„Tariferhöhung bei steigenden Verbraucherpreisen muss sein“ – Konferenz der IG Metall in Steinbach

130 Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre haben sich vor einigen Tagen bei einer Konferenz der IG Metall in der Max-Kade-Halle in Steinbach auf die bevorstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie eingestimmt.

Heidi Scharf, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Hall

Bei Huber in Öhringen: Festen Erhöhungsbetrag gefordert

Eine kräftige Lohnerhöhung hält Wolfgang Weller, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Firma Mahle in Gaildorf, angesichts steigender Energiepreisen, zum Beispiel bei Strom und Benzin, für angemessen. Die IG Metall-Vertrauensleute des Verpackungsherstellers Huber in Öhringen wollen mit ihrer Forderung nach einem festen Erhöhungsbetrag vermeiden, dass der Abstand zwischen niedrigen und höheren Lohngruppen weiter auseinander geht, wie es die Folge von prozentualen Erhöhungen ist. Auch Heidi Scharf, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Hall sieht Bedarf bei den Beschäftigten. „Höhere Entgelte bringen wichtige Impulse für die Binnenkonjunktur“, unterstreicht sie die Notwendigkeit einer Erhöhung. „Die Metall- und Elektroindustrie kann im Durchschnitt auf eine stabile Entwicklung bauen, wenn es auch eine größere Streuung der Situation in den Betrieben gibt. Die jüngsten Konjunktursignale zeigen klar nach oben“, beschreibt sie die wirtschaftliche Situation in der Branche.

Forderung über die genaue Höhe der Tariferhöhung wird noch ermittelt

Mitte März 2013 bewerten die Gremien der IG Metall die Diskussionen der Gewerkschaftsmitglieder um eine angemessene Erhöhung und beschließen, wie hoch genau das Plus ausfallen soll. Als Ergebnis der letztjährigen Tarifrunde, bei der die unbefristete Übernahme der Auszubildenden durchgesetzt werden konnte, berichtet Heidi Scharf, dass in der Region nahezu alle Auszubildenden der Metallbetriebe im Februar einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten haben.

Positive Mitgliederbilanz: Plus von 5,4 Prozent

Die IG Metall kann weiterhin sehr zufrieden auf die Mitgliederentwicklung in der Region blicken. Mit einem Plus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr steht die Verwaltungsstelle an der Spitze der Mitgliederzuwächse der Metallgewerkschaft in Baden-Württemberg. Sie hat nun 10.500 Mitglieder. Besonders erfreulich ist dabei der Zuwachs bei den jungen Mitgliedern. Bundesweit konnte der Mitgliederbestand bei den Auszubildenden um 4,8 Prozent erhöht werden.

Beschäftigtenbefragung

Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus? Mit dem Ziel, ein breites Meinungsbild zu erstellen und ihr Handeln noch besser an den Interessen der Beschäftigten auszurichten, befragt die IG Metall in den kommenden Wochen bundesweit die Beschäftigten. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu Arbeits- und Leistungsbedingungen, Altersvorsorge, Qualifizierung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Heidi Scharf forderte die Arbeitnehmervertreter auf, die Befragung zu unterstützen und ihr Votum zur Gestaltung der Arbeitswelt abzugeben. „Für jeden abgegebenen Fragebogen geht ein Euro an ein soziales Projekt in der Region“, kündigte sie an.

Weitere Informationen und Kontakt:

http://www.schwaebisch-hall.igm.de/

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