„Unbefriedigende Situation am Bahnhof Schwäbisch Hall-Hessental und Haltepunkt Hall“ – Bahn-Chefs besichtigten vor Ort

Unbefriedigend ist die Situation am Bahnhof Schwäbisch Hall-Hessental und am „Haltepunkt“ Schwäbisch Hall. 

Von der Stadtverwaltung Schwäbisch Hall

Bahnchef Rüdiger Grube hatte den Termin kurzfristig abgesagt

Auf Einladung von Annette Sawade (SPD), Bundestagsabgeordnete für Schwäbisch Hall und den Hohenlohekreis, waren Vertreter der Deutschen Bahn AG zu Gast am Bahnhof Schwäbisch Hall-Hessental. Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Baden-Württemberg war zusammen mit den zuständigen Verantwortlichen der Bahn-Töchter Station & Service, Netz, Regio und RegioNetz gekommen, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Bahnchef Rüdiger Grube hatte den Termin kurzfristig absagen müssen.

WC-Anlagen sind außer Betrieb

Oberbürgermeister Pelgrim wies auf die unbefriedigende Situation am Bahnhof Schwäbisch Hall-Hessental und am „Haltepunkt“ Schwäbisch Hall hin. Die WC-Anlagen sind außer Betrieb und in einem schlechten Zustand, die Bahnsteige baulich stark vernachlässigt und schlecht gepflegt, das Wagenmaterial beinahe schon historisch, die Fahrgastinformation stark verbesserungswürdig und die Barrierefreiheit unter keinen Umständen gegeben. Die Stadt erhält fortlaufend eine Vielzahl von Zuschriften und Beschwerden über die beiden Bahnhöfe und Streckenanbindung.

Stadt Schwäbisch Hall hat jährlich rund 750.000 Gäste

Die Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger sowie der zirka 750.000 Gäste, die Schwäbisch Hall jährlich besuchen, wurde den Verantwortlichen der Bahn vermittelt. Oberbürgermeister Pelgrim stellte damit auch die eklatante Diskrepanz zwischen dem Tourismus und insbesondere der Wirtschaftskraft von Stadt und Region einerseits sowie der Bahnanbindung andererseits heraus. Die Anbindung Schwäbisch Halls an den Fernverkehr ist daher ein weiteres, wichtiges Anliegen der Haller Bevölkerung.

Der ländliche Raum wird vernachlässigt

„Seit über 20 Jahren besteht diese Problematik schon, und die Verantwortlichen der Region weisen immer wieder auf diese Missstände hin. Das hat nichts mit fehlender Finanzierung zu tun, sondern hat System. Der ländliche Raum wird vernachlässigt – zu Gunsten der Metropol­regionen“, drückte Oberbürgermeister Pelgrim seinen Unmut aus. Von Annette Sawade sowie mehreren Stadträten, die zu dem Termin gekommen waren, wurden die Probleme am Hessentaler-Bahnhof anhand praktischer Beispiele aufgezeigt: Rollkoffer, Kinderwagen, Rollatoren und andere Dinge mehr, die heute zum Alltag gehören, werden auf dem Hessentaler Bahnhof zur Herausforderung.

Bahn will „Haltepunkt“ Schwäbisch Hall im Frühjahr 2013 leicht verbessern

Gute Nachrichten oder Verbesserungen konnten seitens der Bahn allerdings nicht gemacht werden. Der „Haltepunkt“ Schwäbisch Hall soll im Frühjahr 2013 für zirka 500.000 Euro leichte Verbesserungen erfahren. Darüber hinaus sahen die Verantwortlichen allerdings keinen finanziellen Spielraum für die Ertüchtigung des Bahnhofs Hessental oder um bspw. die Streckenanbindung von Schwäbisch Hall an den Fernverkehr voran zu bringen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Stadt Schwäbisch Hall, Am Markt 6, 74523 Schwäbisch Hall

Internet:

http://www.annette-sawade.de/

www.schwaebischhall.de

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Ein Gedanke zu „„Unbefriedigende Situation am Bahnhof Schwäbisch Hall-Hessental und Haltepunkt Hall“ – Bahn-Chefs besichtigten vor Ort

  1. Der Besuch der Bahnoberen ist zunächst zu begrüßen. Was mich aber in diesem Zusammenhang belustigt ist, dass es auch bei uns zu zugehen scheint wie im „real existierenden Sozialismus“.
    Kurz vor Ankunft der Delegation wurde, so kam mir zu Ohren, noch schnell mal die Wartehalle in Hessental durch gepinselt und der Müll weggeräumt. (Honeckers Propagandaminister hätt`s wohl nicht besser hin bekommen)Wobei schon der Begriff Wartehalle für solch einen unwirtlichen Ort irreführend ist.
    Bei ihrer Ortsbegehung bugsierten die feinen Herren dann noch einen Rollköfferchen auf den mittleren Bahnsteig um, wie soll`s auch anders sein, festzustellen, dass der Bahnhof Hessental doch beinahe Barrierefrei ist.

    Immerhin war man mal vor Ort. Ob sich nun etwas zum Positiven ändert muss die Zukunft zeigen. Für mich ist jedoch an den Beispielen der Haller Bahnhöfe eines ganz klar zu erkennen. Für mich als Bahnnutzer und Kunden ändert sich durch Privatisierungsgedanken und einseitiges ausrichten auf Hochgeschwindigkeitsverbindungen nichts zum Guten. Deshalb plädiere ich dafür die Bahn als Staatsbetrieb zu belassen und dafür zu sorgen, dass man langfristig auf eine echte Alternative zur Automobilmobilität hinarbeitet. Gerne auch in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Nahverkehrsbetrieben.

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