der grundsätzlich richtige Gedanke einer verdichteten Bebauung, wird hier aber ad absurdum geführt, wenn er eine unnütze und überflüssige Zubetonierung der Landschaft rechtfertigen soll.

Sechs Betonburgen

Auf der anderen Seite der Gleise, im „Bahnhofsareal Süd“ erfolgt ja schon verdichtetes Bauen. Wenn jetzt auch noch das Bahnhofsvorfeld mit Betonburgen vollgestellt wird, mag das auf den Planskizzen der verantwortlichen Architekten „metropolitan“ wirken. Ob es ein schönes Wohnen ist und ob der Bau sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Im Übrigen stellt sich die Frage, welche Auswirkung die sechs Betonburgen auf die Durchlüftung des Haller Talkessels haben. Aber diese Fragen stellen die Verantwortlichen im Baudezernat nicht. Und den GemeinderätInnen will die Frage auch nicht einfallen.

Alte Wildbadquelle „gammelt vor sich hin“

Im „Bahnhofareal Nord“ ist eine Mischbebauung aus Wohnungen und gewerblich genutzten Räumlichkeiten vorgesehen. Wie genau der Mix aussehen soll, verrät der Baubürgermeister nicht. Dabei ist mehr als fraglich, ob in Schwäbisch Hall wirklich Mangel an gewerblich nutzbaren Räumen für Architekten, Rechtsanwälte, Steuerberater oder Immobilienbüros besteht. Ich für meinen Teil habe jedenfalls noch nie eine diesbezügliche Klage vernommen. Und wenn es wirklich so wäre – Wäre es da nicht sinnvoller, das Gelände der alten Wildbadquelle zu nützen? Das gammelt schon seit Jahren vor sich hin. Die Nähe zur B19/B14 wäre bei gewerblicher Nutzung mit gut isolierten Fenstern kein großes Problem.

Parkhausbau = Steuergeldverschwendung

Mit der Bebauung des Bahnhofsvorfelds würden nicht nur die Bäume plattgemacht. Es würden auch Parkplätze verschwinden. Nun scheinen Parkplätze der Stadt offenbar wichtiger zu sein als Bäume. Deswegen sollen quasi als Ausgleich für das Verschwinden von oberirdischen Parkplätzen offenbar direkt unter der Fläche, die oben zugebaut wird, ein unterirdisches Parkhaus mit zirka 250 Stellplätzen gebaut werden. Nun weiß jeder Mann/ jede Frau, dass Parkhäuser nicht gerade billig sind. Vermutlich würde so ein Parkhaus zwischen zehn und zwanzig Millionen Euro kosten. Diejenigen, die es genauer sagen könnten, der OB und der Baubürgermeister, hüllen sich aber hinsichtlich des Preises eines solchen Parkhauses hartnäckig in Schweigen.

Häuser, die niemand braucht

Es mutet wirklich wie ein Schildbürgerstreich an: Viele Millionen Euro sollen für ein unterirdisches Parkhaus verschleudert werden, um letztendlich weniger Parkplätze zu schaffen als man selber gerade oberirdisch abgeräumt hat für Häuser, die niemand braucht. Ein Fall von Steuergeldverschwendung, deren einziger Nutznießer wohl die beauftragten Baufirmen sind. Hier stellen sich mir zwei Fragen: 1) Was soll der Unsinn? 2) Warum stellt eigentlich niemand anders diese Frage?

Nadelöhr in der Steinbacher Straße

Die Neuplanung der Stadt für das „Bahnhofsareal Nord“ sieht eine Verlagerung der Bushaltestellen weg vom Bahnhof hinunter an die Steinbacher Straße vor. Künftig soll es also vier Bushaltestellen in der Steinbacher Straße geben – etwa in der Höhe, wo heute die Bahnhofsstraße in die Steinbacher Straße einmündet. Schaut mensch sich die Verhältnisse konkret vor Ort an, fällt auf: Momentan steigen die Leute am Bahnhof aus dem Bus aus und sind sofort bei den Gleisen. Wenn die Bushaltestellen in die Steinbacher Straße verlegt werden, ist der Weg zu den Gleisen deutlich länger. Leute, die mit dem Bus aus Richtung Steinbach bzw. Hagenbacher Ring kommen, müssten zudem erst einmal die Straße überqueren in einen Bereich, wo dann verkehrsmäßig der Bär los ist. Denn im Bereich wo die neuen Bushaltestellen entstehen sollen, wird es ein Nadelöhr geben, wenn hier auf engsten Raum die Einmündung der Bahnhofstraße, ein mit Ampel geregelte Fußgängerübergang und vier Bushaltestellen zusammenkommen. Zudem ist in diesem Bereich eine Verbreiterung der Straße schwer vorstellbar. Wo sollen die Bushaltestellen also hin? Auf der Seite hin zum Bahnhof kommt gleich die Böschung, auf der Seite hin zur Stadt gibt es auch keinen Platz – es sei denn, man reißt das Haus der Rentenversicherung ab. Was also tun? Eine Schneise in den Hang schlagen? Oder den Verkehr in der Steinbacher Straße anhalten, solange dort Fahrgäste aus dem Bus einsteigen und aussteigen? Fragen über Fragen – die nicht gestellt werden.

Deutlich verengte Fahrbahn

Nach Angaben von Leuten, die diese Strecke oft mit dem Auto befahren, gibt es jetzt dort schon ein hohes Verkehrsaufkommen – nicht nur in den Stoßzeiten. Es gehört wenig Phantasie dazu, sich vorzustellen, dass in diesem Bereich Staus und Chaos fast der Normalfall sein werden, wenn dort ein Fußgängerübergang (mit Ampel) und Busverkehr (mit oder ohne Abbiegespur?) bei einer deutlich verengten Fahrbahn zusammenkommen. Die Haller BürgerInnen hätten allen Grund, hier von der Stadt Auskunft zu verlangen. Absolut unverständlich ist, warum diese brisante Gemengelage weder im alten noch im neuen Gemeinderat jemand aufgefallen ist.

Weg zur Bushaltestelle wird länger

Dass der Baubürgermeister die Probleme nicht anspricht verwundert weiter nicht. Sein Anliegen ist ja sein Projekt so in der Öffentlichkeit darzustellen, als ob das jetzt der große Wurf in Sachen Optimierung des ÖPNV sei. Klink bemüht hier das Argument, dass das eine bessere Anbindung von Innenstadt und Katharinenvorstadt an den ÖPNV bringe. Wer sich die Mühe macht, vor Ort zu gehen, stellt allerdings fest, dass sowohl für Fußgänger aus der Stadt als auch aus der Langen Straße der Weg zur aktuellen Bushaltestelle am Bahnhof kürzer ist als der zur geplanten künftigen Bushaltestelle in der Steinbacher Straße. Voraussetzung ist allerdings, dass der Aufzug bei der „Agentur für Arbeit“ funktioniert. Aber das tut er schon seit einigen Jahren nicht – was wirklich kein Ruhmesblatt für das Baureferat der Stadt und für die „Agentur für Arbeit“ ist.

Großspurige Aussagen der Betreiber

Entgegen allen großspurigen Aussagen der Betreiber bringen die Bauvorhaben rund um das „Bahnhofareal Nord“ keine Verbesserungen für den ÖPNV. Dafür sind die Kollateralschäden des Projekts umso gravierender.

· Der Übergang vom Bus zur Bahn wird umständlicher und beschwerlicher

· Es gehen Grünflächen und Baumbestände verloren

· Und obendrein werden die geplanten Verschlimmbesserungen ein teurer Spaß

Dabei ginge alles viel einfacher, viel besser und viel kostengünstiger. Davon mehr in der Fortsetzung dieses Artikels…

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„Corona: Crailsheim möchte Modellstadt für testbasierte Öffnungen werden“ – Oberbürgermeister Grimmer schreibt an Landesregierung und Landkreis

Crailsheim möchte bei Corona Modellstadt für testbasierte Öffnungen werden. Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer wendet sich an Land sowie Landkreis und schlägt eine vorsichtige Öffnung des Handels unter strengen Testungen vor. Damit soll gezeigt werden, dass auch in einer Hotspot-Region eine Abkehr vom Lockdown möglich ist.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Testmöglichkeiten stark erweitert

Seit mehreren Wochen gehört der Landkreis Schwäbisch Hall und dort besonders die Horaffenstadt Crailsheim zu den Spitzenreitern der Corona- Hotspots in Deutschland. Während in anderen Regionen zumindest zeitweise der Einzelhandel wieder öffnen durfte, blieben die Geschäfte hier weiter geschlossen. Die Testmöglichkeiten für die Bevölkerung wurden derweil durch die Stadtverwaltung in Kooperation mit diversen Partnern in den vergangenen Tagen massiv ausgebaut.

Öffnungen dank Corona-Tests

Oberbürgermeister Dr. Christoph Grimmer schlägt in einem Schreiben an die Landesregierung, das Regierungspräsidium sowie den Landkreis nun vor, eine „Modellstadt Crailsheim“ zu schaffen. Ähnlich wie bei dem bundesweit viel beachteten Vorgehen in Tübingen sollen dabei Öffnungen des Einzelhandels, der körpernahen Dienstleistungen, der Sport- und Fitnessstudios, der Gastronomie, der Hotellerie oder auch der Kultur- und Veranstaltungsbranche eng mit Schnelltestungen der Bevölkerung verknüpft werden. „Die Grundphilosophie ist hierbei, nicht den Weg der Angst und Einschränkung zu gehen, sondern den Weg des Muts und der Freiheit“, so Grimmer. Ziel sei es, mit einer kontrollierten Wiedereröffnung eine Abmilderung des Inzidenzwertes zu erzielen. Dazu der Oberbürgermeister: „Dieser Weg basiert auf einem Anreizsystem, um die Menschen hier in der Region zum Testen zu motivieren, um Infektionen in alltäglichen Lebensroutinen zu identifizieren und dadurch Infektionsketten zu unterbrechen.“

Anreize für Tests schaffen

Dadurch, dass aufgrund der bereits vorherrschenden Inzidenzwerte der Handel gar nicht erst aufgemacht hatte, könne er auch als Antreiber der derzeitigen Pandemiesituation ausgeschlossen werden, so Grimmer. Daher würden sich in der Region aktuell vor allem die Menschen testen lassen, die dies im beruflichen Kontext für notwendig erachten oder Angehörige besuchen wollen, die sich im höheren Alter befinden oder Vorerkrankungen haben. „Ein Anreiz, einen Test ‘für sich‘ zu machen, um beispielsweise wieder einkaufen oder ins Fitnessstudio gehen zu können, ist bei uns im Landkreis so gut wie nicht gegeben, weil diese Bereiche leider aufgrund der Vorgaben der Landesregierung geschlossen sind. Es bleibt bei ‚arbeiten, einkaufen, spazieren gehen – und den Lockdown akzeptieren“, stellt Grimmer fest.

Hygienekonzepte der Branchen beachten

Er schlägt daher vor, im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung für die „Modellstadt Crailsheim“ von der Corona-Verordnung abzuweichen und gemeinsam in zuvor definierten Bereichen und unter festgelegten Rahmenbedingungen wieder zu öffnen. Hierbei sollen auch die vielfältig ausgearbeiteten und oftmals wenig beachteten Hygienekonzepte der Branchen berücksichtigt werden. Um eine tägliche Testung zu ermöglichen, schlägt Grimmer eine Unterstützung durch die aktuell nur wenig ausgelasteten Impfzentren oder die Bundeswehr vor.

Perspektiven schaffen und Versuch wagen

„Wir ermöglichen hiermit den von Insolvenzen bedrohten Bereichen eine echte Perspektive. Und ich bin überzeugt, dass wir mit dieser klugen Lösung den Bürgerinnen und Bürgern wieder einen wichtigen Teil des normalen Lebens zurückgeben können. Gleichzeitig können wir sogar den positiven Effekt erzielen, dass wir täglich Menschen für Tests begeistern können, die sich sonst nicht testen lassen würden, weil sie derzeit ihrerseits gar keinen persönlichen Mehrwert dadurch erlangen, sondern vielmehr noch fürchten müssen, für mehrere Tage in Quarantäne gehen zu müssen“, wandte sich Grimmer an seine Adressaten, wobei er auch erklärte, dass der Versuch scheitern könnte. „Wenn sich das Infektionsgeschehen in eine falsche Richtung entwickelt, haben wir es zumindest versucht.“ Er appellierte abschließend, nicht einfallslos so weiterzumachen wie bisher, sondern kreativ zu denken und lösungsorientiert zu handeln.

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„Bahnhofareal Nord: Mehr großstädtischer Beton-Style für Schwäbisch Hall“ – Kommentar von Paul Michel

Nachdem die Stadt sich lange Zeit auf die Suche nach „Anker-Mietern“ für das „Bahnhofareal Süd“, die Fläche hinter dem Bahnhof konzentriert hatte, nimmt sie jetzt allmählich das „Bahnhofareal Nord“, die Freifläche vor dem Bahnhofsgebäude, ins Visier. Wie bei so manchen anderen Projekten soll auch diesmal geklotzt werden. Bei der PR für das Projekt wird kräftig auf den Putz gehauen, wobei man es mit den Fakten und der Wahrheit nicht so genau nimmt.

Kommentar von Paul Michel, Schwäbisch Hall

Um was geht es beim „Bahnhofsareal Nord“?

Die Stadt will die Bushaltestelle vom Bahnhof weg runter in die Steinbacher Straße verlegen, um sich oben auf dem Bahnhofsvorfeld bautechnisch ungehemmt austoben zu können. In dem Teil des Geländes zwischen Bahnhofsgebäude und Ausfahrt in die Neue Reifensteige sollen für eine Mischnutzung (gewerblich und Wohnungen) sechs große Wohnblöcke entstehen. Die Wohnblöcke sollen sich praktisch direkt angrenzend an die Steinbacher Straße befinden. Die grüne Böschung zur Steinbacher Straße und die Bäume oben auf Bahnhofsvorfeld müssen zu Gunsten einer großstädtisch anmutenden Betonkultur weichen. Auch die bisher vorhandenen Parkplätze müssen verschwinden. Für sie wollen der Baubürgermeister und der OB allerdings Ersatz schaffen: In Gestalt eines unterirdischen Parkhauses mit zirka 250 Plätzen. Darüber, wie viel dieser Spaß kosten dürfte, schweigen sich OB und Baubürgermeister hartnäckig aus.

Betonfestival

Ein Teil dieses geplanten Betonfestivals hat bei Umweltschützerinnen zu Empörung geführt. Eine BaumschützerInnengruppe hatte in einer Online-Petition 1600 Protestunterschriften gegen das Projekt gesammelt. Das Umweltzentrum beauftragte einen Stadtplaner mit der Erstellung eines Alternativentwurfs. Wichtigstes Anliegen dieses Alternativentwurfs ist, dass die geplanten sechsstöckigen Häuser so weit in Richtung Bahngleise verschoben werden, dass der grüne Hang hin zur Steinbacher Straße erhalten bleiben kann.

Alternativentwurf des Umweltzentrums

Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung vom 17. März 2021, auf der von Baubürgermeister Klink die aktuellen Baupläne für das „Bahnhofareal Nord“ dem Gemeinderat zur Bestätigung vorgelegt werden sollten, geschah etwas Unerwartetes: Das Umweltzentrum hatte im Vorfeld der Sitzung den mittlerweile fertiggestellten Alternativentwurf allen Stadträten zukommen lassen. Insofern mussten Verwaltung und Gemeinderat beim TOP 9.1. der Tagesordnung auch Bezug nehmen auf den vom Umweltzentrum vorgelegten Alternativentwurf. Man/frau durfte gespannt sein, wie Verwaltung und Gemeinderäte reagieren würden.

Von der Kunst, aus einem X ein U zu machen

Tatsächlich war es bemerkenswert, was ich als Zuhörer auf den Besucherrängen der Hagenbachhalle bestaunen durfte. Das, was sich bei der Aussprache über TOP 9.1 abspielte, war gewiss keine Sternstunde des sachorientierten Bürgerdialogs. Zu bestaunen waren stattdessen beachtliche rhetorische Höchstleistungen des Baubürgermeisters. Peter Klink zeichnete ein Bild der Lage, das mit der Wirklichkeit wenig zu tun hat, aber dennoch überzeugend rüberkommt. Er bewies an diesem Abend, dass er über die rhetorischen Fähigkeiten verfügt und so in der Lage ist, einem nicht sonderlich kritischen Publikum ein X für ein U vorzumachen. Ohne erkennbar rot zu werden, beteuerte Peter Klink, dass sein Amt bei der Information über die Pläne für das „Bahnhofareal Nord“ von Anfang an transparent verfahren sei. Dabei verwies er darauf, dass bereits frühzeitig, im Jahr 2017 informiert worden sei.

Ahnungslos

Dazu wäre anzumerken: Ich zumindest habe davon nichts bemerkt, als ich mich im Sommer 2019 zu dem Thema „Bahnhofareal Nord“ schlau zu machen versuchte. Alle Leute, mit denen ich sprach, waren noch ahnungsloser als ich. Niemand wusste, dass es bezüglich „Bahnhofsareal Nord“ überhaupt irgendwelche Pläne gab. Selbst von einem hochrangigen Mitarbeiter von Klink im Baureferat war zu dieser Zeit nur zu erfahren, dass man da nicht viel Konkretes sagen könne, weil man sich gerade intensiv um das „Bahnhofareal Süd“ kümmere.

Ein Hoch der Sprachakrobatik!

Letzten Endes war Klink mit seiner Sprachakrobatik erfolgreich. Mit 18 gegen 10 Stimmen wurde der Vorschlag der weiteren Befassung mit dem Vorschlag des Umweltzentrums abgelehnt. Als Andrea Herrmann von den Grünen beantragte, mit dem Beschluss über die Auslegung der Baupläne noch etwas zu warten und in der Zwischenzeit den Alternativentwurf des Umweltzentrums noch einmal zu prüfen, brachte Peter Klink das Kunststück zuwege, seine Ablehnung der weiteren Befassung mit dem Alternativvorschlag des Umweltzentrums als Akt der Offenheit gegenüber Änderungsvorschlägen zu verkaufen.

Wieder auf Linie

Martin Lindner von der CDU und Friedrich Waller von der FWV dankten Klink ausdrücklich dafür, dass er mit seinen Auslassungen ihr Weltbild wieder gerade gerückt habe. Sie seien vorher schwach geworden und hätten gewisse Sympathien für den Vorschlag des Umweltzentrums verspürt. Nun aber wüssten sie, dass Klink alles richtig mache und nun wären sie wieder auf Linie. Entsprechend fiel das Ergebnis der Abstimmung aus. Die Reihen von CDU, SPD, FDP und FWV stimmten geschlossen für den Antrag der Verwaltung. Wird fortgesetzt…

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„Lang beschattete Täler“ –  Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden vierzigster Teil

„Lang beschattete Täler“ –  Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden vierzigster Teil. Die geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

XXXX Wald

… Nach seinem Vortrag machte sich Heiner auf den Weg neu dazugewonnenen Energiemitstreiter im Rheintal zu besuchen. Er hatte im Zug der Landtagswahl gute Kontakte im badischen Land aufgebaut. Violetta musste zu einer Veranstaltung ihrer Partei. Da eine öffentliche Wahlkampfdiskussion in der Nähe von Hoheitshausen geplant war, wurde sie von Paul zähneknirschend dorthin mitgenommen. Es war ihm anzumerken, dass Violettas Engagement nicht ganz auf seine Zustimmung traf. Carl und Paula würden erst am anderen Morgen nach Hohenlohe fahren. Sie wollten heute noch das in der Nähe befindliche sagenumwobene Bruderkirchle anschauen und Fotogenes der schönen Schwarzwaldlandschaft einfangen.

Mörderischer Anschlag

Beim Abendessen berichtete Paula, dass sie nun alle in Frage kommenden Motive für Carl abgelichtet und genug Material für seine großflächigen Vorstellungen gesammelt hätte. Dabei wagte Carl es vorsichtig, das Gespräch auf den mörderischen Anschlag zu lenken: „Wie sollen wir nun weiterhin vorgehen, Paula?“, fragte Carl Eugen. „Was fragst du da mich, du bist doch der Fachmann.“ „Ach Paula, wir haben uns doch darauf geeinigt, erwachsen miteinander umgehen – hast du das vergessen?“, konterte Carl Paulas Frage. Paula schwieg verdutzt, dass Carl Wert auf ihr gutes Miteinander legte, freut sie einerseits, aber er war ihr in den letzten Jahren fremd geworden. Und der Stachel des Verrats, den er ihr angetan hatte, saß immer noch tief. Aber Paula sah ein, dass es keine andere Möglichkeit gab, als mit Carl zusammen zu geschirren. Er war der einzige mit dem die Geschehnisse aufzuklären wären. Und Carl Eugen war in der Lage, die juristischen Vorgänge anzuleiern, die da nötig wären, um ihr dann auch tatsächlich Recht zu verschaffen.

Beklemmungen

Durch die freundschaftliche Umgangsform, die er neuerdings und zu Paulas Erstaunen sogar beständig an den Tag legte, fühlte sie sich geborgen und wohl. „Also gut“, fing sie an und holte Luft: „Ich weiß, wer mich überfallen hat. Es ist jemand, der mir sehr nah ist. Besser gesagt – war. Jedoch allein beim Gedanken daran bekomme ich Beklemmungen“, und sie lehnte sich, wie nach Abstand suchend, weit in die Nische der Eckbank zurück. Carl Eugen Friedner wusste um die Langzeitwirkung, die Überfälle bei Menschen hinterließen. Einzelne Zellen haben ein eigenes Gedächtnis für jede Gewalt, die dem Organismus jemals angetan wird. Da hilft auch keine laufende Zellerneuerung, um irgendwann zu vergessen. Diese Informationen sind in einer Art umfassenden Gedächtnis in jedem Menschen parat. Dieses Phänomen erinnerte Carl an >Big Data<. Dieses Erinnerungsvermögen taucht in unbekannte Tiefen ab, damit der Mensch nicht an den Folgen der angetanen Gewalt vor Schock sofort stirbt.
Diese Art von Gedächtnis zu strapazieren wird ganz gezielt zur scheinbar spurlosen Einschüchterung und Entmenschlichung benützt. Man lässt das überfallene Opfer zwar überleben, aber es hat künftig Angst und ist geschwächt. Je nach Persönlichkeit und hinzugenommener Hilfe kann ein Mensch sein beschädigtes Selbstbewusstsein wieder auf- und ausbauen.

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Und je nach dem staatlichen System, in dem dieser Mensch lebt, sorgt zum Beispiel ein demokratischer Rechtsstaat mit einer funktionierenden Gewaltenteilung dafür, dass solcherlei Anschläge verfolgt, geahndet und in einem Gerichtsverfahren abgehandelt und Täter dann bestraft werden. Bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie das im Fall der >Karinakrise< der Fall war. Wo die angeleiteten Medien, wohl überlegt und mit Fleiß, derart Angst und Schrecken in der Bevölkerung verbreitet haben, um damit eine zweckdienliche Massenlähmung zu erreichen. Diese Vorgehensweise der politisch Verantwortlichen im abgesprochenen Zusammenspiel mit den Medien, wird sogar beim internationalen Gerichtshof zur Anklage gebracht. Um Paula wieder aus ihrem Rückzug hervorzulocken, lenkte Carl das Gespräch gezielt auf Allgemeinplätze und kramte in seinem humanistischen Gedächtnis: „Paula? Woher kommt Macht und reißt andere mit, böse Schandtaten zu begehen? Etienne de la Boite, meinte bereits im sechzehnten Jahrhundert: >Wie hat er irgend Gewalt über euch, wenn nicht durch euch selber?<“ „Ja Carl, das kannst du schon so sehen, aber wenn eine organisierte Bande über eine herfällt, ist es schwierig. Die Bereitschaft, für die Freiheit alles Materielle aufs Spiel zu setzen, würde letztlich eine Aufgabe der eigenen materiellen Existenz bis hin zum Tod bedeuten“, ergänzte Paula, wiederum für Carl ungewohnt, in philosophischer Art.

Überfall

„Nun gut, darum geht es ja grad eigentlich nicht. Wir wollen leben und die Geschehnisse aufklären, um sie dann anzuklagen.“, relativierte Carl, und fragte weiter: „Paula, an was kannst du dich denn erinnern?“
Paula grübelte: „Am anderen Morgen und dann im Krankenhaus konnte ich mich an nichts erinnern. Nur ein dumpfer Kopfschmerz, ein leichter Schwindel und ein ungutes Gefühl. Ich weiß einfach nicht, wie dieser Teufel es geschafft hat, von meinen Plänen zu erfahren.“ „Der Überfall war doch genau in der Nacht, wo du anderntags in die Schweiz fahren wolltest?“ „Ja.“, bestätigte Paula. „Und wer wusste von deinem Vorhaben?“, fragte Carl weiter: „Niemand, bloß der Rechtsanwalt in Kreuzlingen, und mit dem habe ich mich ausschließlich per E-Mail verständigt. Da hat niemand etwas mitbekommen.“ „Hast du vor dem Überfall, so zwei, drei Monate vorher den Eindruck gehabt, dass jemand heimlich im Laden und in deinem Atelier war? Oder ein diffuses Gefühl von etwas Fremden, merkwürdige Gerüche zum Beispiel?“, hakte Carl nochmals ungeduldig nach. „Nein.“, meinte Paula, es war nicht besonderes.“

„Da ist doch was faul“

„Aber irgendjemandem musst du doch von dem geplanten Treffen in Kreuzlingen gesagt haben“, entfuhr es Carl heftig, und dann begriff er und meinte: „Es war dein Vetter Wilhelm.“ „Ja.“, bestätigte Paula kurz und knapp. „Aber es stimmt trotzdem etwas nicht. Der Wilhelm konnte doch gar nicht wissen, dass ich einen Notartermin hatte. Und grad dem hätte ich das als letztem auf die Nase gebunden. Da fehlt ein Stück in der Geschichte.“ „Mein Informant Findus hat den Sohn von Wilhelm erwähnt. Hat der Lucian dich denn in der in Frage kommenden Zeit besucht? Oder hat Wilhelm seinen Sohn einmal mitgebracht?“ „Nein, der war nie bei mir.“, erklärte Paula. Carl überlegte: „Findus hat den Lucian Teufel aber nachts in Hall gesehen. Immer wieder in der Innenstadt und zwar öfters und genau zwischen deinem ehemaligen Elternhaus und deinem Atelier. Da ist doch was faul.“ Carl bestand darauf, dass hier das fehlende Teilstück zu finden war. „Der Lucian wird ja wohl kaum zum Flachler gegangen sein, sich mitten in der Nacht juristischen Rat einzuholen, oder?“ Paula seufzte, und setzte hinzu: „Mir fällt nichts mehr dazu ein.“ „Gut, wir haben ja noch Zeit, das finden wir schon noch alles heraus. Für heute langt es mir jetzt auch“, damit beendeten sie ihr Abendessen und gingen noch auf einen kleinen Spaziergang an die frische Luft.

Mit Steuergeldern finanziert

Als Paula sich zur guten Nacht verabschiedete, sinnierte Carl noch bis lange in die Nacht hinein. Wie war das damals genau gewesen? Heiners Vortrag hatte ihn dazu inspiriert, sich das Thema nochmals gründlich zu durchdenken. Als man vor vierzig, fünfzig Jahren in Baden-Württemberg begann, landauf und landab die regionale Stromversorgung und die in kommunaler Obhut befindliche Wasser- und Abwasserversorgung aus den öffentlich verwalteten Händen abzugeben, wurden auch alle vorhandenen und mit Steuergeldern finanzierten Versorgungsleitungen privatisiert. Der Begriff Privatisierung bedeutete aber nicht, dass etwas in eine wohlmeinende private Hand überging, sondern es wurden aufgrund von Beschlüssen der Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte öffentliche Güter von rücksichtlosen und rein gewinnorientierten Betrieben in Besitz genommen. Diese waren irgendwo angesiedelt, weit weg und wurden überwiegend als anonyme Aktiengesellschaften geführt.

Ungute Entwicklung rückgängig machen

Diese ungute Entwicklung müsste aus Carls Sicht sehr schnell rückgängig gemacht werden. Jetzt in der >Karinazeit< uferte die Situation vollends unkontrolliert aus. Es wurde alles dazu getan um anständige Menschen soweit als möglich zu schröpfen. Wo es gelten sollte, endlich ein menschliches Miteinander zum Wohle aller herzustellen … Fortsetzung folgt.

Erläuterungen:

http://www.voehrenbach.de/tourismus/bruderkirchleodermichaelskapelle/index.html

Big Data: https://de.wikipedia.org/wiki/Big_Data

Etienne de la Boite – 16.Jhd.: https://geistblog.org/tag/etienne-de-la-boite/
Woher kommt die Macht :

https://faszinationmensch.wordpress.com/2020/08/10/der-covid-plan-des- rockefeller-institut-veroffentlicht-2010/

Internationaler Gerichtshof: https://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Gerichtshof

Stiftung Corona-Ausschuss, Sitzung Nr. 39, Klage für den internationalen Gerichtshof wird im italienischen Beitrag ab Stunde:Minute:Sekunde 3:57:53 erläutert: https://www.bitchute.com/video/s2VianntyI1P/

Masken: https://www.kla.tv/17962

Maskenball: https://www.schildverlag.de/2021/01/24/ffp2-maske-dr-markus-soeder-und-das- faule-ei/

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