Rock for Nature in Wolpertshausen war finanziell kein Erfolg: Rudolf Bühler muss laut eines Berichts der Stuttgarter Zeitung mit einem happigen Defizit rechnen

Wolpertshausen – „Offiziell ist es ein toller Erfolg gewesen. Doch nur mit Zehntausenden von Freikarten konnte das Ökofestival Rock for Nature im Sommer 2008 gerettet werden“, schreibt die Stuttgarter Zeitung auf ihrer Internetseite. Der magere Benefizbeitrag für Indien habe monatelang auf sich warten lassen, dem Veranstalter Rudolf Bühler von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall droht ein happiges Defizit.

Der Artikel von Andreas Müller, Redakteur der Stuttgarter Zeitung, ist nachzulesen im Internet auf www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2012271_0_7039_-festival-rock-for-nature-kein-zweites-woodstock.html?_skip=0

Zusammengestellt von Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

Rudolf Bühler mit zwei Ferkeln des Schwäbisch-Hällischen Schweines.

So sieht sich Rudolf Bühler gern: Gut gelaunt und optimistisch mit zwei Ferkeln des Schwäbisch-Hällischen Schweines. Diese alte Landschweinrasse hat Agraringenieur Bühler mit einer Handvoll Bauern in den 1980er Jahren vor dem Aussterben gerettet. Das schmackhafte Fleisch ist laut Bühler inzwischen nicht nur in den Gourmettempeln Deutschlands en vogue.

Rudolf Bühler setzt sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein.

Rudolf Bühler setzt sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein.

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3 Gedanken zu „Rock for Nature in Wolpertshausen war finanziell kein Erfolg: Rudolf Bühler muss laut eines Berichts der Stuttgarter Zeitung mit einem happigen Defizit rechnen

  1. Lieber Ralf Garmatter,
    werter Andreas Müller,
    also ich versteh euch nicht so ganz – im Artikel von Rainer Hocher im Haller Tagblatt (9. Mai 2009) liest sich das aber mal ganz, ganz anders!!!

  2. Sehr geehrter Jörg Hensel,
    zum besseren Verständnis für die Leserinnen und Leser von Hohenlohe-ungefiltert habe ich einen Link zum Artikel des Haller Tagblatts von Lokalredaktionsleiter Rainer Hocher und einem Interview des Haller Tagblatts auf der Seite der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft gesetzt . Rudolf Bühler ist Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) und hat auf deren Internetseite sowohl eine PDF-Datei des Artikels vom 9. Mai 2009 im Haller Tagblatt eingestellt, als auch ein Interview mit dem Haller Tagblatt zum Konzert Rock for Nature veröffentlicht (Zum Lesen einfach auf den nachfolgenden Text klicken).

    Durch unseren Hinweis auf den kritischen Artikel der Stuttgarter Zeitung wollen wir von Hohenlohe-ungefiltert den Menschen in der Region eine Möglichkeit bieten, sich umfassender und unabhängiger zu informieren. Bei der Berichterstattung in Hohenloher Lokalzeitungen wird wieder einmal deutlich, dass sie unkritisch Aussagen von Veranstaltern veröffentlichen – ohne die Widersprüche in deren Aussagen aufzudecken und darzustellen. Kritische Nachfragen unterbleiben oft. Möglich, dass dies auch daran liegt, dass die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) ein Anzeigenkunde des Haller Tagblatts und weiterer lokaler Medien ist. Möglich auch, dass das Haller Tagblatt die Veranstaltung Rock for Nature in irgendeiner Form mitgesponsert hat. Auch das ist ein Aspekt, der beim Lesen der Haller Tagblatt-Artikel berücksichtigt werden muss.

    Bei dem Artikel in der Stuttgarter Zeitung hingegen wird wieder einmal deutlich, welche Probleme die Vermarktung solcher Großveranstaltungen wie des dreitägigen Konzerts „Rock for Nature“ in der Region mit sich bringt. Wieder einmal wurden im Vorfeld seitens eines oder mehrerer Veranstalter überzogene Erwartungen geschürt. Dies hat in Hohenlohe eine gewisse Tradition. Schon beim WM-Fandorf 2006 und dem Zeltplatz für deutsche und ausländische Gäste in Ilshofen hatten die Veranstalter schon Monate vorher viel zu hohe Erwartungen geschürt – mit dem Effekt, dass Mieter hohe Standgelder für Verpflegungsstände bezahlen mussten (in einem Fall 6000 Euro). Für viele hatte sich die Investition beim WM-Fandorf nicht gelohnt, weil die ausländischen Gäste auf dem Zeltplatz weitgehend ausgeblieben waren. In der Hohenloher Lokalpresse wurde dies aber meist verschwiegen oder schöngeredet. Weit über 100.000 Übernachtungen sollten es damals bei der gut vierwöchigen WM in Ilshofen auf dem Zeltplatz neben der Arena Hohenlohe werden, hatten die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken und der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten zuvor verkündet. Nicht einmal ein Bruchteil davon ist dann tatsächlich gekommen. Nach gut zwei Wochen musste der Zeltplatz aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden – Zeltplatzgäste wurden kurzerhand nach Dortmund verfrachtet. In keinem Artikel in der Lokalpresse wurde damals das Schüren der Erwartungen durch die Marketing- und PR-Abteilung der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken und des WM-Dorfbetreibers Christian von Stetten und des Zeltplatzbetreibers kritisiert. Obwohl schon vor Beginn der WM 2006 in den Lokalredaktionen der Zeitungen in der Region einige bemerkenswerte Fakten vorlagen: Es sei nur daran erinnert, dass die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken bereits im Februar 2006 mit über 6000 verkauften Übernachtungen geprahlt hatte, im Mai 2006 zeigte sich, dass in den dazwischenliegenden drei Monaten keine einzige gebuchte Übernachtung dazu gekommen ist. Schon merkwürdig, dass darüber nicht berichtet wurde.
    Deshalb an dieser Stelle eine Empfehlung von Hohenlohe-ungefiltert an alle Leser: Bewerten Sie Zahlenangaben von Veranstaltern immer unter dem Aspekt, dass oft versucht wird, durch eine scheinbare Euphorie weitere Besucher zu motivieren, eine Veranstaltung zu besuchen. Das ist aus Veranstaltersicht normal. Nicht normal und auch nicht professionell ist es aber, wenn Journalisten von Lokalzeitungen bei diesem PR-Spiel willfährig mitmachen. Ein negatives Beispiel ist immer wieder der Schwäbisch Haller Redaktionsleiter Rainer Hocher.
    gez. Ralf Garmatter, Hohenlohe-ungefiltert

  3. Man muss sich natürlich fragen, warum dieses Interview im Haller Tagblatt gerade jetzt erscheint.
    Das ist Herr Hocher wie er leibt und lebt: genau die gleiche Masche wie bei der Geschichte um das WM-Fandorf (Christian von Stetten): schlechte überregionale Presse (sachgemäß und faktenreich) wird (ich denke mal durch einen kleinen Anruf, Tenor: da muss man was machen!) auf lokaler Ebene gekontert. Da werden dann die unbequemen Fragen erst gar nicht gestellt, bzw. wenn es problematisch wird, wird einfach nicht nachgefragt.
    Deswegen: es handelt sich im Fall von Herrn Hocher um keinen >Artikel< - das wäre ja seriöser Journalismus -, sondern um PR, Lobbyarbeit (Stichwort: Anzeigenkunde)

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