Regionale Medienkritik / 01. September 2009: Europeana und der Chefsatiriker des Hohenloher Tagblatts

Ja, das Hohenloher Tagblatt! Da bewirbt es >Europeana<, die digitale Bibliothek im Internet („“Kulturkampf im Internet“ – Autorin: Hanna Roth). Aber nirgends ein Hinweis auf den Link, wo wir denn diese tolle Webseite finden können! (Bei so einer schlechten Informationspolitik darf man sich nicht wundern, wenn die Print-Medien rückläufige Zahlen zu beklagen haben) Die Google-Problematik wird hier natürlich wieder nur einmal verharmlosend angerissen. Aber immerhin schreibt mal jemand darüber.

Von Axel Wiczorke, Hohenlohe-ungefiltert

Die 26-sprachige Seite Europeana http://www.europeana.eu/
versteht sich als ein Ort für Inspiration und Ideen. „Durchsuchen Sie die kulturellen Sammlungen Europas, verbinden Sie sich mit den Suchwegen anderer und teilen Sie Ihre Entdeckungen.“ Vom Louvre in Paris, über das Rijksmuseum in Amsterdam, bis hin zum Landesarchiv Baden-Württemberg: alles ist da!

In der gleichen Ausgabe darf der Chefsatiriker des Hohenloher-Tagblatts (obwohl ich mir da manchmal nicht so sicher bin) in kommentierender Form wieder einmal zuschlagen. Helmut Schneider zieht in „Reichlich Lohn für die Mühen“ die arbeitgeber- und wirtschaftsfreundliche heile DW (Deutsche Welt) durch den Kakao, dass es zum Schenkelklopfen ist:
„Das hört man gerne: Tausend Manager geben dem Wirtschaftsstandort Deutschland die besten Noten. (…) Viele Jahre lang haben die Deutschen selber vor allem die Kosten ihrer Produktion diskutiert. Das mag zu diesem Zeitpunkt berechtigt gewesen sein. In der Zwischenzeit haben die Unternehmen zusammen mit den Gewerkschaften ihre Hausaufgaben gemacht – so leidvoll dies auch war. Heute denkt kein ausländischer Investor mehr bei Deutschland an ein Hochlohnland.
Wenn jetzt Chinesen und Inder Deutschland für Milliarden-Investitionen im Blick haben, könnte das reichlich Lohn für die Mühen bedeuten.“ –

(Arbeitgeberpräsident Hundt und die Freunde von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) sind im Vergleich zu Helmut Schneider die reinsten Waisenknaben)

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