18 Hohenloher/innen auf dem Weg in die Wiege des Mais nach Sierra Juárez (Mexiko) – Einsatz gegen Gentechnik

18 Aktive des „Bündnis gentechnikfreies Hohenlohe“ traten gestern (Mittwoch, 3. Februar 2010) am Stuttgarter Bahnhof ihre zwölftägige agrarpolitische Reise in die mexikanische Partnerregion Sierra Juárez an.

Pressemitteilung des „Bündnis gentechnikfreies Hohenlohe“

„Monsanto, mit Gift und Genen“

Durch die Besuchsreise soll die Partnerschaft mit den indigenen Gemeinden der Region Sierra Juárez im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca ausgebaut werden. Der Kontakt nach Mexiko kam durch Aldo Gonzales zustande, der aus dem Film „Monsanto, mit Gift und Genen“ bekannt ist. Aldo Gonzales war bereits zu „Rock for Nature“ und dem letztjährigen Hoffest des Kühhofs in Satteldorf-Gröningen in der Region Hohenlohe zu Gast.

„Ihr müsst die Region sehen, um zu verstehen, was es bedeutet, den Mais zu verteidigen“

Gonzales arbeitet für die Organisation UNOSJO, einen Zusammenschluss von Organisationen der Sierra Juárez, in der 16 Gemeinden vom indigenen Volk der Zapoteken vertreten sind. „Ihr müsst die Region sehen, um zu verstehen, was es bedeutet, den Mais zu verteidigen. Es ist wichtig, die mexikanischen Bauern kennen zu lernen: Vom kleinen Bauer mit Machete und Pflanzstock bis zur mechanisierten Landwirtschaft “, so Aldo Gonzalez bei dem Planungstreffen der Reise. Dieser Einladung in die Wiege des Mais folgen nun acht Bäuerinnen und Bauern, sowie Verbraucherinnen und Verbraucher aus Hohenlohe und den Nachbarkreisen.

Landwirtschaft, die von Respekt zwischen den menschlichen Wesen geprägt ist

„Ziel der Partnerschaft ist es, sich in Ländern des Nordens wie des Südens für eine gesunde Landwirtschaft einzusetzen. Eine Landwirtschaft, die von Respekt zwischen den menschlichen Wesen und den anderen Wesenheiten geprägt ist, mit denen wir gemeinsam auf der Mutter Erde leben. Sie soll auch uns stärken.“, so die zapotekischen Bäuerinnen und Bauern über ihre Motive zur Aufnahme der Partnerschaft, die einstimmig beim 8. Forum „Die Globalisierung und die natürlichen Wesenheiten der Sierra Juárez“, am 22. Februar 2009, besiegelt wurde.

Hohenloher referieren über Widerstand gegen Gentechnik in Deutschland

Die Teilnahme an der diesjährigen 9. Auflage des Forums ist der Aufhänger für die Besuchsreise. Die Gruppe aus Hohenlohe wird dort am Maismarkt und an einem Forum mit über 100 Teilnehmer/innen aus der ganzen Region teilnehmen und in mehreren Beiträgen über den Widerstand gegen die Gentechnik in Deutschland, über artgerechte Schweinehaltung sowie über die Herstellung von biologisch-dynamischen Präparaten referieren. Weitere Programmpunkte der Reise sind der Besuch indigener Gemeinden in bis zu 3.000 Meter Höhe, eine gemeinsame Mais-Ernte, Radiointerviews, zwei Pressekonferenzen, sowie der Besuch von Oaxaca-Stadt und der Hauptstadt Mexiko-Stadt.

Einschleppung von gentechnisch verändertem Mais bereitet große Probleme

Die Reise bietet durch den intensiven Kontakt und Austausch mit den Bäuerinnen und Bauern in Mexiko die Möglichkeit, deren traditionelle Anbau- und Lebensweise kennenzulernen. Für die Hohenloher/innen ist das eine hervorragende Möglichkeit, Probleme der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in der Sierra Juárez besser zu verstehen. Den Bauern und Bäuerinnen dort bereitet besonders die Einschleppung von gentechnisch verändertem Mais große Probleme. Dadurch werden ihre Kultur und ihre Existenzgrundlage bedroht. Unsere Freunde in der Sierra Juárez versprechen sich, aus unseren Erfahrungen des Widerstandes gegen die Gentechnik in Deutschland zu profitieren. Durch die länderübergreifende Zusammenarbeit wird ihre politische Arbeit zum Schutz von natürlichen Maissorten, die durch Gentechnik bedroht sind, gestärkt.

Wanderausstellung geplant

Die Eindrücke der Reise werden von einer Journalistin (Radio + Print) und einem Fotographen festgehalten. Aus der Dokumentation der Reise soll eine Wanderausstellung über die Partnerschaft entstehen.

Auf der Homepage www.gentechnikfreies-hohenlohe.de gibt es weitere Informationen zur Partnerschaft. Die agrarpolitische Reise kann im Blog http://gvofrei.wordpress.com aktuell mitverfolgt werden.

Kontakt:

Bündnis Gentechikfreies Hohenlohe
Ansprechpartner Jochen Fritz
Raiffeisenstraße 7
74549 Wolpertshausen
Handy: 0171-8229719
E-Mail: buendnis-hohenlohe@gmx.de

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