Regionale Medienkritik / Hohenloher Tagblatt-Redaktionsleiter Mathias Bartels schadet durch eine Falschmeldung dem Ansehen von Stadtrat Rolf Klunker und der AWV-Fraktion im Crailsheimer Gemeinderat

Fast schon niederträchtig (frei nach Werner Gulden, CDU-Fraktionschef im Crailsheimer Stadtrat) ist das Verhalten von Hohenloher Tagblatt-Redaktionsleiter Mathias Bartels gegenüber dem AWV-Stadtrat Rolf Klunker. In seinem Artikel vom 26. Juni 2009 schreibt Bartels im letzten Absatz seines Artikels >Raab wirft den Bettel hin< (HT, Freitag 26. Juni 2009, Seite 17): „Während sich Raab nach seinem Abgang im Post-Faber im Kreis der Familie ein Weizenbier gönnte, ging Rolf Klunker nach zehnminütiger Pause locker zur Tagesordnung über: Was denn nun mit dem TC-Lagerverkauf wäre, wollte er wissen.“ (Zitat Ende).

Kommentar von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Wenn das irreführende Wörtchen locker zu locker benutzt wird

Mit diesem Absatz und insbesondere durch das Wörtchen „locker“ erweckt Bartels den Eindruck, dass Rolf Klunker im Anschluss an Raabs inszenierten Ausmarsch (mit Ehefrau Ingeborg im Arm) das Heft in die Hand genommen hätte und von sich aus „locker“ zur Tagesordnung übergegangen war. Nach Recherchen von Hohenlohe-ungefiltert ist dies aber nicht der Fall gewesen.

Korrekt ist: Baubürgermeister Herbert Holl ging zur Tagesordnung über – Dagegen ist auch nichts einzuwenden

Nach der Sitzungsunterbrechung im Anschluss an OB Raabs Abgang hat Crailsheims Baubürgermeister Herbert Holl die Gemeinderatssitzung weiter geleitet. Und Holl hat sich korrekterweise an die vorgegebene Tagesordnung gehalten und den Punkt Anfragen aus dem Gemeinderat aufgerufen. Erst nachdem die Vertreter der CDU, der SPD und der UGL keine Fragen vortrugen, meldete sich für die zuletzt aufgerufene AWV Rolf Klunker zu Wort. Nach Aussagen von Sitzungsteilnehmern anderer Fraktionen hat Klunker Baubürgermeister Herbert Holl ganz sachlich um eine schriftliche Stellungnahme zum TC-Lagerverkauf in der Haller Straße gebeten. Bereits in länger zurückliegenden Gemeinderatssitzungen hatte Klunker bei der Stadtverwaltung wegen des TC-Lagerverkaufs mündlich nachgefragt gehabt. Zwischenzeitlich hatte es bei diesem Thema verschiedene inhaltliche Entwicklungen gegeben, die er als Stadtrat geklärt haben wollte – mehr war da nach Aussagen anderer Sitzungsteilnehmer nicht. HT-Redaktionsleiter Mathias Bartels hat hingegen – bewusst oder unbewusst – von Rolf Klunker das Bild eines herzlosen Stadtrats gezeichnet, der in der Stunde des OB-Abschieds „locker zur Tagesordnung übergegangen“ sei. Wenigstens hätte Bartels berichten müssen, dass es Baubürgermeister Herbert Holl war, der offiziell in der Tagesordnung weiter gemacht hatte und die Gemeinderatsfraktionen um Fragen aus dem Gremium gebeten hatte. Wie es HT-Redaktionsleiter Mathias Bartels in seinem Artikel dargestellt hat, ist es lediglich eine Zeitungsente des Hohenloher Tagblatts. Ob Bartels damit bewusst der AWV und/oder Rolf Klunker schaden wollte, kann nur Mathias Bartels selbst beantworten.

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2 Gedanken zu „Regionale Medienkritik / Hohenloher Tagblatt-Redaktionsleiter Mathias Bartels schadet durch eine Falschmeldung dem Ansehen von Stadtrat Rolf Klunker und der AWV-Fraktion im Crailsheimer Gemeinderat

  1. Wie oft passiert denn Herrn Bartels oder einen seiner Redakteure so ein kleines Missgeschick?
    Hier sieht man eindeutig wieder wie die Presse funktioniert.
    Alles dient nur einzig und alleine um die Auflage zu steigern.
    Sie kümmern sich gar nicht was daraus entstehen könnte. Was sie dabei anrichten. Herr Klunker wurde in ein schlechtes Bild gestellt, doch das HT sieht es nicht für nötig irgendetwas gerade zu rücken.
    Das HT sollte etwas besser recherchieren damit nicht noch mehr Unheil angerichtet wird und ein Mensch nicht mehr damit zurecht kommt so wie im Fall (…). Da haben sie genauso versagt.

  2. Sehr geehrte Uta Wertig,
    aus juristischen Gründen musste Hohenlohe-ungefiltert den letzten Namen aus Ihrem Kommentar durch (…) ersetzen – leider. Angehörige von (…) setzen Medien mit teueren Unterlassungsklagen unter Druck.

    Wir bitten um Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf Garmatter

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