„Kleine Gefälligkeits-Republik Deutschland“ – taz startet Parteispenden-Watch: Leser können bei der Recherche mithelfen

Fast 148 Millionen Euro Spenden erhielten die Bundestagsparteien im Jahr 2009. Nur von einem Bruchteil der Spender veröffentlichten sie die Namen. Denn alle Spenden bis 9.999 Euro sind laut Parteiengesetz nicht veröffentlichungspflichtig. Für alle Spenden über 10.000 Euro hat die taz eine Liste aller Spender mit der jeweils begünstigten Partei zusammengestellt, die sie als OpenData zur Verfügung stellt.

Veröffentlicht von Hohenlohe-ungefiltert

Journalistische Leistung freiwillig honorieren

Die taz stellt die Parteispenden-Karte und das Recherche-Tool kostenlos zur Verfügung. Das aufwändig recherchierte, inhaltlich und grafisch aufbereitete Material hat mehr als 10.000 Euro gekostet. Die taz erhofft sich, dass das Thema ein Dauerbrenner wird, mit immer neuen Tipps zu möglichen Unregelmäßigkeiten seitens der User. Die taz zählt aber auch auf die Bereitschaft der UserInnen, eine solche journalistische Leistung freiwillig zu honorieren. So sollen noch mehr Nutzer über taz-zahl-ich, die im Frühjahr erfolgreich gestartete Mikropayment-Funktion freiwillig für das neue Angebot zahlen. Wenn das Parteispenden-Angebot tausend Usern jeweils 10 Euro wert wäre, hätte die taz ihre Kosten für Personal, Programmierung und Knowhow schon nahezu gedeckt.

Zur Internetseite Parteispenden-Watch der taz:

http://www.taz.de/1/politik/parteispenden-watch/artikel/1/dankeschoen-spenden-in-duisburg/

Anmerkung von Hohenlohe-ungefiltert:

Große Spendensummen der Firma Würth aus Künzelsau gingen in der Zeit von 1998 und 2009 an die  FDP und die CDU (Würth ins Suchfeld eingeben):

http://www.taz.de/1/politik/parteispenden-recherche/

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