„Die Finanzkrise und kein Ende: Die Bestie weiter füttern ?“ – Leserbrief von Jochen Dürr aus Schwäbisch Hall

Wenn sogenannte Rating-Agenturen die Bonität von Staaten bis hin zum Ramschstatus herabstufen, dann ist das, wie wenn dem Kaiser die Kleider verloren gehen. Die Majestät ist zwar nicht nackt, aber sie/er hat keine Hosen mehr an.

Leserbrief  von Jochen Dürr, Schwäbisch Hall

Zahllose Wetten auf Pleiten einzelner Länder

Die Informationsflut über die Medien, die tagtäglich über uns hereinfällt und wo uns sogenannte Experten via Bildschim die Lage erklären wollen, muss kritisch hinterfragt werden. Die aktuellen Ereignisse sind die Folge eines mehr als fatalen Glaubensbekenntnisses: Die Freiheit des Kapitals und des Kapitalverkehres wird allen anderen Werten übergeordnet. Mächtige Konzerne und Finanzunternehmen können in einem Handstreich riesige Profite erwirtschaften und bewegen Investitionssummen, die die Wirtschaftsleistungen von kleineren Staaten übersteigen. Entfesselt in einem Raubtierkapitalismus werden zahllose Wetten auf Pleiten einzelner Länder abgeschlossen und gezielt gegen sie spekuliert. Die Raubtiere sitzen in der Wall Street, in der Londoner City, der Börse in Frankfurt oder Hongkong … Hauptsache, bei Investmentbanken und Hedgefonds werden Milliardenprofite gemacht. Wenn’s in die Hose geht, springen die Notenbanken und Regierungen ein, um die Bestie zu füttern. Mit Steuergeld … so schauts aus.

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Ein Gedanke zu „„Die Finanzkrise und kein Ende: Die Bestie weiter füttern ?“ – Leserbrief von Jochen Dürr aus Schwäbisch Hall

  1. Amateure überfallen eine Bank. Profis gründen eine Bank.

    Das einzige Problem ist unser Geldsystem. Durch die Vergabe eines Kredits ensteht brandneues Geld welches vorher nicht da war. Supi für die Bank, schlecht für den gemeinen Bürger.
    Da die herrschende Klasse von diesem System profitiert, wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern.

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