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„Geheimniskrämerei in Sachen Krankenhaus Gaildorf“ – Kommentar von Kreisrat Hans-Joachim Feuchter (Grüne)

Einen Offenen Brief zum Thema Erhalt des Gaildorfer Krankenhauses hat Hans-Joachim Feuchter, Grünen-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Schwäbisch Hall, an Landrat Gerhard Bauer geschrieben. Hohenlohe-ungefiltert veröffentlicht das Schreiben in voller Länge.

Von Hans-Joachim Feuchter, Vorsitzender der Fraktion Grüne/ÖdP im Kreistag Schwäbisch Hall

Sehr geehrter Herr Landrat,

wir gehen davon aus, dass die nächsten Schritte für den Neubau des Klinikums Crailsheim am kommenden Dienstag den Kreistag mit großer Mehrheit passieren werden. Deshalb wollen wir uns nun verstärkt auch dem Krankenhaus Gaildorf zuwenden. Nachdem das Diak den Holding Vertrag gekündigt hat, muss der Landkreis konkret Verantwortung übernehmen. Wir wissen, dass Sie hierzu bereits Schritte eingeleitet haben und begrüßen das ausrücklich. Wir möchten jedoch als Fraktion selbst Vorschläge einbringen und dies hiermit tun.

Möglichkeit, das Gebäude als Einrichtung zur Versorgung von Kranken zu erhalten

Wir sehen in dem vor allem durch die „BI Krankenhaus Gaildorf“ angeregten Konzept für eine weitere Nutzung der Krankenhaus-Immobilie eine gute Möglichkeit, das Gebäude als Einrichtung zur Versorgung von Kranken zu erhalten. Auch wir wollen mithelfen eine feste Abteilung, eine Spezialklinik oder den Teil einer solchen als kleine aber sichere Basis in Gaildorf zu installieren. Deshalb möchten wir Sie bitten, nachstehende Möglichkeiten auszuloten und dazu entsprechende Gespräche zu führen:

Psychisch kranke Menschen nach Gaildorf

Verlegung einer Einrichtung (oder eines Teils) für psychisch kranke Menschen der Kliniken Weißenhof in Gaildorf statt eines Neubaus in Hall. Bitte nehmen Sie dabei auch das Sozialministerium praktisch in die Pflicht. Welchen Sinn macht denn ein teurer Neubau mit staatlichen Zuschüssen, wenn ein quasi neues Haus in großer Nähe bereits zur Verfügung steht.

Verlegung einer kleineren (klinischen?) Abteilung des Diak nach Gaildorf

Einrichtung einer kleinen stationären Abteilung, die es im Landkreis so noch nicht gibt. Beispiele könnten eine geriatrische Rehablitation oder die Palliativmedizin sein. Zu dieser stationären Basis könnten Pflegebetten und ambulante Praxen, Außenstellen oder Sprechzeiten unterschiedlichster Ärzte (´Filialen´ sind ja inzwischen möglich) eine gute Ergänzung sein. Aus unserer Kenntnis gibt es hierzu eine bemerkenswerte Bereitschaft Gaildorfer Ärzte, die man über Gespräche verfestigen und Realität werden lassen sollte.

Krankenhaus samt Inventar zurück an den Landkreis

Die Umsetzung solcher Vorhaben ist sicher nicht einfach. Eine Schwierigkeit ist, dass der Betrieb und hierfür nötige Einrichtungen seinerzeit an das Diak übertragen worden sind. Aus unserer Sicht muss die Abwicklung und Entflechtung der Holding jedoch dazu führen, dass nicht nur die Immobilie Krankenhaus Gaildorf, sondern auch sämtliches Inventar wieder an den Landkreis zurückfällt. Hierzu möchten wir einerseits eine zuverlässige Auskunft, andererseits aber in den Verhandlungen mit dem Diak auch sichergestellt wissen, dass das so gemacht wird.

Diak garantiert 24-Stunden-Notarzt-Dienst in Gaildorf

Verhandlungen mit dem Diak – etwa über das Thema Kinderklinik oder das Inventar – halten wir für steuerbar, weil sich das Diak ja verpflichtet hat einen 24-Stunden-Notarzt-Dienst in Gaildorf zu garantieren. Für durchschnittlich drei Einsätze pro Tag erfordert das drei Ärzte in Vollzeit pro Tag. Abgesehen davon, welche Ärzte man für einen solch spannenden Dienst gewinnen will, ist das eine sehr teure Angelegenheit, die mit einem neuen Konzept für das Krankenhaus Gaildorf obsolet werden könnte.

Geheimniskrämerei in Sachen Gaildorf

Last not least verstehen wir manche Geheimniskrämerei in Sachen Gaildorf nicht wirklich. Die Bürger verlangen heutzutage zurecht Transparenz und Offenheit. Offenbar ist in den letzten Monaten, ja Jahren (auch durch Herrn Eggert) viel Vertrauen in Gaildorf verspielt worden. Wir möchten, dass sich das ändert. Für eine gelebte Demokratie ist dies absolut nötig. Sie haben zwar mit Vertretern der Bürger gesprochen, gut informiert fühlen sich diese aber offensichtlich noch immer nicht. Da gibt es wohl Nachholbedarf.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Joachim Feuchter, Fraktionsvorsitzender von Die Grünen/ÖDP im Kreistag Schwäbisch Hall

Weitere Informationen und Kontakt:

Hans-Joachim Feuchter, Bovenzenweiler 6, 74575 Schrozberg

Telefon: 07939-8025

Fax: 07939-8027

Internet: http://gruene-sha.de/kreistag/

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