Wem gehört die Erde eigentlich? – Kommentar von Christine Österlein

Grundsätzliche Fragen zum Zustand unserer Erde macht sich Hohenlohe-ungefiltert-Leserin Christine Österlein. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht den Text von Christine Österlein in voller Länge.

Kommentar von Christine Österlein

Alle gemeinsam bildeten die Fürsorgegemeinschaft

Viele hunderttausende von Jahren lebte die Menschheit weltweit friedlich in matrifokalen Sippen. Kinder blieben bei ihren Müttern in der Sippe und alle gemeinsam bildeten die Fürsorgegemeinschaft. Eine sichere, stabile Form des Zusammenlebens, in der Jung und Alt versorgt waren und alle ihre Aufgaben hatten. Liebschaften wurden nur mit Männern aus anderen Sippen gepflegt und Vaterschaft in unserem Sinne existierte nicht.

Es gab keinen Besitz von Ländereien

In dieser Zeit wurde die Erde in allen Kulturen GEHÜTET, es gab keinen Besitz von Ländereien. Vorausschauend auf die nachfolgenden Generationen wurden Entscheidungen im Einklang mit der Natur getroffen. Natur wurde als etwas betrachtet, das nicht getrennt von den Menschen ist.

Die Erde wird als Besitz betrachtet

Seit zirka 6500 Jahren leben wir im Patriarchat und Eigentum ist von zentraler Bedeutung in diesem System. Die Erde wird als Besitz betrachtet und das legitimiert die Eigentümer zu Handlungen, die Ressourcen der Erde maximal ausbeuten. Wasser darf durch Chemikalien vergiftet werden, Wälder gerodet, isoliert toxische Substanzen der Erde entnommen und der verbliebene Rest Erdöl gefördert werden, obwohl wir alle wissen, das bedeutet unser Ende.

So einfach ausbeutbar

Das einzige Ziel dabei ist Gewinnmaximierung, ohne Rücksicht darauf, was dies für unsere Kinder und Enkel bedeutet. Immobilienhaie spüren die letzten entlegendsten unberührten intakten „Grundstücke“ auf und versuchen auch diese noch „an den Mann zu bringen“. An den Mann muss man schon sagen, denn 99 Prozent des weltweiten Vermögens, somit auch Grundbesitz, besetzen Männern. Frauen gehört ein Prozent auf der Erde, wir sind Vertriebene auf der Erde und deshalb so einfach ausbeutbar. Das kann man auf der Homepage des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung alles nachlesen.

Grundbesitz macht Gemeinschaften instabil

Ich musste selbst mehrmals im Leben am eigenen Leib erfahren, dass es nicht möglich ist, stabil Gemeinschaft aufzubauen, da es immer wieder am Grundbesitz scheitert. Jede Hausgemeinschaft, in der ich lebte, löste sich dadurch auf, dass die Häuser verkauft wurden und alle ausziehen mussten bzw. gegangen wurden.

Wem gehört die Erde eigentlich?
Ja, wem gehört sie eigentlich?

Wir steuern in grossen Schritten dem Ende der Menschheit entgegen, solange wir nicht der Illusion der fiktiven Werte Geld und Besitz auf die Schliche kommen. Vorher wird die Ausbeutung und Zerstörung der Erde kein Ende nehmen.

Ich bin sehr traurig darüber,
Christine Österlein

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Ein Gedanke zu „Wem gehört die Erde eigentlich? – Kommentar von Christine Österlein

  1. Nur die Meinung eines alten Mannes; mehr nicht!

    Dieser Kurzbericht beantwortet die Frage leider überhaupt nicht. Es hört sich an wie die Sehnsucht nach einer Welt, die es mit Sicherheit so nie gegeben hat. Alles ziemlich mager und unausgegoren, verquickt mit einer Art emanzipatorischem Defizit das nach Erfüllung schreit.
    Eine Welt ohne Liebe, wo es nur noch Versorgung gibt, wer will denn so was?
    Erst wenn wir Spezies Mensch begriffen haben, dass diese Welt niemandem gehört, könnte sich vielleicht einiges ändern. Wir behandeln die Erde wie einen Leihwagen, den man ruhig zu Schrott fahren kann, mit dem Unterschied, dass es keinen Ersatz gibt.
    Passiert nicht, leider, es fehlt in der Tat an einem Naturzugehörigkeitsverständnisses. Von wegen Gottes Ebenbild! Pustekuchen.
    Wir Kleingeister versauen immer wieder alles, selbst wenn etwas im Ansatz gut war.
    Das sagt ein Zweifler, nicht zu vergleichen mit einem Pessimisten = Schwarzseher.

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