„Geheimsache Korruption“ – CORRECTIV-Buch zeigt Schattenseiten der deutschen Exporterfolge

Schattenseiten der deutschen Exporterfolge zeigt das neue CORRECTIV-Buch „Geheimsache Korruption“. Das Buch wird vom gemeinnützigen Recherchezentrum CORRECTIV herausgegeben. Es zeigt erstmals umfassend, wie die deutsche Industrie beim internationalen Absatz ihrer Produkte noch immer auf Bestechung setzt.

Informationen vom Recherchezentrum CORRECTIV

Mehr Aufklärung

Das Buch zeichnet nach, wie deutsche Firmen in den 20 Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Bekämpfung internationaler Bestechung die Methoden der Verschleierung verfeinert haben. „Wir brauchen Aufklärung über Korruption, denn wer im Ausland besticht, zerstört auch die politische Kultur in Deutschland. Korruption ist ein Gift, das Gesellschaften zersetzt“, sagt David Schraven, Gründer und Publisher von CORRECTIV.

Schmiergeldindustrie

Auf knapp 200 Seiten macht das Buch deutlich, welche Mühen die deutsche Justiz bei der Aufklärung von grenzüberschreitender Korruption hat. Und es zeigt, dass die deutsche Politik wenig Interesse hat, sich mit den Schattenseiten der wichtigen Export-Industrie zu beschäftigen. CORRECTIV deckt auf, dass Vertreter der Schmiergeldindustrie immer wieder auch über gute Kontakte zu deutschen Spitzenpolitikern verfügten.

Internationale Dimensionen

Mehrere Kapitel beleuchten die internationalen Dimensionen. Die Recherchen von CORRECTIV zeigen den Schaden, den Bestechungsgelder an der Demokratie anderer Länder anrichten könnten. Zum Beispiel Südafrika: Die dort bis heute anhaltende innenpolitische Auseinandersetzung um die bei einem Rüstungspaket vor 20 Jahren gezahlten Schmiergelder hat wichtige Institutionen des südafrikanischen Rechtsstaats ausgehöhlt. Weitere Kapitel handeln von ähnlichen Ereignissen in Brasilien, Russland, Griechenland sowie der arabischen Welt.

Whistleblower stärken

Der Autor Frederik Richter recherchiert seit über fünf Jahren für CORRECTIV zu dem Schwerpunkt Korruption. Zum Abschluss macht er zehn Vorschläge, wie die Situation verbessert werden könnte: zum Beispiel die Stärkung von Whistleblowern, Anpassungen im Strafrecht und mehr Transparenz bei der Finanzierung der deutschen Parteien.

Buch bestellen:

Das Buch „Geheimsache Korruption – Wie die deutsche Schmiergeldindustrie weltweit die Demokratie verrät“ erscheint im CORRECTIV-Verlag und kann im CORRECTIV-Shop bestellt werden:

https://shop.correctiv.org/buecher/34/geheimsache-korruption/

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„Lang beschattete Täler“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden zwanzigster Teil

„Lang beschattete Täler“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden zwanzigster Teil. Die geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

XX Schwindel

… Paula dachte nach: Was Carl ihr eröffnet hatte, war ihr nicht unbekannt. Sie las neben der heimatlichen Tageszeitung auch Artikel ausländischer Zeitungen und sah sich Videos mit Beiträgen zu aktuellen Themen im Internet an. Dabei stellte sie fest, dass der Unmut der Bevölkerung über die laschen Gesetze zu Verschmutzungen der Umwelt und vielfältigen Gefährdungen der Bevölkerung, überall anwuchs. Und ergänzte Carls Gedankengänge: „Wir werden mit giftigen Wolken voller Schwermetall berieselt, unsere Weltmeere sind mit Plastik zugemüllt, man bestrahlt und manipuliert uns mit Mikrowellen* und vom tropischen Regenwald ist bald nicht mehr viel übrig“, Paula machte eine Gedankenpause, in der sie sich auf ihre Worte besann, „wenn das so weitergeht, ruinieren wir unseren schönen blauen Planeten unwiederbringlich.“

Belustigt

Dann schwiegen sie beide eine lange Weile vor sich hin. Unvermittelt begann Carl Eugen plötzlich zu erzählen: „Weißt Du eigentlich, dass der Reinhold Sonner von Bühlerhausen, dem Bert Völler aufgelauert hat, um ihn auf frischer Tat zu ertappen?“ Paula runzelte die Stirn, “Nein!?“, resümierte aber sogleich: „Der Sonner hat dem Völler den Ranzen verschlagen? Ja, da habe ich ein Gerücht gehört.“ Und sie grinste Carl dabei belustigt an. Carl nahm seinen Altersgenossen sofort in Schutz: „Der Reinhold hat sich in aller Herrgottsfrühe auf die Lauer gelegt, um die Lieferungen mit dem billigen Fleisch an den Völler zu fotografieren. Damit wollte er beweisen, was er bereits seit Langem vermutete und beobachtete: Dass der Völler nämlich selber einen Haufen Dreck am Stecken hat. Dieser war gegen ihn, wegen dem angeblichen Etikettenschwindel zu den >Marmorierten Seilich< vorgegangen.“ Da Paula Engel aufmerksam schwieg, erzählte Carl zu Ende: „Dabei sind die alten Streithammel aneinandergeraten und der Reinhold hat sich halt nicht mehr beherrschen können.“ „Aber er hat die Strafe anerkannt und bezahlt, die man ihm aufgebrummt hat“, meinte Paula und lachte herzhaft, „wenn es nötig ist, jemand in aller Öffentlichkeit eine zu langen, halte ich so eine Genugtuung für vollkommen angemessen, Carl.

Gigantische Batterie

Und vor allem dafür, dass er den Sonner ständig diskreditiert hat. Ohne den Bühlerhäuser gäbe es die Struktur mit den vielen kleinen Landwirtschaften, der angegliederten Schlachterei, einer Käserei, Manufakturbetrieben und Verkaufsläden nämlich nicht. Das muss man ihm trotz jeder berechtigten Kritik hoch anrechnen!“ „Als Rechtsanwalt lehne ich dein handgreifliches Rechtsverständnis ab, Paula, man muss bei drohenden Straftaten friedliche Lösung anstreben und finden“, rügte Carl Paulas Rede zur Selbstjustiz. „Ach!“, entfuhr es da Paula; sie wollte zu einer Attacke auf Carl ansetzen, aber besann sich rechtzeitig; noch wollte sie nicht an die alten Wunden rühren und wechselte umgehend das Thema. „Hast du eigentlich schon von der gigantischen Batterie gehört, die man im Hohenlohe-Kreis bauen wird?“ Und Carl sprang tatsächlich umgehend auf den Themenwechsel an: „Das ist eine ganz logische Folge des Mangels an lokaler Selbstverwaltung in der regenerativen Stromversorgung. Daraus folgt automatisch eben auch der Mangel an gerechter Verteilung in der Hand der Bürger. Das Fehlen regionaler Strukturen der Mitbestimmung am umkämpften Strommarkt schließt ein, dass es dann irgendwo überdimensionale Umsetzungen von gigantischen Plänen gibt. Es wurden in zentralistischer Manier Windkraftanlagen in die Nordsee gepflockt. Zum Stromtransport in den Süden werden riesige Leitungen quer durchs Land gezogen und letztendlich muss die ankommende Energie schließlich auch noch irgendwo gespeichert werden.“

Gezielte Schwindeleien

„Damit man den Strom dann gewinnbringend ins Ausland verkaufen kann.“, ergänzte Paula spitzfindig und fragte nach: „Da wird zwar argumentiert dass man den Strom bei uns im Süden brauchen würde; aber wofür braucht man im Landkreis Hohenlohe derart viel Strom? Das ist doch auch wieder eine der gezielten Schwindeleien, damit die Bevölkerung still hält. Schließlich handelt es sich um zehn Fußballfelder Bodenfläche. Das muss man sich mit dem herrlichen Ausblick von Waldenburg her vorstellen. Es ist genauso so unvorstellbar wie die Haltung von bald zehntausend Schweinen in direkter Nähe zur Jagst, von der dein so nett vorgetragenes Gedichtle handelt.“
„Beides dient der Ausfuhr, für die man unsere Landschaft verschandelt und die Böden und das Wasser versaut. Die Exporteure mit Schlips und Kragen machen Kasse und die Bevölkerung und die anständigen Bauern bleiben mit dem Dreck zurück. Das sind die modernen verlogenen globalen Lösungen.“

„Rosenblütensorbet“

Mit diesen Worten stand Carl auf und holte einen kleinen Behälter aus dem Eisfach. Dann stellte er ihn behutsam auf den Tisch, legte zwei langstielige Löffelchen und einen Eiskugelformer dazu. „Sollen wir das Eis mit einem Holderzauber* in einem hübschen Glaskelch aufgießen?“ Er lächelte Paula dabei augenzwinkernd an, um sie von den trüben Gedanken des Gesprächs abzulenken, „Oder, lieber >Natur pur< genießen?“ „Was ist es Carl?“, fragte Paula interessiert. „Rosenblütensorbet“, erwiderte Carl Eugen und fügte mit nachdrücklicher Stimme laut und deutlich hinzu: „Und alles aus unserer noch einigermaßen sauberen Region!“ Nach einer Pause wandte er sich erneut an Paula: „Was ist? Willst du nun alkoholisiertes Blubberwasser?“, sah sie geradeheraus an und senkte die Stimme: „Für einen klaren Kopf, kann ich dir auch noch selber gemachten Johannisbeerensaft anbieten. Paula wählte Eis ohne etwas dazu und Carl formte schöne runde Kugeln. Er knipste in jeden geschwungenen Glaskelch zwei Kugeln, dann räumte er den Behälter zurück ins Gefrierfach und nahm wieder Platz.

Einmachen

„Machst du den Saft selber?“ fragte Paula, nachdem sie sich den ersten Löffel Eis genüsslich auf der Zunge zergehen hat lassen. „Ja!“, meinte Carl und strahlte voller Stolz, ich habe im Garten fünf Büsche schwarze Johannisbeeren und die haben letztes Jahr sehr gut getragen.“ „Hast du denn die ganzen Utensilien, die man zum Saft machen braucht?“, wollte Paula nun wissen, und Carl meinte: „Ja, die Küche ist noch genau in der Art ausgestattet, wie meine Mutter sie eingerichtet hat. Ich habe kaum Neues kaufen müssen. Es ist alles, was man zum Einkochen braucht vorhanden und kühle Lagerräume hat es ebenfalls genug. „Und woher weißt du wie das geht?“ wollte Paula dann wissen. Carl war irritiert von Paulas vielen scheinbar harmlosen Fragen. Seit wann wollte sie – die früher seine Häuslichkeit früher nur belächelt hatte und sein Interesse am Haushalt spöttisch kommentierte – so genau wissen wie es sich bei ihm mit dem Einmachen verhält? Hatte sie etwa ihr Verhalten geändert? Oder war sie jetzt bereit, mehr von ihrer sonst verborgenen Weiblichkeit zu zeigen? Carl fühlte sich auf einmal ziemlich unbehaglich und fragte sich was Paula da im Schilde führte? … Fortsetzung folgt.

Erläuterungen:

*Mikrowellen und Gesundheit mit 5G:
https://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/warum-das-5g-netz-gefaehrlich-fuer- deine-gesundheit-ist/
*Seilich: Hohenloher Dialekt für Schwein bzw. Schweine
*Holdersekt: In Hohenlohe wird das alkoholarme Erfrischungsgetränk aus Holunderblüten einfach „Holdersekt“ benannt. Quelle:
https://www.holunderzauber.de/holunderzauber/

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„Schwellen-Zeiten: Wege aus der Krise“ – Aufstellungs-Seminar im Schloss Kirchberg/Jagst

Corona, Klimawandel, Artensterben und ihre Auswirkungen schwingen in jedem von uns bewusst oder unbewusst mit. Ein Seminar „Schwellen-Zeiten: Wege aus der Krise“ findet von Freitag, 9. bis Sonntag, 11. Oktober 2020, im Schloss Kirchberg/Jagst statt. Seminarleiterin ist die Supervirorin und Lehrerin Doris Feiler-Graziano.

Informationen von Michaela Butz, Crailsheim

Ziele lösen sich in Nichts auf

Ein Bekannter ist beispielsweise in Sorge, wenn er bei anhaltender Trockenheit durch seinen sterbenden Lieblingswald geht. Bei anderen brechen durch Corona kurz mal alle Einnahmen weg. Dazu kommen individuelle Krisen. Eine junge, selbstständig tätige Mutter wird plötzlich krank. Langjährige Beziehungen scheitern, berufliche Ziele lösen sich ins Nichts auf. Bei jungen Menschen beobachte ich, dass sie sich nicht entscheiden können, ob sie wirklich einsteigen wollen in diese Gesellschaft mit ihrem stetigen Höher und Weiter und zweifeln an sich und allem. Die Liste ließe sich ewig weiterführen.

Krisen- und Trauerbewältigung: Auf der Suche nach Antworten

Was hilft in globalen und individuellen Krisen? Wie gehe ich mit meiner Angst konstruktiv um? Wann ist meine Angst begründet und wie wirken kollektive Ängste auf mich? Wie kann ich Trauer zulassen und wie führt meine Wut zu Lösungen? Was lässt mich gesund bleiben? Wie halte ich meine Ohnmacht aus? Wie kann ich anderen wirklich helfen? Und wie gelingt es mir, mich zugehörig zu fühlen?

Hohenloher Lieblingsorte

Diese (und weitere) Fragen führen nun zu Corona-Zeiten dazu, dass ich anfange, an einem meiner Hohenloher Lieblingsorte Seminare zu organisieren, Seminare, die hoffentlich Antworten auf diese Fragen finden lassen.

Meine Vision?

Ich hole Leute, die etwas zu sagen haben, nach Hohenlohe und ihre Vorträge, Seminare und Kurse stehen nicht nur Gutverdienenden offen. Ich wünsche mir Lösungen – individuelle, internationale, globale, kollektive, allgemein gültige, friedliche, praktische, spirituelle Lösungen. Die Gruppen können daher gar nicht unterschiedlich genug zusammengesetzt sein.

Seminare auf Schloss Kirchberg/Jagst:

Den Auftakt macht ein Aufstellungsseminar mit meiner Freundin und langjährigen Supervisorin und Lehrerin Doris Feiler-Graziano. Das Seminar findet vom 9. bis 11. Oktober 2020 unter dem Arbeitstitel „Systemische Betrachtungen in Schwellen-Zeiten“ auf Schloss Kirchberg statt. Was Teilnehmende davon erwarten können, erfahrt ihr in einem Interview, das ich mit Doris geführt habe.

Systemische Betrachtungen in Schwellen-Zeiten von Freitag, 9. bis Sonntag, 11. Oktober 2020:

Freitag, 14 bis 19 Uhr
Samstag, 8.15 bis 18 Uhr
Sonntag, 8.15 bis 14 Uhr

Ort: Schloss Kirchberg/Jagst

Weitere Informationen im Internet und Kontakt:

https://michaelabutz.com/aufstellungsseminar/

https://www.praxis-graziano.de/termine-systemaufstellung/

Über Doris Feiler-Graziano:

Anerkannte System- und Familienaufstellerin durch die Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) seit 2007, eurasys-Diplom von Wilfried Nelles und Heinrich Breuer, seit 2014 Mitglied im Vorstand der DGfS, Weiterbildung in Hypnotherapie bei Heinrich Breuer, Weiterbildung in Gesichtsdiagnostik bei Marc Grewohl.

Weitere Informationen im Internet über Doris Feiler-Graziano:

https://www.praxis-graziano.de/doris-feiler-graziano/

Informationen über Michaela Butz:

https://michaelabutz.com/aufstellungsseminar/

Diplom Kommunikationswirtin
Eulenbergweg 3
74564 Crailsheim
Telefon: 07951/963021

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„Nie wieder Krieg – In die Zukunft investieren statt aufrüsten“ – Demonstration in Schwäbisch Hall zum Antikriegstag

Eine Demonstration mit dem Titel „Nie wieder Krieg – In die Zukunft investieren statt aufrüsten“ findet am Samstag, 12. September 2020, ab 11 Uhr in Schwäbisch Hall statt. Die Auftaktkundgebung beginnt um 11 Uhr auf dem Milchmarkt. Die Demonstration durch die Innenstadt endet auf dem Vorplatz des Globe-Theaters. Dort Sevim Dagdelen spricht um 12 Uhr die Bundestagsabgeordnete und abrüstungspolitische Sprecherin der Partei die LINKE. Anschließend Danach spricht Dr. med. Jörg Schmid als Vertreter der IPPNW – der Vereinigung „Internationale Ärzte gegen den Atomtod“. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von der Gruppe „peaceful peas“.

Vom DGB-Bezirk Baden-Württemberg, Büro Schwäbisch Hall

Bestialischer Krieg

Für die Gewerkschaften ist der Antikriegstag 2020 ein besonderer Tag der Mahnung und des Erinnerns. Das Ende des Zweiten Weltkriegs
und die Befreiung Europas und der Welt vom Faschismus
jähren sich zum 75. Mal. Mit seinem Überfall auf Polen riss Nazi-Deutschland 1939 die Welt in den Abgrund eines bestialischen Krieges, der unermessliches Leid über die Menschen brachte und 60 Millionen Tote forderte. 75 Jahre nach Kriegsende liegt es an uns, die Erinnerung an diese zahllosen Toten wachzuhalten und der Millionen von Holocaust-Opfern zu gedenken, die von den Nazis ermordet wurden. Und wir müssen die Erinnerung daran wachhalten, dass Deutschland angesichts der Menschheitsverbrechen der Nazis besondere Verantwortung für den Frieden trägt.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

So lautet unumstößlich die Lehre, die die Gewerkschaften aus der Geschichte gezogen haben – und für die wir uns heute wieder mit all unserer Kraft stark machen müssen. Die Zeichen in Europa stehen auf Aufrüstung, Militarisierung und gefährlicher Konfrontation.

Die zunehmende Konkurrenz bei der Aufteilung des Weltmarktes findet seinen Ausdruck nicht nur in einer sich unter Corona zuspitzenden Wirtschaftskrise, sondern auch in militärischen Spannungen zwischen USA und China/Russland und auch zwischen den USA und der EU.
Hochrüstung, atomare Vernichtung und der Klimawandel sind existenzbedrohende Gefahren für die Menschheit. Das Militär ist einer der größten Klimakiller und einer der Hauptschuldigen am Elend von Millionen Flüchtenden.

Rekord-Militärhaushalt

Gebraucht wird momentan jeder Euro für die Aufgaben, die aus der Corona-Krise entstehen: für das Gesundheitssystem, die soziale Absicherung und für ökonomische Hilfen. Doch die Bundesregierung macht weiter so, als wäre nichts gewesen. Der Rekord-Militärhaushalt von über 50 Milliarden Euro bleibt unangetastet. Mit dem Corona-Nachtragshaushalt soll die Bundeswehr sogar 150 Millionen Euro zusätzlich bekommen und es gibt keinerlei Kürzung bei den Rüstungsausgaben. Die IPPNW/Ärzte gegen den Atomtod bringen
es auf den Punkt: Statt 7,5 Milliarden Euro für neue Atombomber auszugeben, könnten mit dem Geld 100.000 Intensivbetten, 30.000 Beatmungsgeräte, 60.000 Pflegerinnen und 25.000 Ärztinnen ein Jahr lang bezahlt werden.

Nicht unwidersprochen hinnehmen

Dies kann nicht unwidersprochen hingenommen werden. Ein breites Bündnis Schwäbisch Haller Organisationen ruft am Samstag, 12. September 2020 zu einer Demonstration und Kundgebung in Schwäbisch Hall auf.
Die Auftaktkundgebung beginnt um 11 Uhr auf dem Schwäbisch Haller Milchmarkt. Ende der Demonstration durch die Innenstadt ist der Vorplatz des Globe-Theaters. Dort redet um 12 Uhr die Bundestagsabgeordnete und abrüstungspolitische Sprecherin der Partei die LINKE Sevim Dagdelen. Danach spricht Dr. med. Jörg Schmid als Vertreter der IPPNW – der Vereinigung „Internationale Ärzte gegen den Atomtod“. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch „peaceful peas“.

Weitere Informationen und Kontakt:

www.nordwuerttemberg.dgb.de

DGB-Bezirk Baden-Württemberg, Büro Schwäbisch Hall, Schlichtweg 4, 74523 Schwäbisch Hall

Telefon: 0791-9561 4482

Mobil: 0170-8514009

E-Mail: silvia.wagner@dgb.de

Internet:

www.nordwuerttemberg.dgb.de

www.bw.dgb.de

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NICHTS WAR VERGEBLICH – Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus – Ausstellung bis 19. September 2020 im Rathaus Schwäbisch Hall

Mutige Frauen

Der Beitrag von Frauen zum Widerstand gegen die Nazi-Diktatur ist wenig erforscht und gewürdigt. Die neue Wanderausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 zeigt die Lebensläufe von achtzehn mutigen Frauen, die sich nicht mit Gleichschaltung und Terror abfinden wollten. Sie halfen Verfolgten, verfassten Flugblätter und setzten bei gefahrvollen Aktionen ihr Leben aufs Spiel.

Gefolgschaft verweigert

18 Biographien stellen dar, auf welch‘ vielfältige Weise die Frauen dem Regime die Gefolgschaft verweigerten. Sie verfassten und verteilten Flugblätter, sie boten Verfolgten Unterschlupf, sie klärten im Ausland über das Unrecht in Deutschland auf. Immer folgten sie ihrem Gewissen – und setzten damit ihr Leben aufs Spiel. Der Anteil dieser Frauen im Kampf gegen den NS-Staat ist in der Öffentlichkeit noch immer wenig bekannt.

Kurzinformation:

NICHTS WAR VERGEBLICH
Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus von 1. bis 19. September 2020, Rathaus Schwäbisch Hall, Eröffnung am 1. September 2020, 17 Uhr durch Anne Rieger, Friedensratschlag Kassel, eine Ausstellung des Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945

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„Finanzwende: Den nächsten Crash verhindern“ – Vorträge mit Gerhard Schick in Schwäbisch Hall und Schrozberg-Bovenzenweiler

„Wir freuen uns sehr den leider im Januar ausgefallenen Vortrag mit Gerhard Schick nun nachholen zu können“, schreibt Christian Kümmerer aus Untermünkheim. Der Finanzfachmann von Bündnis 90/Die Grünen spricht zum Thema „Finanzwende: Den nächsten Crash verhindern“ am Mittwoch, 16. September 2020, um 19.30 Uhr im Musiksaal S3.04 in der Volkshochschule Schwäbisch Hall.

Informationen zugesandt von Christian Kümmerer aus Untermünkheim

Mehrere Veranstalter und Unterstützer

Mitveranstalter und Unterstützer sind ein Bündnis aus: Volkshochschule Schwäbisch Hall, Verdi Ortsverein, Attac-Schwäbisch Hall, IG Metall Schwäbisch Hall, Akademie der Weltmarktverlierer und der Initiative umfairteilen – Reichtum besteuern – Schwäbisch Hall.

Finanzwirtschaft, die der Gesellschaft dient

Gerhard Schick spricht über Konzepte für eine neue Finanzwirtschaft, die der Gesellschaft dient und ihr nicht schadet. Bekannt wurde er in den Medien durch seine Aufklärung der so genannten Cum-Cum- und Cum-Ex-Geschäfte, bei der europäische Staaten durch Geschäfte der Finanzwirtschaft mit 55 Milliarden Euro belastet wurden.

Zur Person:

Gerhard Schick ist Diplom Volkswirt und Doktor der Staatswissenschaften (Dr. rer. pol.). Er ist Mitglied der Grünen und war von April 2001 bis September 2007 Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen von Bündnis 90/Die Grünen. Zwischen 2005 und 2018 war er Mitglied des Deutschen Bundestages und zunächst Leiter der Arbeitsgemeinschaft „Wirtschaft und Arbeit“ der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Im September 2007 wurde er zum finanzpolitischen Sprecher seiner Fraktion gewählt. Er war stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses und stellvertretendes Mitglied des Haushaltsausschusses. Weiterhin war er Mitglied im Parlamentarischen Finanzmarktgremium, welches das Banken-Rettungspaket des Bundes überwacht.

Bundestagsmandat niedergelegt

Er legte sein Bundestagsmandat nieder. Gerhard Schick ist Vorstand des im Juli 2018 in Berlin gegründeten gemeinnützigen Vereins Bürgerbewegung Finanzwende. Im März 2020 hatte der Verein 2000 Mitglieder.

Quelle: wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schick

Im Rahmen des Vortrages wird er auch sein aktuelles Buch vorstellen mit dem Titel „Die Bank gewinnt immer – Wie der Finanzmarkt die Gesellschaft vergiftet“

Über das Buch:

Finanzindustrie: zu groß, zu mächtig, zu intransparent

Der Finanzmarkt zieht uns das Geld aus der Tasche. Unfairer Umgang mit Sparvermögen und unserer Altersvorsorge, gigantischer Steuerbetrug und dreiste Immobilienspekulation machen uns das Leben schwer. Eine fehlgesteuerte Finanzindustrie birgt Crashgefahr und schafft immer neue Probleme – bei den globalen Herausforderungen, aber auch im Alltag der Bürger und Verbraucher. Sie ist zu groß, zu mächtig und zu intransparent. Und sie vergiftet das gesellschaftliche Klima.

„Eine bürgerfreundliche Finanzwelt ist möglich“

Es ist höchste Zeit für eine Finanzwende, sagt der quer durch alle politischen Lager hoch geschätzte Finanzexperte Gerhard Schick. Neue Regeln und Maßnahmen müssen her und kriminelle Akteure gestoppt werden. Schick zeigt: Eine bürgerfreundliche Finanzwelt ist möglich.

Quelle: Campus Verlagswebseite https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/wirtschaft/die_bank_gewinnt_immer-16214.html

Buchvorstellung auch in Schrozberg-Bovenzenweiler

Einen Tag nach der Veranstaltung in Schwäbisch Hall stellt Gerhard Schick am Donnerstag, 17. September 2020, um 18.30 Uhr sein Buch in Schrozberg-Bovenzenweiler in der Kulturkneipe „Feuchter’s Essen und Kultur“ vor. Für diese zweite Veranstaltung ist der Kreisvorstand Schwäbisch Hall von Bündnis 90/Die Grünen zuständig.

Internet: https://gruene-sha.de/home/

Weitere Informationen und Kontakt:

Christian Kümmerer, Kirchstraße 25, 74547 Untermünkheim

Telefon: 07906-9409210

Handy: 0162-6878335

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„Erster Corona-Fall im griechischen Flüchtlingslager Moria: 14 Tage Quarantäne für alle Bewohner“ – Spendenaufruf von Willi Maier aus Schwäbisch Hall

„Auf der griechischen Insel Lesbos im berüchtigten Flüchtlingslager Moria ist der erste Corona-Fall registriert worden. Die Behörden verhängten eine 14-tägige Quarantäne für das Camp“, berichtet Der Verein „Solidarität International“ (SI) Schwäbisch Hall und verweist auf einen Artikel in Spiegel Online vom 2. September 2020.

Von Willi Maier vom Verein „Solidarität International“ Schwäbisch Hall

Solidaritätspakt mit den Flüchtlingen

Das ist besorgniserregend. Solidarität International (SI) hat im März 2020 einen Solidaritätspakt mit der Selbstorganisation der Flüchtlinge im Lager Moria und mit den griechischen Bewohnern geschlossen. Die Selbstorganisation der Flüchtlinge hat seither viele Teams im Lager Moria aufgebaut, die den Kampf gegen Corona und für Sauberkeit und Bildung führen. Eines dieser Teams, das Moria Corona-Aufklärungsteam, schrieb am 28. August 2020 auf seiner Facebook-Seite: „Jetzt mehr als 80 (!) Fälle von Coronainfektion in Mytilini (Hauptstadt der Insel Lesbos). Die Krankenhausbetten sind voll und erst gestern gab es 22 neue Fälle. … In den Medien von Stonisi heißt es, die Pandemie sei außer Kontrolle geraten, und wir sind sehr, sehr besorgt um die Zukunft des Lagers Moria.“

„Corona: Flüchtlinge aus Hotspots retten – Abschiebungen stoppen – Sofort“

Im Zug des Solidaritätspakts ging ein großer Transport von Stoffen und Nähmaschinen nach Lesbos zum Lager Moria. Die Schwäbisch Haller Gruppe hat in kurzer Zeit 13 Nähmaschinen und 29 große Pakete mit Stoff und ein Paket mit Zubehör in der Bevölkerung gesammelt. In einer spontanen Aktion im Froschgraben sammelte die Gruppe 75 Euro. SI ruft dazu auf, weiterhin die Petition zu verbreiten und zu unterschreiben „Corona: Flüchtlinge aus Hotspots retten – Abschiebungen stoppen – Sofort!“ … und weitere Ideen zu entwickeln, wie der Protest für die Auflösung der Camps verstärkt werden kann, damit sie Wirklichkeit wird.

Seit 1. April 2020 läuft eine Spendensammlung:

Auf dem Spendenkonto IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84 BIC: FFVBDEFF bei der Frankfurter Volksbank sind schon 72 436 Euro eingegangen. Das Geld wurde direkt an die Selbstorganisation der Flüchtlinge und griechischer Helfer im Lager Moria überwiesen.

Bewohner in kleineren Wohneinheiten unterbringen

Zugleich fordert SI, dass diese Lager aufgelöst werden und die Flüchtlinge menschenwürdig in kleineren Wohneinheiten untergebracht werden.

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„Dinge aus Leder herstellen, Ballspiele, Musik machen und Spaß haben“ – Bei den Regenbogen-Tagen in Crailsheim mitmachen

Die Regenbogen-Tage im Crailsheimer Stadtteil Kreuzberg finden von Montag, 7. bis Freitag, 11. September 2020 statt. Das tägliche Programm startet um 14 Uhr und endet um 18 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die einzelnen Programmpunkte starten zu jeder vollen Stunde.

Von der Stadtverwaltung Crailsheim

Programm an drei Standorten

Um die Regenbogen-Tage zu entzerren, finden die Angebote an drei Stand- orten statt. Auf dem Regenbogenspielplatz wird es sehr sportlich zugehen. Fußball sowie andere Ball- und Wasserspiele sind geplant. Im großen Wikinger-Zelt des Jugendzentrums (Juze) können auf dem Spielplatz schöne Dinge aus Leder hergestellt werden. Im Jugendraum Kreuzberg neben dem Gemeindezentrum wird vor allem gebastelt und Musik gemacht. Auf dem Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule können die Teilnehmer dagegen ver- schiedene Bewegungsangebote ausprobieren.

Mitmachen ist zu jeder vollen Stunde möglich

„Die Kinder müssen nicht den ganzen Nachmittag dabei sein, sondern kön- nen auch einzelne Angebote wahrnehmen“, erklärt Jugendbüro-Mitarbeite- rin Nadja Zitzer, die das Programm mit ihren Kolleginnen Maike Engel, Na- talie Doubek und nicht zuletzt Birgit Rieger auf die Beine gestellt hat. Mit dabei sind aber auch ehrenamtliche Betreuer, Juze-Mitarbeiter, Bufdis und Erzieherinnen aus den städtischen Einrichtungen. Das gesamte Programm ist frei und auch für die Bastelmaterialien wird nichts verlangt.

Eigene Getränke mitbringen

Für sämtliche Angebote gelten allerdings die Bestimmungen der Corona- Verordnung: Das heißt, dass die Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz brauchen und Abstand zueinander halten müssen. Auch die Gruppengröße ist begrenzt. Zudem werden Teilnehmerlisten geführt. Eine Anmeldung ist jedoch nicht erforderlich. Die Kinder und Jugendliche können einfach zur vollen Stunde vorbeikommen. Da es keinen Getränkeausschank gibt, sollten alle Teilnehmer eigene Getränke mitbringen. Das traditionelle Abschlussfest am Freitag entfällt.

Weitere Informationen:

Das Programm für die einzelnen Veranstaltungstage wird täglich unter https://jugendbuero-crailsheim.feripro.de/ veröffentlicht, bei Regen entfällt das Programm

Kontakt für weitere Fragen:

Birgit Rieger, Mobil 0162 4081263, Natalie Doubek, Mobil 0162 4081245, jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen im Internet:

https://jugendbuero-crailsheim.feripro.de/

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Folgen von Dieselgate: „Schummeln wird schwieriger“ – Kommentar der Europa-Abgeordneten Evelyne Gebhardt (SPD)

Die neue Verordnung für Fahrzeug-Typgenehmigungen trat EU-weit zum 1. September 2020 in Kraft. „Schummeln wird schwieriger, meint die Europa-Abgeordnete Evelyne Gebhardt (SPD).

Vom Leiter des Europabüros Künzelsau von Evelyne Gebhardt (SPD)

Die neuen Regeln kommentiert Evelyne Gebhardt, Mitglied im Ausschuss des Europäischen Parlaments für Binnenmarkt und Verbraucherschutz:

„Fünf Jahre nachdem der Abgasskandal in der Automobilbranche offengelegt wurde, können europäische Verbraucherinnen und Verbraucher damit rechnen, dass Angaben auf Autos künftig in der Regel stimmen und die Hersteller die Abgasregeln einhalten. Geldbußen von bis zu 30.000 Euro je Auto wirken abschreckend und eine europaweite Überwachung durch die EU-Kommission bewirken, dass Verbraucher und Umwelt besser geschützt werden. Kein Automobilhersteller sollte sich den finanziellen Schaden und eine Beeinträchtigung des Ansehens mehr leisten.“

Unabhängiger von der Automobilindustrie

„Ich begrüße, dass das Zulassungssystem der Europäischen Union unabhängiger von der Automobilindustrie und nationalen Interessen sein wird. Die neue Rolle der EU-Kommission als Aufsicht und unabhängige Prüfstelle wird Sicherheit, Qualität und Transparenz auf Europas Straßen zusätzlich erhöhen. Die EU-Kommission erhält nun die Möglichkeit, unter echten Bedingungen auf der Straße oder auf dem Prüfstand zu testen. Sollte es dabei zu Verstößen kommen, zum Beispiel durch Abschalteinrichtungen oder gefälschte Erklärungen, kann die Behörde europaweite Rückrufe oder Bußgelder anordnen. Das ist eine Neuerung, das hat es bislang auf dem Automobilmarkt noch nicht gegeben.“

Ramponiertes Ansehen

„Schummeln bei der PKW-Zulassung wird schwieriger und das ist gut so. Die europäische Automobilindustrie muss ihr ramponiertes Ansehen schnellstmöglich wiederherstellen. Strengere Regeln und eine bessere Überwachung bewirken, dass am Ende Verbraucherinnen, Verbraucher und Umwelt in ganz Europa davon profitieren werden.“

Weitere Informationen und Kontakt:

Fabian Rothfuss, Leiter Europabüro Künzelsau, Assistent von Evelyne Gebhardt MdEP, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Telefon: 0 79 40 – 5 91 22 

Fax: 0 79 40 – 5 91 44

E-Mail: info@evelyne-gebhardt.eu

Internet:

www.evelyne-gebhardt.eu

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„Demokratie – ich bin dabei!“ – Veranstaltung vor dem Jugendpavillon in Öhringen

Tausende junge Menschen engagieren sich in ganz Baden-Württemberg an der landesweiten Kampagne „Demokratie – ich bin dabei!“. In Öhringen gibt es am Samstag, 19. September 2020, von 11 Uhr bis 13 Uhr eine Aktion zum „Tag der Demokratie“. Veranstaltungsort ist das Gelände vor dem Jugendpavillon in Öhringen (Am Cappelrain 32). Der Hohenlohekreis lädt zum Mitmachen ein.

Vom Jugendreferat des Hohenlohekreises

Menschenrechten und Demokratie

Veranstalter ist die regionale Beratungsstelle „Kompetent vor Ort – gegen Rechtsextremismus“ des Demokratiezentrums Baden-Württemberg, die im Kreisjugendreferat des Hohenlohekreises angesiedelt ist. Kooperationspartner sind der Kreisjugendring Hohenlohe e.V., das Jugendpavillon-Team, die Respekt-Coaches des DRK Hohenlohekreis sowie der „Arbeitskreis für Demokratie – gegen Faschismus“. Anlass des Aktionstages ist der Internationale Tag der Demokratie, den die UN 2007 auf den 15. September festgelegt hat. Rund um diesen Gedenktag finden in 20 verschiedenen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg Aktionen statt, die Menschen dazu ermuntern sollen, sich aktiv mit Menschenrechten und Demokratie auseinander zu setzen.

Für eine weltoffene Gesellschaft

Gerade heute ist es mehr denn je vonnöten, sich für eine weltoffene Gesellschaft und einen demokratischen Austausch einsetzen. Gemeinsame Werte und ein menschenfreundlicher Umgang stehen im Mittelpunkt. Statt Hass und Hetze werden demokratische Haltung und gegenseitiger Respekt beworben. Seid mit dabei, kommt am Samstag, 19. September 2020 einfach in Öhringen vorbei und werdet Teil des Aktionstages.

Gerne könnt ihr auch vorab online mitmachen – nähere Infos dazu findet ihr auf folgender Internetseite:

www.online.tag-der-demokratie.de

Für Rückfragen und weitere Infos steht das Kreisjugendreferat unter der E-Mail-Adresse jugendreferat@hohenlohekreis.de zur Verfügung.

Corona-Informationen: Die Aktion findet unter freiem Himmel und natürlich unter Berücksichtigung der Corona-Auflagen statt. Wir bitten alle Teilnehmenden, eine Mund-Nase-Bedeckung mitzubringen. Für ausreichend Platz und Desinfektionsmittel vor Ort ist gesorgt. Die Kontaktdaten aller Teilnehmenden werden vor Ort erfasst und 4 Wochen lang im Kreisjugendreferat des Hohenlohekreises gespeichert, um eine Rückverfolgung und Kontaktaufnahme im Fall einer Infektion ermöglichen zu können.

Informationen für Rollstuhlfahrer*innen: Der Veranstaltungsort und die im Jugendpavillon befindlichen sanitären Anlagen sind barrierefrei zugänglich.

Parkmöglichkeiten: es gibt ausreichend Parkplätze auf dem Schotterparkplatz „Parkplatz am Rendelbad“ (siehe Anhang). Von diesem Parkplatz führt eine kleine Fußgängerbrücke direkt zum Jugendpavillon. Der Weg vom Parkplatz zum Jugendpavillon ist ebenfalls barrierefrei.

Weitere Informationen und Kontakt:

Yasemin Serttürk, Landratsamt Hohenlohekreis, Jugendamt, Jugendhilfeplanung/Jugendreferat, Allee 16, 74653 Künzelsau

Telefon: 07940 18-432

Fax: 07940 18-505

Mobil: 0172/6420744

E-Mail:

serttuerk@hohenlohekreis.de

jugendreferat@hohenlohekreis.de

Internet: www.hohenlohekreis.de

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„Lang beschattete Täler“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden neunzehnter Teil

„Lang beschattete Täler“ – Eine Fortsetzungsgeschichte von Birgit Häbich: Der Episoden neunzehnter TeilDie geschilderten Handlungen, Personen und Namen sind frei erfunden. Es werden keine realen Namen von Personen angegeben. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten, lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und sind weder gewollt noch beabsichtigt.

Von Birgit Häbich

XIX Isolation

… Paula schwieg, sie hatte an Carls Stimme erkannt, dass sie ihn getroffen hatte. Die kurze Befriedigung, ihn mit ihrer Fragentirade mundtot gemacht zu haben, tat ihr zwar gut, aber ihr dämmerte langsam, dass sie Carl Eugen im Grunde wegen etwas anderem, als seinem vermeintlichen Schweigen zu einem Schweinestall attackierte: Als ihr Freund sollte er schließlich nicht nur seine Verfehlung von vor zwanzig Jahren offen zugeben und sich bei ihr entschuldigen, sondern auch zu einer ernsthaften Wiedergutmachung bereit sein. Paula Engel wollte Genugtuung für das, was Carl Eugen Friedner ihr damals in betrügerisch anmutender Art und Weise angetan hatte.

Zärtliche Gefühle

Ihn aber offen und direkt darauf anzusprechen, wagte Paula immer noch nicht. Sie spürte deutlich ihre widersprüchlichen Gefühle. Ihre Zuneigung zu Carl war noch lange nicht erloschen. Paula hatte immer noch liebevolle, ja sogar zärtliche Gefühle für ihn übrig; obwohl er ihr damals geradezu vernichtend geschadet hatte. Über die immer wieder auftauchenden Liebesgefühle zu ihm wurde Paula wütend. Gleichzeitig hegte sie verdeckte Rachegelüste gegen ihn. Ihr Zorn über ihre eigene Unfähigkeit, Carl mit den Auswirkungen seiner hinterlistigen Tat schlagfertig zu konfrontieren, stieg in ihr ins unermessliche. Paula holte tief Luft, um ihre Hilflosigkeit zu verbergen; sie war wie gelähmt.

Herumhacken

Carl schwieg weiterhin, so hatte er sich das Wiedersehen mit Paula nicht vorgestellt – Vorwürfe und dumpfes Schweigen anstatt einer möglichen Annäherung standen nun zwischen ihnen im Raum und von dem gemütlichen Essen in alter Vertrautheit war jetzt scheinbar nichts mehr übrig. Warum hackte Paula derart auf ihm herum? Er war ratlos.
„Weißt Du Paula“, setzte er behutsam an, „ich versuche alles zu tun, um niemandem zu schaden und ein anständiges Leben zu führen“. Und nachdem Paula keine Widerworte anbrachte, erklärte er weiterhin: „Und du hast recht, man muss dieser üblen Massentierhaltung etwas entgegensetzen. Nur meine ich, es mit meinem eigenen Konsumverhalten sinnvoller zu tun, als mit öffentlichem Protest.“

Feindselig

Paula konnte seiner Argumentation zwar folgen, aber da sie innerlich noch immer mit ihrem kochenden Zorn beschäftigt war, den sie jedoch um keinen Preis offen zeigen wollte, bemühte sie sich weiterhin darum, sich nichts anmerken zu lassen und setzte eine gleichgültige Miene auf. Carl jedoch nahm sehr wohl scharfsichtig das feindselige Glitzern in ihren dunkelgrün gewordenen Augen zur Kenntnis und besann sich auf beschwichtigende Worte: „Paula, hör bitte zu: Die Sammlung der Unterschriften ist ja für etwas gedacht und nicht gegen etwas. Die Initiatoren wollen Hohenlohe eine tragbare Zukunft verschaffen. Es wird von vielen Menschen und von größeren und kleineren ökologisch orientierten Betrieben die Umsetzung der Bio-Modellregion Hohenlohe* angestrebt. Sauberes Wasser in Flüssen und gesundes und Essen auf dem Tisch fängt bei den Landwirten an und hört nicht bei den schmackhaften Ergebnissen auf den Märkten, oder auf unseren privaten Tellern auf. Die Region spürt die höheren Erträge des sich durchsetzenden Biolandbaus nämlich auch in den entstandenen kleinen Manufakturen und über den sanften Tourismus in den Geldbeuteln der kleinen Nischenhändler und Gastronomen. Wenn wir es zulassen, dass in unserer Idylle die Lebensgrundlagen kaputt gemacht werden, sind nicht nur langfristig die Böden und das Wasser vergiftet, sondern wir vertreiben uns schon allein mit dem Gestank umgehend alle Touristen und Genießer, die unsere edlen Schnabulationen genießen wollen.“ Paula seufzte hörbar; Carl nahm diesen Schnaufer als Zustimmung zu seinen Ausführungen und schlussfolgerte: „Stell Dir vor Paula, da ist eine ganze Geniesserregion* entstanden.“

Selbsterfahrungsorte

Paula ging innerlich widerstrebend auf Carls Argumente ein, deren Folgerichtigkeit sie aber faszinierte und ergänzte daher: „Die Biobranche und alles was sich da drum herum bewegt, ist zur Wachstumsbranche* geworden und die jetzt durch die >Karinakrise< gestiegene Nachfrage nach gesunden regionalen Produkten, kann gar nicht gedeckt werden.“ Sie runzelte ihre Stirn und resümierte lächelnd: „In den letzten vierzig Jahren hat sich auch in der Kunst und im kulturellen Bereich viel getan. Ich lebe ja von dem gestiegenen Interesse, sich an der Kunst auszuprobieren.“ Mit erhobenen Armen eine fließende Bewegung andeutend, ergänzte sie mit einem sanften ironischen Klang in der Stimme: „Da schwappen ganze Wohlfühlwellen durchs Ländle.“ „Du meinst die entstandenen schicken Wellnessoasen für größere Geldbeutel und die ganzen Selbsterfahrungsorte an denen man seine Persönlichkeit und den guten Bezug zur Natur wieder entdecken und weiterentwickeln kann und die überaus beliebten Yogazentren, Paula?“, erkundigte sich Carl zustimmend.

Sanfte Heilmethoden

Er war erleichtert, dass Paulas Gesichtszüge wieder einen entspannten Ausdruck zeigten und ihr Zwiegespräch sich nun zu einem anregenden Austausch entwickelte. Und so vertraute Carl ihr auch seine Vermutungen an: „In einem Artikel* habe ich über die Spekulation gelesen, dass genau wegen dieser guten Entwicklung, bei der sich Menschen friedlich und kooperativ ihrer Selbstbestimmung bewusst werden und die Zusammenhänge zwischen ihrem Lebensstil und der Natur kennenlernen, die Hysterie um die >Karinakrise< geradezu gefördert wird. Die Umsätze und Gewinne der auf die Landwirtschaft konzentrierten Pharmaindustrie sind weltweit genauso kontinuierlich zurückgegangen, wie die des so genannten Biolandbaus und der an natürlichen Lebensweisen orientierten Branchen angestiegen sind; Dienstleistungen im Umfeld der vielen sanften Heilmethoden und bewussten Ernährungsweisen verzeichnen ganz außerordentliche Wachstumszahlen.

Angstmacherei

Weil aber die industrielle Produktion von Giften, wie Glyphosat*, und sinnlos überdosierten Medikamenten, wie zum Beispiel Antibiotika, in den dezentralen Strukturen einer globalen lebensnahen Denk- und Handlungsweise keine Profite mehr macht, will man mit einer staatlich verordneten Impfpflicht, wo fragwürdige Seren verwendet werden, die guten Umsätze der Pharmaindustrie wieder sichern. Und um die direkte unkontrollierbare Kommunikation zwischen den Menschen zu unterbinden, sei man langfristig bestrebt durch noch mehr Angstmacherei und unsinnige Bestimmungen, die jetzt so gut funktionierende Isolation der Menschen weiter zu kultivieren – auch auf die Gefahr hin, dass Menschen dann an den Folgen von Medikamenten, die sie nicht vertagen, und einer durch Einsamkeit verursachten Immunschwäche und nicht an verteufelten Viren sterben.“ … Fortsetzung folgt

Erläuterungen:

*Biomusterregion Hohenlohe: https://mlr .baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/landwirtschaft/oekologischer- landbau/bio-musterregionen/

*Genießerregion: https://www.hohenlohe.de/Typisch/Geniesserregion-Hohenlohe.html

*Wachstum in Baden-Württemberg: https://www.statistik-bw.de/Service/Veroeff/Monatshefte/20200104

*Gifte in unserer Umwelt: https://www.bund.net/umweltgifte/glyphosat/

*Ansichten: https://ichbinanderermeinung.de/

Berichtigung aus Episode achtzehn wegen unzugänglicher Links:
https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=126C5978-B42B-4C28-8D57- CBF8D523D818&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-bw&docid=126C5978-B42B-4C28- 8D57-CBF8D523D818
ist leider nicht funktionsfähig, daher muss man sich in der Seite des UVP-Verbund selbst durchklicken bis man dort die Unverträglichkeitsprüfung, z.B. für den Standort „Nesselbach“ anschauen kann.

Weiterhin ist der Link: https://freiraum-bw.de/blog/reiseinspiration/erholsames-wochenende-mit- %20einmaligem-ausblick/ nicht verwendbar, dort auf der Seite kann man sich zwar informieren und findet mit viel Aufwand schließlich diese Seite und dort das dritte Foto, welches im Hintergrund einen idyllischen Ausblick freigibt: https://www.hohenlohe-schwaebischhall.de/erlebnis/reiseinspiration/

Kontaktaufnahme zur Autorin ist möglich unter der E-Mail-Adresse:

b.haebich@web.de

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