„42,195 Tage – sechs Disziplinen und über 40 mögliche Klima-Challenges“ – Klimathon in Schwäbisch Hall mit zahlreichen Veranstaltungen bis 30. Oktober 2021

Schwäbisch Hall – „42,195 Tage – sechs Disziplinen und über 40 mögliche Klima-Challenges“ heißt es beim Klimathon in Schwäbisch Hall. Bis 30. Oktober 2021 gibt es zahlreiche Veranstaltungen in der Kreisstadt am Kocher. Das Stromloskonzert am 16. Oktober 2021 findet um 20 Uhr im Haus der Vereine, Am Schuppach 7, und nicht im Club Alpha statt.

Informationen der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Wie kann am besten Kohlendioxid (CO2) eingespart werden?

Vom 18. September bis zum 30. Oktober 2021 findet in Schwäbisch Hall ein Marathon fürs Klima statt: Der „Klimathon“ ist ein app-basierter Wettbewerb, bei dem alle ihren persönlichen Klimaschutz direkt im Alltag umsetzen und ihren C0₂-Fußabdruck reduzieren können. In sechs verschiedenen Disziplinen werden über 40 „Klima-Challenges“ angeboten und jede einzelne spart CO₂ ein. Alle Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die für sie passenden Challenges auszusuchen und umzusetzen. Wie viel CO₂ eingespart wird, verraten die Punkte, die man für die Umsetzung der Challenge erhält. Diese Punkte werden dann in der App „klimakompass“ automatisch angezeigt.

Außerdem gibt es zu jeder Aktionswoche auch abwechslungsreiche Veranstaltungen unserer AktionspatInnen.

Von 9. Oktober 2021 bis Samstag, 16. Oktober 2021: Disziplin „Wohnen“

In dieser Woche dreht sich beim Klimathon alles rund um das Thema Wohnen. Alle Veranstaltungen mit Aktionspartnern zum Thema in Schwäbisch Hall finden sich im jeweiligen Wochenprogramm.

Das Wochenprogramm und weitere Informationen im Internet:

https://www.schwaebischhall.de/de/unsere-stadt/klimaschutz-energie/mach-mit/klimathon

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Ein Gedanke zu „„42,195 Tage – sechs Disziplinen und über 40 mögliche Klima-Challenges“ – Klimathon in Schwäbisch Hall mit zahlreichen Veranstaltungen bis 30. Oktober 2021

  1. Die Haller Ortsgruppe von Solidarität International e.V. (SI) wollte sich im Rahmen des 42-tägigen Klimathons in Schwäbisch Hall ebenfalls beteiligen. Geplant und im Programmflyer ausgedruckt war ein Gebrauchtkleider-Basar am 30. Oktober in den Räumen des Club alpha 60.
    Die Kleider werden gegen Spende abgegeben, die Spenden gehen zu 100% an Textilarbeiterinnen in Bangladesch, die eine Gewerkschaft aufbauen.
    Durch einen Telefonanruf am 12. Oktober erfuhr SI, dass der Arbeitskreis Politik des Club alpha SI von der Teilnahme ausgeschlossen hat.
    Begründung: Unterstützung der BDS-Kampagne.
    SI fordert den Arbeitskreis Politik auf, diesen Beschluss sofort zurückzunehmen und SI die Teilnahme zu ermöglichen.
    SI argumentiert in einer Pressemitteilung folgendermaßen:
    „1. Die BDS-Kampagne ist nicht Thema des Klimathons. Die Problematik Israel/Palästina hat mit dem Kleiderbasar nichts zu tun.
    2. Um was geht es bei der BDS-Kampagne?
    Im Bundestag wurde 2018 beschlossen, »der weltweiten Bewegung ›Boycott, Divestment, Sanctions‹ entschlossen entgegenzutreten.«
    Verbreitet wird gebetsmühlenartig, die BDS-Kampagne richte sich gegen »Israel« und die jüdischen Menschen dort. Die internationale Kampagne zu BDS (Boykott, Investitionsentzug/Desinvestitionen, Sanktionen) richtet sich tatsächlich jedoch gegen die Regierung in Israel und verfolgt die Zielrichtung, dass »Israel … die unveräußerlichen Rechte der PalästinenserInnen einschließlich des Rechts auf Selbstbestimmung anerkennt.«
    Sie fordert:
    »Beendigung der Besatzung und Kolonialisierung des 1967 besetzten arabischen Landes und Niederreißen der Mauer.
    Anerkennung der Grundrechte der arabisch-palästinensischen BürgerInnen Israels auf vollständige Gleichberechtigung
    Achtung, Wahrung und Unterstützung des Rechts der palästinensischen Flüchtlinge, wie in UN-Resolution 194 festgelegt, auf Rückkehr zu ihren Wohnstätten und Schadensersatz bei Verlust oder Beschädigung ihres Eigentums oder auf Entschädigung für den Fall, dass sie nicht zurückkehren wollen.« (Deutschlandweiter BDS-Aufruf, 20.06.2015, BDS-Website)
    Es geht also vor allem darum, die bisherige internationale Rechtsprechung, unter anderem bisherige UNO-Resolutionen, die von der israelischen Regierung mit Unterstützung der US-Regierung boykottiert werden, endlich durchzusetzen.
    Durchgesetzt werden soll dies über eine gewaltfreie Kampagne. Sie soll gesellschaftlichen Druck gegen die israelische Regierung aufbauen. Dies setzt an einer ähnlichen früheren internationalen Kampagne des Kampfs gegen die Apartheid in Südafrika an. Auch dies war keine Kampagne gegen »die Südafrikaner«, sondern sie trug zum Fall des Apartheid-Regimes bei.
    Die BDS-Kampagne ist international, sie leistet eine Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit über die unterdrückerische Politik der israelischen Regierung und gewinnt weltweit zunehmend an Popularität.
    Es ist eine üble Verzerrung, dies demagogisch mit faschistischen Aufrufen in den 1930er-Jahren – »Kauft nicht bei Juden« und entsprechende Pogrome – gleichzusetzen. Diese richteten sich rassistisch und faschistisch gegen die jüdische Bevölkerung als Ganzes, gegen Einzelhändler und nicht zuletzt gegen jüdische Kommunisten. Übrigens wird die BDS-Kampagne inzwischen weltweit von 30 jüdischen Gruppen und Initiativen unterstützt.
    Es ist völlig abwegig, die BDS-Kampagne als antisemitisch, als gegen Juden gerichtet, zu bezeichnen.
    Angesichts der schlimmen Zustände in Bangladesch ist es nicht zu verstehen, dass die Solidarität mit den Textilarbeiterinnen untergraben werden soll, indem SI ausgeschlossen wird.“

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