„EU-Abgeordnete Evelyne Gebhardt (SPD) gibt Sarkozy einen Korb“ – Protest gegen Ausweisung von Roma in Frankreich

Aus Protest gegen die Roma-Politik Frankreichs nimmt die EU-Abgeordnete Evelyne Gebhardt (SPD) aus Mulfingen im Hohenlohekreis nicht an der offiziellen Übergabe des Folgeberichts der Attali-Kommission teil.

Vom SPD-Europabüro Künzelsau

Frankreichs Werte sind mit Sarkozys Politik nicht vereinbar

Angesichts der Massenausweisungen der Roma aus Frankreich hat Evelyne Gebhardt ihre Teilnahme an der Präsentation des Nachfolgeberichts der Attali-Kommission, die am 15. Oktober 2010 im Elysée-Palast stattfand, abgesagt. „Ich kann die sozialdemokratischen Werte für die ich einstehe in Sarkozys Politik nicht wiederfinden“, so Evelyne Gebhardt. „Frankreichs Vorstellung von Freiheit, Gleichheit und Solidarität ist mit der derzeitigen Politik Sarkozys nicht vereinbar. Die Schere zwischen Arm und Reich in Frankreich vergrößert sich stetig. Es ist falsch, die Ärmsten der Armen auszuweisen und damit noch stärker auszugrenzen“, betonte die sozialdemokratische Europaabgeordnete. „Als überzeugte Europäerin und Europa-Abgeordnete ist es mir unmöglich einem Menschen die Hand zu reichen, der die Rechte der Bürger und Bürgerinnen Europas mit Füßen tritt“, fügt sie hinzu.

Hintergrund:

Im Juni 2007 wurde die Commission pour la libération de la croissance française von Sarkozy ins Leben gerufen, um einen Bericht zu verfassen, der Empfehlungen und Vorschläge für die Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums in Frankreich liefert. Nicolas Sarkozy hatte 2007 die SPD-Binnenmarktexpertin Evelyne Gebhardt aufgrund ihrer Verdienste bei der Wahrung des Sozialen in Europa in den Beraterkreis der Attali-Kommission berufen.

Kontakt:

Evelyne Gebhardt, MdEP, Europabüro, Keltergasse 47, 74653 Künzelsau

Telefon: 0 79 40 – 5 91 22

Fax: 0 79 40 – 5 91 44

Internet: www.evelyne-gebhardt-fuer-europa.eu

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